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DE2120939C3 - Vorrichtung zur verzerrten Abbildung - Google Patents

Vorrichtung zur verzerrten Abbildung

Info

Publication number
DE2120939C3
DE2120939C3 DE19712120939 DE2120939A DE2120939C3 DE 2120939 C3 DE2120939 C3 DE 2120939C3 DE 19712120939 DE19712120939 DE 19712120939 DE 2120939 A DE2120939 A DE 2120939A DE 2120939 C3 DE2120939 C3 DE 2120939C3
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
structural body
light
light source
structural
screen
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19712120939
Other languages
English (en)
Other versions
DE2120939B2 (de
DE2120939A1 (de
Inventor
Gerhard Dipl.-Ing. 8000 München Winzer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens AG
Original Assignee
Siemens AG
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens AG filed Critical Siemens AG
Priority to DE19712120939 priority Critical patent/DE2120939C3/de
Priority to US00240660A priority patent/US3851961A/en
Publication of DE2120939A1 publication Critical patent/DE2120939A1/de
Publication of DE2120939B2 publication Critical patent/DE2120939B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2120939C3 publication Critical patent/DE2120939C3/de
Expired legal-status Critical Current

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Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur verzerrten aber scharfe Konturen bildenden Abbildung von gegenständlichen Darstellungen bei Filmgestaltungen, bestehend aus einer oder mehreren Lichtquellen, einem Diapositiv oder Film, einer Abbildungsoptik, einer Lichtstreuvorrichtung und einem Bildschirm.
Eine derartige Einrichtung kann insbesondere als Titelgerät für Filme oder im Direktverfahren auch für die Bühnenbildgestaltung oder zu Werbezwecken eingesetzt werden.
Zur Verzerrung einer gegenständlichen Darstellung mußten bisher Verfahren verwandt werden, bei denen über Trickaufnahmen stufenweise Verzerrungen erzeugt wurden. Verwandlungen im Direktzeitverfahren sind zwar bekannt, erzeugen aber wenig eindrucksvolle Abbildungen, wenn sie mit Hilfe inkohärenten Lichtes arbeiten. In den Strahlengang von Projektoren werden hier Vorrichtungen gebracht, die lediglich eine Unscharfe der Abbildung oder Kaleidoskopeffekte bewirken.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugründe, eine Vorrichtung zur verzerrten Abbildung von gegenständlichen Darstellungen bei Filmgestaltungen anzugeben, bei der die Möglichkeit zur Erzeugung von besonderen Bildeffekten besteht.
Diese Aufgabe wird durch die in Anspruch 1 angegebene Erfindung gelöst.
Wird im Strah'engang als Lichtstreuvorrichtung ein Strukturkörper angeordnet, so können die einzelnen an diesem Strukturkörper abgebeugten Lichtstrahlen miteinander interferieren und deshalb ein Bild aus dunklen und hellen Streifen ohne irgendeine regelmäßige Struktur erzeugen.
ZiT Einstellung einer Verzerrung oder der Entzerrung wird der Strukturkörper, insbesondere in der Richtung der optischen Achse, translatorisch bewegt.
Zur Abänderung der Verzerrung des Bildes wird der Strukturhirper insbesondere senkrecht zur Richtung der optischen Achse translatorisch bewegt oder gedreht oder verkippt.
Besondere dynamische Effekte erreicht man dann, wenn mehrere hintereinander angeordnete Strukturkörper bewegt werden.
Die Lichtstreuvorrichtung kann auch vorteilhafterweise aus mehreren Strukturkörpern bestehen, die zur Erzeugung einer scharfen Abbildung zu einer Planparallelplatte zusammengeschoben werden können. Von Vorteil ist auch ein Strukturkörper, der eine längliche Form besitzt und der in einer Richtung stetig in eine planparallele Platte übergeht.
Um bei Verwendung eines einzelnen Strukturkörpers mit durchgehender Struktur aus der verzerrten Abbildung die gegenständliche Darstellung zu erzeugen, wird zwischen dem Strukturkörper und dem Bildschirm insbesondere eine Immersionsflüssigkeit angeordnet, in die der Strukturkörper eintauchen kann.
Diese Immersionsflüssigkeit muß den gleichen Brechungsindex besitzen wie das Material des Strukturkörpers, um eine Beugung auszuschalten.
Zur näheren Erläuterung der Erfindung wird auf die Zeichnung verwiesen. Die
F i g. 1 zeigt in Ausführungsbeispiel für eine Vorrichtung zur verzerrten Abbildung;
F i g. 2 ein Ausführungsbeispiel mit mehreren Lichtquellen und die
F i g. 3 und 4 je ein Ausführungsbeispiel für einen Streukörper.
In dem in der F i g. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel gelangt das Licht eines Lasers 1 entlang der optischen Achse 2 zu einer Strahlaufweitungsvorrichtung 3 und von dort ^u einem Dia oder einem durchlaufenden Film 4. Die auf dem Film oder Dia 4 dargestellten Gegenstände werden über eine Abbildungsoptik 5, dessen Brennpunkt bei 6 liegt, auf einer Mattscheibe 7 scharf abgebildet. Im vorliegenden Beispiel befindet sich unmittelbar vor der Mattscheibe 7 eine Immersionsflüssigkeit 8 und zwischen dieser und demBrennpunkt 6 der Strukturkörper 9. In der gezeichneten Stellung des Strukturkörpers 9 bewirkt dieser, daß der kohärente Lichtstrahl beim Durchgang durch den Strukturkörper
abgebeugt wird und die einzelnen Lichtstrahlen miteinander interferieren, so daß auf der Mattscheibe eine Interferenzfigur aus hellen und dunklen Linien und Recken entsteht, der die Abbildung nicht mehr erkennen läßt. Der Strukturkörper 9 ist mindestens zwischen dem Brennpunkt 6 und der Immersionsflüssigkeit 8 in Richtung der optischen Achse 2 verschiebbar er kann insbesondere in die Immersionsflüssigkeit 8 eintauchen. Dabei genügt es, daß nur die rechte Seite des Strukturkörpers 9 in die Flüssigkeit eintaucht, wenn der Strukturkörper auf der linken Seite eine ebene Fläche besitzt und nur die rechte Fläche die Struktur enthält. Ein beobachter 10 sieht auf der Mattscheibe 7 ein feststehendes verzerrtes Bild, wenn der Strukturkörper 9 in Ruhestellung steht. Wird er jedoch in Richtung der optischen Achse oder seitlich dazu verschoben, gedreht oder verkippt, so entstehen tanzende Figuren oder Flammen oder F.;..eindrücke. Diese Eindrücke können noch weiter verstärkt werden, wenn mehrere Strukturkörper hintereinander angeordnet sind und diese bewegt werden.
Besitzt der Struksurkörper eine optisch wenig variierende Strukturfläche, so kann auf die Immersionsflüssigkeit 8 verzichtet werden. Zur Scharfabbildung muß dann der Sirukturkörper dicht auf die Mattscheibe hin bewegt werden.
Die gleichen Effekte lassen sich natürlich auch dann erzeugen, wenn die Immersionsflüssigkeit nicht auf der Mattscheibe 7 aufliegt, sondern irgendwo zwischen dieser und dem Strukturkörper 9 angeordnet ist. Es ist nur notwendig, daß der Streukörper in diese eintaucht, um eine scharfe Abbildung zu erzeugen.
Besondere farbige Effekte ergeben sich dann, wenn man mehrere verschiedenfarbige Lasersender verwendet. Die F i g. 2 zeigt drei verschiedene L.isersender 11, 12 und 13, die über teildurchlässige Spiegel 14 ihre Strahlung auf die Aufweitungsoptik 3 richten. Der weitere Strahlenverlauf ist dergleiche, wie der zuvor geschilderte.
Bei Verwendung der genannten Immersionsflüssigkeit können auch Strukturkörper gewählt werden, die auf zwei Seiten strukturiert sind In diesem FaIi muß der Strukturkörper vollständig in die Flüssigkeit eintauchen.
Fiese Immersionsflüssigkeit entfällt jedoch bei Strukturkörpern und Kompensionseinrichtungen, wie sie die F i g. 3 als Ausführungsbeispiel zeigt. Hier ist ein Strukturkörper 15 dargestellt, der auf der oberen Seite plan ist und eine Struktur auf der unteren Seite hat. Zur Kompensation der optischen Weglängen ist eine Gegenvorrichtung 16 mit einer komplementären Struktur auf der oberen Seite und einer planen Ebene auf der unteren Seite dargestellt Die beiden Körper 15 und 16 wirken wie in dem dargestellten Zustand angeordnet als planparallele Platte und streuen das Licht nicht. Werden sie jedoch irgendwie gegeneinander bewegt, so erhält man wieder Beugungseffekte. Ist die Gegenvorrichtung 16 nicht ganz ideal angepaßt, so genügt eindünner Immersionsfilm zur Kompensation der optischen Weglängen.
Die F i g. 4 zeigt wiederum einen Strukturkörper, bei dem die Immersionsflüssigkeit überflüssig wird. Zur scharfen Abbildung wird der linke Teil 17 in den Strahlengang geschoben und zur Verzerrung der rechte Teil 18. Da die Struktur auf der Unterseite des Körpers von rechts nach links stetig abnimmt und zu einer planen Ebene übergeht, erhält man einen stetigen Übergang zwischen Verzerrung und scharfer Abbildung bei Durchführung des Streukörpers durch den Strahlengang von rechts nach links.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (9)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zur verzerrten, aber scharfe Konturen bildenden Abbildung von gegenständlichen Darstellungen bei Filmgestaltungen, bestehend aus einer Lichtquelle, einem Film oder Dia, einer Abbildungsoptik, einer Lichtbeugungsvorrichtung und einem Bildschirm, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtquelle durch eine kohärente Lichtquelle (1) gebildet wird, und daß als Lichtbeugungsvorrichtung ein Strukturkörper (9) vor dem Bildschirm (7) angeordnet ist
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtquelle aus mehreren verschiedenfarbigen kohärenten Lichtquellen {11, 12, 13) besteht, deren gerichtet austretende Lichtstrahlenbündel mit teildurchlässigen Spiegeln (14) einander überlagert werden.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Strukturkörper (9) zur Verzerrung oder Entzerrung in der Richtung der optischen Achse translatorisch beweglich ist
4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Strukturkörper (9) zur Abänderung der Verzerrung des Bildes senkrecht zur Richtung der optischen Achse translatorisch beweglich ist.
5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Strukturkörper (9) zur Abänderung der Verzerrung des Bildes gedreht oder gekippt werden kann.
6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtbeugungsvorrichtung aus mehreren Strukturkörpern (15, 16) besteht, die zu einer Planparallelplatte zusammengeschoben werden können.
7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Strukturkörper (9) in einer Richtung der Platte si:etig zu einer planparallelen Platte übergeht.
8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Strukturkörper und dem Bildschirm eine Immersion (8) angeordnet ist, in die der Strukturkörper eintauchen kann.
9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Strukturkörper mit eigenen Strukturen hintereinander angeordnet sind.
DE19712120939 1971-04-28 1971-04-28 Vorrichtung zur verzerrten Abbildung Expired DE2120939C3 (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19712120939 DE2120939C3 (de) 1971-04-28 Vorrichtung zur verzerrten Abbildung
US00240660A US3851961A (en) 1971-04-28 1972-04-03 Light projection apparatus

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19712120939 DE2120939C3 (de) 1971-04-28 Vorrichtung zur verzerrten Abbildung

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2120939A1 DE2120939A1 (de) 1972-11-16
DE2120939B2 DE2120939B2 (de) 1975-07-03
DE2120939C3 true DE2120939C3 (de) 1976-02-12

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