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Tastatur Die Erfindung betrifft eine Tastatur, bei der jede Taste
mit einer mit Codiernasen versehenen Codierschiene verbunden ist, die bei einer
Tastenbetätigung über die Codiernasen Klappen zur elektrisehen Signalerzeugung für
datenverarbeitende Maschinen bewegt.
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Es ist bereits aus der Dt-OS 2 023 180 bekannt, über an einer Codierschiene
angeordnete Nasen Klappen zu versahwenken, die elektrische Signale in codierter
Form erzeugen. Jede Klappe ist für sich gefedert. Dadurch sind je nach Anzahl der
gemäß der Codierung zu betätigenden Klappen unterschiedliche Tastendrücke aufzubringen,
die eine zusätzliche Belastung für eine Schreibperson darstellen. - Um eine Code-Mischung
durch gleichzeitiges Betätigen zweier Tasten zu vermeiden, ist eine elektronische
Tastensperre vorgesehen, die verhindert, daß ein abgefälschtes Ausgangasignal entsteht.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine einfache aus wenigen
Bauelementen bestehende Tastatur zu schaffen, deren Tasten mit annähernd gleicher
Kraft niederdrückbar sind. Außerdem soll diese Tastatur eine einfache mechanische
Tastensperre aufweisen, um eine unerwunschte Codemischung bei gleichzeitigem Betätigen
von mehreren Tasten zu verhindern. Weiterhin soll eine einfache kombinierte Prellsicherung
und Tastentotalsperre geschaffen werden.
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Die Erfindung löst diese Aufgabe bei einer Tastatur durch mit Codiernasen
und Blockierlappen versehene Codierschienen, die mit den Codlernasen eine Auswahl
von ungefederten Klappen verschwenken und mit den Blockierlappen die nicht verschwenkten
Signalschienen in ihrer Ausgangslage festlegen, wobei sämtliche Klappen in Ausgangslage
an einem zentralen Halte- und Rückstellhebel anliegen, während bei einer Tastenbetätigung
die verschwenkenden Klappen gemeinsam den Halte- und Rückstellhebel entgegen der
Kraft einer Rückstellfeder verschwenken.
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Nach einem weiteren Ausführungsbeispiel der Brfindungtkann die kombinierte
Prellsicherung und Tastentotalsperre darin bestehen, daß eine von allen Codierschnenen
durch Nasen schwenkbare zweischenklige Blockierklappe vorgesehen ist, wobei jeder
Nase ein keilförmiger Lappen benachbart ist, der bei einer Tastenbetätigung von
einem Schenkel der Blockierklappe formschlüssig erfaßbar ist und bei betätigter
Blockierkiappe von dem Schenkel formschlüssig unterstellbar ist.
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Die Prellsicherung wird in einfacher Weise dadurch-erreicht, daß schon
vor dem Anliegen der Nase an einem Schenkel der Blockierklappe der keilförmige Lappen
den anderen Schenkel der Klappe unterstellt und dadurch bei einem Prellen der Codierschiene
eine formschlüssige Selbsthemmung durch Anstoßen des Schenkels am Lappen eintritt.
-Diese Selbsthemmung tritt dagegen bei einer normal verlaufenden Tastenbetätigung
nicht ein, da die Codiernase mit dem keilförmigen Lappen - ähnlich eines Zahneingriffs
- zur Schwenkung der Klappe in diese eintaucht.
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Die zweischenklige Blockierklappe kann gleichzeitig auch als Tastentotalsperre
dienen. Diese Funktion ist bei einer Tastatur erwünscht, die in einem druckenden
Datenein- und Ausgabegerät verwendet wird. Bei der Datenausgabe muß-die Datenerzeugung
für eine Bedienungsperson sofort erkennbar unmöglich sein.
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Die genannte Blockierklappe kann hierzu durch ein an sich bekanntes
Stellglied, wie ein Magnet, vor Beginn der Datenausgabe durch ein entsprechendes
Steuersignal in Sperrstellung geschwenkt
werden. In dieser Stellung
legt die Blockierklappe jede zur Dateneingabe vorgesehene Taste in Ausgangsstellung
fest.
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Vorteilhaft kann der Halte- und Rückstellhebel aus einem schwenkbar
gelagerten, federbelasteten Basishebel und einem mit diesem schwenkbar verbundenen
Stellhebel bestehen.
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Die erfindungsgemäße Tastatur zeichnet sich dadurch aus, daß durch
die ungefederten Klappen, die bei einer Tastenbetätigung auf einen allen Klappen
gemeinsamen, federbelasteten Hebel einwirken, für jede Taste ein weitgehend gleichmäßiger
Tastendruck erreicht wird. Der Tastendruck pro Taste ist damit, abgesehen von der
Lagerreibung'davon unabhängig, ob eine Klappe oder alle Klappen betätigt werden.
- Durch den Code bedingt, also durch die Anordnung von erfindungswesentlich angeordneten
Codiernasen und Blockierlappen in Bezug auf die ebenfalls erfindungswesentlichen
Klappen ist weiterhin der Kugelsperreneffekt gewährleistet, daß nämlich eine Codemischung
durch Überschneiden von Codier- bzw. Blockierlappen verhindert wird.
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!usfül?rungslJeispiele der Erfindung sind anhand der- Zeichnung nachfolgend
beschrieben, es zeigt Fig. 1 Eine Tastatur mit Geradführung, Fig. 2 eine Codierschiene
nach Fig. 1 und Fig. 3 eine Tastatur mit schwenkbar gelagerten Codierschienen.
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Iiach den Figuren 1 und 2 sind in einem-Gehäuse 1 einer datenverarbeitenden
Maschine in einem Gestell 2 Tastencodierschienen 3 bis 6 linear verschiebbar angeordnet.
Von diesen sind nachfolgend die Codierschienen 3, 4 beispielhaft für die übrigen
Schienen 5, 6 beschrieben. - Die Codierschienen 3, 4 sind mit Codiernasen 7 - 12
und mit Blockierlappen 13 - 18 versehen.
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Zweischenkelige Klappen 19 - 24 sind durch Wellen 25 im Gestell 2
schwenkbar gelagert. Die Codiernasen 7 - 12 sind in Tastenhubrichtung gesehen in
größerer Entfernung vom Wirkbereich der
zugehorigen Schenkel 19'
- 24' der Klappen angeordnet, als die Blockierlappen von den Schenkeln 19 " - 24".
Benachbart zu den Codiernasen 8, 11 sind keilförmige Lappen 26, 27 mit Sperrflächen
28 - 31 angeordnet.- Rückstellfedern 32 sind auf Schäften 33 der Codierschienen
3, 4 gelagert. Die Klappen 19 - 24 liegen mit ihren unteren Schenkeln 19 " - 24't
an einem mit Nocken 34 versehenen Basishebel 75 an, der über einen Zapfen 35' schwenkbar
mit einem im Gestell 2 durch einen Zapfen 36' schwenkbar befestigten Stellhebel
36 verbunden ist.
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Eine Rückstellfeder 37 hält den Rückstellhebel 36 in seiner dargestellten
Ausgangslage. Für die Hubbegrenzung der Tastencodierschienen 3-6 sind gummielastische
anschläge 38 bis 40 vorgesehen.
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Im Gegensatz zu den Tastencodierschienen nach Fig. 1 besteht nach
Fig. 3 jede Tastencodierschiene 41 bis 44 aus zwei um Lagerzapfen 45, 46 schwenkbaren
Teilen 47, 48. Diese Teile 47, 48 sind miteinander über einen weiteren Zapfen 49
und eine Geradführung 50 formschlüssig gekoppelt. Dabei ist der Zapfen 49 mit dem
Teil 48 verbunden während die Geradführung 50 im Teil 47 angeordnet ist. Entsprechend
den Tastencodierschienen 3 - 6 nach den Fig. 1, 2 weisen auch die zweiteiligen Codierschienen
41 - 44, wie beispielhaft an den Schienenteilen 46, 47 dargestellt, Codiernasen
51 - 53 und Blockierlappen 54 - 56 auf. Außer den Klappen 19 - 24 ist noch eine
zweischenklige Blockierschiene 57 vorgesehen, die durch die Codiernase 51 schwenkbar
ist. Der Blockierlappen 54 weist stirnseitig eine Sperrfläche 54' auf. Dieser Blockierlappen
54 und die Codiernase 51 sind an jeder Codie-rschiene.41 - 44 angeordnet. Zum Rückstellen
der.Codierschienen 41 - 44 sind an den jeweilig links angeordneten Teilen 48-der
Codierschienen Rückstellfedern 58 vorgesehen. Zur Rückstellung der Klappen 19 -
24 und der Blockierschiene 57 sind in gleicher Weise wie in Fig. 1 ein Basishebel
59 und ein gelenkig mit ihm verbundener Stellhebel 60 vorgesehen. Zur Rückstellung
dient eine Rückstellfeder 61. Anschläge 62 und 63 begrenzen den Hub der Codierschienen
41 bis 44.
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Wird die Codierschiene 3 nach Fig. 1 aus ihrer dargestellten Ausgangsstellung
in Hubrichtung nach unten-gedrückt, so tauchen in einem ersten Bewegungsabschnitt
die in Richtung zur Codierschiene 3 angeordneten Schenkel 19', 22', 24' der Klappen
19, 22, 24 in den Bereich von'Blockierlappen 13, 14, 15. Erst in einem weiteren
Bewegungsabschnitt werden die restlichen Klappen 20, 21, 23 von den Codiernasen
7, 8, 9 geschwenkt. Die nicht zu betätigenden Klappen werden also zuerst blockiert,
dann erst werden die zu betätigenden Klappen durch die Codiernasen gescharenkt.-Die
verschwenkenden Klappen 20, 21, 23 betätigen die Hebel 35, 96 im Uhrzeigersinn gegen
die Kraft der Feder 37. -Das Schwenken der genannten Klappen 20, 21, 23 bewirkt
inan sich bekannter Weise die Umwandlung in elektrische, für eine datenverarbeitende
Anlage geeignete Slgnale. Wird die Codierschiene 3 losgelassen, so bewirken die
Rückstellfedern 32,'37, daß die.Codierschiene 3 und die geschwenkten Klappen 20,
21, 23 in ihre Ausgangs stellungen zurückgestellt werden.
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Eine Sperre gegen gleichzeitiges Betätigen von mehreren Codierschienen
wird durch die vom Code her bedingte Anordnung von Codiernasen und Blockierlappen
erreicht. So ist an dem Blockierlappen 15 (Fig. 1) der Codierschiene 3 und der Codbrnase
12 (Fig. 2) der Codierschiene 4 leicht zu erkennen, daß bei gleichzeitiger Betätigung
dieser Codierschienen 3, 4 vor einer Signalerzeugung-durch Schwenken der Klappe
24-eine Selbsthemmung der Codierschienen eintritt. Da nämlich ein Schenkel der Signalschiene
schon in den Sperrbereich des Blockierlappens 15 eingetaucht ist und durch die Codiernase
12 nicht mehr geschwenkt werden kann. Die Folge ist, daß die Codierschienen 3, 4
nicht zusammen vollständig niedergedrückt werden können. Eine Signal erzeugung,
die eine Codemischung darstellen würde, ist daher ausgeschlossen.
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Die keilförmigen Lappen 26, 27 wirken im Zusammenhang mit der winkelförmig
zweischenkligen Klappe 21 als Prellsicherung.
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Eine durch zu schnelles Antippen einer Taste unkontrollierbare
Signalerzeugung
wird dadurch vermieden. Bei einem Prellen der Codierschiene 3 in Hubrichtung ist
zwar ein Schwenken der Klappen 20, 23 möglich. Ein Schwenken der Klappe 21 ist dagegen
durch den keilförmigen Lappen 26 verhindert. Denn die Codiernase 8 steht zu dem-
Lappen 26 in der Beziehung, daß in jedem Fall der Lappen 26 im Bereich-der Innenseite
des Schenkels 2-1' liegt ;beyor die Codiernase 8 den unteren Schenkel 21'' der Klappe
21 berühren kann. Dadurch wird die Klappe 21 daran gehindert, durch ein Prellen
im Uhrzeigersinn zu schwenken. Die Klappe 21 kann daher kein Signal erzeugen.
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Weiterhin kann die Klappe 21 im Zusammenhang mit'einem Signalerzeuger,
bspw. mit einem Kontaktschalter, als Signalfreigaseeinrichtung in der Weise ausgebildet
sein, daß ein vollständiges Codesignal von der Tastatur nur dann abgegeben wird,
wenn die Klappe 21 vollständig in Uhrzeigersinn geschwenkt ist.
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Dies kann in einfacher Weise dadurch erreicht werden, daß die Klappe
21 zu einem späteren Zeitpunkt ein Signal erzeugt als die übrigen Klappen.
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Wird die Codierschiene 3 in üblicher Weise nach unten bewegt, so
schwenkt die Codiernase 8 die Klappe 21 im Uhrzeigersinn.
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Dabei übergreift der nach oben weisende Schenkel 21' der Klappe 21
den keilförmigen Lappen 26 und steht bei vollständig niedergedrückter Codierschiene
3 parallel zur Schenkelfläche 29, wie in Fig. 1 gestrichelt angedeutet ist. In der
gestrichelten Stellung der Klappe 21 werden alle übrigen Codierschienen 4 - 6 in
ihrer Ausgangsstellung durch'den an der Schenkelfläche 30 (Fig. 2) des Lappens 27
nahezu rechtwinklig anstehenden Schenkel 21 der Klappe 21 festgelegt. Damit eignet
sich die Klappe21 im Zusammenhang mit den Lappen 26, 27 auch als Tasten-Totalsperre,
bspw. bei einem mit dieser Tastatur versehenen Datenausgabegerät.
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Bei demAusführungsbeispiel der Tastensperre nach Fig. 3 erfolgt beim
Betätigen einer der Codierschienen 41 - 44 eine gegenläufige Schwenkbewegung der
beiden Teile 45, 46 der
Codierschiene 41. Dadurch werden, wie schon
zum ersten Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 beschrieben, die Klappen 19 - 24 sowie
die Blockierklappe 57 in entsprechender Weise betätigt.
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Gleiches gilt um eine Codemischung zu verhindern. Beim Betätigen der
Codierschiene 41 bewegt sich der Teil 47 im Gegenuhrzeigersinn, so daß der zur Codierschiene
41 hinweisende Schenkel der Blockierschiene 57 durch die Flanke der Codiernase 5i
geschwenkt wird und an dieser bei vollständig'niedergedrückter Codierschiene41 zur
Anlage kommt. Damit nimmt der genannte Schenkel der Blockierschiene 57 in seiner
ausgeschwenkten Stellung die strichliert gezeichnete Stellung ein und liegt stirnseitig
an den Blockierlappen der übrigen Codierschienen an. Diese sind dadurch in ihrer
Ausgangsstellung festgelegt.