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TECHNISCHES GEBIET
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Ausführungsformen der vorliegenden Anmeldung gehören zum Gebiet der Kieferorthopädietechnologie und beziehen sich insbesondere auf die Herstellungstechnologie von orthodontischen Geräten, insbesondere auf ein Dentalinstrument und ein orthodontisches System.
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HINTERGRUND
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Der Begriff Malokklusionsdeformität bezeichnet eine Fehlstellung der Zähne, der Zahnbögen, der Kieferknochen sowie der kraniofazialen Positionen und Beziehungen. Zu den häufigsten Symptomen zählen Gebissengstand, Zahnlücken und Kreuzbiss. Bei den meisten Malokklusionsdeformitäten handelt es sich um Anomalien wie eine unregelmäßige Zahnstellung, eine abnormale Okklusionsbeziehung zwischen dem oberen und dem unteren Zahnbogen, eine abnormale Kiefergröße und -form sowie Gesichtsdeformationen, die durch angeborene genetische Faktoren oder erworbene Umweltfaktoren wie Krankheiten, ungesunde Mundgewohnheiten und Zahnstörungen während des Wachstums und der Entwicklung von Kindern oder nach Wachstum und Entwicklung durch ein Trauma, durch Parodontitis und andere Faktoren verursacht werden.
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Ein schalenförmiges Dentalgerät ist eine Vorrichtung zur Behandlung von Malokklusionsdeformitäten. Dabei wird ein sicheres, elastisches, transparentes Polymermaterial verwendet, sodass der orthodontische Prozess für andere nahezu unbemerkt abläuft. Bei protrusiven Deformitäten mit sagittalen Kieferstellungsfaktoren ist eine Kieferstellungsrekonstruktion erforderlich, um die Kieferstellung zu korrigieren und eine Unterkiefervorverlagerung zu erreichen. Je nach Indikation werden die heute üblichen unsichtbaren orthodontischen Geräte zur Kieferstellungsrekonstruktion in zwei Typen unterteilt: Twin-Block (TB) und Herbst (HB). Der Hauptunterschied zwischen den beiden Typen besteht darin, ob der Patient einen tiefen Überbiss hat. Wenn der Patient einen tiefen Überbiss hat, wird TB verwendet, während HB verwendet wird, wenn der Patient keinen tiefen Überbiss, sondern lediglich eine arthrogene mandibuläre Retrognathie mit tiefem Overjet hat. In der klinischen Praxis kann es jedoch bei einigen Patienten mit arthrogener mandibulärer Retrognathie aufgrund von Krümmungsproblemen nach der Vorverlagerung zu einer teilweisen Öffnungsdefonnität von 1 bis 4 mm an den hinteren Zähnen kommen. In diesen Fällen kann die bloße Verwendung des orthodontischen HB-Geräts zur Vorverlagerung zu einer unzureichenden Kontaktfläche in der hinteren Region und einer Instabilität der Kieferstellung führen und aufgrund der Öffnungsdefonnität der hinteren Region sogar die Fähigkeit zum Essen während des Tragens des Geräts beeinträchtigen.
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KURZDARSTELLUNG
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Das durch die Ausführungsformen der vorliegenden Anmeldung zu lösende technische Problem besteht darin, die im Stand der Technik vorhandenen Mängel zu überwinden und ein Dentalinstrument und ein orthodontisches System bereitzustellen, mit denen nicht nur die Positionsbeziehung zwischen Ober- und Unterkiefer durch die Einwirkung des Dentalinstruments normalisiert werden kann, sondern auch die Okklusionsstabilität nach dem Tragen erhöht und der Tragekomfort verbessert wird.
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Die durch die Ausführungsformen der vorliegenden Anmeldung bereitgestellte technische Lösung schließt zumindest ein Dentalinstrument ein, das Folgendes enthält: einen ersten schalenförmigen Körper, der zur Aufnahme von Oberkieferzähnen konfiguriert ist, und einen zweiten schalenförmigen Körper, der zur Aufnahme von Unterkieferzähnen konfiguriert ist, wobei die bukkale Seitenfläche oder linguale Seitenfläche der hinteren Region des ersten schalenförmigen Körpers mit einer Protrusion vom ersten Typ versehen ist, die bukkale Seitenfläche oder linguale Seitenfläche der hinteren Region des zweiten schalenförmigen Körpers mit einem Positionsbegrenzungsabschnitt versehen ist, der mit der Protrusion vom ersten Typ zusammenwirkt, und die Protrusion vom ersten Typ und der Positionsbegrenzungsabschnitt miteinander interagieren, um die relative Positionsbeziehung zwischen Ober- und Unterkiefer einzustellen; eine Okklusionsfläche der hinteren Region des ersten schalenförmigen Körpers oder des zweiten schalenförmigen Körpers mit einer Protrusion vom zweiten Typ versehen ist, der in Richtung eines gegenüberliegenden Kiefers vorsteht, und eine Protrusionshöhe der Protrusion vom zweiten Typ einen Kieferöffnungsraum ausgleicht, der durch die Wechselwirkung der Protrusion vom ersten Typ und des Positionsbegrenzungsabschnitts in der hinteren Region gebildet wird, um einen Okklusionszustand zu stabilisieren.
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Die durch die Ausführungsformen der vorliegenden Anmeldung bereitgestellte technische Lösung schließt ferner zumindest ein: ein orthodontisches System, einschließlich der vorstehend erwähnten mehreren Sätze von Dentalinstrumenten, die zumindest ein wie vorstehend beschriebenes Dentalinstrument einschließen.
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Die Ausführungsformen der vorliegenden Anmeldung weisen aufgrund der Verwendung der vorstehend genannten technischen Lösungen zumindest die folgenden Vorteile und positiven Auswirkungen auf: Eine Protrusion vom ersten Typ ist auf der bukkalen Seitenfläche oder der lingualen Seitenfläche der hinteren Region des ersten schalenförmigen Körpers des entsprechenden Oberkiefers bereitgestellt, und ein Positionsbegrenzungsabschnitt, der mit der Protrusion vom ersten Typ zusammenwirkt, ist auf der bukkalen Seitenfläche oder der lingualen Seitenfläche der hinteren Region des zweiten schalenförmigen Körpers des entsprechenden Unterkiefers bereitgestellt. Durch die Interaktion zwischen der Protrusion vom ersten Typ und dem Positionsbegrenzungsabschnitt kann die relative Positionsbeziehung zwischen Ober- und Unterkiefer angepasst werden, um die Kieferstellungen schrittweise so zu lenken, dass sie die richtige Okklusionsbeziehung erreichen. Darüber hinaus ist auf der Okklusionsfläche der hinteren Region des schalenförmigen Körpers eine Protrusion vom zweiten Typ bereitgestellt, um den Kieferöffnungsraum auszugleichen, der während der relativen Positionseinstellung zwischen den Kiefern in der hinteren Region auftritt. Die Protrusion vom zweiten Typ kommt mit dem gegenüberliegenden Kiefer in Kontakt und vergrößert die Kontaktfläche während der Okklusion in der hinteren Region, wodurch die Okklusionsstabilität erhöht und das Kauerlebnis des Trägers verbessert wird.
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In einigen Ausführungsformen erstreckt sich die Protrusion vom ersten Typ entlang einer Zahnfleisch-Zahn-Richtung zum zweiten schalenförmigen Körper hin und bedeckt zumindest teilweise die bukkale Seitenfläche des zweiten schalenförmigen Körpers; der Positionsbegrenzungsabschnitt erstreckt sich entlang der Zahnfleisch-Zahn-Richtung zum ersten schalenförmigen Körper hin und bedeckt zumindest teilweise die bukkale Seitenfläche des ersten schalenförmigen Körpers; eine mesiale Oberfläche der Protrusion vom ersten Typ interagiert mit einer distalen Oberfläche des Positionsbegrenzungsabschnitts, um die relative Positionsbeziehung zwischen Ober- und Unterkiefer in Sagittalrichtung einzustellen, oder eine distale Oberfläche der Protrusion vom ersten Typ interagiert mit einer mesialen Oberfläche des Positionsbegrenzungsabschnitts, um die relative Positionsbeziehung zwischen Ober- und Unterkiefer in Sagittalrichtung einzustellen. Die Positionen und Strukturen der Protrusion vom ersten Typ und des Positionsbegrenzungsabschnitts werden verdeutlicht, sodass die Protrusion vom ersten Typ mit dem Positionsbegrenzungsabschnitt interagiert und dadurch die relative Positionsbeziehung zwischen Ober- und Unterkiefer in Sagittalrichtung angepasst wird.
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In einigen Ausführungsformen bedeckt die Protrusion vom zweiten Typ zumindest einen Zahn auf dem schalenförmigen Körper, der sich im Kieferöffnungsraum befindet. Die Protrusion vom zweiten Typ bedeckt zumindest einen Zahn, um die Kontaktfläche zu vergrößern und die Stabilität der Okklusion sicherzustellen.
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In einigen Ausführungsformen umfasst der Kieferöffnungsraum einen entsprechenden Raum eines zweiten Molaren, und die Protrusion vom zweiten Typ bedeckt zumindest einen anderen Zahn als den zweiten Molaren auf dem schalenförmigen Körper, der sich in dem Kieferöffnungsraum befindet. Die Protrusion vom zweiten Typ bedeckt den zweiten Molaren nicht. Denn der zweite Molar ist der letzte Zahn. Die Protrusion vom zweiten Typ, die den zweiten Molaren nicht bedeckt, kann eine Beeinträchtigung des Öffnens der Zähne verhindern und kann auch verhindern, dass der schalenförmige Körper beim Tragen abfällt.
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In einigen Ausführungsformen unterscheidet sich eine Zahnposition, in der die Protrusion vom zweiten Typ angeordnet ist, von einer Zahnposition, in der die Protrusion vom ersten Typ angeordnet ist. In den unterschiedlichen Zahnpositionen sind unterschiedliche Protrusionen angeordnet, um übermäßige Anhaftungen in der gleichen Zahnposition zu vermeiden, was für die Aufrechterhaltung der ungefähren Gleichmäßigkeit der Gerätemembran zweckmäßig ist.
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In einigen Ausführungsformen sind sowohl die Protrusion vom ersten Typ als auch die Protrusion vom zweiten Typ auf dem ersten schalenförmigen Körper angeordnet, und die Zahnposition, in der die Protrusion vom zweiten Typ angeordnet ist, grenzt an die Zahnposition, in der die Protrusion vom ersten Typ angeordnet ist. Die benachbarten Zahnpositionen der Protrusion vom ersten Typ und der Protrusion vom zweiten Typ bewirken, dass die Aktionspositionen zum Einstellen der intermaxillären Beziehung und zum Stabilisieren der Okklusion aneinander angrenzen, was einer stabilen Okklusion förderlicher ist.
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In einigen Ausführungsformen ist die Protrusion vom zweiten Typ so angeordnet, dass sie der Okklusionsfläche des Zahns in der entsprechenden Position des gegenüberliegenden Kiefers entspricht. Eine solche Anordnung bietet eine bessere Stützkraft und eine stabilere Okklusion.
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In einigen Ausführungsformen, wenn der erste schalenförmige Körper mit dem zweiten schalenförmigen Körper interagiert, steht die Okklusionsfläche der Protrusion vom zweiten Typ in versetztem Eingriff mit der Okklusionsfläche des Zahns in der entsprechenden Position des gegenüberliegenden Kiefers. Durch den versetzten Eingriff der Okklusionsflächen wird die Kontaktfläche während der Okklusion zusätzlich vergrößert und dadurch der Okklusionszustand stabilisiert.
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In einigen Ausführungsformen ist die Protrusion vom zweiten Typ mit einer Verstärkungsstruktur versehen, um die Festigkeit der Protrusion vom zweiten Typ zu erhöhen. Die Verstärkungsstruktur der Protrusion vom zweiten Typ kann die Festigkeit erhöhen und eine Beschädigung der Protrusion vom zweiten Typ verhindern.
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In einigen Ausführungsformen ist die Verstärkungsstruktur als eine Verstärkungsrippe konfiguriert, die an der bukkalen Seitenfläche und/oder der lingualen Seitenfläche der Protrusion vom zweiten Typ bereitgestellt ist. Die als Verstärkungsstruktur dienende Verstärkungsrippe wird bevorzugt, da die Verstärkungsrippe während Prozessen wie beispielsweise dem Folienpressen in einem Schritt geformt werden kann. Das Design der Verstärkungsrippen kann Änderungen der Verarbeitungsschritte reduzieren und eine Anpassung an bestehende Prozeduren ermöglichen.
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In einigen Ausführungsformen weist die Protrusion vom zweiten Typ eine hohle Struktur auf und die Verstärkungsstruktur ist ein Füllkörper, der in die Protrusion vom zweiten Typ eingefüllt ist. Der Füllkörper in der Hohlstruktur kann die Festigkeit der Protrusion vom zweiten Typ erhöhen, was ein einfaches und effektives Verfahren ist.
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In einigen Ausführungsformen ist der Elastizitätsmodul des Materials der Protrusion vom ersten Typ und/oder der Protrusion vom zweiten Typ größer als der Elastizitätsmodul des Materials des ersten schalenförmigen Körpers. Die Verwendung von Materialien mit unterschiedlichen Elastizitätsmoduln kann die Festigkeit der Protrusionen erhöhen.
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In einigen Ausführungsformen weisen die Protrusionen vom zweiten Typ in zumindest zwei Sätzen der Dentalinstrumente unterschiedliche Höhen entlang einer Längsachsenrichtung des Zahns auf. Während der orthodontischen Behandlung verändert sich die Höhe der Protrusion vom zweiten Typ entlang der Längsachse des Zahns und passt sich im Verlauf der Behandlung an die allmählich wechselnde Höhe des Kieferöffnungsraums an.
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KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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- 1 ist eine schematische Darstellung eines ersten schalenförmigen Körpers in einem Dentalinstrument in einer Ausführungsform der vorliegenden Anmeldung;
- 2 ist eine schematische Darstellung eines zweiten schalenförmigen Körpers in einem Dentalinstrument in einer Ausführungsform der vorliegenden Anmeldung;
- 3 ist eine Seitenansicht des Okklusionszustands des ersten schalenförmigen Körpers und des zweiten schalenförmigen Körpers des Dentalinstruments in einer Ausführungsform der vorliegenden Anmeldung;
- 4 ist eine teilweise schematische Darstellung des Verbindungsabschnitts zwischen einer Protrusion vom ersten Typ und dem ersten schalenförmigen Körper in einer Ausführungsform der vorliegenden Anmeldung;
- 5 ist eine Seitenansicht des Okklusionszustands des ersten schalenförmigen Körpers und des zweiten schalenförmigen Körpers des Dentalinstruments in einer Ausführungsform der vorliegenden Anmeldung;
- 6 ist eine schematische Darstellung eines ersten schalenförmigen Körpers in einem Dentalinstrument in einer Ausführungsform der vorliegenden Anmeldung;
- 7 ist eine schematische Darstellung eines ersten schalenförmigen Körpers in einem Dentalinstrument in einer Ausführungsform der vorliegenden Anmeldung;
- 8 ist eine Seitenansicht des Okklusionszustands des ersten schalenförmigen Körpers und des zweiten schalenförmigen Körpers des Dentalinstruments in einer Ausführungsform der vorliegenden Anmeldung;
- 9 ist eine schematische Darstellung des ersten schalenförmigen Körpers in einem Dentalinstrument in einer Ausführungsform der vorliegenden Anmeldung;
- 10 ist eine schematische Darstellung des ersten schalenförmigen Körpers in einem Dentalinstrument in einer Ausführungsform der vorliegenden Anmeldung;
- 11 ist eine schematische Darstellung des zweiten schalenförmigen Körpers in einem Dentalinstrument in einer Ausführungsform der vorliegenden Anmeldung; und
- 12 ist eine schematische Darstellung des zweiten schalenförmigen Körpers in einem Dentalinstrument in einer Ausführungsform der vorliegenden Anmeldung.
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DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER AUSFÜHRUNGSFORMEN
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Um die technischen Lösungen in den Ausführungsformen der vorliegenden Anmeldung oder den Stand der Technik deutlicher zu veranschaulichen, werden die spezifischen Implementierungen der vorliegenden Anmeldung nachfolgend mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen erläutert. Es ist offensichtlich, dass die nachstehend beschriebenen Zeichnungen nur einige Ausführungsformen der vorliegenden Anmeldung sind. Unter der Voraussetzung, dass keine Konflikte auftreten, können die Ausführungsformen und technischen Merkmale in den Ausführungsformen der vorliegenden Anmeldung miteinander kombiniert werden. Für Fachleute auf dem Gebiet lassen sich basierend auf diesen Zeichnungen ohne erfinderischen Aufwand weitere Zeichnungen ableiten.
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Um die Zeichnungen übersichtlich zu halten, werden in den Zeichnungen nur die Abschnitte schematisch dargestellt, die sich auf die vorliegende Anmeldung beziehen und nicht die tatsächliche Struktur des Produkts darstellen. Darüber hinaus ist der Übersichtlichkeit und Verständlichkeit der Zeichnungen halber in manchen Figuren jeweils nur eine der Komponenten mit gleicher Struktur oder Funktion schematisch dargestellt oder nur eine davon gekennzeichnet. In diesem Dokument bedeutet „eins“ nicht nur „nur eins“, sondern kann auch „mehr als eins“ bedeuten.
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Eine Ausführungsform der vorliegenden Offenbarung stellt ein Dentalinstrument bereit. Wie in 1 und 2 gezeigt, umfasst das Dentalinstrument: einen ersten schalenförmigen Körper 10, der zur Aufnahme von Oberkieferzähnen konfiguriert ist, und einen zweiten schalenförmigen Körper 20, der zur Aufnahme von Unterkieferzähnen konfiguriert ist. Die bukkale Seitenfläche der hinteren Region des ersten schalenförmigen Körpers 10 ist mit einer Protrusion 11 vom ersten Typ versehen. Die bukkale Seitenfläche der hinteren Region des zweiten schalenförmigen Körpers 20 ist mit einem Positionsbegrenzungsabschnitt 21 versehen, der mit der Protrusion 11 vom ersten Typ zusammenwirkt. Die Protrusion 11 vom ersten Typ und der Positionsbegrenzungsabschnitt 21 interagieren miteinander, um die relative Positionsbeziehung zwischen dem Ober- und Unterkiefer einzustellen.
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Nachfolgend werden zunächst die hierin erwähnten relevanten Begriffe erläutert. Die „hintere Region“ wird gemäß der Zahnklassifikation in der zweiten Ausgabe von „Introduction to Oral Medicine“, herausgegeben von Peking University Medical Press, Seiten 36-38, definiert und umfasst Prämolaren und Molaren, die unter Verwendung der FDI-Notationsmethode als Zähne 4-8 angegeben werden, und die vordere Region wird unter Verwendung der FDI-Notationsmethode als Zähne 1-3 angegeben. Darüber hinaus handelt es sich bei der mesialen und der distalen Oberfläche um die beiden Oberflächen der Zahnkrone, die an die Nachbarzähne angrenzen und gemeinsam als Nachbarflächen bezeichnet werden. Die Oberfläche, die näher an der Mittellinie des Gesichts liegt, wird als mesiale Oberfläche bezeichnet, und die Oberfläche, die weiter von der Mittellinie des Gesichts entfernt ist, wird als distale Oberfläche bezeichnet. Darüber hinaus ist die Sagittalebene ein anatomischer Begriff. Der menschliche Körper ist in eine linke und eine rechte Hälfte unterteilt, wobei der linke und der rechte Teilabschnitt Sagittalebenen sind, während der gleich große linke und der rechte Teilabschnitt als mittlere Sagittalebene bezeichnet werden. Gemäß der im Jahr 2020 veröffentlichten Terminologie zur medizinischen Bildgebungstechnik bezieht sich die Sagittalrichtung auf eine Richtung parallel zur Sagittalebene, in der die Mittellinie der Röntgenstrahlen von der Vorder- oder Rückseite des Körpers des Probanden ausgeht.
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Wie in 3 gezeigt, erstreckt sich in einigen Ausführungsformen die Protrusion 11 vom ersten Typ entlang einer Zahnfleisch-Zahn-Richtung zum zweiten schalenförmigen Körper 20 hin und bedeckt zumindest teilweise die bukkale Seitenfläche des zweiten schalenförmigen Körpers 20. Der Positionsbegrenzungsabschnitt 21 erstreckt sich entlang der Zahnfleisch-Zahn-Richtung zum ersten schalenförmigen Körper 10 hin und bedeckt zumindest teilweise die bukkale Seitenfläche des ersten schalenförmigen Körpers 10. Die Zahnfleisch-Zahn-Richtung bezieht sich auf eine Richtung von dem Zahnfleisch zu der Oberseite des Zahns auf dem Zahnfleisch. Eine mesiale Oberfläche 112 der Protrusion 11 vom ersten Typ interagiert mit einer distalen Oberfläche 211 des Positionsbegrenzungsabschnitts 21, um die relative Positionsbeziehung zwischen Ober- und Unterkiefer in Sagittalrichtung einzustellen. Es ist ersichtlich, dass die Protrusion 11 vom ersten Typ und der damit zusammenwirkende Positionsbegrenzungsabschnitt 21 jeweils auf den beiden bukkalen Seitenflächen angeordnet sein können, sodass die Kiefer von beiden Seiten geführt werden können und der Okklusionszustand durch die kombinierte Wirkung beider Seiten stabilisiert werden kann.
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In einigen Ausführungsformen weisen die Protrusion 11 vom ersten Typ und der Positionsbegrenzungsabschnitt 21 die Form von Fangzähnen auf. Der Abschnitt nahe der Verbindung mit dem schalenförmigen Körper kann als Wurzel bezeichnet werden, und der Abschnitt abseits der Wurzel kann als Spitze bezeichnet werden. In praktischen Anwendungen verjüngt sich die Wurzel jeder Protrusion 11 vom ersten Typ und des Positionsbegrenzungsabschnitts 21 allmählich zur Spitze hin. In einigen Ausführungsformen kann das gingivale Ende der Protrusion 11 vom ersten Typ bündig mit der gingivalen Randlinie sein, wobei die Spitze zum gegenüberliegenden Kieferzahn zeigt, und das gingivale Ende des Positionsbegrenzungsabschnitts 21 kann bündig mit der gingivalen Randlinie sein, wobei die Spitze zum gegenüberliegenden Kieferzahn zeigt. Die Längsachsenrichtungen der Protrusion 11 vom ersten Typ und des Positionsbegrenzungsabschnitts 21 verlaufen parallel zueinander. Es ist erwähnenswert, dass der Eingriffsabschnitt zwischen der Protrusion 11 vom ersten Typ/dem Positionsbegrenzungsabschnitt 21 und dem schalenförmigen Körper, in dem sie angeordnet sind, nicht höher als die Okklusionsfläche (auch als maxillofaziale Oberfläche bekannt) sein kann, wie durch den gepunkteten Kreis A in 4 gezeigt. Die Protrusion 11 vom ersten Typ und der Positionsbegrenzungsabschnitt 21, die jeweils vom Ober- und Unterkiefer ausgehen, können während des Beißens des Trägers miteinander interagieren. Die Protrusion 11 vom ersten Typ des ersten schalenförmigen Körpers 10 übt eine sagittale, nach oben und vorne gerichtete Kraft auf den Positionsbegrenzungsabschnitt 21 des zweiten schalenförmigen Körpers 20 aus, und der Positionsbegrenzungsabschnitt 21 des zweiten schalenförmigen Körpers 20 übt eine sagittale, nach oben und hinten gerichtete Kraft auf die Protrusion 11 vom ersten Typ aus. Diese Kräfte tendieren zur Wiederherstellung der richtigen Position des Zahn- und Kieferbereichs und erfüllen so den Zweck der Behandlung von Malokklusionsdeformitäten.
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Erwähnenswert ist, dass beim Design die Innenseite des verlängerten Abschnitts nicht mit den Zähnen des gegenüberliegenden Kiefers kollidiert und der verlängerte Abschnitt nicht mit der Spitze der Zähne des gegenüberliegenden Kiefers kollidiert. Dabei kollidieren die Spitzen der verlängerten Abschnitte des Ober- und Unterkiefers nicht, sodass der Okklusionsprozess nicht behindert wird.
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In einigen Ausführungsformen, wie in 5 gezeigt, können die Protrusion 11 vom ersten Typ auf dem ersten schalenförmigen Körper 10 und der Positionsbegrenzungsabschnitt 21 auf dem zweiten schalenförmigen Körper 20 jeweils mit einer Verstärkungsrippe 111 mit einer unebenen Struktur auf der bukkalen Seitenfläche versehen sein. Die Verstärkungsrippe 111 ist entlang der Längsachsenrichtung der Zähne angeordnet, um die Festigkeit der Protrusion 11 vom ersten Typ und des Positionsbegrenzungsabschnitts 21 zu erhöhen und so eine Beschädigung während der Okklusion oder Interaktion zu vermeiden.
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Ferner ist in einigen Ausführungsformen eine Okklusionsfläche der hinteren Region des ersten schalenförmigen Körpers 10 mit einer Protrusion 12 vom zweiten Typ versehen, die in Richtung eines gegenüberliegenden Kiefers vorsteht, und eine Protrusionshöhe der Protrusion 12 vom zweiten Typ gleicht einen Kieferöffnungsraum aus, der durch die Interaktion der Protrusion 11 vom ersten Typ und des Positionsbegrenzungsabschnitts 21 in der hinteren Region gebildet wird, um einen Okklusionszustand zu stabilisieren. In einigen Ausführungsformen bedeckt die Protrusion 12 vom zweiten Typ einen Zahn auf dem schalenförmigen Körper (das heißt dem ersten schalenförmigen Körper 10), der sich im Kieferöffnungsraum befindet, und ihre maximale Höhe kann kleiner oder gleich 4 mm sein. Obwohl die Höhe in dieser Ausführungsform auf kleiner oder gleich 4 mm begrenzt ist, kann sie beispielsweise 2 mm, 1,5 mm usw. betragen. In einigen Ausführungsformen kann die Höhe auch auf andere Werte ausgelegt sein, beispielsweise 6 mm, die gemäß den tatsächlichen Anforderungen des Arztes ausgelegt werden können, und ist hier nicht begrenzt.
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In einer Ausführungsform kann sich eine Zahnposition, in der die Protrusion 11 vom ersten Typ angeordnet ist, von einer Zahnposition unterscheiden, in der die Protrusion 12 vom zweiten Typ angeordnet ist. In einigen Ausführungsformen, wenn die Protrusion 11 vom ersten Typ und die Protrusion 12 vom zweiten Typ auf demselben schalenförmigen Körper angeordnet sind (beispielsweise dem ersten schalenförmigen Körper 10), grenzt die Zahnposition, in der die Protrusion 12 vom zweiten Typ angeordnet ist, an die Zahnposition, in der die Protrusion 11 vom ersten Typ angeordnet ist. Wie in 3 gezeigt, befindet sich die Protrusion 11 vom ersten Typ in Zahnposition 5 und die Protrusion 12 vom zweiten Typ in Zahnposition 4. In einigen Ausführungsformen kann sich die Protrusion 11 vom ersten Typ in Zahnposition 4 befinden, während sich die Protrusion 12 vom zweiten Typ in Zahnposition 5 befinden kann. Die Zahnpositionen dieser Protrusionen können je nach tatsächlichem Bedarf sowie der Höhe und Position des Kieferöffnungsraums bestimmt werden.
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In einer Ausführungsform kann die Zahnposition, in der die Protrusion 11 vom ersten Typ angeordnet ist, die gleiche sein wie die Zahnposition, in der die Protrusion 12 vom zweiten Typ angeordnet ist. Beispielsweise sind sowohl die Protrusion 11 vom ersten Typ als auch die Protrusion 12 vom zweiten Typ in der Zahnposition 4 angeordnet. In praktischen Anwendungen kann es auch zu einer Anordnung in der Zahnposition 5 kommen, eine Aufzählung von diesen findet hier jedoch nicht statt.
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Es ist erwähnenswert, dass in einigen Ausführungsformen die Protrusion 12 vom zweiten Typ so angeordnet ist, dass sie der Okklusionsfläche des Zahns in der entsprechenden Position des gegenüberliegenden Kiefers entspricht. In einer Ausführungsform gibt es keine Abweichung zwischen Ober- und Unterkiefer. Wenn sich dann die Kiefer des Trägers des Dentalgeräts in dieser Ausführungsform der vorliegenden Anmeldung in Okklusion befinden, sind die Positionen der Zahnbögen in den hinteren Regionen des Ober- und Unterkiefers im Wesentlichen ausgerichtet. Wie in 1 gezeigt, kann die Protrusion 12 vom zweiten Typ aus der Mitte ihrer Zahnposition hervorstehen, wobei die Zahnbogenlinien ungefähr symmetrisch auf der Okklusionsfläche verteilt sind. In einer anderen Ausführungsform besteht eine Abweichung zwischen Ober- und Unterkiefer. Bei der Okklusion kommt es dann zu einem Versatz und zu Fehlstellung der Zahnbögen in der hinteren Region des Ober- und Unterkiefers. Wie in 6 gezeigt, kann die vorstehende Position der Protrusion 121 vom zweiten Typ zur bukkalen Seite hin verlagert sein. Oder, wie in 7 gezeigt, kann die vorstehende Position der Protrusion 122 vom zweiten Typ zur lingualen Seite hin verlagert sein. Die vorstehende Position hängt von der Richtung der Abweichung ab. Wenn der Oberkiefer im Verhältnis zum Unterkiefer nach rechts verlagert ist, ist die linke bukkale Protrusion vom zweiten Typ zur lingualen Seite hin verlagert, und die rechte bukkale Protrusion vom zweiten Typ ist zur bukkalen Seite hin verlagert.
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In einigen Ausführungsformen ist die Protrusion 12 vom zweiten Typ mit einer Verstärkungsstruktur versehen, um die Festigkeit der Protrusion 12 vom zweiten Typ zu erhöhen. Wie in 3 gezeigt, ist die Verstärkungsstruktur in dieser Ausführungsform als eine Verstärkungsrippe 131 konfiguriert, die auf der bukkalen und/oder lingualen Seite der Protrusion 124 vom zweiten Typ bereitgestellt ist. Das heißt, die Verstärkungsrippe 131 auf der Protrusion 124 vom zweiten Typ kann sowohl auf der lingualen als auch auf der bukkalen Seite oder nur auf der lingualen Seite oder nur auf der bukkalen Seite angeordnet sein (in der Figur nicht gezeigt). Die Verstärkungsrippe kann uneben sein und entlang der Längsachsenrichtung des Zahns angeordnet sein, was den Widerstand gegen Verformung in Längsachsenrichtung erhöhen und das Risiko einer Beschädigung der Protrusion 124 vom zweiten Typ durch Beißen verringern kann.
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Es ist ferner zu beachten, dass in einigen Ausführungsformen, wenn der erste schalenförmige Körper 10 mit dem zweiten schalenförmigen Körper 20 interagiert, die Okklusionsfläche der Protrusion 12 vom zweiten Typ in versetztem Eingriff mit der Okklusionsfläche des Zahns in der entsprechenden Position des gegenüberliegenden Kiefers steht. Der versetzte Eingriff zwischen den Okklusionsflächen vergrößert die Kontaktfläche während der Okklusion weiter, was dem anatomischen Design der Okklusionsfläche der Protrusion 12 vom zweiten Typ ähnlich ist. Eine solche Anordnung vergrößert die Kontaktfläche zwischen Ober- und Unterkiefer während der Okklusion und verbessert wirksam die Stabilität des Okklusionszustands.
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In einigen Ausführungsformen ist die Protrusion 12 vom zweiten Typ in den schalenförmigen Körper integriert, auf dem sie sich befindet. In praktischen Anwendungen kann die integrierte Struktur durch die Folien-Heißpresstechnologie erreicht werden. Der spezifische Folien-Heißpressprozess schließt im Allgemeinen ein: Basierend auf dem entsprechenden digitalen Dentalmodell und einer Reihe von digitalen Zwischendentalmodellen wird mittels 3D-Druck ein physisches Dentalmodell hergestellt. Anschließend wird eine Membran heiß auf das Modell aufgepresst, um ein schalenförmiges Dentalgerät zu erhalten, um die Form der Zähne zu umschließen. Das schalenförmige die Form der Zähne umschließende Dentalgerät wird dann entlang der gingivalen Linie oder neben der gingivalen Linie durchgeschnitten, um ein schalenförmiges orthodontisches Gerät zu erhalten, das Zähne aufnehmen kann.
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Es ist ersichtlich, dass durch die Einführung der vorstehenden technischen Lösung eine Protrusion 11 vom ersten Typ auf der bukkalen Seitenfläche oder lingualen Seitenfläche der hinteren Region des ersten schalenförmigen Körpers 10 des entsprechenden Oberkiefers bereitgestellt ist und ein Positionsbegrenzungsabschnitt 21, der mit der Protrusion 11 vom ersten Typ zusammenwirkt, auf der bukkalen Seitenfläche oder lingualen Seitenfläche der hinteren Region des zweiten schalenförmigen Körpers 20 des entsprechenden Unterkiefers bereitgestellt ist. Durch die Interaktion zwischen der Protrusion 11 vom ersten Typ und dem Positionsbegrenzungsabschnitt 21 kann die relative Positionsbeziehung zwischen Ober- und Unterkiefer angepasst werden, um die Kieferstellungen schrittweise so zu lenken, dass sie die richtige Okklusionsbeziehung erreichen. In einigen Ausführungsformen ist eine Protrusion 12 vom zweiten Typ auf der Okklusionsfläche der hinteren Region des schalenförmigen Körpers bereitgestellt, um den Kieferöffnungsraum auszugleichen, der während der relativen Positionseinstellung zwischen den Kiefern in der hinteren Region auftritt. Die Protrusion 12 vom zweiten Typ steht mit dem gegenüberliegenden Kiefer in Kontakt und vergrößert die Kontaktfläche während der Okklusion in der hinteren Region, wodurch die Okklusionsstabilität erhöht und das Kauerlebnis des Trägers verbessert wird. Außerdem werden die Positionen und Strukturen der Protrusion 11 vom ersten Typ und des Positionsbegrenzungsabschnitts 21 verdeutlicht, sodass die Protrusion 11 vom ersten Typ mit dem Positionsbegrenzungsabschnitt 21 interagiert und dadurch die relative Positionsbeziehung zwischen Ober- und Unterkiefer in Sagittalrichtung angepasst wird. In einigen Ausführungsformen bietet eine solche Anordnung eine bessere Stützkraft und eine stabilere Okklusion. Darüber hinaus sind in einigen Ausführungsformen unterschiedliche Protrusionen in unterschiedlichen Zahnpositionen angeordnet, um übermäßige Anhaftungen in der gleichen Zahnposition zu vermeiden, was für die Aufrechterhaltung der ungefähren Gleichmäßigkeit der Gerätemembran zweckmäßig ist. In einigen Ausführungsformen bewirken die benachbarten Zahnpositionen der Protrusion vom ersten Typ und der Protrusion vom zweiten Typ, dass die Aktionsstellungen zum Einstellen der intermaxillären Beziehung und zum Stabilisieren der Okklusion aneinander angrenzen, was einer stabilen Okklusion förderlicher ist.
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Es ist erwähnenswert, dass, obwohl die vorstehende Ausführungsform eine Konfiguration zeigt, in der eine mesiale Oberfläche der Protrusion 11 vom ersten Typ mit einer distalen Oberfläche des Positionsbegrenzungsabschnitts 21 interagiert, um die relative Positionsbeziehung zwischen Ober- und Unterkiefer in Sagittalrichtung einzustellen, in praktischen Anwendungen eine distale Oberfläche 211 der Protrusion 11 vom ersten Typ mit einer mesialen Oberfläche 112 des Positionsbegrenzungsabschnitts 21 interagieren kann, um die relative Positionsbeziehung zwischen Ober- und Unterkiefer in Sagittalrichtung einzustellen. Das heißt, in einigen Ausführungsformen befindet sich die Protrusion 11 vom ersten Typ auf der distalen Seite des Positionsbegrenzungsabschnitts 21, in praktischen Anwendungen kann sich der Positionsbegrenzungsabschnitt 21 jedoch je nach Bedarf auch auf der distalen Seite der Protrusion 11 vom ersten Typ befinden. Es ist ersichtlich, dass die Richtung der anzuwendenden Korrekturkraft entsprechend unterschiedlicher Malokklusionsbeziehungen bestimmt werden kann, um so unterschiedliche Positionsbeziehungen zwischen der Protrusion 11 vom ersten Typ und dem Positionsbegrenzungsabschnitt 21 auszulegen.
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Es ist zu beachten, dass in einigen Ausführungsformen die Protrusion 11 vom ersten Typ und der Positionsbegrenzungsabschnitt 21 auf der bukkalen Seite der hinteren Region angeordnet sind. In praktischen Anwendungen können die Protrusion 11 vom ersten Typ und der Positionsbegrenzungsabschnitt 21 jedoch auch auf der lingualen Seite der hinteren Region angeordnet sein, wie in 11 und 12 gezeigt. Das Prinzip ihrer Interaktion ist ähnlich und wird hier nicht näher erläutert.
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In einigen Ausführungsformen ist die Protrusion 12 vom zweiten Typ auf dem ersten schalenförmigen Körper 10 angeordnet. In praktischen Anwendungen kann die Protrusion 12 vom zweiten Typ jedoch auch auf dem zweiten schalenförmigen Körper 20 angeordnet sein und eine ähnliche Struktur aufweisen, die hier nicht weiter beschrieben wird. In einigen Ausführungsformen ist sie auf dem ersten schalenförmigen Körper 10 angeordnet, was die Kraftstabilisierung begünstigt und den Okklusionszustand zusätzlich stabilisiert.
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Eine Ausführungsform der vorliegenden Anmeldung stellt ferner ein Dentalinstrument bereit. Diese Ausführungsform unterscheidet sich von der vorherigen Ausführungsform darin, dass in der vorherigen Ausführungsform die Protrusion 12 vom zweiten Typ einen Zahn bedeckt, während in dieser Ausführungsform die Protrusion 12 vom zweiten Typ zwei Zähne bedeckt. Durch das Bedecken mehrerer Zähne kann die Kontaktfläche während der Okklusion weiter vergrößert und so die Stabilität der Okklusion effektiv verbessert werden.
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In einigen Ausführungsformen, wie in 8 gezeigt, bedeckt die Protrusion 125 vom zweiten Typ speziell den ersten Prämolaren 13 und den zweiten Prämolaren 14 in der hinteren Region. In einigen Ausführungsformen sind, wenn Öffnungsdefonnitäten auf beiden Seiten des Zahnkiefers vorhanden sind, die Protrusionen 12 vom zweiten Typ auf beiden Seiten des Dentalinstruments bereitgestellt. Die maximale Höhe der Protrusionen 12 vom zweiten Typ auf beiden Seiten in vertikaler Richtung kann entsprechend den Öffnungsdeformationen eingestellt werden und kann unterschiedlich sein.
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In einigen Ausführungsformen, wenn der Kieferöffnungsraum einen entsprechenden Raum eines zweiten Molaren umfasst, bedeckt die Protrusion 12 vom zweiten Typ zumindest einen anderen Zahn als den zweiten Molaren auf dem schalenförmigen Körper, der sich in dem Kieferöffnungsraum befindet. Das heißt, selbst wenn eine Öffnungsdeformation im Raum vorliegt, der dem zweiten Molaren entspricht, ist die Protrusion 12 vom zweiten Typ so ausgelegt, dass sie den zweiten Molaren nicht bedeckt.
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Es ist ferner zu beachten, dass die Protrusion 11 vom ersten Typ in einigen Ausführungsformen auf beiden Seiten der mesialen bukkalen Seite des ersten Molaren angeordnet sein kann. Andere strukturelle Definitionen sind denen ähnlich, die in der vorherigen Ausführungsform beschrieben wurden, und werden hier nicht wiederholt.
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Es ist erwähnenswert, dass, wie in 9 gezeigt, die Protrusion 123 vom zweiten Typ in einigen Ausführungsformen mehr Zähne bedecken kann, wie beispielsweise speziell den ersten Prämolaren 13, den zweiten Prämolaren 14 und den ersten Molaren 15 in der hinteren Region. Es gibt noch weitere Bedeckungsformen, die hier nicht aufgeführt sind. In einigen Ausführungsformen kann die Protrusion 126 vom zweiten Typ mit Verstärkungsrippen 132 auf der bukkalen und der lingualen Seite versehen sein, wie in 10 gezeigt. Die spezifische Struktur wird hier nicht näher beschrieben.
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Es ist ersichtlich, dass in einigen Ausführungsformen die mehrere Zähne bedeckende Protrusion 12 vom zweiten Typ den Okklusionsbereich der hinteren Region weiter vergrößern und den Okklusionszustand stabilisieren kann. In einigen Ausführungsformen bedeckt die Protrusion 12 vom zweiten Typ den zweiten Backenzahn nicht. Denn der zweite Molar ist der letzte Zahn. Die Protrusion 12 vom zweiten Typ, der den zweiten Molaren nicht bedeckt, kann eine Beeinträchtigung des Öffnens der Zähne verhindern und kann auch verhindern, dass der schalenförmige Körper beim Tragen abfällt.
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Es ist zu beachten, dass die „Protrusion 121 vom zweiten Typ“, die „Protrusion 122 vom zweiten Typ“, die „Protrusion 123 vom zweiten Typ“, die „Protrusion 124 vom zweiten Typ“, die „Protrusion 125 vom zweiten Typ“ und die „Protrusion 126 vom zweiten Typ“ in den vorstehenden Ausführungsformen andere Ausdrücke für die „Protrusion 12 vom zweiten Typ“ in entsprechenden Ausführungsformen sind.
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Eine Ausführungsform der vorliegenden Anmeldung stellt ferner ein Dentalinstrument bereit. Diese Ausführungsform unterscheidet sich von der vorherigen Ausführungsform darin, dass in der vorherigen Ausführungsform die Verstärkungsrippe 111 als Verstärkungsstruktur der Protrusion 12 vom zweiten Typ verwendet wird, während in dieser Ausführungsform ein in die Protrusion 12 vom zweiten Typ eingefüllter Füllkörper als Verstärkungsstruktur verwendet wird.
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In einigen Ausführungsformen weist die Protrusion 12 vom zweiten Typ eine hohle Struktur auf und die Verstärkungsstruktur ist ein Füllkörper, der in die Protrusion vom zweiten Typ 12 eingefüllt ist. In einigen Ausführungsformen stimmt die Form des Füllkörpers mit dem Innendurchmesser der Protrusion 12 vom zweiten Typ überein. Der Füllkörper in der Hohlstruktur kann die Festigkeit der Protrusion 12 vom zweiten Typ erhöhen, was ein einfaches und effektives Verfahren ist.
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In einigen Ausführungsformen ist das Material des Füllkörpers Harz. In praktischen Anwendungen können der Füllkörper und das Dentalinstrument getrennt an den Benutzer geliefert werden, und der Benutzer wird angewiesen, den Füllkörper in den hohlen Teil des schalenförmigen Körpers zu legen, bevor er das Dentalinstrument trägt, was bequem und praktisch ist.
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Es ist ersichtlich, dass das Dentalinstrument in der vorstehenden Ausführungsform eine weitere Implementierung der Verstärkungsstruktur bereitstellt, welche die Implementierung der Verstärkungsstruktur der Protrusion in praktischen Anwendungen ausweitet, sodass sie auf verschiedene Anwendungsszenarien anwendbar ist.
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Es ist erwähnenswert, dass es zusätzlich zur Verwendung der Verstärkungsrippe und des inneren Füllkörpers in den zuvor erwähnten Ausführungsformen zum Erhöhen der Festigkeit der Protrusion 12 vom zweiten Typ auch möglich ist, Materialien mit einem höheren Elastizitätsmodul zum Herstellen der Protrusion 12 vom zweiten Typ zu verwenden, und dass die Festigkeit der Protrusion durch Auswählen von Materialien mit anderen Elastizitätsmoduln verbessert werden kann. In ähnlicher Weise kann auch für die Protrusion 11 vom ersten Typ ein ähnliches Design übernommen werden, das hier jedoch nicht im Detail beschrieben wird.
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Es ist auch zu beachten, dass die verschiedenen Formen der Verstärkungsstruktur, die in den vorstehenden Ausführungsformen erwähnt wurden, einzeln oder in Kombination verwendet werden können, um sie an verschiedene Anwendungsszenarien und Designanforderungen anzupassen, und hier nicht weiter beschrieben werden.
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Eine Ausführungsform der vorliegenden Anmeldung stellt ferner ein Dentalinstrument bereit. Diese Ausführungsform unterscheidet sich von der vorherigen Ausführungsform darin, dass das Dentalinstrument der vorherigen Ausführungsform unter Verwendung der Folien-Heißpresstechnologie hergestellt wird, während das Dentalinstrument dieser Ausführungsform unter Verwendung von 3D-Druck hergestellt wird.
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In einigen Ausführungsformen besteht der spezifische Herstellungsprozess darin, das ausgelegte digitale Modell des schalenförmigen Dentalgeräts mit 3D-Druck zu drucken und herzustellen. Bei diesem Verfahren muss beim Design des digitalen Modells des Dentalinstruments lediglich die erforderliche Struktur auf dem Modell ausgelegt und dann während der Druckphase ohne weitere Prozesse in einem Schritt zusammen ausgedruckt werden. Das resultierende Dentalinstrument weist eine gute Festigkeit und Haltbarkeit auf. In einigen Ausführungsformen kann es sich beim additiven Fertigungsverfahren um SLA-Druck (Stereo-Lithographie-Aussehen) oder DLP-Druck (Digital Light Processing) oder andere 3D-Drucktechnologien handeln, die hier nicht aufgeführt sind.
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In einigen Ausführungsformen weist die Protrusion 12 vom zweiten Typ eine feste Struktur auf. Die feste Struktur eignet sich vorteilhaft dafür, die Verformung des Dentalinstruments während der Okklusion zu verringern und kann die Steifigkeit des Dentalinstruments erhöhen.
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Es ist ersichtlich, dass das durch 3D-Druck hergestellte Dentalinstrument einfache Prozeduren und eine gute Steifigkeit aufweist, die für verschiedene Anwendungsszenarien geeignet sind.
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Erwähnenswert ist, dass neben integrierten Dentalinstrumenten auch geteilte Dentalinstrumente verwendet werden können, d. h. die Protrusion 12 vom zweiten Typ wird als eigenständige Komponente hergestellt und durch Kleben, Schweißen oder Clinchen mit dem schalenförmigen Körper verbunden.
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Eine Ausführungsform der vorliegenden Anmeldung bietet außerdem ein orthodontisches System, das mehrere Sätze von Dentalinstrumenten einschließt, die zumindest ein Dentalinstrument enthalten, wie es in einer der vorherigen Ausführungsformen beschrieben wurde.
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In einigen Ausführungsformen weisen mehrere Sätze von Dentalinstrumenten eine Geometrie auf, die die Zähne von einer Ausgangsposition in eine orthodontische Zielposition schrittweise neu positioniert. In einigen Ausführungsformen verringert sich die Protrusionshöhe der zum gegenüberliegenden Kiefer hin vorstehenden Protrusionen 12 vom zweiten Typ an verschiedenen Sätzen von Dentalinstrumenten zum Einstellen der Positionsbeziehung zwischen Ober- und Unterkiefer im Verlauf des orthodontischen Prozesses schrittweise. In einigen Ausführungsformen wird die Zahnkorrektur in drei Phasen als Beispiel verwendet, wobei in jeder Phase unterschiedliche Dentalinstrumente zur Zahnkorrektur zum Einsatz kommen. Beispielsweise ist das in der zweiten Phase verwendete Dentalinstrument das nach der ersten Phase verwendete Dentalinstrument, und das in der dritten Phase verwendete Dentalinstrument ist das nach der zweiten Phase verwendete Dentalinstrument. Der Unterschied zwischen den in den drei Phasen verwendeten Dentalinstrumenten besteht darin, dass die Protrusionshöhe der zum gegenüberliegenden Kiefer hin vorstehenden Protrusionen 12 vom zweiten Typ an dem in der zweiten Korrekturphase verwendeten Dentalinstrument geringer ist als die Protrusionshöhe der zum gegenüberliegenden Kiefer hin vorstehenden Protrusion 12 vom zweiten Typ an dem in der ersten Korrekturphase verwendeten Dentalinstrument, und dass die Protrusionshöhe der zum gegenüberliegenden Kiefer hin vorstehenden Protrusion 12 vom zweiten Typ an dem in der dritten Korrekturphase verwendeten Dentalinstrument geringer ist als die Protrusionshöhe der zum gegenüberliegenden Kiefer hin vorstehenden Protrusion 12 vom zweiten Typ an dem in der zweiten Korrekturphase verwendeten Dentalinstrument. Es ist erwähnenswert, dass ein Patient bei der orthodontischen Behandlung eine Reihe schalenförmiger Dentalinstrumente zur Korrektur tragen muss und dass die geometrischen Formregeln dieser schalenförmigen Dentalinstrumente auf die vorstehenden Beispiele bezogen werden können. Ein schalenförmiges Dentalgerät wird 7-14 Tage lang getragen; und um die gewünschte orthodontische Wirkung zu erzielen, werden den Patienten je nach Falltyp und Komplexitätsgrad mehrere schalenförmige Dentalgeräte zur Verfügung gestellt.
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Die Ausführungsformen der vorliegenden Anmeldung werden vorstehend in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen ausführlich beschrieben, aber die vorliegende Anmeldung ist nicht auf die vorstehenden Ausführungsformen beschränkt. An dieser Anmeldung können verschiedene Änderungen vorgenommen werden. Wenn diese Änderungen in den Schutzumfang der Ansprüche und deren gleichwertiger Technologien der vorliegenden Anmeldung fallen, fallen sie nach wie vor in den Schutzumfang der vorliegenden Anmeldung.