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Die
Erfindung betrifft einen Radiallüfter,
insbesondere einen Klein- oder Kleinst-Radiallüfter.
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Typische
Radiallüfter
dieser Art von ebm-papst sind z. B. folgende Typen:
RLF35,
Leistungsaufnahme 3,5 bis 4,3 W, 7200 U/min.
Diese Radiallüfter haben
einen Volumenstrom von 9,6 m3/h, Abmessungen 51 × 51 × 15 mm
RV48-19/12, Leistungsaufnahme
5 W, 4400 U/min.
Der Volumenstrom beträgt hier 28 m3/h, Abmessungen
76 × 76 × 27 mm.
RV65,
Leistungsaufnahme 12,5 W, 4900 U/min.
Der Volumenstrom beträgt hier
61 m3/h, Abmessungen 97 × 94 × 33 mm
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Solche
Radiallüfter
haben im Allgemeinen ein offenes Gehäuse oder ein spiralförmiges Gehäuse, in
dem sich im Betrieb ein Lüfterrad
dreht.
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Es
ist eine Aufgabe der Erfindung, einen neuen Radiallüfter bereit
zu stellen.
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Die
Aufgabe wird gelöst
durch den Gegenstand des Anspruchs 1. Hierdurch erhält man einen Radiallüfter mit
reduziertem Geräusch
und verbessertem Druckaufbau.
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Bei
einem Radiallüfter
entstehen nach der Erkenntnis der Erfinder in bestimmten Bereichen
Wirbel, und diese erzeugen ein Wirbelgeräusch, welches das Lüftergeräusch dominiert,
und sie bewirken auch eine erhöhte
Leistungsaufnahme. Diese ist eine Folge davon, dass im Betrieb durch
diese Wirbel ein bremsendes Drehmoment auf das Lüfterrad erzeugt wird.
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Bei
einem Radiallüfter
strömt
die Luft vorzugsweise in axialer Richtung in das Innere des Lüfterrads
ein, ändert
dort ihren Verlauf in eine radiale Richtung, wobei der Hauptteil
der Luftströmung
etwa durch die Mitte der axialen Erstreckung des Lüfterrads
radial nach außen strömt, und
beim Austritt aus dem Lüfterrad – je nach
Ausführung – erneut
umgelenkt wird.
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Bei
diesem Vorgang gelangt ein gewisser Anteil der Luft bis zum Boden
des Lüfterrads,
wo sich das Verbindungsorgan befindet, welches das Lüfterrad
mit dem Antriebsmotor verbindet. Diese „Bodenluft”, die in 3 bei 76 dargestellt
ist, wird zusätzlich durch
das Verbindungsorgan verwirbelt, und an ihrem Übergang zum Lüfterrad
und beim Durchströmen
durch dieses entstehen nach den Erkenntnissen der Erfinder besonders
viele Wirbel, die unerwünschte
Geräusche
verursachen und den Wirkungsgrad eines solchen Radiallüfters reduzieren
können.
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Durch
die Verdickungen der Lüfterschaufeln in
diesem Bereich gelingt es auf einfach Weise, die Lüftergeräusche zu
reduzieren und den Wirkungsgrad zumindest in Teilbereichen zu verbessern.
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Durch
die zusätzlichen
Verdickungen an den Lüfterschaufeln
wird die Verwirbelung verringert, oder es werden statt eines großen Wirbels
mehrere kleine Wirbel erzeugt. Dadurch wird das Geräusch eines
solchen Lüfters
verringert. Auch wird die Leistungsaufnahme verringert, da im Betrieb
das erwähnte
bremsende Drehmoment reduziert wird. Und in bestimmten Druckbereichen
wird der Druck merklich erhöht.
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Eine
mögliche
Erklärung
für diese
Erhöhung des
Druckes ist, dass bei Radialgebläsen
bei erhöhtem
Staudruck ein typisches Pumpverhalten auftreten kann, und dass es
durch die Erfindung gelingt, dieses Pumpverhalten auf einfache Weise
zu reduzieren.
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Weitere
Einzelheiten und vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben
sich aus den im folgenden beschriebenen und in der Zeichnung dargestellten,
in keiner Weise als Einschränkung
der Erfindung zu verstehenden Ausführungsbeispielen, sowie aus
den Unteransprüchen.
Es zeigt:
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1 eine
raumbildliche Darstellung eines Radiallüfters nach einem ersten Ausführungsbeispiel,
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2 eine
Draufsicht auf den Radiallüfter der 1,
aber ohne sein Oberteil 38,
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3 eine
stark schematisierte Darstellung eines Radiallüfters zur theoretischen Erläuterung
der vermuteten Wirkungsweise des Lüfters nach den 1 und 2,
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4 eine
vereinfachte Darstellung eines Radiallüfters und des Strömungsverlaufs
in diesem,
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5 eine
vergrößerte raumbildliche
Darstellung einer bevorzugten Ausführungsform des bei 1 und 2 verwendeten
Lüfterrads,
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6 eine
vergrößerte Darstellung
der Einzelheit VI der 5,
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7 einen
Schnitt, gesehen längs
der Linie VII-VII der 6,
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8 einen
Schnitt, gesehen längs
der Linie VIII-VIII der 6,
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9 die
Lüfterkennlinie 84 eines
konventionellen Lüfters,
also die Darstellung der Druckerhöhung Δp über dem Volumenstrom V, und
die Lüfterkennlinie 82 eines
Lüfters
mit einem Lüfterrad
nach 5; der Vergleich der Kurven zeigt die erreichte Verbesserung,
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10 eine
Vergleichsdarstellung der Lüfterdrehzahl über dem
Volumenstrom für
einen konventionellen Radiallüfter
und für
einen Radiallüfter mit
dem Lüfterrad
gemäß 5,
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11 eine
Vergleichsdarstellung des Motorstroms über dem Volumenstrom für einen
konventionellen Radiallüfter
und für
einen Radiallüfter
mit dem Lüfterrad
gemäß 5,
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12 eine
Vergleichsdarstellung der elektrischen Aufnahmeleistung P des Antriebsmotors 26 über dem
Volumenstrom für
einen konventionellen Radiallüfter
und für
einen Radiallüfter
mit dem Lüfterrad
gemäß 5,
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13 eine
erste Variante zu 5, bei der die Lüfterflügel 52' geschrägt sind
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14 eine
vergrößerte Darstellung
der Einzelheit XIV der 13,
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15 eine
Schnittdarstellung, welche einen Längsschnitt durch 14 zeigt,
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16 eine
zweite Variante zu 5,
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17 eine
vergrößerte Darstellung
der Einzelheit XVII der 16,
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18 eine
dritte Variante zu 5,
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19 eine
vergrößerte Darstellung
der Einzelheit XIX der 18,
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20 einen
Schnitt, gesehen längs
der Linie XX-XX der 19,
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21 den
Strömungsverlauf,
in schematischer Darstellung, bei einem Radiallüfter konventioneller Bauart,
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22 einen
analogen Strömungsverlauf bei
dem Radiallüfter
nach den 18 bis 20,
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23 den
Strömungsverlauf
für die
sogenannte Bodenluft bei einem Radiallüfterrad konventioneller Bauart,
und
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24 einen
analogen Strömungsverlauf
für die
Bodenluft 76 bei dem Radiallüfterrad nach den 5 bis 8.
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1 zeigt
eine vergrößerte Darstellung
eines Radial-Kleinlüfters 20,
wie er z. B. zur Kühlung von
kleinen elektrischen Geräten
und in der Autoindustrie verwendet wird. Er hat den üblichen
Aufbau eines Radiallüfters,
hier mit einem unteren Gehäuseteil 22,
in welchem der Stator 24 (3) eines
Außenläufermotors 26 befestigt
ist, dessen Außenrotor 28 über ein
hohlkegelstumpfförmiges
Verbindungsorgan 30 ein Radiallüfterrad 32 antreibt,
dessen Form am besten aus den 5 bis 8 hervorgeht.
Der Dauermagnetring des Außenrotors 28 ist
mit 29 bezeichnet.
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Das
untere Gehäuseteil 22 ist
mit dem oberen Gehäuseteil 38 in
geeigneter Weise verbunden, z. B. über Schnappverbindungen 34, 36,
oder Schrauben, Kleben, Schweißen,
oder andere Fügearten.
Die Gehäuseteile 22, 38 haben
seitliche Ohren 40, 42 mit Befestigungslöchern 40', 42', und das obere
Gehäuseteil 38 hat
eine Luft-Einlassöffnung 44. Beide
Gehäuseteile
zusammen bilden in der Regel ein offenes Gehäuse oder eine spiralförmige Gehäuseausnehmung 46,
und eine Auslassöffnung 48 für die geförderte Luft 49.
In der Gehäuseausnehmung 46 dreht
sich im Betrieb das Lüfterrad 32 in
Richtung eines Pfeiles 50 und transportiert dabei Luft
vom Einlass 44 zum Auslass 48. Dieser Lufttransport
sollte möglichst
leise und mit einem hohen Wirkungsgrad erfolgen.
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Das
Lüfterrad 32 hat
bei dieser Version achtundzwanzig gekrümmte Lüfterschaufeln 52,
deren bevorzugte Form am besten aus den 5 bis 8 hervor
geht. Zwischen zwei benachbarten Schaufeln 52 liegt jeweils
ein Zwischenraum 65, durch den im Betrieb die vom Lüfter 20 geförderte Luft
von einem Innenraum 74 (5) nach
außen
gefördert
wird.
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3 zeigt
einen solchen Radiallüfter 20 in schematisierter
Darstellung im Längsschnitt.
Das Lüfterrad 32 befindet
sich in einem Gehäuse,
das unten das untere Gehäuseteil 22 hat,
in welchem eine Welle 23 für das Lüfterrad 32 gelagert
ist, und es hat oben das obere Gehäuseteil 38, in dem
sich eine Luft-Einlassöffnung 44 befindet,
durch welche die Luft angesaugt wird, die durch Strömungslinien 72 symbolisiert
ist.
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Der
Stator 24 des Motors 26 ist am unteren Gehäuseteil 22 befestigt,
und dort ist auch der Außenrotor 28 mit
seiner Welle 31 gelagert. In ihm befindet sich der Rotormagnet 29 des
Motors 26. Der Rotor 28 treibt über das
hohlkegelstumpfförmige
Verbindungsorgan 30 das Radiallüfterrad 32 an. Alternativ
könnte
statt des Motors 26 am unteren Ende der Welle 29 ein
Motor 26' angeordnet
sein.
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Die
zuströmende
Luft 72 kann grob unterteilt werden in eine obere Luftströmung 73,
eine mittlere Luftströmung 75,
und die sogenannte Bodenluft 76.
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Die
obere Luftströmung
wird gefördert
durch den oberen Teil des Lüfterrads 32.
Dieser Vorgang wird durch mechanische Probleme bzw. mechanische
Hindernisse kaum behindert.
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Die
größte Luftmenge
wird gefördert
durch eine mittlere Luftströmung 75,
die, wie dargestellt, durch den zentralen Teil des Lüfterrads 32 strömt. Auch
dieser Vorgang wird durch mechanische Probleme kaum behindert. Nimmt
man an, dass das Lüfterrad 32 die
Höhe h
hat, so liegt das Maximum dieser Luftströmung etwa bei h/2.
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Ein
weiterer Teil 76 der zuströmenden Luft 72 strömt hinunter
bis zum Verbindungsorgan 30 und wird durch dieses nach
außen
umgelenkt, wobei sich durch die Interaktion mit dem Verbindungsorgan 30 Wirbel 78, 79 bilden,
vor allem am äußeren Rand 80 des
Verbindungsorgans 30. Diesen Teil der Luftströmung kann
man auch als die Bodenluft 76 bezeichnen. Die Wirbel 78, 79 benötigen Energie
für ihre
Erzeugung, und sie bewirken einen wesentlichen Teil der Geräusche des
Radiallüfters 20.
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4 zeigt
beispielhaft und schematisch den Verlauf der Strömung 51, die aus dem
Lüfterrad 32 austritt.
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Bei
der Version des Lüfterrades 32 gemäß den 5 bis 8 ist
ein Lüfterflügel 52,
der auch als Lüfterschaufel
bezeichnet wird, an beiden axialen Enden offen, d. h. das in 5 axial
untere, innere Eck 54 eines Lüfterflügels 52 ist jeweils
mit dem äußeren Rand 80 des
Verbindungsorgans 30 verbunden, und das axial obere, äußere Eck 58 eines
Lüfterflügels 52 ist
jeweils mit einem flachen Ring 60 verbunden, der sich um
die oberen Enden der Lüfterflügel 52 herum
erstreckt und auch dazu dient, das Lüfterrad 32 auszuwuchten.
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Die
Lüfterflügel 52 haben
bei den 5 bis 8 an ihrem
axial unteren Rand 62 jeweils eine Verbreiterung 64a, 64b,
deren Wirkung nachfolgend anhand der 9 bis 13 beschrieben
wird. Diese Verbreiterungen 64a, 64b wirken ähnlich wie
eine ”abgeschwächte” Erweiterung
des Verbindungsorgans 30 in radialer Richtung.
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Es
ist darauf hinzuweisen, dass die Lüfterflügel bei dieser Version in Drehrichtung
gekrümmt
sind, d. h. die äußere Kante 66 der
Flügel 52 zeigt
in Drehrichtung 50, vgl. 6 und 7.
Die Verbreiterungen 64a, 64b stellen also praktisch
eine Verlängerung
des Verbindungsorgans 30 nach außen dar, wobei diese Verlängerung
nach Art eines Siebes ausgebildet ist. Naturgemäß ist es auch möglich, Lüfterflügel zu verwenden,
die in anderer Weise gekrümmt sind,
z. B. entgegen der Drehrichtung, wie das den besonderen Bedingungen
des betreffenden Lüfters am
besten entspricht.
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Gemäß 7 erstrecken
sich die Verbreiterungen 64a, 64b bis zur äußeren Peripherie 68 der Lüfterflügel 52.
Am oberen Ende 70 der Lüfterflügel 52 sind
bei dieser Version, also nach den 5 bis 8,
keine Verbreiterungen vorgesehen, wohl aber bei der nachfolgend
beschriebenen Variante nach den 16 und 17.
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Zur
Erläuterung
der bevorzugten Ausführungsform
nach den 5 bis 8 wird zunächst Bezug
genommen auf 3.
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Im
Betrieb strömt
die Luft 72 etwa in axialer Richtung in den Ringkanal 74 zwischen
dem Außenrotor 28 und
den Lüfterflügeln 52 des
Lüfterrads 32.
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Es
hat sich nun gezeigt, dass durch die beschriebene Ausführungsform,
also die oben und unten offene Bauform der Lüfterflügel 52, sowie die
Verbreiterungen 64a, 64b (5) die Bildung
der Wirbel 78, 79 reduziert werden kann, so dass
besonders bei hohen Staudrücken Δp eine wesentliche
Verbesserung der Eigenschaften des Lüfters möglich ist, d. h. die Energie,
die über
den Motor 26 zugeführt
wird, wird weniger in akustische Energie umgesetzt, sondern eher
in Förderleistung,
also in eine bessere Druckerhöhung Δp bei niedrigen
Vorlumenströmen
V.
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9 zeigt
die Lüfterkennlinie 84 eines
bisher üblichen
Standard-Radiallüfters,
also ohne die Verbreiterungen 64a, 64b. Man erkennt,
dass bei niedrigen Volumenströmen
im Bereich von 0...6 m3/h keine Druckerhöhung über etwa
200 Pa hinaus möglich
ist. Im Vergleich dazu zeigt 82 die Kennlinie eines Radiallüfters nach
den 5 bis 8. Hier wird bei Volumenströmen im Bereich
0 bis 6 m3/h eine Druckerhöhung bis
250 Pa möglich,
was mit einer entsprechenden Geräuschminderung
einher geht.
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Bemerkenswert
ist, dass diese Verbesserung ohne Mehrkosten erreicht wird, und
dass sie den Wirkungsgrad verbessert.
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10 zeigt
die Drehzahl n in U/min über dem
Volumenstrom V. Die Kurve für
den Standard-Radiallüfter
ist mit 90 bezeichnet, die für den Radiallüfter nach
den 4 bis 7 mit 92.
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Man
erkennt, dass der Lüfter
nach 5 bis 8 im Bereich 0...6 m3/h eine höhere Drehzahl von etwas 6500
U/min erreichen kann, weil er durch die reduzierte Wirbelbildung
weniger abgebremst wird.
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11 zeigt
den Motorstrom I (in mA) über dem
Volumenstrom V. Die Kurve für
den Standard-Radiallüfter
ist mit 94 bezeichnet, diejenige für den Radiallüfter nach
den 5 bis 8 mit 96. Man erkennt,
dass der Standardlüfter
im Bereich 0 bis 6 m3/h einen um 80% höheren Strombedarf
hat, was vor allem die Schallleistung erhöht.
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12 zeigt
die Leistung P (in W) über
dem Volumenstrom V. Die Kurve für
den Standardlüfter
ist mit 98 bezeichnet, die für den Lüfter nach den 4 bis 7 mit 100.
Man erkennt, dass im Bereich 0...6 m3/h
der Standardlüfter
einen wesentlich höheren Leistungsbedarf
hat, wobei die Leistung hauptsächlich
in Schallleistung umgesetzt wird.
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Die 13 bis 15 zeigen
eine erste Variante zu den 5 bis 8.
Für gleiche
oder gleich wirkende Teile werden deshalb dieselben Bezugszeichen
verwendet, ggf. mit einem nachgestellten Apostroph.
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Das
Lüfterrad 32' nach den 13 bis 15 ist
sehr ähnlich
aufgebaut wie das Lüfterrad 32 der 5 bis 8,
doch sind seine Lüfterflügel 52' geschrägt, d. h.
sie verlaufen unter einem Winkel alpha zur Drehachse 19 des
Lüfterrads 32'. Dieser Winkel
alpha liegt gewöhnlich
zwischen 0 und 30° und
wird empirisch ermittelt.
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Bis
auf die Schrägung
der Lüfterflügel 52' stimmt der
Aufbau mit demjenigen überein,
der bei den 5 bis 8 beschrieben
wurde. Der obere Stützring
ist in den 13 bis 15 mit 60' bezeichnet,
und das Verbindungsglied mit 30'.
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Durch
den Aufbau nach den 13 bis 15 kann
sich eine weitere Geräuschminderung ergeben.
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16 und 17 zeigen
eine zweite Variante zum Radiallüfter
nach den 1 bis 12. Das
Lüftergehäuse und
der Motor 26 sind auch hier gegenüber 1 unverändert, aber
das Lüfterrad hat
eine teilweise andere Form der Lüfterflügel. Gleiche
oder gleich wirkende Teile werden hier mit den selben Bezugszeichen
bezeichnet wie in den 1 bis 8 und gewöhnlich nicht
nochmals beschrieben.
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Das
Lüfterrad 110 nach 16 hat
die gleiche Grundstruktur wie das Lüfterrad 32 nach 5. Es
hat ebenfalls achtundzwanzig Lüfterflügel 112, deren
axial untere Enden offen sind und nur mit einem radial inneren Ende 114 mit
dem Verbindungsorgan 30 einstückig ausgebildet sind. Ebenso
sind die axial oberen Enden offen und nur mit einem radial äußeren Ende 116 mit
dem oberen Verbindungsring 60 einstückig ausgebildet. Der Ring 60 dient
auch hier zum Auswuchten des Lüfterrads 110,
indem von Ring 60 ggf. Teile entfernt werden, z. B. durch
Bearbeiten mit einem Laserstrahl.
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Im
Gegensatz zu den 1 bis 8 haben die
Flügel 112 bei 16 und 17 nicht
nur an ihren unteren Enden die Verbreiterungen 64a, 64b, sondern
sie haben auch an ihren oberen Enden entsprechende Verbreiterungen 120,
deren Form hier mit derjenigen der Verbreiterungen 64a, 64b überein stimmt,
wie 17 zeigt.
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Die
Wirkungsweise ist dieselbe wie bei den 1 bis 7,
jedoch stellen die oberen Verbreiterungen 120 einen zusätzlichen
Widerstand für
die einströmende
Luft dar, was ggf. die Leistung des Lüfters reduzieren kann.
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Die 18 bis 20 zeigen
eine dritte Variante. Das Verbindungsorgan 30a erstreckt
sich hier etwa bis zum Außenrand
von Lüfterflügeln 130,
welche auch hier mit dem Verbindungsorgan 30a einstückig ausgebildet
sind.
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Die
Flügel 130 haben
hier auf der Rückseite ihrer
radialen Außenseite 132 eine
verdickte Kante 134, die sich über zumindest über einen
Teil der Gesamtlänge
dieser Flügel
erstreckt, vgl. 18.
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21 und 22 zeigen
einen Vergleich zwischen Lüfterflügeln 130a in ”normaler” Bauart
einerseits, also wie in 18, aber
ohne die Verdickungen 134, und Lüfterflügeln 130 in der Bauart nach 18 bis 20 andererseits,
die auf der Rückseite
ihrer radialen Außenseite
jeweils mit einer Verbreiterung bzw. Verdickung 134 versehen
sind.
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Die
Flügel 130a gemäß 21 haben
radial außen
eine scharfe Vorderkante 138, an der gemäß 21 beim
Luftaustritt starke Wirbel 140 entstehen, wie das 21 schematisch
zeigt. Diese Wirbel 140 benötigen für ihre Erzeugung Energie, mindern
also den Wirkungsgrad, und sie erzeugen entsprechende störende Geräusche.
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Bei 22 entsteht
durch die Verdickung 134 am äußeren Flügelende ein Hohlraum 142,
in dem kleine Wirbel 144 entstehen, welche die Entstehung
großer
Wirbel reduzieren, so dass die Verluste und Geräusche vermindert werden.
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23 zeigt
ein Lüfterrad 150 in ”normaler” Bauart,
also wie in 18, aber ohne die Verdickungen 134.
Die Luft tritt von oben in Richtung eines Pfeiles 148 in
das Lüfterrad 150 ein,
also zuerst entlang einer zylindrischen Fläche 152, dann entlang
einer kegelstumpfförmigen
Fläche 154,
und dann entlang einer radial verlaufenden Fläche 156, an der die Flügel 130a frei
tragend befestigt sind. Die Fläche 156 ist
nach außen
durch eine scharfe Kante 158 abgeschlossen.
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Wirbel 160 entstehen
hier an einem Übergang 153 von
der zylindrischen Fläche 152 zur
Fläche 154.
Besonders starke Wirbel 162 entstehen an der scharfen Außenkante 158,
und besonders diese bewirken Energieverluste und zusätzliche
Geräusche.
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24 zeigt
zum Vergleich das Lüfterrad 32 gemäß 5 bis 8.
Die zuströmende
Luft 148 tritt auch hier längs der zylindrischen Fläche 152 in das
Lüfterrad 32 ein,
wird an der Stelle 153 zur kegelstumpfförmigen Fläche 154 umgelenkt,
wobei auch hier Wirbel 160 entstehen.
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Von
der Fläche 154 gelangt
der Bodenluftstrom 76 zu den Lüfterflügeln 52, die an ihren
unteren Enden mit den Verbreiterungen 64a, 64b versehen sind,
die zwischen sich schmale, gekrümmte Öffnungen 65a (5 und 6)
bilden, d. h. anders als bei 23, wo
die Fläche 156 keine Öffnungen
hat, hat bei 24 der radial äußere Teil 166 des
Lüfterrads 32 die
Form eines Siebs, das für
Luft durchlässig
ist und das etwa die Form eines Labyrinths hat, in dessen vielen
Gängen
sich die Wirbel 168 der Bodenluft 76 tot laufen,
so dass sich am Austritt der Bodenluft 76 aus den Lüfterschaufeln 52 eine
wirbelarme Luftströmung
ergibt.
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Der
siebartige Abschnitt 166 am Fuß der Lüfterschaufeln 52 erweist
sich also als sehr nützlich, denn
er erfordert keine Mehrkosten und hat sehr positive Wirkungen auf
die Eigenschaften eines solchen Radiallüfters.
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Genauso
wie ein übliches
Sieb sehr unterschiedliche Formen haben kann, kann auch hier der Abschnitt 166 mit
seinen Ausnehmungen 65a (6) in sehr
unterschiedlicher Weise ausgebildet sein. Wichtig erscheint die
Funktion, dass die Wirbel der Bodenluft 76 dadurch reduziert
oder unterdrückt werden,
dass sie sich sozusagen in einem Labyrinth tot laufen, wobei für dieses
Labyrinth naturgemäß vielerlei
Gestalten denkbar sind.
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Der
Motor kann, wie in 3 dargestellt, ein Außenläufermotor 26 sein,
doch sind für
manche Anwendungen auch Innenläufermotoren
möglich.
Dabei erstreckt sich der Motor mit Vorteil in das Innere des Lüfterrads 32,
wie das in 3 dargestellt ist, doch kann
sich je nach den Raumverhältnissen
der Motor 26 auch am anderen Ende der Welle 29 (3)
befinden, wie das dort als Alternative dargestellt ist. Die in 3 explizit
dargestellte Version stellt die derzeit bevorzugte Lösung dar.
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Naturgemäß sind im
Rahmen der Erfindung vielfache Abwandlungen und Modifikationen möglich, z.
B. auch eine Kombination der beschriebenen Varianten. Entsprechende
Lüfterschaufeln
eignen sich auch sehr gut für
die Verwendung in Diagonallüftern, und
das gilt ebenso für
rückwärts gekrümmte Lüfterflügel.