DE212004C - - Google Patents
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- G01C21/04—Navigation; Navigational instruments not provided for in groups G01C1/00 - G01C19/00 by terrestrial means
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
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- G01S3/00—Direction-finders for determining the direction from which infrasonic, sonic, ultrasonic, or electromagnetic waves, or particle emission, not having a directional significance, are being received
- G01S3/78—Direction-finders for determining the direction from which infrasonic, sonic, ultrasonic, or electromagnetic waves, or particle emission, not having a directional significance, are being received using electromagnetic waves other than radio waves
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung
zur Feststellung der mit einem Fernrohr anvisierten Punkte im Gelände auf einer Landkarte mit Hilfe eines entsprechend, der
Drehung des Fernrohrs auf der Landkarte bewegten Zeigers nach Patent 199965. Bei der
in dem Hauptpatent dargestellten Vorrichtung ist die Kartentragplatte an einer Buchse befestigt,
die an einer mit dem Fernrohr sich im Kreise herumdrehenden Platte angeordnet
ist. Diese Buchse dient zugleich zur Lagerung des Zeigers, indem auf ihr eine Hülse
drehbar ist, an welcher hinter der Kartentragplatte zwei Arme angebracht sind, die
den über die ganze Platte sich erstreckenden Zeiger mit Hilfe von Stiften vor dieser Platte
halten. Bei dieser Anordnung kann nur ein Kartenfeld von geringerer Höhe und Breite,
als der Länge des Zeigers entspricht, benutzt werden. Ferner ist bei dieser Anordnung
das Abnehmen und Anbringen der Kartentragplatte bzw. die Auswechselung der Karte
etwas umständlich, da diese Platte oder die Karte zwischen dem Zeiger und den den letzteren
tragenden Armen geschoben werden muß. Die vorliegende Erfindung besteht darin, daß
der Zeiger an einem über die Kartentragplatte greifenden, mit dem Fernrohr sich im Kreise
herumdrehenden Arm gelagert ist, so daß dieser Zeiger sich zwischen der Platte und
dem Arm dreht. Hierdurch wird erreicht, daß ein kürzerer, sich nicht über die ganze
Platte erstreckender Zeiger bzw. ein im Verhältnis zur Zeigerlänge größeres Kartenfeld
verwendet werden kann, und ferner wird das Abnehmen und Anbringen der Kartentragplatte
bzw. die Auswechselung der Karte erleichtert.
Die neue Vorrichtung ist auf den Zeichnungen in einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht.
Fig. ι ist ein senkrechter Schnitt durch die Vorrichtung.
Fig. 2 ist ein Schnitt durch den vorderen Teil des Lagerarms für den Zeiger nach A-B
in Fig. i.
Fig. 3 ist ein Schnitt nach C-D in Fig. 2.
Fig. 4 ist eine Seitenansicht der Vorrichtung bei abgenommener Kartentragplatte und aufgesetztem
Schutzgehäuse.
Fig. 5 ist ein Schnitt durch die Kartentragplatte nach E-F in Fig. 6.
Fig. 6 ist eine Rückansicht der Kartentragplatte.
Fig. 7 und 8 sind Einzeldarstellungen des die Kartentragplatte haltenden Arms.
Das Gestell 1 (Fig. 1) ist mit einem Tragzapfen
2 versehen, auf den eine Hülse 3 gesteckt ist. Diese Hülse 3 ist abnehmbar angeordnet
und wird beim Gebrauch der Vor-
richtung mittels einer Stellschraube 4 am Zapfen 2 befestigt. Auf der Hülse 3 ist ein
konisches Zahnrad 5 angebracht, und über diesem Zahnrad ist auf der Hülse 3 eine
zweite Hülse 6 drehbar, die eine Schutzkappe 7 für das Zahnrad 5 trägt. Die Drehhülse
6 ist durch einen auf der festen Hülse 3 geschraubten Stöpsel 8 gegen Aufwärtsbewegung
gesichert und ist mit einem Tragzapfen 9 für das Fernrohr 10 versehen. Auf diesem
Tragzapfen ist eine mit dem Fernrohr 10 verbundene Hülse ga festgeschraubt. Es ist daher
ersichtlich, daß bei Drehung des Fernrohrs 10 die Hülse 6 an dieser Drehung teilnimmt,
während das konische Zahnrad 5 feststeht. Im Nichtgebrauchszustande der Vorrichtung kann die Hülse 6 durch Festschrauben
der Schraube 11 gegen die -Hülse 3 gegen Verdrehung gesichert werden.
An der Drehhülse 6 ist ein mit Seitenarmen 12 versehener Rahmen 13 festgeschraubt,
der daher an der Drehung der Hülse 6 teilnimmt. An diesem Rahmen 12
sind in nachfolgend beschriebener Weise die Kartentragplafte und der Zeiger angeordnet.
Der Rahmen 13 ist mit einem Arm 14 versehen, der in Fig. 7 und 8 einzeln dargestellt
ist. Dieser Arm 14 trägt eine Schraube 15 und besitzt eine Rippe 16 mit seitlichen Stiften
xj. Die aus Holz o. dgl. bestehende Kartentragplatte 18 hat, wie Fig. 6 zeigt, annähernd
quadratische Form. An der in Fig. 6 dargestellten Rückseite der Platte 18 ist ein
Metallstreifen 19 befestigt. In diesem Streifen.
19 ist eine mit Gewinde versehene Bohrung 20 vorgesehen, und ferner sind an dem Streifen
19 zwei hakenartige Ansätze 21 angebracht. Im Gebrauchszustande der Vorrichtung
greifen die Haken 21 über die Stifte 17 des Arms 14, während die Schraube 15 in die
Bohrung 20 geschraubt ist, so daß die Platte 18 an dem Arm 14 befestigt ist (vgl. Fig. 1).
Auf der Vorderseite, d. h. auf der in Fig. 1 rechts gelegenen Seite der Platte 18, wird die
Karte in geeigneter Weise, z. B. durch über den Rand dieser Platte greifende Klemmfedern,
festgehalten.
Der Rahmen 13 ist ferner mit einem hohlen Arm 22 von quadratischem Querschnitt versehen,
der, wie Fig. 1 erkennen läßt, über die Kartentragplatte 18 greift bzw. vor dieser
Platte liegt. Am Ende dieses Arms ist eine Hohlspindel 23 (Fig. 1 und 2) gelagert, deren
Achse sich durch die Mitte der Kartentragplatte 18 erstreckt und auf der ein konisches
Zahnrad 24 befestigt ist. In der Hohlspindel 23 ist eine mit einem Kopf 25 versehene
Nadel 26 verschiebbar, die durch eine in der Höhlung 27 (Fig. 2) der Spindel 23 befindliehe
und gegen eine Scheibe 28 der Nadel 26 wirkende Schraubenfeder 29 nach unten gedrückt
wird. Am oberen Teil der Nadel 26 ist eine kleine Längsfeder 30 (Fig. 2) vorgesehen,
die in eine Längsnut 3r (Fig. 3) der Spindel 23 greifen kann. In der Stellung
nach Fig. 2 ist die Spitze der Nadel 26 in das Innere der Spindel 23 gezogen. In dieser
Stellung wird die Nadel 26 durch die sich gegen den vollen Rand der Hülse 23 stützende
Feder 30 gehalten. Wird die Nadel 26 so gedreht, daß die Längsfeder 30 in der Nut 31
gleiten kann, so wird diese Nadel 26 durch die Schraubenfeder 29 in die Stellung nach
Fig. ι gebracht, in der ihre Spitze, in eine öffnung 32 der Kartentragplatte 18 eingedrungen
ist. Die Karte muß auf der Platte 18 so angeordnet werden, daß die Nadel 26
in der Stellung nach Fig. r die Karte an demjenigen Punkt durchbohrt, die dem jeweiligen
Standort des Instruments entspricht.
Am unteren Teil der Hohlspindel 23 ist ein Zeiger 33 angeordnet, der einen mit einer
Spitze versehenen Einstellschieber 34 trägt. Die Nabe 35 dieses Zeigers 33 wird gewöhnlich
durch eine auf der Hohlspindel 23 sitzende gerändelte Schraubenmutter 36 gegen einen auf der Spindel 23 befestigten Ring 37
■ gepreßt, so daß der Zeiger 33 an der Drehung der Spindel 23 teilnimmt. Nach Lösen
der Schraubenmutter 36 kann der Zeiger 33 unabhängig von der Spindel 23 gedreht werden.
In das oben erwähnte, feststehende konische Zahnrad 5 (Fig. 1) greift ein kleineres, am
Rahmen 13 gelagertes Zahnrad 38, mit welchem
wiederum ein größeres Zahnrad 39 in Eingriff steht. Das Zahnrad 39 sitzt auf einer
am Rahmen 13 gelagerten Welle 40, die sich schräg durch eine Öffnung 13" des Rahmens
13 erstreckt und durch ein Kardangelenk 41 mit einer im Arm 22 gelagerten Welle 42 verbunden
ist. Auf der Welle 42 ist ein konisches Zahnrad 43 befestigt, welches in das auf der Spindel 23 sitzende konische Zahnrad
24 greift. Die konischen Zahnräder 23 und 24 haben gleichen Durchmesser, und ebenso
hat das Zahnrad ,39 denselben Durchmesser wie das feststehende konische. Zahnrads. Es
ist daher ersichtlich, daß bei Drehung des Fernrohrs 10 um die senkrechte Achse des
Instruments der Zeiger 33 genau um denselben Winkel und nach derselben Richtung wie
dieses Fernrohr verstellt wird. Auf den Rahmenarmen 12 ist über dem Zahnrad 39
und der Welle 40 ein Schutzblech 44 angeordnet.
Um den Zeiger 33 im Nichtgebrauchszustande der Vorrichtung bei abgenommener
Platte 18 gegen Beschädigung zu schützen, ist ein Schutzgehäuse 45 (Fig. 4) vorgesehen, das
über den Zeiger 33 und einen Teil des Arms 22 geschoben wird. Dieses Schutzgehäuse 45
ist mit einer Platte 46 versehen, die eine mit Muttergewinde versehene Bohrung besitzt. In
diese Bohrung wird die Schraube 15 geschraubt, um das Gehäuse 45 am Arm 14 zu
befestigen.
Die dargestellte Vorrichtung wird in folgender Weise benutzt: Im Nichtgebrauchsfalle
ist die ganze Vorrichtung in der Weise zerlegt, daß das Fernrohr 10 und die Hülse ga
einerseits und das Gestell 1 und der Zapfen 2 anderseits mit der zum Verstellen des Zeigers
dienenden Vorrichtung 3, 5, 6, 13 außer Verbindung
gebracht sind. Außerdem ist die Platte 18 von dem Rahmenarm 14 abgenommen.
Die verschiedenen Teile der Vorrichtung nehmen im abgenommenen Zustande wenig Raum ein und lassen sich bequem
transportieren. Während des Transports ist das Schutzgehäuse 45 an Stelle der Platte 18
an dem Arm 14 festgeschraubt.
Soll die Vorrichtung benutzt werden, so wird die Hülse 3 (Fig. 1) auf dem Gestellzäpfen
2 und die Fernrohrhülse ga auf dem Tragzapfen 9 festgeschraubt. Alsdann wird das
Schutzgehäuse 45 abgenommen und dafür die Kartentragplatte 18, auf der die Karte schon
ungefähr in der richtigen Lage angeordnet sein kann, am Arm 14 befestigt. Zu diesem
Zweck werden die Haken 21 über die Stifte 17 gebracht, wobei die Platte 18 in der in
Fig. ι punktiert dargestellten Weise schräggestellt werden kann, und darauf wird die.
Schraube 15 in die Bohrung 20 geschraubt, so daß die Platte 18 in der in Fig. 1 in
vollen Linien dargestellten Stellung an dem Arm 14 befestigt wird. Alsdann wird die
Karte auf der Platte 18 genau eingestellt, so daß die Nadel 26 auf den Punkt der Karte
zeigt, der dem Standort der Vorrichtung entspricht, worauf die Nadel 26 durch die Karte
gedrückt wird, so daß die Nadelspitze in die Bohrung 32 (Fig. 1) der Platte 18 eindringt.
Hierauf wird der Zeiger 33 nach Lösen der Schraubenmutter 36 in eine der Stellung des
Fernrohrs 10 entsprechende Lage gebracht, so daß dieser Zeiger auf der Karte die Sehlinie
des Fernrohrs angibt. Nach Festschrauben des Zeigers 33 durch die Schraubenmutter 36
ist die Vorrichtung gebrauchsfertig. Sucht man einen Punkt des Geländes auf der Landkarte,
so braucht man nur das Fernrohr 10 zu drehen, bis der Punkt im Gelände durch
das Fernrohr erblickt wird. Alsdann erstreckt sich der Zeiger 33 durch den gesuchten Punkt
auf der Landkarte. Sucht man umgekehrt einen Punkt der Landkarte im Gelände, so
wird das Fernrohr 10 gedreht, bis der Zeiger 33 auf den Punkt der Karte zeigt. Alsdann
• kann der entsprechende Punkt im Gelände durch das Fernrohr beobachtet werden.
Soll die Kartentragplatte 18 abgenommen werden, so braucht man nur die Schraube 15
zu lösen und die Haken 21 mit den Stiften 17 außer Eingriff zu bringen.
Die dargestellte Vorrichtung ergibt den Vorteil, daß im Verhältnis zur Zeigerlänge ein
größeres Kartenfeld benutzt werden kann als bei der Vorrichtung nach dem Hauptpatent.
Da bei letzterer Vorrichtung die Stützorgane für den sich über die ganze Kartentragplatte
erstreckenden Zeiger um diese Platte herumgreifen, muß das Kartenfeld eine geringere
Höhe und Breite, als der Zeigerlänge entspricht, besitzen. Bei der neuen Vorrichtung
braucht der Zeiger sich nicht über die ganze Kartentragplatte zu erstrecken, und das Kartenfeld
kann im Verhältnis zur Länge des Zeigers mindestens die doppelte Höhe und Breite besitzen. Es ist jedoch einerseits für
einen bequemen Transport der Vorrichtung von Vorteil, einen möglichst'kurzen Zeiger zu
verwenden, während es anderseits zweckmäßig ist, ein möglichst großes Kartenfeld zu benutzen,
um möglichst fernliegende Punkte anvisieren zu können. Die dargestellte Vorrichtung
zeichnet sich auch dadurch aus, daß die Kartentragplatte 18, wie oben dargelegt,
rasch und bequem von der Vorrichtung abgenommen bzw. an letzterer angeordnet werden
kann.
Claims (6)
1. Vorrichtung zur Feststellung der mit einem Fernrohr anvisierten Punkte im Gelande
auf einer Landkarte mit Hilfe eines entsprechend der Drehung des Fernrohrs auf der Landkarte bewegten Zeigers nach
Patent 199965, dadurch gekennzeichnet, daß der Zeiger (33) an einem über die
Kartentragplatte (18) greifenden, mit dem Fernrohr (to) sich im Kreise herumdrehenden
Arm (22) so gelagert ist, daß dieser Zeiger (33) sich zwischen der Platte (18)
und dem Arm (22) dreht.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zeiger (33)
auf einer am Arm (22) gelagerten Spindel (23) angeordnet ist, die unter Vermittlung
von Stirnrädern (38, 39) zweier durch ein Kardangelenk (41) miteinander verbundener
Wellen (40, 42) und eines konischen Rädergetriebes (43, 24) angetrieben wird, wobei das eine Stirnrad (38) auf dem
feststehenden konischen Zahnrad (5) rollt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Zeiger
(33) auf der Spindel (23) mittels einer Schraubenmutter (36) befestigt wird, durch
die die Zeigernabe (35) gegen eine auf der Spindel (23) angebrachte Scheibe (37)
gedrückt wird.
4· Vorrichtung nach Anspruch ι bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß in der Zeigerspindel (23) eine Nadel (26) verschiebbar
ist; die durch eine Feder (29) gegen die Karte gedrückt wird, sobald eine Längsfeder
(30) der Nadel (26) mit einer Längsnut (31) der Spindel (23) in Richtung gebracht
wird. .
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Kartentragplatte (18) an einem Arm (14) kippbar
befestigt ist, welcher dem zur Lagerung des Zeigers (33) dienenden Arm (22)
gegenüberliegt.
6. Vorrichtung nach. Anspruch 5, dadurch
gekennzeichnet, daß mittels der am Arm (14) sitzenden Schraube (15) nach
Abnahme der K artentragplatte (18) ein zum Schutz des Zeigers (33) dienendes
Gehäuse (45) am Arm (14) befestigt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE212004C true DE212004C (de) |
Family
ID=473765
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT212004D Active DE212004C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE212004C (de) |
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