DE2116C - Verfahren zum Glätten und Fertigmachen von Garnen - Google Patents
Verfahren zum Glätten und Fertigmachen von GarnenInfo
- Publication number
- DE2116C DE2116C DENDAT2116D DE2116DA DE2116C DE 2116 C DE2116 C DE 2116C DE NDAT2116 D DENDAT2116 D DE NDAT2116D DE 2116D A DE2116D A DE 2116DA DE 2116 C DE2116 C DE 2116C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- yarn
- yarns
- bobbins
- significantly
- order
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 11
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 11
- 238000009835 boiling Methods 0.000 claims description 5
- 210000004209 hair Anatomy 0.000 claims description 5
- 238000001035 drying Methods 0.000 claims description 3
- 238000005406 washing Methods 0.000 claims description 3
- 210000002268 wool Anatomy 0.000 claims description 3
- 239000000463 material Substances 0.000 claims description 2
- 239000000203 mixture Substances 0.000 claims description 2
- 230000009286 beneficial effect Effects 0.000 claims 1
- 238000010411 cooking Methods 0.000 claims 1
- 230000008030 elimination Effects 0.000 claims 1
- 238000003379 elimination reaction Methods 0.000 claims 1
- 238000009499 grossing Methods 0.000 claims 1
- 238000009999 singeing Methods 0.000 claims 1
- 238000004804 winding Methods 0.000 claims 1
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 3
- 241000282828 Camelus bactrianus Species 0.000 description 1
- 210000000077 angora Anatomy 0.000 description 1
- 238000004140 cleaning Methods 0.000 description 1
- 239000011521 glass Substances 0.000 description 1
- 238000007654 immersion Methods 0.000 description 1
- 239000010956 nickel silver Substances 0.000 description 1
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 1
- 230000000630 rising effect Effects 0.000 description 1
- 238000009987 spinning Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06B—TREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
- D06B3/00—Passing of textile materials through liquids, gases or vapours to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing, impregnating
- D06B3/04—Passing of textile materials through liquids, gases or vapours to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing, impregnating of yarns, threads or filaments
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06B—TREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
- D06B2700/00—Treating of textile materials, e.g. bleaching, dyeing, mercerising, impregnating, washing; Fulling of fabrics
- D06B2700/25—Sizing, starching or impregnating warp yarns; Making glazed yarn; Drying sized warp yarns
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
Description
1878.
1^öX-Ct-ΙΌ C-- ■' t' ίΛ 1^'"'"
!_ .-Klasse 8. ;
CHARLES HASTINGS in BRADFORD.
Verfahren zum Glätten und Fertigmachen von Garnen.
Verfahren zum Glätten und Fertigmachen von Garnen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 17. Februar 1878 ab.
Der Zweck dieser Erfindung ist, Garn aus Wolle oder anderen weichen Haarsorten, wie
z. B. Kameelhaar, Alpacca, Angora, oder Garne, welche aus einer Mischung einer oder mehrerer
solcher Haarsorten bestehen, so zu behandeln, dafs denselben bedeutend mehr Kraft verliehen
wird und dieselben in Qualität bedeutend verbessert werden.
Die Garne werden durch dieses Verfahren glatter und glanzvoller und mit weniger Kostenaufwand,
als bei dem gewöhnlichen Verfahren, hergestellt.
Die gewöhnliche Methode, diese Art Garne zu glätten und fertigzustellen, ist folgende:
Die Garnspulen werden geweift und in Strähne gebunden, ehe sie ausgekocht werden, um das
Garn zum Einlaufen zu bringen. Die mit Garn überwundenen Haspeln werden dann in einen
Behälter mit lauwarmem Seifenwasser und alsdann in einen solchen mit kochendem Seifenwasser
getaucht. In vielen Fällen geschieht diese Eintauchung statt zwei-, dreimal, das erste
Mal in lauwarmes, das zweite Mal in heifses und das dritte Mal in kochendes Wasser.
Die Strähne werden alsdann von den Haspeln abgezogen, gewaschen und mittelst Rollen
ausgequetscht, wonach sie in einem Trockenraum zum Trocknen aufgehängt werden. Nachdem
die Garne getrocknet worden sind, werden sie auf Spulen gewunden, um gesengt zu werden.
Nach dem Sengen werden sie nochmals aufgehaspelt und gewaschen, um die versengten
Theile zu entfernen.
Die Garne werden dann in kaltem Wasser gespült und in kochendes Wasser eingetaucht,
um ein vollständiges Einlaufen zu bewirken, und hierauf auf den Haspeln getrocknet. Endlich
werden die Strähne abgezogen und in Bündel zusammengebunden.
Nach dem neuen Verfahren wird das Garn, sowie es von der Spinnmaschine kommt, ohne
weitere Vorarbeit der Operation des Sengens unterworfen und dann auf frische Spulen gewunden.
Diese Spulen mit gesengtem Garn werden einem Waschrahmen übergeben, um vor dem
Einlaufen des Garnes die versengten Theile zu entfernen.
Die zur Ausführung dieses Verfahrens anzuwendende Maschine ist in beiliegender Zeichnung
dargestellt, und zwar theilweise in Ansicht und theilweise im Durchschnitt in Fig. 1 und 2.
Das Räderwerk der Maschine ist in Fig. 3 dargestellt, wobei ein Theil des Maschinengestells
A abgebrochen gedacht ist.
A A ist das Gestell der Maschine, welches die Walzen BB trägt. Unterhalb dieser Walzen
vor dem Gestell A ist ein Waschbehälter C angebracht, welcher beide Gestelltheile verbindet.
Dieser Behälter ist dazu bestimmt, das Seifenwasser oder andere passende, zur Reinigung des
Garnes anzuwendende Flüssigkeit aufzunehmen, welche mittelst eines Dampfrohres lauwarm erhalten
wird.
Von der inneren Fläche des Behälters C ragen eine Reihe Stifte seitwärts hervor, welche dazu
bestimmt sind, die Spulen D aufzunehmen, die das gesengte Garn tragen. Die Lage dieser
Spulen ist bei D gezeigt.
Das Garn derselben wird durch die Führungen E E nach den verschiedenen Walzen B B
geleitet und geht von da aus nach den Spulen F, welche auf den drehbaren Spindeln G sitzen.
Letztere werden durch Riemen von der Riemscheibe H, die auf der Hauptwelle J sitzt,
getrieben. Die Spulen F werden durch Friction getrieben, so dafs sie das Garn abnehmen,
wie dasselbe von den Walzen B B geliefert wird.
Die Vertheilung des Garnes auf die Spulen wird durch die sich hebende und senkende
Stange K bewirkt. Dieselbe ist an ihrer vorderen Kante mit einem Glasschaft versehen, um
zu verhindern, dafs das Garn durch die Reibung angegriffen werde.
Die mit gesengtem Garn gefüllten Spulen D werden in die Abspülflüssigkeit eingetaucht und
die betreffenden Garnenden laufen einzeln durch die Führungen bis an die Walzen heran.
Auf diese Weise wird das Garn von fast sämmtlichen versengten Theilen befreit.
Die Walzen quetschen die Flüssigkeit gleichmäfsig aus dem Garn heraus und überliefern
den Spulen F ein verhältnifsmäfsig reines Material.
Es mufs hierbei bemerkt werden, dafs, wenn der durch die Quetschwalzen ausgeübte Druck
sorgfältig regulirt wird, die ungleich starken Theile im Garn, welche von der ungleichen
Claims (1)
- Spannung oder Stärke der Fäden herrühren, fast gänzlich beseitigt werden.Die Spulen mit gereinigtem Garn werden von der Maschine abgenommen, auf die dünnen Stäbe eines Gestelles aufgeschoben' und in kochendes Seifenwasser eingetaucht, wodurch das Einlaufen des Garnes zum grofsen Theil bewirkt wird.Um zu ermöglichen, dafs das Seifenwasser das auf den Spulen befindliche Garn durchdringen kann, werden die Spulen durchlocht.Die zur Erzielung des vollkommenen Einlaufens des Garnes erforderliche Zeit hängt von der Stärke der Drehung und der Dicke des Garnes ab.Es bedarf nur geringer Erfahrung, um diese Zeit herauszufinden; es ist jedoch vortheilhaft, wenn man vorher Versuche mit den verschiedenen Qualitäten des Garnes anstellt, um die Zeitdauer genau festzustellen. 3 bis 5 Minuten werden im allgemeinen genügen; jedoch bedürfen einige andere Garnarten längerer Zeit.Die nächste Operation ist, das Garn abzuhaspeln, um es für das Verfahren des Ausspülens und Kochens vorzubereiten.Die nachherige Behandlung des Garnes ist ähnlich der bisher angewendeten, d. h. die aufgehaspelten nassen Strähne werden aus dem kochenden Wasser herausgenommen und durch Centrifugalkraft zum Theil getrocknet.Die Haspeln werden sodann in den Trockenraum gebracht und das Garn unter Spannung getrocknet, worauf die Strähne abgenommen und wie gewöhnlich zum Verkauf vorbereitet werden.Aus obiger Beschreibung ist ersichtlich, dafs diese neue Methode zum Glätten und Fertigmachen von Garnen aus Wolle und Haaren bedeutende Ersparnisse an Arbeitskräften gewährt, indem die Garne einer Reihe bedeutend vereinfachterer Operationen unterworfen werden, als bisher üblich, und dadurch ein bedeutend besseres Garn geliefert, sowie der Ausschufs bedeutend vermindert wird.Um die nach diesem Verfahren hergestellten Garne in bestimmter Länge abschneiden zu können, wird an der Axe der Haspel ein Zahl-Apparat so angebracht, dafs dem Arbeiter angezeigt wird, wenn das Aufhaspeln aufhören mufs.Patent-Anspruch: Das eben beschriebene Verfahren, wonach Garne aus Wolle, Haar oder einer Mischung dieser Materialien behandelt werden und wodurch das gewöhnlich angewendete Verfahren des Aufhaspeins, Waschens, Trocknens, Aufwindens etc. vor dem Sengen in Wegfall kommt und ein bedeutend stärkeres und besser hergestelltes Garn geliefert wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2116C true DE2116C (de) |
Family
ID=281507
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT2116D Active DE2116C (de) | Verfahren zum Glätten und Fertigmachen von Garnen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2116C (de) |
-
0
- DE DENDAT2116D patent/DE2116C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1785707C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von Garn aus schlichtstofffreien Stapelfasern | |
| AT124714B (de) | Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Kunstseide. | |
| DE2116C (de) | Verfahren zum Glätten und Fertigmachen von Garnen | |
| DE4218551A1 (de) | Verfahren zur kontinuierlichen Behandlung eines endlosen Garnbündels | |
| DE69027605T2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen Mercerisieren | |
| DE2951174A1 (de) | Verfahren zur behandlung von textilgut | |
| DE612908C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Veredelung von Textilien | |
| DE21573C (de) | Verfahren zum Bleichen und Färben der Baumwolle | |
| DE67279C (de) | Wasch-und Bleichmaschine für Wäsche u. dergl | |
| DE2438024A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur behandlung von geweben | |
| DE580763C (de) | Verfahren zum Schrumpfen von Kunstseidengeweben | |
| DE223493C (de) | ||
| DE3112409A1 (de) | Verfahren zum kontinuierlichen waschen eines textilen produkts | |
| DE163610C (de) | ||
| DE559499C (de) | Verfahren zur Vorbehandlung von Kardenband auf Faerbebaeumen fuer das Bleichen oder Faerben | |
| DE13533C (de) | Neuerungen im Färben von Baumwolle und den zugehörigen Maschinen | |
| AT120236B (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Naßbehandeln von Geweben. | |
| DE77626C (de) | Verfahren zum Färben und anderweiten Behandeln von Kammzug | |
| DE1944968A1 (de) | Vorrichtung zur kontinuierlichen Behandlung eines Textilstoffes | |
| DE112741C (de) | ||
| AT149865B (de) | Verfahren und Maschine zum Schrumpfen von Geweben. | |
| AT162582B (de) | Verfahren zum Ausrüsten, insbesondere Färben, von gespultem oder aufgewickeltem Textilgut aus regenerierter Cellulose oder Cellulosederivaten | |
| DE141022C (de) | ||
| DE1610882C3 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Veredeln von Garn | |
| DE118271C (de) |