DE2116788A1 - Bildempfangselement zur Herstellung photographischer Silberbilder und für pholomechanische Reproduktionen und dessen Verwendung als Druckplatte - Google Patents
Bildempfangselement zur Herstellung photographischer Silberbilder und für pholomechanische Reproduktionen und dessen Verwendung als DruckplatteInfo
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Description
betreffend:
"Bildempfangselement zur Herstellung photographischer Silberbilder und für photomechanische Reproduktionen und dessen
Verwendung als Druckplatte"
Die Erfindung betrifft ein Bildempfangselement für die
Herstellung von Silberübertragungsbildern, bei dem auf einem Filmträger sich auf einer Seite eine Vielzahl von
xx
ununterbrochenen Schichten befindet. Jede Schicht enthält ein silberausfällendes Kittel in disperser Verteilung innerhalb einer hydrophilen Grundmasse. Das erfindungsgemäße Bildempfangsmaterial eignet sich nicht nur zur Herstellung von Silberbildern, sondern auch als Druckplatte für verschiedene Reproduktionsverfahren.
ununterbrochenen Schichten befindet. Jede Schicht enthält ein silberausfällendes Kittel in disperser Verteilung innerhalb einer hydrophilen Grundmasse. Das erfindungsgemäße Bildempfangsmaterial eignet sich nicht nur zur Herstellung von Silberbildern, sondern auch als Druckplatte für verschiedene Reproduktionsverfahren.
Die Maßnahmen zur Herstellung eines photographischen Silberbildes
nach dem Diffusionsübertragungsverfahren sind allgemein
bekannt. Dabei wird eine belichtete lichtempfindliche SilberhalogenidemulsionsschicBt,
enthaltend ein latentes oder ent-
xx sich berührenden - 2 -
109843/1280
BAD ORIGINAL
' 2 1 1- ß 7;
1Α-39 ^06 * Τ' *
uickelbsres Bild mit Hilfe einer wäBrig-alkali seiles
wicklerlösung oder Masse entwickelt, welche einen
und'ein Lösungsmittel für das Silberhalogenid enthält, mi das belichtete Siiberhalog enid zu Silber zu reduzieren,
während das nicht-beliehtete Silberhalogenid in biMgssäßer
¥ertellung einen löslichen Silberkomplex bildet,. welches?
zumindest" teilweise während der Einwirkungszeit des Eatwicklers
auf die darüber angeordnete Silberenspfasagsschisht
übertragen wird. Dort wird der Silberkomplex zu dem "BiIS-siTfoer
reduziert und damit ein positives SilberubertragTäsgsbild
aufgebaut .(USA-Patentschrift 2 54-3 181).
Es war bisher bekannt 9 daß man ein auf obige Weise mit?
felfe eines Silbersalzdiffiisionsübertragungsverfaiireii erhaltenes
Silberübertragungsbild als Druckplatte oder Druckstock
anwenden kann für ein oder mehrere Reproduktionen der
ursprünglichen Vorlage, ■
Eine besonders zweckmäßige Maßnahme zur Herstellung von
Druckplatten nach dem Sxlbersalzdiffusionsübertragungsverfahren
ist bereits bekannt (USA-Patentschrift 3 220 837)· Dieses Yerfahren beruht auf der Erkenntnis, daßs wenn
. eine Silberübertragungsbild Bereiche aufweists die Silber
™ ia erster Linie an der Oberfläche der Bildempfangsschicht
in- dünner, aber im wesentlichen ununterbrochenem
Masse konzentriert enthalismind andere
die im wesentlichen silberfrei sind oder die nicht;
diese dichte Silbensasse enthalten, die Bereichs des dichten Bildsilbers oleophil sind und daher von einer
öligen Druckfarbe benetzt werdene Hingegen sind die
Bereiche f die ursprünglich hjarophil waren, noch
liydropMl und-damit von der Druckfarbe nicht beastsbar? mit
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? 211878g
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anderen Worten ist ein derartiges Silberubertragungs'bilö,
charakterisiert dadurch, daß eine oleophile Druckfarbe bei
gleichmäßigem Auftrag über die gesamte Oberfläche äes
Bildes nur die Bereiche des dichten Bildsilbers benetzt,
so daß man ein solches Silberübertragungsbild weiter dadurch
charakterisieren kann, daß es selektiv ölige oder fettige
Druckfarbe, wie sie üblicherweise im Flach- oder Offsetdurek
angewandt wird, anzunehmen vermag. Wird nun eine oleophile Druckfarbe angewandt, so läßt sich das mit Druckfarbe
versehene Silberübertragungsbild in üblichen Flach- oder Offsetdruckverfahren anwenden und auf diese Weise ein oder
Druckerzeugnisse herstellen.
Dr
Bin hydrophiles Silberempfangsmaterial für die Anwendung für derartige photomechänische Reproduktionsverfahren enthält
silberausfällende Mittel (USA-Patentschriften 2 698 237 und 2 698 245). Es handelt sich dabei also um eine Schicht,
enthaltend silberausfällende Keime, in einer makroskopisch
te ' '
ununterbrochenen Grund- oder Trägermasse dispergiert. Eine solche Silberempfangsschicht befindet sich zweckmäßigerweise auf einem lilaträger, insbesondere einem wasserdurchlässigen Material, wie Papier. In diesem Fall kann eine
wasserundurchlässige Schicht zwischen dem SiIberempfangsmaterial
und dem Filmträger vorgesehen werden. Ist der Filmträger wasserundurchlässig, so benotigt man keine
derartige Zwischenschicht. In Jedem Fall weist jedoch das Bildempfangselement zur Verwendung als Druckplatte eine
Schicht in Form einer makroskopisch kontinuierlichen Matrix, in der silberausfällende Eeime dispergiert sind, auf. Diese
Schicht befindet sich auf der Oberfläche eines wasserundurchlässigen
hydrophoben Materials»
Mach der oben erwähnten amerikanischen Patentschrift 3 220
-t09-843/1-2.80 ' " "■
BAD0RK3INÄL
■« 4 -"
/beträgt die Schichtstärke des SilberempfangsiBaterials
zur Herstellung der Druckplatte vorzugsweise 1 bis 8/ume
Es 2©igte sich, daß der Auftrag von BeSchichtungslösungen von
silb@rausfäl.lenden Keimen zur Herstellung von Schichten dieser Schichtstärke außerordentlich schwierig ist. Dies gilt
insbesondere im Hinblick auf eine großtechnische Herstellung
von Schichten dieser Stärke. Bisher wurden daher viele fc Versuche. . - in wirtschaftlicher Weise brauchbare
.Bildempfangselemente für die Anwendung in Beproduktions-
2u ernalten
verfahren/vor allem darauf gerichtet, die Aufbringung einer dünneren Schicht zu ermöglichen.
verfahren/vor allem darauf gerichtet, die Aufbringung einer dünneren Schicht zu ermöglichen.
I-
Während die" Anwendung von dünneren Schichten Besehichtungsprobleme
verringert, treten neue Schwierigkeiten auf. Ein Hauptproblem für die Anwendung vm dünneren silberausfällenden
Schichten liegt darin, daß bei der Herstellung einer Vielzahl von Brücken nach üblichen Flach- oder öffsetverfahren festgestellt
werden mußte, daß die Einflüsse des Wischwassers, wie es üblicherweise bei derartigen Druckverfahren zur An-.wendung
gelangt und die natürliche Haftwirkung der Walzen " . im Druckwerk zu einem allmählichen Abtrag der hydrophilen
Schicht führt, wodurch die hydrophobe Unterfläche freigelegt wird, die nun von der oleophilen Druckfarbe benetzbar ist.
Dies führt wieder zu einer Hintergrundverfärbung, d.h. es
kommt Druckfarbe in die Spitzlichter oder weißen Bereiche,
so daß bei der Herstellung einer großen Anzahl von Drucken nach einer gewissen Anzahl die restlichen Kopien
zumindest in einem gewissen Ausmaß eine unerwünschte
Hintergrundfärbung aufweisen.
Die erfindungsgemäße silberaufnehmende Schicht des BiId-
-' ■"■■" ■ — 5 _
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empfangsmaterials zur Anwendung bei Flach- oder Offsetdruck
weist nun eine mehrschichtige Struktur auf, worin jede
Schicht zunehmend höhere Konzentration an silberausfällenden Keimen in bezug auf die Konzentration der Keime innerhalb
der aneinander anliegenden Schichten mit dem Abstand von dem Filmträger aufweist. Mit anderen Worten enthält die
silberaufnehmende Schicht zumindest zwei Teilschichten, die unterschiedliche Konzentrationen an silberausfällenden Keimen
' die. enthalten und die oberste Teilschicht höchste Konzentration
und die dem Filmträger anliegende TeiLschicht die geringste Konzentration aufweisen.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform nach der Erfindung
enthalten alle Teilschichten der silberaufnehmenden Schicht
die gleichen silberausfällenden Keime innerhalb einer makroskopisch ununterbrochenen Grundmasse aus kolloidaler
Kieselsäure, d.h. einer Grundmasse, die gebildet ist aus definierten Teilchen, die im wesentlichen Siliciumdioxid
sind und ausreichend geringe Korngröße besitzen, als daß sie mit unbewaffnetem Auge unterscheidbar sind, wenn sie
zu einer Schicht verarbeitet sind. Die minimale mittlere Korngröße liegt in der Größenordnung der Kolloide und nicht
so sehr in der Größenordnung der Moleküle. Nach einer besonders
bevorzugten Ausführungsform enthält die silberaufnehmende Schicht zwei oben beschriebene Teilschichten.
Ein älterer Vorschlag geht dahin, ein Bildempfangsmaterial
aus einer mehrschichtigen Bild- oder SiIberempfangsschicht
aufzubauen, wobei jede Teilschicht steigende Konzentration
von silberausfällenden Keimen enthält, im Verhältnis zu der Konzentration an Keimen in benachbarten Schichten und die Teilschicht höchster Konzentration in
.unmitteBarster Nähe des Filmträgers7. Bei diesem Bildempfangs-
liegt
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material muß der Sirberhalogenidkomplex daher tiefer innerhalb
des Materials zu Silber ausgefällt werden, z.B. weiter entfernt von der Oberfläche. Man kann daher in diesem Fall
nicht davon sprechen, daß das Bildsilber in erster Linie
an der Oberfläche konzentriert ist. Derartige Silberbilder besitzen bestimmte Vorteile gegenüber Bildern, die man aus
Materialien, enthaltend eine einfache silberaufnehmende Schicht, erhält. Z.B. unterliegt ein solches Bild in geringerem Ausmaß dem sog. "Silbern", d.i. eine oberflächliche
Beschädigung des Bildes, auch zeigt es eine geringere Tendenz für Abrieb u.dgl. (British Patent 893 652).
i)er Gegenstand der Erfindung ist streng zu unterscheiden von den Materialien des älteren "Vorschlags, da ja die
Folge der Teilschichten unterschiedlicher Konzentration an silberausfällenden Keimen gerade umgekehrt ist. Während
die Folge der Teilschichten des Bildempfangsmaterials der
älteren Anmeldungen zu einem weitgehend verbesserten Silber—
bild führt, da die Abscheidung des Bildsilbers tiefer innerhalb
des Materials erfolgt, so ist doch ein solches Bild als Druckplatte vollständig ungeeignet.
Wie oben bereits ausgeführt, he trifft die Erfindung ein
Material für die photomechanische Reproduktion, insbesondere eine Druckplatte, die hergestellt worden ist mit Hilfe
eines Silbersalzdiffusionsübertragungsverfahren. Dafür wird ein neues Bildempfangsmaterial vorgeschlagen, welches sich
ganz besonders für die Anwendung als Druckplatte eignet.
Das erfindungsgemäße Bildempfangsmaterial enthält eine
silberaufnehmende Schicht aus zumindest zwei Teilschichten, enthaltend silberausfällende Keime, dispergiert in einer
hydrophilen Grundmasse, wobei jede Teilschicht zunehmend
— 7 —
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- — 7 —' "
höhere Konzentration an silberausfällenden Keimen gegenüber
der anliegenden Teilschicht aufweist und zwar mit zunehmendem
Abstand von dem Filmträger höherer Konzentrationen,,
Wie mehrfach erwähnt, eignet sich das erfindungsgemäße Bildempfangsmaterial insbesondere als Druckplatte für
photomechanische Reproduktionen (USA-Patentschrift 3 220 837)· Sas photoempfindliche Aufzeichnungsmaterial
enthält eine lichtempfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht. Diese wird belichtet und weist nun ein entwickelbares
Bild auf. Dieses wird dann mit Hilfe einer wäßrig alkalischen Entwicklerlösung oder Masse unter
Reduktion des belichteten Silberhalogen ids entwickelt und
aus den nicht belichteten Silberhalogeniden in bildgerechter Verteilung ein löslicher Silberkomplex gebildet, der zumindest
teilweise durch Diffusion auf eine silberaufnehmende Schicht übertragen wird, worin das Silberübertragungsbild
aufgebaut wird. Das Silberbild zeichnet sich nun^dadurch aus,
daß das Silber in erster Linie an der Oberfläche der Schicht als dichte oleophile Masse konzentriert ist und die
bildfreien Bereiche oder Spitzlichterx3iydrophil geblieben
sind.
Infolge der unterschiedlichen Benetzbarkeit oder Aufnahmefähigkeit
für Druckfarbe zwischen den oleophilen Bildbereichen und den hydrophilen bildfreien Bereichen der
Silberempfangsschicht laßt sich dieses Silberübertragungsbild
anwenden als Druckplatte in üblichen Flach- oder Offsetdruckverfahren zur Herstellung von einem oder vielen
Abzügen oder Reproduktionen des Originals. Bei diesen Verfahren ist es üblich, das Silberbild mit einer öligen
oder fettigen Druckfarbe zu befeuchten, die selektiv haftet
.nur an den oleophilen Bildbereichen. Es ist jedoch auch mög~
3£x{ he listen Bildpunkte) . - 8 -
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lieh, die Druckplatte mit einer hydrophilen oder wäßrigen
Druckfarbe zu benetzen, die dann vorzugsweise- an den
hydrophilen bildfreien Bereichen haftet. Es ist somit möglich,
entweder positive oder negative Reproduktionen von der Druckplatte zu erhalten, abhängig davon, ob eine oleophile
oder eine hydrophile Druckfarbe angewandt wird. Es ist auch bekannt, daß eine kontinuierlich getonte Vorlage reproduziert
werden kann durch derartige Maßnahmen, wenn die Silberhalogenidemulsionsschicht durch ein Halbtonraster
belichtet wird. Auf diese Weise erhält man eine Halbtonfc kopie.
Die Silberempfangsschicht nach der Erfindung, die sich als Druckplatte eignet, besteht im wesentlichen aus einer Schicht,
enthaltend silberausfällende Keime, dispergiert in einer
makroskopisch ununterbrochenen hydrophilen Grundmasse. Eine Klasse der brauchbaren silberausfällenden Mittel, wie sie
allgemein angewandt werden, sind die Metallsulfide und Metall-Selenide
einschließlich der Sulfidselenide, der Polysulfide
und Polyselenide. Bevorzugt werden sog. Schwermetallsulfide j insbesondere deren- Löslichkeitsprodukte, in wäßrigem Medium
bei etwa 20°C zwischen 10 * und 10"^ . Dies sind z.B.
die Sulfide von Zink, Chrom, Gallium, Eisen, Cadmium, Kobalt, " Nickel, Blei, Antimon, Wismuth, Silber, .Cer , Arsen, Kupfer
und Rhodium sowie Selenide von Blei, Zink, Antimon oder
Nickel.
Weitere brauchbare silberausfällende Mittel sind Metallpulver, insbesondere Edelmetallpülver, wie Silber, Gold, Platin,
Palladium, wie auch Quecksilber. Bevorzugt werden von dieser Gruppe die Edelmetalle und insbesondere in Verbindung mit
einer Matrix, in welcher sie sich in kolloidal feinen Teilchen befinden. Auch sollten diese Metalle vorzugsweise die einfachen
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und leicht reduzierteren Salze, wie Silbernitrat, Goldchlorid
und Goldnitrat sein.
Eine weitere Gruppe der brauchbaren süberausfallenden Mittel
sind Thioverbindungen, wie Dithiooxamat und-dessen BIe i-
und Zinkkomplexe, Kaliumdithiooxamat und dessen Blei- und
Nickelkomplexe oder Thioacetamid.
Bevorzugt werden jedoch Metallsulfide, insbesondere von Zink, Cadmium, Silber und Blei.
Die silberausfällenden Keime sind in einer hydrophilen
Grundmasse enthalten oder dispergiert, die hergestellt ist aus Teilchen, vorzugsweise kolloidal feinen Teilchen,
eines inerten, absorbierenden Materials. Beispiele dafür sind kolloidale Kieselsäure, wie "Aerogel", Fuller-Erde,
Diatomeenerde, Kieselgur, Holzmehl! Infusorien-Erde, Bentonit, Filterhilfsmittel, wie "Gelit" oder "Super-floss"
en
(bei diesen Produkt-handelt es sich um Filterhilfsmittel auf
(bei diesen Produkt-handelt es sich um Filterhilfsmittel auf
auch der Basis von Diatomeenerde); brauchbar ist ein feines
Pulver aus Glas, Talkum, Glimmer oder Zinkoxid. Bevorzugt ist jedoch kolloidale Kieselsäure.
Bei der Schicht, enthaltend silberausfällende Keime in
einer hydrophilen makroskopisch ununterbrochenen Grundmasse kann es sich z.B. um solche entsprechend der USA-Patentschriften
2 647 056, 2 698 237 und 2 698 245 handeln.
Bei diesen Produkten befindet sich die silberaufnehmende Schicht üblicherweise auf einem Filmträger, z.B. auf
Papier, regenerierter Cellulose, Polyvinylalkohol, Celluloseether,
wie Methylcellulose, Ithylcellulose oder auf anderen Kunststoffen. Bevorzugt als Filmträger wird entweder eine'
wasserabweisende Folie oder eine Folie aus hydrophobem Ma-
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terial, die zwischen Silberempfangsschicht und Filmträger angeordnet ist, angewandt. Diese hydrophobe Zwischenschicht
kann aus einem beliebigen hydrophoben Produkt bestehen und
soll gut an der Silberempfangssehicht haften, z.B. kann sie aus Celluloseestern, wie Cellulosenitrat, Celluloseacetat,
Cellulosebutyrat, Cellulosepropionat, Gelluloseacetatbutyrat, Celluloseacetatpropionat oder einem kautschukartigen Polymeren,
wie Polyvinylbutyral, bestehen.
Bevorzugter Filmträger ist Papier, wobei sich die silberaufnehmende
Schicht dann auf einer hydrophoben Zwischenlage befindet. Weitere Schichten mit bestimmten Funktionen können
auf dem Filmträger noch vorgesehen sein, z.B. eine Abreiß- oder Trennschicht, wie aus Gummiarabieum, Celluloseacetathydrogenphthalat,
Polyvinylalkohol, Hydroxyäthylcellulose, Methylcellulose, Äthylcellulose oder Hatriumalginat, wie
dies allgemein bekannt ist, zur Vereinfachung der Trennung . des Bildempfangsmaterials vom Aufzeichnungsmaterial nach
der Entwicklung« * '
Wie oben bereits erwähnt, weist die Silberempfangsschicht
des Bildempfangsmaterials nach dem Stand der Technik zur Verwendung für photomechanische Eeproduktion nur eine
einzige Schicht in der Größenordnung -ψοη 1 bis 8 Ai auf.
Wegen der Schwierigkeit in der Großtechnik zur Herstellung
von silberaufnehmenden Schichten derartiger Stärke wurden Versuche unternommen, um dünnere Schichten herzustellen.
Jedoch weisen dünnere Schichten wieder bestimmte Nachteile
auf, hauptsächlich infolge der Tendenz, daß die silberaufnehmende Schicht zumindest teilweise abgetragen wird durch
wiederholten Druckfarbenauftrag unter der kombinierten Einwirkung des Wischwassers, wie.es üblicherweise für Flachoder
Offsetdruck angewandt wird und der scheuernden Wirkung
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der Walzen im Druckwerk, so daß letztlich die hydrophobe
Unterschicht teilweise freigelegt wird und die mit einer solchen Druckplatte erhaltenen Kopien eine Hintergrund-Verfärbung
aufweisen.
Mit Hilfe des erfindungsgemäßen Bildempfangselements
können diese Probleme dadurch vermieden werden, daß als Druckplatte eine silberaufnehmende Schicht angewandt
wird, die aus einer Vielzahl von Teilschichten besteht, deren Konzentration an silberausfällenden Keimen mit zunehmendem Abstand von der Außenfläche abnimmt oder
mit anderen Worten gesagt, die Konzentration an Keimen nimmt zu mit zunehmendem Abstand der Teilschichten von dem Filmträger.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform nach der Erfindung enthält die silber auf nehm ende Schicht zwei Teilschichten.
Sie kann jedoch auch aus drei oder mehreren Teilschichten aufgebaut sein. Jede dieser Teilschichten ist
relativ dünn und hat vorzugsweise eine Stärke in der Größenordnung von maximal 1/U. Das Verhältnis von silberausfällenden
Keimen einer Teilschicht zu der nächsten Teilschicht beträgt vorzugsweise 2:1 bis 50;1, insbesondere 5:1 bis
15:1. Die oberste Teilschicht enthält vorzugsweise silberausfällende Keime in der Größenordnung zwischen etwa
0,225 und 5,38,ug/dm2 (2 bis 25/Ug/sq.ft.), wobei das
Verhältnis von Keimen zu hydrophiler Grundmasse, z.B. kolloidale Kieselsäure, etwa 1:10 000 bis 1:2 000 beträgt.
Bei allen obigen Verhältnissen handelt es sich um
Gewichtsverhältnisse.
In der Anlage ist schematisch der Aufbau eines erfindungsgemäßen
Bildempfangsmaterials dargestellt, worin der Filmträger 1 eine wasserdichte Unterschicht 2, d.h. eine
hydrophobe Schicht trägt, auf der sich dann die Silberempfangsschicht 3 und 4-, enthaltend die silberausfällenden
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Keime, befindet und schließlich das Ganze mit einer Abstreif-
oder Trennschicht 5 überdeckt ist.
Der Filmträger 1 kann aus einem der oben erwähnten oder in der einschlägigen Technik üblicherweise angewandten
Materialien bestehen, z.B. ein gegebenenfalls vorbeschichtetes Papier, ein Celluloseester, ein Cellulosenitrat, Celluloseacetat,
Celluloseacetatbutyrat oder'Cellulosepropionat sein.
Die hydrophobe Zwischenschicht 2 kann ein oben erwähntes hydrophobes Material, wie dies allgemein üblich ist, sein,
die gut haftet an der Silberempfangsschicht und eine Schichtstärke
in der Größenordnung von 1 bis 2,5/u aufweisen.
Die silberaufnehmende Schicht, bestehend aus den Teilschichten 3- und 4, enthält silberausfällende Keime, dispergiert
in einer Grundmasse, wie olaen erwähnt. Bevorzugt wird,
daß die Teilschichten 3 und 4 übliche Metallsulfide als silberausfällendes Mittel innerhalb einer siliciumhaltigen
Grundmasse sind. Das siliciumhaltige Material kann in
.feindisperser oder kolloidaler Form Oxide des Siliciums
enthalten, vorzugsweise Kieselsäure, wie Silicagel oder Aerogel, mineralische Silicate, wie Glimmer oder Talkum.
. Weitere Beispiele dafür sind verschiedene Handelsprodukte, wie "Syton", das ist eine milchig-weiße stabile 15%ige
kolloidale Dispersion von Kieselsäure in Wasser mit einer Dichte von 1,1 g/ccm oder "Santocel", das ist ein leichtes
poröses Kieselaerogel,aus dem das Wasser so entfernt
worden ist, daß die ursprüngliche Gelstruktur nicht gestört wurde. Scheinbare Dichte 0,1 bis 0,1-55 g/cm^ (6,5 bis
9,75 lb./cu.ft.). Weiters ist brauchbar das Handelsprodukt
"Ludox", das ist ein. wäßriges kolloidales Sol, enthaltend
etwa 30 % S1O2 und weniger als 0,5 % N^O als Stabilisator,
Dichte 1,21.
■'"■■ - 13 -
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Die Teilschichten 3 und 4 können aus dem gleichen oder
einem unterschiedlichen Material, vorzugsweise gedoch aus dem gleichen Material aufgebaut sein und sich nur hinsichtlich
der Konzentration der silberausfällenden Keime unterscheiden. Erfindungsgemäß enthält nun die Teilschicht
eine größere Keimkonzentration und zwar beispielsweise in der Größenordnung von 0,225 bis 5,38/Ug/dm (2 bis
. 25/Ug/sq.ft.). Die Konzentration in .der Teilschicht 3
ist vorzugsweise 50 bis 2 % der Keimkonzentration in der
Teilschicht 4-, insbesondere 6,6 bis 20 %. Das Gewichtsverhältnis
des Keimmaterials zu dem Grundmaterial in der Teilschicht 4 liegt vorzugsweise in der Größenordnung von etwa
1:10 000 bis 1: 2 000. . '
Die Abstreif- oder Trennschicht 5 kann aus einem oben erwähnten Werkstoff, wie er üblicherweise zur Erleichterung
der Klarer Trennung einer ein Silberbild tragenden Schicht
-. . -, r, , . ·, ^ ,^ τ, j. . , , verwendet wird,
von der anliegenden Schicht nach der Entwicklung/bestehen. Die Schichtstärke liegt in der Größenordnung von zumindest
1/U.
Die Herstellung der erfindungsgemäßen Bildempfangsmaterialien kann in der für Silbersalzdiffusionsübertragungsverfahren
üblichen Weise erfolgen. Die Maßnahmen zur Aufbringung verschiedener Schichten ist an sich bekannt (z.B. USA-Patentschrift
.2 823 122).
Als Beispiel für die Herstellung eines Schichtaufbaus im
Sinne der Figur sollen folgende Maßnahmen dienen. Auf einen Filmträger 1 wird zuerst die hydrophobe Zwischenschicht
2Taufgetragen, z.B. durch Walzauftrag einer Lösung des ge-wählten
hydrophoben Materials auf ein barytiertes Papier in der gewünschten Schichtstärkej als Auftragslösung dient
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z.B. eine Lösung, enthaltend 35 g Polyvinylbutyral, 525 ecm
Isopropylacetat und 175 ecm Methanol.
Nach dem Trocknen werden'die Teilschichten 3 und 4· aufgebracht.
Eine Möglichkeit dafür besteht darin, daß eine wäßrige Dispersion des siliciumhaltigen Materials, z.B.
von Kieselaerogel, hergestellt und diese die vorbestimmte Menge einer oder mehrerer löslichen Salze des gewünschten
] Metallkationen, insbesondere von Schwermetallen einverleibt wird. Anschließend wird eine geringere (molare) Menge
fc an löslichem Salz des gewünschten Anions zugesetzt, z.B.
eines löslichen Sulfids, wie Hatriumsulfid. Aus dem Anion,
z.B. Sulfid und dem Kation bildet sich in situ nun das Metallsulfid und führt zu einer Dispersion des silberausfällenden
Metallsulfids in einer Kieselsäuregrundmasse. Diese Dispersion wird dann z.B. mit Hilfe einer Auftragswalze
auf die Zwischenschicht 2 als als Teil schicht 3 aufgetragen. Die Teilschicht 3 soll vorzugsweise trocknen, bevor
die Teil schicht 4- aufgebracht wird und zwar in obiger Weise,
Jedoch mit höherer Konzentration an silberausfällenden Keimen. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Teilschichten
3 und 4- aufzubauen, indem zuerst eine wäßrige
. Lösung, enthaltend die gewünschten Anteile an Hatrium-
w sulfid und Selenpulver bereitet werden« Eine Auftragsmasse,
erhalten durch Mischen der gewünschten Anteile obiger Lösung
einer Silbernitratlösung und einer kolloidalen Kieselsäure ("Ludox") wird nun in der gewünschten Stärke aufgetragen,
um die gewünschten silberausfällenden Bedingungen zu erreichen.
Wie oben bereits erwähnt, ist es vorzuziehen, daß die
Teilschichten der silberaufnehmenden Schicht vor Aufbringung der folgenden Teilschicht getrocknet werden. Obzwar auf diese
Weise jeweils eine Teilschicht auf eine bereits getrocknete
. ■ ■- 15 109843/1280
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Teilschicht zum Auftrag gelangt, verschwindet die Zwischenfläche zwischen den "beiden anliegenden Teil schicht en, insbesondere
dann, wenn ein gleiches Grundmaterial für die in Rede stehenden Teilschichten zur Anwendung gelangte- Die
Zwischenfläche zwischen den Teilschiehten nach der Erfindung
kann also keine scharf begrenzte und unterscheidbare
1 r
sein, wie dies in dem Schema angedeutet ist.
Obwohl die Anwesenheit einer Trennschicht für die Erfindung nicht wesentlich ist, wird deren Anwendung doch bevorzugt,
um die Abtrennung des Übertragungsbildes zu erleichtern. Daher ist auch die in der Figur gezeigte Ausführungsform
mit einer solchen Abstreifschicht versehen. Das Aufbringen "
Äbstreifschicht 5 kann in einer üblichen Weise,z.B. durch
Walzauftrag gegen eine glatte Fläche, z.B. die polierte
Fläche einer Metallwalze, erfolgen, wobei die Lösung in der gewünschten Schichtstärke ohne Schwierigkeiten aufgetragen
werden kann.
Die erfindungsgemäßen Bildempfangs elemente können angewendet
werden als Druckplatten in der gleichen Art wie die bisher auf dieser Basis beruhenden (USA-Patentschrift 3 220 837).
Um nun eine erfindungsgemäß verwendete Druckplatte zu erhalten, wird ein photoempfindliches Aufzeichnungsmaterial,
enthaltend eine lichtempfindliche Sxlberhalogenidemulsionsschicht belichtet,z.B. eine schnellentwickelnde Silberjodidbromidemulsion
in Gelatine^ das sich bildende latente Bild wird dann mit einer wäßrig-alkalischen Entwicklerflüssigkeit
oder Masse entwickelt, welche ein Lösungsmittel und einen Entwickler für das Silberhalogenid enthält. Das belichtete
Silberhalogenid wird entwickelt, das nicht-belichtete Silberhalogenid wird in bildgemäßer Verteilung in einen
löslichen Silberkomplex überführt, der dann durch Diffusion
auf das darüber angeordnete Bildempfangsmaterial nach der
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Erfindung übertragen wird, worin ein positives Silberübertragungsbild
aufgebaut wird. Dieses Bild zeichnet sich dadurch
aus, daß das Bildsilber in erster Linie- sich im
Oberflächenbereich befindet. Man wendet übliche Entwicklermassen, wie sie allgemein angewandt werden für Silbersalz-.
diffusionsübertragungsverfahren, an, nämlich enthaltend Alkalien, wie Natrium oder Kaliumhydroxid, zumindest
einen Entwickler für Silberhalogenid, wie Dihydroxybenzol,
Diaminobenzol oder Aminophenol sowie zumindest ein Lösungsmittel für Silberhalogenid, wie Natrium- oder Kaliumthiosulfat.
Es können auch noch verschiedene andere Reaktions-
fc mittel, die bestimmte Funktionen erfüllen,, enthalten sein,
z.B. eine viskose filmbildende Substanz, wie Fatriumcarboxymethylcellulose
oder Hydroxyäthylcellulose, weiters StabilisatorendKonservierungsmittel und dergl. Diese Substanzen können sich von Anfang an in der Entwicklermasse befinden
oder aber auch können die einzelnen Substanzen in einer oder mehreren Schichten des Aufzeichnungsmaterials oder
des Bildempfangsmaterials vorliegen. In diesem Pail erhält
man die gewünschte Behandlungsmasse durch Aufbringen eines wäßrigen Mediums. Nach einer besonders zweckmäßigen.
Ausführungsform ist die Entwicklungs- oder Behandlungsmasse
oder zumindest das hierfür angewandte wäßrige Medium in . einem Kissen oder zerreißbaren Behälter enthalten, wobei
" . sich dessen Inhalt zwischen den einander zugekehrten
Materialien verteilen läßt, wie dies allgemein üblich ist.
Die erfindungsgemäßen Materialien lassen sich für die photomechanische Reproduktion von Strichvorlagen oder andere
Kopien mit besonders hochwertigen kontinuierlich getonten Vorlagen anwenden. Im letzteren Fall wird das photoempfindliche Aufzeichnungsmaterial durch ein Halbtonraster übli-
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eher. Art belichtet. Man erhält eine Halbtonkopie, die sich
nun als Druckplatte zur Herstellung von HalbtondruckerZeugnissen
überragender Originaltreue und Tonqualität eignet.
.Bei diesen Maßnahmen kann das Silberbild der zu reproduzierenden
Vorlage bei üblichen Flach- oder Offsetdruckverfahren
oder anderen Druckwerken angewandt werden, z.B. in der "Multilith Offset Duplicating machine". Bei diesen üblichen
Druckverfahren wird ein Wischwasser angewandt, dies gilt insbesondere für Offset-Maschinen zur Verbesserung der
selektiven Aufnahme der Druckfarbe, z.B. "Colitho 365 High
Speed Solution", das ist eine weitgehend anwendbare Itz- und ¥ischlösung für direktes Bild und sensibilisiertes
Papier sowie für Acetat- und Metalloffsetplatten. Auf einem üblichen Druckwerk kann über Walzen eine fettige Druckfarbe,
z.B. eine schwarze Druckfarbe ("Formulator Ho. 71 Black") aufgetragen werden. Eine solche Druckmaschine
kann eine Geschwindigkeit von 9 000 Blatt je- Stunde haben.
Selbstverständlich kann man aber auch mit anderen bekannten und auch schnelleren Druckmaschinen arbeiten. Auf diese
Weise läßt sich' jede gewünschte Anzahl an Drucken erreichen.
Die Erfindung wird an folgendem Beispiel noch weiter erläutert. .
Als Filmträger diente ein Papier mit einer Schicht aus Polyvinylbutyral. Darauf wurde eine Masse, enthaltend
Silbersulfid, dispergiert in kolloidaler Kieselsäure ( "Ludox." )»
aufgebracht und zwar in einem Verhältnis von0,0256 g Ag auf 1000 g kolloidale Kieselsäure, Schichtstärke weniger als
0,5/U entsprechend einem Auftragsgewicht von etwa 0,054 yug/dm
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(0,5/Ug/sq.ft.). Nach. Trocknen dieser Schicht wurde eine
zweite Schicht aufgebracht» enthaltend Silbersulfid, dispergiert
in kolloidaler Kieselsäure bei einem Verhältnis von 0,256 "g.JLg auf 1000 g kolloidale Kieselsäure in
etwa gleicher Schichtstärke als vorgehende Schichtϊ jedoch
beträgt in dieser die Konzentration an Silbersulfid je Flächeneinheit ungefähr das 1Ofache. Schließlich wurde
eine Trenn- oder Abstreifschicht in 3?orm von Gummiarabicum
aufgebracht.
Das so erhaltene Bildempfangsmaterial wurde nun angewendet zur Herstellung einer Druckplatte und deren Verwendung in
oben aufgeführten Verfahren» Wird die Druckplatte^ auf . einer üblichen Offset-Maschine angewandt, so findet am
Hintergrund keine Farbaufnahme statt, auch nach wiederholtem Auftrag von Druckfarbe und Abdrucken einer größeren Anzahl von
Kopien. Daraus geht hervor, daß mit den erfindungsgemäßen Druckplatten das bei den bekannten auftretende Problem der
Hintergrundverfärbung vermieden ist. Die erhaltenen Druckerzeugnisse, ob es sich nun um Linienkopien oder Halbton—
reproduktionen handelt, erhalten durch Belichten über ein Halb tonrast er, sind hervorragend. Aus vorerst noch nicht
ganz klaren Gründen zeigt das Silberübertragungsbild in dem Bildempfangsmaterial nach der Erfindung eine geringerere
Tendenz hinsichtlich des "Bildabriebs" als bei den bekannten Ausführungsform mit nur einer einzigen bildaufnehmenden
Schicht, worin ein weiterer Vorteil gegenüber den bekannten Haterialien liegt. .
PATENTANSPRÜCHE :
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Claims (10)
1) Bildempfangsmaterial zur Herstellung von Silberübertragungsbildern,
enthaltend einen Filmträger und auf einer Seite davon eine Mehrzahl von einander anliegenden
Teilschichten, wobei jede Teilschicht silberausfällende Keime dispergiert in einer hydrophilen Grundmasse enthält,
und die Konzentration der Keime in den Teilschichten zunehmend größer wird mit steigendem Abstand der Teilschicht
vom Filmträger.
2) Bildempfangsmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß das Gewichtsverhältnis
silberausfällende Keime in einer der Teilschichten gegenüber
der anliegenden Teilschicht etwa 2:1 bis 50:1 beträgt.
3) Bildempfangsmaterial nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet , daß das silberausfällende
Mittel zumindest ein Schwezmetallsulfid innerhalb einer
Grundmasse aus kolloidaler Kieselsäure aufweist.
4-) Bildempfangsmaterial nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet , daß das silberausfällende
Mittel ein Metallsulfid oder -selenid, ein kolloidales Metall, ein Thiooxalat oder Thioäcetamid, vorzugsweise ein Schwermetallsulfid
ist.
5) Bildempfangsmaterial nach Anspruch 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet , daß zwischen dem Filmträger
und der bildaufnehmenden Schicht sich eine hydrophobe
Zwischenlage befindet. '
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6) Bildempfangsmaterial nach Anspruch 1 bis 5i
dadurch gekennzeichnet , daß sich auf
• der bildaufnehmenden Schicht eine «Abstreif- öder Trennschicht
befindet.
7) Bildempfangsmaterial nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewichtsverhältnis der silberausfällenden Keime in der zweiten
Teilschicht zu der ersten Teilschicht etwa 5:1 bis 15:1 beträgt.
8); Bildempfangsmaterial nach Anspruch 1 bis 7*
dadurch gekennzeichnet , daß das Gewichtsverhältnis der siiberausfällenden Keime zu der kolloidalen
Kieselsäure in der zweiten Teilschicht etwa .1:2 000 bis
1:10 000 beträgt.
9) Bildempfangsmaterial nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet , daß die beiden
Teilschichten im wesentlichen gleiche Schichtstärke besitzen und diese maximal 1/U beträgt.
10) Verwendung der Bildempfangsmaterialien der Ansprüche
bis 9 nach Aufbau darin eines Silberübertragungsbildes
als Druckplatte für Flach- oder Offsetdruck.
81XXIV
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