DE211525C - - Google Patents
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- DE211525C DE211525C DENDAT211525D DE211525DA DE211525C DE 211525 C DE211525 C DE 211525C DE NDAT211525 D DENDAT211525 D DE NDAT211525D DE 211525D A DE211525D A DE 211525DA DE 211525 C DE211525 C DE 211525C
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21B—EARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
- E21B19/00—Handling rods, casings, tubes or the like outside the borehole, e.g. in the derrick; Apparatus for feeding the rods or cables
- E21B19/08—Apparatus for feeding the rods or cables; Apparatus for increasing or decreasing the pressure on the drilling tool; Apparatus for counterbalancing the weight of the rods
- E21B19/081—Screw-and-nut feed mechanisms
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand der Erfindung sind Verbesserungen in der Vorschubvorrichtung an drehenden
Gesteinbohrmaschinen mit auswechselbarem Vorschubgetriebe.
Bei den bisherigen Ausführungen der Gesteinbohrmaschinen sind die auswechselbaren Getrieberäder
für verschiedene Vorschubgeschwindigkeiten nur nach Stillsetzen der Maschine aufzusetzen und abzunehmen, und die Getriebe
ίο selbst bilden durch ihre Zwangläufigkeit einen
starren Konstruktionsteil. Trifft demnach der Bohrer auf seinem Wege mehr oder. minder
hartes Gestein oder auf Gesteinshöhlungen, so arbeitet er infolge zwangläufigen, gleichbleibenden
Vorschubs unwirtschaftlich, nämlich mit unnötiger Abnutzung und Zeitverlust.
Vorliegende Erfindung beseitigt diese Nachteile dadurch, daß die Geschwindigkeitsgetriebe
ein- und ausschaltbar sind, so daß sie einen Getriebewechsel während des Maschinenganges
gestatten, währenddessen der Vorschub von Hand vorgenommen werden kann.
Die Aüsschaltbarkeit des zwangläufigen Getriebes ergibt den großen Vorteil, daß bei Vör-Schubänderung
während des Bohrens die Maschine nicht stillgesetzt zu werden braucht; die
Maschine läuft auch nie unter vollem Widerstände an und schließt die Gefahr des Bohrerbruchs
nach Möglichkeit aus.
Auf der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht,
und zwar zeigt:
Fig. ι eine Aufsicht auf die Bohrmaschine, Fig. 2 einen senkrechten Schnitt durch die
Maschine nach der Linie 2-2 der Fig. 1, Fig. 3 eine Seitenansicht der Maschine,
Fig. 4 einen Schnitt durch Fig. 1 nach der
Linie 4-4,
Fig. 5 einen Schnitt durch Fig. 2 nach der Linie .5-5' in verkleinertem Maßstabe.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, besteht die Maschine aus einem Ständer A, in
welchem die angetriebene Hauptwelle B gelagert ist; das auf dem Ende der Welle B sitzende
Schwungrad C wird durch einen Treibriemen in Umdrehungen versetzt. Ein auf der angetriebenen
Welle B sitzendes Schraubenrad D (Fig. 2) ist im Eingriff mit einem Schraubenrad
E, welches vermittels eines Keiles E1- auf
einer Büchse £2 aufgekeilt ist. Diese Büchse
ist zapfenartig in dem Ständer A gelagert und mit einem in eine Längsnut der Hülse F eingreifenden
Keil E3 ausgerüstet. Die Hülse F ist an ihrem vorderen Ende mit einem Bund F1
versehen, welcher vermittels einer Befestigungsschraube f mit der Bohrspindel G verbunden
ist, und zwar derart, daß bei einer Drehung.der Welle B diese Drehung vermittels der Schrauben- ·
räder D und E auf die Büchse E% und die Hülse F
übertragen wird; diese letztere versetzt ihrerseits die Bohrspindel in Drehung. Wird die
Hülse, in' Richtung ihrer Längsachse verschoben, so wird die Bohrspindel von der Hülse F auch
in dieser Richtung mitgenommen und somit der Bohrer in das zu bearbeitende Gestein vorgeschoben.
Aus dem Vorstehenden geht also hervor, daß die Hülse F zwar in der Büchse E2 gleiten kann,
aber die Umdrehungen derselben mitmachen muß, und daß ferner die Büchse E2 von der
Hauptwelle B aus vermittels der Schraubenräder D, E in Drehung versetzt wird. Diese
Einrichtungen sind bei drehenden Gesteinbohrmaschinen an sich bekannt.
Das vordere Ende der Bohrspindel trägt den
ίο gewöhnlichen Bohrer G1, während ihr hinteres
Ende in bekannter Weise in Verbindung mit einem Wasserrohr H steht, durch welches Wasser
durch die Ausbohrung der Bohrspindel dem Bohrer zugeführt werden kann, zum Zweck,
den Bohrer zu kühlen und das Bohrloch ständig auszuspülen.
Zum Vorschieben der Bohrspindel dienen nun folgende Vorrichtungen:
Auf der Hülse F sind die Muttern F2 und F3 aufgeschraubt; gegen letztere legt sich der Kopf einer Büchse Fi an, deren Nabe in das vordere Ende einer hohlzylindrisch geformten Zahnstange I eingreift. An ihrem hinteren Ende wird die hohlzylindrische Zahnstange vermittels einer ähnlichen Büchse und der Mutter F2 begrenzt, wobei die Mutter F2 durch eine Gegenmutter F5 an der Drehung verhindert wird. Die zwischen der Büchse F4· und der Mutter Fs angeordneten Kugeln dienen dazu, die zwischen diesen beiden erwähnten Teilen auftretende Reibung zu verringern. Die hohlzylindrdsche Zahnstange I ist oben mit Zähnen I1 versehen, welche mit einem Zahnrädchen / im Eingriff sind. Dieses Zahnrädchen / ist auf einer in am Maschinengestell A angeordneten Lagern laufenden Welle K montiert. Die Zähne J1 der hohlzylindrischen Zahnstange I können auf dem Umfang der Stange eingefräst sein, oder es kann auf die hohlzylindrische Welle eine gerade Zahnstange aufgeschraubt werden. Die Drehung der Welle K kann entweder vermittels der Hand mit Hilfe des Hebels L eines Zahngesperres und des Schaltrades L1 vorgenommen werden, oder die Welle K kann von der getriebenen Hauptwelle aus durch Ein-' schalten eines Übersetzungsgetriebes zur Verminderung der Umdrehungszahl betätigt werden,
Auf der Hülse F sind die Muttern F2 und F3 aufgeschraubt; gegen letztere legt sich der Kopf einer Büchse Fi an, deren Nabe in das vordere Ende einer hohlzylindrisch geformten Zahnstange I eingreift. An ihrem hinteren Ende wird die hohlzylindrische Zahnstange vermittels einer ähnlichen Büchse und der Mutter F2 begrenzt, wobei die Mutter F2 durch eine Gegenmutter F5 an der Drehung verhindert wird. Die zwischen der Büchse F4· und der Mutter Fs angeordneten Kugeln dienen dazu, die zwischen diesen beiden erwähnten Teilen auftretende Reibung zu verringern. Die hohlzylindrdsche Zahnstange I ist oben mit Zähnen I1 versehen, welche mit einem Zahnrädchen / im Eingriff sind. Dieses Zahnrädchen / ist auf einer in am Maschinengestell A angeordneten Lagern laufenden Welle K montiert. Die Zähne J1 der hohlzylindrischen Zahnstange I können auf dem Umfang der Stange eingefräst sein, oder es kann auf die hohlzylindrische Welle eine gerade Zahnstange aufgeschraubt werden. Die Drehung der Welle K kann entweder vermittels der Hand mit Hilfe des Hebels L eines Zahngesperres und des Schaltrades L1 vorgenommen werden, oder die Welle K kann von der getriebenen Hauptwelle aus durch Ein-' schalten eines Übersetzungsgetriebes zur Verminderung der Umdrehungszahl betätigt werden,
- und zwar wie folgt;
Ein auf der Welle K gleitbar angeordnetes Zahnrädchen K1 (Fig. 1) ist vermittels Nut und
Feder auf der Welle K angebracht, so daß es deren Umdrehung mitmachen muß. Dieses
. Zahnrädchen K1 befindet sich im Eingriff mit
einem Zahnrädchen N, welches auf dem Ende einer ein Wurmrad 2V2 tragenden Welle N1
sitzt (Fig. ι und 4). Dieses Wurmrad 2V2 greift in einen auf der Welle O1 sitzenden Wurm O ein.
" Diese Welle erstreckt sich in der Richtung der Achse der Bohrspindel und trägt an ihrem
,60 anderen Ende zwischen zwei Lagern ein weiteres Wurmrad O2, welches mit einem auf der Hauptantriebswelle
B sitzenden Wurm P im Eingriff steht.
Wenn die Welle B in Drehung versetzt wird, so wird diese Drehung durch den Wurm P auf
das Wurmrad O2 übertragen; dieses dreht die Welle O1, welche ihrerseits vermittels Wurm O
und Wurmrad N2 die Welle N1 dreht; diese
letztere versetzt endlich vermittels der beiden Zahnräder N und K1'die Welle K in Umdrehung.
Bei Drehung der Welle K ist also auch das Zahnrädchen / gezwungen, sich mitzudrehen,
und da dieses in die Zähne der hohlzylindrischen Zahnstange I eingreift, so wird infolgedessen
die Zahnstange / in Richtung ihrer Achse vorwärts bewegt. Bei dieser Bewegung nimmt die
Zahnstange die Hülse F und infolgedessen auch die Bohrspindel G, welche durch die Welle B
in Drehung versetzt ist, mit. Will man nun den Vorschub der Bohrspindel vermittels der
Hand bewirken, so rückt man das Zahnrädchen K1 zur Seite, so daß es den Eingriff mit
dem Zahnrädchen N verliert. Darauf kann der Arbeiter das Sperrgetriebe L1 vermittels des
Hebels L in Bewegung setzen, wodurch die Welle ϊί gedreht und der Bohrer dem Gestein
genähert wird.
Die Welle K wird also vermittels des beschriebenen Vorgeleges von der angetriebenen
Welle Baus in Drehung versetzt. Um nun beim Bohren von Gestein verschiedener Härte die
Zahl der Umdrehungen der Welle K und somit die Vorschubgeschwindigkeit des Bohrers entsprechend
diesen verschiedenen Härtegraden ändern zu können, ist das Rädchen N so angeordnet,
daß es durch ein größeres oder kleineres Rad ersetzt werden kann. Zu diesem Zweck sind die beiden Wellen O1 und N1 ineinem
konsolartigen Gestell Q gelagert, welches in einem am Ständer A angeordneten ringförmigen
Lager Q1 schwingen kann; dieses Ringlager Q1 ist konzentrisch mit der Antriebswelle
B, so daß der Eingriff des Wurmes P mit dem Wurmrad O2 bei einer Drehung des
konsolartigen Gestells Q fortbesteht. An Stelle des Rädchens N sind also nach der Auswechselung
dieses Rädchens größere oder kleinere Zahnräder mit dem sich mit der Welle K
drehenden Zahnrad K1 im Eingriff, und die Umdrehungszahl der Welle K wird entsprechend
dieser neu aufgesetzten Räder vermindert oder vermehrt, während die Welle B selbst mit
ihrer jeweiligen Tourenzahl weiterläuft.
Die Vorwärtsbewegung des Bohrers ist durch die Länge oder besser die Zähnezahl der Zähne
der hohlzylindrischen Zahnstange begrenzt; der Vorschub der Bohrspindel kommt also zum
Stillstand, sobald das Zahnrädchen / den letzten Zahn der Zahnstange / erreicht hat. Die
Zahnstange muß dann zurückgeführt werden, und der Vorschub kann von neuem beginnen.
Trifft der Bohrer bei seiner Vorwärtsbewegung
auf einen Hohlraum, so wird dies sofort dadurch bemerkt werden können, daß kein Spülwasser
mehr aus dem Bohrloch herausfließt, sondern in den Hohlraum strömt. Iii diesem Falle kann
der zwangläufige Vorschub der Bohrspindel sofort ausgeschaltet und der Bohrer vermittels
der Handschaltung schnell durch den Hohlraum hindurchgeschoben werden, bis er auf
der anderen Seite des Hohlraums wieder auf
id das Gestein auf trifft; durch einen einfachen
Handgriff (Verschieben des Rädchens K1) wird dann der maschinelle Vorschub der Spindel
wieder eingeschaltet.
Wenn der Wurm P von seiner Welle B heruntergleiten sollte oder auch abgenommen
werden soll, so kann die zweite Welle O1 leicht mit Hilfe einer. auf einem ihrer Enden angebrachten
Handkurbel gedreht werden. Durch diese Anordnung kann die den Vorschub der Bohrspindel bewirkende Welle K auch ohne
Verwendung des Zahngesperres L1 von der
Welle O1 aus vermittels der Hand gedreht werden.
Claims (2)
1. Vorschubvorrichtung für drehende 'Gesteinbohrmaschinen mit auswechselbarem
Vorschubgetriebe, dadurch gekennzeichnet, daß das auswechselbare Getriebe ein- und
ausschaltbar ist, so daß der Vorschub entweder zwangläufig von der Antriebswelle
aus oder auch unmittelbar von Hand bewirkt werden kann.
2. Vorschubvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Vorschubgetriebe
auf einem konsolartigen Gestell (Q) mittels eines ringförmigen Lagers (Q1) um
die Antriebswelle (B) schwenkbar ist, so daß zwischen Vor schub welle . (K) und Getriebewelle
(O1) ein größeres oder kleineres Getrieberad (N) eingeschaltet werden kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Berlin. Gedruckt in der reichsdruckeimu.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE211525C true DE211525C (de) |
Family
ID=473327
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT211525D Active DE211525C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE211525C (de) |
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- DE DENDAT211525D patent/DE211525C/de active Active
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