DE2114960A1 - Verfahren und Schleifmaschine zum Schleifen einer Vielzahl von Bearbei tungsstellen eines Werkstucks mit einer Schleifscheibe - Google Patents
Verfahren und Schleifmaschine zum Schleifen einer Vielzahl von Bearbei tungsstellen eines Werkstucks mit einer SchleifscheibeInfo
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Description
1 A-245; 1 G-246
Toyoda Koki Kabushiki Kaisha,
Kariya-Shi, Aichi-Ken / Japan
Verfahren und Schleifmaschine zum Schleifen einer Vielzahl von Bearbeitungsstellen eines Werkstücks mit einer
Schleifscheibe
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Schleifen einer Vielzahl von Bearbeitungsstellen eines Werkstücks mit
einer Schleifscheibe in einer Schruppschleifbearbeitung und einer Schlichtschleifbearbeitung sowie eine Schleifmaschine
zur Durchführung dieses Verfahrens.
Schleifmas.chinen zum Schleifen einer Vielzahl von Bearbeitungsstellen
eines Werkstücks, wie z.B. einer Nockenwelle eines Fahrzeugs sind bekannt. Derartige Werkstücke wurden
im allgemeinen in zwei Stufen bearbeitet. In einer ersten Bearbeitungsstufe wurde das Werkstück mittels einer Drehbank
grob bearbeitet. Sodann wurde das Werkstück mittels
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einer Schleifmaschine einer Feinbearbeitung unterzogen um die gewünschte Endabmessung zu erreichen- In dieser
zweiten Bearbeitungsstufe wurden z.B. Nockenwellen mittels einer Nockenschleifmaschine bearbeitet. Die Entwicklung
der Automobilindustrie fährte zu verbesserten Bearbeitungsmethoden derartiger Werkstücke. Demgemäß wurde
der Werkstückrohling vollständig durch Schleifmaschinen bearbeitet. Diese Sehleifbearbeitung wurde am Werkstückrohling
ohne vorhergehendes Abdrehen desselben vorgenommen. Von unbearbeiteten Werkstückrohlingen muß im allgemeinen
eine große Materialmenge entfernt werden, wie z.B. 3 bis 5 mm. Daher bereitete es große Schwierigkeiten, sowohl
die Schruppschleifοperation als auch die Schlichtschleifoperation
am Werkstück mit einer einzigen Schleifmaschine durchzuführen ohne die Arbeitsgenauigkeit, welche
z.B. die Rundheit und die Rauhigkeit des bearbeiteten Werkstückes beeinflußt, herabzusetzen« Daher mußten die Werkstücke
in zwei getrennten Bearbeitungsstufen mittels zwei verschiedenen Schleifmaschinen bearbeitet werden, deren
eine zur Durchführung des Schruppschleifens und deren andere
zur Durchführung des Schlichtschleifens herangezogen
wurde.
In jüngster Zeit wurde auch eine einzige Schleifmaschine vorgeschlagen, mit welcher sowohl die Schruppschieifbearbeitung
als auch die Schlichtschleifbearbeitung durchgeführt werden kann. Wenn jedoch mit einer derartigen Schleifmaschine
ein Werkstück mit einer Vielzahl von Bearbeitungsstellen geschliffen werden soll, so gestaltet sich das
Schleifverfahren äußerst umständlich, zeitraubend und kostspielig. Es muß nämlich jede einzelne Bearbeitungsstelle
für sich zunächst fertiggeschliffen werden, ehe die Schleif-
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bearbeitung an der nächsten Bearbeitungsstelle beginnen
kann. Daher nuß mit dieser Schleifmaschine zunächst eine Bearbeitungsstelle des Werkstücks der Schruppschliffbearbeitung
und unmittelbar danach der Schlichtschleifbearbeitung unterzogen werden. Sodann beginnt die Schleifarbeit
am nächsten Bearbeitungsbereich, welcher ebenfalls zunächst der Schruppschleifbearbeitung und dann der
Schlichtschleifbearbeitung unterzogen wird. Auf diese Weise
werden alle Bearbeitungsstellen geschliffen. Bei einem derartigen Schleif verfahren muß die Schleifscheibe während jedes
einzelnen Bearbeitungszyklus an einer Bearbeitungsstelle abgerichtet werden, nämlich nach Beenden einer jeden Schruppschleifbearbeitung.
Daher sind bei derartigen Schleifverfahren sehr viele Abrichtoperatönen zur Fertigstellung eines
einzigen Werkstückes erforderlich. Hierdurch wird die Bearbeitungszeit
erheblich verlängert und die Schleifleistung herabgesetzt· Darüber"hinaus besteht ein erheblicher Schleifscheibenverschleiß.
Daher ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Verfahren
und eine Schleifmaschine der oben genannten Art zu schaffen, welche durch eine verbesserte Schleifleistung
unter Vermeidung von Leerlaufzeit gekennzeichnet sind und bei geringes Schleifscheibenverschleiß zu großen Arbeitsgenauigkeiten
führen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren zum
Schleifen einer Vielzahl von Bearbeitungssteilen eines Werkstücks
mit einer Schleifscheibe in einer Schruppschleifbearbeitung
und einer Schlichtschleifbearbeitung gelöst, bei dem zunächst alle Bearbeitungsstellen sukzessive einer Schruppschleifbearbeitung
und danach sukessive einer Schlichtschleif-
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bearbeitung unterzogen werden. Die erfindungsgemäße
Schleifmaschine zur Durchführung dieses Verfahrens umfaßt einen ersten der Schruppschleifbearbeitung des Werkstücks
zugeordneten Anschlag für die Zustellbewegung der Schleifscheibe und einen zweiten, der Schlichtschleifbearbeitung
des Werkstücks zugeordneten Anschlag für die Zustellbewegung der Schleifscheibe sowie eine Steuereinrichtung,
welche den ersten Anschlag nach Beendigung aller Schruppschleifbearbeitungen an allen Bearbeitungsstellen
außer Funktion setzt. Erfindungsgemäß kann ferner ein
dritter Anschlag vorgesehen sein, welcher nach Beendigung aller Schruppschlexfbearbextungen in Funktion gesetzt
wird und die Rückfahrbewegung der Schleifscheibe nach jeder
einzelnen Schlxchtschlexfbearbextung begrenzt.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine teilweise geschnittene Ansicht einer erfindungsgemäßen Schleifmaschine;
Fig. 2 einen vergrößerten Schnitt entlang der Linie H-II in Fig. 1;
Fig. 3 einen Schnitt ähnlich der Fig. 2 mit einer abgewandelten Ausführungsform des in Fig. 2
mit den Buchstaben A bezeichneten Bauteils;
Fig. 4 einen Schnitt entlang der Linie IV-IV in Fig. 2;
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Fig. 5 einen Reitstock der erfindungsgemäßen Schleifmaschine
im Schnitt;
Fig· 6 einen Schnitt entlang der Linie VI-VI in Fig. 5»
Fig. 7 eine Detaildarstellung des Vorschubs der erfindungsgemäßen
Schleifmaschine im Schnitt;
Fig. 8 einen Schnitt entlang der Linie VIII-VIII in Fig. 1;
Fig. 9 einen vergrößerten Schnitt entlang der Linie IX-IX in Fig. 1;
Fig. 10 einen Schnitt entlang der Linie X-X der Fig. 8 und
Fig. 11 einen hydraulischen Stromkreis für eine Kompensationseinrichtung
der erfindungsgemäßen Schleifscheibe.
Die Erfindung soll nun anhand einer in Fig. 1 dargestellten Nockenschleifmaschine erläutert werden. Auf einem Maschinenbett
10 ist ein Schleifspindelstock 11 verschiebbar gelagert. Der Schleifspindelstock 11 trägt eine drehbare Schleifspindel
12a. Diese weist an ihrem einen Ende eine herkömmliche Schleifscheibe 12 auf und an ihrem anderen Ende eine Riemenscheibe
15· Ein Antriebsmotor 13 dient zum Antrieb der Schleifscheibe 12 und ist im hinteren Bereich des Schleifspindelstocke
11 gelagert. Die Riemenscheibe 15» welche auf
der Schleifspindel 12a sitzt und eine weitere Riemenscheibe l4, welche auf die Antriebswelle des Motors 13 aufgekeilt
ist wirken über einen Keilriemen 16 zusammen, so daß der Motor 13 die Schleifscheibe 12 über die Riemenscheiben Ik
und 15 und über den Keilriemen 16 antreibt.
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Es ist eine Hydraulik zur Eilvorstellung des Schleifspindelstocks 11 vorgesehen, welche allgemein durch das Bezugszeichen 21a bezeichnet ist und auf dem Maschinenbett 10
gelagert ist. Sie umfaßt einen Zylinder 21 und einen darin verschiebbaren Kolben 22. Durch den Kolben 22 erstreckt
.sich drehbar jedoch nicht axial verschiebbar eine Vorschubspindel
, welche allgemein mit 20a bezeichnet ist. Ein einstückig mit der Vorschubspindel 20a verbundener Gewindebereich
20 greift in einen mit Innengewinde versehenen Block l8a ein, welcher an der Unterseite des Schleifspindelstocks
11 befestigt ist sowie in einen weiteren mit Innengewinde versehenen Block 18, welcher ebenfalls an der Unterseite
des Schleifspindelstocks 11 befestigt ist und eine geringe
axiale Bewegung relativ zu diesem ausführen kann. Zwischen den mit Innengewinde versehenen Blocks 18 und l8a befindet
sich eine Druckfeder 17 j welche den Gewindebereich 20 der Vorschubspindel 20a umgibt und ein etwaiges Spiel zwischen
dieser und den Blocks 18 und l8a verhindert oder eliminiert, Das Maschinenbett 10 trägt eine Anschlagplatte 19, welche
eine Vorwärtsbewegung des Endes der Vorschubspindel 20a
oder des Schleifspindelstocks 11 während der Eilvorstellung beschränkt oder begrenzt. Am rechten Ende der Vorschubspindel
20a ist ein Zahnrad 23 vorgesehen, welches mit einem Zahnrad 25 über ein drehbar am Maschinenbett IO
gelagertes Gegenzahnrad 26 in Wirkverbindung steht. Das1 Zahnrad 25 ist auf eine Antriebswelle 24 aufgekeilt, welche
mit einer Zustelleinrichtung für den Schleifspindelstock
11 in Verbindung steht, welche im folgenden beschrieben werden soll. Im vorderen Bereich oder in demgemäß
Fig. 1 linken Bereich des Maschinenbettes 10 ist ein Paar
von Gleitführungen 27 ausgebildet, welche sich senkrecht
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zur Gleitbahn des Schleifspindelstocks 11 erstrecken und
zur verschiebbaren Lagerung eines Quertisches 28 dienen. Auf diesem ist ein Schwenktisch 32 verschwenkbar gelagert,
welcher eine Spindel 50 und einen Reitstock 70 trägt, wie im einzelnen in Fig. 2 und 5 dargestellt.
Diese dienen zur drehbaren Lagerung eines Werkstückes W, wie z.B. einer Nockenwelle. Die Spindel 30 ist drehbar
auf dem Schwenktisch 32 mittels Lagern 33 und 34 gelagert
und weist in ihrem mittleren Bereich eine Vielzahl von Meisternocken 55 auf, wie in Fig. 2 dargestellt. Die Meisternocken
35 entsprechen in ihrer Gestalt der den Nocken
des Werkstücks W zu erteilenden Gestalt. Ferner ist eine Bremseinrichtung 36 am linken Ende der Spindel 30 vorgesehen,
welche in bekannter Weise zur Steuerung der Drehgeschwindigkeit dient. Die Spindel 30 ist über Universalgelenke
37 und 5$ mit einer Antriebswelle 39 eines herkömmlichen
Untersetzungsgetriebes verbunden. Dieses ist nicht dargestellt. E-S ist mit einem ebenfalls nicht dargestellten
Antriebsmotor verbunden.
Im folgenden soll auf Fig. 4 Bezug genommen werden. Eine Nockenrolle oder Leitrolle 4l ist drehbar in einer Halterung
4:0 gelagert, welche ihrerseits verschiebbar an einem
Rahmen 45 gelagert ist. Die Halterung 4o kann sich parallel zur Achse der Spindel 30 bewegen. Der Rahmen 43 ist am
hinteren Ende eines Spindelstocks 42 befestigt, welcher
auf dem Quertisch 28 sitzt. An der Unterseite der Halterung 4o ist eine Zahnreihe 44 vorgesehen, welche über
Zahnräder 45 und 48 mit einem Schaltstern oder Sternrad
47 in Verbindung steht. Das Zahnrad 45 ist drehbar am
Rahmen 43 gelagert und das Zahnrad 43 ist auf einer weiteren
Welle befestigt, welche drehbar am Rahmen 43 gelagert ist.
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Letztere Welle trägt an ihrem anderen Ende den Schaltstern 47. Der Schaltstern 47 wirkt an Triebstöcken 49 zusammen,
welche auf einer Triebstockstange 48a befestigt ist, welche ihrerseits am Maschinenbett 10 befestigt ist.
Die Triebstöcke 49 sind in vorbestimmten Abständen angeordnet, welche den Abständen zwischen den Nocken des Werkstücks
W entsprechen. Wenn der Quertisch 28 in Längsrichtung auf dem Maschinenbett 10 weitergeschaltet wird, so
daß eine der zu schleifenden Nocken des Werkstücks W in Bezug auf die Schleifscheibe 12 eingestellt wird, so wird
das Sternrad 47 durch ein Zusammenwirken seiner Schlitze
oder Zähne mit den Triebstöcken 49 Schritt für Schritt
geschaltet. Somit wird auch die Halterung 4o schrittweise verschoben. Dies geschieht über die Zahnräder 48 und 45
und über die Zahnreihe 44. Eine Schaltbewegung des Sternrades 47 entspricht einer Verschiebungseinheit der Halterung
4o. Somit wird die Leitrolle oder Nockenrolle 4l von der vorhergehenden Meisternocke zur nächsten Meister- ,
nocke verschoben oder weitergeschaltet.
Im folgenden soll die Einrichtung beschrieben werden, mit
welcher die Meisternocken 35 an die Leitrolle 4l gedrückt
werden. Diese Einrichtung umfaßt ein Paar Federn 50, welche- jeweils mit einem Ende an einer Stange 51 angreifen,
die ihrerseits von in Abstand voneinander angeordneten Armen 52, 52 und von einem Mittelarm 52a gehalten wird,
welche gemäß Fig. 2 und 4 an der Vorderseite des Schwenktisches 32 befestigt sind. Die entgegengesetzten Enden
der Federn 50 sind jeweils mit Gewindehülsen 54 verbunden,
welche durch Verdrehung der Einstellmuttern 53 axial bewegt werden können und welche durch die Keilstifte 55 *n
einer Drehbewegung gehindert werden. Auf diese Weise werden
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die Meisternocken 35 auf dem Schwenktisch 32 durch die
Spannung der Federn 50 an die Leitrolle kl angedrückt. Die Andruckkraft kann durch Änderung der Spannungen der
Federn 50 variiert werden, was durch eine entsprechende Drehung der Einstellmuttern 53 bewirkt werden kann. Fig* 3
zeigt eine weitere Ausführungsform einer Einrichtung zum
Andrücken der Meisternocken 35 an die Leitrolle oder Nockenrolle
4l.Gemäß Fig. 3 ist das obere Ende der Feder 50 mit
einer Gewindehülse 62 verbunden, welche in einen Kolben 6l eingeschraubt ist. Der Kolben 6l befindet sich verschiebbar
in einem Zylinder 6o, welcher im oberen Bereich des Spindelstocks 42 angebracht ist. Wenn von einer nicht dargestellten
Druckmittelquelle ein Druckmittel in die untere Kammer
des Zylinders 6o eingeführt wird, so wird die Feder 50, welche indirekt über die Gewindehülse 62 mit dem Kolben 6l
verbunden ist, nach oben gedehnt, so daß sich die Spannung
der Feder 50 erhöht. Dies führt dazu, daß die Andruckkraft
zwischen der Leitrolle 41 und den Meisternocken 35 automatisch
entsprechend der Schleifart durch Zufuhr von Druckflüssigkeit
in die untere oder obere Kammer des Zylinders 60 verändert werden kann. So kann z.B. während des Schrüppschleifens,
bei dem zwischen Werkstück W und Schleifscheibe 12 ein großer Schleifwiderstand erzeugt wird, eine große
Andruckkraft auf die Nockenrolle 4l ausgeübt werden. Andererseits kann während des Schlichtschleifens» bei welchem
zwischen Werkstück W und Schleifscheibe 12 ein relativ
geringer Schleif widerstand erzeugt wird, eine relativ geringere
Andruckkraft auf die Nockenrolle 4l ausgeübt werden»
so daß eine Deformation der Bauteile der Werkzeugmaschine,
wie z.B. der Schleifspindel 12a oder dgl. sowie
Werkstücks W verhindert werden.
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Die Gewindehülse 62 kann ferner durch eine Drehung des Kolbens 61 axial bewegt werden. Dies kann z.B. mittels
eines dünnen Stiftes oder dgl. erfolgen, welcher in ein Loch 6lb im oberen Bereich 6la des Kolbens 61 eingesteckt
wird. Die Hülse 62 wird durch einen am Spindelstock 42 befestigten Stift 63 an einer Drehbewegung gehindert.
Demgemäß kann die Ausgangszugspannung der Feder 50 verändert werden, indem man den Kolben 6l verdreht,
wobei die Andruckkraft der Meisternocken 35 gegen die Nockenrolle 4l geändert wird.
Gemäß Fig* 4 ist ein Zylinder 65 auf der Vorderseite des
Spindelstocks 42 ausgebildet, welcher zwischen den vertikal ausgerichteten Federn 5Ö angeordnet ist, wie in Fig. 2
mit strichpunktierten Linien dargestellt ist. Gemäß Fig. ist ein Kolben 66 verschiebbar in dem Zylinder 65 gelagert
und eine Kolbenstange 67 erstreckt sich von diesem Kolben abwärts und stößt an einer Rolle 68 an, welche drehbar
am rechten Ende des Armes 52a befestigt ist. Somit wird der Arm 52a durch die Abwärtsbewegung des Kolbens 66
nach unten gedrückt, wodurch die Leitrolle oder Nockenrolle 4l und die Meisternocken 35 außer Eingriff gebracht
werden, wie in Fig. 4 mit ausgezogenen Linien dargestellt. In dieser Stellung wird ein Zusammenstoßen der Meisternocken
35 und der Noekenrolle 4l vermieden. Somit kann
die Noekenrolle 4l Von der vorherigen Meisternocke zur nachfolgenden Meisternocke verschoben werden oder das
Werkstück W kann von der Schleifmaschine abgenommen werden oder in die Schleifmaschine eingesetzt werden. Bei der
Aufwärtabewegung des Kolbens 66 wird der Schwenktisch
zur NöokeriroHe 4l hin verschwenkt, so daß eine der Meisternocken
35 an der Nockenrolle 4l angreift ^ worauf die nächste
Schleifoperation durchgeführt werden kann.
Die Aufwärtsbewegung des Kolbens 66 wird so rasch durchgeführt, daß ein Drosselventil 69 im oberen Bereich des
Kolbens 66 eingebaut ist, um die Strömung des Druckmediums aus der oberen Kammer des Zylinders 65 zu drosseln, wenn
der Kolben 66 sich seinem oberen Hubende nähert. Demgemäß wird die Aufwärtsbewegung-des Kolbens 66 verlangsamt,
damit ein abruptes Anstoßen der Meisternocken 35 an der Nockenrolle kl vermieden wird und eine Beschädigung der
Meisternocken 35 ausgeschlossen wird.
Gemäß Fig. 1 ist eine hydraulische Einrichtung 29 am Maschinenbett
10 befestigt, welche wirkungsmäßig mit dem Quertisch 28 verbunden ist, welcher den Schwenktisch 32
und den Spindelstock k.2. trägt. Diese hydraulische Einrichtung
dient dazu den Quertisch 28 entlang der Gleitführungen 27 in Querrichtung hin und her zu bewegen. An der
Vorderseite des Quertisches 28 ist eine Markierungsplatte 28a befestigt, welche eine Vielzahl von Kerben mit vorbestimmten
Abständen aufweist. Diese Kerben sind nicht dargestellt. Ein ebenfalls nicht dargestellter Stift ist
an der Vorderseite des Maschinenbettes 10 befestigt und greift in die mit Abstand voneinander angeordneten Kerben
der Markierungsplatte 28a ein. Dies geschieht mittels einer herkömmlichen Indexeinrichtung. Die Kerben sind
mit gleichem Abstand voneinander angeordnet wie die Nocken der Nockenwelle* Daher wird beim Eingriff des Stiftes in
eine der Nocken der Markierungsplatte oder Indexplatte 2fia eine der zu schleifenden Nocken auf die Schleifscheibe
12 eingestellt.
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Gemäß Fig. 5 und 6 ist der Reitstock 70 über ein stationäres Bauteil 87 am gegenüberliegenden Ende der Spindel
30 auf dem Schwenktisch gelagert. Der Reitstock 70 dient zur drehbaren Halterung des Werkstücks W. Eine Teleskophülse
oder Pinole 73 trägt eine Körnerspitze 72 und ist verschiebbar in einem Reitstückkörper 71 gelagert, welcher
auf dem Schwenktisch 32 befestigt ist. Das Vorstrecken der Körnerspitze 72 wird mittels einer Feder 7^ bewirkt,
welche zwischen dem rechten Stirnende der Hülse 73 und einer Stellschraube 77 sitzt. Diese Stellschraube 77
ist in einen Kolben 76 eingeschraubt, welcher verschiebbar
in einem Zylinder 75 sitzt. Letzterer ist im rechten Bereich des Reitstockkörpers 71 befestigt und dient zur
Variierung der Federkraft der Feder 7^· Hierzu wird ein
Knopf 78 gedreht, welcher einstückig mit dem Außenende
der Stellschraube 77 ausgebildet ist· Darüber hinaus kann die Druckspannung der Feder 7^ oder der Druck der
Körnerspitze 72 gegen das Werkstück W automatisch geändert werden, indem man die Zufuhr eines Druckmediums in
die linke oder rechte Kammer des Zylinders 75 steuert. Demgemäß wird der Druck der Körnerspitze 72 gegen das
Werkstück automatisch und simultan geändert, wenn vom Schruppschleifen auf Feinschleifen umgestellt wird. Es
muß bemerkt werden, daß der Schleifspindelstock 11 während
des Schruppschleifens mit einer hohen Vorschubgeschwindigkeit bewegt wird, wie z.B. mit 10 mm/min· Daher
muß der Druck der Körnerspitze 72 erhöht werden um ein
Zurückschieben derselben aufgrund des Schleifwiderstandes zu vermeiden. Andererseits kann während des Feinschleifens
oder Schlichtschleifens, bei dem der Schleifspindelstock
11 mit einer relativ langsamen Geschwindigkeit bewegt wird und der Schleifwiderstand demgemäß geringer ist,
der Druck der Körnerspitze 72 erniedrigt werden. Bei einem
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großen Druck der Körnerspitze 72 gegen das Werkstück W wird dieses beansprucht und deformiert und beginnt aufgrund
der Verbiegung zu flattern oder schleudern. Hierdurch wird die Arbeitsgenauigkeit herabgesetzt.
Am Innenende der Hülse 73 ist einstückig ein Kolben 86 ausgebildet, welcher in einem am hinteren Ende des Reitstockkörpers
71 ausgebildeten Zylinder 85 verschiebbar gelagert ist. Daher kann die Körnerspitze 72 automatisch
vorgeschoben und vom Werkstück W zurückgezogen werden indem man die Zufuhr eines Druckmediums in die linke Kammer
des Zylinders 85 oder dessen Ausströmen aus dieser Kammer steuert. Die Hülse 73 wird durch einen in den Reitstockkörper
71 eingeschraubten Stift 79 an einer Verdrehung gehindert, was in Fig. 6 dargestellt ist. Auf der
dem Stift 79 gegenüberliegenden Seite ist die Hülse 73 teilweise mit einer Zahnreihe 73a versehen. Die Zahnreihe
73a kämmt mit einem Ritzel 82, welches einstückig an einer Vertikalwelle 8l ausgebildet ist, die in dem Reitstockkörper
71 drehbar gelagert ist. Ein Hebel 8O ist mit der
Vertikalwelle 8l verbunden, so daß die Körnerspitze 72
manuell durch Betätigen des Hebels 8O auf das Werkstück W zu und von diesem wegbewegt werden kann.
Der Reitstockkörper 71 ist auf einem stationären Bauteil 87 derart gelagert, daß er in einer zur Achse der Körnerspitze
72 senkrechten Richtung verschoben werden kann. Der Reitstockkörper 71 kann auf diesem Bauteil mittels herkömmlicher
Befestigungseinrichtungen, wie z.B. nicht dargestellten Bolzen in einer gewünschten Lage befestigt werden.
Es sind Stellbolzen 88 vorgesehen, welche in den Reitstockkörper 71 eingeschraubt sind und zur Einstellung der
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Relativposition der Körnerspitze 72 in Bezug auf die
Spindel 30 dienen oder zur Modifizierung des am Werkstück W ausgebildeten konischen. Bereichs.
Im hinteren Bereich des Schleifspindelstocks 11 ist ein Abrichtgerät 90 vorgesehen (Fig« 1). In einem Abrichtgehäuse
91 ist eine Hülse 93 angeordnet, welche an ihrem der Schleifscheibe 12 zugeordneten Vorderende ein Diamantabrichtwerkzeug
92 trägt. Am anderen Ende der Hüls 93 ist
in bekannter Weise eine Zustelleinrichtung 94 vorgesehen,
welche das Abrichtwerkzeug 92 intermittierend in Richtung
auf die Schleifscheibe 12 zustellt- Die Zustelleinrichtung 94 wirkt mit einer Kompensationseinrichtung 98 zusammen,
welche mit dem rechten Ende der Antriebswelle 24 verbunden ist und zur Kompensation der Abnützung der
Schleifscheibe 12 dient. Wenn nach der Zustellung des
Diamantabrichtwerkzeuges 92 eine Abrichtoperation beendet
ist, so wird der Schleifspindelstock 11 um eine Strecke
in Richtung auf die Schleifscheibe 12 bewegt, welche der Zustellung des Abrichtwerkzeuges 92 entspricht. Hierdurch
wird eine Kompensation der Abnützung und Abrichtung der Schleifscheibe in Form einer Veränderung der Position
der Schleifscheibe 12 relativ zum Werkstück W vorgenommen. Das Abrichtgehäuse 91 ist verschiebbar auf einer Schlittenführung
95 gelagert, welche auf dem Schleifspindelstock
ausgebildet ist und zur Bewegung des Abrichtgerätes parallel zur Achse der Schleifscheibe 12 dient. Es ist eine hydraulische
Einrichtung 96 vorgesehen, welche zur Hin- und Herbewegung
des Abrichtgerätes 90 dient, so daß die Schleifscheibe 12 abgerichtet werden kann. Bei einem deratigen
Abrichten der Schleifscheibe 12 ist es bevorzugt, den Ab-
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richtvorgang zu modifizieren, je nachdem ob eine Schruppschleifarbeit
oder eine Schlichtschleifarbeit durchgeführt
werden soll. So kann das Abrichten einer Schleifscheibe für das Schruppschleifen mit einer relativ großen Abrichtgeschwxndigkext
erfolgen, wodurch die Schleifscheibe 12 derart geschärft wird, daß eine große Schleifleistung erzielt
wird. Falls andererseits die Abrichtgeschwxndigkext zur Vorbereitung der Schleifscheibe für das Schlichtschleifen
gering ist, so wird eine relativ glatte Fläche auf der Schleifscheibe 12 erzeugt. Hierdurch wird ein hohes
Maß an Genauigkeit in Bezug auf die Rauhigkeit und die Rundheit des Werkstücks W erhalten. Diese Veränderung der Abrichtarbeit
kann in herkömmlicher Weise praktiziert werden, z.B. durch Drosselung der Strömung eines Druckmediums in
die hydraulische Einrichtung 96 mittels eines Drosselventils
.
Im Folgenden soll mit Bezugnahme auf die Fig. 71 8» 9 und
10 die Zustelleinrichtung für den Schleifspindelstock 11 beschrieben werden.
Gemäß Fig. 7 erstreckt sich die Antriebswelle 2k über die Vorderseite des Maschinenbettes 10 hinaus und ist an ihrem
Vorderende mit einem Handrad 110 verkeilt. Konzentrisch zur Antriebswelle 2k ist ein Lager 101 vorgesehen, welches
an der Vorderseite des Maschinenbettes 10 befestigt ist. In dem Lager 101 ist ein zylindrisches Bauteil 102 drehbar
gelagert, welches die Antriebswelle 2k konzentrisch und drehbar aufnimmt. Am rechten Endbereich des zylindrischen
Bauteils 102 ist ein Ritzel 103 ausgebildet, welches mit einer Zahnreihe 123 an einer Vorschubeinrichtung 120 kämmt.
Einstückig mit dem mittleren Bereich des zylindrischen Bau-
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teils 102 ist ein Flansch 105 ausgebildet, welcher einen Vorsprung 104 aufweist. Eine zylindrische Bohrung 106 im
Vorderbereich des zylindrischen Bauteils 102 nimmt axial verschiebbar einen Kolben 108 auf. Dieser wird durch einen
Keil 107 an einer Verdrehung gehindert. An der linken Seite des Kolbens 103 ist eine konische Kontaktfläche 108a ausgebildet,
welche mit einer entsprechenden konischen Kontaktfläche lila an einem Kupplungsteil 111 in Reibverbindung
gebracht werden kann. Das Kupplungsteil 111 ist am Handrad 110 befestigt. Ein Druckmedium kann von einer nicht
dargestellten Druckmediumquelle über einen Eingang 116 und einen Kanal 115 in die rechte Kammer 109 der zylindrischen
Bohrung 106 eingeführt werden. Wenn hierdurch der Kolben 103 nach links bewegt wird, so werden die Kontaktflächen
108a und lila in Reibverbindung miteinander gebracht.
Wenn andererseits die 'rechte Kammer 109 nicht mit Druckmedium beaufschlagt wird, so gelangen die konischen
Kontaktflächen 103n und lila durch die dazwischen vorgesehene Feder 117 außer Eingriff. Demgemäß wird der Schleifspindelstock
11 durch die Vorschubeinrichtung 120 automatisch nuf das Werkstück W zubewegt wenn die Reibkontaktflächen
108a und lila aneinander angreifen. Wenn andererseits die Reibkontaktflächen 108a und lila nicht miteinander
in Eingriff stehen so kann der Schleifspindelstock 11 manuell auf das Werkstück W zu und von diesem wegbewegt
werden indem man das Handrad 110 betätigt oder der Sclilexfspxndelstock 11 kann in eine gewünschte Position
relativ zum Werkstück W eingestellt werden. Ein Einstellring 112 ist mittels eines in den Einstellring 112 eingo-
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schraubten Bolzens 113 fest mit dem zylindrischen Bauteil 102 verbunden und weist einen Anschlagstift 114 auf welcher
an einem nicht dargestellten, am Maschinenbett 10 vorgesehenen Anschlag angreift. Dieser Anschlagstift begrenzt
die Strecke, um welche der Schleifspindelstock 11 zurückgestellt werden kann. Der Abstand zwischen dem Anschlag
und dem Anschlagstift Il4 kann durch Lösen des Bolzens 113 eingestellt werden, wodurch der Schleifspindelstock
11 zur gewünschten Position zurückgezogen werden kann.
Auf der Drehbahn des Vorsprungs 104 des Flansches 105 ist ein erstes Anschlagbauteil 130 vorgesehen, welches
den Vorschub des Schleifspindelstocks 11 während des
Schruppschleifens begrenzt. Ferner ist ein zweites Anschlagbauteil
l40 vorgesehen, welches den Vorschub des Schleifspindelstocks 11 während des Schlichtschleifens
begrenzt. Diese Einrichtungen sollen im Folgenden näher erläutert werden. Es wird hierzu auf die Fig. 7 und 8
Bezug genommen. Das erste Anschlagbauteil I30 umfaßt einen
Zylinder 132 und einen Koiben 133· Es ist an einem sektorartigen
Bauteil I3I befestigt. Eine Kolbenstange 13^ des
Kolbens 133 wirkt als Anschlagelement, wenn der Kolben I33 gemäß Fig. 7 seine linke Stellung eingenommen hat.
Dies ist der Fall, wenn der Kolben 133 von einem Druckmedium beaufschlagt ist, welches über ein Umschaltventil
oder VTechselventil I36 von einer herkömmlichen Druckmittelquelle
P zugeführt wird. Das sektorartige Bauteil 13I ist verstellbar an der Vorderseite des Maschinenbettes 10 mittels
Stiften I35 befestigt. Die Stifte 135 sitzen in entsprechenden
Langlöchern L31a, welche in dem sektornrtigen Bauteil I3I ausgebildet sind und dazu dienen, die relative
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Lage des ersten Anschlagbauteils I30 in. Bezug auf den
Vorsprung 104 zu verändern. Es muß bemerkt werden, daß die Relativlage des ersten Anschlagbauteils I30 entsprechend
der gewünschten vom Werkstück W zu entfernenden Materialmenge geändert werden kann.
Das zweite Anschlagbauteil l4o ist am Maschinenbett 10 und benachbart zum ersten Anschlagbauteil I30 befestigt.
Es umfaßt einen Anschlag 142, welcher verschiebbar in einem Halteblock l4l gelagert ist, der seinerseits am Maschinenbett
10 befestigt ist. Am oberen Ende des Anschlags l42 ist eine geneigte FXäche l42a vorgesehen, welche zum
Angriff am Vorsprung 104 bestimmt ist. Zwischen dem Halteblock l4l und dem Anschlag l42 ist eine Feder l43 vorgesehen,
welche den Anschlag l42 normalerweise aus einer Position heraushält, in welcher er am Vorsprung 104 angreifen
kann. An der Außenperipherie des Anschlags l42 ist ein Längsschlitz 145 ausgebildet f welcher mit einem
in den Halteblock l4l eingeschraubten Stift l46 zusammenwirkt um eine Verdrehung des Anschlags l42 zu verhindern.
In dem Halteblock l4l ist drehbar eine Welle gelagert, welche an einem Ende einen Gowindebereich 144 aufweist
und am anderen Ende ein Ritzel .1A7· Der Gewindebern ich l44 steht in Schraubverbindung mit dem Anschlag 142 und
dient dazu, diesen Anschlag l42 nach oben oder nach unten zu bewegen (Fig. <
>) je nach Drehung der Wolle. Das Ritzel
.I.47 kämmt mit einer Zahnstange 155» welche an einer Kolbenstange
152 eines Kolbens 151 ausgebildet ist. Der Kolben
I5I ist verschiebbar in einem Zylinder I50 gelagert, welcher
am Maschinenbett 10 befestigt ist. An einem Ende des Zylinders I50 ist eine Abschlußkappe 154 vorgesehen, welche eine
Stellschraube 155 zur Beschränkung der nach rechts gerichteten
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Bewegung des Kolbens 15I dient. Die Begrenzung der nach
rechts gerichteten Bewegung des Kolbens I5I kann durch
Verdrehen der Stellschraube 155 eingestellt werden.
Eine vorbestimmte Menge von Druckmedium wird intermittierend von einem hydraulischen Kreis des Schleifspindelstockvorschubs
120 in die rechte Kammer des Zylinders I50 eingeführt
und zwar bei jedem Ausfahren des Schleifspindelstocks
11 oder nach Beendigung einer Schleifoperation an irgendeiner der Nocken der Nockenwelle oder des Werkstücks
W.
Im Folgenden soll die Kompensationseinrichtung für die Vorwärt
sbegrenzung des Schleifspindelstocks 11 beschrieben werden. Es wird auf die Fig. 11 Bezug genommen. Der Zylinder
150 steht mit einem Wechselventil oder Umkehrventil 200 in
Verbindung. Ferner ist ein Rückschlagventil zwischen dem Zylinder 150 und dem.Umkehrventil 200 in Reihe geschaltet.
Das Bezugszeichen 202 bezeichnet einen Zylinder zur Bestimmung des Ausmaßes der Kompensation des zweiten Anschlagbauteils
1^0. In diesem Zylinder ist verschiebbar ein Kolben
205 vorgesehen. Eine Stellschraube 204 dient zur Bestimmung
des Ausmaßes der Kompensation. Die rechte Kammer des Zylinders 202 ist mit der rechten Kammer des Zylinders
150 über ein zweites Umkehrventil 205 verbunden, welches
in Abhängigkeit von den Drucken in der linken und rechten Kammer des Zylinders 120 hydraulisch betätigt wird. Diese
Verbindung ist bei dem Schaltzustand gemäß Fig. 11 hergestellt. Die linke Kammer des Zylinders 202 ist ebenfalls
mit dem zweiten Umkehrventil 205 verbunden. Das zweite Umkehrventil
205 steht in Verbindung mit dem Zylinder 120 und mit einem dritten Umkehrventil 206. Die linke Kammer
des Zylinders 12O ist ferner über das Umkehrventil 206
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mit einem vierten Umkehrventil 20? verbunden, welches
eine drosselnde Wirkung auf die Strömung ausübt, wenn
das Umkehrventil 207 durch einen Begrenzungsschalter
178 betätigt wird. Dieser Begrenzungsschalter dient zur
Änderung der Vorschubgeschwindigkeit des Schleifspindelstocks 11.
eine drosselnde Wirkung auf die Strömung ausübt, wenn
das Umkehrventil 207 durch einen Begrenzungsschalter
178 betätigt wird. Dieser Begrenzungsschalter dient zur
Änderung der Vorschubgeschwindigkeit des Schleifspindelstocks 11.
Bei dem in Fig. 11 gezeigten Schaltzustand wird Druckmedium über das dritte Umkehrventil 2O6 in den Zylinder 120
eingeführt. Dabei wird das zweite Umkehrventil 205 in die entgegengesetzte Schaltstellung gebracht, so daß der Kolben
203 des Zylinders 202 bewegt wird. Wenn nun ein Begrenzungsschalter
I78 nach einer vorbestimmten Vorstellung des Schleifspindelstocks 11 betätigt wird, so wird das
vierte Umkehrventil 207 in seine entgegengesetzte Schaltstellung gebracht um die Vorschubgeschwindigkeit des
Schleifspindelstocks 11 herabzusetzen. Am Ende der Vorwärtsbewegung des Schleif spindelstocks 11 wird das dx-itte Umkehrventil 2O6 betätigt, so daß der Kolben des Zylinders 120 nun nach rechts bewegt wird. Gleichzeitig wird das
zweite Umkehrventil 205 in die in Fig. Π gezeigte Stellung zurückgeschaltet, so daß der Kolben 203 des Zylinders 202 ebenfalls nach rechts bewegt wird. Das aus der rechten Kommer des Zylinders 202 ausströmende Druckmedium wird in den Zylinder I50 eingeführt, so daß der Kolben I5I nach links bewegt wird (Fig. 8). Diese Bewegung erfolgt in Abhängigkeit von dem Volumen des Druckmediums im Zylinder 202.
Dabei wird die Lage des zweiten Anschlagbauteils 1^0 derart eingestellt, daß die Abnützung der Schleifscheibe
kompensiert wird.
vierte Umkehrventil 207 in seine entgegengesetzte Schaltstellung gebracht um die Vorschubgeschwindigkeit des
Schleifspindelstocks 11 herabzusetzen. Am Ende der Vorwärtsbewegung des Schleif spindelstocks 11 wird das dx-itte Umkehrventil 2O6 betätigt, so daß der Kolben des Zylinders 120 nun nach rechts bewegt wird. Gleichzeitig wird das
zweite Umkehrventil 205 in die in Fig. Π gezeigte Stellung zurückgeschaltet, so daß der Kolben 203 des Zylinders 202 ebenfalls nach rechts bewegt wird. Das aus der rechten Kommer des Zylinders 202 ausströmende Druckmedium wird in den Zylinder I50 eingeführt, so daß der Kolben I5I nach links bewegt wird (Fig. 8). Diese Bewegung erfolgt in Abhängigkeit von dem Volumen des Druckmediums im Zylinder 202.
Dabei wird die Lage des zweiten Anschlagbauteils 1^0 derart eingestellt, daß die Abnützung der Schleifscheibe
kompensiert wird.
Somit wird die Welle 144 intermittierend durch das Zusammen
wirken der Zahnstange I53 und des Ritzels 147 und in Ab-
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hängigkeit von der intermittierenden nach links gerichteten Bewegung des Kolbens I5I rotiert, so daß der Anschlag
142 geringfügig nach unten bewegt wird. Diese Bewegung
wird durch die Schraubverbindung zwischen der Welle l44
und dem Anschlag l42 vermittelt. Daher wird während jeder
Schlichtschleifoperation das Vorderende des Schleifspindelstocks 11 geringfügig vorbewegt und es muß bemerkt
werden, daß durch diese automatische Kompensation eine Variierung oder Veränderung der Endabmessungen des Werkstücks
W aufgrund von Abnützung der Schleifscheibe 12 vermieden wird. Daher können die Nocken des Werkstücks W
stets zu den gleichen gewünschten Endabmessungen geschliffen werden.
Der vorerwähnte Vorschub 120 des Schleifspindelstocks 11
ist im einzelnen in Fig. 9 dargestellt. Er umfaßt einen Zylinder 127» welcher am Maschinenbett 10 befestigt ist
und verschiebbar einen Kolben 121 aufnimmt. Die Zahnreihe 123 ist an einer Kolbenstange 122 des Kolbens 121 ausgebildet
und kämmt mit dem Ritzel 103 des zylindrischen Bauteils
102, so daß der Schleifspindelkopf 11 in Abhängigkeit
von der nach links gerichteten Bewegung des Kolbens 121 gemäß Fig. 9 automatisch vorwärtsbewegt wird. Dies
wird durch die Treibverbindung zwischen den konischen Kontaktflächen 108a und lila ermöglicht. Eine Welle 125
ist in ein Blockbauteil 124 eingeschraubt, welches mit
dem rechten Ende des Zylinders 127 verbunden ist. Das linke Ende der Welle 125 stößt am rechten Ende des Kolbens
121 an und dient als ein Anschlagbauteil, welches im Folgenden
als drittes Anschlagbauteil 128 bezeichnet werden soll. Ein Ritzel 126 ist am anderen Ende der Welle 125
ausgebildet und kämmt mit einer Zahnreihe I63, welche auf
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einer Kolbenstange l62 ausgebildet ist. Mit der Kolbenstange 162 ist einstückig ein Kolben I61 verbunden, welcher
in einem am Maschinenbett 10 befestigten Zylinder I60 verschiebbar gelagert ist. Am verlängerten Bereich
der Kolbenstange 162 ist ein Anschlagelement 164 in Form
einer Stellschraube vorgesehen. Das Anschlagelement 164 ist in einen am Maschinenbett 10 befestigten Arm I65
eingeschraubt uird dient zur Begrenzung der Aufwärtsbewegung des Kolbens Ιοί. Demgemäß kann das Ende der Aufwärtsbewegung
des Kolbens I61 durch Drehen des Anschlagelementes l64 eingestellt werden.
Wenn der Kolben I6I sich nach oben zu bewegen beginnt so
wird die Welle 125 gedreht und bewegt das dritte Anschlagelement 128 nach links, wie in Fig. 9 dargestellt, so daß
dieses sich um eine vorbestimmte Strecke in den Zylinder I27 hineinerstreckt. Diese Bewegung wird durch das Zusammenwirken
der Zahnstange I63 und des Ritzels 126 bewirkt und ist beendet, wenn der Kolben I61 sein Hubende erreicht
oder wenn das obere Ende der Kolbenstange l62 am Anschlagelement l64 anstößt. Demgemäß kann die effektive Hubhöhe
des Kolbens 121 oder das Ausmaß der Bewegung des Schleifspindelstocks 11 variiert werden. Da nun gemäß Fig. 9 die
nach links gerichtete Bewegung des Kolbens 121 die Vorwärtsbewegung des Schleifspindelstocks 11 bewirkt und da die
nach rechts gerichtete Bewegung des Kolbens 121 das Zurückfahren des Schleifspindelstocks 11 bewirkt, kann die Begrenzung
der Rückfahrbewegung des Schleifspindelstocks derart verändert werden, daß sie nahe bei dem Punkt zu liegen
kommt, an dem nach Beendigung des Schruppschleifens die Schruppschleif-Vorwärtsbewegung gestoppt wird.
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- 23 - 21U960
Wenn nun beim Betrieb der erfindungsgemäßen Einrichtung
alle Nocken des Werkstückes W grob geschliffen sind wird das oben erwähnte erste Anschlagbauteil I30 durch Zurückziehen
der Kolbenstange 13^ außer Funktion gesetzt und gleichzeitig wird der Kolben I6I nach oben bewegt, wodurch
der Endpunkt des Zurückfahrens des SchleifSpindelstocks 11 verändert wird. Danach werden an den verschiedenen
Nocken des Werkstücks W die Feinschliffarbeiten oder
Schlichtschleifarbeiten sukzessive durchgeführt. Diese
Einengung der Rückfahrbewegung des Schleifspindelstocks
dient der Eliminierung von Leerlaufschleifzeit. Es ist
selbstverständlich sehr schwierig die Leerlaufschleifzeit
vollständig zu eliminieren, durch eine geeignete Einstellung der Position des Anschlngelementes 164 zur Veränderung
des Endpunktes der Rückinhrbewegung des Schleifspindelstocks
11 vor dem Sclilichtschleifen einer jeden Nocke kann
jedoch die Leprlaufschleifzeit soweit wie möglich auf ein
Minimum herabgedinickt werden.
Im Folgenden soll auf die Fig. 7> 8 und 10 Bezug genommen
werden. Neben dem Flansch 10 5 ist ein Zahnrad 170 fest mit dem zylindrischen Bauteil 102 verbunden. Dieses Zahnrad
kämmt mit einem weiteren Zahnrad 173 über ein Gegenzahnrad 171» welches über eine Welle 184 und eine Halteplatte I86
drehbar am Maschinenbett 10 befestigt ist. Das Zahnrad 173 ist drehbar auf einer Stellwelle 172 gelagert, welche
drehbar in der am Maschinenbett 10 befestigten Platte I86 gelagert ist. Ferner ist ein Zahnrad 175 neben dem Zahnrad
173 vorgesehen und fest mit der Stellwelle 172 verbunden. Dieses Zahnrad 175 kämmt mit einem Zahnrad 177, welches
über eine Welle I85 und die Halteplatte I06 drehbar am
Maschinenbett 10 gelagert ist. Das Zahnrad I77 umfaßt ein
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Anschlagelement I76, welches mit einem Begrenzungsschalter
178 zusammenwirkt, der am Maschinenbett 10 befestigt ist. Der Begrenzungsschalter I78 dient zur Änderung der Vorschubgeschwindigkeit
des Schleifspindelstocks 11. Wenn», nämlich der Begrenzungsschalter I78 betätigt wird, so
wird die Strömung des Druckmediums aus dem Zylinder 127 zum Vorschub des Schleifspindelstocks 11 gedrosselt oder
auf einen kleineren Wert herabgedrückt.
Auf der Stellwelle 172 ist eine Hülse 18I verschiebbar
gelagert« Diese trägt an einem Ende einen Stellknopf I80 mit einer Anzeigemarke. Mit dem anderen Ende kann diese
Hülse am Zahnrad 173 anstoßen. Die Hülse I8I kann mittels
der Stellwelle 172 über einen daran befestigten Verbindungsstift 187 gedreht werden. Ferner ist ein Bolzen l82 vorgesehen,
welcher sich durch den Stellknopf I80 erstreckt und in das Ende der Stellwelle 172- eingeschraubt ist. Wenn bei
dieser Konstruktion der Bolzen 182 durch Drehen desselben angezogen wird, so wird die Hülse !Bi auf das Zahnrad 175
zubewegt«, Dabei wird ein Druck der Hülse J8l über das Zahnrad
I73 auf das Zahnrad 175 ausgeübt. Hierdurch wird eine
Reibungsverbindung zwischen diesen Zahnrädern ausgeübt, so daß das Zahnrad 173 mittels der Stellwelle 172 rotiert werden
kann.
Demgemäß wird die Drehung des Zahnrades I70 über die Zahnräder
1719 1731 I75 und 177 auf das Anschlagelement I76
übertragen j so daß der Begrenzungsschalter I78 betätigt
wird. Wenn andererseits der Bolzen 182 gelöst ist, so wird die Hülse Iß! aus ihrer Reibverbindung mit dem Zahnrad 175
befreit und das Zahnrad 173 kann nicht gemeinsam mit der
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Stellwelle 172 rotieren. Demgemäß wird die Drehung des Zahnrades 170 nicht auf das Anschlagelement I76 übertragen.
Vielmehr dreht sich das Zahnrad 173 auf der Welle 172 im
Leerlauf. Da der Stellknopf I60 unabhängig vom Zahnrad frei gedreht werden kann und da die Drehung des Stellknopfes
I80 lediglich über die Welle 172 und das damit verbundene Zahnrad 175 auf das Zahnrad 177 übertragen wird,
so kann die Stellung des Anschlagelementes I76 leicht
durch Drehung des Stellknopfes I80 eingestellt werden.
Im Folgenden wird die Arbeitsweise der erfindungsgemäßen Schleifmaschine beschrieben.
Das Werkstück W oder die Nockenwelle mit einer Vielzahl von zu schleifenden Nocken wird in zwei Arbeitsstufen bearbeitet.
In der ersten Bearbeitungsstufe werden alle Nockenbereiche des Werkstücks W im Schruppschliff behandelt.
In der zweiten Stufe werden alle Nockenbereiche des Werkstücks W im Schlichtschliff behandelt. Vor Beginn der
ersten Bearbeitungsstufe werden die hydraulischen Einrichtungen und die anderen Einrichtungen für das Schruppschleifen
eingestellt. Das erste Anschlagbauteil 13O wird durch Verschieben des Kolbens 133 nach links in Funktion gesetzt,
(siehe Fig. 7) so daß der Vorlauf des Schleifspindelstocks
1.1 bei jeder Bewegung desselben in Vorwärtsrichtung begrenzt wird. Das dritte Anschlagbauteil 128 wird
durch Zurückziehen des Kolbens I6I außer Funktion gesetzt.
Die Position des Stiftes Il4 wird derart eingestellt, daß
der Rücklauf des Schleifspindelstocks 11 begrenzt ist. Die Position des Anschlagelementes I76 in Bezug auf den
Begrenzungsschalter 178 wird durch Lösen des Bolzens I.o2
und durch Drehen des Stellknopfes I80 so eingestellt, daß
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der Begrenzungsschalter betätigt wird kurz bevor der
Schleifspindelstock 11 seine Vorlaufgrenze erreicht. Nach dieser Einstellung wird der Bolzen lO2 wieder angezogen.
Demgemäß kann der Begrenzungsschalter 173 kurz
nach Beginn des Schlichtschleifens betätigt werden. Demgemäß kann der Schleifspindelstock 11 während der Schlichtschleifstufe
mit einer Vorschubgeschwxndxgkeit auf das Werkstück W zubewegt werden, welche der Schruppschleifgeschwindigkeit
entspricht. Nach dem Angreifen der Schleifscheibe 12 am Werkstück W wird die Vorschubgeschwxndxgkeit
des Schleifspindelstocks 11 durch Betätigung des Begrenzungsschalters
178 verringert.
Die Kolben 22 und 121 der hydraulischen Einrichtungen 21a
und 120 werden in iire Ausgangsposition zurückgezogen und
der Schwenktisch 32 wird durch die Abwärt sbewe gun er des
Kolbens 66 zurückgezogen, so daß die Meisternocken 35
außer Eingriff mit der Nockenrolle 4l gebracht werden. Nun kann der Werkstückrohling W in die Maschine eingesetzt
werden. Nun wird der Quertisch 2<°> derart eingestellt,
daß ein erster zu bearbeitender Nockenbereich des Werkstücks W auf die Schleifscheibe 12 eingestellt ist. Die
Halterung 4θ wird in Abhängigkeit von der Bewegung des Quertisches 28 über die Zahnreihe 44, die Zahnräder 45,
4i> und 47 und über den Triebstock 49 verschoben. Gleichzeitig
wird dabei die Nockenrolle 4l auf die entsprechende Meisternocke 35 eingestellt.
Die Kolben 6l werden aufwärtsbewegt um die Andruckkraft
zwischen der Nockenrolle 4l und der Meisterriocke 35 zu
erhöhen und der Kolben 76 des Reitstocks 70 wird nach links
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bewegt um die Andruckkraft der Körnerspitze 72 zu erhöhen
.
Nunmehr wird der Kolben 66 nach oben bewegt, so daß die Meisternocke 55 an der Nockenrolle kl angreift. Wenn
die Spindel 50 zu rotieren beginnt, so fängt auch das
Werkstück ^O an sich zu drehen und Schwingbewegungen auszuführen.
Sodann wird der Schiedfspindelstock 11 im Eilgang mittels der hydraulischen Einrichtung 21n auf das
Werkstück W zubewegt bis das Vorderende der Vorschubwelle 20a am Anschlag- 10 angreift. Gleichzeitig wird die hydraulische
Einrichtung 120 betätigt um den Schleifspindelstock 13 durch die Reibverbindiing; zwischen den konischen
Kontakt flächen 103a und lila vorwärts zu bewegen. Somit
wird an den ersten Nockenbereich des Werkstücks W eine Schruppschleifoperation ausgeführt bis der Vorsprung
des Flansches 305 r.m ersten Anschlagbauteil 150 anstößt
bzw. bis di'.s Werkstück W an der Bearbeitungsstelle eine vorbestimmte Dimension erreicht hat. Nach Ablauf einer
vorbestimmten Ausfeuerzeit wird der Schleifspindelstock
11 im Eil.cang in seine Ausgangs] age zurückgefahren.
Der Ausdruck "Ausfeuerzeit" bedeutet, daß die Vorschubbewegung
der Schleifscheibe gestoppt wird, während die Schleifoperr.t ion fortgesetzt wird. Hierdurch erlangt das
Werkstück Gelegenheit in seine normale Lege oder d.n seinen
normalen Zustand zurückzukehren, nachdem es während des Schleifvorschubs in einem gewissen Maße deformiert wurde.
Die Schleifoperation läuft schließlich aus oder endet schließlich wenn das Werkstück durch das Wegschleifen einer
Ppriphorieschicht vollständig von der Deformation bzw. der
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Spannung befreit ist. Nach dem Zurückziehen des Schleifspindelstocks
11 wird der Quertisch 28 derart verschoben, daß die nächste oder zweite zu schleifende Nocke auf die
Schleifscheibe 12 eingestellt wird, welche mit Abstand von der ersten bereits geschliffenen Nocke angeordnet ist.
Dabei wird wiederum die Nockenrolle 4l auf die nächste Meisternocke 35 eingestellt. Wenn somit der Schleifspindelstock
11 in Richtung auf den nächsten Nockenbereich vorgefahren wird, so kann die nächste Schruppschlexfoperatxon
durchgeführt werden. Auf diese Weise können die restlichen Nockenbereiche des Werkstücks W sukzessive einem Schruppschliff
unterzogen werden.
Nach Ablauf der Ausfeuerzeit an der letzten zu schleifenden Nocke wird das dritte Anschlagbauteil 128 automatisch
durch Betätigung des Kolbens l6l betätigt, wodurch die Rückfahrbewegung des Schleifspindelstocks 11 beschränkt
wird. Auf diese Weise wird der Quertisch 28 automatisch in die Ausgangsposition geschoben, in welcher die erste
zu schleifende Nocke auf die. Schleifscheibe 12 eingestellt ist und die hydraulischen Betätigungseinrichtungen und die
anderen Einrichtungen werden automatisch für die Durchführung der zweiten Bearbeitungsstufe, nämlich der Schlichtschleifstufe
geschaltet. Das erste Anschlagbauteil I30
wird durch Zurückziehen des Kolbens 133 außer Funktion gesetzt, da bei der Schlichtschleifoperation die Vorwärtsbewegung
des Schleifspindelstocks 11 durch das zweite Anschlagbauteil l4o begrenzt wird. Die Kolben 6l und 86 werden
in die entgegengesetzten Positionen gebracht, wodurch die Andruckkraft zwischen der Nockenrolle kl und der Meisternocke
35 bzw. die Andruckkraft der Körnerspitze 72 herab-
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gesetzt werden. Die Umschaltung dieser hydraulischen Einrichtungen
ist an sich bekannt. Diese Operation kann unter Verwendung herkömmlicher Umschaltventile oder dgl. durchgeführt
werden.
Bei dieser Einstellung der Schleifmaschine können an den Nocken des Werkstücks W sukzessive die einzelnen Schlichtschleifoperationen
durchgeführt werden. Der Schleifspindelstock
11 wird durch die hydraulische Einrichtung 21a im Eilgang auf die erste Nocke 2 gefahren bis die Schleifscheibe
12 die erste Nocke fast berührt. Sodann wird der Schleifspindelstock 11 mit einer Vorschubgeschwindigkeit
bewegt, welche der Schruppschleifgeschwindigkeit entspricht.
Daher wird der Nockenbereich des Werkstücks während einer kurzen Zeitdauer mit einer Schruppschleifgeschwindigkeit
geschliffen, bis der Begrenzungsschalter 17$ durch Zusammenwirken
mit dem Anschlag 176 betätigt wird, wodurch
die Vorschubgeschwindigkeit des Schleifspindelstocks 11 in an sich bekannter Weise durch Drosselung der Strömung
des Druckmediums aus dem Zylinder 127 herabgesetzt wird. Somit kann die erste Nocke mit einer herabgesetzten
Schlichtschleifgeschwindigkeit geschliffen werden. Wenn
die zu schleifende Nocke ihre vorbestimmte gewünschte Form
erreicht hat wird der Schleifspindelstock 11 in die neue
Ausgangslage zurückgezogen, welche vorher wie bereits oben beschrieben dirch den Anschlag 128 festgelegt wurde. Diese
Rückfahrbewegung findet nach einer vorbestimmten Ausfeueroperation
statt. In ähnlicher Weise können die zweite und die nachfolgenden Nocken sukzessive einer Schlichtschleifbehandlung
unterzogen worden, bis alle Schleifbehandlungen
vervollständigt sind.
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Die Schleifscheibe 12 kann mittels der Abrichteinrichtungen
90 abgerichtet werden, nachdem alle Nocken des Werkstücks W dem Schruppschliff unterzogen wurden. Diese
Abrichtung der Schleifscheibe 12 kann während einer beliebigen
Schrupp- oder Schlichtschleifoperation durchgeführt werden. Da es nicht erforderlich ist das Abrichten
der Schleifscheibe für jede einzelne Nocke vorzunehmen
können zwischen den einzelnen Abrichtoperationen mehrere Nocken geschliffen werden. Darüber hinaus kann die Abrichtgeschwindigkeit
je nach Schleifart automatisch geändert werden und an der Position des Schleifspindelstocks
11 in Bezug auf das Werkstück W kann gleichzeitig eine Kompensation vorgenommen werden.
Mit der erfindungsgemäßen Schleifscheibe kann ein Werkstück
mit einer Vielzahl von Bearbeitungsstellen in wirksamer Weise geschliffen werden und die Abnützung der
Schleifscheibe wird erheblich herabgesetzt. Darüber hinaus zeigt sich bei Anwendung der erfindungsgemäßen Schleifscheibe
am fertigen Werkzeug eine erhöhte Arbeitsgenauigkeit im Vergleich zu einem Werkstück, bei dem an den verschiedenen
zu schleifenden Bereichen das Schruppschleifen und das Schlichtschleifen alternativ durchgeführt wurden.
Darüber hinaus kann die Ausgangsposition des Schleifspindelstocks vor Beginn des Schlichtschleifens derart eingestellt
werden, daß sie nahe bei dem Ende der Vorschubbewegung für die Schruppschleifoperation liegt. Auf diese
Weise wird Leerlaufzeit wählend des Schleifens im wesentlichen eliminiert, wodurch die Schleifleistung verbessert
wird.
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Claims (1)
- - 31 - 21U960PatentansprücheVerfahren zum Schleifen einer Vielzahl von Bearbeitungsstellen eines Werkstücks mit einer Schleifscheibe in einer Schruppschleifbearbeitung und einer Schlichtschleif bearbeitung, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst alle Bearbeitungsstellen sukzessive einer Schruppschleifbearbeitung und danach sukzessive einer Schlichtschleifbearbeitung unterzogen werden.2. Schleifmaschine zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch pinen ersten, der Schruppschleifbearbeitung des Werkstücks (W) zugeordneten Anschlag (130) für die Zustellbewegung der Schleifscheibe (12) und einen zweiten, der Schlichtschleifbenrbeitung dos Werkstücks (W) zugeordneten Anschlag (l4o) für die Zustellbewegung der Schleifscheibe (12), sowie eine Steuereinrichtung (152, 135» I36), welche den ersten Anschlag (I30) nach Beendigung allei- Schruppschleifbearbeitungen an <?llen Dcarbeitungsstellcn nußer Funktion setzt.3. Schleifmaschine nach Anspruch 2, gekennzeic hn e t durch einen dritten Anschlag (12»), welcher nach Beendigung oller Sclvruppschleifbearbeitungen in Funktion gesetzt wird und die Rückfahrbewegung der Schleifscheibe (12) nach jeder einzelnen Schlichtschleifbearbeitung begrenzt.109842/1282k. Schleifmaschine nach Anspruch 3 t dadurch g e k e η η ζ c ich net, daß der dritte Anschlag (128) die Rückfahrbewegung der Schleifscheibe (12) etwa bei der Schruppzustellgrenze stoppt.5. Schleifmaschine nach einem der Ansprüche 2 bis 4, d adurch gekennzeichnet, dnß der erste Anschlag (130) hydraulisch betätigbar ist.6. Schleifmaschine nach einem der Ansprüche 2 bis 5 t ^L adurch gekennzeichnet, daß der zweite Anschlag zur Kompensation des Schleifscheibenverschleißes durch eine hydraulische Kompensationseinrichtung (150, 202 bis 205) verstellbar ist.7. Schleifmaschine nach einem der Ansprüche 3 bis 6, d adurch gekennzeichnet, daß der dritte Anschlag (128) verstellbar ist.8. Schleifmaschine nach einem der Ansprüche 2 bis 7» dadurch gekennzeichnet, daß sie eine Noclcenschlexfmaschxne ist.109842/ 1282
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP45026241A JPS4840872B1 (de) | 1970-03-28 | 1970-03-28 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2114960A1 true DE2114960A1 (de) | 1971-10-14 |
Family
ID=12187794
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19712114960 Pending DE2114960A1 (de) | 1970-03-28 | 1971-03-27 | Verfahren und Schleifmaschine zum Schleifen einer Vielzahl von Bearbei tungsstellen eines Werkstucks mit einer Schleifscheibe |
Country Status (4)
| Country | Link |
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Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3037275A1 (de) * | 1979-10-05 | 1981-04-23 | The Warner & Swasey Co., Cleveland, Ohio | Nockenwellenschleifmaschine und verfahren zum schleifen der nocken einer nockenwelle |
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-
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- 1971-03-27 DE DE19712114960 patent/DE2114960A1/de active Pending
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| JPS4840872B1 (de) | 1973-12-03 |
| US3683558A (en) | 1972-08-15 |
| FR2087880A5 (de) | 1971-12-31 |
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