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DE211460C - - Google Patents

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Publication number
DE211460C
DE211460C DENDAT211460D DE211460DA DE211460C DE 211460 C DE211460 C DE 211460C DE NDAT211460 D DENDAT211460 D DE NDAT211460D DE 211460D A DE211460D A DE 211460DA DE 211460 C DE211460 C DE 211460C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
crackling
gas
move
flickering
light
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT211460D
Other languages
English (en)
Publication of DE211460C publication Critical patent/DE211460C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A63SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
    • A63JDEVICES FOR THEATRES, CIRCUSES, OR THE LIKE; CONJURING APPLIANCES OR THE LIKE
    • A63J5/00Auxiliaries for producing special effects on stages, or in circuses or arenas
    • A63J5/02Arrangements for making stage effects; Auxiliary stage appliances
    • A63J5/023Arrangements for making stage effects; Auxiliary stage appliances for making fire and flame simulations

Landscapes

  • Non-Portable Lighting Devices Or Systems Thereof (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
tiESii
R EICH S PATE NTAMT
PATENTSCHRIFT
- JVl 211460 KLASSE 77g. GRUPPE
FRIEDRICH PREISZ in CHARLOTTENBURG. Künstlicher Kamin.
Zusatz zum Patente 181709 vom 29. September 1905.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 31. Dezember 1907 ab. Längste Dauer: 28. September 1920.
Zur Verbesserung der Nachahmung flackernder Flammen bei dem »künstlichen Kamin« nach Patent 181709 wendet Erfinder folgende ■ Vorrichtung an: Über der Lichtquelle k schwebt ein leichtes Flügelrädchen 1, das in einem leicht spielenden Lager, z. B. mit einem Glashütchen, . auf einer Nadelspitze läuft. An diesem Rädchen hängt ein die Lichtquelle umschließender, möglichst leichter, lichtdurchlässiger Zylinder p, der in zweckentsprechender Weise bemalt ist, um bei der durch die aufsteigende Wärme bewirkten Drehung des Zylinders die Lichtquelle flackernd erscheinen zu lassen. Die Täuschung wird unterstützt durch die — züngelnden - Flammen gleichenden — ziehenden, gleitenden Reflexe, die sich auf den dem Beschauer zugekehrten, von der Lichtquelle beleuchteten blanken unteren Flächen des Flügelrädchens bilden.
ao Da die auf diese Weise künstlich zum Flackern gebrachten Lichtquellen nicht ganz zu sehen sind, sondern hinter dem aufgeschichteten Holz- und Kohlenhaufen des Kamins und zudem noch hinter einer gerippten, rot, gelb.
und blau gefärbten, zwischen Lichtquellen und Haufen geschobenen Glasscheibe r brennen, und man daher von ihnen und ihrem Beiwerk keinerlei Konturen, sondern nur die unregelmäßige Lichtausstrahlung durch die Zwischenräume des Holz- und Kohlenhaufens hindurch sieht, so ist es unmöglich, dieses Licht von demjenigen wirklicher flackernder Flammen zu unterscheiden. .
Einer Unvollkommenheit des »künstlichen Kamins«, die darin besteht, daß nur an drei öder vier Stellen des aufgeschichteten Haufens flackernde Flammen hindurchblinkten — entsprechend der Zahl der verwendeten wirklichen Flammen —, ist dadurch abgeholfen worden, daß durch unter dem Haufen angebrachte, regelmäßig oder unregelmäßig gewellte Spiegelflächen s die wenigen wirklichen Flammen hundertfach reflektiert werden und nunmehr durch jede Lücke des aufgeschichteten Haufens Tiindurchzulodern scheinen.
Zur Nachahmung des Aschkastens werden aschgrau schimmernde Stoffe, wie Tarlatan und Lamettaschnüre, verwendet — in der Zeichnung mit u und υ benannt —, auf die das flackernde Licht fällt'und dort unzählige winzige rote Pünktchen hervorruft, die aufleuchten und alsbald verschwinden, gleich kleinen glühenden Kohlenteilchen, die von oben herabfallen. ■■'■:■
Zur Nachahmung von aus dem Haufen aufschlagenden Flammen und aufsprühenden Funken dient ein im Hintergrunde angebrachter Vorhang i aus Streifen von einem sehr runzligen, gefurchten und welligen, andererseits aber genügend glänzenden Material, z. B. Knister- oder Rauschgold. Diese leicht beweglich aufgehängten Streifen wallen und wehen in der aufsteigenden warmen Luft und spiegeln das auf sie fallende Licht in den phantastischsten und stets wechselnden, flammen- und funkenähnlichen Formen wieder.
60

Claims (4)

Zur Erzeugung eines knisternden Geräusches verwendet Erfinder ebenfalls Knistergoldstreifen z, die — im Ausführungsbeispiel an durch die Wärme gedrehte Flügelräder y gehängt — bei ihrer Bewegung an in ihre Bahn ragende Vorsprünge α anschlagen und dann jedesmal ein täuschendes Knistern hören lassen. Durch feinsetzen einer gleichzeitig - als Staubschutz dienenden durchsichtigen Scheibe χ ίο in die vordere Kaminöffnung, ergibt sich ferner eine täuschende Nachahmung des Rauches. Sie kommt dadurch zustande, daß die Schatten des aufgeschichteten Holz- und Kohlenhaufens i, die von der Hinterbeleuchtung k auf diese Scheibe geworfen werden, infolge des Flackerns der Hinterbeleuchtung auf dieser Scheibe unruhig hin und her wandern .und zucken. Beim Betriebe des Kamins mit Gas erwiesen sich die Gasflammen als zu starr, um sie zum Flackern bringen zu können. Sie werden aber ganz leicht beweglich wie Spiritusflanimen, wenn man den Gasdruck aufhebt oder mindert. Das kann z. B. dadurch geschehen, daß der verwendete Specksteinbrenner am unteren Ende, durch das das Gas eintritt, nur eine ganz feine Öffnung hat, die kleiner ist als die obere öffnung, durch welche die Flamme ausströmt. · Patent-A ν Sprüche:
1. Künstlicher Kamin nach Patent 181709, dadurch gekennzeichnet, daß zur Hervorbringung des Flackerns um die Lichtquellen ein mit einem Flügelrädchen versehener, zweckentsprechend bemalter, lichtdurch lässiger Zylinder sich dreht, während unter dem Rost gewellte Spiegelflächen (s) und im Aschkästen aschgrau schimmernde Stoffe liegen-,' auf die das flackernde Licht fällt, und' im Hintergrunde ein wehender, wallender Vorhang aus Knistergoldstreifen angebracht ist. :
2. Künstlicher Kamin nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an Vorsprünge anschlägende Knistergoldstreifen ein knisterndes Geräusch erzeugen.
3. Künstlicher Kamin nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die vordere Käminöffnung zur Vortäuschung einer Rauchentwicklung durch eine durchsichtige Scheibe abgedeckt ist. :
4. Künstlicher Kamin nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beim Betriebe mit Gas die Gaszufuhr zu den verwendeten Brennern so schwach gemacht wird, daß die Flammen leicht beweglich sind.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT211460D Active DE211460C (de)

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