DE2114332A1 - Vorrichtung zum Einfuehren von Harnroehrenkathetern - Google Patents
Vorrichtung zum Einfuehren von HarnroehrenkatheternInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf medizinische Vorrichtungen und insbesondere auf Vorrichtungen zum Einführen
von Harnröhrenkathetern.
Harnröhrenkatheter werden oft eingeführt, ohne eine Vorrichtung zum Einführen zu verwenden. Dabei entstehen Probleme im
Hinblick darauf, die Behandlungszone aseptisch zu halten und
den Katheter während der Einführung zu handhaben. Bei den gegenwärtig verwendeten Einführungsvorrichtungen muß die Bedienungsperson
für gewöhnlich beide Hände gebrauchen, und zwar die eine, um die Vorrichtung zu halten, und die andere, um
den Katheter durch die Vorrichtung vorzuschieben. Da es ferner notwendig ist, den Katheter im Hinblick auf die Harnröhre genau
auszurichten und die Schamlippen auseinander zu halten, oder so auf den Penis einzuwirken, daß die Harnröhre freiliegt, ist
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manchmal die Hilfe eines Assistenten erforderlich. Ferner
treten Probleme bei der Sterilhaltung und bei der Aufrechterhaltung einer deutlichen Beobachtungsniglichkeit des Vorganges
zur Erleichterung der Kathetereinführung auf. Zur leichteren
Einführen ist eine Schmierung des Katheters zweckmäßig und es muß Sorgfalt darauf verwendet werden, den Katheter in
steriler Weise zu schmieren. Demzufolge besteht ein Bedarf an einer einfachen und wirkungsvollen Vorrichtung zur Einführung
von Kathetern, die in*der Lage ist, die sterile Kathetereinführung zu erleichtern, eine zweckmäßige Katheterschmierung
vorzunehmen, und die Betätigung der Vorrichtung einschließlich des Vorschubes des Katheters mit einer Hand
zu gestatten, so daß die andere Hand der Bedienungsperson freibleibt, um die Ausrichtung und Preilegung der Harnröhre
für eine schnelle und leichte Einführung des Katheters zu unterstützen.
Die vorliegende Erfindung umfaßt allgemein gesehen ein Katheteraufbewahrungsmagazin, Mittel für die Schmierung und
für den Vorschub eines rohrförmigen Harnröhrenkatheters in einer Richtung durch die Vorrichtung und aus der Vorrichtung
heraus, während die Vorrichtung in einer Hand gehalten und gehandhabt wird, und einen in besonderer Weise ausgebildeten
Nasenteil für die genaue Ausrichtung der Vorrichtung an der Harnröhre. Die Vorschubmittel für den Katheter umfassen
einen hohlen Behälter, der im wesentlichen kreisförmigen Querschnitt hat und ein offenes hinteres Ende sowie ein vorderes
Ende mit Kathetersteuermitteln aufweist, die eine öffnung bilden und dazu dienen, die Vorwärtsbewegung einer Uretralkatheterröhre
durch diese öffnung zu gestatten und gleichzeitig ihre Bewegung nach hinten zu verhindern, und mit
Kathetersteuermitteln, die in Abstand hinter diesem Vorderende liegen und eine öffnung bilden, sowie mit elastischen
Mitteln, die die rückwärtig angeordneten Kathetersteuermittel
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und den Behälter für eine wechselseitige Hin- und Herbewegung zwischen zwei in Abstand voneinander liegenden Stellungen miteinander
verbinden. Diese Anordnung bewirkt den Vorschub des Katheters durch die Vorrichtung in einer Richtung.
Die vorliegende Erfindung geht deutlicher aus der nachfolgenden ausführlichen Beschreibung im Zusammenhang mit den
beigefügten Zeichnungen hervor, in denen
Pig. 1 eine schematische 'Perspektivansicht einer ersten Ausführungsform
der Einführungsvorrichtung gemäß der vorliegenden ERfindung ist, inder die Einführungsvorrichtung
in Verbindung mit einem schematisch dargestellten Auffangbeutel gezeigt ist,
Fig. 2 eine schematische,perspektivische Explosivansicht
der in Fig. 1 gezeigten Einführungsvorrichtung,
Fig. 3 eine schematische perspektivische Ansicht einer zweiten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Einführungsvorrichtung,
Fig. 4 eine schematische perspektivische Explosivansicht
der in Fig.. 3 gezeigten Einführungsvorrichtung,
Fig. 5 eine schematische perspektivische Ansicht einer dritten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Einführungsvorrichtung
,
Fig. 6 eine schematische perspektivische Explosivansicht der in Fig. 5 gezeigten Einführungsvorrichtung,
Fig. 7 eine Ansicht, in der die Art und Weise veranschaulicht ist, in der die Einführungsvorrichtungen gemäß der
vorliegenden Erfindung gehandhabt werden,
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Fig. 8 eine schematische perspektivische Ansicht einer vierten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Einführungsvorrichtung,
und
Fig. 9 eine schematische perspektivische Explosivansicht
der in Fig. 8 gezeigten Einführungsvorrichtung.
Eine bevorzugte Ausführungsform der Einführungsvorrichtung
für Harnröhrenkatheter gemäß der vorliegenden Erfindung ist in den Fig. 1 und 2 schematisch in Perspektive gezeigt.
In diesen Figuren ist eine Einführungsvorrichtung 10 für Uretralkatheter gezeigt, die ein Katheterspeichermagazin
12, einen ersten Behälter 14, der über und vordem Magazin 12 angeordnet ist, eine Schraubenfeder 16, die über und vor dem
Behälter 14 angeordnet ist, einen zweiten Behälter 18, der
über und vor der Feder 16 und dem Behälter 14 angeordnet ist, einen Nasenteil 20, der mit dem vorderen Ende des Behälters
verbunden ist, und einen Katheter 22 aufweist, der in der Einführungsvorrichtung 10 angeordnet ist. Wie in den Fig. 1
und 2 gezeigt, ist die Einführungsvorrichtung 10 mit Ausnahme der Feder 16 (die aus Federstahl oder dgl. bestehen kann)
vorzugsweise aus klar durchsichtigem, glattem, selbsttragendem Stoff .geformt, wie z.B. einem Azetat oder einem anderen
thermoplastischen oder wärmehärtbaren Kunststoff von geeigneten Abmessungen. Der Katheter 22 kann aus Kunststoff, Gummi
oder dgl. bestehen und hat im wesentlichen kreisförmigen Querschnitt. Natürlich kann die Einführungsvorrichtung 10
auch in einem oder mehreren anderen geeigneten Stoffen hergestellt werden, einschließlich Gummi, Hartpappe oder dgl.
Das Magazin 12 hat im wesentlichen kreisförmigen Querschnitt und ist vorzugsweise im wesentlichen kegelstumpfförmig
ausgebildet, wie es in den Fig. 1 und 2 gezeigt ist, mit einem breiten hinteren Aufbewahrungsteil 24 und einem schmalen
vorderen Teil 26 mit verengtem Hals, der eine Mittelöffnung
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28 (Katheterdurchgang) bildet. Das hintere Ende 30 des Magazins
12 ist verschlossen, mit Ausnahme einer öffnung 32, und kann
mit einem Pingergriffrand 34 versehen sein, der von dem
Magazin 12 entlang seines Umfangs nach außen absteht. Bei der zusammengesetzten Einführungsvorrichtung 10 liegt vor
der Anwendung ein erheblicher Teil 36 des Katheters 22 in
Form einer engen Spirale in dem Teil 2'I, während ein Teil des Katheters seitlich tangential durch die öffnung 32
herausverläuft, um an eine geeignete Urinauffangeinrichtung,
wie z.B. den Auffangbeutel 40, angeschlossen zu werden. Die Auffangeinrichtung bildet keinen Teil der vorliegenden Erfindung.
Ein Teil 42 des Katheters 22 verläuft in Längsrichtung
nach vorn durch die öffnung 28 und den übrigen Teil der Einführungsvorrichtung 10, um durch Betätigung der
Kathetervorschubmittel abgezogen zu werden,wie es weiter unten ausführlicher beschrieben wird. Die Form des Magazins
12 ist insofern von Bedeutung, als die Querschnittsform
und die Wandform des halsförmig verengten Teils 26 dem Katheter 22 gestatten, abgespult und geradegerichtet zu weruen,
wenn er durch, die Kathetervorschubmittel nach vorne gezogen wird, wie es in den Fig. 1 und 2 gezeigt ist.
Bei der zusammengebauten Einführungsvorrichtung sitzt der Behälter 14 über und vor dem Magazin 12, wobei der rückwärtige
Teil 44 des Behälters in Berührung mit der Außenfläche des
Teils 24 steht. Der Behälter 14 ist hohl und hat im wesentlichen kreisförmigen Querschnitt und vorzugsweise kegelstumpf
form, wie es in Fig. 1 und 2 gezeigt ist, wobei ein offenes hinteres Ende 46 von einem als Fingergriff dienenden,
nach außen verlaufenden Umfangsrand 48 umgeben ist, und ein vorderes Ende ^2 mit Ausnahme eines mittleren Katheterdurchgr.nf:;s
50 verschlossen ist. Dieser Durchgang wird durch nach vorne und innen verlaufende Klappen 54 umgeben, die
an dem Katheter 22 angreifen und seine nach vorn gerichtete Bewegung gestatten aber die nach hinten gerichtete Bewegung
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des Katheters durch die Einführungsvorrichtung 10 verhindern.
Die Umfangsränder 34 und 48 liegen einander an, während das
vordere Ende 52 des Behälters 14 in nach vorn gerichtetem Abstand von dem vorderen Teil 26 des Magazins 24 liegt.
Die Feder 16 ist eine Schraubenfeder und hat einen ausreichenden
Durchmesser, um einen Sitz um die Klappen 54
einzunehmen und an der Innenfläche des vorderen Endes 56
des Behälters 18 anzuliegen, der die gleiche im wesentlichen kegelstumpfförmige Ausbildung haben kann, wie der Behälter
14 (siehe Fig. 1 und 2),-und einen hinteren Teil 58, ein offenes hinteres Ende 60 und einen nach außen verlaufenden
Umfangsrand 62 aufweist. In dem vorderen Ende 56 ist ein
mittlerer Katheterdurchgang 64 vorgesehen, der von vier nach
vorn und innen verlaufenden Klappen 66 umgeben wird, die hinsichtlich ihrer Funktion mit den Klappen 54 vergleichbar
sind. Der Behälter 18 ist etwas größer als der Behälter 14 und sitzt über diesem und wird von dem Behälter 14 durch
die Feder 16 in Abstand gehalten, wie es in den Fig. 1 und 2 gezeigt ist.
Der Nasenteil 20 ist hohl, hat im wesentlichen kreisförmigen Querschnitt und vorzugsweise allgemeine Kegelstumpfform, wobei sein hinterer Teil 68 in Nähe des vorderen Endes
56 des Behälters 18 an diesem beispielsweise durch Klebstoff, Leim usw. befestigt ist. Der Nasenteil kann andererseits
auch einstückig mit dem Behälter ausgebildet sein. Durch diese Anordnung wird ein Zwischenraum 70 zwischen dem vorderen
Ende 56 des Behälters 18 und dem vorderen Ende 72 des
Nasenteils 20 gebildet. Dieser Zwischenraum dient als Schmiermittelkammer 74. Das vordere Ende 72 ist so bemessen,
glatt abgerundet und geformt wie es in den Fig. 1 und 2 gezeigt ist. Ein vertiefter Mittelteil 76 umgibt einen mittleren
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Katheterdurchgang 78, um die Einführung des Katheters in die
Harnröhre zu erleichtern. Die Form des vorderen Endes ist der Art, daß die Schamlippen des weiblichen Patienten leicht
und glatt ohne Unannehmlichkeit getrennt werden können, indem der Nasenteil 20 in Richtung auf die Harnröhre gedrückt wird,
wodurch die Harnröhre freigelegt wird (was vorzugweise durch die durchsichtige Wand der Nase 20 zu beobachten ist) und
wodurch eine leichte Ausrichtung und Anordnung des Katheterdurchgangs 78 an der Harnröhre gestattet wird, um die Einführung
des Katheters zu erleichtern.
Die zusammengesetzte Einführungsvorrichtung 10 ist in Fig. 1 gezeigt. Das Magazin 12 sitzt verschiebbar in dem
Behälter Ik, der Katheter 22 ist darin aufgespult und verläuft
tangential heraus für den Anschluß an den Auffangbeutel ^iO (aus Plastik, Gummi usw.) und in Längsrichtung
nach vorn durch die Katheterdurchgänge 28, 52, 6H und 78
und das vordere 2nde der Einführungsvorrichtung. Zum Zwecke der Veranschaulichung ist der Katheter 22 so gezeigt, als
verlaufe er ein kurzes Stück aus der Einführungsvorrichtung 10 heraus, wenngleich darauf hinzuweisen ist, daß in dem
vorverpackten Zustand der Katheter vollständig in der Vorrichtung eingeschlossen ist. Dies erleichtert das Verpacken
und gewährleistet ferner die Schmierung des vorderen Endes des Katheters, wenn eine Schmierung des Katheters durch
die Vorrichtung vorgenommen wird. Ferner kann das hintere linde 38 des Katheters nach unten durch eine öffnung in
Boden des Speichermagazins 12 verlaufen, wenngleich es vorzugsweise tangential herausverläuft und die Unterseite freiläßt,
so daß die Vorrichtung auf einem Tisch in stabiler senkrechter Stellung abgestellt werden kann. Wie in den
Fig. 1 und 2 gezeigt, kann der Katheter 22 mit einem runden und konisch verjüngten vorderen Ende 80 versehen sein, das
eine öffnung 82 enthält, die in Verbindung mit einem Mitteldurchgang
84 durch den Katheter steht, der dem Auffang von
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Urin dient. Die Schmiermittelkammer 7l\ kann vor Gebrauch teilweise
oder vollständig mit einem geeigneten Schmiermittel ge- ' füllt werden (nicht gezeigt), um die Außenwände des Katheters
22 zu schmieren, wenn der Katheter durch die Schmiermittelkammer fH bewegt wird. Die Einführungsvorrichtung 10 kann in
jeder geeigneten bekannten Weise hergestellt werden, beispielsweise durch Strangpressen, Heißformen und dgl., je nach den
besonderen Stoffen, aus denen sie hergestellt wird.
Es sei bemerkt, daß die Schmiermittelkammer 7^ vorzugsweise
unmittelbar vor Gebrauch der Vorrichtung 10 zumindest teilweise mit einem geeigneten Schmiermittel gefüllt wird,
|t so daß die Schmierung des Katheters 22 automatisch stattfindet,
wenn er durch die Kammer 7^ bewegt wird. Die Vorrichtung
10 wird benutzt, indem sie zunächst mit einer Hand ergriffen wird, wobei der Daumen an dem hinteren Ende 30 liegt
und der Zeigefinger und der Mittelfinger gespreizt auf entgegengesdczten
Seiten der vorderen Fläche des Randes 62 aufliegen, wie es in Fig. 7 angedeutet ist. Sodann wird der
Nasenteil 20 in eine Stellung an der Harnröhre gebraiit, wie oben beschrieben. Die andere Hand des Benutzers kann im
Bedarfsfall dazu vervjendet werden, die Schamlippen zu trennen oder den Penis zu halten, um die Annäherung des Nasenteils
an die Harnröhre zu erleichtern. Eine hohle, nachgiebige rohrförmige Verlängerungshülse, wie z.B. in den Fig. 5 und 6
" gezeigt, kann mit dem Nasenteil 20 verbunden werden, um den
Penis steril aufzunehmen und für die Einführung des Katheters auszurichten. Eine derartige Verlängerungshülse besteht vorzugsweise
aus klar durchsichtigem Stoff.
Der Benutzer kann das vordere Ende 80 des Katheters mit der Hand oder auch nur mittels der Vorrichtung 10 in die
Harnröhre einführen, vorzugsweise letzteres. Er bewegt den ■ Behälter Ik und den Behälter 18 gegen die Wirkung der Feder
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aufeinander zu, indem er das hintere Ende 30 nach vorne
drückt und einen nach hinten gerichteten Druck auf den Rand 62 ausübt und dadurch die Feder 16 zusammendrückt. Sodann gestattet
er die Auseinanderbewegung der Behälter l'l und 18
durch ein Nachlassen der ausgeübten Pingerkraft, wodurch die
Feder 16 in ihren nicht zusammengedrückten Zustand zurückkehren kann. Durch diese Hin- und Herbewegung wird der
Katheter 22 fortschreitend aus seiner aufgespulten Lage in dem Magazin 12 herausgezogen, geradegerichtet und absatzweise
nach vorne und aus dem Durchgang 78 heraus in und durch die Harnröhre bewegt. Die Klappen 5^ und 66 verhindern, daß
der durch jedes Zusammendrücken der Vorrichtung vorgeschobene Katheter 22 wieder zurückgezogen wird, wenn die Feder
in ihren nicht zusammengedrückten Zustand zurückkehrt. Diese Anordnung gestattet eine vollständige Steuerung des Kathetervorschubs
durch die Harnröhre, wobei nur eine Hand benötigt wird, um den Katheter und die Einführungsvorrichtung zu
bedienen (Fig. 7).
V/enn der Katheter 22 vollständig in die gewünschte anatomische Lage vorgeschoben worden ist, kann die Einfüh1-rungsvorrichtung
10 abgestreift werden, indem der Katheter an dem Patienten festgehalten und die Einführungsvorrichtung
10 nach hinten abgezogen wird. Erforderlichenfalls kann der Leutel 2IO, falls er mit dem Katheter 22 verbunden ist, von
dieser: rretrennt werden, um die Abnahme der Einführungsvorrichtung
10 zu erleichtern, und kann dann wieder an den Katheter 22 angeschlossen werden, während eine (nicht geseilte)
Klani.ier den I'aÜEterdurchgang 84 geschlossen hält.
L/or* zu entnehmende Urin kann in dew Beutel 4ü oder einem anderen
Auffanggefäß resammelt v/erden und danach kann der Katheter
j ri bekannter ./eise wieder herausgenommen werden.
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Die Einführungsvorrichtung 10 ist vorzugsweise so bemessen, daß sie bequem in der Hand liegt. Bei einem typischen
Ausführungsbeispiel beträgt beispielsweise der Durchmesser an dem hinteren Ende etwa 50 mm und an dem vorderen Ende
etwas weniger als 25 mms bei einer Gesamtlänge von etwa 90 mm
der Vorrichtung, wobei die Ränder 48 und"62 in einem Abstand von etwa 25 mm liegen, wenn die Feder 16 nicht zusammengedrückt
ist, und einen Abstand ^von etwa 12,5 - 19 mm haben,
wenn die Feder während des Gebrauchs der Vorrichtung zusammengedrückt ist. Der Katheter 22 kann einen Durchmesser von
etwa 3j2 mm haben und kann bei jedem Zusammendrücken der
Vorrichtung absatzweise um jeweils etwa 6,25 - 12,5 mm
" vorgeschoben werden.
Die Einführungsvorrichtung 10 kann in zweckmäßigerweise klein und einfach sein und bietet dennoch ausreichende Speicherkapazität
für den Katheter, kann leicht sterilisiert und bei Benutzung steril gehalten werden, ist billig und wegwerfbar,
ist vorzugsweise durchsichtig um während der Kathetereinführung gute Beobachtungsmöglichkeiten zu bieten, und
kann leicht in sterilem Bereitschaftsszustandverpackt werden.
Eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Einführungsvorrichtung
ist schematisch in den Fig. 3 und 4 gezeigt. Teile dieser Ausführungsform, die im wesentlichen
den in Fig. 1 und 2 gezeigten Teilen gleich sind, sind mit den gleichen Bezugszahlen und einem zusätzlichen Apostroph
bezeichnet. In dieser Hinsicht zeigen die Fig. 3 und 4 eine Einführungsvorrichtung 10', die ein Magazin 12', einen ersten
Behälter 14', einen zweiten Behälter 18', einen iiasenteil 20'
und einen Katheter 22' enthält, die alle in/we sent liehen hinsichtlich
ihrer Form, Ausbildung und Funktion den vergleichbaren Bestandteilen der in Fig. 1 und 2 gezeigten Ausführungsform
gleich sind. Anstelle der Schraubenfeder 16 verbinden jedoch zwei an den Rändern 48' und 62' angebrachte
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elastische Streifen 86 die Behälter IA' und 18' miteinander.
Die Streifen 86 können aus verhältnismäßig steifem aber dennoch biegsamem Kunststoff, Gummi oder dgl. bestehen und
rufen normalerweise eine auseinandergerichtete Vorspannung zwischen den Behältern l4' und 18' hervor, können jedoch
während des oben beschriebenen Zusammendrückens durchgebogen werden und bei Aufhören der Druckkraft wieder die Behälter
in ihre Ausgangsstellung zurückbringen.
Ferner ist der Kathete-r 22 gegabelt, um die Einführung
von Luft zu gestatten, um einen Luftsack an dem vorderen Ende des Katheters aufzublasen, wie es bekannt ist. Um das
Abstreifen der Einführungsvorrichtung 10' von dem Katheter au erleichtern, ist jedes Bestandteil, mit Ausnahme des
Katheters 22' selbst und der elastischen Streifen 86 mit Aufreißstreifen versehen. Es sind also Aufreißstreifen 88,
uoa, d8b und 88c vorgesehen, sowie ein Aufreißstreifen 88d
fir eine getrennt ausgebildete Schmiermittelkammer 90, die in wesentlichen kegelstumpfförmig ist und mit ihrem offenen
unteren (hinteren) Ende 92 an den vorderen Ende 56' des
Behälters 18' befestigt ist. Die Aufreißstreifen können jeweils beispielsweise durch zwei parallel verlaufende
Einschnittlinien 9^ und 96 gebildet werden, an deren einem
Ende eine Aufreißlasche 98 angebracht sein kann, oder auch
nicht. Die Schniermittelkamrr.er 90 ist mit einem vorderen
Halsteil 100 versehen, das eine Mittelöffnung 102 umschließt, -iurcii die der Katheter 22' hindurchgeht. Die Form der
Schrniermittelkammer 90 ist der Art, daß wäfrend des absatzweisen
Vorschubs des Katheters 22' durch sie hindurch das in der Kammer 90 vorhandene Schmiermittel zu dem vorderen Teil
100 gepumpt wird, um den Katheter 22' wirksam mit Schmiermittel zu beschichten, wenn er aus der Einführungsvorrichtung
10' austritt. Es findet eine Membranwirkung aufgrund der
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Bewegung des Katheters 22' statt, der sich absatzweise durch die Öffnung 64' des Behälters 18' bewegt, wodurch die beschriebene
Pumpwirkung des Schmiermittels erzielt wird. Die öffnung 64' wird durch einen nach vorn und nach innen geneigten
Teil 104 umschlossen, der die Klappen 66 der ersten Ausführungsform gemäß Fig. 1 und 2 ersetzt und in seiner Wirkung
diesen Klappen gleich ist. Ein ähnlicher geneigter Teil 106 findet anstelle der Klappen 54 Verwendung. Die Einführungsvorrichtung
10' wirkt in gleicher Weise, wie die Einführungsvorrichtung 10 und hat die für die Einführungsvorrichtung
beschriebenen Vorteile.
Eine drittenAusführungsform der Einführungsvorrichtung
ψ gemäß der vorliegenden Erfindung ist schematisch ii den Fig.
und 6 veranschaulicht und hat eine weiterhin vereinfachte Ausbildung. Einzelteile, die ebenso aussehen, wie Einzelteile
der oben beschriebenen Ausführungsbeispiele, wirken in gleicher Weise und tragen die entsprechenden Bezugszahlen, die
zusätzlich mit '' versehen sind. Eine Einführungsvorrichtung 10'' weist ein Magazin 12", eine Feder 16", einen Katheter 22", einen
Behälter 18" und einen Nasenteil 20" auf. Das Magazin 12" hat die gleiche Form wie das Magazin 12, mit der Abweichung,
daß die öffnung 28" von vier Klappen 108 umgeben wird, die in ähnlicher Weise wirken, wie die Klappen 54 und 66. Ein
Rand 34" und ein geschlossenes rückwärtiges Ende 30" sind für
das Magazin 12" vorgesehen. Der Behälter 18" ist ein Zylinder mit einem offenen hinteren Ende 60", einem geschlossenen
vorderen Ende 50" mit Ausnahme einer öffnung 64", die von Klappen 66" umgeben wird, und einem Rand 62". Der Ijasenteil
20" ist ein Zylinder mit einem offenem hinteren Ende 68" und einem vorderen Ende 72", das mit Ausnahme einer öffnung 78"
geschlossen ist. Das Ende 68" ist an dem Ende 56" so befestigt,
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daß dazwischen eine Schmiermittelkammer 74" gebildet wird.
Die Feder 16" sitzt um die Außenwand des Magazins 12",
wie in Pip. 5 und 6 gezeigt, und ist an der vorderen Fläche
des Randes 34" und an der hinteren Fläche des Randes 62" durch Heftklammern oder dgl. befestigt. Bei dieser Ausführungsform
hat das Magazin 12" nicht nur die Funktion des MagieLns 12 sondern auch die Funktion und Wirkung des Behälters
14. Demzufolge ist dieses Ausführungsbeispiel noch weiter
vereinfacht und weniger aufwendig in der Ausbildung, und bietet dennoch die Vorteile der Erfindung, nämlich die
Bedienung eier Vorrichtung mit einer Hand, einschließlich
des absatzweisen Vorschubs des Katheters 22" in einer Richtung zur wirksamen Einführung des Katteters in die Harnröhre
ohne Verschmutzung, der spulenförmigen Aufbewahrung des Katheters 22" in dem Magazin 12" und der Schmierung des
Katheters 22" während seines Durchgangs durch die Kammer 74".
Diese Ausführungsform ist ferner mit einer Hülse 110
aus biegsamem, durchsichtigem Stoff und von im wesentlichen rohrförntifjer Ausbildung gezeigt. Die Hülse 110 ist an dem
I.asenteil 2υ· angebracht und verläuft von diesem nach vorn.
.'Me üie-nt üarsii, den Penis eines männlichen Patienten zu
un.schlieP.en, um seine Behandlung während der Verwendung
der Einführungsvorrichtung 10" und der Einführung des Katheters 22" zu gestatten, ohne die zuvor steril gemachte
Behandlungszone zu verschmutzen. Die Hülse 110 ist so an dem llasonteil 20" angebracht, daß sie ohne weiteres entfernt
werden kann, wenn die Einführungsvorrichtung bei einem
woiblichen Patienten verwendet werden soll. Diese Hülse kann
hi /erbindun,; mit jeder der beschriebenen Ausführungsformen
α-',-r vorliogeii'ien blrfindung verwendet werden.
BAD
109*42/1238
Eine vierte Ausführungsform der Einführungsvorrichtung
gemäß esc vorliegenden Erfindung ist schematisch in den Fi". ο
und 9 veranschaulicht. Bei dieser Ausführungsform zeilen
Fir:. 3 und 9 eine Einführungsvorrichtung HO3 die ein Magazin
112, ein erstes Einwegelement Il4, ein zweites Kinwegelernent
118, einen Ilasenteil 120, einSchmiermittelkammerteil 121
und einen Katheter 122 enthält^, die alle hinsichtlich ihrer
Form, Ausbildung und Wirkung den vergleichbaren Einzelteilen der oben beschriebenen Ausführungsformen im wesentlichen
gleich sind. Ein einziges elastisches Pederteil 124 verbindet die oberen und unteren Teile 126 bzw. 128. Das Federteil 124
kann aus verhältnismäßig steifem aber dennoch biegsamen Kunststoff j Gummi oder dgl. bestehen und ruft eine auseinandergerichtete
Vorspannung der Teile 126 und 128 hervor, kann jedoch unter Druck durchgebogen werfen und bei Aufhören der
Druckkraft die Teile 126 und 128 in ihre Ausgangsstellung zurückbringen. Die Einwegelemente 114, 118, die in den Teilen
128 bzw. 126 angebracht sind, dienen dazu, den Katheter 122 vorzuschieben, wenn das Federteil 124 nacheinander zusammengedrückt
und wieder freigegeben wird, wie es bereits beschrieben wurde. Das Nasenteil 120 enthält ein Loch 123, das die
Einführung von Schmiermittel in die Schmiermittelkammer über dem Teil 121 erleichtert, um den Katheter 122 bei seinem
ψ Vorschub, durch die Schmiermittelkammer zu schmieren.
Demzufolge ist eine verbesserte Einführungsvorrichtung für üretralkatheter geschaffen worden, die in billiger Weise
hergestellt werden kann, aber eine Reihe von Fortschritten gegenüber den bekannten Arten von Einführungsvorrichtungen
für Katheter bietet. Die Einführungsvorrichtung erleichtert eine einfache und weniger unbequeme Kathetereinführung
durch eine Person, während gleichzeitig die Behandlungszone steril gehalten wird, um die Gefahren einer Infektion so gering
wie möglich zu halten. Alle weiteren Vorteile gehen aus der vorangehenden Beschreibung hervor.
BAD 1098A2/1238
Claims (1)
- _ 15 - 21U332PATENTANSPRÜCHEEinführungsvorrichtung für Harnröhrenkatheter mit einem Behälter für die Aufbewahrung eines Katheters in Vorbereitung seiner Benutzung und mit einer öffnung, durch die der Katheder aus dem Behälter herausgezogen werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Behälter oder Magazin (12) im Verhältnis zueinander hin- und herbewegbare Teile (3A, 18) vorgesehen sind, die dazu dienen, den Katheter aus dem Behälter bzw. Magadn (12) herauszuziehen und ihn nach vorne zur Einführung bei einem Patienten vorzuschieben.2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß vor den hin- und herbewegbaren Teilen (14, 18) ein Pührun^steil (20) vorgesehen ist, das dazu dient, an der die Karnröhrenöffnunp, umgebenden Zone des Patienten angelegt zu werden und diese Zone niederzudrücken, um die fortschreitende Einführung des Katheters in die Harnröhre zu erleichtern.3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Führurigsteil, (20) aus einem durchsichtigen Stoff gebildet ist, so daß die Zone um die Ilarnröhrenöffnung für den lenutzer der Vorrichtung während der Bedienung in Berührttng mit der: Patienten sichtbar ist.H. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, da"> die im Verhältnis zueinander hin-.und herbewegbaren. Teile (14, 13) mit Einwegelementen (52I, 66) versehen sind, die abwechselnd aufeinander zu und voneinander hinweg bewegbar sind und aufeinander ausgerichtet sind, um die Bewegung des Katheters durch sie hindurch in der gleichen Richtung zu gestatten.109842/12385» Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein Federteil (16) vorgesehen ist, das die hin- und herbewegbaren Teile wieder auseinander drückt, wenn die mit der Hand ausgeübte Kraft nachläßt, mit der sie zusammengedrückt werden.6. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß dem Pührungsteil eine Einrichtung zur Schmierung des vorderen Teils des Katheters zugeordnet ist, wenn der Katheter durch das Führungselement bewegt wird.P 7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,daß die Einzelteile der Vorrichtung aus einem leicht aufreißbaren Stoff bestehen und je einen Aufreißstreifen (88, 88a, 88b, 88c, 88d) aufweisen, der an jedem Einzelteil entlangläuft, um das Aufreißen und die Abnahme der Vorrichtung von dem Katheter zu erleichtern, nachdem die Kathetereinführung beendet worden ist, ohne die Vorrichtung von dem freien Ende des Katheters abnehmen zu müssen.8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Führungsteil (20") eine durchsichtige Hülse (110) angebracht ist, die dazu dient, den sterilen Zustand der Be-^ handlungszone an der Stelle der Kathetereinführung gegen Verschmutzung zu schützen und gleichzeitig die Behandlung der Zone während der Einführung zu gestatten.9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter bzw. das Magazin (12) im wesentlichen zylindrisch geformt für die spiralförmige Aufbewahrung des Katheters ist und einen vorderen Teil (26, 28) aufweist, der so ausgebildet ist, daß der Katheter in vshältnismäßig gradliniger abgewickelter Form ausgerichtet wird, wenn er aus dem Behälter1098A2/1238bzw. dem Magazin (12) herausgezogen wird.■10, Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel (3*1, 48, 62) vorgesehen sind, mittels derer die Vorrichtung zwischen dem Daumen und den Fingern einer Hand ergriffen werden kann, um die Bedienung der Vorrichtung mit einer Hand zu gestatten.11t Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Einwegelemente (54, 66) jeweils eine nach vorn und innen gerichtete Klappe umfassen, die dazu dient, an der Außenwand des Katheters anzugreifen und den Katheter im Verhältnis zu der Einführungsvorrichtung vorzuschieben.109842/1238
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| OD | Request for examination | ||
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
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