Die Erfindung betrifft eine Pumpenanordnung zum Pumpen von feste Verunreinigungen enthaltenden m
Flüssigkeiten mit Jen Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruchs. Dabei geht die Erfindung von einer
bekannten Pumpenanordnung aus (US-PS 34 50 052), bei der das Durchflußfilter zwischen dem Auslaß der
Zentrifugalpumpe und dem Einlaß einer nachgeschalte- J5
ten Zahnradpumpe angeordnet ist, die auch durch eine andere Verdrängerpumpe ersetzt werden kann. Dabei
wird der im Durchflußfilter abgezweigte gereinigte Teilstrom spiralförmigen Fördernuten in den Wellen
der Zahnradpumpe zugeführt, wodurch sowohl die *>
Lagerspalte als auch von den aus den Fördernuten austretenden Teilstrom die seitlichen Reibflächen der
Zahnradpumpe mit gereinigter Flüssigkeit versorgt werden, die dann vor dem Einlaß der Zahnradpumpe
mit dem Hauptstrom wieder vereinigt wird. Bei dieser *">
Pumpenanordnung sind also die Lager der nachgeschalteten Zahnradpumpe als Schmiermittelhilfspumpen
ausgebildet.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, bei einer Pumpenanordnung mit einer ^
nachgeordneten Flügelzellenpumpe ein Reinigen und Schmieren der Lagerspalte und Reibflächen der
Flügelzellenpumpe mit zweckmäßigen und einfachen Mitteln vorzusehen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im « Kennzeichen des Patentanspruchs angegebenen Merk*
male gelöst.
Der im Durchflußfilter abgezweigte, gereinigte Teilstrom wird von dem inneren Teil der Flügelzellenpumpe,
die als Kolbenpumpe dient, lings der Arbeits« »
schieber über deren Kanten hinweg zu den Enden des Rotors gedrückt, wodurch insbesondere die seitlichen
Lagerspalte und Reibflächen der Flügelzellenpumpe gereinigt und geschmiert werden, sowie über die
Auslaßöffnungen zu den Lagern und von dort längs der h'>
Welle zurück zur Einlaßseite der Zentrifugalpumpe. Auf diese Weise wird der abgezweigte Teilstrom wieder
vollständig mit dem Hauptstrom vereinigt. Da das Durchflußfilter im Auslaß der Flügelzellenpumpe liegt,
ist der Druck des abgezweigten Teilstroms verhältnismäßig hoch und läßt sich eine gedrängte Bauart der
Pumpenanordnung erzielen, da die Zentrifugalpumpe und die Flügelzellenpumpe unmittelbar axial nebeneinander
im Pumpengehäuse angeordnet werden können.
Es ist bereits bekannt (FR-PS 10 05 230), eine Flügelzellenpumpe mit inneren Einlaß- und Aur'aßöffnungen
zu versehen, die zusammen mit den Unterseiten der Arbeitsschieber eine Kolbenpumpe bilden. Die
Flügelzellenpumpe dient nicht zum Pumpen verunreinigter Flüssigkeiten, sondern als Luftverdichter und
wird dadurch geschmiert, daß ein ölluftgemisch aus einer Schmiermittelleitung durch das eine Lager über
üie Einlaßöffnungen in die inneren Pumpenkammern gelangt, von dort zur Schmierung der Reibflächen nach
außen gelangt und der Rest des Schmiermittels durch die Auslaßöffnungen und das andere Lager die Pumpe
verläßt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt.
F i g. 1 zeigt einen Achsenschnitt der aus einer Zentrifugal- und einer Flügelzellenpumpe bestehenden
Pumpenanordnung und
F i g. 2 zeigt einen Querschnitt durch die Flügelzellenpumpe nach Fig. 1.
Fi g. 1 zeigt ein Pumpengehäuse 12 mit einem Einlaß 14 und einem Auslaß 16. Zum Pumpen der Flüssigkeit,
die feste Verunreinigungen enthält, ist im Gehäuse 12 eine Zentrifugalpumpe 18 und eine Flügelzellenpumpe
20 vorgesehen. Beide werden gemeinsam durch einen nicht gezeigten Antrieb auf einer Welle 22 angetrieben.
Die Flügelzellenpumpe 20 hat einen ersten Abschnitt, der durch sichelförmige Hohlräume 24,26 gebildet wird,
in denen die Arbeitsschieber 28 Flüssigkeit von den Einlaßöffnungen 30, 32 zu den Auslaßöffnungen 34, 36
pumpen. Sie hat einen zweiten Abschnitt, in dem durch die sich in radialen Schlitzen 38 bewegenden Arbeitsschieber Pumpenkammern gebildei werden. Dieser
zweite Abschnitt pumpt Flüssigkeit von Einlaßöffnungen 42,44 zu Auslaßöffnungen 46,48. Die Arbeitsschieber
28 bewegen sich durch Zentrifugalkräfte und durch hydraulische Kräfte so nach außen, daß ihre äußeren
Enden an den Wänden der Hohlräume 24, 26 anliegen. Der Auslaß der Zentrifugalpumpe 18 steht mit den
Einlaßöffnungen 30, 32 der Flügelzellenpumpe 20 in Verbindung. Die Auslaßöffnungen 34,36 der Flügelzellenpumpe
20 sind mit dem Auslaß 16 verbunden. Zwischen den Auslaßöffnungen 34,36 und dem Auslaß
16 ist ein selbstreinigendes Durchflußfilter 50 angeordnet, durch das ein kleiner Teil der Flüssigkeit, die durch
dasselbe fließt, durch die Kanäle 52 zu den Einlaßöffnungen 42, 44 des zweiten Abschnittes der Flügelzellenpumpe
20 fließt. Der größere Teil der Flüssigkeit fließt zum Auslaß 16.
Der zweite als Kolbenpumpe wirkende Abschnitt der Flügelzellenpumpe drückt die vom Durchflußfilter 50
gereinigte Flüssigkeit entlang den Schlitzen 38 und den Arbeitsschiebern über deren Kanten und über die
Ränder des Rotors 40 auf die Lagerfliehen 36 der Pumpenstirnplatten 58, die mit dem Rotor 40 und dem
Ringgehäuse 60 zusammen die Hohlräume 24,26 bilden sowie durch die Lagerspalte 62, die Nut und Federspalte
64 und die Kanäle 66 zum Einlaß 14 der Zentrifugalpumpe 18. Damit gelangt auch diese Flüssigkeit letztlich zum
Auslaß 16der Pumpenanordnung.
Das Durchflußfilter 50 ist selbstreinigend, weil der Hauptflüssigkeitsstrom, der durch dasselbe hindurch-
fließt, die festan Ablagerungen mit sich fortträgt, die
sich darauf bilden.
Anstelle der in der Zeichnung dargestellten Flügelzellenpumpe
mit zwei Pumpenkammern kann auch eine Flügelzellenpumpe mit nur einer Pumpenkammer
Verwendung finden. Auch kann die Flügelzellenpumpe dort verwendet werden, wo zwei verschiedene Pumpenströme
erwünscht sind, beispielsweise wenn eine Strömung mit niedrigerem Druck für Steuergeräte
erforderlich ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen