DE2114179A1 - Zentrifugalanalysator - Google Patents
ZentrifugalanalysatorInfo
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-
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Description
PATENTANWÄLTE
DR.-ING. VON KREISLER DR.-ING. SCHÖNWALD DR.-ING. TH. MEYER DR. FUES DIPL-CHEM. ALEK VON KREiSLER
Dipl.-Ing. SeIting KÖLN!, DElCHMANNHAUS
23. 5· I97I
Sg/cg
M.S.E. HOLDINGS LIMITED,
Manor Royal, Crawley, Sussex, England.
Zentrifugalanalysator.
Die Erfindung betrifft einen Rotor für einen Zentrifugalanalysator
zur Durchführung photometrischer Messungen, mit mehreren für bestimmte Strahlungen durchlässige Wandteile
besitzenden Küvetten.
Derartige photometrische Zentrifugalanalysatoren besitzen mehrere Analysierkammern, genannt Küvetten, deren Wandteile
für eine bestimmte Strahlung durchlässig sind, so daß während des Betriebes der Zentrifuge Strahlung durch die in
den Küvetten befindlichen Proben geschickt werden kann.
Bei solchen Analysiergeräten werden die Küvetten alle in der gleichen Axialhöhe mit Flüssigkeit beladen. Diese Beladung
erfolgt von konzentrischen Gruppen Flüssigkeit enthaltender Hohlräume aus, die in einer manuell zu Beginn
der Analyse auf die Mitte des Rotors aufse.tzbaren Scheibe
enthalten sind. Eine derartige Scheibe wird insbesondere
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21U179
■ benötigt» wenn die Küvetten mit unterschiedlichen Proben
beladen werden sollen, die gleichzeitig analysiert werden. Um jedoch eine weitere Analyse beginnen zu können, muß
der Rotor natürlich angehalten und gewaschen werden und die Scheibe muß manuell entleert werden.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Rotor
für .einen derartigen Analysator zu schaffen, bei dem die
Küvetten einzeln mit unterschiedlichen Einzelproben beladen werden können, wie Reagenzien, Proben und Waschflüssigkeiten,
und bei dem diese Beladung während einer ununterbrochenen Rotation des Rotors erfolgen kann und auch eine
Entleerung ohne'Stillsetzung des Rotors möglich ist. Diese
Aufgabe wird gemäß der vorliegenden Erfindung dadurch gelöst, daß ein zentraler Zuführungsbereich zur -Zuführung
von Flüssigkeit zum Rotor in verschiedenen axialen Höhen vorgesehen ist, so daß jede der Küvetten ihren Einlaß'auf
einem Axialniveau hat, das sich von dem Axialniveau des
Einlasses mindestens einer der anderen Küvetten und der Auslässe
dieser Küvetten unterscheidet.
Bei.einer besonderen Ausführungsform der-vorliegenden Erfindung
haben die Küvetten Einlasse in den jeweiligen Höhen.
Vorzugsweise besteht der Rotor aus zwei oder mehr übereinanderges.chichteten
Rotorteilen, von denen jeder eine Küvette enthält»Im allgemeinen Fall enthält der Rotor mindestens
zwei Gruppen von Küvetten, die jeweils aus einem der verschiedenen
Axialniveaus gespeist werden. Es ist verständlich, daß dabei jede "Gruppe" aus einer oder mehreren Küvetten bestehen
kann» Wenn eine "Gruppe" mehr als eine Küvette besitzt,
kanu durch dynamische Strömungsverteilung Flüssigkeit
J5Ö zwischen den Küvetten verteilt werden. Mit dynamischer
Strömungsverteilung ist die im wesentlichen gleichmäßige
Verteilung "von Flüssigkeit auf mehrere Küvetten geme.lnt,
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die erreicht wird, indem man einen Einzelstrom von Flüssigkeit
auf einem im wesentlichen festgelegten Weg mit einer Radialkomponente von dem Zentralbereich des Rotors
nach außen leitet. Er gelangt somit zu den radial nach innen geöffenten Küvetteneinlässen. Zusätzlich oder alternativ
zu dieser Zuführungsart kann eine rotierende Strömung zu den Einlassen geführt werden, möglicherweise unter Verwendung
einer rotierenden Flächendichtungt Die Küvetten der
mindestens zwei Gruppen haben vorzugsweise in axialer Pichtung im wesentlichen gleiche Ausdehnung. Es können natürlich
mehr als zwei Gruppen vorgesehen sein, bei denen die Einlasse auf entsprechenden Axialniveaus liegen.
Bei einer bestimmten Rotorkonstruktion für einen chemischen
Analysator enthält der Rotor mehrere Rotorteile in axialer Folge, von denen jedes mindestens eine Küvettengruppe bildet.
Die Küvette oder die Küvetten jeder Gruppe sind gegenüber denjenigen jeder anderen Gruppe winkelförmig gestaffelt
und die Rotorteile sind so geöffent, daß Strahlung durch die Küvet-ten über alle Rotorteile hinweg gelangen
kann. Einer oder mehrere der Rotorteile können einstückig
mit anderen Rotorteilen ausgeführt sein. Ferner können ein oder mehrere Einlaßrohre für. Flüssigkeit ein oder mehrere
Auslässe in Höhe eines ersten Axialniveaus des Zuführungsbereiches
besitzen und ein oder mehrere zweite Rohre können sich auf einem zweiten Axialniveau öffnen. Dabei sind
die Rohre stationär, so daß ζ«Β. unterschiedliehe Reaktionen
gleichzeitig in den jeweiligen Gruppen ausgeführt werden können. Die Gruppen können danach zur Durchführung
weiterer Reaktionen entleert werden, ohne daß der Rotor zum Stillstand gebracht werden müßte. Zum besseren Verständnis
der Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme
auf die Figuren «h bevorzugtes Ausführungsbeispiel näher
erläutert. .
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2 ίΗΊ 79
Fig. 1 zeigt schematisch, teilweise geschnitten, einen
photometrischen Zentrifugalanalysator,
Fig. 2 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Teiles
des Rotors des Analysators nach Fig. 1,
Fig. 3 zeigt einen Querschnitt des Rotors des Analysators
nach Fig. 1,
Fig. 4 zeigt eine perspektivische Ansicht, teilweise geschnitten,
einer alternativen Ausführungsform eines Rotorteiles für einen chemischen Analysator,
Fig. 5 zeigt einen Schnitt des Teiles nach Fig. 4 entlang
der Linie A-A, wobei die zugehörigen Verschlußscheiben und die festen Zuführungsrohre erkennbar sind,
Fig. 6 zeigt einen Durehmesserschnitt durch eine abgewandelte
Form des Rotorteiles nach Fig. 4,
Pig· 7 zeigt eine Draufsicht auf,eine weitere Ausführungsform eines Analysatorrotors,
Fig. 8 zeigt einen Querschnitt entlang der Linie A-A nach Fig. 7, und
Fig* 9 zeigt eine weitere Ausführungsform eines Rotors im
Axialschnitt. .
Die dargestellten.Ausführungsformen stellen sämtlich Teile
,; .· -■'■ eines chemischen Zentrifugalanalysators zur Durchführung
photometrischer Messungen .dar,,, bei dem der Rotor mehrere
Küvetten oder Kammern.besitzt? in die die Proben, Reagenzien
oder, andere Flüssigkeiten durch Zentrifugalwirkung
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eingeführt werden. Die Küvetten besitzen transparente axiale Stirnseiten, so daß die Küvetteninhalte z.B. zur
Durchführung von Absorptionsmessungen, einer Strahlungseinwirkung ausgesetzt werden können.
Pig. 1 zeigt schematisch eine Ansicht eines solchen Analysators.
In einem temperaturgeregelten Gehäuse 2 ist ein Rotor 1 untergebracht und mit einem Antriebsmotor 3 gekuppelt.
Der Rotor 1 besitzt ein kreisförmiges Aluminium-' M
gehäuse 4 mit einem ringförmigen Deckel 5. Gehäuse 4 und Deckel 5 enthalten Öffnungen 6 zum Durchtritt von Lieht,
das von einer Lichtquelle 7 ausgesandt wird, durch den Rotor
zu einem Photovervielfacher 8, der an einen Digitalrechner
9 angeschlossen ist. Das Gehäuse 4 enthält eine Anzahl von Scheiben, die mehrere - im vorliegenden Fall zwei - Küvet~
ten IO bilden. Diese Küvetten stellen die Probenbehälter
mit den axialen Stirnwänden dar. Die Stirnwände sind so ausgerichtet, daß sich die Öffnungen 6 jeweils paarweise
gegenüberliegen.
An der Unterseite des Gehäuses 4 sind entsprechend den
jeweiligen Küvetten in ringförmiger Anordnung Magneten (|
11 angebracht. Diese Magneten werden von einem Detektor 12 erkannt. Der Detektor 12 liefert dem Rechner eine Impulsreihe,
die die Zeitpunkte definiert, zu welchen das Ausgangssignal des Photovervielfachers dem Licht entspricht,
das durch eine Küvette hindurchgegangen ist. Zur Erkennung
eines zusätzlichen Magneten 13, der unter einem Winkel von den übrigen Magneten 11 abgesetzt ist, ist ein Detektor
vorgesehen, der an den Rechner einen Impuls liefert, um
eine bestimmte vorher festgelegte Winkelposition des Rotors
zu markieren -
£ΐ von der an der Rechner bestimmen kann, welche
der Küvetten zu jedem Zeitpunkt erkannt worden ist.
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21H179
Zum Rotor 1 gehört eine Gruppe von Zuführungsrohren 15·
Diese Rohre werden von einer Platte 15a getragen, welche
gegen Rotation festgehalten, jedoch durch Federn gegen ein Dichtlager 16 gedrückt ist. Aus Gründen der Einfachheit
sind zwei Rohre 15, eines für jede Küvette, dargestellt,
in der Praxis wenden jedoch für jede Küvette mehrere Zuführungsrohre vorgesehen, da für jede in die
Küvette einzuführende Komponente ein Zuführungsrohr vorhanden sein sollte. An die Platte 15a ist ferner eine
Vakuumleitung 18 angeschlossen.
Die Küvettenauslässe sind mit ringförmigen Kanälen 19 im
Gehäuse 49 und Edelstahlrohren 20 versehen, die formschlüssig
in Durchlaßöffnungen der Kanäle eingesetzt sind, Die Edelstahlrohre führen in eine ringförmige Sammelleitung
15-21.
Die Zuführungsrohre 15 werden mit genau bemessenen Mengen von Substanzen, z.B. Reagenzien, Proben und Wasser, von
einem Rotationsventil 22 beliefert. Das Rotationsventil ist an die Rohre 23 angeschlossen. Die Substanzen fließen
normalerweise zur Rezirkulation durch das Ventil über das Auslaßrohr 24. Ein Rotationsteil 25 des Ventiles enthält
Meßdurchlässe 26, die von dem Durchfluß von den Rohren zu den Rohren 24 gefüllt gehalten werden. Wenn der Teil
25 durch die Antriebswelle 27 um einen Winkel weitergedreht
wird, werden die Meßdurchlässe an die Zuführungsrohre 15 angesetzt, und ihre genau bemessener Inhalt wird
durch von den Rohren 28 zugeführte Druckluft in die Zuführungsrohre
15 eingeführt. Die Druckluft kann auch dem - Zentraltiereich des Rotors zugeführt werden, um die Ent-■"'-■
leerung öt£r Küvette zu ermöglichen. Dies kann durch das
Rohr 18 oder ein anderes derartiges Rohr bewerkstelligt werden.
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— τ —
Der Rotor enthält bei der dargestellten Ausführungsform fünf Seheiben 29, 30, 31, 32 und 33. Die unteren vier
dieser Scheiben sind in Fig. 2 in perspektivischer Ansicht dargestellt. Die fünf Scheiben sind in dem in Fig.3
gezeigten Rotorquerschnitt erkennbar. Die Scheiben 29* 31
und 33 sind transparent. Die Scheiben 29 und 31 haben
kreisförmige Mittelöffnungen 34, die einen zentralen Zuführungsbereich
bilden, in den die Zuführungsrohre 15 hineinreichen.
Die Scheibe 31 teilt den Zuführungsbereich in
zwei axial gegeneinander versetzte Zuführungsniveaus 35 und 36. Eine Gruppe der Zuführungsrohre 15 endet auf einem
dieser Niveaus und die andere auf dem anderen Niveau.
Die Scheiben 30 und 32 sind identisch. Sie sind durchsichtig und haben jeweils eine kreisförmige öffnung 37, die
exzentrisch ausgebildet ist. An dem der Rotorachse am entferntesten gelegenen Punkt der Öffnung 37 ist der Öffnungsrand mit einem Schlitz 38 versehen, der den Einlaß zu einer
Küvette 10 bildet.
Die von einem Zuführungsrohr 15 auf dem Nive-au der öffnung
37 mit.einer nach außen gerichteten Komponente ausströmende Flüssigkeit berührt so die Wand der öffnung 37 und wird
während der Rotation des Rotors gezwungen, entlang dieser Wand zum Schlitz 38 zu fließen, um in die eingeschlossene
Küvette zu gelangen. Die Scheibe 31 verhindert, daß Flüssigkeit
zu der Küvette auf dem anderen Niveau hinüberdringt.
In einer Hauptfläche der Scheibe 30 oder 32 ist ein Küvettenauslaß
in Form e ines Schlitzes 39 vorgesehen. Dieser Schlitz wirkt als Siphon.
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Jede der Scheiben 30 und 32 hat ferner eine Öffnung 40,
die der Öffnung 10 auf demselben Radius diametral gegen-'
überliegt. Die einander diametral gegenüberliegenden öffnungen 41 sind um einen Winkel gegenüber der öffnung 40
und Küvette 10 versetzt, so daß unabhängig von den Küvetteninhalten
Licht durch den Rotor hindurchdringen kann, um z.B. eine Messung der Transmissionseigenschaften des
Rotors selbst vornehmen zu können.
Die Scheiben 30 und 32 sind gegeneinander um 18O versetzt,
so daß die Küvetten 10 in dem zusammengesetzten Rotor einander gegenüberliegen, während jede Küvette in einem optischen Strahlengang durch die öffnung 40 in der jeweils_anderen,
der Scheiben 30 und 32 liegt.
Mehrere Scheiben von der Art der Scheiben 30 und 32 können
auf diese Weise unter Zwischenlegung von Scheiben 31 aufeinandergeschichtet
werden. Wenn von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht werden soll, hat jede der Scheiben 30, 32
eine entsprechende Anzahl anderer öffnungen 42 (gestrichelt gezeichnet), die in ihrer Funktion den öffnungen 40 entsprechen.
■ . .
Da jedem axialen Zuführungsniveau eine Anzahl von Zuführungsrohren
15 zugeordnet ist, kann jedes dieser Rohre eine unterschiedliche Funktion wahrnehmen und sowohl gleichzeitig
mit den anderen als auch unabhängig von diesen benutzt werden. So kann ein Rohr dazu verwendet werden,' eine
Probe oder eine oder mehrere andere Reagenzien auf einem
axialen Zuführungsniveau in eine Küvette einzuführen. Wei-•
· terhin können die der anderen Küvette zugeordneten Rohre
dazu benutzt werden, gleichzeitig mit den Reaktionen in
der einen Küvette und unabhängig von diesen Reaktionen in
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der anderen Küvette ablaufen zu lassen. Ferner können die Zuführungsrohre zum Waschen der Küvetten nach Abschluß
der Reaktionen verwandt werden. All diese Punktionen können ausgeführt werden, ohne die Rotation zu unterbrechen.
Ohne Unterbrechung können auch noch weitere Punktionen
ausgeführt werden. Zum Beispiel kann die Küvette durch den Siphon 39 entleert werden. Die Entleerung wird eingeleitet,
indem die Waschflüssigkeit und/oder positiver ' % Druck in die Rotormitte eingeleitet wird. S.ie wird durch
die Siphonwirkung in den Siphons 39 vervollständigt. (Bei
einer alternativ anzuwendenden Ausführungsform kann am Rand des Rotors, eine Saugkraft aufgebracht werden). Zusätzlich
kann eine Mischung bewirkt werden, indem in der Rotormitte über das Rohr l8 eine Saugwirkung ausgeübt
wird, durch die Gasblasen durch die Küvetten getrieben werden. (Alternativ kann Gasdruck am Rotorrand aufgebracht
werden). ■ .
Der beschriebene Rotor erlaubt die gleichzeitige Durchführung verschiedener Reaktionen, aber auch die Durch- a
führung aufeinander folgender Reaktionen in den Küvetten ohne Stillsetzung des Rotors.
Fig. 4 zeigt eine alternative Form der Kreisscheibe JO
oder 32 für den Rotor eines photometrischen Analysators.
Der Rotor ist in diesem Falle durch Einklemmen der Scheibe zwischen zwei transparente Ringscheiben 29 und 3I aufgebaut,
wie es im Querschnitt der Fig. 5 dargestellt ist. Ferner sind Mittel vorgesehen, um den Rotor an einen Motorantrieb
anzukuppeln, wie bei dem Ausführungsbeispiel nach den Flg. 1 bis 3· -
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Die Scheibe nach Pig. 4 enthält acht Küvetten. Eine erste
Gruppe besteht aus vier Küvetten 43 und eine zweite Gruppe
aus vier Küvetten 44. Die axialen Begrenzungen dieser
Küvetten sind durch die Scheiben 29 und 31 gebildet.
Die radialen Innenseiten»der Küvetten stehen mit der Zentralöffnung
der Scheibe über Leitungen 45 in Verbindung. Diese Leitungen 45 verengen sich in Richtung auf die Küvetten.
Die Leitungen bilden zwei axial gegeneinander versetzte Gruppen, die mit jeweils einer von zwei Küvettengruppen
verbunden sind und durch eine Scheidewand 46 getrennt sind. .
Die radialen Außenseiten der Küvetten stehen über Kapillare oder Siphons 39. mit dem Scheibenrand in Verbindung. Die
Siphons 39 haben die Form einer reversierenden Schleife ^Zi wie bei der vorhergehenden Ausführungsform, und bestimmen
das Maximalvolumenj, das in den Küvetten unter Einwirkung
der Zentrifugalkraft enthalten sein kann. Die gestrichelte Linie 48 zeigt an, wie hoeh der durch die angeschlossene
Kapillare begrenzte Pegel in einer Küvette ungefähr steigen kann.
Während des Betriebes ist der beschriebene Rotor mit mehreren Zuführungsrohren 15 (Fig. 5) verbunden, von denen
einige auf einem ersten Axialniveau oberhalb der Scheidewand 46 geöffnet sind, andere jedoch erst auf einem zweiten
Axialniveau unterhalb der Scheidewand. Jedes Rohr 15 ist mit seiner Öffnung radial nach außen und gegen die Küvetten
gerichtet. Wenn Flüssigkeit durch eines der Rohre läuft, erscheint sie als Radialsti»öiniHig, die ta wesentlichen
gleichmäßig zwischen den Küvetten der angesöhlossenen
Gruppe mit einer konstan^an Rotorgeschwindigkeit, verteilt wird. Diese Wirkung ist im Rahmen der vorliegenden
Beschreibung als dynamische Strömungsverteilung bezeichnet.
Es ist besonders bemerkenswert, daß diese Wirkung bei dieser Ausführungsform auftritt, weil die Durchlässe
45 von den Kanten 48 an ihren inneren Enden voneinander
getrennt werden und die benachbarten Kantenpaare 48 zur Rotorachse gleiche Winkel einschließen, so daß der Flüssigkeitsstrom
entsprechend zu den Küvetten geleitet und gleichmäßig zwischen ihnen verteilt wird.
Wie bereits erwähnt, kann der Rotor so ausgeführt sein, daß er mehr als zwei Küvetten oder mehr als zwei Küvettengruppen
enthält, die jeweils von unterschiedlichen axialen Niveaus aus zugänglich sind, so daß drei oder
mehr Küvetten oder Küvettengruppen gleichzeitig und unabhängig voneinander benutzt werden können. Dies wird
erreicht, indem Rotorscheiben, wie die Scheiben ^O und
nach Fig. 2 oder die Scheibe nach Fig. 4, aufeinander geschichtet werden. Eine andere Entwicklung ist in Fig. 6
dargestellt. Hier handelt es sich um einen Durchmesserquerschnitt einer Rotorscheibe, die aus einem einzigen
Materialstück, beispielsweise unter Verwendung einer Kernform aus mehreren Scheiben eines Materials, z.B. Aluminium,
hergestellt wurde, die nach dem Gießen chemisch entfernt wurde. Diese Scheibe besitzt acht Axialniveaus, auf
deren jedem ein Eingang zu einer Küvette nach Art der Fig.
2 oder zu vier Küvetten nach Art der Fig. 4 vorhanden ist. Alle Küvetten haben in axialer Richtung die gleiche Ausdehnung
und jede ist um einen Winkel von den anderen versetzt.
Wegen der zusätzlichen axialen Höhe der Küvetten, die sich
dann ergibt, wenn alle Küvetten die gleiche axiale Ausdehnung haben, kann jede Küvette zwei Kapillare oder Siphons -
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jede an einer axialen Stirnseite - besitzen. Zusätzlich kann eine Belüftungskapillare vorgesehen sein, die vom
Rand der Scheibe ausgeht und sich in einem Bereich der Küvette öffnet, der außerhalb desjenigen Bereiches liegt,
der von den die Flüssigkeit enthaltenden Kapillaren oder Siphons gebildet wird. Solch eine Entlüftung unterstützt
die Beseitigung von Blasen aus der Flüssigkeit während der Rotation und löst Lufteinschlüsse auf.
Die Rotorscheiben der Fig. 4 und 6 können ferner aus einzelnen Schichten hergestellt sein, die mit der Scheidewand zusammen eine transparente Verbundscheibe bilden,
wie beispielsweise die Scheibe ^l nach den Fig. 2 und 3·
Die Scheibe von Fig. 4 kann so in geeigneter Weise durch Schichtung dreier Scheiben hergestellt sein.
Fig. 7 und 8 zeigen eine Draufsicht und einen Schnitt nach der Linie A-A eines Rotors mit acht Küvettengruppen, der
durch Schichtung von vier Scheiben 49* von denen jede gemäß
Fig. 4 ausgebildet ist, hergestellt ist. Diese Scheiben sind jeweils durch transparente, kreisförmige Scheiben
50 voneinander getrennt bzw. mit diesen Scheiben zu einem
Verbund zusammengesetzt. Jede Scheibe 49 enthält nicht nur
ihre acht Küvetten, sondern auch andere öffnungen 40, die die Lichtwege für die Küvetten der anderen Scheiben bilden.
Wie in Fig. 7 dargestellt ist, kann wenigstens eine der öffnungen 40 mit einer Einzelöffnung 51 verschmelzen.
In den Fig. 6 und 8 sind die Zuführungsrohre 15 nicht dargestellt.
Diese Rohre öffnen sich einzeln und/oder in . . Gruppen radial in Höhe des entsprechenden Axialniveaus
der zugehörigen Küvette.
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Pig. 9 zeigt eine weitere Form eines Rotors in einem
Schnitt, der gemäß der Linie A-A in Pig. 7 geführt -ist.
Dieser Rotor enthält einen äußeren scheibenförmigen Rotorbereich 52, der eine Reihe von Küvetten 10 bildet.
Im vorliegenden Fall sind es vier Gruppen zu jeweils
vier Küvetten, die sich am inneren Rand des Bereiches öffnen. Ein innerer Rotorbereich 55 bildet vier verschiedene
Einlasse auf unterschiedlichen Axialniveaus zu den jeweiligen Küvettengruppen. Auf jedem Axialniveau
sind vier Einlaßkanäle 54, die sich radial zu den Küvetten
hin erweitern. Sie besitzen im wesentlichen die in Fig. 4 dargestellte Form. Ferner erweitert sich der
innere Rotorbereich selbst zum äußeren Rotorbereich hin, d.h. die zu den jeweiligen Gruppen führenden Kanäle konvergieren,
wie man in der Axialebene sieht. Dementsprechend sind die KUvetten axial koextensiv, doch ihre axiale
Ausdehnung ist geringer als die kombinierte Axialausdehnung der Axialniveaus für die Zuführung.
Wie bei den zuvor genannten Ausführungsformen sind Zuführungsrolle
zum Transport der Flüssigkeit zu den Küvetten in Höhe der jeweiligen Niveaus vorhanden; desgleichen
Dränagesiphons.
Zusätzlich können die beiden Rotorbereiche einstückig ausgebildet
sein oder der Rotor kann alternativ oder zusätzlieh zu der dargestellten getrennten Ausführung in einem
anderen Bereich in zwei Teile unterteilbar sein.
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Claims (14)
- A_n_s_]2_r_ü_c_h_e( 1 J Rotor für einen Zentrifugalanalysator zur Durchführung photometrischer Messungen, mit mehreren für bestimmte Strahlungen durchlässige Wandteile besitzenden Küvetten, w dadurch gekennzeichnet, daß ein zentraler Zuführungsbereich (34, 35, 36) zur Zuführung von Flüssigkeit zum Rotor (l) in verschiedenen axialen Höhen (35* 36} vorgesehen ist, so daß jede der Küvetten (10) ihren Einlaß (36) auf einem Axialniveau hat, das sich von dem Axialniveau des Einlasses mindestens einer der anderen Küvetten (10) und dfer Auslässe (39) dieser Küvetten unterscheidet.
- 2. Rotor nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Gruppe (43) von mehreren Küvetten (10) mit Einlaßöffnungen (45), die alle auf einem Axialniveau liegen und so geformt sind, α daß eine dynamische Strömungsverteilung der Flüssigkeit von dem Zentralbereich zu den Einlassen der Küvetten dieser Gruppe (43) erfolgt.
- 3· Rotor nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß Jeder der Einlasse (45) der Gruppe (43) sich zu dem Zentralbereich hin erweitert, so daß einander Tbenaeiijbarte Einlasse (45) der Gruppe· (43). sich mit ihren Wänden- in einer Spitze (48) treffen. (Fig. A)* - —
- 4. Rotor nach einem der vorhergehenden insprOeibB , dadurch ge kennzelehne t, daß er aus mehreren auf einander geschichteten Teilen (29 bis 3^) besteht.109842/0192
- 5· Rotor nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß jeder der Teile (30, 32) in Höhe des zugehörigen Axialniveaus eine exzentrische öffnung (31) besitzt, daß eine zweite die Wandteile einer Küvette bildende öffnung (10) vorgesehen ist, und daß eine öffnung (38' die Küvette (10) mit demjenigen Bereich der exzentrischen öffnung (31)· verbindet, der die größte Entfernung von der Rotorachse besitzt und die Küvette (10) mit einem Auslaßkanal (39) ausgestattet ist.
- 6. Rotor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei Küvetten (10) unterschiedliche axiale Zuführungsniveaus haben, jedoch in axialer Richtung gleiche Ausdehnungen besitzen.
- 7. Rotor nach einem der Ansprüche 4 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens einer der Teile eine zentrale, dem Zuführungsbereich des Rotors zugeordnete öffnung besitzt, daß eine Scheidewand (46) die Zentralöffnung in zwei axial voneinander getrennte Zuführungsniveaus unterteilt, daß wenigstens zwei öffnungen (43, 44) mit gleicher Axialausdehnung die Wandteile der jeweiligen um einen Winkel gegeneinander versetzten Küvetten bilden, daß ein Einlaß (45) einer der beiden Küvetten mit einem der Zuführungsniveaus und ein Einlaß (45) zu der anderen Küvette mit dem anderen Zuführungsniveau in Verbindung steht und Kanäle (39) als Auslässe der Küvetten vorgesehen sind.
- 8. Rotor nach Anspruch J, dadurch gekennzeichnet, daß der eine Teil mehr als zwei Axialniveaus für die Zuführung und mehr als zwei angeschlossene Küvetten bildet (Fig. 6 und 9).109847/0132
- 9· Rotor nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dai3 der eine Teil einstückig ausgebildet ist (Fig. 6).
- 10. Rotor nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet., daß der eine Teil aus zwei Bereichen (52, 53"; besteht, von denen der eine Wandteile der Küvetten (10"· bildet und der andere die Einlasse, Scheidewände und Zuführungskanäle enthält
- 11. Roto^hach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der eine Teil (53) eine größere axiale Höhe besitzt als der andere Teil (52) und - im Axialschnitt betrachtet sich gegen den einen Teil (52) hin verjüngt.
- 12. Rotor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Auslässe als Siphons (39) aus-.gebildet sind.
- 13·, Rotor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß er eine Halterung (4) mit seitlich angeordneten Auslaßleitungen (19'· besitzt, welche mit den Auslässen (39) und Rohren (20·, die von den Auslaßleitungen abstehen und über die Halterung (4' überstehen, - in Verbindung stehen.
- 14. Rotor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch Zuführungsrohre (15), die sich mit einer nach außen gerichteten Radialkomponente in Höhe der verschiedenen Axialniveaus öffnen.1 098 4.//0 1 9 2Le e rs e i te
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