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Betr. : Anmeldungsbeschreibung.
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Visiereinrichtung für Schußwaffen Die Erfindung bezieht sich auf eine
Visiereinrichtung fiir Schußwaffen, wobei durch eine auf dem Korn und eine auf der
Kimme angebrachte Marke ein schnelleres Zielen in der Dammerung und beim kampfmäßigen
Schießen erreicht wird.
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Bekannt ist, dass sich die iiblichen Visiereinrichtungen nur bei Vorderlicht
bewähren, wahrend sie bei Ob@er - oder Rückenlicht kein einwandfreies Anvisieren
gestatten, weil sich die grau erscheinenden Visierteile Kimme und Korn nur sehr
schlecht von der oft dunkel erscheinenden Zielfläche abheben.
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Besonders schwierig wird das Zielen mit den iiblichen Visiereinrichtungen
bei Anbruch der Dämmerung, zu dem Zeitpunkt also, wo Verteidigungswaffen am häufigsten
eingesetzt werden müssen.
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Zur Verbesserung der Visiereinrichtungen wurden bereits versvhiedene
lösungen vorgeschlagen, die aber alle noch gewisse Wchteile hatten.
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So wurde bereits vorgeschlagen, die dem i.uge des Schützen zugekehrte
Fläche des Korns nach vorn aufwärts abzuschrägen und weiß anzustreichen. Bei einer
anderen Ausftihrung wurde das Korn als körperliches Gebilde vor eine weiße Fläche
gesetzt. Bei einer noch anderen ausführung wurde auf die schräg verlaufende weiße
Fläche des Korns eine schwarze oder bunte Markte aufgemalt. aber bei Licht von vorn
war die Marke kaum zu erkennen und bei Licht von hinten war das Korn grau. Weil
die Markierung auf dem Korn allein wenig nützt, wurden auch um die Kimme herum F.rbkennzeichnungen
angebracht. So wurde um die Kimme herum in geringem Abstand von deren Rand eine
weiße oder bunte Linie angebracht. auch dies brachte keine wesentlichen Vorteile,
da alle bisher bekannten Ausführungen bei Auflicht oder Rücklicht brauchbar sind,
aber wenig bei Gegenlicht und in der Dämmerung nützen. Es sind schon Visiereinrichtungen
bekannt, die gegen helle als auch dunkle Zielobjekte wirken.
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So haben die Engländer im Jahre 1942 auf das Korn der @istole Handfiring
device einen leuchtenden Punkt angebracht, während sie c)uf die Kimme einen Strich
mit Leuchtfarbe aufmalten. Dasselbe erfahren wurde später
angewendet, indem man auf das Korn einen weißen punkt anbrachte, der 2/3 der Breite
des Korns hatte und auf der Kimme einen weißen Strich aufbrachte, der die Breite
des punktes hatte.
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Bekannt ist auch die Variante O zu dieser Visiereinrichtung, bei welcher
der Punkt im Korn aus einer Bohrung besteht und der Strich in der Kimmenplatte aus
einem Einschnitt. Kimme und Korn sind in diesem Falle weiß angemalt.
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In der rraxis werden weiterhin oft Dachkorn, Perlkorn oder Balkenkorn
mit dreieckiger, halbrunder oder rechteckiger Kimme verwendet, die zum Teil farbig
angemalt sind.
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Die Erfindung geht davon aus, die bekannten Nachteile der bisherigen
Visiereinrichtungen zu beseitigen und eine Visiereinrichtung vorzuschlagen, die
sich psychologisch sehr schnell erfassen lässt und die von dem Schützen automatisch
in dbereinstimmung gebracht wird, sodass das Ziel bei allen Lichtverhältnissen immer
sofort in der Visierlinie liegt. bekanntlich wirkt sich ein Verkanten des Visieres
besonders unangenehm auf die Trefferergebnisse aus.
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erade dieser Zielfehler aber wird durch das neue Visier weitgehend
vermieden Bei der erfindungsgemäßen Visiereinrichtung werden Marken auf das Korn
und auf der Visierplatte (auch Kimme genannt) angebracht.
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Die Marken sollen vorzugsweise aus weißer, gelber oder Leuchtfarbe
bestehen. Sie werden so abgestimmt, dass sie für das @uge des Schützen gleich groß
und gleich leuchtend erscheinen.
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Die Marken, wowohl für das Korn als auch für die Visierplatte, bestehen
aus zwei gleichschenkligen Dreiecken, jedoch können auch Dreiecke mit anderen Winkeln
verwendet werden.
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Die Dreiecke sind erfindungsgemäß so angebracht, dass sie in der isierlinie
liegend, :it ihren Spitzen übereinanderstehen.
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Im Gesichtsfeld des Schützen befinden sich somit, wie Fig. B zeigt,
ein Dreieck auf der Visierplatte und ein auf dem Kopf stehendes Dreieck auf dem
Korn. Beide Dreiecke müssen beim Zielen so gerichtet werden, dass die Spitze des
Dreieckes Ä die Spitze des Dreieckes B berührt, womit die Höhenvisiereinstellung
gegeben ist. Gleichzeitig muss die Spitze des Dreieck
@s @ die Seitze
des Drei@ck@s B so ber@hren, dass die Seitenvisiereinstellung gegeben ist. Beide
Marken sind sehr leicht und sehr sicher in bereinstimmung zu bringen.
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Besonders die Genauigkeit der Seitenrichtung wird ausserordentlich
erhöht, sie läsrt sich mit don erfindungsmäßigen Marken @en@uer einstellen als mit
den herkömmlichen @ chtockvisieren, bei denen beim Visierch der linke Spalt an der
Kimme @enau so breit sein mus wie der rechte Spalt an der @imme.
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Die Visiermarken werden vorzugsweise auf einem Rechteckvisier angebracht.
Dabei können sie aufgeklebt, eingraviert oder eingefräst werden. Bei der erfindungsgemäfen
Visiereinrichtung erscheinen die @@@ken des Kornes und der Visierplatte @@@en dunkle
objekte oder in der D@mmerung dem @uge hell.
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Ge en helle Objekte erscheinen @echteckkimme und Korn dem Auge dunkel.
Je nach Beleuchtung wird sich somit d@s Au@e @uf das @@chteckvisier oder auf die
@@rken konzentrieren.
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D@s @ern und die Visierplatte können so ausgef@hrt sein, dass sie
sich boim Ziehen der Waffe nicht verhaken @önnen.
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Die erfindungs@e@ä@en Visiermarken erhchen den Wert einer Waffe beim
kampfmä@i@en Verteidigumgsschießen, da sie sowchl beim Deutschuss als @uch beim
Hüftschuss biltzschnell erfasst und ins Ziel @ebracht werden können.
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Die obere @l@che des Dreieckes auf dem Korn hat fast die @reite des
Kornes. Dadurch wird es besonders leicht, die waagrechte Ausrichtung der Waffe zu
erreichen, die ein Verkanten der Waffe verhindert.
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Beim Schießen auf weiter entfernte Ziele kann man den Abstand zwischen
den beiden Dreiicken genau definiert erhöhen, ohne d ss ein Verkanten oder Verändern
der Beitenreichtung auftritt.
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Durch das Anbringen einer erfindungsgemäßen Dreiecksmarke auf @@s
Korn einer Waffe mit Dioptervisier und der @nbringung dreier Eichstriche in @en
Kreis der Visierplatte erhält man ein sehr schnell erfassbares Dämmerun@svisier
für Militärwaffen.
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Die waagrechte Flüche des Dreiecks, das sich auf dem Korn befindet,
wird vom Auge erweitert, bis die gedachte Linie an den beiden seitlichen Leuchtstrichen
auftrifft, und somit die Visierrichtung in der Höhe festlegt.
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Die gedachte Linie von der Spitze des Dreiecks zu dem im Diopterloch
unten li@@enden Leuchtstrich legt zusätzlich noch die Seitenrichtung fest.
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Von großem Vorteil ist, dass die auf dem Kopf stehende, leuchten@e
Dreiecksm rke in der Däm@erung @ut und schnell in das Ziel ebracht werden kann.
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Die im Diopterloch liegenden 3 Leuchtstriche fügen sich dann fast
automatisch in das Zielbild ein und zentrieren das Korn in der Mitte des Diopterloches.
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Die Erfindung wird an Hand von Zeichnungen mit zwei Ausführungeheispielen
näher erlautert.
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Fig. 1. Ein Korn, wie es vom Schützen gesehen wird.
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Fig. 2. Ein Korn in perspektivischer Darstellung.
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Fig. 3. Die Visierpiatte, wie sie vom Schützen gesehen wird.
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Fig. 4. Die Marken, wie sie in ubereinstimmung gebracht werden sollen.
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Fig. 5. Die Visierung bei starkem Vordericht.
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Fig. 6. Die Visiereinrichtung mit den beiden weißen Marken bei Rücklicht
oder in der Dämmerung.
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Fig. 7. Ein Diopterkorn mit Dreieck, wie es vom Schützen gesehen wird.
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Fig. 8. Ein Diopterloch mit drei Leuchtstrichen, wie es vom Schützen
gesehen wird.
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Fig. 9. Die Dioptervisiereinrichtung mit Leuchtmarken, wie sie vom
Schützen gesehen wird.
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Wach i"ig. 1 ist die in der bricht des Schützen liegende Flache des
Kornes 10 mit einem auf dem Kopf stehenden gleichschenkliegen weißen Dreiecksmarke
11 versehen.
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Die Marke kann aus weißer oder heller Farbe bestehen, die in das Korn
eingelassen oder eingraviert wird, sie kann aber auch nur aufgeklebt sein.
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Die obere waagrechte Fläche des Dreieckes 11 erreicht fast die Breite
des Korns. Das Dreieck 11 befindet sich fast am oberen Ende des Korns. Fig. 2. Das
Korn 12 kann abgeschrägt sein, damit es beim Ziehen der Waffe nicht verhakt.
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Fig. 3 zeit die Visierplatte 13 mit der aufgebrachten Dreiecksmarke
14. Sie kann dieselbe Größe, dieselbe Farbe und dieselbe Form wie die Dreiecksmarke
11 haben. Die Dreiecksmarke 14 wird so angebracht, dass sie sich genau in der niete
der Kimme befindet und mit der Spitze nach oben zeigt.
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In Fig. 4 sind die beiden Dreiecksmarizen 11 und 14 zu sehen, wie
sie beim Zielen in Wbereinstimmunb gebracht werden sollen.
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Fig. 5 zeigt die Visiereinrichtung bei starkem Vorderlicht.
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Korn und Kimme erscheinen fast schwarz. Die Farbmarken sind kaum erkennbar,
es wird auf herkömmliche Art und rait schwarzem Korn und schwarzer Kimme gezielt.
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Fig. 6 zeigt die Visiereinrichtung bei Rücklicht oder in der Dämmerung.
»un leuchten die Kprn- und die Visiermarke auf und sind deutlich zu sehen. Dagegen
ist die dunkle summe und das dunkle Korn gegen den dunklen Zielerund kaum mehr erkennbar.
für das Rechteckkorn ist eine Stärke' von 3 mm zweckmäßig.
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Die Kimme kann weit gehalten werden, da die genaue Seitenrichtung
durch die beiden Dreieckspitzen bestimmt wird.
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lig. 7 zeigt das Korn 15 5 für eine Dioptervisiereinrichtung.
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uch hier befindet sich am Kornende die Dreiecksmarke 16.
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In Fig. 8 ist das Durchblickloch 17 des Diopters mit den drei Leuchtmarken
18 zu sehen. Die Marken bestehen zweckmäßig aus drei leuchtenden Strichen.
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ig. 9 zeigt das Dioptervisier mit den Marken, wie es der Schütze sieht.
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In der Mitte ist gut sichtbar die leuchtende Dreiecksmarke 16 auf
dem Diopterstachel 15 angebracht.
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In dem darum herum sichtbaren Diopterloch 17 befinden sich die 3 Leuchtstriche
18.
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Dem Schützen fällt es leicht, das Ziel auch im Dunkeln auf dem Dreieck
aufsitzen zu lassen und das Diopterloch 17 im gleichen Abstand, mittels der 3 Leuchtmarken
18 zu zentrieren.