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"Formschließvorrichtung, insbesondere für kunststoffverarbeitende
Spritzgießmaschinen"
Die Erfindung betrifft eine Formschließvorrichtung, insbesondere für kunststoffverarbeitende
Spritzgießmaschinen, mit einer feststehenden und einer verschiebbaren Formträgerplatte,
von denen die verschiebbare Formträgerplatte zum Zwecke des Öffnens und Schließens
der Form unmittelbar - oder mittelbar unter Zwischenschaltung einer Stützplatte
- mit Hilfe mindestens einer aus Kolben und Zylinder bestehenden hydraulischen Verschiebeeinheit
mit großem Arbeitshub und zum Zwecke des Zuhaltens und Trennens der Form mittels
mindestens einer weiteren aus Kolben und Zylinder bestehenden hydraulischen Druckeinheit
mit kleinem Arbeitshub, die an der verschiebbaren Formträgerplatte angeordnet ist,
beweg bar ist, wobei eines der beiden Teile der Druckeinheit, nämlich Kolben oder
Zylinder, nach Erreichen der Arbeits-Ausgangsposition zumindest mittelbar mechanisch
verriegelbar ist.
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Bei einer bekannten Formschließ- und Zuhaltevorrichtungdieser Art
(DAS 1 147 750) ist die verschiebbare Formträgerplatte zugleich Zylinder der hydraulischen
Druckeinheit für das Zuhalten.
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Die hydraulische Verschiebeeinheit ist derart angeordnet, daß der
verlängerte Kolben der Druckeinheit, der nach erfolgter mechanischer Verriegelung
als Abstützung für die große Zuhaltekraft wirkt, zugleich Zylinder für den Kolben
der zentral angeordneten Verschiebeeinheit ist. Die Einstellung der unterschiedlichen
Formhöhen erfolgt über eine in der Stützplatte geführte Gewindebüchse.
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Diese Konzeption erfordert die präzise Bearbeitung gewichts- und volumenmäßig
großer Bauteile und führt so zu hohen Herstellkosten.
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Darüber hinaus wird durch die geschachtelte Bauweise die Wartung und
der Austausch funktionell wichtiger Verschleißteile erschwert.
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Der Verschiebekolben mit unterschiedlichen Kolbenflächen für Vor-und
Rücklauf kann nur im offenen hydraulischen Kreislauf gefahren werden, wodurch in
manchen Fällen die Bewegungscharakteristik der verschiebbaren Formträgerplatte beim
Beschleunigen und Abbremsen Unstetigkeiten zeigt. Dieser sogenannte "Stick-Slip-Effekt"
kann bei offenem hydraulischen Kreislauf nur mit Hilfe aufwendiger und störanfälliger
hydraulischer Zusatzeinrichtungen vermieden werden.
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Die Verschiebegeschwindigkeiten für die Schließ- und Öffnungsbewegung
sind zufolge der unterschiedlichen Kolbenflächen bei konstanter Pumpenfördermenge
verschieden groß.
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Die Versorgung der hydraulischen Druckeinheit mit Druckflüssigkeit
erfolgt über Schlauchleitungen, die infolge der betriebsbedingten Schließ- und Öffnungsbewegungen
zur Störanfälligkeit neigen.
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Bei einer anderen Formschließ- und Zuhaltevorrichtung (DBGM 1 972
274) ist die verschiebbare Formträgerplatte ebenfalls als Zylinder der hydraulischen
Druckeinheit für das Zuhalten der Form ausgebildet, wobei der verlängerte Kolben
nach erfolgter mechanischer Verriegelung als Abstützung für die große Zuhaltekraft
wirksam ist. Das Bewegen der Verschiebbaren Formträgerplatte erfolgt über ein oder
mehrere hydraulische Verschiebeeinheiten, deren Zylinder an der feststehenden Stützplatte
und deren Kolbenstangen an der verschiebbaren Formträgerplatte befestigt sind. Die
Formhöhenverstellung erfolgt derart, daß der verlängerte Kolben der Druckeinheit
im Eingriffsbereich der Verriegelungsbacken auf einer etwa der Formhöhendifferenz
entsprechenden Länge mit gewindeförmigen Rillen versehen ist, in die entsprechende
Rillen der Verriegelungsbacken eingreifen.
Mit Ausnahme der einfacheren
und kostengünstigeren Herstellbarkeit, der besseren Zugänglichkeit und der schnelleren
Austauschbarkeit der außenliegenden hydraulischen Verschiebeeinheiten besitzen alle
anderen für die erste Formschließ- und Zuhaltevorrichtung genannten Nachteile auch
für diese Konzeption Gültigkeit.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Formschließ- und Zuhaltevorrichtungen
der beschriebenen Art so auszubilden, daß neben einer wirtschaftlicheren Herstel]barkeit
auch eine Verbesserung der Betriebssicherheit und der Funktion erzielt wird.
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Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch die Kombination folgender
teilweise bekannter Merkmale gelöst: Es sind mindestens eine, vorzugsweise jedoch
zwei hydraulische Verschiebeeinheiten, und zwar in außermittiger Anordnung vorgesehen;
die von der Druckflüssigkeit beaufschlagten Arbeitsräume der doppelt wirkenden hydraulischen
Verschiebeeinheiten sind unter unmittelbarer Zwischenschaltung eines geeigneten
Steueraggregates und unter Vermeidung von Schlauchleitungen mit den Arbeitsräumen
der doppelt wirkenden Druckeinheit in Reihenschaltung verbunden; sowohl die Zylinder
der Verschiebeeinheiten als auch das besagte Steueraggregat sind mit der verschiebbaren
Formträgerplatte bzw. mit der verschiebbaren Stützplatte fest verbunden.
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Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung weist der Zylinder der doppelt
wirkenden Druckeinheit eine wirksame Länge auf, die um den Arbeitshub größer ist
als die Differenz zwischen größter und kleinster Einbauhöhe der geteilten Form.
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Dariiberhinaus sieht die erfindung vor, daß die Kolbens tangen der
hydraulischen Verschiebeeinheiten mit Bohrungen versehen sind, durch die die Druckflüssigkeit
in die Arbeitsräume der Zylinder gelangt.
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In zweckmäßiger Ausbildung der Erfindung weisen die hydraulischen
Verschiebeeinheiten durchgehende Kolbenstangen und gleiche Kolbenflächen für Vor-
und Rücklauf auf.
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Die Erfindung sieht auch vor, daß die Leitungen, über die das Druckmittel
in die hydraulischen Verschiebeeinheiten eintritt bzw. aus ihnen austritt, während
des Öffnens und Schließens der Form mittels geeigneter Steueraggregate zu einem
geschlossenen hydraulischen Kreislauf verbunden sind.
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Zu der Erfindung gehört außerdem, daß zur Versorgung des hydraulischen
Kreislaufes eine Hydropumpe mit veränderlichem Fördervolumen vorgesehen ist.
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Die genannten Merkmale führen zu einer erheblichen Verbesserung der
Maschine im Sinne der Aufgabenstellung.
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So werden durch die dezentrale Anordnung der hydraulischen Verschiebeeinheit
bzw. -einheiten kostspielige Arbeitsgange vermieden und gleichzeitig die Möglichkeit
geschaffen, auf handelsübliche, typisierte Hydraulikzylinder zurückzugreifen.
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Bei Verwendung von hydraulischen Verschiebbeinheiten mit durchgehender
Kolbenstange und gleich großen Kolbenflächen für den Vor- und Rücklauf ist es möglich,
das System im geschlossenen hydraulischen Kreislauf zu fahren. Damit wird auf einfache
Weise der "Stick-Slip-Effekt" vermieden, der bei offenem Kreislauf nur durch den
Einsatz kostspieliger und störanfälliger Zusatzaggregate, wie Drosseln, Bremsventile,
Vorspannventile, langen Dämpfungswegen in den Zylindern und Mehrstufenpumpen ausgeschaltet
werden kann. Der Aufwand steigt dabei mit zunehmenden bewegten Massen, d.h. mit
zunehmender Maschinengröße.
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Durch die Reihenschaltung der hydraulischen Verschiebe- und Druckeiri1#-#itc#
wird neben dem Wegfall störanfälliger und infolge von Sich####itsanforderungen in
der Druckbelastbarkeit begrenzter
Schlauchleitungen erreicht, daß
die höchstmöglichen Pumpendrücke gefahren werden können, was zu kleineren Abmessungen
der Verschiebe- und Druckeinheiten und zu kleineren Nennweiten der Hydroventile
für deren Druckflüssigkeitsversorgung führt. Durch den Wegfall langer elastischer
Leitungen und Flüssigkeitssäulen werden die Schaltvorgänge der Hydro-Ventile nicht
mehr störend beeinflußt.
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Die Verwendung einer Hydro-Pumpe mit verstellbarem Fördervolumen ermöglicht
es, die Bewegungsabläufe beim Öffnen und Schließen der Form sowie beim Zuhalten
und Trennet0der Form feinfühlig und stufenlos zu steuern.
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Nachfolgend wird die Erfindung anhand einiger Ausführungsbeispiele,
die in den Abbildungen 1 bis 4 dargestellt sind, erläutert. Die Erfindung beschränkt
sich jedoch nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele.
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Es zeigen: Figur 1 eine Formschließ- und Zuhaltevorrichtung mit zwei
dezentral angeordneten hydraulischen Verschiebeeinheiten mit durchgehender Kolbenstange
und gleich großen Kolbenflächen, die im geschlossenen hydraulischen Kreislauf von
einer Hydro-Pumpe mit verstellbarem Fördervolumen mit Druckflüssigkeit versorgt
werden und mit der hydraulischen Druckeinheit direkt in Reihe geschaltet sind.
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Figur 2 eine Formschließ- und Zuhaltevorrichtung mit zwei dezentral
angeordneten hydraulischen Verschiebeeinheiten mit durchgehender Kolbenstange und
gleich großen Kolbenflächen, die von einer Hydro-Pumpe mit verstellbarem Fördervolumen
im offenen hydraulischen Kreislauf gefahren werden und mit der hydraulischen Druckeinheit
direkt in Reihe geschaltet sind.
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Figur 3 eine Formschließ- und Zuhaltevorrichtung mit zwei dezentral
angeordneten hydraulischen Verschiebeeinheiten mit verschieden großen Kolbenflächen,
die im offenen hydraulischen Kreislauf von einer Hydro-Pumpe mit verstellbarem Fördervolumen
mit Druckflüssigkeit versorgt werden und mit der hydraulischen Druckeinheit direkt
in Reihe geschaltet sind.
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Figur 4 eine Formschließ- und Zuhaltevorrichtung mit zwei eezentral
angeordneten hydraulischen Verschiebbeinheiten mit durchgehender Kolbenstange und
gleich großen Kolbenflächen, die von einer Hydro-Pumpe mit verstellbarem Fördervolumen
im offenen hydraulischen Kreislauf gefahren werden und mit der hydraulischen Druckeinheit
direkt in Reihe geschaltet sind, wobei abweichend von dem Ausführungsbeispiel nach
Figur 2 die Zylinder der hydraulischen Verschiebeeinheiten sowie das Steueraggregat
nicht an der verschiebbaren Formträgerplatte sondern an einer verschiebbaren Stützplatte
befestigt sind.
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Bei dem Ausführungsbeispiel nach Figur 1 sind an einem Maschinenrahmen
1 eine feststehende Formträgerplatte 2 und eine Stützplatte 3 fest angeordnet. Die
feststehende Formträgerplatte und die Stützplatte sind durch vier Holme 4 verbunden.
Auf den Holmen gleitet eine verschiebbare Formträgerplatte 5. Eine Hälfte der geteilten
Form 6 ist an der feststehenden Formträgerplatte 2 und die andere Hälfte an der
verschiebbaren Foiinträgerplatte 5 befestigt. Auf ihrer der geteilten Form 6 abgekehrten
Seite ist die verschiebbare Formträgerplatte als Zylinder 8 einer hydrats lisbhen
Druckeinheit 7 zum Zuhalten und Trennen der Form 6 ausgebildet. Ein zu dieser Druckein#eit
7 gehörender Kolben 9 teilt die beiden Druckräume 11 und 12 voneinander. Der Kolben
9
der hydraulischen Druckeinheit ist mit einer Kolbenstange 10 verbunden,
die in der Arbeitsstellung des Kolbens an der feststehenden Stützplatte 3 verriegelbar
ist, und zwar mit Hilfe von Verriegelungsschiebern 13, die jeweils durch aus Kolben
und Zylinder bestehenden hydraulischen Verschiebeeinheiten 14 bewegbar sind. Die
Verriegelungsschieber 13 legen sich in verriegeltem Zustand gegen eine Schulter
der Kolbenstange 10 und bewirken somit eine Abstützung des Kolbens 9 an der Stützplatte
3. Das Schließen und Öffnen der geteilten Form 6 erfolgt mit Hilfe zweier hydraulicher
Verschiebeeinheiten 15, deren Zylinder 16 an der verschiebbaren Formträgerplatte
5 befestigt sind. In den Zylindern 16 der Verschiebeeinheiten gleiten Kolben 17
mit durchgehenden Kolbenstangen 18, die jeweils an ihrem einen Ende mit der Stützplatte
3 fest verbunden und an ihrem anderen Ende in der feststehenden Formträgerplatte
2 gelagert sind. Die Kolbenstangen 18 der hydraulischen Verschiebeeinheiten 15 sind
mit Bohrungen versehen, durch die die Druckflüssigkeit Jeweils in die beiden Arbeitsräume
19 und 20 des Zylinders 16 gelangt.
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Die Versorgung der hydraulischen Druckeinheit 7 und der hydraulischen
Verschiebeeinheiten 15 mit Druckflüssigkeit erfolgt über eine vom Maschinenrahmen
1 getrennte Hydraulikstation, in der eine Hydropumpe 21 mit verstellbarem Fördervolumen
von einem Elektromotor 24 angetrieben wird.
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Eine von dem gleichen Elektromotor 24 angetriebene Speisepumpe 27
fördert über einen Kühler 28 und ein Rückschlagventil 29 Druckflüssigkeit in die
Ansaugleitung der Hydropumpe 21 und bewirkt so die hydraulische Vorspannung des
geschlossenen
Kreislaufs. Der Zuführdruck der Speisepumpe und damit der Vorspanndruck wird über
ein Druckbegrenzungsventil 30 eingestellt. Bei geschlossenem hydraulischen Kreislauf
ist ein Spülventil 31, das auf der Druckseite der Hydropumpe 21 angeordnet ist,
geschlossen. Der Arbeitsdruck innerhalb des geschlossenen Kreislaufs wird über ein
Druckbegrenzungsventil 25 eingestellt.
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Die Versorgung der hydraulischen Verschiebeeinheiten 15 und der hydraulischen
Druckeinheit 7 erfolgt über Steueraggregate 22 und 23. Das Steueraggregat 22 ist
ein mit der verschiebbaren Formträgerplatte fest verbundenes elektromagnetisches
Wegeventil, das in Reihenschaltung zwischen der hydraulischen Verschiebeeinheit
und der hydraulischen Druckeinheit angeordnet ist. Das Steueraggregat 23 ist ein
elektromagnetisches Wegeventil, das in die Verbindung zwischen der Hydropumpe und
den hydraulischen Verschiebeeinheiten eingeschaltet ist.
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Zur Vermeidung unnötig hoher Ölerwärmung ist bei geschlossenem Steueraggregat
23 das Spülventil 31 auf Durchfluß geschaltet.
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Die von der Hydropumpe 21 geförderte Druckflüssigkeit fließt nun über
das Spülventil 31, einen Kühler 32 und einen Filter 33 zurück in den Tank. Die Speisepumpe
27 entnimmt dem Tank die gleiche Menge gekühlter Druckflüssigkeit und führt sie
über den Kühler 28 und das Rückschlagventil 29 wieder der Ansaugleitung der Hydropumpe
21 zu.
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In Figur 1 ist die geteilte Form 6 in geschlossenem Zustand dargestellt
und alle Ventile befinden sich in O-Stellung. Beim Schließen der Form wird das Steueraggregat
23 (ein elektroin magnetisches Wegevent erregt und die Druckflüssigkeit tritt in
die Arbeitsräume 20 der Verschiebeeinheiten 15 ein. Das
Steueraggregat
22 (ein elektromagne tisches Wegeventil) ist dabei in 0-Stellung und die Druckräume
11 und 12 der hydraulischen Druckeinheit 7 sind abgesperrt. in den Arbeitsräumen
19 der Verschiebeeinheiten 15 herrscht Niederuck; das Spülventil 31 ist ebenfalls
erregt.
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Nach Schließen der Form erfolgt das Zuhalten unter großer kraft. Zu
diesem Zweck werden zunächst die Verriegelungsschieber 13 Illit Hilfe der zugehörigen
Verschiebeeinheiten lil eingefahren und anschließend das Steueraggregat 22 in Richtung
erregt. 1>er Flässigkeitsstrom fließt nun von den Arbeltsräumen 20 in den Druckraum
12 der Druckeinheit 7 und baut dort den Zuhaltedruck auf. Das Steueraggregat 23
bleibt während dieses In Druckraumichtun bleibt während dieses Vorganges erregt.
indem Druckraum 11 der Druckeinheit und in den Arbeitsräumen 19 der-Verschiebeeinheiten
herrscht Niederdruck, das Spülventil 31 ist erregt.
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Nach erfolgtem Spritzvorgang wird die Form entlastet und werden die
beiden Formhälften getrennt. Das geschieht durch Erregung des Steueraggregates 22
in umgekehrter Richtung, a, wodurch der Druckraum 12 entlastet und der Druckraum
11 beaufschlagt wird. Hierdurch bewegt sich der Kolben 9 der Druckeiniieit so lange
in Richtung auf die feststehende Formträgerplatte 2, bis eine Rückzugfläche 34,
die an der Kolbenstange 10 angeordnet ist, zur Anlage an der Stützplatte 3 kommt.
Jetzt wirtl die Treunkraft vom Kolben der Druckeinheit auf die Stützplatte 3 übertragen
und die verschiebbare Formträgerplatte 5 bewegt sich um ein bestimmtes Maß (Losreißhub)
in Richtung auf die Stützplatte 3. Hierbei bleiben das Steueraggregat in Richtung
b 23 und das Spülventil 31 31erregt. Die überschüssige Flüssigkeit strömt über das
Druckbegrenzungsventil 26 in den Tank zurück. Während des Trennens der beiden Formhälften
werden die Verriegelungsschieber 13 bereits zurück-
Für das Öffnen
der Form geht das Steueraggregat 22 in O-Stellungs wodurch die Druckräume 11 und
12 abgesperrt werden. Das Steueraggregat 23 wird in
Richtg Richtung erregb und die Drucliflüssigkeit strömt in die Arbeitsräur£ie 19
der Verschiebeeinheiten, während in den Arbeitsräutnen 20 Niederdruck herrscht.
Das Spülventil 31 ist el#egt.
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im Die Verschiebemöglichkeit des Kolbens 9
Zylinder 8 der Druckeinheit 7 entspricht der Differenz zwischen größter und kleinster
möglicher Formllthe zuziigLich eines kleinen Arbeitshubes zum Zwecke des Zuhaltens
bzw. Trennes der Form.
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Durch Erregung des Steueraggregates 23 in Richtung b bei gleichzeitiger
Erregung des Steueraggregates 22 in Richtung a (Druck im Druckraum 11) kann bei
geschlossener Form und verriegelter Kolbenstange 10 die Formeinbauhöhe vergrößert
bzw. durch Erregung des Steueraggregates 22 in Richtung b (Druck im Druckraum 12
) verkleinert werden. Dabei ist das Spülventil 31 erregt. Eine einmal eingestellte
Formhöhe wird am binde eines jeden Arbeitszyklus wieder erreicht.
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Figur 2 zeigt die gleiche Foruschließ- und Zuhaltevorrichtung wie
Figur 1, die in diesem Beispiel im offenen hydraulischen Kreislauf gefahren wird.
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Die Druckflüssigkeitsversorgung erfolgt über eine Hydropumpe 21 mit
verstellbarem Fördervolumen. Der Arbeitsdruck wird über Aas Druckbegrenzungsventil
25 eingestellt. Der Arbeitsablauf ist analog dem im Zusammenhang mit Figur 1 beschriebenen.
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Formschliessen: Das Steueraggregat 23 ist erregt in Richtung b, in
den Arbeitsräumen 20 herrscht Hochdruck, die Arbeitsräume 19 sind drucklos. Das
Steueraggregat 22 befindet sich in 0-Stellung, die Druckräume 11 und 12 sind abgesperrt.
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Formzuhalten: Die Kolbens tange 10 der hydraulisclzell Druckeinheit
ist mit Hilfe der Verriegelungsschieber 13 verriegelt. Das Steueraggregat 23 sowie
das Steueraggregat 22 sind beide in Richtung b erregt, in den Arbeitsräumen 20 sowie
im Druckraum 12 herrscht Hochdruck, die Arbeitsräume 19 sowie der Druckraum 11 sind
drucklos.
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Formentlasten und Trennens Das Steueraggregat 23 ist in Richtung b
und das Steueraggregat 22 in Richtung a erregt, in den Arbeitsräumen 20 sowie in
Druckraum 11 herrscht Hochdruck, die Arbeitsräume 19 und der Druckraum 12 sind drucklos.
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Formöffnen: Die Verriegelungsschieber 13 sind zurückgefahren und geben
die Kolbenstange 10 der hydraulischen Druckeinheit frei. Das Steueraggregat 23 ist
in Richtung a erregt, in den Arbeitsräumen 19 herrscht Hochdruck, die Arbeitsräume
20 sind drucklos. Das Steueraggregat 22 befindet sich in O-Stellung, die Druckräume
11 und 12 sind abgesperrt.
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Formhöhenverstellung: Die Kolbenstange 10 der hydraulischen Druckeinheit
ist verriegelt. Zur Vergrößerung der Formeinbauhöhe wird das Steueraggregat 23 in
Richtung b erregt, es herrscht Hochdruck in den Arbeitsräumen 20, die Arbeitsräume
19 sind drucklos. Das Steueraggregat 22 wird in Richtung a erregt, es herrscht Hochdruck
im Druckraum 11, der Druckraum 12 ist drucklos. Zur Verkleinerung der Formeinbauhöhe
wird das Steueraggregat 23 in Richtung b erregt, in den Arbeitsräumen 20
herrscht
Hochdruck, die Arbeitsräume 19 sind drucklos.
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Das Steueraggregat 22 wird in Richtung b erregt, es herrscht Hochdruck
im Druckraum 12, der Druckraum 11 ist drucklos.
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Figur 3 zeigt eine Formschließ- und Zuhaltevorrichtung, bei der das
Schliessen und Öffnen der Form mit Hilfe von zwei Verschiebeeinheiten mit Je unterschiedlich
großen Kolbenflächen für Vor- und Rücklauf im offenen Kreislauf erfolgt, Die Zylinder
16 der Verscsiebeeinheiten sind wie in den vorangegangenen Beispielen mit der verschiebbaren
Formträgerpitte 5 verbunden. Die Kolbenstange 18 ist für die Druckflüssigkeitszufuhr
mit zwei Bohrungen versehen und lediglich an der Sttitzplatte 3 befestigt. Der Ablauf
eines Arbeitszyklus und die $*F dazu erforderliohen Schaltungen der Steueraggregate
sind analog den im Zusammenhang mit Figur 2 beschriebenen.
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In Figur 4 ist eine andere Ausführung der erfindungsgemäßen Formschließvorrichtung
dargestellt.
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Auf dem Masohinenrahmen 1' ist die feststehende Formträgerplatte 2'
befestigt, die die eine Hälfte der Form 6' trägt. Mit der verschiebbaren Stützplatte
3' sind idie, gegenüber dem maximalen Formöffnungaweg verkürzten Holme 4i fest verbunden.
Auf den Holmen 4t und, falls erforderlich, zusätzlich auf dem Maschinenrahmen 1!
wird die bewegliche Formträgerplatte 5' geführt, welche die andere Hälfte der Form
6' trägt. Auf der der Form abgekehrten Seite der Stützplatte 3' befindet sich die
hydraulische Druckeinheit 7', bestehend aus dem Zylinder 8' und dem Kolben 9t, dessen
Kolbenstange 10' auf die bewegliche Formtragerplatte 5 wirkt. Der Kolben 9' der
Druckeinheit trennt
im Zylinderraum die beiden Druckräume 11t und
12' voneinander, die zum Zwecke des Zuhaltens bzw. Trennens der Formhälften mit
Druckflüssigkeit beaufschlagt werden. Im geschlossenen Zustand der Form durchdringen
die verkürzten Holme 4' die feststehende Formträgerplatte 2' und werden, bevor die
große Zuhaltekraft über das System aufgebracht wird, mittels der Verriegelungsschieber
13t, die von hydraulischen Verschiebeeinheiten 14t betätigt werden, verriegelt.
Das Verschieben der Stüzplatte 3' und der über die Kolbenstange 10' des Kolbens
9 damit verbundenen beweglichen Formträgerplatte 5t erfolgt mittels der hydraulischen
Verschiebeeinheiten Iric, die aus den an der Stützplatte 3' befestigten Zylinder
16t und den auf den durchgehenden Kolbenstangen 18 befestigten Kolben 17' bestehen.
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Die Kolben 17' trennen die Zylinderräume der hydraulischen Verschiebeeinheiten
in die Arbeitsräume 19' und 20', die zum Öffnen bzw. Schließen der Form wechselweise
mit Druckflüssigkeit beaufschlagt werden. Die Druckflüssigkeitsversortung des hydraulischen
Systems erfolgt über eine Hydropumpe 21' mit verstellbarem Fördervolumen, die von
einem Elektromotor 241 angetrieben wird. Der Druck im System wird durch ein Druckbegrenzungsventil
251 in seiner Höhe begrenzt.
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Zum Schliessen der Form wird das Steueraggregat 23' in Richtung a
erregt. Die Druckflüssigkeit strömt in die Arbeitsräume 20' der Verschiebeinheiten
15'. Nachdem die beiden Hälften der Form 6' geschlossen sind, werden die Holme 41
hydraulisch mittels der Verriegel#ungsschieber 13' mit der feststehenden Formträgerplatte
2' verriegelt. Nachfolgend wird dar mit der Stützplatte 3' verbundene Steueraggregat
22 t in Richtung a erregt. Die Druckflüssigkeit strömt über die Arbeitsräume20'
in
den Druckraum 11'. Nachdem die Formhälften getrennt sind, wird das Steueraggregat
22' in Nullstellung geschaltet, wodurch der Kolben 9 in seiner Stellung festgehalten
wird. Zum Öffnen der Form wird, nachdem die Verriegelungsschieber 13' zurückgezogen
wurden, das Steueraggregat 23' in Richtung b erregt, wodurch die Druckflüssigkeit
in die Arbeitsräume 19' eintritt.
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Die Einstellung der Formhöhe erfolgt hydraulisch. Zu diesem Zweck
wird nach erfolgter Verriegelung über die Verriegelungsschieber 13 der Druckraum
11' zum Zweck der Formhõhenvergrößerlng bzw.
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der Druckraum 12' zum Zweck der Formhöhenverringerung über die Arbeitsräume
20t und die Steuersggregate 22' und 23' beaufschlagt.
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Dabei wird das Steueraggregat 23' in beiden Fällen in Richtung a erregt,
das Stsueraggregat 22' wird zum Vergrößern der Formeinbauhöhe in Richtung b und
zum Verkleinern der Formeinbauhöhe in Richtung a erregt. Eine einmal eingestellte
Formhöhe wird am Ende eines jeden Arbeitszyklus wieder erreicht.
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- Patentansprüche -