[go: up one dir, main page]

DE211181C - - Google Patents

Info

Publication number
DE211181C
DE211181C DE1906211181D DE211181DA DE211181C DE 211181 C DE211181 C DE 211181C DE 1906211181 D DE1906211181 D DE 1906211181D DE 211181D A DE211181D A DE 211181DA DE 211181 C DE211181 C DE 211181C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fluid
incandescent
ammonia
bound
acidity
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE1906211181D
Other languages
English (en)
Filing date
Publication of DE211181C publication Critical patent/DE211181C/de
Application filed filed Critical
Priority to AT41466D priority Critical patent/AT41466B/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F21LIGHTING
    • F21HINCANDESCENT MANTLES; OTHER INCANDESCENT BODIES HEATED BY COMBUSTION
    • F21H1/00Incandescent mantles; Selection of imbibition liquids therefor

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Cosmetics (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 4/. GRUPPE
GEORG BUHLMANN in GR.-LICHTERFELDE.
flacher Glühstrünipfe.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 29. Juni 1906 ab.
Bekanntlich werden im Glühlichtgeschäft neben den fertig abgebrannten Glühkörpern . noch sehr große Quantitäten Glühstrümpfe als sogenannte flache Ware, d. h. als fertig genähte und imprägnierte, aber· nicht abgebrannte Strümpfe gehandelt. Hierfür ist es wünschenswert, daß diese Strümpfe möglichst wenig hygroskopisch sind, weil ' bekanntermaßen derartige Glühkörper mit feuchtem
ίο Griff sich sehr schlecht abbrennen; man benutzt deshalb zum überseeischen Versand vielfach verlötete Zinkkisten, ohne damit die genannten Schwierigkeiten, besonders in Ländern mit feuchtem Klima, zu beheben.
Die Irriprägnation mit den üblichen Leuchtsalzen, also insbesondere den Nitraten der Edelerden, wie Thor-Cermischung, die durchgängig hygroskopisch sind, erteilt diese Eigenschaft auch dem Strumpfe, ebenso wie den ferneren Ubelstand, daß infolge der sauren Reaktion die Festigkeit der Gestricke, besonders bei längerem Lagern, beeinträchtigt wird.
Dieser letztere Übelstand steigert sich bei den Strümpfen, die aus Zellulose hergestellt sind, in dem Maße, daß ein solcher Strumpf schon kurze Zeit nach dem Imprägnieren und Trocknen total zundrig ist, so daß er beim Aufziehen auf die Form schadhaft und unbrauchbar wird. Auch lassen sich derartige Gewebe überhaupt nicht abbrennen, sondern zerstäuben in der Flamme explosionsartig in kleine Teile. Diese Erscheinung ist bei Strümpfen aus gewachsener Zellulose (Baumwolle, Ramie o. dgl.) nicht wahrnehmbar, ebenso wie die Schwächung der Faser nicht so weitgehend ist. Das kann darin begründet sein, daß die künstliche Seide keine unveränderte, sondern eine oxydierte oder hydroxydierte Zellulose oder eine solche geringerer Molekulargröße darstellt, und als solche sich gegen Nitrate anders verhält als Zellulose.
Der Erfinder hat nun gefunden, daß man diese, besonders bei der Verarbeitung der Kunstseide schwer empfundenen Ubelstände beseitigen kann, indem man die Acidität des Fluids herabsetzt. Dies kann in verschiedener Art geschehen. Man kann dem fertigen Fluid Ammoniak oder andere flüchtige Basen zusetzen. Ferner kann man Thoroxydhydrat oder andere als Bestandteile des Fluids geeignete basische Körper in Hydroxydform zur Herabsetzung der Acidität des Fluids benutzen; ev. auch in Form ihrer organischen nicht fällenden Salze. Jeder derartige Zusatz wirkt auf Herabminderung der genannten Übelstände.
Eine obere Grenze ist dadurch gegeben, daß die Fluidbestandteile gelöst bleiben und das Fluid klär ist. Bei vorsichtigem Zusatz von Ammoniak bildet sich ein Niederschlag von Hydraten oder Leuchterden, der sich bei starkem Umschütteln zunächst wieder löst. Die Grenze für Ammoniak liegt also da, wo ■' sich der Niederschlag nicht mehr löst. Ein etwa verbleibender Niederschlag kann abfiltriert oder auch durch Zusatz einiger Tropfen flüchtiger Säure wieder in Lösung gebracht werden.
Die mit einem derartigen Fluid hergestellten flachen Strümpfe sind nicht merkbar hygro-
skopisch, werden nicht mürbe und brennen sich ruhig und gleichmäßig und gut formend ab.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Herstellung nicht hygroskopischer, nicht mürbe werdender, flacher Glühstrümpfe, dadurch gekennzeichnet, daß die Acidität des zur Tränkung der Gewebe dienenden Fluids dadurch herabgesetzt wird,' daß die an die Edelerden gebundene Säure durch Zusatz geeigneter basischer Substanzen, wie Ammoniak, zum Teil an diese gebunden wird.
DE1906211181D 1906-06-28 1906-06-28 Expired - Lifetime DE211181C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT41466D AT41466B (de) 1906-06-28 1907-02-16 Verfahren zur Herstellung nicht hygroskopischer, nicht mürbe werdender, flacher Glühstrümpfe.

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE211181C true DE211181C (de)

Family

ID=473015

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1906211181D Expired - Lifetime DE211181C (de) 1906-06-28 1906-06-28

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE211181C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4897584A (en) * 1987-03-02 1990-01-30 Heidelberger Druckmaschinen Ag Device and method for detecting the coil temperature of a direct-current motor, especially a brushless direct-current motor

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4897584A (en) * 1987-03-02 1990-01-30 Heidelberger Druckmaschinen Ag Device and method for detecting the coil temperature of a direct-current motor, especially a brushless direct-current motor

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1585514A1 (de) Verfahren zum Stricken von Florgewebe
DE211181C (de)
AT41466B (de) Verfahren zur Herstellung nicht hygroskopischer, nicht mürbe werdender, flacher Glühstrümpfe.
DE243433C (de)
DE443766C (de) Verfahren zur Herstellung von leicht verglimmendem Papier
DE332302C (de) Regulaere Wirkware
DE220645C (de)
DE225678C (de)
DE593427C (de) Verfahren zur Herstellung reinen Papierstoffes aus bedrucktem Altpapier
DE384942C (de) Musikinstrument
AT62139B (de) Verfahren zur Herstellung von Glühkörpern.
DE359488C (de) Verfahren zur Herstellung flacher Gluehstruempfe unter Verwendung organischer Leuchtsalze
DE140143C (de)
DE199615C (de)
DE64712C (de) Verfahren zur Herstellung von Strängen
DE247717C (de)
DE199791C (de)
DE271479C (de)
DE196329C (de)
DE423615C (de) Textiles Flaechengebilde aus Nitrocelluloseseide
DE146095C (de)
DE254496C (de)
DE246289C (de)
DE357396C (de) Pyrophorfeuerzeug
DE582052C (de) Mittel zur Herstellung von Loesungen zum Spuelen lebenden Haares nach dem Waschen mit alkalischen Stoffen