DE2111173C3 - Gaswäscher - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Gaswäscher zum intensiven Inkontaktbringen eines Gases, insbesondere
von staubiger Abluft, mit einer in einem Sammelraum mit einem spiralartigen tangentialen Eintritt und einem
zum Sammelraum koaxialen zentralen, sich in Strömungsrichtung erweiternden Diffusor einzusprühenden
Waschflüssigkeit, wobei die Abmessungen des Gaswäschers zwecks Erzielung bestimmter Durchsatze
oder Druckverluste bei Wahrung geometrischer Ähnlichkeit nach den Regeln der Strömungslehre vergrößer-
oder verkleinerbar sind und der Durchsatz Dronortional dem Quadrat der Abmessungen und der
Druckverlust proportional dem spezifischen Gewicht und dem Quadrat des Durchsatzes ist.
Gaswäscher im Sinne der Erfindung sind Apparate, in denen eine unerwünschte Komponente aus einer
Gasströmung durch Einsprühen einer Flüssigkeit entfernt werden soll. Die unerwünschte!i Komponenten
können Staub, nebelartige Tropfen oder unerwünschte Gase sein.
Für Gaswäscher sind heute verschiedene Bauarten bekannt. Diese Wäscher bestehen in der Regel aus
zwei meistens organisch miteinander verbundenen Baueinheiten, nämlich der Mischvorrichtung für die
Waschflüssigkeit und das verunreinigte Gas sowie einer anschließenden Abscheidevorrichtung für mitgerissene
Tropfen der Waschflüssigkeit aus dem gereinigten Gas.
Die bekanntesten Geräte dieser Art sind die sogenannten Strahl- oder Venturiwäscher, bei denen das
zu reinigende Gas von oben in einen senkrecht stehenden Apparat eingeführt wird, der zunächst aus einem
Sanunelraum besteht, in dem sich die Strömung vergleichmäßigt und an den sich eine düsenartige Verengung
anschließt, welche den Gasstrom beschleunigt. Diese Düse kann sehr kurz sein und besteht häufig
nur in einer quer zur Strömungsachse angeordneten Platte mit einer zentralen Durchtrittsöffnung für das
zu reinigende Gas, wobei die Durchtrittsöffnung in der Regel kragenartig nach unten ausgebördelt ist: und
anschließend in einen sich erweiternden kegelartigen Diffusor übergeht, in dem die hohen Geschwindigkeiten
der engen Durchtrittsöffnung wieder verzögert werden, um statischen Druck zurückzugewinnen.
In diesen Geräten sollen das verunreinigte Gas und die Waschflüssigkeit möglichst intensiv miteinander
vermischt und die Waschflüssigkeitstropfen mit den verunreinigten Gasen in Kontakt gebracht werden.
Die dabei erzielten Mischleistungen konnten jedoch bisher nicht befriedigen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Gaswäscher der eingangs genannten Art so aus20igestalten,
daß dessen Mischleistung gegenüber den bekannten Gaswäschern wesentlich gesteigert ist.
Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst. Weiterbildungen
der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Der Erfindung liegt dabei die Erkenntnis zugrunde, daß der Einfluß der verschiedenen konstruktiven Parameter
eines Gaswäschers auf die erreichte Mischleistung von ausschlaggebender Bedeutung ist. Diese
neue Erkenntnis war überraschend, da zunächst erwartet worden war, daß es üblicherweise eine günstigste
Kombination der Konstruktionsparameter des Venturiwäschers geben würde, bei der der Auswaschgrad
mehr oder weniger geringfügig besser ausfällt, als bei etwas veränderten Abmessungen, so daß die
Auftragung der Kurve des Auswaschgrades über verschiedenen Abmessungsparametern bei bestimmten
Abmessungen ein Optimum erreichen und davor und danach wieder stetig abfallen würde.
Bei im Zusammenhang mit der Erfindung durchgeführten
Untersuchungen zeigte es sich jedoch überraschenderweise, daß erst bei der Auswahl einer be-,
stimmten Kombination gewisser kennzeichnender Abmessungen des Gaswäschers der Restgehalt an unausgewaschenen
Verunreinigungen sich sprungartig auf etwa den vierten bis fünften Teil verringern läßt.
wobei diese günstigen Abmessungen innerhalb bestimmter Grenzen geringfügig über- oder unterschritten
werden können. Bei weiterer Über- oder Unterschreitung dieser Grenzen verschwand jedoch dieser
günstige Effekt nach Durchschreiten einer sehr engen Übergangszone wieder vollständig und der Auswaschgrad
lag dann wieder in der üblichen Größenordnung.
Beim Überschreiten des kritischen Schwellwertes der genannten Abmessungen war auch ein deutlicher ι ο
Umschlag des ganzen Strömungsverhaltens und des Strömungswiderstandes zu erkennen. Das Laufgeräusch
schlug bei Erreichen des Bereiches des günstigen Auswaschgrades von Jem dumpfen, unregelmäßigen
und niederfrequenten Brummen der üblichen turbulenten Strömung in ein hochfrequentes, hartes
Rauschen um, und der Druckverlust stieg bei gleichem Durchsatz auf das Drei- bis Vierfache. Bei Über- oder
Unterschreiten der kritischen Abmessungen verschwanden mit dem günstigen Wascheffekt auch der
hohe Strömungswiderstand und das harte, hochfrequente Rauschen der Strömung. Offensichtlich stehui
also der verbesserte Stoffaustausch und der erhöhte Druckverlust in enger Wechselbeziehung.
Die zu der Erfindung führenden Entwicklungsarbeiten wurden in einem senkrecht stehenden Venturiwäscher
durchgeführt, der in den Zeichnungen schematisch wiedergegeben ist. Es zeigt
Fig. 1 einen Längsschnitt durch einen Venturiwäscher, und
Fig. 2 einen Querschnitt durch die Eintrittsleitvorrichtung des Venturiwäschers nach Fig. 1.
Der Venturiwäscher mit oben liegendem Eintritt und unten liegendem Austritt wies zunächst einen radialen
Gaseintritt 1 und einen Sammelraum 2 auf, der über eine düsenartige, zentrische Verengung in einen
Diffusor 3 überging.
Um den Diffusor 3 herum war ein Abscheidegefäß 4 für mitgerissene Flüssigkeitstropfen angeordnet,
aus dem die f ereinigten Gase über eine radiale Austrittsleitung 5 abgeführt wurden. Füllkörper 6 sorgten
für die Abtrennung der mitgerissenen Tropfen.
Die Waschflüssigkeit wurde durch eine axial angeordnete Düse 7 eingedüst und durch eine unten liegende
Austrittsöffnung 8 abgeführt. Die ersten Versuche wurden mit verschiedenen Diffusoren 3 ausgeführt,
brachten jedoch erwartungsgemäß keinen merklichen Einfluß der Abmessungen auf den Auswaschgrad..
Versuchsweise wurde das zu reinigende Geis sodann nicht radial, sondern tangential dem Sammelraum
2 zugeführt. Die Eintrittswinkel α der Strömung, gemessen gegen die Umfangsrichtung, konnte
durch schwenkbare Schaufeln verändert werden. Bei radialem Eintritt (α = 90°) war der Auswaschgrad
zunächst unverändert. Bei Schwenkung der Schaufeln bis zu etwa α = 20° erhöhte sich der Druckverlust
geringfügig, Laufgeräusch und Auswaschgrad blieben jedoch unverändert. Unterhalb von α = 20° begann
ein gewisser Übergangsbereich, und bei α = 14 bis 15° schlug die Strömung überraschend schlagartig um. ι,ο
Es entstand ein hartes, hochfrequentes Laufgeräusch und der Auswaschgrad erhöhte sich überraschend
ebenfalls sprungartig. Die unausgewaschenen Reste sanken auf den dritten bis vierten Teil, je nach Vergleichsbasis.
Nach Eintreten dieses Umschlages, also <,■->
bei α unterhalb 14 bis 15°, änderten sich die Verhältnisse nur wenig; es ergab sich ein schwaches Optimum
im Bereich von α =6 bis 9°.
öffnete man die Leitschaufeln anschließend wieder, so trat der Strömungsumschlag in den Zustand
des schlechteren Auswaschgrades und das niederfrequente, bullernde Laufgeräusch trat nicht bei 14 bis
15°, sondern erst bei 18 bis 20° Schaufelwinkel ein. Offensichtlich war hier eine gewisse Hysterese vorhanden,
wie sie ähnlich beim Umschlag von iaminarer inturbulenter Strömung und zurück ebenfalls beohachtet
werden kann.
Allerdings, trat der genannte Strömungsumschlag bei Unterschreiten des genannten kritischen Schaufelwinkels
nicht bei allen Konfigurationen des Diffusors 3 ein. Vielmehr wurde der Effekt nur erreicht,
wenn erfindungsgemäß sowohl der Sammelraum 2 und der Diffusor 3 bestimmte Abmessungen hatte.
Entsprechend den in Fig. 1 eingezeichneten Bezeichnungen betrug bei einem erfindungsgemäßen
Ausführungsbeispiel die axiale Höhe α des Sammelraumes etwa 150 mm, der Eintrittsdurchmesser c des
sich in Strömungsrichtung erweiternden Diffusors 3 etwa 250 mm, die Länge d des Diffusors etwa
900 mm, der Austrittsdurchmesser e dej Diffusors 3
etwa 500 mm und der Eintrittswinkel α der an den Sammelraum 2 anschließenden spiralartigen tar>gentialen
Eintrittsleitvorrichtung 1 etwa 7°.
Der fur die Testversuche benutzte Luftdurchsatz
betrug dabei 1250 Nm2/h,bei einem Druckverlust des gesamten Gerätes von 95 mm WS, wovon 14 mm WS
auf das Abscheidegefäß 4 entfielen und 81 mm WS auf den eigentlichen Mischapparat.
Erfindungsgemäß durchgeführte systematische Variationen der einzelnen Abmessungen ergaben folgende
günstige Werte:
Schaufelwinkel a:
Günstige Werte lagen bei etwa 6 bis 9°, mit schwachem Optimum. Unterhalb 5° erfolgte ein starker
Anstieg des Strömungswiderstandes, wobei keine nennenswerte Verbesserung des Wascheffektes erzielt
wurde. Oberhalb 10° erfolgte eine langsame Abnahme des Wascheffektes, bei fast unverändertem
Druckverlust. Oberhalb 14 bis 15 ° war ein schlagartiges Ansteigen des unausgewaschenen Restes auf etwa
das Vierfache zu beobachten.
Für die nachfolgenden Variationen der Abmessungen des Diffusors 3 wurde ein Schaufelwinkel « = 7°
festgehalten, wobei der Sammelraum 2 erfindungsgemäß als logarithmische Eintrittsspirale dieses Schaufelwinkels
ausgeführt wurde.
Axiale Höhe α des Sammelraumes:
Ein günstiger Wert lag bei etwa a = 150 mm. Bei Verkleinerung von α bis herab auf 120 mm wurde eine
geringfügige Verbesserung des Auswaschgrades, jedoch starker Anstieg des Druckverlustes auf 140 mm
WS beobachtet. Noch weitere Verkleinerung yon a
auf ca. 100 mm führte zu keiner wesentlichen Änderung des Auswaschgrades, jedoch wurde eiäi Ansteigen
der Druckverluste auf ca. 180 mm WS beobachtet.
Eine Vergrößerung von β auf ca. 170 mm erbrachte
eine Senkung der Druckverluste von 95 auf ca. 75 mm WS, bei geringfügiger Abnahme des Auswaschgrades.
Oberhalb von a = 170 mm waren die Meßergcbnisse
nicht reproduzierbar, offensichtlich traten dort die überraschend günstigen Strömungsverhältnisse nicht
mehr auf.
Eintrittsdurchmesser c:
Günstiger Wert lag bei etwa c — 250 mm 0. Eine
Verkleinerung auf ca. 200 mm 0 ergab einen Anstieg
des Druckverlustes (bei gleichem Luftdurchsatz) auf ca. 140 mm WS, bei nur unwesentlich verbessertem
Auswaschgrad. Bei noch kleineren Düsendurchmessern c stieg der Druckverlust unverhältnismäßig stark
an, ohne daß der Auswaschgrad sich noch wesentlich veränderte.
Eine Vergrößerung c auf ca. 275 mm WS brachte
eine Senkung des Druckverlustes von 95 auf 80 mm WS, bei bereits meßbar verschlechtertem Auswaschgrad.
Eine weitere Vergrößerung des Düsendurchmessers brachte zwar noch eine entsprechende Senkung
des Druckverlustes, jedoch auch eine iibcrverhältnismäßige
Verschlechterung des Auswaschgrades.
Diffusorlänge d:
Ein günstiger Wert lag erfindungsgemäß bei etwa (I = 900 mm. Eine geringfügige Verkürzung der Diffusorlänge
hatte keinen wesentlichen Einfluß auf Druckverlust oder Auswaschgrad: bei etwa 750 mm
Diffusorlänge wurden die Meßergebnisse jedoch schlecht reproduzierbar und streuten stark, und unterhalb
von etwa 700 mm Diffusorlänge verschwand der gute Auswascheffekt vollständig. Zwar verringerte
sich der Druckverlust hier merklich, die unausgewaschenen Reste waren jedoch rund dreimal höher
als bei etwa 900 mm Diffusorlänge. Offensichtlich lag hier eine untere Grenze bei etwa 750 bis 800 mm vor,
von der vorteilhafterweise noch ein gewisser Sicherheitsabstand eingehalten werden sollte. Eine Vergrößerung
der Diffusorlänge über 900 mm brachte weder einen Einfluß auf den Druckverlust noch auf den Auswaschgrad.
Eine solche Verlängerung ist offensichtlich nutzlos.
Austrittsdurchmesser e:
Ein günstiger Wert lag bei etwa 500 mm 0. Eine Verkleinerung auf etwa 400 mm ergab eine Verschlechterung
des Auswaschgrades, ohne merkliche Veränderung des Druckverlustes. Eine Vergrößerung
des Diffusordurchmessers über 500 mm hinaus hatte weder einen Einfluß auf den Auswaschgrad noch auf
den Druckverlust. Um das Gesamtgerät nicht unnötig
Ϊ1
:o
£.U KlMbI
der unteren Grenze des Diffusordurchmessers. Ein erfindungsgemäß gewählter Durchmesser von etwa
500 mm ist einerseits baulich relativ klein, andererseits hält er einen hinreichenden Sicherheitsabstand
zu einer kritischen Grenze, unterhalb welcher der Auswaschgrad sich zu verschlechtern beginnt.
Der Druckverlust der erfindungsgemäßen Mischvorrichtung bei etwa 1250 NmVh Luftdurchsatz (spezifisches
Gewicht 1,20 kg/m3) betrug insgesamt etwa 95 mm WS. Bei einer Senkung des Luftdurchsatzes
auf etwa 750NmVh sank der Druckverlust näherungsweise
quadratisch auf etwa 35 mm WS. Von hier ab begann der Auswaschgrad sich meßbar zu verschlechtem.
Oberhalb eines Druckverlustes von etwa 40 mm WS war der Auswaschgrad vom Druckverlust
nur noch so wenig abhängig, daß diese Abhängigkeit vernachlässigt werden kann. Bei extrem hohen
Druckverlusten (über 2000 mm WS) können erfindungsgemäß weitere Verbesserungen des Auswaschgrades
eintreten. Offensichtlich ist dabei die Verwirbelung in der Luftströmung so stark, daß hierdurch
eine zusätzliche Zerstäubungswirkung des eingespritzten Waschwassers erfolgt.
Dadurch, daß bei dem erfindungsgemäßen Gaswäscher der Auswaschgrad oberhalb von etwa 40 mm
WS Druckverhist praktisch nicht mehr vom Druckverlust
abhing, galt dies auch für den Mischeffekt zwischen Luft und Waschflüssigkeit. Das bedeutet strömungstechnisch,
daß die den Mischeffekt bewirkenden Strömungsbilder nach der Erfindung nicht von
der Geschwindigkeit und damit auch nicht von der Reynolds-Zahl abhängen. Das heißt, die mit dem erfindungsgemäßen
Gaswäscher gewonnenen Ergebnisse lassen sich auf geometrisch ähnliche vergrößerte
oder verkleinerte Geräte anwenden. Die Betriebsdaten sind dann im wesentlichen die gleichen, lediglich
die Durchsätze ändern sich im wesentlichen mit dem Quadrat der Abmessungen. Es ist daher ohne weiteres
möglich, durch einfaches geometrisches Vergrößern oder Verkleinern einen geeigneten Gaswäscher nach
der Erfindung für andere Durchsätze zu konstruieren. Dieser liefert dann im wesentlichen die gleichen Ergebnisse
wie der im einzelnen angegebene Gaswäscher nach der Erfindung.
Dadurch, daß die Mischwirkung nicht von der Reynolds-Zahl
abhängt, ist der erfindungsgemäße Gaswäscher mit Vorteil auch für die Durchmischung anderer
Substanzen geeignet. Ihre Dichte, ihre Zähigkeit oder ihre sonstigen Stoffeigenschaften haben dann
keinen wesentlichen Einfluß auf den Mischeffekt. Allerdings wird sich in jedem Fall eine untere Grenze
des Durchsatzes ergeben, die von den Stoffeigenschaften des durchströmenden Mediums abhängt und
die es imdungsgemäß überschritten werden muß, damit der günstige Mischeffekt eintritt.
Die Gestaltung des Abscheidegefäßes 4 oder der Füllkörperschüttung 6 hat auf den Mischeffekt keinen
Einfluß. Das Abscheidegefäß kann daher eine beliebige Gestalt haben oder getrennt von dem Gaswäscher
aufgestellt werden, wenn dies die Betriebsumstände erfordern. Die sich an den Diffusor anschließende
Austrittsleitung ist dann nach den einschlägigen Regeln der Strömungslehre zu gestalten.
Eine Einspritzung der Waschflüssigkeit vom Zentrum des unten liegenden Diffusoraustrittsquerschnittes
gegen die Durchsatzrichtung ergab, daß hier größere Einspritzwinkel verwendet werden müssen, als
bsi dsr W. Fi". 1 dsrn?S*?"*'?n Anordnung der F.inspritzdüse
an der Stirnseite des Sammelraumes 2. In diesem Fall erwiesen sich Einspritzwinkel zwischen 5°
und 20° als besonders günstig, abhängig von der Düsengröße, dem Druck der Waschflüssigkeit und dem
Druckverlust des Waschers. Bei Einspritzung vom großen Diffusordurchmesser her gegen die Durchsatzrichtung
waren Spritzwinkel zwischen 15° und 45 ° günstig, abhängig von den gleichen Parametern.
In jedem Fall muß die Waschflüssigkeit symmetrisch zur Diffusorachse zugeführt werden. Der Auswaschgrad
hing nicht meßbar davon abr ob die Eindüsung unten oder oben erfolgte. Dies gilt erfindungsgemäß
auch für die Zufuhr zusätzlicher, mit der Hauptströmung zu vermischender Komponenten.
So läßt sich beispielsweise zur Auswaschung "von H2S aus dem Abgas einer chemischen Produktion von
unten her freies Chlor durch eine axiale Zufuhr gegen die Durchsatzrichtung einblasen, das mit dem H2S zu
Salzsäure und freiem Schwefel reagierte. Beides wurde erfindungsgemäß durch eine gemäß Fig. 1 angeordnete
Einspritzdüse gewaschen.
Vorteilhafterweise steht die Düse mit dem Durchmesser
c am Übergang von dem Sammelraum 2 zum Diffusor 3 nicht blendenartig in den Eintrittsquerschnitt
des Diffusors 3 hinein. Eine geringfügige Ausrundung des Überganges von dem Sammelraum 2
7 8
zum Diffusor 3 ist erfindungsgemäß günstig und ver- geeignet, aus einer Gasströmung durch Einsprühen
meidet ein unter bestimmten Betriebsbedingungen einer Flüssigkeit unerwünschte Komponenten zu entmanchmal
auttretendes pfeifendes Geräusch des Ge- fernen, sondern er kann darüber hinaus für die Verrates,
besserung der Durchmischung beliebiger strömungs-Der erfindungsgemäße Gaswäscher ist nicht nur ■>
fähiger Medien verwendet werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Gaswäscher zum intensiven Inkontaktbringen eines Gases, insbesondere von staubiger Abluft,
mit einer in einem Sammelraum mit einem spiralartigen tangentialen Eintritt und einem zum
Sammelraum koaxialen zentralen, sich in Strömungsrichtung erweiternden Diffusor einzusprühenden
Waschflüssigkeit, wobei die Abmessungen des Gaswäschers zwecks Erzielung bestimmter
Durchsätze oder Druckverluste bei Wahrung geometrischer Ähnlichkeit nach den Regeln der Strömungslehre
vergrößer- oder verkleinerbar sind und der Durchsatz proportional dem Quadrat der
Abmessungen und der Druckverlust proportional dem spezifischen Gewicht und dem Quadrat des
Durchsatzes ist, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem Gasdurchsatz von 1250 NmVh und
einem Druckv<rlust von 80 mm WS folgende Abmessungen bestehen:
der Eintrittswinkel (α) des als logarithmische Spirale ausgebildeten Eintritts (1) beträgt 5 bis
15°;
die axiale Höhe (α) des Sammelraumes (2) beträgt 100 bis 170 mm;
der Düsendurchmesser (c) am Übergang des Sammelraumes (2) zum Diffusor (3) beträgt 200
bis 275 mm;
die Diffusorlänge (d) beträgt 800 bis 900 mm,
und
der Diffusordurchmesser (e) am Diffusoraustritt
ist 500 mm und.
daß die Hauptströmuni; der Waschflüssigkeit symmetrisch zur Achse des Diffusors (3) an
der Stirnwand des Sammelraumes (2) oder in der Nähe des Durchmessers (e) des Diffusors (3) zuführbar
ist.
2. Gaswäscher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Abscheidegefäß (4) achssymmetrisch
um den Diffusor (3) angeordnet ist, der bis in die Nähe des Bodens des Abscheidegefäßes
(4) ragt.
3. Gaswäscher nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Abscheidegefäß (4) mit bekannten
Füllkörpern (6) wenigstens teilweise gefüllt ist.
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1971
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1972
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Also Published As
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| OD | Request for examination | ||
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: SCHOPPE, FRITZ, DR-ING., 8029 SAUERLACH, DE |
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