DE2110201B2 - Verbindungsteil für einen Schnappverschluß an einem Rohr, insbesondere Schmutzrohr eines Stoßdämpfers - Google Patents
Verbindungsteil für einen Schnappverschluß an einem Rohr, insbesondere Schmutzrohr eines StoßdämpfersInfo
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Description
Die Erfindung geht aus von einem Verbindungsteil der im Oberbegriff des Anspruches I angegebenen und
durch die DE-AS 12 85811 bekanntgewordenen Art.
Die genannte DE-AS betrifft eine Vorrichtung zum Ausgleichen und Abdichten unrunder, muffcnloser
Rohre. Hierzu wird eine Doppelmuffe mit zwei axial im Abstand angeordneten Reihen von Vorsprüngen eingesetzt,
zwischen denen eine Umfangsnut gebildet ist. In dieser Umfangsnut ist ein flexibler Ring aufgenommen,
der als Anschlag für die Enden der abzudichtenden Rohre dient. Der Ring hat Aussparungen am Umfang, so
daß die Verbindung durch jeweiliges Herausziehen der Rohre aus der Muffe und durch Drehen des Ringes
demontierbar ist. Über die Herstellung der Doppelmuffe ist in der DE-AS nichts ausgesagt; die Zeichnung
scheint jedoch auf eine Herstellung durch Einprägen der Vorsprünge in den äußeren Umfang eines Blechringes
hinzudeuten.
Es ist auch eine zweistufige Bajonettverbindung bekannt, bei der am einen Teil in axialem Abstand
voneinander je zwei diagonal gegenüberliegende radiale Vorspriinge in der gleichen rudiulen Ebene
angeordnet sind. Diese Vorsprünge wirken mit Innennuten am anderen Teil derart zusammen, daß die eine
Stufe der Bajonettverbindung ein gegenseitiges Verdrehen und die andere Stufe eine gegenseitige Längsver-'
Schiebung der zu verbindenden Teile in einer Richtung verhindert (CH-PS 2 78 685).
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Verbindungsteile der im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen
Art dahingehend zu verbessern, daß eine einfache
i" Herstellung in Großserienfertigung durch Gießen,
insbesondere im Hinblick auf die Kernausbildung sowie dessen Haltbarkeit und richtige Zentrierung, ermöglicht
ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe sind die Merkmale des Anspruchs 1 vorgesehen.
Im Anspruch 2 ist eine vorteilhafte Weiterbildung der
Aufgabenlösung in Gestalt eines Kerns zur Herstellung des Verbindungsteils nach Anspruch 1 im Spritzgußverfahren
beansprucht, wobei die Gestaltungimerkmale
-" des Kerns Überschneidungen mit dem Stand der Technik aufweisen. Das Herstellen eines Kerns im
Spritzgußverfahren für ein Schmutzrohr eines Stoßdämpfers ist an sich bekannt. Hierbei handelt es sich
jedoch um einen radial verkleinerbaren Kern, der zum
-"' Entfernen des fertiggestellten Formteiles radial zusammengezogen
werden muß. Hiermit sind eine Reihe von Nachteilen verbunden, die unter anderem aus dem
Verschleiß der beweglichen Teile des Kerns und der Schwierigkeit einer exakten Zentrierung folgen.
i() Ein Verbindungsteil nach der Erfindung ist einfach
unter Verwendung des geteilten Kerns durch Spritzgießen herstellbar. Das auf diese Weise hergestellte
Verbindungsteil ermöglicht eine unlösbare Verbindung eines insbesondere als Schmutzrohr eines Stoßdämpfers
i=> einsetzbaren Rohres mit einem Flansch am Gegenteil,
z. B. dem Flansch eines Stoßdämpfers. Dabei werden weitgehend die für die Verbindung als ideal anzusehenden
Verhältnisse nachgebildet, die bei Halterung eines Ringflansches in einer geschlossenen Ringnut gegeben
4" sind.
Die mit der Erfindung erziclbarcn Vorteile können mit unterschiedlichen Formen von am inneren Umfang
des Formteiles vorgesehenen Aussparungen ermöglicht werden. Das beschriebene Ausführungsbeispiel zeigt
4' jedoch einen in verschiedener Hinsicht sehr schwierigen
Fall, d. h. die Nachbildung einer vollständig umlaufenden Ringnut am inneren Umfang. Die Erfindung ist jedoch
auch anwendbar für die Herstellung von Hintcrschncidungen von wesentlich geringerer Umfangserstreckurig,
'" wobei die Hintcischnciduiigcn sich nicht unbedingt in
Umfangsrichtung erstrecken müssen, sondern auch wendel- oder schraubenförmig verlaufen können.
Im Extremfall hat das Rohr nur zwei voneinander axial einen Abstand aufweisende Vorsprünge, von
v' denen sich der eine über 300 Winkclgradc und der
andere über 60 Winkelgrade erstreckt, welcher axial auf den Umfangszwischenraum zwischen den beiden Enden
des 300'-Vorsprunges ausgerichtet ist.
Die Erfindung ist nicht nur bei Rohren aus Kunststoff,
sondern auch bei solchen aus anderen starren oder halbslarren Werkstoffen, wie Hartgummi, anwendbar.
Die Merkmale der Erfindung und deren technische
Vorteile ergeben sich auch aus der nachfolgenden Beschreibung eines Alisführungsbeispiels in Verbindung
'' mit den Ansprüchen und den Zeichnungen. Es zeigt
F i g. I einen Axialschnitt durch den Vcrbindungsteil
eines ,Schmutzrohres für einen Stoßdämpfer;
F i g. 2 eine Endansichl des Schmui/rohres;
F i g. 2 eine Endansichl des Schmui/rohres;
Fig.3 eine Abwicklung des inneren Umfanges des
Schmutzrohres im Bereich seines Verbindungsteiles;
F i g. 4 einen Teilschnitt durch den Verbindungsteil;
Fig.5 eine Seitenansicht des zur Herstellung des Schmutzrohres verwendbaren Kerns mit voneinander
getrennten Kernteilen, und
F i g. 6 eine Seitenansicht des Kerns nach F i g. 5 mit ineinandergreifenden Kernteilen des Kerns nach F i g. 5.
Das gezeigte Schmutzrohr 1 ist im wesentlichen zylindrisch ur>d aus einem halbstarren Kunststoff wie
Polypropylen hergestellt. Benachbart einem Ende ist an einem inneren Umfang des Schmutzrohres ein Verbindungsteil
in Form von zwei axial mit Abstand voneinander angeordneten Umfangsreihen von mit
Umfangsabstand angeordneten, nach innen ragenden, Vorsprüngen 2 und 3 vorgesehen, die zwischen sich
einen Spalt in Form einer Umfangsnut 4 mit unterbrochenen Seitenwänden lassen, wobei der Durchmesser
des Nutengrundes gleich oder kleiner als der Innendurchmesser des Hauptteiles des Schmutzrohres
ist. Die Vorsprünge 2 bzw. 3 jeweils einer Umfangsreihe sind jeweils axiai auf dem Zwischenraum zwischen
einem Paar von Vorsprüngen der anderen I "mfangsreihe
ausgerichtet, wie deutlich aus der Abwicklung in F i g. 3 zu erkennen ist.
Die radiale Stärke der Vorsprünge 3 nimmt sich gegen das weiter entfernt gelegene Ende des Schmutzrohres
ab, so daß die Vorspriinge sanft und ohne Absatz in die innere Umfangsfläche des Schmutzrohres
übergehen, wie aus F i g. 4 zu sehen ist. Auf diese Weise sind Rampenflächen gebildet, die ein Einführen eines
Teiles wie eines Verschlußdeckels in die Nut 4 zur Herstellung eines Schnappverschlusses ermögli·;' _m.
Die Umfangsabmessungen jedes Vorsprunges nehmen in Richtung von der Umfangsnul 4 weg ab.
In den Fig. 5 und 6 ist eine Ausführungsform eines
Kerns zur Herstellung des Schmutzrohres nach den F i g. 1 bis 4 gezeigt. Der Kern umfaßt zwei Kernteile 6
und 7, die axial zueinander und auseinander bewegbar sind. Eine exakte axiale Ausrichtung wird durch einen
Stift 8 am einen Kernteil gewährleistet, der in eine Vertiefung 9 im anderen Kernteil eingreift. Die
miteinander zusammenwirkenden Enden der Kernteile 6 und 7 weisen axiale Nasen 10 und 11 auf. Die Nasen 10
ragen vom Ende des Kernteiles 6 weg. Die Zwischenräume zwischen den Nasen 10 erstrecken sich über die
Stirnfläche des Kernteiles 6 hinaus, wodurch Aussparungen 12 in der äußeren Umfangsfläche des Kernteiles 6
■> gebildet sind. Die Nasen 11 des Kernteiles 7 ragen nicht
über die Stirnfläche des Kernteiles 7 hinaus, sind jedoch zwischen Aussparungen 13 in der äußeren Umfangsfläche
des Kernteiles 7 angeordnet. Wenn die beiden Kernteile zusammengebracht sind (F i g. 6), ragen die
πι Nasen 10 teilweise in die Aussparungen 13 und die Nasen 11 in den offenen Zwischenraum zwischen den
Nasen 10.
Die Seitenflächen der Nasen sind leicht angewinkelt, um einen dichten Eingriff herzustellen, der verhindert,
daß eingespritzter Kunststoff zwischen die Nasen fließt und Spuren in dem Formteil hinterläßt. Die Verwendung
eines festen und starren Kernteiles 6 trägt dazu bei, eine im wesentlichen gleichförmige Wanddicke des
fertigen Schmutzschildes zu erzielen.
Ai Die übrige Gestaltung der Formteile und der
Einspritzvorrichtung entspricht den üblichen Konstruktionen. Die Form ist axial in zwei voneinander weg und
aufeinander zu bewegbare Hälften geteilt, deren eine wassergekühlt ist und mit Auswerfstiften zum Abstrei-
-'"> fen eines fertigen Formteiles aus der Formhälfte versehen ist. Die Kernteile sind gegenüber den übrigen
Formieilen axial aufeinander zu und voneinander weg bewegbar. Geschmolzenes Material wird eingespritzt,
wenn die Formteile verschlossen und die Kernteile
)«> miteinander in der Form in Eingriff gebracht sind. Nach dem Einspritzvoigang werden die Keruteile axial aus
dem Formling gezogen, der axial durch die Formteile gehalten ist. Darauf werden die Formteile auseinanderbewegt,
wobei der Formling an der gekühlten
ι· Formhälfte bleibt und darauf durch die Auswerfstifte abgestreift wird. Die Formteile können axial fest oder
axial relativ zu einem ortsfest angeordneten Kernteil des Kerns bewegbar sein.
Der Formhohlraum wird über den engen Spalt
■"> minimaler radialer Abmessung belüftet, der zwischen
den Kernteilen und den Formteilen besteht. Ein normaler Gleitsitz zwischen den genannten Teilen
gewährleistet ausreichende Belüftung.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Verbindungsteil für einen Schnappverschluß an einem Rohr, insbesondere Schmutzrohr eines
Stoßdämpfers, aus einen im wesentlichen zylindrisehen Formteil aus einem starren oder haibstarren
Material mit einem Kupplungsabschnitt an seinem inneren Umfang, der zwei axial im Abstand
voneinander angeordnete Umfangsreihen von mit dem Formteil einstückigen, mit Umfangsabstand
angeordneten, nach innen ragenden Vorsprüngem aufweist, wobei die Vorsprünge jeweils einer
Umfangsreihe axial auf die Zwischenräume der anderen Umfangsreihe ausgerichtet sind und eine
nach einer Richtung abnehmende· Stärke haben, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden
Reihen der Vorsprünge (2,3) am Ende des Rohres (1) angeordnet sind, und zwar die äußere Reihe der
Vorsprünge (2) mit der Rohrendfläche endend und die innere Reihe der Vorsprünge (3) im Abstand
einer Ui>fangsnut (4) von der äußeren Reihe der Vorsprünge (2), daß die radiale Stärke der inneren
Vorsprünge (3) in Richtung von der äußeren Reihe der Vorsprünge (2) weg abnimmt, und daß die
Umfangserstreckung der äußeren Vorsprünge (2) den Umfangsabständen der inneren Vorsprünge (3)
entsprechen und umgekehrt, wobei die Umfangsnut (4) einen mit dem Innendurchmesser des Formteiles
(1) übereinstimmenden Nutengrunddurchmesser hat und wobei die Umfangsabmessung jedes Vorsprunges
(2,3) in Richtung von dem zwischen den beiden Umfangsrobcn befindlichen Spalt weg abnimmt.
2. Kern zur Herstellung im Spritzgießverfahren eines Rohres nadi Anspruch I1 gekennzeichnet
durch ein Paar von miteinander axial in und außer Anlage bringbaren Kernteilen (6,7), deren miteinander
zusammenwirkende Enden mehrere axial gerichtete Aussparungen (12, 13) und dazwischen
angeordnete Nasen (10, H) aufweisen, die teilweise in die Aussparungen des jeweils anderen Kernteiles
ragen, wobei Nasen und Aussparungen zur Formung der Vorsprünge (2,3) am Formteil gestaltet sind.
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| 8281 | Inventor (new situation) |
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| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
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