DE2110179C - Vorrichtung zum Plastifizieren und Homogenisieren von zähen Massen - Google Patents
Vorrichtung zum Plastifizieren und Homogenisieren von zähen MassenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Plastifizieren und Homogenisieren von zähen
Massen, insbesondere von Kunststoffen und Gummi, in der das Verarbeiten des Materials zwischen einer
rotierenden Walze und einer die Walze teilweise umschließenden,
relativ zu ihr rundenden Schale erfolgt, die an ihrer der Walz j zugewandten Innenfläche
mehren, in Materialbev 'gungsrichtung hintereinander
_ j-r-rdnete Mischnuten enthält, die durch
as Scherkanäi.· bzw. -spalte verbunden sind.
Es sind eine Reihe von Verfahren und Maschinen zum Plastifizieren von Kunststoffen und Gummi und
zu deren Ausformung zu flächenhaften Gebilden, also Folien oder Platten, bekannt.
In Extrudern wird das Material im Zylinder mit Hilfe der rotierenden Schnecke plastifiziert wird
dann in einer Breitschlitzdüse auseinandergeführt und in der gewünschten Breite und Dicke iusgepreßt.
Dabei bestehen erheblicht Schwierigkeiten.
einen gleichmäßigen Materialfluß vom Schneckenende bis zu den sehr .erschieden weit davon entfernten
Austrittsöftnungen zu erzielen, was zu ungleicher Verweilzeit des Materials in der Wärme, zu Viskesitätsänderungen
und zu Qualitätsunterschieden über die Breite der erzeugten Folie oder Bahn führt.
Relativ empfindliches Material, vor allem PVC,
wird auf Mehrwalzenkalandern verarbeitet. Diese Kalander sind jedoch sehr teuer und erfordern einen
hohen Platzaufwand. Es sind auch Walzenextruder bekannt, bei welchen sich nur eine Walze in einem
zylindrischen Gehäuse dreht und die zu plastifizierende Masse unter Druckaufbau und Scherung durch
den durch Walze und Gehäu; ^bildeten Ringspalt hindurchgefördert wird. Von N.;, ■ · V d dabei jedoch
die langen engen Fließwege. 1· .ticht zu einer
Überhitzung des Materials bei gleiL zeitig ungenügender
Durchmischung tuhren.
Es sin' weiterhin schon Vorrichtungen mit einer rotierenden Walzt und einer oder mehreren keilspaltförmig
dazu angestellten Schalen bekannt, die Rohmaterial plastifizieren und zu einem Fell ausbreiten
(deutsche Patentschrift 1256401, deutsche Patentschrift
1 191 547). Eine Vorrichtung nach der deutschen Offenlegungsschrift 1 912 779 ermöglicht
es, Rohmaterial über die ganze Breite der Walze aufzugeben, und während weniger als einer Umdrehung
der Walze tangential zur Walzenoberfiäche durch mehrere in Walzendrehrichtung hintereinander angeordnete
Einzelkeilspalte oder in eine Schale eingearbeitete Mischnuten mit relativ engen Austrittskeilspalten
zu fördern. Eine ähnliche Vorrichtung wird in der deutschen Auslegeschrift 1 629 288 beschrieben.
Allen diesen Keilspaltanordnungen haften einige
wesendiche Nachteile an, die herrühren aus dem unvollständigen und ungleichmäßigen Führen und
Durcharbeiten des Materials. Im "ersten Spalt e;--=r
solchen Vorrichtung wird das Material zwischen'dhe :
rotierende Walze und die Keilspaltschale einoeoeben
Dabei preßt sich das Material an die Walze, wird von
dieser in den engen Teil des Spsltes hineingezogenes
bildet sich eine Scherzone zwischen der rotierenden Walze und der stillstehenden Schalenwand Ein *
Teil des Materials haftet an der Walze; dieses Material
wird also mit Walzen- -sch λ"-ndiskeii transc-ortiert.
Das schalennahe : „ä <:r~haftet an'der
Schale, steht also im F . . ; O£jer wird auf jeden
Fall mit nur Ia^. . . .
Schale entlanggescht, .1. aiu.«, beim Durchlaufen
des Materials durch den nächsten Kcilspalt und so
fort ergibt sich keine Änderur.r dieser Schichtung;
:i der Walze und '■ -.hn: das schaleniL-::vjn
Teil in die ■·■ Tei! jedes Keü-■
-rweilt das Mi'tejfi
Ort und Stelle. ! ''cn in der Strö-
und somit
das walzennahe Materia! bleibt
wird f-o durch alle Spalten du.-.-:-.
seilte Material wird zu cmc;·.
Umiat'fs'.römung, welche im <*:
Spaltes umläuft, eingeraischi H;·
rial unter Umlauf im wescntluK bis e<; zufällig durch Inhom.-j;.· mung durch den engen Spal; m·· weitertransportiert wird.
wird f-o durch alle Spalten du.-.-:-.
seilte Material wird zu cmc;·.
Umiat'fs'.römung, welche im <*:
Spaltes umläuft, eingeraischi H;·
rial unter Umlauf im wescntluK bis e<; zufällig durch Inhom.-j;.· mung durch den engen Spal; m·· weitertransportiert wird.
Die Folge dieser Ausbiidu::;. cir.er Zweischichtenströn'-ing
ist eine ganz erhcb'xhe Breite der Verueiizeitverteilung:
die an der Walze hauenden Teilchen werden im wesentlichen mit Windgeschwindigkeit
transportiert, treten bei in um Prax;>
üblichen WaI-zenumfangsgeschwindigkeiter.
;!so nach wenigen Sekunden aus der Verarbeitung^/une aus; sie sind also
sehr kurzzeitig und nicht genügend durchgearbeitet. Die schalennahen Teilchen, die noch dazu in die in
dei. Keilspalten umlaufende l.mlaufströmung eingezogen
werden, laufen dort sehr lange um, in der Grö-Walzenaußendurchmesser
entsprechenden Schale in Umfangrichtung mit Abstand hintereinander angeordneten
Mischnuten axial oder schräg zur Walzenachse verlaufen, und in die Mischnuten voneinander
trennenden, an der Walze anliegenden Stegen im wesentlichen in tangentialer Richtung führende enge
Scherkanäle, welche die Mischnuten in Umfargsrichtung
miteinander verbinden, von Nut zu Nut gegeneinander versetzt angeordnet sind und zusammen mit
den Mischnuten ein Netz von abwechselnd mehr oder weniger tangential und dann wieder mehr od^r
weniger axial verlaufenden Matenalführungskanälen bilden. Zum Einführen des Rohmaterials wird eine
j- keilförmige a-if die Walze zuführende Einführfläche
"h'Aindigkeit an der 15 am Anfang der Schale vorgesehen, welche sich beim
Annähern an die Walze dann in einzelne, zueinander
parallele Kanäle aufteilt.
Annähern an die Walze dann in einzelne, zueinander
parallele Kanäle aufteilt.
Die Mischnuten können e;nfuui in axialer Richtung
in die Schale eingearbeitet »ein. so Nach einem wciieie- Erfindungsgedanken können
die Misch- und Fördtrruten auch Zick-Zackformig
in axialer Richtung in die Schale eingearbeitet sein, wobei jeweils in Walzendrehrichiu-ig aufeinanderfolgende
Nuten um eine halbe Zick-Zack-Teilung :-j gegeneinander versetzt sind, so daß \on
<i.m Ende eines flachen Scherspaltes aus gesehen de: Mas>estrom
nach rechts und links schräg vorwärts /ur Imfangsrichtung
gefördert wird, um im vorderen knickpunkt
wieder einem tangentialen Scherkanal /uge-3c
führt zu werden.
In einigen Fällen ist es zweckmäßig, die Mischnuten
nur nach einer Richtung schräg, also gewindefnrmig, in die Schale einzuarbeiten. Diese Nuten laufen
kurz vor Schalenende in die Schalenoberfläche aus.
Die Mischnuten stellen vorzugsweise im Quer schnitt halbkreisförmige oder im wesentlichen rechteckförmige
Kanäle dar, mit sorgfältig abgerundeter Form in der Tiefe der Nut und mit scharfkantiger
Kante an dem Übergang zur Schalenoberfläche. Der
schiede haben zur Foige:
ßenordnung von 5 bis 10 Minuten, bis sie wiedei ausgetauscht,
d. h. in Walzennahe gebracht und weiter- 40 Winkel zwischen Nutflanke und Schalenoberfläche
geführt werden. Diese erheblichen Verweilzeitunter- ist vorzugsweise 90 oder kleiner.
Die Anzahl der Nuien arn Schalenumfang kann
beliebig gewählt werden, vorzugsweise liegt sie zwischen 5 und 15. Die Querschnittsfläche der Nuten
kann gleichbleiben oder vorzugsweise in Laufrichtung der Walze gesehen kleiner werden.
Die in die Mischnuten trennende Stege eingearbeiteten Scherkanäle weisen Tiefen von etwa 2 bis
0,2 mm auf; diese Tiefen nehmen vorzugsweise in
eine Schichtung des Materials, da sich eine dünne, sehr schnell durchlaufende Schicht
über einer wesentlich langsamer durchlaufenden Schicht bildet, mit der Gefahr des Aufspleißens
der Schichten sowie unterschiedlicher Färbung;
ei"! möglicherweise zu lange VerweHzeit \m $0 Umfa'ngsric'htung'ab.
Kern der Umlaufströmung, was bei empfindlichen Stoffen zum thermischen Abbau und
erhöhte Kosten für das Rohmaterial bei Zugabe erhöhter Mengen von Stabilisatoren;
höherer Verlust beim Materialwechsel, da das alte Material noch lange nachläuft;
ungenügende Mischwirkung des walzennahen Materials.
Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht am End? der Schale eine Staulippe vor, durch welche
das ivieieriai in eine \ui£ug»wciä£ radia! gerichtete
Düse hinein- und dann als Folie oder Platte aus der
Herstellen einzelner Durchbrüche
Zum
Düse ausgepreßt wird.
Strange können auch nur einzelne durch die Schale vorgesehen werden.
Falls die Schale wesentlich mehr als ein Viertel des Walzenumfangs umfaßt, ist es sinnvoll, sie aus
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die 60 zwei Teilen herzustellen, wobei beide Schalenhälften
geschilderten und andere Nachteile der bekannten um rine gemeinsame Achse schwenkbar angeordnet
Vorrichtungen, weiche mit einer Walze arbeiten, zu sind, so, daß zum Zwecke der Reinigung ein bequeüberwindek,
das heißt, in einer verbesserten Vorrich- mes öffnen der Schalen möglich ist, beim Zusamtung
der eingangs erwähnten Art ein homogenes, menklappen derselben aber eine vollkommen gcgleichmäßig
und ohne örtliche Überhitzung durchge- 05 schlossene Innenfläche sich ergibt,
arbettetes Material zu erzielen. Um das Zuführen des Materials in den Aufgabe-
arbettetes Material zu erzielen. Um das Zuführen des Materials in den Aufgabe-
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß dia in der in ihrem Innendurchmesser dem
spalt zu erleichtern, ist es zweckmäßig, dort eine aneetriebene
Einzueswalze anzuordnen. Dabei w!rd am
Schalcnanfang ein Abstreifer vorgesehen, der direkt fort. Am Ende der Schale ist ein Düsenhalter 8 für
an der Einzugswalze anliegt und das Rohmaterial einstellbare Düsenlippcn 9 und 10 angeordnet. Die
vollständig in den Spalt umlenkt. Düsenlippe 10 trägt an der Walzenscitc den Abstrci-
Zur weiteren Verbesserung der Qualität des her- ferll.
gestellten Produktes kann ein abgeschlossener Raum 5 Kanäle 24 in Walze 1 und Schale 2 dienen zur
über der Walze und Schale gebildet werden, welcher Führung des Heizmediums.
evakuiert werden kann, und in weichen das Rohma- Der Abstand zwischen umlaufender Walzcnober^
terial durch entsprechende vakuumdichte Schleusen fläche und den nicht abgearbeiteten Stegen der
oder durch vorgeschaltete Extruder eingeführt wird. Schale beträgt etwa 0,01 mmf er ist gerade so groß.
Die mit der Frfindune erzielten Vorteile bestehen io daß es nicht zum Reibverschleiß zwischen Walze und
dann, daß es nunmehr gelingt, das gesamte durchgc- Schale kommt, aber eng genug, um den überwicgensrt/te
Material gleichmäßig und jn schonender Weise den Teil der aus unem vorhergehenden Scherkanal
zu verarbeiten Alle Materialtcilchcn werden etwa austretenden Mas,c an der gegenüberliegenden Ahderselbcn
Beanspruchung durch Energiezufuhr aus streifkante 14 der Mischnut abzustreifen und in die
Stherung und Wärmeübertragung in den engen tan- >s Mischstromungeinzudrucken.
genlialen Stherspalten sowie der gleichmäßigen Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende:
Durchmi^chunp beim axialen Fortbewegen in den Rohmaterial 12 wird über die ganze Breite der
Misfhnutcn ausgesetzt, es wird also eine sehr Walze 1 auf diese aufgegeben, seitlich begrenzt durch
schm.ile Vcrwe'lzcitvcrtcilung erzieh Die Folge die- dit Bcgrenzungsplaticn 3: es wird von der Walze 1 in
ser gleichmäßigen Bearbeitung ist ein sehr homogc- so den Einzugsspalt 13 zwischen Walze und Einfuhrnes
F ndprodukt mit gleichen Eigenschaften -be; ά<? fläche 4 der Schale eingezogen und in diesem Spalt
Breite und Dicke einer am Ausgang der Vo.pchtung im weiteren Verlauf in einzelne parallele Förderausgepreßten
M3itrialbahn ströme in den Scherkanalcn 5 aufgeteilt. Beim
Durch die intensive Mischung v-ird eine Schielt- Durchgang durch die Kanäle 5 wird Schcrcnergie
tung sicher vermieden as entsprechend der Höhe des Scherkanals und der l'm-ÜuilJi
üil zwangsweise und nicht zufällige Förde- fangsgcschwindigkcit der Walze in das Material einrung
des Materials durch die Misch- und Scherzonen gebracht, was zur Frhöhung der Temperatur und zur
ist in diesen e;n -.ollkommcnet Materialaustausch in Zerteilung größerer Granulate oder Agglomerate
kurzer Zeit sichergcsiellt. Die Gefahr des Anselzcns führt. Das so be?rbcitete Material gelangt dann in
in TolziMicn. des zu langen Vcrweilens mit der Ge- 30 die Mischnut 6. deren Rückseite 14 als Abstreifer
fahr eines Verbrennens ist damit nicht mehr gegeben wirkt, das· erhitzte Material von der Walze abschabt
On entstehenden Drucke können sehr einfach und in der Nut m schraubenförmiger Mischbewegung
festgelegt werden durch die Anstellung der Scherila- nunmehr in axialer Richtung relativ zur V/alze
then der Scherkanale gegen die Walze, also entweder weitertransponiert. Dabei erfolgt eine Vergleichmä-Schcrflaciien
parallel zur Walzenoberfläche, wobei 35 ßigung der Temperatur und homogene Vermischung
nur tine reine Schleppströmung auftritt, oder leicht aller Teilihen. Nach einem gewissen axialen Transkeilformig
angestellt, was erheblich höhere h\diod>- port wird das Material durch den weiterführenden in
namisthe Drucke verursacht. Die Möglichkeit der axialer Richtung versetzten Scherkanal 7 zur näch-Finstellung
relativ geringer Verarbeitungsdriicke se- sten Nut unter erneutem Aufbringen von Scher- und
stattet den einfachen Bau sehr breiter Maschinen für 40 Wärmeenergie gefördert. Am Ende der Schale wird
die Herstellung >ehr breiter Folien oder Platten. das plastifizjerte Material von der Abslreifkante 11
AusfuhruiigsbeispKle der Erfindung sind in den in den Spalt zwischen den Düsenlippen 9 und 10 ra-Zeichnungen
dargestellt und werden im folgenden dial zur Walze I abgeschoben und schließlich als Foiiahcr
beschrieben. Fs zeigt lie oder Platte 15 aasgestoßen.
Fig. 1 einen Querschnitt durch ein Ausführung·*- 45 Fig. 2 zeigt den Fließvorgang des Materials in
heispiel. den ein Netz bildenden Ausnehmungen der Schale 2
F1 s 2 eine Aufsicht auf die Innenseite der in einer Aufsicht auf die Innenseite derselben. Durch
Schale. Pfeile ist der Strömungsverlauf !es Materials kennt-
F 1 E- 5 einen vergrößerten Ausschnitt aus dem lieh gemacht. Es wirJ deutlich die zwangsweise För-
Schafenqucrschnitt. 50 dening des Materials 12 durch das System von en-
F1 g. 4 eine Variante des Nutenverlaufs mit zick- gen. tangential in Umfangsrichtung verlaufenden
zackfönnig verlaufenden Nuten. Scfterkanälen 5. dann das Aufteilen in zwei entgcgen-
F i g. 5 eine Variante des Nutenverlaufs mit gesetzt gerichtete axiale Misch- und Förderströme in
schräg einseitig verlaufenden Nuten. den Nuten 6. und dann wieder das Abführen in den
Fig. I zeigt einen Querschnitt durch ein Ausfüh- 55 Scherkzaalen7. die gegenüber den Scherkanälen5 in !
rungsbeispicl der Vorrichtung. Eine mit Flüssigkeit. axialer Richtung versetzt sind. i
Dampf oder Elektrizität beheizte und mit regelbarer F i g. 3 zeigt einen vergrößerten Ausschnitt aus i
Umfangs^.-schwindigkeit angetriebene Walze 1 ist an dem Querschnitt der Schale nach Fig. I. Es wird I
einem Tcilumfang von der ebenfalls beheizten und hier deullich gemacht, daß alles Material, sowohl das
tempcratureeregelten Schale 2 umgeben. Im Einzugs- 60 unmittelbar an der Walze anliegende Material 16 wie
bereich der Schale sind seitliche Begrenzungsplat- auch das an der Schale entlangstreifende Material 17
ten 3 angeordnet. Die Schale selbst hat im Einzugs- von der Absireifkante 14 der Misch- und Förderteil
zunächst eine schräg zur Walze angestellte Ein- nut 6 abgestreift wird, und unter kreisenden Mischfunrfläche4.
übergehend in einzelne parallellaufende bewegungen axial, also senkrecht zur Bildebene,
Kanäle 5. weiche in die Mischnut 6 münden. Zu der 65 weitergefördert wird.
Schnittcbenc versetzt ist der weiterführende Scherka- F i g. 4 zeigt die Aufsicht auf die Innenseite einer
na! 7. In gleicher Weise setzen sich Nuten und dazwi- Schale mil einer Variante des Nutenverlaufs derge-•cfienlicgcndc
Scherkanäle bis zum Schalenende hin stalu daß die Mischnuteno nicht axparallel, sondern
zickzackförmig in die Schale eingearbeitet sind, wobei
jeweils die nächstfolgende Nut um eine halbe Zickzack-Teilung axial versetzt ist. Das Material 12
wird durch die Scherkanäle5 der Nut6 zugeführt und dort in zwei Fördcrströme 18 und 19 aufgeteilt,
die schräg in Laufrichtung der Walze verlaufen.
F i g. 5 zeigt eine weitere mögliche Variante der Ausbildung der Mischnuten. Es werden hierbei nur
in einer Richtung schräg zur Walze laufende Mischnuten 20 bis 23 angeordnet. Das Rohmaterial 12
wird hier direkt in die Nuten 20 bis 23 eingefördert, aus diesen durch die weiterführenden Scherkanälc7
wie bei der Ausführung nach den F i g. 1 bis 3 unter
Einbringen von Schcrencrgie v. "tcrgefördert in die
in Umfangsrichtung nächstfolgende Nu'.. Die Nuten laufen kurz vor Schalenende in die Oberfläche der
S Schale aus.
Mit der Erfindung ist eine einfache Vorrichtung
zur Plastifizierung und Homogenisierung von zähen Massen, insbesondere in Verbindung mit der Herstellung
von Folien oder Platten geschaffen, die eine
ίο sehr gleichmäßige und schonende Verarbeitung und
damit die Herstellung sehr gleichmäßiger Produkte ermöglicht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
309635/400
Claims (10)
1. Vorrichtung zum Plastifizieren und Homogenisieren von zähen Massen, insbesondere von
Kunststoffen und Gummi, in der das Verarbeiten des Materials zwischen einer rotierenden Walze
und einer die Walze teilweise umschließenden, relativ zu ihr ruhenden Schale erfolgt, die an ihrer
der Walze zugewandten Innenfläche mehrere, in Materialbewegungsrichtung hintereinander angeordnete
Mischnuten enthält, die durch Scherkanäle bzw. -spalte verbunden sind, dadurch
gekennzeichnet, daß die in der in ihrem Innendurchmesser dem Walzenaußendurchmesser
entsprechenden Schale in Umfangsrichiung mit Abstand hintereinander angeordneten Mischnuter
axial oder schräg zur Walzenachse verlaufen. U1Id in die Mischnuten voneinander trennenden,
an der Walze anliegenden Stegen im wesentlichen in tangentialer Richtung führende enge
Scherkanäle, welche die Mischnuten in Umfangsrichtung miteinander verbinden, von Nut zu Nut
gegeneinander versetzt angeordnet sind und zusammen mit den Mischnuten ein Netz von abwechselnd
mehr oder weniger tangential und dann wieder mehr oder weniger axial verlaufenden
Materia'führungskanälen bilden.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, daß ar1 Einlauf der Schale eine
keilförmig auf die Walze zuführende Einfülltfläche vorgesehen ist, d;e sich beim Annähein an
die Schale in einzelne, zueinander parallele im wesentlichen tangential verlaufende Kanäle aufteilt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischnuten (6) in
axialer Richtung in die Schale (2) eingearbeitet sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischnuten (6)
zick-zackförmig in axialer Richtung in der Schale verlaufen und jeweils in Umfangsrichtung aufeinanderfolgende
Nuten um eine halbe Zick-Zack-Teilung axial gegeneinander versetzt sind.
5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischnuten nur
nach einer Richtung schräg in die Schale einßearbeitet
sind.
6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischnuten (6)
als im Querschnitt halbkreisförmig oder im wesentlichen rechteckförmige Kanäle mit sorgfältig
abgerundeter Form in der Tiefe der Nut und mit scharfer Kante am Übergang zur Oberfläche ausgebildet
sind und der Winkel α zwischen Nutflanke und Schalenoberfläche nicht größer als
90° ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Querschnittsfläche der
Mischnuten (6) in Laufrichtung der Walze kleiner werden.
8. Vorrichtung nach den Ansprüchen i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die in die Stege
zwischen den Nuten (6) eingearbeiteten Scherkanäle in Umfangsrichtung abnehmende. Tiefen von
etwa 2 bis 0,2 mm aufweisen.
9. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß am Ende der Schale (2) eine das Material in radialer Richtung auspressende
Düse angeschlossen ist.
10. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Schale (2) aus
zwei Hälften besteht, die um eine gemeinsame Achse schwenkbar gelagert sind und im zu. immengeklappten
Zustand eine .'ollkommen geschlossene bzw. fugenfreie Innenkontur aufweisen.
Priority Applications (8)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712110179 DE2110179C (de) | 1971-03-03 | Vorrichtung zum Plastifizieren und Homogenisieren von zähen Massen | |
| CH252172A CH530853A (de) | 1971-03-03 | 1972-02-22 | Vorrichtung zum Plastifizieren und Homogenisieren von zähen Massen |
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| FR7206870A FR2128417B1 (de) | 1971-03-03 | 1972-02-29 | |
| US00230796A US3778036A (en) | 1971-03-03 | 1972-03-01 | Device for plasticizing and homogenizing viscous masses |
| JP47021923A JPS5119862B1 (de) | 1971-03-03 | 1972-03-02 | |
| IT21317/72A IT953430B (it) | 1971-03-03 | 1972-03-02 | Dispositivo per plastificare e omo geneizzare delle masse vischiose |
| ES400343A ES400343A1 (es) | 1971-03-03 | 1972-03-02 | Maquina plastificadora y homogeneizadora de masas viscosas. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712110179 DE2110179C (de) | 1971-03-03 | Vorrichtung zum Plastifizieren und Homogenisieren von zähen Massen |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2110179A1 DE2110179A1 (de) | 1972-09-28 |
| DE2110179B2 DE2110179B2 (de) | 1973-02-08 |
| DE2110179C true DE2110179C (de) | 1973-08-30 |
Family
ID=
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