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An einer Baustahlmatte .anschl meßbarer Verbundanker, insbesondere
für Mehrschichte-hBetonplatten.
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Die Erfindung betrifft einen an einer aus sich kreuzenden unteren
und oberen Stäben bestehenden Baustahlmatte anschließbaren Verbundanker aus zumindest
etwas federndem Material wie Draht, insbesondere für Mehrschichten-Betonplatten,
versehen mit mindestens einem etwa U-förmig gebogenen Anschlußabschnitt mit Anlagezonen,
von denen mindestens eine in Anschlußposition an einem Stab der Baustahimatte federnd
zur Anlage kommt, wobei sich an mindestens ein Ende des Anschlußabschnitts ein etwa
quer zur aligemeinen Ebene des U-Verlaufes nach oben abgebogener Ankerabschnitt
anschließt.
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Bei dieser und der folgenden Beschreibung wird die Definition "oben"
und "unten" nicht in beschrdnkendem Sinn gebraucht, sondern nur in Bezug auf eine
gemeinsame Bezugsebene. Diese Definitionen können in Bezug zu dieser Bezugsebene
insgesamt auch umgekehrt werden.
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Es ist ein Verbundanker mit den eingangs genannten Merkmalen nach
dem deutschen Gebrauchsmuster 1 963 946 bekannt, der aus zwei umgekehrt V-förmig
zueinander stehenden Verbundankerschenkeln mit je einer Einrichtung zum Anschluß
der Schenkel an die Baustahlmatte besteht. Dabei wird der Verbundanker mit der Anschlußeinrichtung
des einen Schenkels an einen Knotenpunkt der Baustahlmatte angesetzt und danach
unter federnder Verformung der Verbundankerschenkel mit dem anderen Schenkel in
der Nähe eines benachbarten Knotenpunktes der Baustahlmatte angeschlossen. Die Anschlußeinrichtung
des erstgenannten Verbundankerschenkels weist einen U-förmig gebogenen Anschlußabschnitt
auf mit drei Anlagezonen, die in Anschlußposition an dem Knotenpunkt der Baustahlmatte
abwechselnd hintereinander eine an der Oberseite des jeweiligen unteren Stabes und
die anderen an der Unterseite des jeweiligen oberen Stabes der Baustahlmatte federnd
zur Anlage kommen. Die Anschlußeinrichtung des anderen Verbundankerschenkels ist
hakenförmig ausgebildet zum den ganzen Verbundanker festspannenden Einhängen an
dem jeweiligen Stab der Baustahlmatte in der Nähe des benachbarten Knotenpunktes.
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Bei einer Weiterentwicklung nach dem deutschen Gebrauchsmuster 1 975
902 besteht die Einrichtung zum Anschluß der Verbundankerschenkel an die Baustahlmatte
jeweils aus einem U-förmigen Befestigungsbügel und einem zugeordneten Arretierungsstab,
der funktionsmäßig an die Stelle eines Querstabes der Baustahlmatte tritt. Damit
kann ein solcher Verbundanker in beliebiger Weise und nicht lediglich an Knotenpunkten
der Baustahlmatte befestigt werden.
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Es ist ferner ein an einem Knotenpunkt der Baustahlmatte anschließbarer
Verbundanker bekannt mit einem einzigen U-förmig gebogenen Anschlußabschnitt, an
dessen Enden sich jeweils ein nach oben abgebogener Ankerabschnitt anschließt.
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Dieser Anschlußabschnitt hat ebenfalls drei Anlagezonen, eine in der
Mitte des
Mittelabschnitts, die sich an die Unterseite des oberen
Staubes der Baustahimotte anlegt, und je eine in der Mitte der beiden U-Schenkel,
die sich auf der Oberseite des unteren Stabes anlegen. Arretiert wird mit einem
zusötzlichen Arretierungsstab, der nach dem Aufsetzen und Anlegen des Anschlußabschnitts
etwa parallel zum Verlauf des Mittelabschnitts zwischen den in die beiden hochgebogenen
Ankerabschnitte übergehenden Enden der U-Schenkel und der Unterseite des oberen
Stabes der Baustahlmatte durchgesteckt wird.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Verbundanker der eingangs
genannten Art zu schaffen, der geeignet ist, bei einem materialsparenden, einfach
herstellbaren und an einer Baustahlmatte leicht anschließbaren Aufbau noch weitere
Funktionen zu erfüllen, und zwar insbesondere bei Verwendung fUr Mehrschichten-Betonplatten,
die aus einer Stahlbeton-Außenplatte einer lsolationszwischenschicht und einer Stahlbeton-Innenplatte
bestehen, wobei die beiden Betonplatten je eine Baustahlmatten-Armierung aufweisen,
welche mit Hilfe der durch die lsolationszwischenschicht hindurch fassenden Verbundanker
miteinander in Verbund gebracht sind. Solche Mehrschichten-Betonplatten werden auf
einer waagrechten Schalung gefertigt, wobei die Verbundanker vor dem Betonieren
der unteren Schicht an deren Baustahlmatte anschließbar sind. Nach dem Betonieren
der unteren Schicht wird dann die Isolationszwischenschicht aufgebracht, wobei sie
von den Verbundankern durchstochen wird.
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In Lösung der gestellten Aufgabe ist die Erfindung dadurch gekennzeichnet,
daß der Verbundanker mindestens einen gegenüber der allgemeinen Ebene des Anschlußabschnitts
nach unten abgebogenen Abschnitt als Abstandhalter aufweist. Der Verbundanker dient
dann zugleich als Abstandhalter für die Baustahlmatte. Ferner besteht der wesentliche
Vorteil, daß beim Aufbringen der Isolationszwischenschicht, wobei der Verbundanker
beim Durchbrechen dieser Schicht nach unten
gedrückt wird, der Verbundanker
über seinen Abstandhalterabschnitt auf der unteren Schalung aufsitzt, so daß bei
diesem Aufbringen der Isolationszwischenschicht nicht etwa die Baustahlmatte mit
nach unten gedruckt und in frischem Beton evtl. gelockert wird. Der Abstandhalterdbschnitt
kann leicht an Stellen angeordnet werden, wo er das Anschließen des Verbundankers
an die Baustahlmatte nicht behindert. Der Fertigungs- und Materialaufwand für das
Ausbilden des Abstandhalterabschnitts ist sehr gering, Da die sonst notwendigen
zusätzlichen Abstandhalter eingespart werden, ergibt sich durch die Erfindung insgesamt
eine erhebliche Einsparung an Material und ferner an für die Errichtung der ganzen
Bewehrung notwendigen Arbeitszeit.
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Die Erfindung kann grundsätzlich bei allen Verbundankern nach den
eingangs beschriebenen bekannten Bauprinzipien verwirklicht werden. Bei Verwendung
eines zusätzlichen Arretierungsstabes sind der bzw. die Abstandhalterabschnitte
zweckmäßigerweise am Ende der U-Schenkel des Anschlußabschnitts, vorzugsweise in
der Nähe oder direkt in der den Arretierungsstab aufnehmenden Zone, abgebogen.
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Die Erfindung läßt sich ferner vorteilhaft verwirklichen bei einer
Ausführungsart, bei der der Anschlußabschnitt zur Anlage an allen vier von einem
Knotenpunkt abgehenden Abschnitten eines unteren und oberen Stabes der Baustahlmatte
vier entlang des U-Verlaufes verteilte Anlagezonen - zwei äußere jeweils in der
Nähe des Endes jedes U-Schenkels und zwei innere jeweils in der Nähe des Übergangs
des Mittelabschnitts in den jeweiligen Schenkel - aufweist, von denen mindestens
zwei Anlagezonen - darunter mindestens eine innere Aniagezone - als sich etwa in
der Ebene des U-Verlaufes erstreckende Gleitzonen ausgebildet sind, die ein Entlangrutschen
unter Druck auf den jeweiligen Stäben der Baustahlmatte in Richtung einer Drehbewegung
um eine senkrecht zur Ebene der
Baustahlmatte etwa durch den Knotenpunkt
gehende Achse gestatten, wobei die vier Anlagezonen in einer den Anschluß allein
durch die federnde Anlage bewirkenden gegenseitigen Höhenlage angeordnet sind.
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Ein solcher Verbundanker kann nämlich im Gegensatz zu den bekannten
Bauarten durch eine Drehbewegung Um den Knotenpunkt, mit der das Ende des einen
U-Schenkels unter federndem Hochdrücken auf die Oberseite des unteren Stabes auf
der dem Mittelabschnitt gegenüberliegenden Seite des Knotenpunktes gebracht wird,
an dem Knotenpunkt einer Baustahlmatte angeschlossen werden, ohne daß ein zusätzlicher
Arretierungsstab notwendig ist. Bei dieser Anschlußdrehbewegung wird der Knotenpunkt
etwa in der Mitte des U-förmigen Anschlußabschnitts gehalten. Nach dem Anschluß
stehen alle Abschnitte des U-förmigen Anschlußabschnitts zwischen den einzelnen
Anlagezonen unter Spannung. Dadurch wird der Verbundanker sicher festgeklemmt, wobei
sich die Klemmkräfte auf verschiedene Abschnitte verteilen. Bei der Drehbewegung
rutschen der Mittelabschnitt und die beiden U-Schenkel entlang den jeweiligen Stäben,
bis in Anschlußposition eine Lage erreicht ist, in der die Stäbe an den Enden der
U-Schenkel und an den Übergangen zwischen den U-Schenkeln und dem Mittelabschnitt
an liegen. Um diese Rutschbewegung unter Spannung ausführen zu können, sind zumindest
zwei der erwähnten Anlagezonen in Bezug auf ihren jeweiligen Stab als Gleitzonen
ausgebildet, d. h. als Zonen, die ein solches Entlangrutsclr-en gestatten, ohne
den ganzen U-förmigen Anschlußabschnitt in eine Lage zu zwingen, in der der Knotenpunkt
nicht mehr in der günstigen Weise in der Mitte liegt. Dies wird erreicht, wenn diese
Gleitzonen sich etwa in der Ebene des U-Verlaufs erstrecken, iedoch ist auch ein
zu dem jeweiligen Stab etwas konkav gewölbter Verlauf möglich. Auch ein leichter
Schrägverlauf ist möglich, wenn dieser den Anschlußabschnitt in die gewünschte günstige
Endlage zwingt, bei der der Knotenpunkt etwa in der Mitte liegt.
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Je nach der Handhabung dieses Verbundankers genügt es, wenn eine äußere
und eine innere Anlagezone oder wenn beide innere Anlagezonen als solche Gleitzonen
ausgebildet sind. Vorzugsweise sind aber alle vier Anlagezonen als solche Gleitzonen
ausgebildet, indem der U-förmige Anschlußabschnitt in einer Ebene im wesentlichen
flach -verlävft, also keine oder nur unwesentliche Ausbiegungen aufweist. Der Herstellungsaufwand
für das Biegen des Anschlußabschnitts ist also denkbar gering.
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Zweckmäßigerweise verläuft der Übergang zwischen dem Mittelabschnitt
des U-förmigen Anschlußabschnitts und zumindest einem der beiden U-Schenkel stark
abgerundet, so daß er gut als Gleitzone der jeweiligen inneren Anlage zone dienen
kann, denn ein Knick würde ein Entlangrutschen in diesem Bereich stören. Bei einer
bevorzugten Ausführungsart sind die beiden U-Schenkel über einen den Mittelabschnitt
bildenden, etwa halbkreisförmigen Abschnitt miteinander verbunden. Es ist auch möglich,
den Mittelabschnitt und die U-Schenkel des Anschlußabschnitts etwa in Form eines
zusammenhängenden Kreisbogens zu biegen.
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In weiterer Verbesserung ist anschließend an zumindest eine der beiden
äußeren Anlagezonen ein aus der allgemeinen Ebene des U-förmigen Anschlußabschnitts
nach unten abstehender, vorzugsweise abgebogener, Einrastanschlag ausgebildet zum
Einrasten hinter dem unteren Stab am Knotenpunkt der Baustahimatte, wobei sich hinter
diesem Einrastanschlag der nach oben abgebogene Ankerabschnitt anschließt. Dieser
Einrastanschlag sichert den Verbundanker gegen ein Zurückrutschen in Drehrichtung.
Der quer zur Baustahlmatte abgebogene Ankerabschnitt kann beim Ausführen der erwähnten
Anschlußdreh- und -hochdrUckbewegung als Griffabschnitt dienen, an dem mit der ganzen
Hand angepackt werden kann.--
Weitere Einzelheiten und Vorteile
der Erfindung ergeben sich aus der fplgenden Beschreibung von in der Zeichnung schematisch
dargestellten Ausführungsbeispielen. In der Zeichnung zeigen Fig. 1- 3 perspektivisch
drei Ausführungsarten eines erfindungsgemäßen Verbund ankers, der nach dem eingangs
beschriebenen bekannten Bauprinzip unter Verwendung eines zusätzlichen Arretierungsstabes
an dem Knotenpunkt einer Baustahimatte angeschlossen wird, und Fig. 4- 7 vier weitere
erfindungsgemäße Ausführungsarten, die ohne einen solchen zusätzlichen Arretierungsstab
an einem Knotenpunkt der Baustahlmatte anschließbar sind.
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In der Zeichnung ist von einer Baustahimatte an einem Knotenpunkt
3 jeweils der untere Stab 1 und der kreuzende obere Stab 2 dargestellt. An dem Knotenpunkt
sind diese beiden Stäbe in bekannter Weise fest miteinander verbunden.
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Die in der Zeichnung dargestellten Verbundanker sind aus federndem
Draht, z. B. Edelstahldraht, gebogen und bestehen aus einem U-förmig gebogenen Anschlußabschnitt
4 und zwei daran anschließenden Anketabschnitten 5 - bei der Ausführungsart nach
Fig. 7 nur einem Ankerabschnitt 5. Die allgemeine Ebene des U-Verlaufes des Anschlußabschnitts
4 ist durch die in allen Figuren eingezeichneten beiden senkrecht zueinander stehenden
Achsen a und b definiert. Bei den Ausführungsarten nach Fig. 4- 7 verläuft der U-förmige
Anschlußabschnitt 4 in dieser Ebene a - b völlig flach. Bei den Ausführungsarten
nach Fig. 1 - 3 ist er in dieser Ebene a - b etwas abgewinkelt, um Einrastzonen
zur Anlage an den Stäben 1, 2 der Baustahlmatte zu bilden. --
Der
Anschlußabschnitt 4 hat bei allen Ausführungsarten einen Mittelabschnitt 6, der
jeweils mit einem stark abgerundeten Übergang 7 in jeweils einen U-Schenkel 8 bzw.
9 übergeht. Diese U-Schenkel 8, 9 sind etwa gleich lang, und zwar etwa so lang oder
etwas länger als der Mittelabschnitt 6. An die Enden der U-Schenkel 8, 9 schließen
sich die Ankerabschnitte 5 an, die in Richtung der Achse c senkrecht zur Ebene a
- b abgebogen sind.
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In der Zeichnung ist jeweils die Anschlußposition an der Baustahlmatte
gezeigt.
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Bei den Ausführungsarten nach Fig. 1 - 3 hat der Anschlußabschnitt
4 entlang seines U-Verlaufes drei AnlagezonenlO, 11, 12, und-zwar eine Anlagezone
10 etwa in der Mitte des Mittelabschnitts 6, die sich an die Unterseite des oberen
Stabes2 der Baustahlmatte anlegt, und je eine Anlagezone 11, 12 etwa in der Mitte
der beiden U-Schenkel 8, 9, die sich auf der Oberseite des unteren Stabes 1 anlegen.
Diese Anlagezonen sind durch leichte Abwinkelungen des Anschlußabschnitts 4 aus
der Ebene a - b als begrenzte punktförmige Einrastzonen ausgebildet. Jedem Verbundanker
nach Fig. 1 - 3 ist ein Arretierungsstab 13 zugeordnet, der nach dem Aufsetzen und
Anlegen des Anschlußabschnitts 4 etwa parallel zum Verlauf des Mittelabschnitts
6 bzw. des unteren Stabes 1 zwischen den Enden der U-Schenkel 8, 9 und der Unterseite
des oberen Stabes 2 der Baustahlmatte auf der dem Mittelabschnitt 6 gegenüberliegenden
Seite des Knotenpunktes 3 durchgesteckt wird. Hierzu müssen die Enden der U-Schenkel
8,9 nach unten gedrückt werden. Durch Zurückfedern drücken sie den Arretierungsstab
13 von unten gegen den oberen Stab 2 der Baustahlmatte und bewirken das federnde
Festspannen des Verbundankers.
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Verbundanker der vorbeschriebenen Art nach Fig. 1 - 3 sind bekannt.Erfindungsgemäß
sind von dem U-förmigen Anschlußabschnitt 4 aus der allgemeinen Ebene a - b seines
U-Verlaufes nach unten Abschnitte 14 als Abstandhalter abgebogen, und zwar jeweils
am Ende der U-Schenkel 8, 9.
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Bei der Ausführungsart nach Fig. 1 ist am Ende jedes U-Schenkels 8,
9 durch eine flache Abwinkelung eine besondere Einrastzone 15 zur-Aufnahme des Arretierungsstabes
geschaffen, hinter der die U-Schenkel 8, 9 bei 16 etwas hochgebogen sind zur Bildung
eines Anschlags. Dahinter ist der Anschlul3abschnitt 4 zurBildung der Abstandhalterabschnitte
14 nach unten und dann eng U-förmig wieder nach oben hochgebogen und verlängert
sich in die Ankerabschnitte 5.
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Die Ausführungsart nach Fig. 2 entspricht derjenigen nach Fig. 1 mit
dem Unter schied, daß auf die besonders ausgebildeten Einrastzonen 15 und Hochbiegungen
16 verzichtet wird. Die Abstandhalterabschnitte 14 sind ebenfalls eng U-förmig gebogen,
und zwar im oberen Bereich bei 17 mit eng aneinander liegenden Enden der jeweiligen
U-Schenkel. Dadurch wird jeweils eine V-f örmige Einrastzone 18 gebildet zur Aufnahme
des Arretierungsstabes 13.
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Die Ausführungsart nach Fig. 3 entspricht derjenigen nach Fig. 2 mit
dem Unterschied, daß die Abstandhalterabschnitte 14 T -schlaufenförmig gebogen sind.
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Der Arretierungsstab 13 kommt, wie Fig. 3 zeigt, in einer zwischen
den U-Schenkeln 8, 9 und den hochstehenden Ankerabschnitten 5 gebildeten Einrastzone
19 zur Aufnahme.
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Bei den Ausführungsarten nach Fig. 4 - 7.hat der Anschlußabschnitt
4 entlang seines U-Verlaufes vier Anlagezonen, und zwar zwei äußere Anlagezonen
20, 21 in der Nähe des Endes jedes U-Schenkels 8, 9 und zwei innere Anlagezonen
22, 23 am Übergang 7 zwischen dem Mittelabschnitt 6 und dem jeweiligen U-Schenkel
8 bzw. 9. Der ganze Anschlußabschnitt 4 verläuft flach, so daß die Anlagezonen 20
- 23 als sich in der Ebene a - b des U-Verlaufes erstreckende
Gleitzonen
dienen, auf denen der Anschlußabschnitt 4 unter Druck auf den jeweiligen Stäben
1, 2 der Baustahlmatte in Drehrichtung 24 um eine senkrecht zu der durch die Stäbe
1, 2 definierten Ebene der Baustahlmatte durch den Knotenpunkt 3 gehende Achse 25
entlangrutschen kann. In Anschlußposition entspricht die allgemeine Ebene a - b
des U-förmigen Anschlußabschnitts 4 etwa der durch die Stäbe 1, 2 definierten Ebene
der Baustahlmatte.
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In Anschlußposition liegt der Anschlußabschnitt 4 mit der äußeren
Anlagezone 20 an der Unterseite des oberen Stabes 2, mit der inneren Anlagezone
22 an der Oberseite des unteren Stabes 1-, mit der in Drehrichtung 24 nächstfolgenden
inneren Anlagezone 23 an der Unterseite des oberen Stabes 2 auf der gegenüberliegenden
Seite des Knotenpunktes 3 und mit der äußeren Anlagezone 21 auf der Oberseite des
unteren Stabes 1 auf der der inneren Anlagezone 22 gegenüberliegenden Seite des
Knotenpunktes 3 an. Infolge des in der Ebene a - b flachen Verlaufes des Anschlußabschnitts
4 ist die vorerwähnte Anlage federnd, wobei sich die einzelnen Abschnitte des Anschlußabschnitts
4 zwischen den einzelnen Anlagezonen etwas durchwölben. Dadurch wird der Verbundanker
in Anschlußposition festgeklemmt.
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Zum Anschluß des Verbundankers nach Fig. 4 - 7 wird er mit den freien
Enden des bzw. der Ankerabschnitte 5 nach unten weisend über dem unteren Stab 1
auf der in Fig. 4 rechts des Knotenpunktes 3 liegenden Seite gebracht, worauf diese
freien Enden unter dem Knotenpunkt 3 hindurch auf der linken Seite wieder nach oben
geführt werden, bis der Mittelabschnitt 6 etwa in seiner Mitte auf der Oberseite
des unteren Stabes 1 rechts vom Knotenpunkt 3 anliegt und die U-Schenkel 8, 9 etwa
in ihrer Mitte an der Unterseite des oberen Stabes 2 an liegen. Dann wird eine Drehbewegung
in Drehrichtung 24 ausgeübt, wobei der Anschlußabschnitt 4 entlang den Anlagezonen
20, 22, 23 auf dem
jeweiligen Stab 1 bzw. 2 entlangrutscht. Diese
Drehbewegung wird ausgeführt, bis das Ende des Schenkels 9 unter Hochbiegen auf
die Oberseite des unteren Stabes 1 links vom Knotenpunkt 3 gebracht ist und dort
federnd zur Anlage kommt, wodurch der ganze Anschlußabschnitt 4 an den Stäben 1,
2 verspannt wird. Die Lage der Stäbe 1, 2 wandert dabei entlang der Anlagezonen
20, 22, 23 bis an die in der Zeichnung dargestellten Orte. Das Wieder lösen des
Verbundankers geht umgekehrt vor sich.
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Beim Ausführen der Ai.schlußdrehbewegung wird der Knotenpunkt 3 etwa
in der Mitte des Anschlußabschnitts 4 gehalten. Dementsprechend ist es wichtig,
daß die U-Schenkel 8, 9 etwa die Länge des Mittelabschnitts 6 aufweisen. Sie können
auch etwas länger oder kürzer sein. Ein krasses Mißverhältnis zwischen der Länge
der U-Schenkel 8, 9 und der des Mittelabschnitts 6 wäre jedoch ungünstig.
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Beim Anschluß des Verbundankers kann der Anschlußabschnitt 4 auch
im Bereich des Übergangs zwischen dem Mittelabschnitt 6 und dem U-Schenkel 8 auf
den unteren Stab 1 aufgesetzt werden. Die Drehbewegung in Drehrichtung 24 kann dann
um diesen Aufsetzpunkt durchgeführt werden, wobei die Anlagezonen 20 und 23 unter
dem oberen Stab 2 entlangrutschen. Bei dieser Handhabung muß die Anlagezone 22 also
nicht als Gleitzone ausgebildet sein. Es ist möglich, sie als Raste zu gestalten.
Ferner ist es möglich, die Anlagezone 20 als Raste auszubilden und die Anschlußdrehbewegung
nur entlang den beiden inneren Anlagezonen 22 und 23 auszuführen.
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Die stark abgerundeten, insbesondere kreisbogenförmigen Übergänge
7, in deren Bereich die inneren Anlagezonen 22, 23 liegen, bewirken, daß diese besonders
gut als Gleitzonen geeignet sind.
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Es ist auch möglich, daß der Mittelabschnitt 6 und die U-Schenkel
8, 9 des Anschlußabschnitts 4 etwa in Form eines zusammenhängenden Kreisbogens 20
gebogen sind. Dadurch kann der Knotenpunkt 3 noch.genauer im Zentrum des Anschlußabschnitts
4 gehalten werden und die einzelnen freien und die Federkraft aufbringenden Abschnitte
zwischen den vier Anlagepunkten in Anschlußposition sind länger als bei einer genauen
U-Form des Anschlußabschnitts, was je nach der Eigenschaft und Stärke des Materials
des Anschlußabschnitts günstiger sein kann. Denselben Effekt bringt die halbkreisförmige
Gestaltung des Mittelabschnitts 6 und der Übergänge 7 nach Fig. 4- 7.
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Bei den Ausführungsarten nach Fig. 4 - 6 ist anschließend an das Ende
des U-Schenkels 8 durch das untere Ende des nach oben abgebogenen Ankerabschnitts
5 ein Anschlag 26 gebildet, der in Anschlußposition hinter dem oberen Stab 2 zur
Anlage kommt, wie die Zeichnung zeigt. Bei der Ausführungsart nach Fig. 7 ist das
Ende des U-Schenkels 8 nur etwas nach oben gebogen zur Bildung eines entsprechenden
Anschlags 26.
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Anschließend an die äußere Anlagezone 21 des U-Schenkels 9 ist ein
nach unten abgebogener Einrastanschlag 29 ausgebildet zum Einrasten hinter dem unteren
Stab 1 der Baustahlmatte. Dahinter schließt sich der nach oben angebogene Ankerabschnitt
5 an. Der Einrastanschlag 29 verhindert ein Zurückrutschen des angeschlossenen Anschlußabschnitts
4 entgegen der Drehrichtung 24. Um die Länge des Einrastanschlags 29 kann der U-Schenkel
9 gegenüber dem U-Schenkel 8 verlängert sein.
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Aus der allgemeinen Ebene a - b des Anschlußabschnitts 4 sind erfindungsgemäß
der bzw. die nach unten abstehenden Abstandhalterabschnitte 14 abgebogen,
durch
die die Baustahlmatte zugleich im Abstand z. B. zu einer unteren Schalung gehalten
wird. Bei der Ausführungsart nach Fig. 4 ist zwischen den beiden inneren Anlagezonen
22, 23 und der jeweils benachbarten äußeren Anlagezone 20 bzw. 21 jeweils ein Zwischenabschnitt
nach unten abgebogen und eng U-förmig wieder zurückgebogen zur Bildung von zwei
Abstandhalterabschnitten 14.
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Bei der Ausführungsart nach Fig. 5 ist anschließend an die äußere
Anlagezone 20 ein einziger Abstandhalterabschnitt 14 nach unten abgebogen und eng
U-förmig wieder zurückgebogen, wie die Zeichnung zeigt. Der anschließende Ankerabschnitt
5 bildet bei 26 nach wie vor den gewünschten Anschlag zur Anlage an dem oberen Stab
2.
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Die Ausführungsart nach Fig. 6 unterscheidet sich von derjenigen nach
Fig. 5 dadurch, daß der Abstandhalterabschnitt 14 t -schlaufenförmig gebogen ist.
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Bei der Ausführungsart nach Fig. 7 ist ein einziger Ankerabschnitt
5 vorhanden.
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Das Ende des U-Schenkels 8 geht hinter dem Anschlag 26 in einen einzigen
nach unten abgebogenen Abstandhalterabschnitt 14 über.
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Es ist vorgesehen, die Verbundanker nach Fig. 5 - 7 nur in Drehrichtung
24 an dem Knotenpunkt der Baustahlmatte anzuschließen. Die Ausführungsart nach Fig.
4 kann jedoch auch durch eine entgegen der Richtung 24 ausgeführte Drehbewegung
angeschlossen werden, wobei wirkungsmäßig der U-Schenkel 8 an die Stelle des U-Schenkels
9 tritt und die Anschlußposition gegenüber der Fig. 4 um 900 entgegen der Drehrichtung
24 verschwenkt ist. Der Anschlag 26 wird
dann durch das untere
Ende des an den U-Schenkel 9 anschließenden Ankerabschnitts 5 gebildet. Der nach
unten abgebogene Einrastanschlag 29 wird dann zweckmäßigerweise auch zwischen dem
U-Schenkel 8 und dem anschließenden Ankerabschnitt 5 ausgebildet. Er wird ausgenutzt,
wenn der Verbundanker entgegen der Drehrichtung 24 angeschlossen wird. Die unteren
Enden der hinter jedem Einrastanschlag 29 nach oben abgebogenen Ankerabschnitte
wirken bei Bedarf jeweils als Anschlag 26.
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Es ist möglich, die einzelnen Merkmale der verschiedenen Ausführungsbeispiele
auch in anderer Kombination miteinander zu vereinigen. Die erfindungsgemäßen Abstandhalterabschnitte
14 lassen sich auch an Verbundankern ausbilden, bei denen wirkungsmäßig an die Stelle
eines zusätzlichen Arretierungsstabes 13 bei den Ausführungsarten nach Fig. 1 -
3 ein verlängerter, an der Baustahlmatte federnd einhängbarer Arm tritt, der entweder
in Fortsetzung eines der U-Schenkel 8, 9 oder eines oder beider Ankerabschnitte
5 ausgebildet ist.