DE2108485A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Hochener gie Impulsbearbeitung von Werkstoffen. Ver dichten, Extrudieren, Schmieden und dergl - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Hochener gie Impulsbearbeitung von Werkstoffen. Ver dichten, Extrudieren, Schmieden und derglInfo
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Description
r. 27-T.I.617079 19. Februar 1971
Bolt Associates, Inc., Norwalk, Connecticut / USA
Verfahren und Vorrichtungen zur Hochenergie-Impulsbearbeitung von Werkstoffen, Verdichten, Extrudieren, Schmieden und dergl.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum f
Bearbeiten von Werkstoffen mit Hochenergieimpulsen. Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren und eine Vorrichtung
zur Hochenergieimpuls-Verdichtung von pulverförmigem Werkstoff zu in ihrem Aufbau hochwertigen Erzeugnissen sowie auf
das Hochenergie-Umformen und -Schmieden von Werkstoffen in
Gesenken,
Die US-Patentschrift 3 376 723 zeigt Verfahren und Vorrichtungen
zum Umformen von Werkstoff durch plötzliche Impulse. Wie dort beschrieben, wird eine frei bewegliche Kolbenmasse
in Richtung auf einen zweiten Kolben beschleunigt, in dem eingeschlossenes, unter hohem Druck stehendes Gas plötzlich Λ
freigesetzt wird. Der zweite Kolben ist von dem umzuformenden Werkstoff durch eine unter Druck stehende Flüssigkeit getrennt,
die benachbart zu dem Werkstoff angeordnet ist, so daß der durch den Stoß der beschleunigten Masse auf den «weiten Kolben
erzeugte Impuls eine Ilochdruck-Stoßwelle in der Flüssigkeit
erzeugt, wodurch der Werkstoff in die durch eine Gesenkausvorgegebene
Form getrieben wird.
Bei dem Verfahren und der Vorrichtung zur Hochenergieimpuls-Wer&stoffumformung
gemäß der vorliegenden Erfindung schlägt
10S837/1104 BADORIGiHAL
eine beschleunigte Kolbenmasse auf eine Doppelkolben—Hammer—
einrichtung, die aus einem Paar von Kolben aufgebaut ist, die durch eine unter Druck stehende Flüssigkeit getrennt sind,
so daß eine in ihrer Wirkung starre wirksame Einrichtung zur Übertragung der Impulse auf den zu bearbeitenden Werkstoff
geschaffen wird.
Ein Vorteil der vorliegenden Erfindung ist darin zu sehen, daß ein mit einem der beiden Kolben verbundenes Gesenk in
unmittelbarer Berührung mit dem zu bearbeitenden Werkstoff steht. Eine mechanische Verstärkung des Hochenergieimpulses
kann man dadurch erreichen, daß man den mit dem Werkstoff in Berührung stehenden Abschnitt des Kolbens in geeigneter
Weise formt.
Ein bedeutungsvoller Anwendungsbereich der Erfindung liegt in einem Verfahren und einer Vorrichtung zur Hochenergieverdichtung
von pulverförmigem Werkstoff in einem Vakuum zur Herstellung
von in ihrem Aufbau hochwertigen Erzeugnissen. Pulverförmiger Werkstoff, wie Metallpulver oder pulverförmiges
feuerfestes (refractory) Material wird in die Höhlung eines Gesenks gebracht; ein an einem der Kolben der Doppelkolben-Hammer
einrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung angebrachtes Gesenk wird zur Verdichtung des Pulvers mit diesem in
Arbeitsberührung gebracht. Die zwischen den zwei Kolben in der Doppelkolben-Hammereinrichtung angeordnete Flüssigkeit
wird unter Druck gesetzt, um sowohl den Doppelkolben starr zu machen, als auch den pulverförmigen Werkstoff vorzuverdichten.
Dann wird eine Kolbenmasse längs eines Zylinders beschleunigt und schlägt auf die Doppelkolben-Hammereinrieh«
tung, wodurch, ein Hoelieriergieiwpuls das Pulver zwisehen, de:?
BAD OBtGlNAL
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Gesenken verdichtet, so daß sich seine Teilchen verfeinden
und ein hochwertiges Bauteil geschaffen wird. Man kann Impulse sehr hoher Energie und ausreichender Größe erhalten,
um die Pulverteilchen fest miteinander zu verbinden zu einem
hochwertigen Erzeugnis, das genau der Gesenkform entspricht.
Besondere Vorteile des Verfahrens und der Vorrichtungen gemäß dieser Erfindung ergeben sich bei dem Vakuumformen von pulverförmigem
Werkstoff zu in ihrem inneren Aufbau hoehwerti- " gen und in ihren Abmessungen genauen Erzeugnissen. Die Gesenkhöhlung
wird nach dem Einfüllen des Pulvers luftleer gepumpt, vorzugsweise bis zu einem hohen Vakuum, dann wird das Pulver
durch einen Hochenergieimpuls mittels einer beschleunigten Kolbenmasse verdichtet, die auf einen Doppelkolbenhammer
schlägt, der ein Gesenk aufweist, das in Berührung mit dem Pulver steht. Dieses Hochenergie-Vakuumformen von pulverförmigen
Werkstoffen erhält deren Reinheit und verbessert die Qualitätskontrolle der Endergebnisse, da eine Verbindung
der Teilchen zu einem dichten homogenen Teil erreicht wird.
Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung liegt darin, daß Teile hoher Präzision mit bei Hochenergieumformung üblichen
Umformgraden hergestellt werden können, wobei eine genaue Steuerung der Bedingungen für (a) die Vorverdichtung, (b) den
aufgebrachten Enddruck und (c) den ümformgrad des zu verformenden Werkstoffs möglichst ist.
Weitere Merkmale, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der neuen Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Darstellung
von AusfUhrungsbeispielen und der Zeichnung.
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Es zeigen:
Fig« 1 einen Schnitt zur Erläuterung des Verfahrens und
der Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung zum Bearbeiten von Werkstoff mit Hochenergieimpulsen,
beispielsweise zur Bearbeitung eines pulverförmigen Werkstoffs mit Hochenergieimpulsen, beispielsweise
eines pulverförmigen Werkstoffs, wobei die verschiedenen
Steuereinrichtungen der Vorrichtung nur schematisch dargestellt sind,
Fig. 2 einen Schnitt durch die Doppelkolben-Hammereinrichtung,
die bei dem in der Fig. 1 erläuterten Verfahren und Vorrichtung zur Bearbeitung von pulverförmigem
Werkstoff mit Hochenergieimpulsen verwendet wird,
Fig. 3 im Schnitt die Doppelkolben-Hammervorrichtung, die
bei dem Verfahren und der Vorrichtung gemäß Fig. zum Schließumformen (transfer molding) von Werkstoff
in ein Gesenk und
Fig. h einen Schnitt durch einen Teil der Doppelkolben-Hammervorrichtung,
die bei dem Verfahren und der Vorrichtung gemäß Fig. 1 verwendet wird, um einen Werkstoff zu schmieden.
In Fig. 1 wird ein Verfahren zur Bearbeitung von Werkstoff mittels Hochenergielmpulsen und einer entsprechenden Vorrichtung
10 gezeigt, die eine schwere Hochdruckpresse 12 umfaßt, die ein Gesenkteil 14 und einen Impulsgenerator
ausgerichtet mit einer Doppelkolben-Hammervorrichtung 18
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hält, die ein Gesenkteil 19 aufweist, das in Berührung mit dem pulverförmigen Werkstoff 20 steht, der in einer Höhlung
22 des Gesenkteils 14 angeordnet ist.
Die Doppelkolben-Hammervorrichtung 18 ist in der Bohrung 24 ihres Hammerzylinders 25 angeordnet und besteht aus einem
schlagaufnehmenden Kolben 26, einer Säule 28 aus unter Druck
stehender Hydraulikflüssigkeit und einem ein Gesenk tragen- f
den Kolben 30. Der das Gesenk tragende Kolben 30 ist bei der
gezeigten Ausführungsform mit einem Verdichtungsgesenkteil
ausgestattet, dessen Querschnittsfläche kleiner ist als die
des Hauptkörpers des Kolbens 30, so daß eine Impulsverstärkung erzielt wird. Das Verdichtungsgesenkteil 19 hat die Gestalt
eines stangenförmigen Stempels und ist mit dem Kolben 30 mittels eines Gewindeansatzes 32 verschraubt und ragt aus
der unteren Fläche 34 des Kolbens 30 hervor; der Stempel ist so geformt, daß er eine Gesenkkammer 36 zwischen der unteren
Fläche 34 und dem Gesenkteil 14 einschließt, wenn das Gesenk
19 in Arbeitsberührung mit dem pulverförmigen Werkstoff 20 steht. ä
Die Kammer 36 kann durch eine Hochvakuumpumpe 37 evakuiert
werden, die in Wirkverbindung mit der Kammer 36 durch eine Leitung 38 und eine Durchtrittsöffnung 40 in dem unteren
Gesenkteil 14 steht. Die Durchtrittsöffnung 40 und die Leitung
38 sind ausreichend bemessen, um ein hohes Vakuum in der Kammer 36 zu erzeugen, die mit der Gesenkhöhlung 22
durch den Spalt 42 zwischen dem Verdichtungsstempel 19 und dem unteren Gesenkteil 14 in Verbindung steht. Der Zylinder
25 ist druckdicht mit dem Gesenk 14 durch geeignet angeordnete Dichtungen 44 verbunden, so daß In der Gesenkhöhlung 22 eine
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reine Atmosphäre zur Pulververarbeitung in Form eines hohen Vakuums geschaffen werden kann, wenn dies erwünscht ist.
Die Säule 28 von Hydraulikflüssigkeit wird durch eine Öffnung
47 mittels eines magnetbetätigten Ventils 49 durch eine hydraulische Drucksteuerung und einen Flüssigkeits-Speicherbehälter
45 unter Druck gesetzt. Die Flüssigkeitssäule 28 kann von Druck entlastet werden, um ein Herabfallen des Kolbens
26 zu ermöglichen. Die Flüssigkeitssäule 28 hat eine ausreichende vertikale Höhe, um eine Vorverdichtung des pulverförmigen
Werkstoffs 20 im gewünschten Maß zu erreichen. Je größer der durch den Speicher 45 auf die Flüssigkeit 28
ausgeübte Druck ist, desto größer ist die Verdichtung des pulverförmigen Werkstoffs 20 und desto größer ist der vertikale
Abstand zwischen den Doppelkolben 30 und 36.
Während des Betriebs des Hochenergie-Impulsgenerators 10 steht die Flüssigkeitssäule 28 unter ausreichendem Druck,
um das Stempelgesenk 19 nach unten gegen den pulverförmigen Werkstoff 20 zu drücken und ihn vorzuverdichten, während der
Kolben 26 nach oben gegen eine ringförmige Anschlagschulter 46 gedrückt wird. Der Kolben 26 trägt eine schlagaufnehmende
Fläche 48, die nach oben einer Bohrung 50 eines Besehleunigungszylinders
52 zugekehrt ist, der eine zu beschleunigende Kolbenmasse 51* aufnimmt, die am anderen Ende der Bohrung 50
gehalten wird. Die Fläche 48 ist durch eine dünne Schicht 55 von Vakuumöl oder dergleichen geschützt, um eine Beschädigung
der Kolbenmasse 5k und des Kolbens 26 zu verhindern,
Wegen dem hohen Druck der Flüssigkeitssäule 26, dem hohen
Vakuum in der Gesenkkammer 36 und dem betriebsbedingten Vakuum
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der Bohrung 50 sind zwischen den entsprechenden Kolben 26
und 30 und der Hammerbohrung 24 gasdichte Kolbenringdichtungen 56 und 57 angeordnet. Diese Dichtungen 56 und 57 behindern
die Übertragung der Hochenergieimpulse auf den zu bearbeitenden Werkstoff nicht.
Der Impulsgenerator 16 umfaßt eine Einrichtung 60 zum plötzlichen
Freisetzen von unter hohem Druck stehendem Gas, die ,
auch als "LuftgeschützM (air-gun) 60 bezeichnet wird. Das "
"Luftgeschütz11 60 setzt unter hohem Druck stehendes Gas
plötzlich durch seine Auslaßöffnungen 62 frei, die mit einer Kammer 64 in Verbindung stehen, die sich bis über die Kolbenmasse
54 erstreckt. Das unter hohem Druck stehende Gas wird
von einer Hochdruckquelle 66 geliefert. Diese Hochdruckquelle 66 kann einen Hochdruck-Luftkompressor, einen Aufnahmebehälter,
einen Druckregler und einen Filter enthalten. Die Druckquelle 66 steht über eine Zuführleitung 67 mit dem MLuftgeschütz"
60 in Verbindung. Dieses wLuftgeschütz" 60 ist eine Vorrichtung
zum plötzlichen Freisetzen von unter hohem Druck stehendem Gas mit explosionsähnlicher Schnelligkeit, wie näher
in Verbindung mit Fig. 15 der US-Patentschrift 3 379 273 |
beschrieben wird. Ein Signal zum Freisetzen des Gases wird von einer elektrischen Steuereinrichtung 68 durch ein elektrisches
Kabel 69 zu einem magnetbetätigten Ventil 70 geleitet, das das plötzliche Freisetzen des kräftigen Gasdrucks aus
dem "Luftgeschütz" 60 durch seine Auslaßöffnungen 62 bewirkt.
Die Kammer 64 ist mit möglichst kleinem Volumen ausgeführt und ist mit einer Flüssigkeit gefüllt, beispielsweise Leichtöl,
so daß die Druckbeaufschlagung der Kammer 64 durch das
wLuftgeschützM 60 erreicht wird unter weitgehender Erhaltung
des darin herrschenden Druckes, um die Kolbenmasse 54 entlang
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der Bohrung 50 in Richtung auf die Doppelkolben-Hammervorrichtung
16 zu beschleunigen.
Die Kolbenmasse 54 hat ein erhebliches Gewicht und wird anfänglich
am Ende der Bohrung 50 durch eine verriegelnde Haiteeinrichtung 72 gehalten, die eine hydraulisch belastete
Nockenrolle aufweist, die eine Sperrnut 71 in einer den
Kolben haltenden Stange 73 berührt, die einen kegelförmigen
Schaft 70 auf der Kolbenmasse 54 aufweist. Haltekolben 72
sind gleitend in hydraulischen Zylinderführungen 74 aufgenommen und werden hydraulisch auf die Kolbenhaltestange 73
mittels eines federbelasteten hydraulischen Speichers 75
gedrückt, der über die hydraulischen Leitungen 76, 77 und
78 angeschlossen ist. Die hydraulisch belasteten Halteeinrichtungen 72 mit Nockenrollenverriegelung werden durch ein
magnetbetätigtes Ventil 79 gelöst, das durch die Steuereinrichtung 68 über ein elektrisches Kabel 81 gesteuert wird.
Eine Gasauslaßöffnung 80 der Kammer 64 ist durch ein geeignetes
Rohr 83 mit einem magnetbetätigten Auslaßventil 82 und einem magnetbetätigten Speicherventil 84 verbunden.
Das Ventil 82 erlaubt das Austreten von Gas aus der Kammer 64 in die Umgebung durch einen Separator 84, um das Gas von
dem Öl zu trennen, das verwendet wird, um die Kammer 64 zu füllen. Das Öl wird durch die Leitung 85 zur Kammer 64 zurückgeführt
und das Gas wird durch einen Auslaß 86 an die Atmosphäre abgegeben. Das Ventil 84 steuert die Gasströmung
zu einem Speicherbehälter 88, der so ausgelegt ist, daß er auf den Druck gebracht werden kann, der dem Gasdruck in der
Kammer 64 entspricht, nachdem die Kolbenmasse 54 einen Schlag auf die Doppelkolben-Hammervorrichtung 18 ausgeführt
hat.
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Ein magnetgesteuertes Ventil 90 ist in eine Leitung 92 eingesetzt,
die den Gasspeichertank 88 Bit der Unterseite der
Kolbenmasse 54 verbindet, wenn letztere auf der Doppelkolben-Hammervorrichtung
18 ruht.
Eine Evakuierungspumpe 94 für die Zylinderbohrung steht über ein magnetgesteuertes Ventil 96 und eine Leitung 98 mit der
Bohrung 50 in Wirkverbindung. Diese Pumpe 94 evakuiert die Bohrung
50 auf einen sehr niedrigen Druck, so daß die kinetische
Energie der beschleunigten Kolbenmasse 54 im wesentlichen
verbraucht werden kann, wenn der Kolben auf die Fläche 48 des oberen Kolbens 26 der Doppelkolbenvorrichtung 18
schlägt.
Die elektrische Steuereinrichtung 68 ist mit den Zeitgeber-Schaltkreisen
und den Schaltern versehen, die in geeigneter Aufeinanderfolge die verschiedenen magnetbetätigten Ventile
und die Relais (nicht gezeigt) erregen, die die Pumpen steuern und das Auslösen des MLuftgesehützes" 60 steuern·
Beim Betrieb der Vorrichtung 10 zur Bearbeitung von Werkstoff mittels Hochenergieimpulsen ist die Kolbenmasse 54 in der
gezeigten Haltestellung angeordnet und die Beschleunigungsbohrung 50 ist durch die Pumpe 94 evakuiert.
Der zu bearbeitende pulverförmige Werkstoff wird zuerst
chemisch gereinigt und dann unter einer chemisch reinen inerten Atmosphäre, beispielsweise Helium oder Stickstoff
gehalten, so daß seine einzelnen Teilchen sorgfältig gereinigte Oberflächen haben, die eich unter der Verdichtung durch
die Vorrichtung 10 verbinden und kalt miteinander verschwelet werden.
BAD ORIQINAL
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Der große Kolben 13 und die Platte 11 der schweren Presse 12 werden entlang den vertikalen Führungssäulen 99 der Presse
12 abgesenkt, um die Gesenkhöhlung 22 freizugeben, und eine abgemessene Menge des reinen pulverförmiger! Werkstoffs wird
in die Höhlung 22 gegeben, wobei eine inerte Atmosphäre aufrecht erhalten wird« Dann wird die Presse betätigt, um das
Gesenk 14 anzuheben, um die Dichtungen 44 des HammerZylinders
25 zu berühren und die Kammer 36 gasdicht und fest zu verschließen.
Die Hochvakuumpumpe 37 wird dann betätigt und verringert den
Druck in der Kammer 36 rasch auf den gewünschten, sehr niedrigen Betriebsdruckbereich. Gleichzeitig wird die Höhlung 22
evakuiert und kurz danach wird die Flüssigkeitssäule 28 unter Druck gesetzt, wodurch der Kolben 26 gegen die ringförmige
Anschlagfläche 46 gedrückt wird und das Stempelgesenk 19
das Pulver 20 zusammendrückt. Diese Vorverdichtung des Pulvers 20 wird weitergeführt, bis eine optimale Vorverdichtung erreicht
wird, wie sie vorher für die bestimmte Art des zu bearbeitenden pulverförmigen Werkstoffs 20 festgelegt wurde. Wenn
die gewünschte Vorverdichtung erreicht ist, wird sie gehalten. In diesem Zeitpunkt ist die Doppelkolben-Hammervorrichtung 18
wirksam und vollständig in den starren Zustand gebracht und somit zur übertragung eines Hochenergieimpulses von der Kolbenmasse
54 auf den pulverförmigen Werkstoff 20 vorbereitet. Die
obere Platte 100 der Presse 12 wird an den Führungssäulen 99
mittels großer Verschraubungen 101 festgelegt, die mehrere abnehmbare Abstandshiilsen 102 halten, die die Platte 10 gegen
Verriegelungsringe 103 nach unten drücken.
BAD ORtQINAL
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Dann wird das "Luftgeschütz" 60 betätigt und liefert plötzlich
eine unter hohem Druck stehende Gasmenge, beispielsweise in der Größenordnung von 70 bis 700 kg/cm (lOOO bis
IO 000 pounds per square inch)j das Gas gelangt in die Kammer
64 gerade nachdem die Halteeinrichtungen 72 ihre Verklammerung der Haltestange 73 der Kolbenmasse 5k gelöst haben.
Die Kolbenmasse 54 wird nun in Richtung auf die Doppelkolben- f
Hammervorrichtung 18 unter der Kraft des unter Druck stehenden
Gases in der Kammer 6k getrieben. Die Kolbenmasse 5k erreicht eine hohe Geschwindigkeit und schlägt auf die Schicht 55 aus
schützendem, gegen Stoßbeanspruchung unempfindlichen Öl auf
der Fläche 48 des Kolbens 26. Der Schlag der Kolbenmasse 5k
setzt einen hohen Energieimpuls auf die Hammervorrichtung frei, die diesen Impuls auf das Stempelgesenk 19 überträgt.
Das Stempelgesenk 19 verdichtet daraufhin den pulverförmigen
Werkstoff 20 so stark und in so kurzer Zeit, daß die Pulverteilchen miteinander verbunden werden und ein dichtes, kompaktes,
genau geformtes Teil bilden.
In diesem Zeitpunkt ist die Kolbenmasse 5k auf der Fläche 48 '
zur Ruhe gekommen, und der Druck in der Kammer 64 und in dem Abschnitt der Bohrung 50 über der Kolbenmasse 5k bleibt auf
einem bestimmten Wert. Das Ventil 84 wird geöffnet und der Behälter 88 gerät unter Druck durch das Gas in der Kammer
und in der Bohrung 50. Daraufhin wird das Ventil 84 geschlossen und die Ventile 82 und 90 werden geöffnet. Der Druck in
der Flüssigkeitssäule 28 wird abgesenkt, um den Kolben 26 ausreichend abzusenken, damit das Gas aus der Leitung 92
die Kolbenmasse 54 zurück in ihre anfängliche gezeigte Haltestellung anheben kann. Wenn die Kolbenmasse 54 in ihre anfäng-
BAD ORKaINAL
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liehe Haltestellung angehoben wird, wird das überschüssige
Gas in der Kanaer 64 durch die Öffnung 80, die Leitung 83,
das Ventil 82, den Öl-Gas-Separator 84 und dessen Auslaßöffnung zur Atmosphäre geleitet.
Der große Kolben 13 und die Platte 11 der Presse 12 verden
nun abgesenkt, um auch das Gesenk 14 abzusenken, um das Herausnehmen des geformten Teils aus der Gesenkhöhlung 22
zu ermöglichen· Eine Stößelstange 97 wird verwendet, um das geformte Teil aus dem Gesenk zu entfernen. Dann wird eine
neue Ladung von pulverförmiger Werkstoff in die Gesenkhöhlung 22 eingebracht und ein weiteres Teil kann nach dem
beschriebenen Verfahren geformt werden.
In Fig. 3 ist ein Teil einer Vorrichtung zum Bearbeiten von
Werkstoff mittels Hochenergieimpulsen gezeigt, die der Vorrichtung nach Fig. 1 ähnlich ist, sie ist jedoch zum Fließumformen (transfer molding) eines vorgeschnittenen Materialblocks 120 in eine Gesenkhöhlung 122 eines unteren Gesenks
114 geeignet. Beim Betrieb dieser Vorrichtung wird eine inerte Atmosphäre durch die Leitung 38 und die Öffnung 40 eingeführt,
so daß alle Spuren der Atmosphäre in der Gesenkkammer 36 und der Gesenkhölhlung 122 hinausgespült werden. Die Flüssigkeitssäule 28 ist vorzugsweise auf einen Druckwert vorgespannt,
der etwas unterhalb des Wertes liegt, der zum Fließen des warmen oder kalten Materials 120 in die Gesenkhöhlung 122
notwendig ist. Der Schlag der Kolbenmasse 54 (siehe Fig. l)
der Doppelkolbeia-Hammervorrichtung 18 drückt dann das Material
120 in die Gesenkhöhlung 122.
Fig. 4 zeigt einen Abschnitt einer Vorrichtung zur Umformung von Werkstoff mittels Hochenergieimpulsen ähnlich der in den
BAD ORTGINAL 109837/1104
Fig. 1 und 2 gezeigten, wobei diese jedoch zum Schmieden eines Materials 120 geeignet ist. Bei dieser Vorrichtung
ist ein Kolben 30 vorgesehen mit einer Gewindebohrung 32
zur Aufnahme eines Schmiedegesenks 132 mit einer konkaven
Gesenkfläche 134, die in pressende Berührung mit dem zu schmiedenden Material 130 gebracht wird. Die Unterseite
des Materials 130 wird ebenfalls in eine Form geschmiedet,
die durch eine Höhlung 136 in einem Gesenk 138 bestimmt %
ist, das auf der unteren Platte 11 der schweren Presse *
12 ruht.
Wenn gewünscht, kann die Kammer 36 durch die Öffnung 40
und die Leitung 38 evakuiert werden, oder es kann eine inerte Atmosphäre in die Kammer eingeführt werden. Die
Dichtungen 44 schaffen einen gasdichten Abschluß der Kammer 36, wenn die Presse 12 das Gesenk 14, 114 oder 138
gegen die Dichtungen 44 nach oben drückt, die in dem unteren Rand des Hammerzylinders 25 angeordnet sind.
Die Verbindungen von der elektrischen Steuereinrichtung 68 A
zu den zu steuernden Geräten sind in Fig. 1 mit den Buchstäben
V, W1 X, Y, Z angedeutet.
U CJ 'j Οι' Si ·.'
Claims (1)
- - 14 Patentansprüche1.)Verfahren zur Bearbeitung von Werkstoff mittels Hochenergie« impuls, wobei der zu bearbeitende Werkstoff in die Arbeitsstellung zwischen ein erstes und ein zweites Gesenk gebracht wird, gekennzeichnet durch die folgenden Verfahrensschritte: Eine vorspannende Kraft wird aufgebracht, die die Gesenke in Richtung aufeinander zu drückt und dadurch eine vorverdichtende Kraft auf den Werkstoff zwischen den Gesenken ausübtfein massiver Kolben wird entlang einem Zylinder in einer Richtung beschleunigt, die mit dem ersten und zweiten Ge-» senk fluchtet,der massive Kolben schlägt wirksam auf das erste Gesenk und treibt das erste Gesenk gegen das zweite Gesenk, um einen Hochenergieimpuls zur Bearbeitung des Werkstoffs zwischen den Gesenken aufzubringen.2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein den zu bearbeitenden Werkstoff umgebender Bereich abgedichtet wird und eine kontrollierte Atmosphäre in diesem Bereich hergestellt wird.3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die kontrollierte Atmosphäre einen unter atmosphärischen Druck abgesenkten Gasdruck aufweist.4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die kontrollierte Atmosphäre ein Inertgas ist.^ BAD ORtOfNAL10 0 8 17/11045. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der zu bearbeitende Werkstoff ein Pulver ist.6. Verfahren nach Anspruch 5» dadurch gekennzeichnet, daß die vorverdichtende Kraft, die auf den Werkstoff aufgebracht wird, einen Druck zwischen den Pulverteilchen erzeugt, der diese eng in einen verbindenden Zustand bringt, und daß der nachfolgende Hochenergieimpuls diePulverteilchen verbindet.7. Vorrichtung zum Umformen eines Werkstoffs unter Anwendung eines plötzlichen Hochenergieimpulses einer beschleunigten Kolbenmasse, die in einem Zylinder bewegt wird, und mit einem Hammer, auf den die Kolbenmasse schlägt, gekennzeichnet durch eine Doppelkolben-Hammervorrichtung (18) mit einem ersten Kolben (16), der die Schlagkraft der beschleunigten Kolbenmasse (54t) aufnimmt, mit einem zweiten Kolben (30), an dem ein Gesenk (i9v oder 132) angebracht werden kann, das in Arbeitsberührung mit dem zu bearbeitenden Werkstoff (20, 120, 132) steht, einen festen und starren Zylinder (25)t der den ersten und den zweiten Kolben umgibt, eine j Einrichtung (45, 47) zum Zuführen und Vorspannen einer " im wesentlichen inkompressiblen Flüssigkeit (28) in dem festen und starren Zylinder (25) zwischen dem ersten und dem zweiten Kolben, um eine starre, den Schlag übertragende Hammervorrichtung (l8) zu schaffen, wobei das Vorspannen der Flüssigkeit (28) eine Vorverdichtung des zu bearbeitenden Materials durch das Gesenk (19 oder 132) verursacht.BAD ORIGINAL1 09837/11048* Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Kolben (.30) mit einer Verbindungseinrichtung (32) versehen ist, daß ein Gesenkteil (l9) durch die Verbindungseinrichtung gehalten wird, daß ein zweites Gesenk (ih oder 114) eine Gesenkhöhlung (22 oder 122) hat zur Aufnahme des zu bearbeitenden Werkstoffs, daß sich das Gesenkteil (19) in di< Gesenkböhlung erstreckt und eine Gesenkfläche hat, die wesentlich kleiner als die Fläche des zweiten Kolbens (30) ist, auf die die unter Druck stehende Flüssigkeit (28) wirkt, so daß ein erhöhter Bearbeitungsdruck für den Werkstoff durch das Gesenkteil (l9) auf den zu bearbeitenden Werkstoff ausgeübt werden kann.9. Vorrichtung nach Anspruch 7» dadurch gekennzeichnet, daß Dichteinrichtungen (hk) vorgesehen sind, um den das Gesenk umgebenden Bereich abzudichten, und eine Pumpeneinrichtung (37) zum Evakuieren dieses Bereichs.10. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß eine Anschlageinrirhtung (V(>) vorgesehen ist, die der erste Kolben (26) berührt, um den ersten Kolben gegen die durch die unter Druck .stehende Flüssigkeit (28) ausgeübte Kraft zu halten.11. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß eine Haltestange (73) auf der Kolbenmasse vorgesehen ist, daß die Haltestange sich in einer Richtung weg von der Doppelkolben-Hammervorrichtung (18) erstreckt, und daß lösbare Halteeinrichtungen (72) mit der Haltestange in Eingriff treten können, um die Kolbenmasse in ihrer Ausgangsstellung in dem ZyI index 711 holten.BAD ORJGtNALi Π 9 Π Ί 7 / 1 1 0 ΛLeerseite
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