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DE2106268A1 - Verfahren und einrichtung zur zeilenweisen bildaufnahme eines gegenstandes - Google Patents

Verfahren und einrichtung zur zeilenweisen bildaufnahme eines gegenstandes

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DE2106268A1
DE2106268A1 DE2106268A DE2106268A DE2106268A1 DE 2106268 A1 DE2106268 A1 DE 2106268A1 DE 2106268 A DE2106268 A DE 2106268A DE 2106268 A DE2106268 A DE 2106268A DE 2106268 A1 DE2106268 A1 DE 2106268A1
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DE
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line
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Otto Dr Hofmann
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Airbus Defence and Space GmbH
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Messerschmitt Bolkow Blohm AG
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    • G01C11/02Picture taking arrangements specially adapted for photogrammetry or photographic surveying, e.g. controlling overlapping of pictures
    • G01C11/025Picture taking arrangements specially adapted for photogrammetry or photographic surveying, e.g. controlling overlapping of pictures by scanning the object
    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
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Description

Verfahren und Einrichtung zur zeilenweisen Bildaufnahme eines Gegenstandes"
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zur Bildaufnahme eines Gegenstandes von Bord eines den Gegenstand überfliegenden, lagestabilisierten Flugkörpers durch zeilenweises Abbilden des Gegenstandes mit nicht beweglichen mechanischen Teilen auf einen fotosensitiven Schirm einer Bildaufnahmeröhre.
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Nach dem heutigen Stand der Technik sind prinzipiell drei Möglichkeiten gegeben, um z.B. von Bord eines die Erde überfliegenden Satelliten ein Gebiet der Erdoberfläche aufzunehmen: Entweder wird das aufzunehmende Gebiet mit einer fotografischen Kamera in einer Momentaufnahme abfotografiert , das entwickelte Bild Punkt für Punkt abgetastet, und die durch die Helligkeitsunterschiede verursachten Abtastimpulse werden nach einer eventuellen Speicherung an eine Empfangsstation auf der Erde übertragen.
Anstelle der das gesamte Gebiet aufnehmenden Momentaufnahme ist es auch möglich, das Gebiet zeilenweise abzutasten, was beispielsweise mit Hilfe eines rotierenden Spiegels geschieht, der wahrend seiner Rotation jeweils eine Zeile des aufzunehmenden Gebietes auf einen Fotosensor fortlaufend Punkt für Punkt abbildet. Während der Satellit das aufzunehmende Gebiet überfliegt, wird auf diese Weise das gesamte Gebiet abgebildet.
Diese beiden Verfahren haben den Nachteil, daß für die Bildaufnahme eines Gegenstandes mechanisch bewegte Teile verwendet werden, im ersten Fall der Verschluß der Kamera, im zweiten Fall der rotierende Spiegel. Abgesehetfvon dem mechanischen Verschleiß müssen die drehbeweglichen Teile wegen der im Weltraum herrschenden extremen Druck- und Temperaturverhältnisse einer besonderen Behandlung unterworfen werden-, was eine aufwendige feinmechanische Konstruktion der Lagerteile voraussetzt. Aus diesen Gründen sind derartige Systeme störanfällig und können die nutzbare Missionszeit eines Satelliten merklich verkürzen.
Um mechanisch bewegte Teile zu vermeiden, wird nach einem weiteren Vorschlag (vgl. CJ. Swet, Line Scan Television for Earth Observation Satellites, The Johns Hopkins University, Appl. Phys. Lab., TG 853, 1966;) die von einer Kugellinse abgebildete Zeile des Gegenstandes von einer
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Reihe nebeneinander liegender Glasfasern auf den fotosensitiven Schirm einer Bildaufnahmeröhre abgebildet, so daß die Zeile aus einzelnen Rasterelementen mit einer Seitenlänge, die ungefähr dem Durchmesser der Lichtleiterfasern entspricht, zusammengesetzt ist. Um mit diesem Verfahren von Bord eines etwa 900 km über der Erdoberfläche befindlichen Satelliten ein Auflösungsvermögen von 5o-6o m zu erreichen, das etwa demjenigen der Bilder entspricht, die während der Apollo-Flüge gemacht wurden, muß jedes einzelne Rasterelement der Zeile eine Seitenlänge von etwa 2o ii besitzen. Bei einem etwa 15o km breiten aufzunehmenden Gebiet der Erdoberfläche bedeutet dies, daß ungefähr 25oo Lichtleiterfasern für eine Zeile notwendig sind. Nun sind aber geordnete Lichtleiterfasern mit derartigen oder gar geringeren Durchmessern nur schwierig herzustellen, so daß das mit diesem Bildaufnahmesystem erzielbare Auflösungsvermögen begrenzt ist; vor allem bildet jedoch die Zuordnung der einzelnen Rasterelemente der Bildzeile und der Rasterelemente des fotosensitiven Schirmes der Bildaufnahmeröhre durch die Lichtleiterfasern, d.h. die Justierung des gesamten Systems, erhebliche Schwierigkeiten. Zudem wird noch der Zusammenbau eines derartigen optischen Systemes durch die auf Stoß- und Schockwirkungen sehr empfindlichen Lichtleiterfasern erschwert.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren und eine Einrichtung zur Bildaufnahme ohne Verwendung mechanisch bewegter Teile anzugeben, bei denen einfach herzustellende und leicht zu justierende optische Systeme zur Abbildung der Bildzeile auf den fotosensitiven Schirm der Bildaufnahmeröhre benutzt werden und gleichzeitig das Auflösungsvermögen in weiten Bereichen einstellbar ist.
Diese Aufgabe ist gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß aus der Bildebene eines den aufzunehmenden Gegenstand
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abbildenden Objektives eine Zeile ausgeblendet, in mehrere Zeilenabschnitte zerlegt und jeder dieser Zeilenabschnitte auf je einen fotosensitiven Schirm einer Bildaufnahmeröhre abgebildet wird.
Eine Einrichtung zur Bildaufnahme eines Gegenstandes von Bord eines den Gegenstand überfliegenden lagestabilisierten Flugkörpers durch zeilenweises Abbilden des Gegenstandes mit nicht beweglichen mechanischen Teilen auf einen fotosensitiven Schirm einer Bildaufnahmeröhre zeichnet sich gemäß der Erfindung dadurch aus, daß in der Bildebene eines den aufzunehmenden Gegenstand abbildenden Objektives mehrere quer zur Plugrichtung des Flugkörpers lückenlos aneinander anschließende Spiegelstreifen, deren Spiegelnormalen verschiedene Richtung haben, angeordnet sind, die aus dem Gesamtbild insgesamt nur eine Zeile in mehreren Teilabschnitten ausblenden und denen jeweils eine sie auf den fotosensitiven Schirm je einer Bildaufnahmeröhre abbildende Sammeloptik zugeordnet ist.
Besonders die Aufteilung einer Bildzeile in mehrere Teilabschnitte, die jeweils durch einen Spiegelstreifen auf je einen fotosensitiven Schirm einer Bildaufnahmeröhre abgebildet werden, hat mehrere Vorteile: Zum einen kann das Auflösungsvermögen und der Bildwinkel durch entsprechende Dimensionierung und Zahl der einzelnen Spiegelstreifen und der zugehörigen Optik in weiten Grenzen eingestellt werden; zum anderen können die Schirme der Bildaufnahmeröhren verhältnismäßig klein, z.B. zu 1" gewählt werden, wodurch der elektronische Aufwand für die Ablenksysteme der einzelnen Bildaufnahmeröhren gering gehalten wird; des weiteren gestattet die Anordnung der einzelnen Spiegelstreifen mit richtungsmäßig unterschiedlichen Spiegelnormalen auch eine raummäßig günstige Anordnung der einzelnen Bildaufnahmeröhren.
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Die Erfindung zeichnet sich also besonders dadurch vorteilhaft aus, daß unter Vermeidung von mechanisch bewegten Teilen für das gesamte System lediglich einfache, bekannte und technisch beherrschbare Mittel verwendet werden. Dadurch lassen sich die Kosten für den Bau eines Bildaufnahmesystems erheblich reduzieren; zudem ist die Zuordnung und Justierung der verwendeten Bauelemente sehr einfach. Gerade die konstruktive Einfachheit bedingt aber auch unter erschwerten Umweltbedingungen eine geringere Störanfälligkeit des Bildaufnahmesystems als das bei bekannten der Fall ist, so daß die Lebensdauer dementsprechend erhöht ist. Auf diese Weise kann z.B. die nutzbare Missionszeit eines mit einem Bildaufnahmesystem gemäß der Erfindung ausgerüsteten Satelliten länger als bisher üblich angesetzt werden.
Mit einer Einrichtung gemäß der Erfindung ergibt sich auch eine leicht zu realisierende Möglichkeit für Farbaufnahmen des aufzunehmenden Gegenstandes, ohne daß zusätzliche Bildaufnahmeröhren benötigt werden. Zu diesem Zweck weist die jeweils einen Spiegelstreifen auf den fotosensitiven Schirm einer Bildaufnahmeröhre abbildende Sammeloptik eine das sie durchstrahlende Licht in mehrere Spektralbereiche auffächernde Einrichtung auf. Da die einzelnen Spektralbereiche so auf einem einzigen Schirm abgebildet sind, können diese entweder von einem Elektronenstrahl nacheinander oder von mehreren Elektronenstrahlen gleichzeitig abgetastet werden.
Das beschriebene Bildaufnahmesystem eignet sich wegen der zeilenweisen Abbildung des aufzunehmenden Gegenstandes und der dadurch bedingten Orthoperspektive - im Gegensatz zu der Zentralperspektive bei konventionellen Aufnahmesystemenauch für Stereoaufnahmen aus großen Höhen, Dazu werden zwei derartige Bildaufnahmesysteme benötigt, die das aufzunehmende Gebiet jeweils unter einem anderen Winkel abbilden.
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Das Tiefenwahrnehmungsvermögen, auch als "Plastik" des Stereobildes bezeichnet, hängt dabei lediglich von diesem Winkel zwischen den optischen Achsen der beiden Bildaufnahmesysteme ab, und nicht mehr - wie bei konventionellen Verfahren - vom Bildformat, dem Bildwinkel, der Flughöhe oder dem Überdeckungsverhältnis der beiden aufgenommenen Bilder.
Die Erfindung ist im folgenden in einem Ausführungsbeispiel anhand der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigen im einzelnen:
Figur 1 eine Prinzipdarstellung der Erfindung für die zeilenweise Bildaufnahme eines Gebietes der Erdoberfläche mit Hilfe von zwei Spiegelstreifen von Bord eines Satelliten aus;
Figur 2 ein in Figur 1 dargestelltes Bildaufnahmesystem in Aufsicht;
Figur 3 eine perspektivische Darstellung der Anordnung von zwei Spiegelstreifen;
Figur 4 ein Schema eines einem einzigen Spiegelstreifen zugeordneten Strahlenganges für eine Farbaufnahme;
Figur 5 ein Ausführungsbeispiel eines Bildaufnahmesystems mit vier Bildaufnahmeröhren;
Figur 6 einen Schnitt längs VI - VI der Figur 5;
Figur 7 die zeitliche und spektrale Zuordnung bei einer Farbaufnahme mit vier Bildaufnahmeröhren;
Figur 8 eine Aufsicht auf einen fotosensitiven Schirm einer Bildaufnahmeröhre mit einer schematischen Darstellung eines vier Spektralbereiche umfassenden Abtastvorganges.
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Ein lagestabilisierter Satellit 1, in der Figur 1 strichpunktiert angedeutet, trägt ein Bildaufnahmesystem 2, das von der Erdoberfläche 3 ein Gebiet der Breite b in einzelnen Zeilen 4 aufnimmt; die Flugrichtung des Satelliten 1 ist dabei in der Figur 1 durch dessen Subbahn 5 auf der Erdoberfläche 3 angegeben.
Das von der Zeile 4 ausgehende Licht wird in dem Bildaufnahmesystem 2 durch ein Objektiv 6 in dessen Bildebene auf zwei Spiegelstreifen 71 und 72 fokussiert - der Deutlichkeit halber sind in der Figur 1 lediglich die das Objektiv durchsetzenden Randstrahlen 8 angegeben — und zwar ein Teilabschnitt 41 der Zeile 4 auf den Spiegelstreifen 71, der Teilabschnitt 42 auf den Spiegelstreifen 72. Die Spiegelstreifen 71 und 72 haben dabei eine Länge und Breite, die der Bildzeile in der Bildebene des Objektives 6 entspricht und sind derart ausgerichtet, daß unter Zwischenschaltung je einer Sammellinse 91 und 92 die Teilabschnitte 41 und auf die fotosensitiven Schirme je einer Bildaufnahmeröhre, in diesem Falle eines Vidicons lol und Io2, ebenfalls in einer Zeile 111 und 112 abgebildet werden.
Die einzelnen Zeilen 111 und 112 werden in bekannter Weise jeweils durch den Elektronenstrahl der Vidicons lol und Io2 abgetastet, wobei die während der Abtastung durch die Helligkeitsunterschiede auftretenden Spannungsimpulse nach einer Speicherung zu einer nicht gezeigten Empfangsstation auf der Erdoberfläche 3 gesendet werden. Das Gesamtbild des Gebietes wird durch Aneinanderreihung der einzelnen beim Überflug des Gebietes durch den Satelliten 1 aufgenommenen Bildzeilen 4 in einer geeigneten Auswertevorrichtung auf der Erde erzeugt.
Die konstruktive Ausfertigung der Spiegelstreifen 71 und geschieht dadurch, daß diese z.B. durch Aufdampfen eines
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spiegelnden Metalles jeweils auf ein Prisma 121 und 122 aufgebracht werden und zwar derart, daß die Längsseite der Spiegelstreifen mit der jeweiligen Prismenkante zusammenfällt. Die Prismen 121 und 122 werden lückenlos aneinandergereiht und so gegeneinander versetzt, daß die Spiegelstreifen 71 und 72 gerade die Zeile 4 des aufzunehmenden Gebietes erfassen,und daß der abgelenkte Lichtstrahl nicht von benachbarten Prismenflächen im freien Strahlengang behindert wird; vgl. die Figuren 2 und 3.
Das beschriebene Bildaufnahmesystem 2 kann auch, wie in Figur 4 gezeigt, zur Farbaufnahme des aufzunehmenden Gebietes benützt werden, wenn die in den Figuren 1 und 2 gezeigten Sammellinsen 91 und 92 jeweils durch zwei einen parallelen Strahlengang erzeugende Sammellinsen 13 und 14 und einen zwischen diesen angeordneten Dispersionskeil 15 ersetzt werden. Durch den Dispersionskeil 15 wird das von der Zeile 4 stammende Licht spektral aufgefächert und in mehreren, jeweils eine Zeile auf dem fotosensitiven Schirm der Bildaufnahmeröhre ausfüllenden Spektralbereichen abgetastet. Für Licht im sichtbaren und nahen Infrarotbereich haben sich vier Spektralbereiche I bis IV als günstig erwiesen und zwar der Spektralbereich I ungefähr zwischen 0,5 U und 0,6 u,
II
der Spektralbereich zwischen 0,6 u und 0,7 u, der Spektral— bereich III zwischen 0,7uund 0,85 u und der Spektralbereich IV zwischen 0,85 u und 1,0 u.
In den Figuren 5 und 6 ist eine Einrichtung zur Farbaufnahme in den angegebenen vier Spektralbereichen mit vier Bildaufnahmeröhren entsprechend einer Aufteilung der Bildzeile in vier Teilabschnitte im Grund- und Aufriß dargestellt. In einem metallischen Block 2o ist eine zylindrische Ausnehmung 21 eingefräst, an die ein mit Schrauben 22 an dem Block 2o befestigter Objektivtubus 23 angeschlossen ist. Der Objektivtubus 23 trägt eine Sammellinse 24, die selbstverständlich auch durch ein aus mehreren Linsen bestehendes
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Objektiv ersetzt werden kann. Die das vom Satelliten 1
überflogene Gebiet abbildende Sammellinse 24 fokussiert
die Zeile 4 des Gebietes auf die auf jeweils ein Prisma
121 bis 124 aufgebrachten Spiegelstreifen 71 bis 74. Jedem Spiegelstreifen ist wie oben beschrieben je ein Vidicon
lol bis Io4 zugeordnet, die wie in der Figur 5 durch die
einzelnen Teilschnitte (Schnittlinien V) und Figur 6 gezeigt, gegeneinander versetzt angeordnet sind, so daß sich eine optimale Raumausnützung ergibt.
Das von den Spiegelstreifen 71 bis 74 abgelenkte Lichtbündel wird jeweils in einer oben beschriebenen Optik 251 bis 254 spektral aufgefächert und auf den fotosensitiven Schirm eines Vidicons lol bis Io4 abgebildet. Die oben angegebenen vier Spektralbereiche I bis IV lassen sich so in vier
Zeilen 261 bis 264 darstellen und werden in jedem Vidicon lol bis Io4 von einem Elektronenstrahl 27 nacheinander abgetastet, vgl. Fig. 7, bzw. von vier Elektronenstrahlen
gleichzeitig abgetastet (nicht dargestellt).
Um eine genaue Zuordnung des Elektronenstrahles 27 und der einzelnen Spektralzeilen 261 bis 264 während des Abtastvorgangs zu erreichen, tastet der Elektronenstrahl 27 jeweils einen über die einzelnen Zeilen 261 bis 264 herausragenden Bereich ab und durchläuft dabei nacheinander zwei kreisförmige Abtastmarken 281 und 282, die jeweils symmetrisch zu der unteren und oberen Grenze einer Spektralzeile 263 angeordnet sind. Bei einer symmetrischen Zuordnung werden die
dabei auftretenden Spannungsimpulse die gleiche Größe und
Form besitzen. Ist der Elektronenstrahl 27 während des Abtastvorgangs durch einen hier nicht näher interessierenden Fehler einer der Spektralzeilen 261 bis 264 nicht mehr genau symmetrisch zugeordnet, so wird durch eine nicht gezeigte, von den bei der Abtastung der Abtastmarken entstehenden
Spannungsimpulsen beaufschlagte Regelung die Zuordnung
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zwischen den Spektralzeilen und dem Elektronenstrahl wieder hergestellt.
Um die gesamte Zeile auf die vier Schirme der Vidicons lol bis Io4 abzubilden, muß eine zeitliche und spektrale Zuordnung der Abtastung durch die einzelnen Vidicons lol bis Io4 hergestellt werden. Eine Möglichkeit dazu ist in der Figur dargestellt. Hier wird jeder der vier Spektralbereiche I bis IV nacheinander von jedem Vidicon lol bis Io4 während der Abtastzeit t abgetastet (Bezugsziffern in Klammern),
so daß z.B. für eine Abtastzeit t von 25 us eine Zeile des Gegenstandes in allen vier Spektralbereichen während 4 ms abgetastet ist.
Die hier geschilderte Einrichtung zur Abbildung einer Zeile eines Gegenstandes in vier Teilabschnitten durch vier Vidicons hat insbesondere den Vorteil, daß Vidicons mit einem kleinen Schirm, z.B. einem I11 Schirm verwendet werden können, bei denen der elektronische Aufwand für die Ablenkung des Elektronenabtaststrahles 27 gering ist. Damit alle vier obengenannten Spektralbereiche I — IV mit dem Vidicon abgetastet werden können, muß die spektrale Empfindlichkeit des fotosensitiven Schirmes von ungefähr o,4 bis 1,1 η reichen, was durch die heute bereits erhältlichen Siliciumschirme ermöglicht wird. Die Abtastelektronik kann auch noch deswegen einfach sein, da nicht die volle Bildgröße des fotosensitiven Schirmes ausgenutzt wird, was bei einem 1' '--Vidicon eine Bildgröße von 9,6 χ 12,8 nun bedeutet, sondern nur ein schmaler Streifen von etwa 12 mm Länge und o,ol mm Breite pro Spektralbereich.
Setzt man als Auflösungsvermögen des Siliciumschirmes 5o ) Linien pro Millimeter an, so wird z.B. von einem die Erdoberfläche in 9oo km Höhe überfliegenden Satelliten ein Gebiet von 16o km Breite mit einem Auflösungsvermögen von
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rd. 66 m abgebildet, wenn das Objektiv 6 eine Brennbreite von 27o mm und einen Durchmesser von etwa 66 mm aufweist.
Um die bei großen Brennbreiten verursachte Baugröße der gesamten Einrichtung herabzusetzen, ist es z.B. möglich, anstelle des in der Figur 8 gezeigten Objektives 24 ein Spiegelobjektiv vom Cassegrain-Typus mit negativer Zwischenlinse zu verwenden.
Das beschriebene Bildaufnahmesystem wird vorteilhaft in Satelliten zur Aufnahme der Erd-, Mond bzw. einer Planetenoberfläche eingesetzt. Dabei kann die Aneinanderreihung der einzelnen Bildreihen zu dem vollständigen Bild allein durch die Eigenbewegung des Satelliten beim Überfliegen des aufzunehmenden Gegenstandes oder auch durch Rotation des Satelliten um eine zu der Bildzeile parallele. Achse oder durch eine Kombination beider Möglichkeiten geschehen; durch letzteres kann zusätzlich das Auflösungsvermögen gesteigert werden, da die effektive Geschwindigkeit des Endpunktes der verlängert gedachten optischen Achse des Bildaufnahmesystems auf dem Gegenstand verringert wird. Außerdem kann die zur Aneinanderreihung der einzelnen Bildzeilen notwendige Eigenbewegung des Satelliten auch durch einen rotierenden Spiegel ersetzt werden.
Zur Vermessung und zur klareren Information des überflogenen Gebietes können auch in einem Satelliten zwei beschriebene Bildaufnahmesysteme angeordnet werden, die das Gebiet jeweils unter einem anderen Winkel aufnehmen. Der Winkel zwischen den optischen Achsen der beiden Aufnahmesysteme ist dann ein Maß für die Plastik des gewonnenen Stereobildes, so daß auch aus großen Höhen Stereoaufnahmen gemacht werden können.
- Patentansprüche -12-
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Claims (5)

  1. Messerschmitt-Bölkow-Blohm · Ottobrunn, den 21.1.1971
    Gesellschaft mit beschränkter B 511 Cz/bk
    Haftung 7175 München
    Patentansprüche
    Verfahren zur Bildaufnahme eines Gegenstandes von Bord eines den Gegenstand überfliegenden lagestabilisierten Plugkörpers durch zeilenweises Abbilden des Gegenstandes, mit nicht beweglichen mechanischen Teilen auf einen fotosensitiven Schirm einer Elektronenstrahlabtaströhre dadurch gekennzeichnet , daß aus der Bildebene eines den aufzunehmenden Gegenstand (3) abbildenden Objektives (6; 24)eine Zeile ausgeblendet, in mehrere Zeilenabschnitte zerlegt und jeder dieser Zeilenabschnitte auf je einen fotosensitiven Schirm einer Bildaufnahmeröhre (lol,Io2,Io3,Io4) abgebildet wird.
  2. 2. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens zur Bildaufnahme eines Gegenstandes von Bord eines den Gegenstand überfliegenden lagestabilisierten Flugkörpers durch zeilenweises Abbilden des Gegenstandes mit nicht beweglichen mechanischen Teilen auf einen fotosensitiven Schirm einer Bildaufnahmeröhre gemäß Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet , daß in der Bildebene eines den aufzunehmenden Gegenstand (3) abbildenden Objektives (6;24) mehrere quer zur Flugrichtung (5) des Flugkörpers (1) lückenlos aneinander anschließende Spiegelstreifen (71,72,73,74) angeordnet sind, deren Spiegelnormalen verschiedene Richtungen haben und die aus dem Gesamtbild insgesamt nur eine Zeile (4) in mehreren Teilabschnitten (41,42) ausblenden und denen jeweils eine sie auf den fotosensitiven Schirm je einer
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    Bildaufnahmeröhre (Iol,lo2,lo3,lo4) abbildende Sammeloptik (91,92) zugeordnet ist.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 2,dadurch gekennzeichnet, daß die jeweils einen Spiegelstreifen (71,72,73,74) auf den fotosensitiven Schirm einer Bildaufnahmeröhre (lol,Io2,Io3,Io4) abbildende Sammeloptik (13,14; 251,152,253,254) eine das sie durchstrahlende Licht in mehrere Spektralbereiche (I - IV) auffächernde Einrichtung (15) aufweist.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch 3,dadurch gekennzeichnet , daß jeder Spiegelstreifen (71,72,73, 74) auf eine Fläche eines Prismas (121,122,123,124) derart aufgebracht ist, daß die Längsseite des Spiegelstreifens (71,72,73,74) mit der Prismenkante zusammenfällt.
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch 4,dadurch gekennzeichnet , daß vier jeweils einem Spiegelstreifen (71,72,73,74) zugeordnete Bildaufnahmeröhren (lol,Io2,Io3,Io4) in Ausfräsungen eines Blockes (2o) angeordnet sind, derart, daß die auf den einzelnen Schirmen der Bildaufnahmeröhren (lol,Io2,Io3,Io4) abgebildeten Zeilen (261,262,263,264) zueinander parallel aber.senkrecht zu der optischen Achse des Objektives (6) sind.
    3098 22/0960
    Leerseite
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