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"Uberlastsicherung" Die Erfindung bezieht sich auf eine Uberlastsicherung
für Krane, die insbesondere zur Verwendung an Fahrzeugkranen geeignet ist, Nicht
nur die praktischen Erfordernisse sondern auch gesetzliche Bestimmungen haben insbesondere
bei Fahrzeugkranen zur Vermeidung von durch Uberbelastung hervorgerufenen Unfällen
die Anordnung von Uberlastsicherungen notwendig gemacht, für deren Ausbildung bereits
einige Vorschläge bekannt wurden. Mit ihnen soll insbesondere die Standsicherheit
von Fahrzeugkranen gewährleistet werden, wobei berücksichtigt werden muß, daß insbesondere
Drehkrane durch das Auskraken des Auslegers die Eigenschaft besitzen, daß die anhängbare
Last durch die Standfestigkeit des Krans limitiert ist. Daraus folgt aus Sicherheitsgründen
andererseits, daß Krane nur bis zu einem Grenzwert belastet werden dürfen, der unterhalb
der 1OO%igen Ausnutzung der Standsicherheit liegt Den bekannten, hierfür vorgeschlagenen
Warn- bzw. Abschalteinrichtungen ist gemeinsam, daß sie elektronische Einrichtungen
aufweisen, die aus Gebern für Kräfte und Momente und Gebern für geometrische Größen
tzoB Auslegerwinkel, Auslegerlänge
usw.) bestehen und nach dem
aus der Regelungstechnik bekannten Prinzip des Soll-Ist-Wertvergleichs zweier Ströme
oder Spannungen arbeiten. Die damit gemessenen Ist-Größen werden in einer Zentraleinheit
verarbeitet und fortwährend mit in diesem Rechner gespeicherten Sollwerten verglichen.
Bei Erreichen der Grenzbelastung werden automatisch Signale bereitgestellt, die
alle Lastmomente vergrö-Rernden Funktionen abschalten0 Mit diesen Einrichtungen
soll vermieden werden, den Kranführer damit zu belasten, die von Gebern gelieferten
Anzeigen für Kräfte und geometrische Größen während der Hebearbeiten anhand von
Tabellenbüchern auszuwerten, zu vergleichen und die weiteren Kranbewegungen vom
Ergebnis dieses Vergleichs abhängig zu machen.
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Zwar wird mit den bekannten Überlastsicherungen der Kranführer im
wesentlichen vom Arbeiten mit Tabellenbüchern befreit, jedoch besitzen diese Einrichtungen
erhebliche, durch ihren den an einem Kranfahrzeug gegebenen Verhältnissen nicht
angepaßten Aufbau bedingte Nachteile. Abgesehen davon, daß hochempfindliche elektronische
Geber und Auswertgeräte den robusten Arbeitsbedingungen eines Kranes instssondere
hinsichtlich der Lebensdauer nicht gerecht werden, sondern auch kostspielige Aggregate
darstellen, ist im Falle einer Reparatur ein Eingriff, wenn überhaupt, nur mit einem
erheblichen Aufwand an Zeit und Kosten möglicht wobei die gesamte Anlage von in
aller Regel erst anzufordernden Fachleuten ausgebaut werden muß.
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kufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine ttberlastsicherung
der eingangs genannten Art zu schaffen, die bei geringen Herstellungskosten einen
störunanfälligen Aufbau besitzt und ohne Spezialkenntnisse eingesetzt werden kann.
Zur Lösung dieser Aufgabe geht die Erfindung von dem Gedanken aus, unter Vermeidung
von elektronischer Auswert-und
Vergleichsfunktion der tiberlastsicherung
die geometrischen Verhältnisse und Kräfte zustände über mechanische Elemente einem
den auftretenden Parametern entsprechend geformten Konstruktionselement zuzuführen,
das bei Erreichen der zulässigen Grenzwerte ein Blockieren weiterer belastungserhöhender
Kranbewegungen auslöst. Im einzelnen wird dieser Erfindungsgedanke dadurch verwirklicht,
daß mindestens ein mit einer oder mehreren Licht- odOdgl. Wellenschranken versehener,
mit einem an einem belasteten Bauteil des Krans befestigten Kraftmesser verbundener
Schwenkarm mindestens einer Kurvenscheibe zugeordnet ist.
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Mit der erfindungsgemäßen Maßnahme wird ein Zusammenwirken des in
seiner Stellung über den Kraftmesser durch die jeweils vorhandenen Kräfteverhältnisse
bestimmten Schwenkarms mit der in ihren äußeren Konturen entsprechend den vorherbestimmten,
zulässigen Parametern, wie Auslegerwinkel, Auslegerlänge, Richtung der Ausladung
zum Fahrzeug, Fahrzeugabstützung usw,, gestalteten Kurvenscheibe möglich, wobei
in Abhängigkeit von der jeweiligen Stellung des Schwenkarms und der Kurvenscheibe
ein Einwirken der Kurvenscheibe auf die Licht- od. dgl. Wellenschranken erfolgen
kann. Dabei ist erfindungsgemäß die Lichtschranke des in Abhängigkeit vom Kraftmesser
bewegten Schwenkarms elektrisch mit einer Abschaltvorrichtung für die alle Lastmomente
vergrö-Bernden Kranbewegungen verbunden, wobei vorteilhafterweise bei Unterbrechen
der Lichtschranke durch die Kurvenscheibe, was durch Eintauchen des Schwenkarms
in den Bereich der Kurvenscheibe erfolgt, zwangsläufig der Abschaltvorgang eingeleitet
wird.
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Eine besonders raumsparende Konstruktion wird erfindungsgemäß dadurch
erreicht, daß die Kurvenscheibe drehbeweglich gelagert ist und vier dem jeweiligen
Zustand des Kranfahrzeuges entsprechende Konturensegmente besitzt. Da sämtliche
Krane
einen Arbeitsbereich von maximal 900 Ausleger-Schwenkwinkel besitzen, ist somit
die Möglichkeit gegeben, mit nur einer Scheibe sämtliche Kranfahrzeugzustände zu
erfassen, nämlich Ausleger in den Fahrzeuglängsrichtungen und zur Seite ausladend,
jeweils abgestützt und nicht abgestützt.
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Um schließlich auch zu gewährleisten, daß als Ausgangsgröße für das
Schaltverfahren der Uberlastsicherung immer die lotrechthängende Last berücksichtigt
wird, und nicht wie bei bisher bekannten Einrichtungen das eventuell schrägstehende
Fahrzeug eine Fehlergröße liefert, ist nach einem weiteren Merkmal der Erfindung
die Kurvenscheibe auf einer drehbar gelagerten Welle befestigt, die kraftschlüssig
mit einem Pendel verbunden ist. Aufgrund der auf das Pendel wirkenden Schwerkraft
wird die Kurvenscheibe auch im Falle eines Schrägstehens des Fahrzeugs entsprechend
der lotrecht hängenden Last ausgerichtet. Um die Funktionsfähigkeit des Pendels
überwachen zu können, trägt dieses ein Kontrollpendel, dessen Achse ober- oder unterhalb
der Welle angeordnet ist, wodurch für den Fall, daß das Pendel keine vertikale Lage
einnimmt, die nichtfluchtende Stellung beider Pendel diesen ungewollten Zustand
anzeigt. Zweckmäßigerweise erfolgt diese Anzeige dadurch, daß der Arm des einen
Pendels eine Photozelle und der des anderen Pendels eine Lichtquelle trägt, die
bei nichtfluchtender Stellung beider Pendel die Photozelle nicht mehr bestrahlt,
wodurch ein Warnsignal od. dgl. ausgelöst werden kann.
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Um zu vermeiden, daß die häufig sehr starken Kranbewegungen zu einem
langanhaltenden Pendeln der Kurvenscheibe führen, tauchen nach einem weiteren Merkmal
der Erfindung die freien Enden der Pendel in eine Flüssigkeit, die die Bewegung
dämpft.
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Wie bereits zuvor erwähnt, bietet die erfindungsgemäße
Kurvenscheibe
die Möglichkeit, in einfacher Weise die verschiedenen Kranzustände als Einflußgrößen
zu berücksichtigen Dazu ist es allerdings notwendig, daß zuvor entsprechend der
jeweils gewählten Kranstellung (Ausleger in den Fahrzeuglängsrichtungen oder zur
Seite ausladend, jeweils abgestützt oder nicht abgestützt) das dementsprechend geformte
Scheibensegment in den Schwenkbereich der Lichtschranke des Schwenkarmes gedreht
wirdt was erfindungsgemäß dadurch erreicht wird, daß die Welle mit einer einen Arretierstift
tragenden Arretierscheibe vorsehen ist, mit der ein vier um je 90° versetzte Ausnehmungen
aufweisendes, federbelastetes Stellglied zusammenwirkt das formschlüssig mit der
die Kurvenscheibe tragenden Welle verbunden ist und mittels eines vorzugsweise als
Scheibenwischermotor ausgebildeten Antriebs nockengesteuert entgegen der Federkraft
in jede gewünschte Arretierstellung schwenkbar ist. Dadurch ist es möglich, mit
Hilfe einer Drehung der Welle des Scheibenwischermotors über ein entsprechend ausgebildetes,
in seiner axialen Bewegung der Nockenform folgendes, das federbelastete Stellglied
umfassendes Gehäuse den Arretierstift aus der Ausnehmung der Arretierscheibe herauszubewegen,
das Stellglied zusammen mit der Kurvenscheibe zu schwenken und sodann in entgegengesetzter
axialer Richtung mit dem Arretierstift in die nächste, um 900 versetzte Ausnehmung
der Arretierscheibe einrasten zu lassen Damit ist das nächste Segment in den Schwenkbereich
des Schwenkarms gelangt und die Kurvenscheibe wieder mit dem Pendel gekoppelt. Selbstverständlich
kann das Ausrichten der entsprechend dem Kranzustand jeweils zuständigen Kurvenscheibensegmente
auch von Hand erfolgen, wobei das Pendel entgegen einer Federkraft axial in ausgerastete
Stellung gezogen, die die Lagerwelle des Pendels umfassende, die Kurvenscheibe tragende
Hohlwelle zusammen mit der Arretierscheibe entsprechend verdreht und das Pendel
mit dem daran angeordneten Arretierstift wieder in Einraststellung gebracht wird.
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Die Varflationsmbglichkeit und der Einsatzbereich der erfindungsgemäßen
Uberlastsicherung wird noch dadurch erhöht, wenn nach einem weiteren Merkmal der
Erfindung die Welle mehrere mit Abstand parallel zueinander angeordnete Kurvenscheiben
trEgt, denen jeweils ein Schwenkarm zugeordnet ist, von denen mit Ausnahme der äußeren
jeder Schwenkarm abwechselnd zwei in entgegengesetzte Richtungen weisende, versetzt
zueinander angeordnete Lichtquellen bzw. Photozellen trägt. In diesem Fall ist jede
Kurvenscheibe für eine bestimmte Auslegerlänge zuständig, wobei im Falle von Teleskopkranen
entsprechend den in Tragkrafttabellen angegebenen Belastungsbereichen eine entsprechende
Anzahl abgestufter Auslegerlängen gewählt werden. Bei Teleskopkranen gilt also aufgrund
der kontinuierlichen Längenänderung des Auslegers für jeweils einen Längenbereich
eine Kurvenscheibe.
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Damit die jeweils zuständige Kurvenscheibe im Grenzbelastungsfall
eine Lichtschranke unterbrechen kann, ist für jede Kurvenscheibe ein gesonderter,
einen Teil der Lichtschranke tragender Schwenkarm vorgesehen, wobei aus Gründen
der Platz- und Materialersparnis die zwischen zwei Kurvenscheiben eintatchenden
Schwenkarme jeweils zwei Photozellen bzw. Lichtquellen tragen, die mit dem jeweils
korrespondierenden Teil der Lichtschranke des auf der anderen Seite der Kurvenscheibe
befindlichen Schwenkarms zusammenwirken, Um die vom Kraftmesser in Abhängigkeit
von der Belastung erzeugte Bewegung sämtlichen Schwenkarmen in gleicher Weise zuzuführen,
sind diese auf einer gemeinsamen Drehachse befestigt, die kraftschlüssig mit einem
über eine Rollenführung an dem als Dehnstab-Dynamometer ausgebildeten Kraftmesser
angeschlossenen Seilzug verbunden ist. Der Seilzug ist dabei an einer die Bewegungen
des Dehnstabs vergrößernden pelanordnung befestigt, so daß ein die
Schwenkbewegungen
garantierender, genügend großer Weg erzeugt wird.
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Mit dieser -Anordnung kann das Umschalten von einer Kurvenscheibe
auf die- andere in einfacher Weise dadurch geschehen, daß die Abschaltvorrichtung
jeweils lediglich mit der beiderseits der gerade im Einsatz befindlichen Kurvenscheibe
angeordneten Lichtschranke elektrisch verbunden wird.
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Bei sich ändernder Belastung fuhren nun die Schwenkarme Schwenkbewegungen
aus. Der zwangläufige Abschaltvorgang wird erst dann eingeleitet, wenn die gerade
eingeschaltete Lichtschranke in den Bereich der zuständigen Kurvenscheibe gelangt,
ohne daß die gegenseitige Position der übrigen Schwenkarme zu den ihnen zugeordneten
Kurvenscheiben, die anderen Betriebszuständen entsprechen, irgend einen Einfluß
ausübt.
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Anhand eines in den Zeichnungen dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispiels
wird die Erfindung im folgenden näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine schematisch
dargestellte, an einem Kranausleger angeordnete Uberlastsicherung gemäß der der
Erfindung, in Seitenansicht, Fig. 2 einen Schnitt entlang der Linie -TI-II in Fig0
1 und Fig. 3 einen Schnitt entlang der Linie III-III in Fig. 1.
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Gemäß den Darstellungen ist eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Uberlastsicherung 11 an einem in den Fig.
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1 und 3 ausschnittweise gezeigten Kranausleger 12 mittels einer geeigneten
Haltevorrichtung 13 befestigt. Die über Iastsicherung 11 besitzt ein Gehäuse 14,
das durch eine eine Drehachse 15 und eine Welle 16 tragende Wand 17 im wesentlichen
in zwei Räume 18 bzw. 19 unterteilt ist. Die drehbar in der Wand 17 gelagerte Welle
16 ragt in beide
Räume und trägt auf ihrem in den Raum 18 ragenden
Teil mehrere Kurvenscheiben 21, deren Umfangskonturen entsprechend den die zulässige
Belastung beeinflussenden Parametern unter Berücksichtigung des Auslegerwinkels
> geformt sind, Dabei ist jeder Quadrant jeder Kurvenscheibe für einen der vier
folgenden Kranzustände ausgelegt: abgestütztes Fahrzeug, nichtabgestütztes Fahrzeug,
quer und parallel zur Fahrzeuglängsachse ausgerichteter Kranausleger. Weiterhin
ist jede Kurvenscheibe 19 in ihrer Form einer bestimmten Auslegerlänge bzw. bei
Teleskopkranen einem bestimmten Auslegerlängenbereich angepaßt.
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Auf ihrem in den Raum 19 ragenden Teil trägt die Welle eine drehbar
gelagerte Arretierscheibe 22, die einen Arretierstift 31 besitzt und an ihrem unteren
Ende in ein Pendel 24 übergeht, dessen Arm eine Photozelle bzw. eine Lichtquelle
25 trägt. Oberhalb der Welle 16 weist die Arretierscheibe eine in Verlängerung des
Pendelarms angeordnete Achse 26 auf, an der ein Korrekturpendel 27 aufgehängt ist,
dessen Arm den mit der Photozelle bzw.
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Lichtquelle 25 korrespondierenden und zusammenwirkenden Teil 28 einer
Lichtschranke trägt und einen die Welle 16 mit Spiel umfassenden Ring 29 enthält
Im unteren Teil des Raums 19 befindet sich eine möglichst viskose Flüssigkeit, in
die die freien Enden der Pendel 24 und 27 eintauchen, so daß bei Änderung der Winkellage
des Auslegers 12, dem die Überlastsicherung aufgrund ihrer formschlüssigen Verbindung
mit dem Ausleger zwangsläufig erfolgt, die Pendelbewegungen gedämpft werden.
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Der Arretierstift 31 ragt in eine von vier um jeweils 900 versetzte
Ausnehmungen 23, die an einem federbelasteten, drehfest mit der Welle 16 verbundenen
Stellglied 32 vorgesehen sind, das entgegen der Kraft der Feder 33 axial verchiebbr
ist, kn dem den Ausnehmungen 23 gegenüberliegenden
Ende weist
das Stellglied einen umlaufenden Rand 34 auf, der von einem Gehäuse 35 umfaßt wird0
Das Gehäuse 35 ist drehfest, jedoch in axialer Richtung entgegen der Kraft einer
Feder 36 auf der Welle 37 eines am Gehäuse 14 befestigten Scheibenwischermotors
38 gelagert und kann über einen mit einem ebenfalls auf der Welle 37 angeordneten
Scheibennocken 39 zusammenwirkenden Stift 41 aus der dargestellten Position bei
Betätigung des Motors in kraftschlüssige Anlage an den Rand 34 gebracht und so weit
nach links gezogen werden, daß der Stift 31 aus der Ausnehmung 23 gleitet, Die Drehachse
15 trägt mehrere Schwenkarme 42, die gemäß Fig0 2 und 3 in axialer Richtung gegenüber
den Kurvenscheiben 21 derart versetzt angeordnet sind, daß sie im eingeschwenkten
Zustand zwischen die Kurvenscheiben gelangen, und zum Zweck eines möglichst schwerelosen
Verschwenkens mit einem Ausgleichsgewicht 40 versehen sind. Wie aus Fig0 1 weiterhin
hervorgeht, ist die Drehachse 15 auch seitlich gegenüber der Welle 16 versetzt,
so daß sich die Schwenkarme 42, die im übrigen zueinander fluchtend angeordnet sind,
in Vertikallage außerhalb des Kurvenscheibenbereichs befinden. An ihren freien Enden
sind die Schwenkarme mit Licht- od.dgl. Wellenschranken versehen, wobei im dargestellten
Ausführungsbeispiel der äußere, dem Scheibenwischermotor abgewandte Schwenkarm eine
Lichtquelle 43 trägt, während der ihm benachbarte mit zwei Photozellen 44 versehen
ist, von denen die der Lichtquelle 43 zugewandte mit letzterer fluchtet und zusammenwirkt,
während die in die entgegengesetzte Richtung weisende Photozelle dazu versetzt angeordnet
ist. Mit der zuletzt genannten Photozelle korrespondiert eine auf dem benachbarten
Schwenkarm angeordnete Lichtquelle 45, oberhalb der eine zum nächsten Schwenkarm
weisende Lichtquelle 46 angeordnet ist, Dieses Schema der Lichtschrankenanordnung
wiederholt sich für sämtliche Schwenkarme und ist deshalb gewählt, um die Zuleitungen
zu
den Lichtquellen und Photozellen auf ein Mindestmaß zu reduzieren und gleichzeitig
für eine von ungewollten Lichteinflüssen störungsfreie Funktion zu garantieren.
Die notwendigen Zuleitungen können noch dadurch auf ein Minimum reduziert werden,
daß auf der Drehachse 15 zentral eine Birne 47 befestigt wird, von der aus Kabellichtleiter
zu den Punkten 43, 45, 46 usw. geführt werden.
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Wie aus Fig. 1 hervorgeht, können die Schwenkarme neben den erläuterten
Lichtschranken in Richtung der Schwenkbewegung benachbart angeordnete, weitere Lichtschranken
43a, 44a usw. aufweisen, die als Vorwarneinrichtung dienen.
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Die Drehachse 15 ist an ihrem dem Ausleger 12 zugewandten Ende kraftschlüssig
mit einer Rolle 48 verbunden, von der aus ein Zugseil 49 über eine Umlenkrolle 51
zu einem aus noch zu erläuternden Gründen am Druckgurt des Auslegers 12 befestigten
Dehnstab-Dynamometer 52 führt Uber einen Hebel 53 ist die Drehachse 15 weiterhin
mit einer Zugfeder 54 verbunden, die entgegen der Zugkraft des Seiles 49 als Rückstellkraft
wirkt.
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Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Dehnstab-Dynamometer
52 in vorgespanntem Zustand eingebaut, und zwar unter einer Vorspannkraft, die der
zulässigen Höchstbelastung des Auslegers entspricht. Da das Dynamometer an einem
auf Druck belasteten Kranbauteil befestigt ist, nämlich am Druckgurt, ist die vorgegebene
Dehnung des Dehnstabs dann aufgehoben, wenn die Höchstbelastung erreicht ist, so
daß sich der Kraftmesser bei weiterer Belastung von seinen Verankerungspunkten 55
löst und dadurch beispielsweise im Falle eines mutwilligen Ausschaltens der Uberlastsicherung
unbeschädigt bleibt.
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Selbstverständlich kann das Dynamometer auch auf der Höchstbelastung
entsprechenden Druck vorgespannt werden,
wobei es dann an einem
auf Zug beanspruchten Kranbauteil zu befestigen ist0 Das Seil 49 ist mit seinem
freien Ende an einem Schwenkhebel 56 befestigt, dessen Auslenkung bei voller durch
Vorspannung erzeugter Vorlast, dohc im unbelasteten Zustand des Auslegers beispielsweise
dem in Fig. 3 angegebenen Abstand h entspricht. Seine Lagerung erfolgt über eine
ortsfeste Drehachse 57, während er mittels einer Zugfeder 58 in Anlage an einem
sich mit dem Dehnstab 59 bewegenden Anschlag 61 gehalten wird.
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Die Funktionsweise des dargestellten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
tiberlastsicherung ist folgende: Sobald der Ausleger in seine Arbeitsposition, beispielsweise
die gemäß Fig. 1 gebracht ist, sorgt das Pendel 24 über das kraftschlüssig mit der
Welle 16 verbundene Stellglied 32 für eine vertikale Ausrichtung sämtlicher Kurvenscheiben
21 und gleichzeitig für einen Ausgleich einer möglichen Schräglage des Fahrzeugs.
Im in Fig. 1 gestrichelt dargestellten Schwenkbereich der Schwenkarme 42 liegt dann
ein Konturensegment der Kurvenscheibe, das unter BerUcksichtigung der geometrischen
Verhältnisse den Belastungsgrenzfall darstellt, der dann erreicht wird, wenn die
Lichtschranke 43, 44 in den Bereich der Kurvenscheibe eintauscht0 Sobald nun der
Kran belastet wird, wird die Vorspannung des Dynamometers 52 abgebaut, wodurch sich
der Dehnstab 59 zusammenzieht und dadurch über den Anschlag 61 den Schwenkhebel
56 in Richtung auf den Dehnstab schwenkt. Dadurch wird das Seil 49 in die gleiche
Richtung bewegt, was zu einer Drehung der Rolle 48 im Uhrzeigersinn führt. Die Schwenkarme
42 bewegen sich somit auf die Welle 16 zu. Sobald die Lichtschranken 43a, 44a in
den Bereich der Kurvenscheibe 21 geraten, bewirkt die Unterbrechung des Lichtstrahls
ein
Vorwarnsignal, dem bei weiterer Kranbelastung aufgrund des mm auch erfolgenden Eintauchens
der Lichtschranken 43, 44 in den Kurvenscheibenbereich das durch die Unterbrechung
dieses Lichtweges ausgelöste, automatische Abschalten sämtlicher, die Belastung
steigernden Kranbewegungen folgt.
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Sollte aus irgendeinem Grunde die Verbindung der Schwenkarme mit dem
Dynamometer, beispielsweise durch Reißen des Seiles 49, unterbrochen werden, so
wird eine möglicherweise nachteilige Kranbewegung, die in diesem Zustand nicht mehr
angezeigt werden könnte, dadurch vermieden, daß die Feder 54 die die Lichtschranken
tragenden Enden der Schwenkarme nach außen in den Bereich einer die Lichtwege ebenfalls
unterbrechenden Sicherheitstasche 62 bewegt.
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Wie bereits erwähnt, stellt jeder Quadrant jeder Kurvenscheibe 21
einen bestimmten Kranzustand dar, während jede Kurvenscheibe ihrerseits für eine
bestimmte Auslegerlänge bzw. einen bestimmten Längenbereich maßgebend ist. Wird
nun der Kranzustand geändert, beispielsweise der Ausleger aus seiner quer zur Fahrzeuglängsrichtung
verlaufenden Lage in Fahrzeuglängsrichtung gebracht, so wird die Uberlastsicherung
in einfacher Weise folgendermaßen auf diesen neuen Betriebszustand eingestellt.
Durch Betätigen des Scheibenwischermotors 38 wird der Stift 41 entlang dem Nocken
39 geführt, bringt dadurch bei einer Umdrehung der Welle 37 über das Gehäuse 35
und das Stellglied 34 den Arretierstift 31 zum Ausrasten aus der gerade innegehabten
Ausnehmung 23 und führt zum nachfolgenden Einrasten in die um 900 dazu versetzt
angeordnete Ausnehmung, wobei gleichzeitig die Welle 16 und somit die Kurvenscheiben
21 um 900 gedreht werden0 Damit ist die Uberlastsicherung auf diesen neuen Betriebszustand
eingestellt.
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In ebenfalls sehr einfacher Weise erfolgt das Einstellen
der
Sicherung auf eine geänderte Auslegerlänge. Dazu wird lediglich die der der neuen
Auslegerlänge entsprechenden Kurvenscheibe zugeordnete Photozelle eingeschalte-t,
d.h.
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elektrisch mit der Abschaltvorrichtung in Verbindung gebracht, so
daß nunmehr ein Signal trotz Schwenkens sämtlicher Schwenkarme nur noch dann ausgelöst
wird, wenn das eingeschaltete Photozellenpaar von den ihm zugeordneten und mit ihm
zusammenwirkenden Lichtquellen durch die betreffende Kurvenscheibe optisch getrennt
wird. Selbs-tverständlich könnte man auch die jeweils infrage kommenden Lichtquellen
einschalten, jedoch bringt die im Rahmen der Erfindung vorgeschlagene Verwendung
von Kabellichtleibern, die von einer zentralen Lichtquelle gespeist werden, den
Vorteil größerer Zuverlässigkeit sowie der Einsparung elektrischer Leitungen mit
sich.
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Wie sich aus den vorstehenden Ausführungen ergibt, zeichnet sich die
erfindungsgemäße Uberlastsicherung durch einen sehr einfachen Aufbau sowie große
Widerstandsfähigkeit gegenüber gerade beim Betätigen von Kranen.auftretenden Stoßbelastungen
aus, so daß sie für sämtliche in ihrer Belastung durch mehrere Einflußgrößen limitierte
Hebezeuge und verwandte Geräte zur Anwendung kommen kann.