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DE210135C - - Google Patents

Info

Publication number
DE210135C
DE210135C DENDAT210135D DE210135DA DE210135C DE 210135 C DE210135 C DE 210135C DE NDAT210135 D DENDAT210135 D DE NDAT210135D DE 210135D A DE210135D A DE 210135DA DE 210135 C DE210135 C DE 210135C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
container
wine
goblet
chamber
cup
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT210135D
Other languages
English (en)
Publication of DE210135C publication Critical patent/DE210135C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47GHOUSEHOLD OR TABLE EQUIPMENT
    • A47G33/00Religious or ritual equipment in dwelling or for general use
    • A47G33/002Communion cups, chalices or the like

Landscapes

  • Table Devices Or Equipment (AREA)
  • Closures For Containers (AREA)
  • Devices For Dispensing Beverages (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 64«. GRUPPE
Zusatz zum Patente 205564 vom 25. Januar 1907.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. Januar 1908 ab. Längste Dauer: 24. Januar 1922.
Gegenstand des Patents 205564 ist eine
Vorrichtung an Abendmahlskelchen, durch die eine annähernd stets gleich große Menge Wein selbsttätig abgemessen und dem Trinkenden mitgeteilt wird.
Mit vorliegendem Zusatzpatent wird nun eine Vereinfachung der Verteilungsvorrichtung dadurch erzielt, daß die Meßvorrichtung in den Weinbehälter selbst verlegt wird. Die
ίο Einlaßöffnung der Meß kammer wird dabei höher als die Auslaßöffnung angeordnet, und zwar dicht am oberen Rande des Weinbehälters. Damit nun der abgemessene Wein aus der tiefer liegenden Auslaßöffnung der Meßkammer auf den Kelchrand zur Abgabe geleitet werden kann, wird der Deckel des Weinbehälters in bekannter Weise nach unten ausgebaucht und bildet dann eine Sammelschale, in deren tiefstem Punkte sich die Auslaßöffnung befindet. Auf diese Öffnung kann erforderlichenfalls noch eine besondere Schale aufgesetzt werden, die dann den Wein auf den Kelchrand abgibt, während der ausgebauchte Deckel zu anderen Zwecken, z. B.
zum Auffangen des Abfallweines, benutzbar bleibt.
Auf der Zeichnung sind mehrere Ausführungsformen von Kelchen mit vereinfachter Verteilungsvorrichtung veranschaulicht.
Fig. ι ist ein Vertikalschnitt der ersten,
Fig. 2 ein Vertikalschnitt der zweiten- Ausführungsform, bei denen die Einlaßkammer im Behälter angebracht und mit einem Ventil versehen ist.
Fig. 3 ist ein Vertikalschnitt einer dritten Ausführungsform, bei der eine besondere Auslaßkammer auf die Auslaßöffnung aufgesetzt ist.
Fig. 4 ist eine Oberansicht eines Teiles der Fig. 3.
Fig. 5 zeigt eine vierte Ausführungsform im Schnitt.
Fig. 6 ist eine Draufsicht auf den Kelch nach Fig. 5.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 ist der Kelch 1 mit einem sich erweiternden Aufsatzteil 2 versehen, von dessen oberem Rand ein innerer Flansch 3 herabgeht, dessen unterer Rand annähernd in derselbeh Ebene wie der untere äußere Rand des Teiles 2 liegt. Der Teil 2 mit dem Flansch 3 dient hauptsächlich dazu, die Herstellung des Kelches zu vereinfachen, und ist zweckmäßig an den Kelch angeschraubt. Die mit Schraubengängen versehenen Ränder von Kelch und Aufsatzteil besitzen Verdickungen 4, 5 mit Gewinde und Anschläge, so daß der Aufsatzteil 2 stets richtig auf den Kelch aufgesetzt werden kann. Im Flansch 3 nahe an seinem oberen Teil ist ein Lufteinlaß ya vorgesehen, um das Auslaufen des Weines durch die Verteilungsvorrichtung zu erleichtern. Der Wein wird durch diese Öffnung mittels eines durch punktierte Linien angegebenen Trichters in den Kelch
eingelassen, ebenso wird der rückständige Wein durch diese Öffnung ausgeleert, wenn die Verteilung des Weines beendigt ist.
Die Auslaßkammer 6 hat zweckmäßig die Gestalt einer Urne und ist in der Mitte des Kelches ι derart angeordnet, daß ihr Inhalt durch einen durchsichtigen Deckel oder eine Deckscheibe 7 hindurch sichtbar ist, die dazu dient, zu verhüten, daß der Atem des das Abendmahl Nehmenden in die Kammer eindringt. Am Rande des Deckels oder der Deckscheibe 7 ist eine Aussparung 6a vorhan-. den, durch die der in der Kammer enthaltene Wein in der Richtung des Pfeiles χ auslaufen kann. Von dem Boden der Kammer 6 erstreckt sich abwärts eine mittlere Röhre a, die durch eine Öffnung im Boden des Kelches ι und durch eine am Kelchboden befestigte und abwärts sich erstreckende Hülse b läuft, in die die Röhre genau paßt, und an der sie durch eine Mutter c mit Dichtungsscheibe festgehalten wird. Die Hülse b ist im Kelchfuß eingeschraubt. Die Röhre α ist durch eine Querwand d in zwei Räume e,f geteilt. Die Auslaßkammer 6 besitzt einen Flansch 8, der an eine die Kammer 6 umgebende Tasche 9 dicht angeschraubt ist. Die Tasche 9 bildet mit dem Flansch 3 ein Stück und dient dazu, den herablaufenden Abfallwein aufzunehmen und zu verhindern, daß dieser auf den Flansch zurückläuft, wenn der Kelch geneigt wird.
Unter dem Flansch 3 ist die Einlaßkammer A vorgesehen, von der eine Röhre B ausgeht, die an die entgegengesetzte Seite des Kelches verläuft und dann in die Röhre a mündet. Von der Röhre B führt eine Luftröhre B1 aufwärts, welche die Heberwirkung der Röhre B aufhebt.
4.0 Der Wein läuft bei der Neigung des Kelches in die Kammer A und von dort in die Röhre B. Beim Aufrichten des Kelches läuft der Wein von der Kammer A durch die Röhre B in den oberen Teilf der Röhre α und in die Kammer 6 und steigt in dieser Kammer, bis er mit der Röhre B die gleiche Höhe einnimmt. Dadurch erhält die Kammer 6 für alle Abendmahlsteilnehmer eine fast gleich große Menge Weines. Wird der Kelch zum ersten Mal mit Wein gefüllt oder Wein nächgegossen, so muß das Eingießen des Weines unterbrochen werden, wenn der Wein in der Kammer 6 sichtbar wird.
Eine Röhre 10 führt schraubenförmig von dem Boden der Tasche 9 um die Auslaßkammer 6 und die Röhre α herum in den Raum e. Von dem Raum e läuft der Abfallwein in eine mit Lufteinlaß 13 versehene Schale 12 im Stamme des Kelches, dann durch eine schraubenförmige Röhre 11 in die Schale 17 und schließlich in den Fuß des Kelches. 14, 15 sind Luftröhren, die so gebogen sind, daß der im Fuß des Kelches befindliche Abfallwein nicht zurücktreten kann, wenn man den Kelch neigt. Im Kelchfuß ist eine Öffnung h vorhanden mit durchsichtigem Stein i 0. dgl., so daß man sehen kann, wieviel Abfallwein sich in dem Fuß angesammelt hat.
Unter dem Kelchfuß ist mittels einer durchbrochenen Scheibe 18 und Schraube 20 ein angefeuchteter Ring 19 aus Filz befestigt, an dem der Diensttuende die Finger befeuchtet, wenn eines der Lippenschutzblätter 23 entfernt werden soll.
In Fig. 2 ist der Behälter 26 für den Wein von dem Kelch 1 getrennt und enthält die Einlaßkammer 27 mit Ventil 28. Ein Gitter x' verhindert, daß die Kugel den unteren Teil des Rohres 27 verschließen kann. Die Auslaßkammer 29 ist in der Mitte des Behälters gelegen und wird durch den abwärts gebogenen Deckel des Behälters gebildet.
In Fig. 3 ist der Flansch 3 zu dem abwärts gebogenen Deckel 30 des Weinbehälters ungefähr parallel. Die trichterförmige Auslaßkammer 31 besitzt am Boden eine sich nach unten erstreckende mittlere Verlängerung 32, mit der die Einlaßkammer 33 durch eine Röhre 34 in Verbindung steht. Ein Kanal ζ in der Einlaßkammer ermöglicht, daß zu deren schnellerem Füllen der Wein auch von der Außenoder Unterseite her einströmen kann.
Mit dieser Röhre ist eine Luftröhre 35 verbunden, die unter der lose eingesteckten Einfüllröhre 36 mündet. Am unteren durchlochten Teil des Flansches 3 sind Rippen 37 vorgesehen, die den für das Ableiten des Abfallweines erforderlichen Abstand des Deckels 30 von der Auslaßkammer 31 sichern.
Fig. 5 und 6 stimmen in der Hauptsache mit den Fig. 3 und 4 überein, unterscheiden sich aber von ihnen dadurch, daß die Kanal-Öffnung 38 zwischen den Ein- und Auslaßkammern durch ein Kugelventil 39 verschlossen wird.

Claims (5)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Vorrichtung zum Abmessen bestimmter Mengen Weines bei Abendmahlskelchen nach Patent 205564, dadurch gekennzeichnet, daß die in dem gegebenenfalls selbst als'Weinbehälter dienenden Kelche gelegene Einlaßkammer durch eine bei der Neigung des Kelches selbsttätig abgesperrte Leitung mit einem innerhalb des Kelches angeordneten, oben offenen oder bedeckten, als Auslaßkammer dienenden Behälter in Verbindung steht.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die Einlaßkammer (AJ durch eine nach der entgegengesetzten Seite des Kelches verlaufende Flüssigkeits-
    verschlußröhre mit dem Behälter (6) in solcher Weise in Verbindung steht, daß der bei der Neigung des Kelches in die Einlaßkammer eingelaufene Wein beim Aufrichten des Kelches in den Behälter (6) fließen kann.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (6) eine nach unten sich erstreckende Röhre (a) besitzt, die durch eine Querwand in zwei Abteilungen (e, f) geteilt ist, deren obere (f) mit der Einlaßkammer und dem Behälter (6) in Verbindung steht und deren untere (e) den in einer um den Behälter (6) vorgesehenen Tasche (9) aufgefangenen Abfallwein aufnimmt und ihn in den durch Querwände in mehrere mit Luftlöchern versehene Kammern geteilten Stamm des Kelches leitet, dessen Kammern durch ge-' krümmte Flüssigkeitsverschlußröhren miteinander in Verbindung stehen.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen im Kelch in einiger Entfernung von dessen Innenseite vorgesehenen Behälter (26) für den Wein, dessen flüssigkeitsdicht anschließender Deckel (30) nach unten ausgebaucht ist und eine Sammelschale für den Abfallwein bildet, während die Auslaßkammer oder der Behälter (31) als Schale für sich auf den Deckel (30) aufgesetzt ist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen im Kelch in einiger Entfernung von dessen Innenseite vorgesehenen Behälter (26) für den Wein, dessen flüssigkeitsdicht anschließender Deckel (29) nach unten ausgebaucht ist und die Auslaßkammer bildet.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT210135D Active DE210135C (de)

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DE (1) DE210135C (de)

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