DE2100290C - Hydraulisches Steuerventil für einen doppeltwirkenden Hydrozylinder mit einer Sperreinrichtung für die Verriegelung und Entriegelung des Ventilschiebers - Google Patents
Hydraulisches Steuerventil für einen doppeltwirkenden Hydrozylinder mit einer Sperreinrichtung für die Verriegelung und Entriegelung des VentilschiebersInfo
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Description
bestehenden Entlüftung eier Längsbohrung (60) Ähnliche Unvollkommenheiten weisen hydrauli-
entsteht. sehe Systeme zur Betätigung von Hydrozylindern
2. Steuerventil nach Anspruch 1, dadurch ge- 45 auf, die so ausgeführt sind, daß sie bei irgendeinem
kennzeichnet, daß der Bolzen (84) in axialer Druck oder Druckbereich wirksam sind und die ein
Verlängerung zur Längsbohrung (60) angeord- Rückschlagventil enthalten, welches immer dann
net ist. öffnet, wenn der Druck im Leitungssystem irgendein
3. Steuerventil nach Anspruch 1 oder 2, da- vorbestimmtes Maximum erreicht.
durch gekennzeichnet, daß die Buchse (110) auf 50 Im Hinblick auf die Herstellungstoleranzen, die
einem Abschnitt (70) verkleinerten Durchmessers bei diesen Rückschlagventilen und bei der Entriege-
des Steuerschiebers (11) gelagert ist und der Au- lungsvorrichtung einzuhalten sind, und auch im Hin-
ßendurchmesser des Ringflansches (112) dem blick auf die beim Gebrauch eintretende Abnutzung
Durchmesser der Ventilbohrung (30) gleich ist. muß der vorbestimmte Entriegelungsdruck eines üb-
4. Steuerventil nach Anspruch 3, dadurch ge- 55 liehen Ventils um etwa 25 °/o kleiner als der Rückkennzeichnet,
daß die Entlüftung der Längsboh- schlagventildruck sein. Dies bedeutet, daß der Hydrorung
(60) über ein Kugelventil (118) erfolgt, das zylinder entsprechend dimensioniert sein muß, um
auf dem Abschnitt (70) verkleinerten Durchmes- bei seinem beabsichtigten Einsatz wirksam zu sein,
sers des Steuerschiebers (11) in diesem radial von ohne 75 °/o des Druckes des Rückschlagventils zu
innen nach außen durchströmbar angeordnet ist. 60 überschreiten. Andernfalls könnte das Steuerventil
die Entriegelung auslösen, bevor der Zylinder sein Hubende erreicht hat. Eine ähnliche Schwierigkeit
besteht darin, daß solche auf Druck ansprechende
Entriegelungsventile nicht zum Einbau in Flüssig-65 keitskreisläufe mit unterschiedlichen Höchstdrücken
Die Erfindung bezieht sich auf ein hydraulisches geeignet sind, weshalb für jedes solcher Systeme eine
Steuerventil für einen doppeltwirkenden Hydrozylin- besondere Entriegelungsvorrichtung vorgesehen werder,
mit einer mehrere Rastkugeln und einen Bolzen den muß.
2 iOO 290
Es liegt die Aufgabe vor, ein hydraulisches Steuerventil
der eingangs genannten Bauart zu schaffen, dessen Verriegelung mit Sicherheit erst dann gelöst
wird, wenn der Hydrozylinder seinen jeweiligen Arbeitshub vollendet hat, das heißt eine vorzeitige
Entriegelung soll vermieden werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß auf dem Steuerschieber dt: Steuerventils
eine federbelastete Buchse in dem zum kopfseitigen Ende des Hydrozylinders führenden Strömungsweg
gleitend geführt ist, die an ihrem Mantelumfang mit einem schmalen Ringflansch versehen ist, der zusammen
mit Schultern der den Steuerschieber aufnehmenden Ventilbohrui-ig während der beiden Arbeits-
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und im nachfolgenden erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 einen Längsschnitt durch das hydraulische 5 Steuerventil in der Neutralstellung,
Fig. 2 einen Längsschnitt in vergrößertem Maßstab durch das hydraulische Steuerventil im Bereich
der verschiebbaren Buchse.
Das allgemein mit 10 bezeichnete hydraulische >° Steuerventil besteht aus einem Gehäuse 20 mit einem
darin axial verschiebbaren Steuerschieber 11, einer Sperreinrichtung 12 und einem auf den Durchfluß
ansprechenden Fühlerventil 13. Mit diesem Steuerventil ist ein doppeltwirkender Hydrozylinder 14
hübe eine Drosselstelle für das hydraulische Druck- 15 verbunden, welcher eine nur angedeutete Last 15
mittel bildet, wobei die jeweilige I age der Buchse anheben oder absenken kann.
am Steuerschieber und damit der freie Querschnitt Das Gehäuse 20 -veist einen Einlaß 25 auf. der
der Drossclstelle von der zwischen der Vorder- und mit einem unter hörern Druck stehenden verzweig-Rückseite
des Ringflansches herrschenden Druck- ten Einlaßkanal 21 und mit in der Mitte des Steuerdifferenz
abhängt, und daß in der Buchse unmittelbar 20 ventils angeordneten offenen Durchlaufkanälen j8,
stromauf ihres Ringflansches mindestens eine Radial- 29 in Verbindung steht. Der Einlaß 25 steht mit
bohrung vorgesehen ist, über die zu einer im Steuerschieber vorgesehenen Längsbohrung bei Versc'nvvin-.
den der genannten Druckdifferenz im Falle des beendeten Arbeitshubes mit kopfseitiger Beaufschla- 25
gung des Hydrozylinders eine Strömungsverbindung
für den Pumpenstrom zur Sperreinrichtung entsteht,
daß im Steuerschieber mindestens eine Radialbohiung
vorgesehen ist, über die im Falle des beendeten _ _
gung des Hydrozylinders eine Strömungsverbindung
für den Pumpenstrom zur Sperreinrichtung entsteht,
daß im Steuerschieber mindestens eine Radialbohiung
vorgesehen ist, über die im Falle des beendeten _ _
Arbeitshubes mit entgegengesetzter Beaufschlagung 30 bindung steht. Die Auslaßöffnung 33 ist mit der Ausdes
Hydrozylinders eine Strömungsverbindung zur laßleitung 22 verbunden. Die Auslaßöffnung 34 um-Sperreinrichtung
durch Unterbrechung einer während
dieses Arbeitshubes bestehenden Entlüftung der
dieses Arbeitshubes bestehenden Entlüftung der
Längsbohrung entsteht.
Durch die besondere Anordnung der Radialboh- 35 eine Kammer 24 a zum Behältertank. Die Auslaßrungen
wird unter ganz Tjestimmten Bedingungen leitung 22 hat Verbindung zum stangenseitigen Ende
eine Strömungsverbindung zur Sperreinrichtung ge- - -- . . .. .
schaffen, nämlich immer dann, wenn der Fluß der
zu- oder ablaufenden Flüssigkeit durch die Drosselsteile bzw. die darauf zurückzuführende Durckdiffe- 40 40 mit der zubewegenden Last 15 verbunden ist. renz verschwindet und damit die federbelastete Flüssigkeitsabdichtungen der Ventilbohrung 30 erBuchse in die der Neutralstellung entsprechenden geben sich durch die Fläche 50 und durch Schultern Lage verschoben wird. 51 und 52. Der Steuerschieber Il weist innen eine
zu- oder ablaufenden Flüssigkeit durch die Drosselsteile bzw. die darauf zurückzuführende Durckdiffe- 40 40 mit der zubewegenden Last 15 verbunden ist. renz verschwindet und damit die federbelastete Flüssigkeitsabdichtungen der Ventilbohrung 30 erBuchse in die der Neutralstellung entsprechenden geben sich durch die Fläche 50 und durch Schultern Lage verschoben wird. 51 und 52. Der Steuerschieber Il weist innen eine
Da im Rahmen der bestimmungsgemäßen Beiast- Längsbohrung 60 und hierzu radial verlaufende Bohbarkeit
des Hydrozylinders dessen Kolben auch bei 45 rungen 61, 62 und 63 sowie Begrenzungsflächen 64,
hoher Belastung verschoben wird, fließt stets hy- 65, 66, 41 und 67, ferner kreisringförmige Ausnehdraulische
Druckflüssigkeit durch die Drosselstelle, mungen 68 und 69 auf und läuft in einen Abschnitt
Erst am Ende eines jeweiligen Arbeitshubes ver- 70 verkleinerten Durchmesser aus. Die radiale Bohschwindet
die Druckdifferenz bzw. es hört der Dui ^h- rung 61 verläuft durch die Begrenzungsfläche 65,
fluß auf, so daß eine Strömungsverbindung zur Sperr- 50 und die radialen Bohrungen 62, 63 verlaufen, wie
einrichtung geöffnet wird, die ihrerseits die Veniege- F1 g. 2 zeigt, durch den Enaabschnitt 70.
lung des Steuerschiebers des Steuerventils löst und An dem in der Zeichnung linken Ende des Steuer-
das Steuerventil in die Neutralstellung zurückführt. Schiebers 11 geht dieser in eine rohrförmige Veriän-
In vorteilhafter Weise ist der Bolzen der Sperr- geru:„g7l über, die in der Ventilbohrung 30 durch
einrichtung in axialer Verlängerung zur Längsbohrung 55 einen Dichtring 72 abgedichtet ist und außerhalb des
angeordnet. Gehäuses 20 mittels eines durch einen Querbolzen
Eine zweckmäßige Ausführung des auf den Durch- 74 gesicherten Stiftes 73 mit dem Steuerschieber 11
fluß ansprechenden Fühlerventils ergibt sich dadurch, fest verbunden ist. Der Steuerschieber 11 ist mit der
daß die Buchse auf einem Abschnitt verkleinerten darin befestigten Verlängerung 71 bei 75 von Hand
Durchmessers des Steuerschiebers gelagert ist und 60 verstellbar.
der Außendurchmesser des Ringflansches dem Durch- Am anderen Ende der. Steuerschiebers 11 ist die
messer der Ventilbohrung gleich ist. Sperreinrichtung 12 angeordnet, deren Gehäuse 80
Eine weitere Ausgestaltung des erfindungsgemäßen endseitig durch eine Kappe 82 abgeschlossen ist und
Steuerventils ergibt sich dadurch, daß die Entlüftung die aus einer Hülse 81 und einem darin verschieblich
der Langsbomang über ein Kugelventil erfolgt, das 65 gelagerten Ventilkörper 83 besteht, in welchem ein
auf dem Abschnitt verkleinerten Durchmessers; des axial bewegbarer Bolzen 84 und eine zur Verriege-Steuerschiebers
in diesem radial von innen nach lung dienende Kugelanordnung 85 vorgesehen sind
außen durchströmbar angeordnet ist. Die Hülse 81 ist innen mit Ausnehmung flfi 87
einer nicht gezeichneten Fiüssigkeitsquelle in Verbindung.
Zwischen dem Einlaß 25 und dem Einlaßkanal 21 ist ein Tellerventil 26 angeordnet.
Der Steuerschieber Il ist in der sich in Längsrichtung
erstreckenden Ventilbohrung 30 verschiebbar gelagert, die mit Einlaßöffnungen 31 und 32 des
verzweigten Einlaßkanals 21, mit Auslaßöffnungen 33, 34 und mit Entleerungsöffnungen 35, 36 in Ver-
g g
gibt das auf den Durchfluß ansprechende Fühterventil
13 und ist mit der Auslaßleitung 23 verbunden.
Die Entleerungsöffnungen 35 und 36 führen über
i lß
g g gg
37 des Hydrozylinders 14, und die Auslaßleitung 23 steht mit dem kopfseitigen Ende 38 dieses Zylinders
in Verbindung, wobei der Kolben 39 über die Stange 40 i d i
und 88 verschen, welche mit der Kugclanordnung 85 zusammenwirken. Der Ventilkörper 83 ist mit einer
mittleren axialen Bohrung zur Aufnahme des Bolzens 84 und mit einer Schulter 90 verschen und ist
von einer mit abgewinkelten Flanschen versehenen Hülse 91 umgeben, welche gegen die Schulter 90 anliegt.
Eine zwischen der Hülse 91 und einer gegen die Begrenzungsfläche 64 anliegenden Unterlegscheibe 93
unlcp Vorspannung eingesetzte Druckfeder 92 sucht
In der in Fig. 1 dargestellten Ncutralstcllung des
Steuerventils fließt das hydraulische Druckmittel vom Einlaß 25 über die Kanäle 28, 29 zurück zum Behältertank.
Wird der Steuerschieber 11 über die Verlängerung
71 nach rechts in die mit R vermerkte Stellung von Hand verstellt, so wird der Druckmittcldurehfluß
durch die Begrenzungsfläche 67 gesperrt, jedoch über die Einlaßöffnung 32, die Vcntilbolirung 30 zur Aus-
dic Hülse 91 und den Ventilkörper 83 aus der in io laßöffnung 23 freigegeben, so daß das Druckmittel
Fig. 1 dargestellten Stellung nach rechts und ande- zum kopfscitigcn Ende des Hydrozylindcrs 14 strömen
kann, wodurch Kolben 39 und Kolbenstange 40 nach links bewegt werden und die Last 15 angehoben
rcrseits die Unterlegscheibe 93 auf dem Steuerschieber
11 nach links gegen einen Flansch 79 des Gehäuses 80 zu drücken. Der Ventilkörper 83 ist mit wird,
dem Steuerschiebern fest verbunden. Die Längs- 15 Gleichzeitig wird der Ventilkörper83 der Sperrbohrung 60 im Steuerschieber weist cndscitig einen einrichtung 12 nach rechts bewegt und die Feder 92
dem Steuerschiebern fest verbunden. Die Längs- 15 Gleichzeitig wird der Ventilkörper83 der Sperrbohrung 60 im Steuerschieber weist cndscitig einen einrichtung 12 nach rechts bewegt und die Feder 92
gespannt. Die rückwärtige Kugel 97 drängt hierbei die Rastkugcln 95 in die innere Ausnehmung 86 in
der Hülse 81 mit der Folge, daß der Steuerschieber
im Durchmesser erweiterten Raum 6Oo auf, in den ein am Ende des Bolzens 84 vorgesehener Kopf 94
über eine begrenzte Strecke cinschiebbar ist.
Die Kugclanordnung 85 besteht aus drei radial 20 II in seiner einen Endstellung verriegelt ist, solange
bewegbaren Rastkugcln 95 und einer axial beweg- die Rastkugcln 95 in dieser Ausnehmung verbleiben,
baren rückwärtigen Kugel 97. Eine Druckfeder 98, Mit der Verschiebung des Steuerschiebers 11 nach
die zwischen einer gegen die Kugel 97 anliegenden rechts will auch die auf dem Abschnitt 70 gelagerte
Scheibe 99 und einer auf das Ende des Ventilkörpers federbelastet Buchse 110 dos Fühlcrvcntils 13 mit-83
aufgeschraubten Kappe 100 unter Vorspannung 25 gcnomm^i werden, was zur Folge hätte, daß der
eingesetzt ist, drückt die Kugel 97 gegen die Kugeln Ringflansch 112 hinter der Schulter 51 in die Vcntil-95.
In den beiden Endslellungcn des Steuerschiebers bohrung 30 eintritt. An dieser Mitnahmebewegung
U fallen die Kugeln 95 lösbar in eine der Ausnch- wird die Buchse 110 jedoch durch das zur Auslaßmungeii
86, 87 und 88 ein, wodurch der Stcucrschic öffnung 23 strömende hydraulische Druckmittel geber
bis zur Freigabe der Rastkugcln in seiner Lage 3° hindert, solange dieser Flüssigkeitsstrom anhält. Es
verriegelt ist. Diese Spcrrlagcn entsprechen den mit wirkt sich nämlich hierbei der Ringflansch 112 der
F, L oder R bezeichneten Stellungen des Steuer- Buchse 110 aus, der zusammen mit der Schulter 51
Schiebers welche die Durchfluß-, die Absenk- bzw. während des dieser Steuerschieber-Stellung zugcorddic
Anhcbstellung darstellen. Die Entriegelung der ncten Arbeitshubes für das hydraulische Druckmittel
Kugclanordnung 85 aus der Absenk- oder Anhcb- 35 eine Drossclslcllc bildet. Die jeweilige Lage der
stellung erfolgt durch Verschiebung des Bolzens 84, Buchse 110 mit ihrem Ringflansch 112 am Sleucrdcr
in axialer Verlängerung einen Stift 101 trägt, der schieber 11 und damit der freie Querschnitt der
bei Bewegung nach rechts die rückwärtige Kugel 97 Drossclslcllc ist von der zwischen Vorder- und Rückwegdrückt
und dadurch die Rastkugcln 95 aus der seitc des Ringflanschcs 112 herrschenden Druckentsprcchcndcn
Ausnehmung zurückfallen läßt, so 4° differcnz und damit von einem vorhandenen Fluß
daß der Schieber 11 unter dem Druck der Feder 92 in die mit N bezeichnete Ncutralstcllung zurückkehrt.
F i g. 2 zeigt das auf den Durchfluß ansprechende Fühlcrventil 13. Dieses besteht aus einer Buchse 110,
welche den Abschnitt 70 verkleinerten Durchmesser umgibt, und einer unter Vorspannung stehenden
Feder 111. Diese gegen das Ende der Buchse 110 anliegende Feder drückt die Buchse nach rechts
i d Bfl 67 bhb
abhängig. Jc größer diese Druckdifferenz ist, das heißt je stärker die Strömung ist, desto mehr verschiebt
sich die Buchse entgegen der Kraft der Feder 111 nach links.
In der mit R vermerkten Stellung des Steuerventils
ist die von der Längsbohrung 60 des Steuerschiebers 11 ausgehende Radialbohrung 61 mit der zum Bchältcrtank
führenden Kammmer24a verbunden. Damit auf irgendwelche Art in die Längsbohrung 60
gegen eine der Begrenzungsfläche 67 benachbart lie- 5« eintretende Leckflüssigkeit sich nicht auf den Bolzen
gendc Schulter 67a. Die Buchse 110 weist einen 84 der Sperreinrichtung auswirken kann, was zu
schmalen Ringflansch 112 auf, der durch eine Steuer- einer frühzeitigen Entriegelung der Sperreinrichtung
kante 112« begrenzt ist. Die Buchse weist weiterhin 12 führen würde, wird diese Flüssigkeit über die
innere Ausnehmungen 113 und 114 und mehrere Radialbohrung 61 abgeleitet. Andererseits wird ein
zu diesen Ausnehmungen führende Radialbohrun- 55 Abfließen des Druckmittels von der Auslaßleitur.g
gen 115 und 116 auf, von denen die Radial- 23 in die Längsbohrung 60 durch das gegen die Ausbohrung
115 mit der radialen Bohrung 62 eine lagen- nehmung 119 verschließbare Kugelventil 118 vergleiche
Stellung einnimmt, wenn die Buchse 110 bis hindert,
ganz nach rechts bewegt ist. Hat der Kolben 39 sein Hubende erreicht, hört der
ganz nach rechts bewegt ist. Hat der Kolben 39 sein Hubende erreicht, hört der
Auch der Abschnitt 70 weist eine kreisringförmige 6° Zufluß des Druckmittels durch die Auslaßleitung 23
Ausnehmung 117 auf, die mit der Bohrung 63 eine und damit zum Hydrozylinder 14 auf. Durch die
ligengleiche Stellung einnimmt. In einem im Durch- jetzt wirksam werdende Kraft der Feder 111 wird
messer vergrößerten Abschnitt 119 dieser Bohrung die Buchse 110 gegen die Schulter 67 σ gedruckt,
ruht ein Kugelventil 118, welches den Durchfluß von was zur Folge hat, daß die Rad albohrung 115 in
Flüssigkeit zwischen der Bohrung 63 und der Aus- 65 der Buchse 110 lagcnglcich mit d;r Radialbohrung
nchmung 117 in Abhängigkeit von bestimmten, noch 62 im Steuerschiebern ist, so da'i eine Strömungs-
m erläuternden Bedingungen sperren kann. verbindung des durch die Einlai öffnung 32 weiter
Die Wirkungsweise des Steuerventils ist wie folgt: zuströmenden Pumpenstromes ülier die Längsboh-
rung 60 zur Sperreinrichtung 12 geschaffen wird,
dort auf den Kopf 94 des Bolzens 84 trifft, diesen und den an seinem Ende vorgesehenen Stift 110
zurückdrängt, wodurch auch die rückwärtige Kugel 97 verschoben wird. Hierdurch können die Rast
kugi\r, 95 von der Ausnehmung 86 freikommen,
was zu einer Entriegelung des Steuerschiebers 11 führt, der jetzt durch die Feder 92 in die Ncutralstclliing
verschoben wird.
Der durch die Radialbohrungcn 115, 62 in clic
Längsbohrung 60 eintretende Pumpenstrom ist mengenmäßig so groß, daß sich die zur Kammer 24«
führende Radialbohrung 61 nicht auswirken und der in der Längsbohrung 60 für die Entriegelung erforderliche
Druck aufbauen kann.
Zum Absenken der Last 15 wird der Steuerschieber
11 nach links in die mit L vermerkte Stellung gcbrnchl. In dieser Stellung sind die Durchlaufkanäle
28, 29 durch die Begrenzungsfläche 41 voneinander getrennt, und es steht die Einlaßöffnung 31 über die
Ausnehmung 69 im Steuerschieber 11 mit der beim Absenken als Auslaßleitung dienenden Leitung 22 in
Verbindung. Von dort fließt der Pumpenstrom zum stangenscitigen Ende 37 des Hydrozylindcrs 14.
Gleichzeitig mit dieser Verschiebung nach links wird die Feder 92 in der Sperreinrichtung 12 gespannt
und der Ventilkörper 83 mitgeführt, wodurch die Kastkugeln 95 in die Ausnehmung 87 einfallen
und den StcuerscMchcr 11 verriegeln.
Während dieser Verschiebebewegung wird auch die Buchse 110 nach links mitgeführt, wodurch der
Ringflanscli 112 bis hinter die Schulter 52 in der Ventilbohrung 30 eintritt. Das aus dem Hydrozylinder
14 zu der nunmehr als Rücklaufleitung dienenden
Leitung 23 zurückströmende Druckmittel drängt die Buchse 110 entgegen der Wirkung der Feder 111
zusätzlich weiter nach links, wodurch die Entleerungsöffii'.ing
36 freigegeben wird und Her Riickstrom aus dem Hydiozylindcr in die zum Bchältcrlank
rührende Leitung 24 abfließen kann.
In der mit I. vermerkten Stellung des Steuerschiebers mündet die Radialbohrung 61 in die Auslaßleitung
22. Bruchteile des zum Absenken bcnötig-
ln ten Druckmittels fließen daher durch diese Radialbolirung
61 in die Längsbohrung 60 ab. Es kann sich hici jedoch kein Druck aufbauen, da das in die
Längsbolirung 60 eingedrungene Druckmittel in die verhältnismäßig weite Radialbolirung 63 gclangl und
das Kugelventil 118 öffnet und über die Ausnehmung 114 durch die Radialbohrung 116 in der Buchse UO
austritt, wodurch die Längsbolirung 60 entlüftet wird.
Hat der Kolben 39 seinen Arbeitshub nach erfolgtcm
Absenken beendet, hört der Abfluß zur Rücklaufleitung 23 auf. Der Ringflanscli 112 wirkt
dann nicht mehr als Drosselslellc zwischen der Rücklaufleitung 23 und der Entleerungsöffnung 36. Die
Feder Ul drückt dann die Buchse 110 bis zur Schulter 67«. Das Kugelventil 118 wird dabei geschlossen,
so daß die Längsbohrung 60 nicht mehr über die Radialbolirung 63 entlüftet werden kann.
Der von der AuslaßöfTnung 22 durch die Radialbolirung
61 in die Längsbohrung 60 weiterhin ein-
jo dringende Pumpenstrom bewirkt nunmehr in der
Längsbohrung 60 einen Druckanstieg, der den Bolzen 84 mit dem Stift 101 und die Kugel 97 zurückdrückt
und die Rastkugeln 95 freigibt, woraufhin die Verriegelung gelöst wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
309 614/414
-ψ.
Claims (1)
1. Hydraulisches Steuerventil für einen dop- Steuerventils während eines Arbeitshubes und für die
peltwirkenden Hydrozylinder, mit einer mehrere Entriegelung des Steuerschiebers und seiner dabei
Rastkugeln und einen Bolzen umfassenden Sperr- 5 erfolgenden Zurückführung in die Neutralstellung
einrichtung für die Verriegelung des unter Feder- am Ende eines Arbeitshubes.
druck stehenden Steuerschiebers des Steuerventils Bekannt sind hydraulische Steuerventile, die abwährend
eines Arbeitshubes und für die Entriege- hängig von einem vorbestimmten, auf den Kydrolung
des Steuerschiebers und seiner dabei erfol- bzw. Arbeitszylinder wirkenden Druck eine Sperrgenden
Zurückführung in die Neutralstellung io einrichtung lösen. Derartige den Fluß steuernde
am Ende eines Arbeitshubes, dadurch ge- Ventile sind beispielsweise aus der USA.-Patentkennzeiichnet,
daß auf dem Steuerschieber schrift 2 848 014 bekannt.
(11) des Steuerventils eine federbelastete Buchse Ein hydraulisches Steuerventil der eingangs ge-
(110) in dem zum kopfseitigen Ende (38) des nannten Bauart ist weiterhin aus der britischen Pa-Hydrozyünders
(14) führenden Strömungsweg 15 tentschrift 1078 618 bekannt. Es enthält einen
gleitend geführt ib.. die an ihrem Manlelumfang Steuerschieber, der aus einer Neutralstellung ir.
mit eir.o-n schmalen Ringflansch (112) versehen Stellungen verschiebbar ist, wodurch das eine odev
ist, der zusammen mit Schultern (Sl; 52) der den das andere Ende des hydraulischen Arbeitszylinders
Steuerschieber (11) aufnehmenden Ventilbohrung beaufschlagt wird. Die am Schieber befestigte Sperr
(30) während der beiden Arbeitshübe eine Dros- 20 einrichtung hält diesen in der verschobenen Stellung
selstelle für das hydraulische Druckmittel bildet, so lange fest, bis der Flüssigkeitsdruck im Zylinder
wobei die jeweilige Lage der Buchse (110) am die vorbestimmte Höhe erreicht hat, in welchem Zeit
Steuerschieber (11) und damit der freie Quer- punkt die Sperreinrichtung entriegelt und der Schieschnitt
der DrosselsteHe von der zwischen der ber durch urner Vorspannung stehende Mittel in die
Vorder- und Rückseite des Ringflansches (112) 25 Neutralstellung zurückgeführt wird,
herrschenden Druckdifferenz abhängt, und daß Nachteilig wird es bei diesen bekannten Steuer-
herrschenden Druckdifferenz abhängt, und daß Nachteilig wird es bei diesen bekannten Steuer-
iri der Buchse (110) unmittelbar stromauf ihres ventilen angesehen, daß sie unmittelbar auf einen
Ringfianixjhes (112) mindestens eine Radialboh- Druckanstieg ansprechen und daß die vorbestimml·.
rung (US) vorgesehen i.i, über die zu einer im Druckhöhe, bei der die Sperreinrichtung anspricht
Steuerschieber (11) vorgesehenen Längsbohrung 30 sich auch dann einstellen kann, bevor der hydrau-(60)
bei Verschwinden dt. genannten Druckdif- Iische Arbeitszylinder das Ende seines Hubes erferenz
im Falle des beendeten Arbeitshubes mit reicht hat etwa dann, wenn beim Heben eine schwere
kopfseitiger Beaufschlagung des Hydrozylinders Last oder beim Bewegen des Arbeitswerkzeugs in
(14) eine Strömungsverbindung für den Pumpen- der Ebene ein Hindernis zu überwinden ist. In einer
strom zur Sperreinrichtung (12) entsteht, daß im 35 derartigen Zwischentotpunktlage des Hydrozylinders
Steuerschieber (11) mindestens eine in die Längs- würde ein entsprechend hoher Druckanstieg bereits
bohrung (60) mündende Radialbohrung (61) vor- Anlaß geben, die Verriegelung zu lösen. Um sichergesehen ist, über die im Falle des beerdeten zustellen, daß der Zylinder tatsächlich sein Hubende
Arbeitshubes mit entgegengesetzter Beaufschla- erreicht, wird es somit notwendig, laufend von Hand
gung des Hydrozylinders (14) eine Strömungs- 40 den Schieber in die gewünschte Richtung zu verstelverbindung
zur Sperreinrichtung (12) durch Un- len, was höchst unpraktisch und damit unerwünscht
terbrechung einer während dieses Arbeitshubes ist.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US75670A | 1970-01-05 | 1970-01-05 | |
| US75670 | 1970-01-05 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE2100290A1 DE2100290A1 (de) | 1971-07-15 |
| DE2100290B2 DE2100290B2 (de) | 1972-09-07 |
| DE2100290C true DE2100290C (de) | 1973-04-05 |
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