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DE219985C - - Google Patents

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Publication number
DE219985C
DE219985C DENDAT219985D DE219985DA DE219985C DE 219985 C DE219985 C DE 219985C DE NDAT219985 D DENDAT219985 D DE NDAT219985D DE 219985D A DE219985D A DE 219985DA DE 219985 C DE219985 C DE 219985C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
drive
pressure
press
upper punch
transmission rod
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT219985D
Other languages
English (en)
Publication of DE219985C publication Critical patent/DE219985C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B30PRESSES
    • B30BPRESSES IN GENERAL
    • B30B11/00Presses specially adapted for forming shaped articles from material in particulate or plastic state, e.g. briquetting presses, tabletting presses
    • B30B11/02Presses specially adapted for forming shaped articles from material in particulate or plastic state, e.g. briquetting presses, tabletting presses using a ram exerting pressure on the material in a moulding space
    • B30B11/04Presses specially adapted for forming shaped articles from material in particulate or plastic state, e.g. briquetting presses, tabletting presses using a ram exerting pressure on the material in a moulding space co-operating with a fixed mould

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Press Drives And Press Lines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 219985 KLASSE 80«. GRUPPE
WALTER MÜLLER in SENFTENBERG, N.-L
Patentiert im Deutschen Reiche vom 15. Dezember 1908 ab.
Es ist bekannt, bei Exzenter- und Kniehebelpressen mit gleichzeitigem Preßdruck von oben und vpn unten eine schnelle Bewegung des Oberstempels unabhängig von den Bewegungen der anderen Maschinenteile herbeizuführen, um ein rasches Ausstoßen der Briketts und ein schnelles Wiederfüllen der Preßform zu ermöglichen.
Zu diesem Zwecke wird die zwangläufige
ίο Verbindung zwischen dem Oberstempel und dem den eigentlichen Preßdruck erzeugenden Hebelwerk, nachdem der Preßdruck stattgefunden hat, zwangsweise unterbrochen, um den Ob1 erstempel unabhängig von dem genannten Hebelwerk mit der gewünschten Geschwindigkeit hochziehen zu können.
Auch die Erfindung betrifft eine solche Presse, und zwar besteht der wesentliche Untersphied dieser Presse gegenüber den bekannten Pressen mit zwangläufiger Ausschaltung des Druckübertragungsgliedes darin, daß das Einschalten des oberen Preßstempels in den Antrieb durch eine auf der Antriebsachse frei schwingende Druckübertragungsstange erfolgt, welche nicht zwangläufig, sondern durch ihr Eigengewicht, unterstützt durch die in der Drehrichtung der Achse sich ergebende Lager- und Zapfenreibung, in die Arbeitsstellung gedreh^ wird. Hieraus ergibt sich der Vorteil, daß ein Bruch irgendeines Maschinenteiles nicht eintreten kann, falls der angehobene Oberstempej bei seiner freien Fallbewegung nicht tief genug in die Preßform eindringt, sei es, daß die Preßform mit zu trockenem und daher nicht nachgiebigem Preßgut gefüllt ist, oder daß zwischen Oberstempel und Preßform ein harter Gegenstand gelangt. In diesem Falle kann sich nämlich das untere Ende des Druckstempels nicht auf die Druckflächen des Oberstempels aufsetzen, da dieser nicht seine richtige Stellung eingenommen hat. Es findet alsdann weder eine Pressung noch ein Bruch irgendeines Pressenteiles statt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Presse gemäß der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt
Fig. ι einen Querschnitt und
Fig. 2 eine Hinteransicht der Maschine,_ während
Fig. 3 die Lage der Maschinenteile in der regelrechten Arbeitsstellung darstellt.
Fig. 4 zeigt eine Einzelheit.
α ist die Antriebsachse mit zwei Kröpfungen b, an welchen drehbar mittels zweier Augen c' der Druckstempel c hängt. Dieser ist in Fig. 4 allein dargestellt, in Fig. 2 der Einfachheit halber aber weggelassen. Infolge seines Eigengewichts hat natürlich der Stempel stets das Bestreben, eine senkrechte Lage einzunehmen, f ist der Oberstempel, welcher an einem Schlitten e sitzt. In diesem ist drehbar ein Druckbolzen d gelagert, dessen oberster Teil abgeflacht ist und an den der Antrieb für den Schlitten e angreift. Dieser Antrieb besteht aus einer in der Mitte des Druckbolzens d angreifenden Zugstange I, dem Hebel m, der wagerecht gelagerten Achse η und. dem Doppelhebel Oy der von einer auf der Achse α sitzenden
Daumenscheibe ft so bewegt wird, daß der Oberstempel auf und ab geht, k ist der Unterstempel, der in bekannter Weise ebenfalls von der Welle α aus bewegt wird, indem er durch einen Querträger i mit zwei Zugstangen h verbunden ist, die auf zwei Kröpfungen g der Welle i (die Kröpfungen b und g sind um 180° gegeneinander versetzt) sitzen.
Der Druckstempel c kann von der Welle a
ίο aus eine ausschlagende Bewegung erhalten, so daß er nicht mehr senkrecht steht. Dies geschieht mittels der zwischen den beiden Drucklagern b des Stempels c gelagerten Daumenscheibe q, dem Rollenhebel r, der Achse s, den Hebeln t und den beiden Verbindungsstangen u zwischen diesen und den an dem Druckstempel c befindlichen Augen v.
Die Wirkungsweise der Presse ist folgende: Wenn eine Pressung vor sich gehen soll, so fällt der Oberstempel f frei herunter, und es kann jetzt der vorher zwangläufig aus seiner senkrechten Stellung geschwungene Druckstempel c infolge seines Eigengewichtes in die senkrechte Stellung zurückschwingen. Er setzt sich dann, wenn der Oberstempel seine richtige Stellung hat, mit seinem unteren Ende auf den oben abgeflachten Rundbolzen auf und überträgt bei der weiteren Drehung der Welle α den Preßdruck von der Antriebsachse auf den Oberstempel. Nach dem Pressen wird dann der Druckstempel c, entgegengesetzt zur Drehrichtung der Antriebsachse (s. den Pfeil in Fig. 1), durch die Daumenscheibe q und das zugehörende Hebelwerk r, s, t, u nach vorn (in. Fig.. 1 nach links) um die Achse α gedreht, so daß seine untere Druckfläche außer Eingriff mit der Auflagefläche des Rundbolzens des Schlittens, für den Oberstempel kommt..
Es erfolgt dann das Heben des Oberstempels und das Ausschieben der Briketts und das Wiederfüllen der Preßform. Hierauf fällt der Oberstempel, sobald die Daumenscheibe ft und das Hebelwerk dieses zulassen, frei herunter, und es bewegt sich der Druckstempel, sobald die zugehörige Daumenscheibe q dieses zugibt, infolge der Schwerkraft und unterstützt durch die Reibung zwischen Achse und Lager so lange in der Drehrichtung der Achse, bis sein unteres Ende sich wieder auf den Bolzen d aufsetzt.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Presse zur Herstellung von Steinkohlenbriketts u. dgl., bei welcher der Antrieb für den oberen Preßstempel nach dem Pressen zwangsweise ausgeschaltet wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Einschalten des oberen Preßstempels in den Antrieb durch eine auf der Antriebsachse frei schwingende Druck-Übertragungsstange (c) erfolgt, welche durch ihr Eigengewicht, unterstützt durch die in der Drehrichtung der Achse sich'ergebende Lager- und Zapfenreibung, in die Arbeitsstellung gedreht wird. 65
2. Presse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckübertragungsstange (c) durch eine Daumenscheibe (q) unter Vermittlung eines Hebelwerks (V, s, t, u) nach dem Pressen nach der Seite gedrückt wird.
3. Presse nach Anspruch 1 und. 2, bei welcher der Oberstempel durch eine Daumenscheibe unter Vermittlung eines schwingbaren Winkelhebels angehoben wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Arm (m) des Winkelhebels durch eine Stange (I)
. mit dem Oberstempelschlitten (e) gelenkig verbunden ist, deren unteres Auge unmittelbar am Druckbolzen (d), auf den sich die Druckübertragungsstange (c) in der Arbeitsstellung aufsetzt, angreift.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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