DE21935C - Verfahren und Apparat zum Heben von Erdölen und anderen Stoffen, welche leichter als Wasser sind - Google Patents
Verfahren und Apparat zum Heben von Erdölen und anderen Stoffen, welche leichter als Wasser sindInfo
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F04—POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
- F04B—POSITIVE-DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS
- F04B19/00—Machines or pumps having pertinent characteristics not provided for in, or of interest apart from, groups F04B1/00 - F04B17/00
- F04B19/08—Scoop devices
- F04B19/14—Scoop devices of endless-chain type, e.g. with the chains carrying pistons co-operating with open-ended cylinders
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Diesem Verfahren liegt das Princip zu Grunde, dafs ein Platzwechsel zwischen zwei Flüssigkeiten
selbsttätig erfolgt, wenn die schwerere oberhalb der leichteren gelagert wird. Um nun das am
Fufse des Schachtes befindliche OeI im Wasser bis an die Terrainoberfläche emporsteigen zu
lassen, mufs es zunächst aus dem offenen Schachte in eine mit dem Steigrohr in Verbindung stehende
Kammer eintreten. Diese Kammer, welche in Fig. ι und 2 mit A bezeichnet ist, schliefst
sich nach oben an das Steigrohr a, nach unten aber an ein Rohr b an, welches bis unter den
Oelspiegel im Schachte reicht; die Kammer wird durch die Ventile c und d, welche identische
Construction haben, von den Röhren a und b abwechselnd abgesperrt, und zwar derart,
dafs niemals das eine Ventil sich früher öffnet, als sich das andere geschlossen hat. Zu diesem
Zwecke erhalten beide Ventile durch Verkupplung vermittelst der Stange e gemeinsame Bewegung
und sind ferner in ihre Sitze nach Art von Stöpseln derart eingepafst, dafs sie erst
auf der zweiten Hälfte des Hubes Durchlafs gewähren. Statt der Ventile können auch andere
verschliefsbare Durchgänge, wie Hähne, Schieber, zur Anwendung kommen.
Fig. ι zeigt das Ventil c geschlossen, hingegen
d geöffnet. Es ist somit das Rohr b mit der Kammer A verbunden, während α durch c
abgesperrt wird. Wenn nun Rohr α bis obenhin mit Wasser gefüllt ist und hierauf eine Umsteuerung
der Ventile bewirkt wird, d. h. c geöffnet und d geschlossen wird, so ergiefst sich
das Wasser in die Kammer A, während die dort befindliche Luft durch Rohr α nach oben
entweicht. Bei abermaliger Umsteuerung fällt das Wasser aus der Kammer in das Rohr h,
während Luft aus diesem letzteren in die Kammer tritt, die, wie bereits beschrieben, beim nächsten
Wechsel wieder durch α abgeführt wird. Es ist klar, dafs durch mehrmalige Umsteuerung
der Ventile die gesammte Luft aus der Kammer A und dem Rohre b nach oben gelangt, und da
letzteres Rohr unten durch den Oelspiegel geschlossen ist, so kommen nun bei der weiteren
Function nur noch OeI und Wasser in Betracht.
Was in Vorstehendem von der Luft gesagt ist, gilt ohne weiteres für das OeI, so dafs eine
fernere Beschreibung der Function unnöthig ist. Natürlich mufs die Entfernung vom Ventil c
bis auf den Oelspiegel innerhalb der zulässigen Saugehöhe bleiben, weil anderenfalls bei geöffnetem
Ventil d die Flüssigkeitssäule vom Ventil c abreifsen würde. Die Umsteuerung
der Ventile wird von aufsen her durch den Zug f vermittelt. Die durch den Wasserdruck
hervorgerufene Belastung der Ventile wird durch das Gegengewicht g möglichst ausgeglichen.
Statt dieses Gewichtes kann natürlich auch ein Substitut, z. B. eine Feder, angeordnet werden, oder aber durch Anordnung von Kolben
oder durch die specielle Ventilconstruction für Entlastung gesorgt sein.
Fig. 3 und 4 zeigen die Kammer A mit entlasteten Ventilen, wobei bezüglich der Hubstellung
Fig. 3 mit Fig. 1 und Fig. 4 mit Fig. 2 correspondirt.
Identische Theile sind in den !Figuren mit
gleichen Buchstaben bezeichnet. Wie man sieht, gewähren die Ventile an je zwei Stellen bei α
und β Durchlafs. Sind nun die Flüssigkeiten aufserhalb und innerhalb eines dieser Ventile von
verschiedenem "specifischen Gewichte, so bildet der Höhenunterschied zwischen beiden Auslafsstellen
Anlafs zur Einleitung eines lebhafteren Austausches der Flüssigkeiten zwischen der
Kammer und dem corrimunicirenden Anschlufsrohre, als dies durch gewöhnliche Tellerventile
zu erreichen ist. Damit dieser Austausch so lebhaft wie möglich erfolgen kann, ist auch die
Kammer in zwei Theile zerlegt, nämlich durch Einschaltung eines Rohres h zwischen den Sitzen
der Ventile, an welches Rohr von den Durchlässen her sich Leitflächen γ anschliefsen. Durch
diese Einrichtung ist man im Stande, den Austausch in der Kammer sehr schnell zu bewerkstelligen
und hierdurch die Leistungsfähigkeit der ganzen Anlage möglichst zu erhöhen. Die
in den Fig. 3 und 4 eingezeichneten Pfeile zeigen, in welcher Weise bei der entsprechenden
Ventilstelluug das OeI (oder im Anfange der
Function die Luft) und das Wasser sich bewegen. Um die Ventile in ihren beiden Endstellungen
während dieser Bewegung zu fixiren, werden zweckentsprechende Steuergewichte (im
gegenwärtigen Falle das Gewicht m) angewendet.
Der ringförmige Raum zwischen der Gehäusewand von A und dem Rohre h soll event, je
nach seiner Gröfse durch verschiedene senkrechte Wände in eine Anzahl von Fächern d
zerlegt werden, . um zu verhindern, dafs 1. in der Stellung Fig. 3 das in dieselben von unten
her eintretende OeI durch das Wasser hindurchschlägt, ohne es zu verdrängen, und 2. in der
Stellung Fig. 4 das von oben her eindringende Wasser durch das OeI hindurchfällt, ohne dasselbe
vor sich her zu schieben. In Fig. 5 ist diese Anordnung an einem Querschnitt der
Kammer A gezeigt.
Der Anschlufs des Steigrohres α an den Behälter
B soll event, durch Teleskoprohre erfolgen, so dafs man die Rohre α und b sammt
der Kammer A nach Wunsch verstellen kann.
Durch ein an die Wasserleitung angeschlossenes Schwimmerventil K, dessen Schwimmer auf
Wasser schwimmt, hingegen in OeI untertaucht, wird in dem Behälter bis zu einer bestimmten
Marke^ der Wasserstand inne gehalten, während
für den Abflufs des aufgetriebenen Oeles durch einen Ueberlauf / gesorgt ist.
Steht hinreichendes Wasser zur Verfügung, so kann die Umsteuerung der Ventile, welche
durch Hand oder durch Kraft zu besorgen ist, durch einen vom Wasser betriebenen Kippmechanismus
in einfachster Weise erzielt werden, dessen Bewegungen durch irgend welchen Hemmoder
Regulirmechanismus auf ein bestimmtes Zeitmafs geregelt werden kann.
Durch Eintauchen der Kammer unter den Oelspiegel kann auch das Rohr b erspart werden.
Claims (3)
1. Das Verfahren, Erdöl u. dergl. vermittelst
Wasser zu heben, darin bestehend, dafs eine Kammer A, Fig. 1 und 2, abwechselnd mit
dem Wasserbehälter und dem Oelspiegel im Schacht in der beschriebenen Weise in Verbindung gesetzt wird.
2. Der in Fig. 1 und 2 dargestellte Apparat, in welchem der Wasserstand des Reservoirs
durch ein Schwimmerventil regulirt wird, während das Schliefsen und Oeffnen der Kammer^
durch das Doppelventil c d bewirkt wird. Letzteres gewährt in seinen beiden Ventilen
erst in der zweiten Hälfte des Hubes den Durchlafs.
3. Die in Fig. 3 und 4 dargestellte- Anordnung des Doppelventils c d, in welcher die Ventile
c und d als Doppelsitzventile construirt und durch das Rohr h verbunden sind.
Hierzu I Blatt Zeichnuniren.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE21935C true DE21935C (de) |
Family
ID=298599
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT21935D Active DE21935C (de) | Verfahren und Apparat zum Heben von Erdölen und anderen Stoffen, welche leichter als Wasser sind |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE21935C (de) |
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0
- DE DENDAT21935D patent/DE21935C/de active Active
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