DE2165385A1 - Wendegetriebe, insbesondere fur Boots motoren - Google Patents
Wendegetriebe, insbesondere fur Boots motorenInfo
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Description
"Servo-gear" MOTORFABRIKEN BUKH A/S, Kaiundborg, Dänemark
Wendegetriebe, insbesondere für Bootsmotoren
Die Erfindung betrifft ein insbesondere für Bootsmotoren bestimmtes
Wendegetriebe mit hydraulischer Betätigung und mit zwei koaxialen, in jeweils einer Richtung rotierenden Treibelementen
sowie einem entsprechenden, mit der Abtriebswelle des Getriebes verbundenen Element, das zwischen die Treibelemente geschaltet
ist und nach Belieben in kraftübertragenden Eingriff mit dem einen oder dem anderen der Treibelemente durch axiale Verschiebung
zwischen diesen und dem angetriebenen Element gebracht werden kann.
Mit der Erfindung wird bezweckt, eine besonders zusammengedrängte und robuste Konstruktion für ein derartiges Wendegetriebe zu ermöglichen
und gleichzeitig dafür Sorge zu tragen, dass sich die zum Wenden der Rotationsrichtung der Abtriebswelle erforderliche
Verschiebebewegung auf einfache Weise hervorbringen lässt.
Das erfindungsgemässe Wendegetriebe ist dadurch gekennzeichnet,
dass die Treibelemente gegen axiale Verschiebung festgehalten sind und zwei zueinander hin offene Zylinderkammern zur Aufnahme
der Endteile eines mit der Abtriebswelle fest verbundenen Kolbens bilden, der auf seinem mittleren Teil das angetriebene Element
trägt und zusammen mit diesem Element und der Abtriebswelle axial verschiebbar ist, welche Abtriebswelle zwei mit je einer der Zylinderkammern
verbundene Steuerflüssigkeitskanäle enthält, die ausserhalb der Zylinderkammern radiale, in axialem Abstand voneinander
liegende Ein- und Auslassöffnungen in einer Schiebergleitfläche mit einem ringförmigen Steuerschieber haben, der die
Abtriebswelle umgibt und in Richtung derselben so verschiebbar ist, dass er eine beliebige der Öffnungen mit der Steuerflüssigkeitsdruckleitung
verbindet und die andere Öffnung freigibt.
Zur Regelung der Rotation der Abtriebswelle ist in diesem Fall lediglich eine axiale Verschiebung des Steuerschiebers hinsichtlich
der Steuerung des Zu- und Ablaufs der Steuerflüssigkeit zu
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bzw. aus den beiden Zylinderk'ammern erforderlich. In seiner mittleren
Stellung kann der Steuerschieber beide Öffnungen geschlos-' sen halten, so dass die Drücke in beiden Zylinderkammern gleich
gross sind, was wiederum bewirkt, dass der Kolben und damit das angetriebene Element in einer mittleren Stellung gehalten wird,
in welcher sich dieses Element nicht im Eingriff mit den beiden Treibelementen befindet. Wird der Steuerschieber aus seiner mittleren
Stellung verschoben, strömt Steuerflüssigkeit in die eine Zylinderkammer ein und setzt diese unter Druck, während gleichzeitig
Steuerflüssigkeit aus der anderen Zylinderkammer austreten kann, und der Kolben mit dem angetriebenen Element verschiebt
sich dementsprechend so, dass letzteres mit dem einen oder dem anderen der Treibelemente in Eingriff gebracht wird. An dieser
Verschiebebewegung nimmt die Abtriebswelle teil, die demnach in bezug auf den stillstehenden Steuerschieber so bewegt wird, dass
die Ein- und Auslassöffnungen vom verschobenen Steuerschieber wieder gesperrt oder im wesentlichen gesperrt werden.
Der Steuerflüssigkeitsdruck kann folglich nicht nur zum Verschieben
des Kolbens und des mit diesem starr verbundenen, angetriebenen Elements, sondern auch zum Festhalten des Kolbens und damit
des angetriebenen Elements in sowohl den beiden Extremstellungen als auch in der mittleren Stellung ausgenutzt werden.
Die Einzelteile, aus denen das Getriebe besteht, können, ohne dass die Funktion des Getriebes dadurch beeinträchtigt wird, mit
verhältnismässig groben Toleranzen hergestellt werden, und das
Auftreten der Gefahr, dass sich das Getriebe in der einen oder der anderen Stellung unerwünscht feststellt, kann unter normalen
Umständen als ausgeschlossen angesehen werden, weil die Funktion unabhängig von Rückstellfedern ist, die erfahrungsgemäss während
des Betriebes beschädigt werden.
Weitere Einzelheiten und Vorteile des erfindungsgemässen Wendegetriebes
sind aus dem Folgenden ersichtlich, worin eine Ausführungsform dieses Getriebes an Hand der schematischen Zeichnung
näher beschrieben ist. Es zeigt
Fig. 1 einen lotrechten Längsschnitt durch diese Ausfüh-
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rungsform des erfindungsgemässen Wendegetriebes, bei dem sich das angetriebene Element in seiner mittleren Stellung, d.h. ausser
Eingriff mit den Treibelementen, befindet, und
Fig. 2 und 3 Teile von dem Schnitt nach Fig. 1 ähnlichen Schnitten des Getriebes, bei dem sich das angetriebene Element
mit dem einen bzw. mit dem anderen Treibelement im Eingriff befindet
.
Das gezeigte Wendegetriebe hat ein kastenförmiges Gehäuse 1. mit einer lotrechten Trennwand 2 und mit Lagern 3 für eine Antriebswelle
4 und eine Abtriebswelle 5. Die Antriebswelle 4 trägt zwei festsitzende Zahnräder 6 und 7, die direkt bzw. über ein nicht
gezeichnetes Vorgelegezahnrad mit je einem von zwei schalenförmigen
Friktionstreibelementen Ö und 9 in Eingriff stehen, welche folglich in einander entgegengesetzten Richtungen rotieren. Die
Treibelemente Ö und 9 sind im Gehäuse 1 in einer solchen Weise gelagert, dass sie sich nicht axial verschieben lassen.
Ein hierzu passendes, angetriebenes Friktionselement 10 wird von
einem Kragen oder Flansch 11 mitten auf einem Kolben 12 getragen, der mit der Abtriebswelle 5 in einem Stück gefertigt ist und mit
seinen Endteilen in die Zylinderkammern 13 und 14 in je einem der schalenförmigen Friktionstreibeleraente 3 und 9 hineinragt.
Die Abtriebswelle 5 enthält in ihrer Längsrichtung verlaufende Kanäle 15 und 16, welche die Zylinderkammern 13"und 14 mit radialen
Öffnungen 17 und Iß verbinden, die mit geeignetem Abstand voneinander in einer Schiebergleitfläche münden, welche von einem
ringförmigen Steuerschieber 19 umgeben ist, der auf der Welle 5 axial verschiebbar ist und eine in einer Ringnut 21 mündende
Steuerflüssigkeitsdruckleitung 20 enthält.
In Fig. 1 steht das Getriebe in seiner neutralen Stellung, d.h. sowohl der Kolben 12 als auch der Steuerschieber 19 stehen in
den respektiven mittleren Stellungen. Die Öffnungen 17 und 18 sind somit vom Steuerschieber 19 gesperrt, und das angetriebene
Element 10 befindet sich weder mit dem einen noch mit dem anderen der beiden Treibelemente Ö und 9 in Eingriff.
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-κ-
SoIl die Abtriebswelle 5 so eingekuppelt werden, dass sie in derselben
Richtung wie das Treibelement Ö rotiert, wird der Steuerschieber 19 nach rechts verschoben, d.h. in die in Fig. 2 gezeigte
Stellung gebracht. Hierdurch wird die Steuerflüssigkeitsdruckleitung 20 über die Öffnung Iß und den Kanal 16 mit der Zylinderkammer
14 und die Zylinderkammer 13 durch den Kanal 15 und die Öffnung 17 mit dem Austritt in Verbindung gesetzt. Der Kolben 12
und damit das angetriebene Element 10 wird folglich nach rechts verschoben, bis das Element 10 so mit dem Treibelement Ö in Eingriff
gebracht worden ist, wie es in Fig. 2 dargestellt ist. An dieser Verschiebebewegung nahmen jedoch auch die Abtriebswelle 5
und damit die Öffnungen 17 und 1Ö teil, so dass sich letztere in bezug auf den Steuerschieber 19 wieder derjenigen Stellung
nähern, in der beide diese Öffnungen gesperrt sind. Diese Situation geht aus Fig. 2 hervor, in welcher jedoch angedeutet ist,
dass die beiden Öffnungen nicht völlig verschlossen sind, so dass die Steuerflüssigkeit ständig Zutritt zur Zylinderkammer 14 hat
und mehr oder weniger ungehindert aus der Zylinderkammer 13 austreten kann.
Die Rückstellung des Getriebes in die neutrale Stellung erfolgt durch Zurückbewegen des Steuerschiebers 19 in seine mittlere
Stellung. In diesem Fall wird zuerst durch die Öffnung 17 und den Kanal 15 Steuerflüssigkeit unter Druck in die Zylinderkammer
13 geleitet, während die" in der Zylinderkammer 14 befindliche
Steuerflüssigkeit frei aus dieser abfliessen kann. Wenn der Kolben 12 in seiner hierdurch hervorgebrachten, nach links gerichteten
Verschiebebewegung seine mittlere Stellung erreicht hat, sind beide Öffnungen 17 und 18 vom Steuerschieber 19 gesperrt,
so wie es in Fig. 1 gezeigt ist, und das Getriebe verbleibt folglich in seiner neutralen Stellung.
Das Zusammenkuppeln des Elements 10 mit und Abkuppeln vom Treibelement
9 erfolgt auf analoge Weise dadurch, dass der Steuerschieber 19 aus seiner in Fig. 1 veranschaulichten mittleren
Stellung nach links verschoben wird. Diese Situation ist in Fig. . 3 wiedergegeben, in welcher die Zylinderkammer 13 unter Steuerflüssigkeitsdruck
steht, während die in der Zylinderkammer 14 befindliche Steuerflüssigkeit durch den Kanal l6 und die Öffnung 1Ö
mehr oder weniger ungehindert abfliessen kann.
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Claims (1)
- P_a t e_n_t__a_n_>s_p_r_u_c_hWendegetriebe, insbesondere für Bootsmotoren, mit hydraulischer Betätigung und mit zwei koaxialen, in jeweils einer Richtung rotierenden Treibelementen sowie einem entsprechenden, mit der Abtriebswelle des Getriebes verbundenen Element, das zwischen die Treibelemente geschaltet ist und nach Belieben in kraftübertragenden Eingriff mit dem einen oder dem anderen der Treibelemente durch axiale Verschiebung zwischen diesen und dem angetriebenen Element gebracht werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass die Treibelemente (3,9) gegen axiale Verschiebung festgehalten sind und zwei zueinander hin offene Zylinderkammern (13,14) zur Aufnahme der Endteile eines mit der Abtriebswelle (5) fest verbundenen Kolbens (12) bilden, der auf seinem mittleren Teil das angetriebene Element (10) trägt und zusammen mit diesem Element und der Abtriebswelle axial verschiebbar ist, welche Abtriebswelle (5) zwei mit je einer der Zylinderkammerη (13,14) verbundene Steuerflüssigkeitskanäle (15,16) enthält, die ausserhalb der Zylinderkammern radiale, in axialem Abstand voneinander liegende Ein- und Auslassöffnungen (17,10) in einer Schiebergleitfläche mit einem ringförmigen Steuerschieber (19) haben, der die Abtriebswelle (5) umgibt und in Richtung derselben so verschiebbar ist, dass er eine beliebige der Öffnungen (17,1^) mit der Steuerflüssigkeitsdruckleitung (20) verbindet und die andere Öffnung freigibt.2U9832/0850Leerseite
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