DE2164763A1 - Löschvorrichtung für kraftangetriebene Schreib- und ähnliche Maschinen - Google Patents
Löschvorrichtung für kraftangetriebene Schreib- und ähnliche MaschinenInfo
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Description
Böblingen, 22. Dezember 1971 wi-fr
Anmelderin: International Business Machines
Corporation, Armonk, N.Y. 10504
Amtl. Aktenzeichen: Neuanmeldung
Aktenzeichen der Anmelderin: Docket LE 970 016
Löschvorrichtung für kraftangetriebene
Schreib- und ähnliche Maschinen
Schreib- und ähnliche Maschinen
Die Erfindung betrifft eine Löschvorrichtung für kraftangetriebene
Schreib- und ähnliche Maschinen, zur Korrektur falsch eingetasteter Zeichen, mit einer Löschrücktaste, durch die ein Rückschaltschritt
des Typenträgerschlittens bzw. Schreibwagens ausgelöst und anstelle des Farbbandes ein Löschband in Bereitschaftsstellung
verstellt wird, sowie mit einer Schrittvorschubeinrichtung für das
Löschband.
Wird beim Schreiben auf einer handelsüblichen Schreibmaschine
ein falsches Zeichen eingegeben, so muß das unbeabsichtigt abgedruckte
Zeichen vom Aufzeichnungsträger entfernt bzw. unsichtbar gemacht und nach dem Einstellen des Schreibwagens auf die betreffende
Schreibposition das richtige Zeichen angeschlagen werden. Um das falsche Zeichen auf dem Aufzeichnungsträger unsichtbar zu
machen, bedient man sich anstelle eines Radiergummis vielfach einer Korrekturflüssigkeit oder eines Korrekturpapiers, wobei im
letzteren Fall die falsche Type noch einmal angeschlagen wird, um mittels der Beschichtung des Korrekturpapieres das unerwünschte
Zeichen unsichtbar zu machen und das richtige Zeichen darüber abdrucken zu können. Zur Vereinfachung des LöschVorganges wurden bereits
Schreibmaschinen mit einem zusätzlichen Löschband ausgestattet, das mittels Betätigung einer Korrekturtaste in Bereitstellung
gebracht wird, um bei dem darauffolgenden Typenanschlag
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anstelle des Farbbandes zwischen Typenträger und Aufzeichnungsträger
gebracht zu werden. Bei separatem Löschband ergibt sich hierbei die Möglichkeit, den Schrittvorschub für das Löschband
unabhängig vom Parbbandlängsvorschub zu steuern. Bei einer anderen
Ausführung bleiben Lage und Vorschub des Farbbandes unverändert, wobei das Löschband lediglich zwischen Farbband und Aufzeichnungsträger
geschoben wird (USA-Patent 3 149 711).
Zur weiteren Vereinfachung des Korrekturvorganges ist aber durch die USA-Patentschrift 3 154 183 auch eine Schreibmaschine mit
einer gesonderten Löschrücktaste bekannt, bei deren Betätigung außer der Auslösung eines Rückschaltschrittes die Farbbandgabel
auf den zur Einstellung des Löschbandes erforderlichen Hub eingestellt wird. Dies kann, wie in der USA-Patentschrift 3 204 746
beschrieben, aber auch durch einen Umschalter bewirkt werden, der für die Dauer seiner Betätigung oder bleibend derart steuernd
auf die Farbbandgabel wirksam ist, daß bei einer Rückschaltung wahlweise das Farbband oder das Löschband bereitgestellt wird.
Trotz der mit den bekannten Vorrichtungen erzielten Vereinfachung in der Bedienung der Maschine ist es in jedem Fall erforderlich,
nach der Betätigung der Löschrücktaste und der erneuten Eingabe des falschen Zeichens zum Löschen den Schieibwagen erneut - manuell
oder durch Betätigen der Rücktaste - um einen Schaltschritt zurückzustellen, um nunmehr das richtige Zeichen auf die betreffende
Schreibposition abzudrucken zu können. Denn der nochmalige Anschlag des versehentlich eingegebenen Zeichens löst bei den
bekannten Maschinen in jedem Fall einen Schaltschritt des Wagens aus.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Korrekturvorgang
bei Schreibmaschinen wesentlich zu vereinfachen und auf das Minimum an Betätigungen, die der Bediener der Maschine ausführen
muß, zu reduzieren. Die Erfindung geht dabei davon aus, daß ein Löschvorgang nach den bekannten Verfahren in jedem Fall eine
einschneidende Unterbrechung des Schreibvorganges erfordert und
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somit die Schreibleistung beträchtlich verringert. Zur Vereinfachung
des Bedienungsaufwandes bei der Korrektur eines falsch
eingegebenen Zeichens bedient sich die Erfindung einer Schreibmaschine mit einer Löschrücktaste, durch die ein Rückschaltschritt
des Schreibwagens ausgelöst und anstelle des Farbbandes ein Löschband in Bereitschaftsstellung verstellt wird, und die außerdem
eine Schrittvorschubeinrichtung für das Löschband aufweist, und ist dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Löschrücktaste und
den zur Auslösung eines Schaltschrittes die Schrittschaltschwinge betätigenden Schrittschalthebel eine Wirkverbindung angeordnet
ist, mittels derer der Schrittschalthebel bei Betätigung der Löschrücktaste in eine unwirksame Lage verstellt und in dieser
selbsttätig verriegelt wird, wobei die Verriegelung bei der durch die Betätigung einer Typentaste auf den Schrittschalthebel
übertragenen Schaltbewegung wieder aufgehoben wird.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ermöglicht es, die Korrektur
eines falsch eingegebenen Zeichens auf einfachste Weise vorzunehmen, indem nach dem Abdruck des falschen Zeichens lediglich
die Löschrücktaste und anschließend die dem falsch eingegebenen
Zeichen zugeordnete Typentaste betätigt werden muß. Darauf kann bereits mit dem Anschlagen des richtigen Zeichens der normale
SchreibVorgang fortgesetzt werden.
Eine Anzahl Ausführungsformen für die erfindungsgemäße Vorrichtung
sind in den ünteransprüchen enthalten und in der nachfolgenden Beschreibung anhand der Zeichnungen erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine schaubildliche Ansicht einer ersten Ausführungsform für eine Löschvorrichtung, bei der eine
zusätzliche Löschrücktaste vorgesehen ist,
Fig. 2 eine zweite Ausführungsform für eine Löschvorrichtung,
bei der ebenfalls eine zusätzliche, jedoch nur auslösend wirksame Löschrücktaste vorgesehen
ist,
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Flg. 3 eine weitere Ausführungsform für eine Löschvor
richtung mit einer kombinierten Rück- and Löschrücktaste,
Fig. 4 eine Detailseitenansicht der Schaltvorrichtung
für die Steuerung der Vorschubschritte des Löschbandes,
Fig. 5 eine Detailseitenansicht, der Löschband-Farbband-
gabel-Hubeinrichtung und
Fig. 6 eine schaubildliche Detailansicht des Schrittschalthebels in seiner verriegelten Stellung.
Bei den folgenden Ausführungsbeispielen wird eine Schreibmaschine
mit einem auf einem Typenträgerschlitten befindlichen einzigen Typenträger zugrundegelegt. Die beschriebene Löschvorrichtung
kann jedoch auch in einer herkömmlichen Typenhebelschreibmaschine
Verwendung finden. In diesem Fall würde, da hier eine Schrittschaltschwinge
nicht vorgesehen ist, bei der Betätigung der Löschrücktaste anstelle des Schrittschalthebels der Auslösehebel
für die Schrittschaltklinke für die Dauer eines Typenanschlages ^ verriegelt werden, so daß - wie beispielsweise bei der Betätigung
einer Akzent-Tottaste - der Schaltschritt unterdrückt wird»
In der in Fig. 1 dargestellten Anordnung sind zwei Rücktasten gezeigt, nämlich eine Rücktaste 10 und eine zusätzliche Löschrücktaste
22. Die Rücktaste 10 steuert in üblicher Weise die normale Rückschaltoperation des Typenträgerschlittens bzw. des
Schreibwagens. Zwischen der Löschrücktaste 22 und der Rücktaste
10 besteht eine Wirkungsverbindung, und zwar mittels eines Löschrücktastenhebels
26, der von der Löschrücktaste 22 betätigbar ist
und deren Betätigungshub über einen Stift 30 auf eine Rückschaltklinke
14 überträgt, die ihrerseits mit dem Rückschaltauslösegetriebe
wirkungsverbunden ist.
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Die Löschrücktaste 22 bewirkt außerdem bei ihrer Betätigung eine Schwenkbewegung eines Winkelhebels 34, über den die vertikale
Bewegung der Löschrücktaste 22 in eine horizontale Verstellbewegung eines Lenkers 38 übertragen wird. Außerdem betätigt beim
Drücken der Löschrücktaste 22 die Rückschaltklinke 14 den der Rücktaste 10 zugeordneten Rückschaltzwischenhebel 18, wodurch
jeweils eine Rückschaltoperation ausgelöst wird.
Zur Einstellung der Löschbandgabel dient, wie später noch erläutert
werden wird, eine Löschschwinge 42, deren Drehbewegung mittels einer Verbindung mit dem hinteren Ende des Lenkers 38
bewerkstelligt wird. Die Löschschwinge 42 ist im Rahmen drehbar gelagert und hat zwei FunktionsStellungen, nämlich ihre in Fig.
gezeigte Ruhelage und eine durch die Drehbewegung erreichbare Betätigungsstellung zur Einstellung des Löschbandes in seine
Wirklage. In Fortsetzung des Lenkers 38 ist an der Löschschwinge 42 ein weiterer Lenker 46 angelenkt, welcher die Löschschwinge
42 mit einem Schrittschalthebel 50 verbindet. Eine Feder 74 ist zwischen dem unteren Ende des Schrittschalthebels 50 und dem
hinteren Ende eines Armes 54 gespannt und dient zur Rückstellung des Schrittschalthebels 50 sowie der Löschschwinge 42 in
ihre Ausgangslage, wenn ein Löschvorgang beendet ist. Unter der
Wirkung der Feder 74 befindet sich ein Haken am Schrittschalthebel 50 im Eingriff mit einer Nase 56 an einer Schrittschaltschwinge
58, wie Fign. 1 und 2 zeigen. Die drehbar gelagerte Schrittschaltschwinge 58 steuert die Schrittschaltklinke 62, indem
bei der Drehung der Schrittschaltschwinge 58 die Schrittschaltklinke 62 zur Einleitung eines Schaltschrittes aus der (nicht
dargestellten) Zahnstange ausgehoben wird.
Zur Verriegelung des Schrittschalthebels 50 in seiner betätigten, d.h. aus dem Eingriff mit der Nase 56 der Schrittsehaltschwinge
58 ausgehobenen Stellung dient ein unter der Spannung einer Feder 70 gehaltener Riegel 66, der bei jedem Löschvorgang wirksam wird.
Bei einer Betätigung über die Lenker 38 und 46 bewirkt somit der Riegel 66 im Zusammenwirken mit dem Schrittschalthebel 50 die
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- 6 Unterdrückung der Auslösung eines Schaltschrittes.
Bei der beim darauffolgenden Typenanschlag ausgelösten Drehbewegung
und Rückstellung eines Armes 54 gelangt der Schrittschalthebel 50 unter der Wirkung der Feder 74 wieder in Eingriff mit
der Nase 56 der Schrittschaltschwinge 58.
Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 2 ist ebenfalls eine Löschrücktaste
22 - zusätzlich zu der (nicht gezeigten) Rücktaste vorgesehen, und ihr Tastenhebel ist auf einer Achse 19 schwenkbar
gelagert. Die Löschrücktaste 22 nach Fig. 2 ist auf einen drehbar gelagerten Löschhebel 23 wirkend, an dessen entgegengesetztem
Ende sich ein dünner Finger befindet, der auf der Oberfläche einer Löschplatte 24 aufliegt und beim Drücken der Löschrücktaste 22
in einen Ausschnitt 25 der Löschplatte 24 eingreift. Bei unbetätigter Löschrücktaste 22 ist somit mittels des Fingers am
Löschhebel 23 eine Schwenkbewegung des Querhebels 27 entgegen dem Uhrzeigersinn unter der Wirkung einer Feder 20 verhindert.
Die Löschplatte 24 ist mit einem zweiarmigen Querhebel 27 starr verbunden oder zusammen mit diesem aus einem Stück gefertigt.
Einer der Arme des Querhebels 27 ist über einen Lenker 28 mit einem Doppelhebel 29 verbunden, dessen entgegengesetzter Arm
mit dem Stift 30 an der Rückschaltklinke 14 zu deren Betätigung zusammenwirkt. Der zweite Arm des Doppelhebels 29 ist, in Übereinstimmung
mit der Ausführung nach Fig. 1, über den Lenker 38 mit der Löschschwinge 42 gekoppelt.
Der zweite abgewinkelte Arm des Querhebels 27 ist über einen Rückstellenker 31 mit einem Rückstellhebel 32 verbunden, der
die Rückstellung des RückschaltzwischenhebeIs 18 und des Querhebels
27 nach jeder Rückschaltoperation bewirkt. Die übrigen Teile der Ausführung nach Fig. 2 sind hinsichtlich ihrer Ausbildung
und Funktion identisch mit denjenigen nach Fig. 1. Wesentlich ist bei der Anordnung nach Fig. 2, daß die Auslösekraft
für die freigegebenen Funktionen nicht von der Löschrücktaste
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aufgebracht werden muß, sondern von der Feder 20 geliefert wird,
so daß die Löschrücktaste 22 mit nur sehr geringer Auslösekraft gedrückt werden muß.
Bei der in Fig. 3 dargestellten dritten Ausführungsform werden
die Funktionen zur Unterdrückung des Schaltschrittes und zur Einstellung des Löschbandes von dem üblichen Rückschaltgetriebe
abgeleitet. Die Rücktaste 10 ist in diesem Fall gleichzeitig Löschrücktaste, und ihr Tastenhebel ist einerseits auf der Achse
19 schwenkbar gelagert und andererseits durch eine Blattfeder 11 unterstützt. Die Rückschaltklinke 14 bildet die Antriebsve*
bindung zwischen dem Rücktastenhebel und dem Ruckschaltzwischenhebel
18, dessen hinteres Ende an einem Riegel 98 anliegt, ar dessen oberes Ende der Rückschaltauslösehebel 90 angelenkt
ist. Dieser trägt einen nach hinten ragenden Lappen 86. Ein Übertragungshebel 82 ist auf einer horizontal im Rahmen geführten
Achse drehbar gelagert, und eines seiner abgewinkelten Hebelenden liegt an der Unterseite des Lappens 86 an, während das
andere Ende über einen Lenker 58 mit dem Schrittschalthebel 50 verbunden ist.
Funktion und Zusammenwirken der Lösesschwinge 42, des Lenkers
46, des Schrittschalthebels 50 sowie des unter der Kraft der Feder 70 gehaltenen Riegels 66 stimmen mit der zu Fig» 2 gegebenen Beschreibung überein, Ein Nockenfolgearm 94 liegt an der
(nicht gezeigten) Rückschaltnockenscheibe an, welche jeweils nach Einschaltung der Rückschaltkupplung eine Umdrehung ausführt.
Der Nockenfolgearm 94 steht mit dem unteren Ende des Riegels 9 8 in WirkVerbindung, wenn der Riegel 98 mittels des Ruckschaltzwischenhebels
18 zur Rückseite der Maschine, in der Figur also nach rechts hinten verstellt wurde.
Zur Einstellung der Löschbandschaltvorrichtung ist gemäß Fig. 4
eine Nockenscheibe 110 vorgesehen, die jeweils für die Dauer der
Einschaltung der Zykluskupplung der Schreibmaschine an der; Kraftantrieb angekoppelt wird und eine vollständige Umdrehung aissführi
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Ein Auslösehebel 102 ist drehbar am Typenträgerschlitten der
Schreibmaschine (mit Einzeltypenträger) bzw. am Typensegment einer Typenhebelschreibmaschine gelagert und wird mittels einer
Feder 104 im Uhrzeigersinn so unter einer Zugkraft gehalten, daß ein Einschnitt am oberen Ende eine Nase 108 eines Nockenfolgehebels
106 aufnimmt und diesen somit gegen das Aufliegen auf der Nockenscheibe 110 verriegelt. Das untere Ende des Auslösehebels
102 wird mittels der Löschschwinge 42 zur Entriegelung des Nockenfolgehebels 106 betätigt, sobald der Lenker 46 eine entsprechende
Schubbewegung überträgt. Der Nockenfolgehebel 106 ist schwenkbar gelagert und gelangt bei seiner Entriegelung mit seiner Nocke
zum Eingriff mit der Nockenscheibe 110, sobald die Löschschaltvorrichtung
betätigt wird. Während normaler Typenabdruckzyklen bleibt hingegen die Nockenscheibe 110 unwirksam.
Die Nockenscheibe 110 betätigt, wie Fig. 5 zeigt, gleichfalls einen Nockenfolgehebel 142, welcher mit einem an seinem rechten
Ende drehbar gelagerten Wipphebel 138 starr verbunden ist. Ein zweiarmiger Kipphebel 114 ist in der Mitte drehbar gelagert und
wird an seinem unteren Ende bei Betätigung des Lenkers 46 über die Löschschwinge 42 bewegt. Das obere Ende des Kipphebels 114
steht mit einem Hubhebel 130 in Wirkverbindung und steuert dessen wahlweises Zusammenwirken mit dem Wipphebel 138. Eine
Blattfeder überträgt auf den Hubhebel 130 eine nach links gerichtete Kraft, und solange sich dieser in seiner linken, durch
Langlochführungen begrenzten Endstellung befindet, bleibt der Wipphebel 138 unwirksam. Sobald jedoch der Kipphebel 114 den
Hubhebel 130 in seiner Führung auf dem Stift 118 nach rechts verstellt, gelangt dessen Abwinkelung 134 in den Weg des Wipphebels
138, so daß die von der Nockenscheibe 110 erzeugten Hubbewegungen über einen Hubhebelvorsprung 146 auf die Löschbandgabel
150 übertragen werden. Auf diese Weise gelangt das Löschband 152 in seine Wirklage. Im folgenden werden die Arbeitsabläufe
bei der beschriebenen Vorrichtung im einzelnen erläutert.
Zur Berichtigung eines Tippfehlers sind die folgenden Arbeits-
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schritte erforderlich:
1. Betätigung der Löschrücktaste;
2. Nochmalige Betätigung der zuvor irrtümlich angeschlagenen Taste;
3. Betätigung der Taste für das richtige Typenzeichen.
Die Arbeitsschritte zu 1. und 2. und die dabei ablaufenden Funktionen
werden nun im einzelnen erläutert.
1. Betätigung der Löschrücktaste
Mit der Löschrücktaste 22 (Fig. 1) wird auch der Löschrücktastenhebel
26 in seine (untere) Wirklage geschwenkt, welcher seinerseits über den Stift 30 die Rückschaltklinke 14 nach unten bewegt,
was die Anschaltung des Rückschaltzwischenhebels 18 und somit die Auslösung eines Rückschaltschrittes zur Folge hat.
Gleichzeitig wird über den Winkelhebel 34 und den Lenker 38 die Löschschwinge 42 um einen bestimmten Betrag im Uhrzeigersinn
in ihre Einschaltstellung geschwenkt, wodurch, wie später noch erläutert wird, die Löschbandschaltvorrichtung betätigt wird.
Außerdem wird über den Lenker 46 der Schrittschalthebel 50 gegen die Kraft der Feder 74 im Uhrzeigersinn geschwenkt, bis der
Riegel 66 unter der Wirkung der Feder 70 einfällt und den Schrittschalthebel 50 in seiner unwirksamen Stellung verriegelt. Die jetzige
Stellung des Schrittschalthebels 50 und der mit ihm zusammenwirkenden Elemente ist in Fig. 6 dargestellt, und es ist ersichtlich,
daß der Schrittschalthebel 50 außer Eingriff mit der Nase 56 der Schrittschaltschwinge 58 ist, so daß die Auslösung eines
Schaltschrittes verhindert wird.
Der Typenträgerschlitten ist nun auf die Schreibposition des falsch eingegebenen Zeichens eingestellt, und über die Löschschwinge
42 wird die Einstellung des Löschbandes in seine Wirkstellung gesteuert.
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Bei der Schwenkbewegung der Löschschwinge 42 im Uhrzeigersinn wird gemäß Fig. 4 der Auslösehebel 102 entgegen dem Uhrzeigersinn
und gegen die Kraft der Feder 104 geschwenkt, wobei mit dem Abrutschen der Nase 108 der Nockenfolgehebel 106 freigegeben wird
und zum Zusammenwirken mit der Nockenscheibe 110 gelangt. Infolgedessen wird für die Dauer des nächsten Arbeitstaktes der
Maschine der Nockenfolgehebel 106 entsprechend der Kontur der Nockenscheibe 110 bewegt und bewirkt einen Vorschubschritt des
Löschbandes, um einen neuen, unbenutzten Bandabschnitt für den nächsten Löschvorgang bereitzustellen.
Die Betätigung der Löschschwinge 42 - im Falle der Fig. 5 entgegen
dem Uhrzeigersinn, da diese eine Seitenansicht von links darstellt - verursacht gleichzeitig eine Schwenkung des Kipphebels
114 im Uhrzeigersinn. Der obere Arm des Kipphebels 114 verschiebt dabei den Hübhebel 130 in seiner Lang loch führung auf dem Stift
118 gegen die Kraft der Blattfeder 122 nach rechts. Dadurch gelangt die Abwinkelung 134 des Hubhebels 130 in den Bewegungsweg des Hipphebels 138 und wird infolgedessen beim nächsten
Druckzyklus im Verlauf der Drehung der Nockenscheibe 110 angehoben, wobei über den Hubhebelvorsprung die Löschbandgabel 150
in ihre obere Lage gelangt und das Löschband 152 zwischen Type ^ und Aufzeichnungsträger schiebt. J
2. Nochmalige Betätigung der zuvor irrtümlich angeschlagenen Taste
Mit dem Anschlag dieser Taste wird die zuvor versehentlich ausgelöste
Type erneut, jedoch ohne Schaltschrittauslösung, angeschlagen und bewirkt über das Löschband, daß das Zeichen unsichtbar
wird. Im Verlauf der weiteren Drehbewegung der Nockenscheibe wird der Nockenfolgehebel 142 und mit ihm der Wipphebel 138 wieder
zurückgestellt, und gleichzeitig wird auch die Rückstellung des Hubhebels 130 mittels der Blattfeder 122 freigegeben, so daß die
folgenden Hubbewegungen des Wipphebels 138 bezüglich des Hubhebels 130 unwirksam bleiben.
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Mit Bezug auf Fig. 4 führt, solange der Nockenfolgehebel 106 mittels der Nockenscheibe 110 im Uhrzeigersinn geschwenkt wird,
der nun freigegebene Auslösehebel 102 eine Schwenkbewegung im Uhrzeigersinn aus, so daß der Nockenfolgehebel 106 nicht mehr
in seine Wirkstellung zur Nockenfolgescheibe 110 zurückkehren kann, sondern in der in Fig. 4 dargestellten Lage wieder verriegelt
wird. Die Löschschwinge 42 wird mit der Rückstellung des Schrittschalthebels 50 in seine Ausgangslage (Fig. 3) ebenfalls
in ihre Grundstellung zurückgeschwenkt. Es ist zu bemerken, daß der Lenker 46 bei der Ausfuhrungsform nach Fig. 3 als Schublenker
wirksam ist, da die Einstellkraft für die Löschschwinge 42 in diesem Fall vom Schrittschalthebel 50 zugeführt wird. Diesbezüglich
sind auch die Fign. 4 und 5 auf die Ausführungsform
nach Fig. 3 bezogen, wobei mittels der Schubbewegung des Lenkers 46 die Löschschwinge 42 jeweils in ihre Einstellage gedreht wird.
Gemäß Fig. 1 wird im Verlauf einer normalen Druckoperation der
Arm 54 um seine Drehachse im Uhrzeigersinn geschwenkt, wodurch der Schrittschalthebel 50 eine Abwärtsbewegung ausführt und die
Schrittschaltschwinge 58 zur Auslösung eines Schaltschrittes betätigt. Beim Drücken der Löschrücktaste 22 wird jedoch, wie
bereits beschrieben, der Schrittschalthebel 50 aus der Eingriffslage zur Schrittschaltschwinge 58 ausgehoben und mittels des
Riegels 66 verriegelt. Im Verlauf des darauffolgenden Löschvorganges, wenn die falsche Type erneut angeschlagen wird,
bleibt die Schrittschaltschwinge 58 von der Schwenkbewegung des Armes 54 und der Abwärtsbewegung des Schrittschalthebels
unbeeinflußt. Bei der darauffolgenden Rückstellung des Armes in seine Ausgangslage wird der Schrittschalthebel 50 wieder
angehoben und gelangt dabei in Eingriff zur Nase 56 an der Schrittschaltschwinge 58, da der Schrittschalthebel 50 sich inzwischen
aus dem Riegel 66 gelöst hat.
Die Maschine ist nun bereit zum Anschlag der richtigen Typentaste,
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und mit deren Betätigung wird über den Arm 54 der Schrittschalthebel
50 in der beschriebenen Weise nach unten bewegt und löst, da er sich im Eingriff mit der Schrittschaltschwinge 58 befindet,
einen Schaltschritt aus.
Ein vollständiger Löschvorgang läuft bei der Ausftihrungsform
nach Fig. 2 folgendermaßen ab:
Mit dem Drücken der Löschrücktaste 22 wird der Löschhebel 23 entgegen dem Uhrzeigersinn geschwenkt und gibt, sobald er
zum Ausschnitt 25 in der Löschplatte 24 ausgerichtet ist, die Schwenkbewegung des Querhebels 27 unter der Wirkung der Feder
20 entgegen dem Uhrzeigersinn frei. Dadurch wird über den Lenker 28 der Doppelhebel 29 entgegen dem Uhrzeigersinn geschwenkt
und betätigt über den Stift 30 und die Rückschaltklinke 14 den Rückschaltzwischenhebel 18 zur Auslösung eines Rückschaltschrittes.
Der Doppelhebel 29 verstellt gleichzeitig über den Lenker 38 die Löschschwinge 42 in ihre Wirklage und über den anschließenden
Lenker 46 den Schrittschalthebel 50 in seine unwirksame, die Auslösung eines Schaltschrittes verhindernde Stellung.
Die hierbei zur Betätigung der Löschrücktaste 22 aufzuwendende
Kraft ist ausschließlich auf die Überwindung der Reibungskraft der Lagerung sowie beim Zusammenwirken des Löschhebels 23 mit
der Löschkarte 24 sowie auf die Überwindung der Kraft der Rückstellfeder der Löschrücktaste 22 beschränkt. Die für die Verstellung
des Querhebels 27, des Lenkers 28, des Rückstellenkers 31 und des Doppelhebels 29 erforderlichen Kräfte werden dagegen ausschließlich
von der Feder 20 aufgebracht. Mit der Rückstellung des Rückschaltzwischenhebels 18 im Verlauf der Drehbewegung des
Rückstellhebels 32 im Uhrzeigersinn wird über den Rückstellenker 31 auch der Querhebel 27 im Uhrzeigersinn in seine Grundstellung
zurückgestellt, wobei die Löschplatte 24 aus dem Finger des Löschhebels
23 ausgehoben wird und der Löschhebel 23 ebenfalls in seine Ausgangslage zurückgelangen kann. Die Betätigung der Löscnbandschaltvorrichtung
ist in diesem Fall die gleiche wie zuvor
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bereits beschrieben.
Die Ausführungsform nach Fig. 3 hat, wie erwähnt, den Vorteil,
daß nur eine Rücktaste benötigt und die Rückschalteinrichtung auch für die Löschrückschaltung ausgenützt wird. Dort wird mit
der Betätigung der Rücktaste 10 über die Rückschaltklinke 14 und den Rucksehaltzwischenhebe1 18 in üblicher Weise ein Rückschaltzyklus
ausgelöst, wodurch die übertragung der Schwingbewegungen des Nockenfolgearms 94 auf den Riegel 98 des Rückschaltauslösehebels
90 freigegeben wird. Infolgedessen wird der Rückschaltauslösehebel 90 im Uhrzeigersinn geschwenkt und
betätigt über den Lappen 86 und den Übertragungshebel 82 den Lenker 78 zum Ausschwenken des Schrittschalthebels 50 aus dem
Eingriff in die Schrittschaltschwinge 58 (vgl. Fig. 6). Wie bereits anhand der Fign. 1 und 2 beschrieben, hält der Riegel
66 den Schrittschalthebel 50 in dieser Lage fest, und zugleich mit dieser Verstellung des Schrittschalthebels 50 wird über den
Lenker 46, der nun als Schublenker wirksam ist, auch die Löschschwinge 42 in ihre Wirklage gedreht.
Bei der Ausführung nach Fig. 3 handelt es sich um die üblichen
Teile der Rückschalteinrichtung bis zum Rückschaltauslösehebel 9O; erst vom Übertragungshebel 82 ab sind zusätzliche Bauteile
angeordnet, und zwar außer dem Übertragungshebel 82 der Lenker 78, der Riegel 66, die Feder 70, der Lenker 46 und die Löschschwinge
42, welche zur Verhinderung der Schaltschrittauslösung und zur Betätigung der Löschbandschaltvorrichtung dienen.
Bei dieser Ausführungsform wird allerdings unvermeidbar auch bei
jeder Auslösung eines normalen Rückschaltschrittes eine Löschrückschaltung ausgelöst. Daher muß nach einer Rückschaltung, die nicht
zun Zwecke der Korrektur eines Zeichens dient, das nächste Zeichen zweimal aufeinanderfolgend eingetastet werden, wobei es das erste
Mal über das Löschband, also unsichtbar, und ohne Schaltschritt zum Abdruck gelangt und erst das zweite Mal abgedruckt wird, wobei
nun anschließend wieder ein Schaltschritt stattfindet.
Docket LE 970 016 209829/0703
Claims (4)
- - 14 -PATENTANSPRÜCHELöschvorrichtung für kraftangetriebene Schreib- und ähnliche Maschinen, zur Korrektur falsch eingetasteter Zeichen, mit einer Löschrücktaste, durch die ein Rückschaltschritt des TypenträgerschIittens bzw. Schreibwagens ausgelöst und anstelle des Farbbandes ein Löschband in Bereitschaftsstellung verstellt wird, sowie mit einer Schrittvorschubeinrichtung für das Löschband, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Löschrücktaste (22) und dem zur Auslösung eines Schaltschrittes die Schrittschaltschwinge (58) betätigenden Schrittschalthebel (50) eine Wirkverbindung (46, 38 und 34; 28, 27, 20, 24, 23; 86, 82, 78) angeordnet ist, mittels derer der Schrittschalthebel (50) bei Betätigung der Löschrücktaste (22) in eine unwirksame Lage verstellt und in dieser selbsttätig verriegelt wird, wobei die Verriegelung bei der durch die Betätigung einer Typentaste auf den Schrittschalthebel (50) übertragenen Schaltbewegung wieder aufgehoben wird.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Löschrücktaste (22) und der Schrittschalthebel (50) mittels Lenker (46, 38) und Winkelh^bel (34) unmittelbar miteinander gekoppelt sind.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Löschrücktaste (22) auf den Schrittschalthebel (50) über einen verriegelbaren Kraftantrieb auslösend wirksam ist, bestehend aus einer über einen Querhebel (27) und Lenker (28, 38, 46) auf den Schrittschalthebel (50) wirksamen Feder (20), die bei Betätigung der Löschrücktaste (22) über einen mit einer Löschplatte (24) zusammenwirkenden Löschhebel (23) freigebbar ist, und daß zur Rückstellung des Querhebels (27) und zum Spannen der Feder (20) ein zyklisch kraftangetriebener Rückstellhebel (32) am Querhebel (27) angelenkt ist.Docket LE 970 016 2 0 9829/0703
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, mit einer gemeinsamen Rück- und Lösehrticktaste, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Rückschaltauslösehebel (90) und dem Schrittschalthebel (50) ein übertragungsgestänge (86, 82, 78) angeordnet ist, mittels dessen die zyklische Ruckschalt-Kraftantriebsbewegung auf den Schrittschalthebel (50) übertragbar ist.Docket LE 970 O16 209829/0 7 03
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