DE2164300C2 - Spiegelreflexkamera - Google Patents
SpiegelreflexkameraInfo
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- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03B—APPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
- G03B19/00—Cameras
- G03B19/02—Still-picture cameras
- G03B19/12—Reflex cameras with single objective and a movable reflector or a partly-transmitting mirror
-
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Spiegelreflexkamera der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegebenen Gattung. Eine solche Spiegelreflexkamera wird
in dem älteren deutschen Patent 2. 54 177 vorgeschlagen. Der hier benutzte Klappspiegel weist eine Totgangverbindung auf, die durch jene Feder gebildet wird, die
den Klappspiegel von der Sucherstellung in die Belichtungsstellung bewegt Die Totgangverbindung wird
durch keilförmige Ausehmungen in einem Arm gebildet, an welchem der Bewegungshebel des Klappspiegels befestigt ist Radiale Stifte in der Antriebswelle und
in den keilförmigen Ausnehmungen erlauben eine begrenzte Drehung der Antriebswelle relativ zu dem
Arm. Der Klappspiegel wird in der Sucherstellung durch die Schraubenfeder gehalten. Diese Anordnung
erfordert demgemäß eine relativ starke Feder, und die Totgangverbindung bzw. die Schlupfkupplung ist infolge ihrer Ausbildung einer beträchtlichen Abnutzung
unterworfen. Die starke Feder kann außerdem zu Erschütterungen führen, die noch nicht abgeklungen sind,
wenn die Belichtung einsetzt Dies kann eine Bildunschärfe zur Folge haben.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, bei einer Spiegelreflexkamera der eingangs genannten
Bauart die Klappspiegelbewegung derart zu verbessern, daß unter Vermeidung von Abnutzungen ein weicher
störungsfreier Betrieb über lange Zeiträume gewährleistet ist, wobei gewisse Bewegungstoleranzen durch die
Totgangverbindung in besonders zweckmäßiger Weise ausgeglichen werden, und die Herstellungstoleranzen
geringer gehalten werden können.
Gelöst wird die gestellte Aufgabe durch die im Kennzeichnungsteil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale. Demgemäß ist die einzige Feder, die bei dem älteren
Patent Anwendung findet, durch zwei getrennte Federn ersetzt, nämlich durch eine Antriebsfeder und eine
Überholfeder, wodurch es möglich wird, sehr geringe
Torsionsmomente aufzubringen, die innerhalb des erforderlichen Arbeitswinkels wirksam sind, wobei trotzdem
der Klappspiegel weich aus der Sucherstellung in die Belichtungssielking schnell ausgefahren werden kana
Gleichzeitig wird durch die Doppelfederanordnung eine verbesserte Totgangverbindung erreicht, die auch
in dem Fall wirksam wird, daß der Klappspiegel während seiner Bewegung aus der Belichtungsstellung in die
Sucherstellung auf ein Hindernis auftrifft So lunn bei
spielsweise der Klappspiegel auf den die Belichtungs
kammer bildenden Balg auftreffen, wenn dieser durch
ungeschickte Handhabung durch die Finger der Bedienungsperson nach innen gedrückt ist Bei diesem Bewegungsvorgang, der unter der Wirkung des Motors er-
folgt, ist diese Totgangverbindung von besonderer Wichtigkeit, um eine Beschädigung von Getriebeteilen
oder von Kameraaufbauten zu verhindern. Es ist klar, daß die Totgangfeder, d. h. die Oberholfeder eme geringere Torsionskraft haben kann als die Feder, die zur Be-
wegung des Klappspiegels in die Belichtungsstellung erforderlich ist. da diese Oberholfeder natürlich nicht in
der Lage zu sein braucht, den Klappspiegel abrupt zu bewegen, was im Sinne einer raschen Auslösung erwünscht ist Demgegenüber dient die Totgangfeder
dazu, Energie zu absorbieren, entweder im Falle des Auftreffens auf ein Hindernis, das dem Klappspiegel
auf seinem Weg entgegensteht, oder im Hinblick auf einen sicheren lichtdichten Sitz des Klappspiegels in
Sucherstellung, in der das lichtempfindliche Material in
der Bildebene abgedeckt werden muß, damit es nicht
vom Objektivstrahlengang belichtet wird.
Weitere zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen 2 und 3.
Nachstehend wird ein Ausfuhrungsbeispiel der Erfin
dung anhand der Zeichnung beschrieben. In der Zeich
nung zeigen
F i g. 1 teilweise in einer Seitenansicht und teilweise im Längsschnitt eine zusammenlegbare einäugige Spiegelreflexkamera in ihrer Gebrauchrrtellung;
F i g. 2 in einem vergrößerten Teiischnitt den hinteren
Teil der Kamera, wobei bestimmte Bauteile weggebrochen gezeichnet sind, um weitere Einzelheiten erkennbar zu machen;
F i g. 3 in einem noch größeren Maßstab einen Schnitt
längs der Linie 3-3 in F i g. 2;
Fig.4 in einer auseinandergezogenen perspektivischen Darstellung einen Teil der Vorrichtung nach
F ig. 3; und
Fig.5 in graphischen Darstellungen die Federkon
stanten der beiden Bestandteile der Vorrichtung bilden
den Federn.
Die Kamera 10 umfaßt mehrere Gehäuseteile 12,14,
16 und 18, die miteinander durch Gelenkachsen 20, 22, 24 und 26 verbunden sind, so daß sie zwischen der ge
zeigten Gebrauchsstellung und einer zusammengeleg
ten Stellung geschwenkt werden könnea Die beschriebenen vier Gehäuseteile arbeiten derart zusammen, daß
sie im hochgestellten Zustand vier Seiten einer sechsseitigen Belichtungskammer 30 bilden, deren beide Ob-
rigen Seiten durch einen flexiblen Balg 32 gebildet werden. Der Balg 32 ist mit mehreren Falten 34 derart versehen, daß er zusammengefaltet wird, wenn die Teile
der Kamera in ihre Ruhestellung gebracht werden.
Das Gehäuseteil 12 lagert zwei durch einen Motor
antreibbare Quetschwalzen 36 und einen Filmbehälter
38 derart, daß sich jeweils die vorderste Filmeinheit 40,
die in dem Behälter 38 angeordnet ist, in einer Stellung befindet, in der sie belichtet werden kann, das über eine
Belichtungsöffnung 42 in einer Wand 44 des Filmbehälters 38 eintritt
Die Filmeinheiten 40 umfassen ein lichtempfindliches Element 46, ein in Deckung damit angeordnetes durchsichtiges Bildaufnahmeelement 48 und einen Behälter
50.
Das optische System der Kamera umfaßt ein Objektiv
52, einen Sucherspiegel 54, der auf einer Innenfläche des Gehäuseteils 14 angeordnet ist, und einen Kippspiegel
56. Der Kippspiegel 56 umfaßt eine Spiegelhalterung 58, die auf einer Seite einen Fresnel-Spiegel 60 und auf
der entgegengesetzten Seite einen Belichtungsspiegel 62 trägt Der Klappspiegel 56 ist im Kameragehäuse um
eine Achse 82 drehbar gelagert, so daß es zwischen einer mit Vollinien wiedergegebenen Belichtungsstel- !5
lung und einer in F i g. 1 mit gestrichelten Linien angedeuteten Sucherstellung geschwenkt werden kann.
Beim Gebrauch der Kamera 10 befindet sich der Klappspiegel 56 anfänglich in der in F i g. 1 mit gestrichelten Linien angedeuteten Sucherstellung. Das Bild
des Äufnahmegegenstandes gelangt durch das Objektiv 52 in das Innere der Belichtungskammer 30, wo ei, durch
den Sucherspiegel 54 in Richtung auf den Fresnel-Spiegel 60 zurückgeworfen wird, um dann zum Sucher der
Kamera zu gelangen. Nachdem das Bild scharf eingestellt Ist, wird der Auslöser niedergedrückt, um den
Verschluß und die Sucheröffnung zu schließen und um den Klappspiegel 56 aus der Betrachtungsstellung
durch eine Antriebsfeder in die in F i g. 1 mit Volünien wiedergegebene Belichtungsstellung zu schwenken.
Dann wird der Verschluß geöffnet, um eine Belichtung durchzuführen, bei der das Bild über den Belichtungsspiegel 62 zu der Filmeinheit 40 gelangt
In F i g. 2 und 3 sind die durch den Motor antreibbaren Bauteile, die längs des hinteren Randes des Gehäuseteils
12 angeordnet sind, zusammen mit der mit einem Federantrieb versehenen Lagerung des KJappspiegels
56 mit weiteren Einzelheiten dargestellt Am rückwärtigen Ende des Gehäuseteils 12 ist ein Elektromotor 66
befestigt, der zum Antreiben eines insgesamt mit 68 bezeichneten Getriebes und der Quetschwalzen 36 dient
Die Abtriebswelle 70 des Elektromotors 66 ist mit einem Antriebszahnrad 72 des Getriebes 68 durch eine
Rutschkupplung in Gestalt einer Schraubenfeder 74 verbunden. Die Feder 74 stellt eine reibungsschlüsssige
Verbindung zwischen der Abtriebswelle 70 und einer mit dem Zahnrad 72 verbundenen Antriebswelle 76 her.
Die Welle 76 ist mit dem Zahnrad 72 drehfest verbunden und drehbar in einer Buchse 78 gelagert Die Welle
76 ist mit einer Versteckscheibe 80 versehen, damit sie nicht aus der Buchse 78 herausgleitet Die Kupplungsfeder 74 ist so ausgebildet, dal) sie den Reibungsschluß
zwischen den Wellen 70 und 76 aufhebt, sobald die Belastung des Motors 66 einen vorbestimmten Grenzwert
überschreitet
Der Klappspiegel 56 ist um eine gehäusefeste Achse 82 schwenkbar mittels einer Büchse 84 gelagert und
wird zwischen den beiden Endstellungen dutch ein viergiiedriges Koppelgestänge bewegt
Die Büchse 84 weist einen Gabelarm auf, der einen Gelenkzapfen 86 trägt, der durch einen Schlitz 88 verläuft, in welchem ein Lenker 90 auf dem Zapfen 86 angelenkt ist Dieser Lenker 90 ist mit seinem anderen
Ende durch einen Zapfen 92 gelenkig mit den freien Enden eines Gabelaims 94 verbunden, der von einer
Hülse 98 vorsteht, die frei drehbar auf einem einen kleineren Durchmesser aufwehenden Abschnitt 100 einer
Antriebswelle 102 gelagert ist Der Abschnitt 100 der
Welle 102 ist drehbar in einer in einen Ansatz 106 des
Gehäuseteils 12 eingebauten Bückst iiM getsj-rrt Auf
detfi freien Ende des Abschnitts 100 ist eine Vorsteckscheibe äUS angeordnet, um die axiale Bewegung der
Welle 102 zu begrenzen. Das andere Ende der Welle iO2 ist drehbar in einer Buchse 110 gelagert, die in den
Ansatz 112 des Gehäuseteils 12 eingebaut ist
Der Klappspiegel 56 wird dadurch in der Sucherstellung gehalten, daß der Gabelarm 94 nach außen gerichtet ist Wenn der Klappspiegel 56 in seine in F i g. 3 bei
56' mit gestrichelten Linien angedeutete Beliehtungsstellung gebracht werden soll, wird durch den Gabelarm 94 eine Kraft auf den Lenker 90 aufgebracht Die
Lage des Gabelarms 94 und des Lenkers 90 in der Belichtungsstellung ist in Fig.3 bei 96' bzw. 90' strichpunktiert angedeutet
Um den Gabelarm 94 so anzutreiben, daß er den Klappspiegel 56 in seine Belichtungsstellung bringt, ist
eine mehrere Windungen umfassende Schraubenfeder 114 vorgesehen. Das eine Ende 116 der ?-riiraubenfeder
114 stützt sich an dem Ansatz 112 des Gehäuseteils 12
ab, während das andere Ende 118 so geformt ist, daß es an einer Zunge 120 einer zylindrischen Büchse 122 anliegt
Gemäß F i g. 4 hat die Büchse 122 einen in F i g. 2 erkennbaren verdickten Endabschnitt 124, der mit einer
Bohrung versehen ist, die über den einen größeren Durchmesser aufweisenden Abschnitt 126 der Welle 102
paßt Die Büchse 122 ist mit der Welle HO? durch einen Stift 128 drehfest verbunden. Jenseits des verdickten
Abschnitts 126 der Welle 102 erstreckt sich die Büchse 122 mit Gleitsitz über Hülse 98. Dieser Endabschnitt dcr
Büchse 122 ist so ausgeschnitten, daß er eine obere Anschlagschulter 130 und eine untere Anschlagschulter
132 aufweist, an die der Gabelarm 94 anschlägt Wenn die Schraubenfeder 114 gespannt ist, liegt ihr bewegliches Ende 118 an der Zunge 120 der Büchse 122 an und
ist bestrebt, die Büchse gemäß Fig.3 entgegen dem
Uhrzeigersinne zu drehen. Hierbei liegt die Schulter 132 der Büchse an dem Gabelarm 94, um diesen entsprechend -.u bewegen. Wenn die Welle 102 frei drehbar ist,
dreht somit die Schraubenfeder 114 die Büchse 122 gemäß F i g. 3 entgegen dem Uhrzeigersinn. Da die untere Anschlagschulter 132 der Büchse an dem Gabelarm 94 anliegt, dreht die Büchse den GabeUrm in die in
Fig.3 bei 96' angedeutete Stellung. Durch diese Drehung der Arme 94 wird der Lenker 90 veranlaßt, sich in
die in F i g. 3 bei 90' mit gestrichelten Linien angedeutete Stellung zu bewegen. Durch diese Aufwärtsbewegung des Lenkers 90 wird die Büchse 84 gemäß F i g. 3
im Uhrzeigersinne um die Achse 82 gedreht, so daß der Klappspiegel 56 in die Belichtungsstellung gebracht
wird.
Gleichzeitig mit der Feder 114 ist über dem mittleren
Abschnitt der Welle 102 eine weitere als Torrionsfeder ausgebildete Überholfeder 134 angeordnet, die in die
Büchse 122 eingeschlossen ist Das eine Ende 136 der Feder 134 greift in den dickeren Abschnitt 124 der
Büchse Ϊ22 ein. Das Liidere Ende 138 der Feder 134 ist
mit dem Gabclarm 94 dadurch verbunden, daß es in einen Schlitz 140 des Nabenabschnitts 98 eingreift. Die
Überholfeder 134 ist so gewickelt, und sie weist eine solche Stärke auf, daß sie den Arm 94 gegen die Schulter
132 der Büchse 122 vorspannt
Nach der Beendigung einer Belichtung wird dcr
Motor 66 eingeschaltet, um die Quetschwalzen 3S anzutreiben und den Kippspiegel 56 zu spannen. Der letztere Vorgang wird dadurch bewirkt, daß die Welle 102
gedreht wird, da mit ihrem äußeren Ende eine Antriebskurbel 142 verbunden ist. Die Kurbel 142 ist mit dem dikkeren Abschnitt 126 der Welle 102 durch einen Stift 144
drehfest verbunden und umfaßt einen nach oben ragenden Arm 146. Das freie Ende des Arms 146 ist mit einer
Öffnung 148 versehen, in der ein Zapfen 150 drehbar gelagert ist, welcher in ein Abtriebsglied 152 eines Getriebes eingebaut ist
Wird bei der beschriebenen Vorrichtung die Welle 102 während eines Spannvorgangs gedreht, wird ein
Drehmoment sowohl durch die uberholfeder 134 als auch durch die Büchse 122 auf den Gabelarm 94 übertragen. Die durch die Welle 102 angetriebene Büchse
122 zieht hierbei über die Zunge 120 die Torsionsfeder 114 auf. Wenn die Büchse 122 zusammen mit dem Ga- is
beiarm 94 gedreht wird, wird der Klappspiegel 56 durch das viergliedrige Koppelgestänge in die Sucherstellung
nahp Her Relirhtungsebene gebracht, wie es in Fig. 1
mit gestrichelten Linien angedeutet ist.
Die weitere Feder 134 läßt ein Arbeiten mit einem M
toten Gang zu, so daß der Motor 66 während einer vorbestimmten Zeitspanne in Betrieb bleiben kann, nachdem der Klappspiegel 56 die Sucherstellung erreicht
hat. Infolgedessen müssen für die Antriebsvorrichtung größere Toleranzen vorgesehen werden, da die verschiedenen Teile nicht so zusammenzuarbeiten brauchen, daß der Klappspiegel 56 genau längs einer
Strecke bewegt wird, die dem Abstand zwischen der Belichtungsstellung und der Sucherstellung entspricht.
Außerdem stellt die Überholfeder 134 eine mit totem Gang arbeitende Verbindung zwischen dem Motor 66
und dem Klappspiegel 56 für den Fall her, daß die Bewegung des Spiegels 56 zwischen der Belichtungsstellung
und der Sucherstellung durch irgendein Hindernis gehemmt oder gestört werden sollte. Der Ausschnitt der
Büchse 122 umschließt den Gabelarm 94 nicht vollständig, sondern er kann sich gegenüber der Schulter 130
der Büchse 122 innerhalb eines Winkelbereichs von etwa 45° drehen.
Im folgenden wird die Wirkungsweise der Vorrichtung beschrieben. Ein Arbeitsspiel zum Herstellen einer
photographischen Aufnahme wird dadurch eingeleitet, daß der Auslöser niedergedrückt wird. Hierbei wird der
Klappspiegel 152 freigegeben, so daß er durch eine nicht dargestellte, zentral angeordnete mechanische
Einrichtung bewegt werden kann. Infolgedessen werden der Kurbelarm 142 und die Welle 102 frei drehbar, so
daß die Torsionsfeder 114 die Büchse 122 gemäß F i g. 3
entgegen dem Uhrzeigersinne dreht Da der Gabelarm 94 an der unteren Anschlagschulter 132 anliegt, treibt so
die Büchse 122 den Gabelarm 94 an und bringt ihn in die bei 96' angedeutete Stellung. Diese Drehung bewirkt,
daß sich der Lenker 90 nach oben bewegt, bis er die bei 9C angedeutete Stellung einnimmt Durch diese AuI-wärtsbewegung des Lenkers 90 wird die Büchse 84 um
die Achse 82 im Uhrzeigersinne gedreht, so daß der Klappspiegel 56 aufgerichtet und in seine bei 56' angedeutete Belichtungsstellung gebracht wird.
Um eine optimale Arbeitsweise zu erzielen, ist es zweckmäßig, die Antriebsfeder 114 so auszubilden, daß
sie den Kippspiegel 56 innerhalb einer möglichst kurzen Zeit in ihre Belichtungsstellung bringt Zu diesem
Zweck könnte man eine Antriebsfeder 114 von größeren
Abmessungen vorsehea Bei der Verwendung einer solchen größeren Antriebsfeder ergeben sich jedoch
Schwierigkeiten, da der Klappspiegel 56 beim Erreichen der Belichtungsstellung abprallt bzw. elastisch zurückfedert Dieses unerwünschte Zurückfedern ist dar
auf zurückzuführen, daß der Klappspiegel 56 sich schnell nach oben bewegt und dann plötzlich zum Stillstand gebracht wird. Da der Belichtungsspiegel 62
einen Bestandteil des Klappspiegels 56 bildet und im optischen Strahlenweg angeordnet ist, kann jede dynamische Unstabilität zu Fokussierungsfehlern führen.
Um diesen Fehler möglichst klein zu halten, ist die Antriebsfeder 114 als Torsionsfeder mit niedriger Federkonstante ausgebildet Solche Federn sind dadurch gekennzeichnet, daß sie innerhalb eines bestimmten Winkelbereichs nur einen kleinen Teil ihres Drehmoments
abgeben. Infolgedessen bewirkt die Antriebsfeder 114 mit einer niedrigen Federkonstante, daß der Klappspiegel 56 aus der Sucherstellung in die Belichtungsstellung
geschwenkt wird, wobei nach dem Erreichen der Belichtungsstellung noch ein vorbestimmtes Restdrehmoment vorhanden ist, das nich·
>>· ~ dazu dient, den Klappspiegel w» in seiner Lage zu halten, sondern das die Bewegung dieser Baugruppe dämpft bzw. einer Neigung
zum Zurückprallen entgegenwirkt
Sobald der Belichtungsvorgang beendet ist, werden innerhalb der Kamera 10 elektrische Schalter geschlos
sen, um den Motor 66 einzuschalten, so daß die Welle 70 sich zu drehen beginnt. Diese Drehbewegung wird
durch das Getriebe 68 auf das Abtriebsglied 152 und von dun aus über den Kurbelarm 146 auf die Welle 102
übertrafen. Hierbei wird die Welle 102 gemäß Fig. 3 im Uhrzeigersinne gedreht, und wegen der zwischen
der Welle 102 und der Büchse 122 vorhandenen drehfesten Verbindung wird auch die Büchse 122 entsprechend gedreht Die ÜberholfecJer 134 überträgt die
Drehbewegung von der Büchse 122 aus auf den Kurbelarm 96, so daß der Kurbelarm und der Lenker 90 aus
ihrer bei 96' und 90' angedeuteten Stdiüi.g nach unten
bewegt werden, bis -:·? die be: % bzw. So mit Voiiinien
wiedergtgebene Stellung erreichen. Hierdurch wird der
Klappspiegel 56 aus der Belichtungsstellung in die Betrachtungsstellung geschwenkt
Die Überholfeder 134 bringt den Klappspiegel 56 in der richtigen Weise in die Sucherstellung. Während dieses Vorgangs arbeitet der Motor 66 weiter. Sobald die
Sucherstellung erreicht ist, hört die Drehbewegung des Gabelarms 94 auf, und die Überholfeder 134 kommt zur
Wirkung, um die überschüssige Drehbewegung der Büchse 122 aufgeno-Timen. Während dieser überschüssigen Bewegung wird die untere Schulter 132 der Büchse
von dem Gabelarm 94 abgehoben. Die Drehbewegung der Büchse 122 mit der Zunge 120 bewirkt, daß die Antriebsfeder 114 wieder aufgezogen wird, um für den
nächsten Belichtungsvorgang bereit zu seia Dieses Spannen der Antriebsfeder 114 während der überschüssigen Bewegung bewirkt nicht nur, daß die Feder 134
aufgezogen wird, sondern es wird auch eine Vorspannkraft auf den Gabelarm 94 aufgebracht, um den Klappspiegel 56 in der Betrachtungsstellung zu halten.
Wenn der Klappspiegel während seiner Bewegung zwischen der Belichtungsstellung und der Sucherstellung auf einen Gegenstand trifft, der sich zufällig in der
Bewegungsbahn befindet, verhindert der durch die Uberholfeder 134 ermöglichte tote Gang eine Beschädigung der zum Aufrichten des KJappspiegels dienenden
Teile der Kamera. Die Feder 134 ermöglicht es dem Motor 66, die Büchse 122 weiter zu drehen, bis er das
Ende seines Arbeitsspiels zum Spannen der Kamerateile erreicht hat, ohne daß diese Drchkraft auf den Klappspiegel 56 übertragen wird.
Der durch die Überholfeder 134 zugelassene tote Gang kommt in der nachstehenden beschriebenen
Weise zur Wirkung. Am Beginn eines Spannvorgangs befindet sich der Klappspiegel 56 in der Belichtungsstellung. Der MoUr 66 wird eingeschaltet und beginnt,
die Welle 70 und die Welle 76 anzutreiben, und diese Drehbewegung wird durch das Getriebe 68 auf den
Kurbelarm 146 übertragen, der in Richtung auf die Rücksei',2 der Kamera 10 gedreht wird, um die Welle
102 und die Büchse 122 entsprechend zu drehen. Wenn während dieser Bewegung des Kurbelarms 146 der
Klappspiegel 56 im Verlauf der Abwärtsbewegung zum Stillstand gebracht wird, kommt auch die Büchse 84 zusammen
mit dem Gabelarm 94 zum Stillstand, doch der Kurbelarm 146 fährt fort, die Büchse 122 über die Welle
102 zu drehen. Bei der weiteren Drehung der Büchse 122 wird der Gabelarm 94 von der unteren Schulter 132
der Büchse abgehoben. Die Büchse 122 dreht sich weiter, bis sich ihre obere Schulter 130 dem Gabelarm 94
nähert. Bei der hier beschriebener AusfChnngsform ist
eine überschüssige Drehbewegung über einen Winkelbereich von 45° vorgesehen. Dieser Winkelbereich genügt,
um es dem Motor 66 zu ermöglichen, den Spannvorgang zu Ende zu führen, woraufhin der Motor abgeschaltet
wird. Wenn die Störungsquelle beseitigt worden ist, gibt die Überholfeder 134 die vorher in ihr gespeicherte
Energie frei, und sie bewegt den Kurbelarm 96 im Uhrzeigersinne, bis der Klappspiegel 56 die
Sucherstellung erreicht hat.
Die Überholfeder 134 ist so vorgespannt, daß sie auf den Gabelarm 94 eine restliche, nach unten gerichtete
Vorsp'-nnkraft aufbringt, um den Klappspiegel 56 in der
Sucherstellung zuverlässig festzuhalten. Zusätzlich zum Aufziehen der Überholfeder 134 während eines Überholvorgangs
muß der Motor 66 die Antriebsfeder 114 aufziehen. Daher darf die Energiemenge, die der Motor
während des Überholvorgangs aufzubringen hat, diejenige Energiemenge im wesentlichen nicht überschreiten,
welche während des normalen Betriebs benötigt wird, da der Motor anderenfalls überlastet würde.
F i g. 5 veranschaulicht in graphischen Darstellungen die Federkonstanten der Antriebsfeder 114 und der
Überholfeder !34. Beide Federn sind in einem vorbestininuer
Ausmaß vorgespannt Im vorliegenden Fall
!;gt der Klappspiegel 56 eine Winkelstrecke von etwa
37° zurück, wenn er sich aus der Sucherstellung 0° in seine Belichtungsstellung (37°) bewegt
Bei normalem Betrieb bewegt die Antriebsfeder 114
den Klappspiegel 56 aus der 0°-Stellung in die 37° -Stellung, wobei sie ein Drehmoment entsprechend
der Linie 154 in F i g. 5 abgibt Wegen des Fehlens einer Relativbewegung zwischen dem Gabelarm 94 und der
Büchse 122 während dieses Vorgangs gibt die Überholfeder 134 kein Drehmoment ab; dies ist in Fig. 5 durch
die Linie 156 angedeutet Nach dem Erreichen der Belichtungsstellung (37°) ist die Antriebsfeder 114 immer
noch gespannt, wie es in F i g. 5 durch den Punkt 158 angedeutet ist. Die Größe des Drehmoments, das durch
die Antriebsfeder 114 nach dem Erreichen der Belichtungsstellung noch ausgeübt wird, richtet sich danach,
in welchem Ausmaß diese Feder vorher vorgespannt worden ist. Dieser noch vorhandene Teil des Drehmoments
liefert die restliche Kraft, durch die das elastische Abprallen des Klappspiegels 56 beim Erreichen der Belichtungsstellung
auf ein Minimum verringert wird.
ίο Nach der Beendigung des Belichtungsvorgangs bewirkt
der Motor 66, daß die Antriebsfeder 114 gemäB F i g. 5
um den Betrag /weiter aufgezogen bzw. gespannt wird. Die Überholfeder 134 verbleibt in ihrem vorgespannten
Zustand, d. h. sie braucht durch den Motor 66 nicht weiter gespannt zu werden. Die Überholfeder ist um einen
Betrag χ vorgespannt worden, damit sie der Klappspiegel 56 in der richtigen Weise in der Sucherstellung (0°)
hält.
Um die Beschreibung des überhoivorgangs zu vereinfachen, sei angenommen, daß der Bewegung des Klappspiegels 56 ein Widerstand entgegengesetzt wird, sobald dieser Spiegel einen Winkel von 37° zurückgelegt hat. Der Motor 66 zieht die Antriebsfeder 114 um den gleichen Betrag y weiter auf, wie es während des normalen Betriebs geschieht. Hierbei wird jedoch die Überholfeder 134 um einen zusätzlichen Betrag ζ gespannt. Dieses zusätzliche Drehmoment genügt, um den Gabelarm 94 in seine der Sucherstellung entsprechende Stellung zu bringen, sobald das Hindernis aus der Bewegungsbahn des Klappspiegels 56 entfernt worden ist. Sobald dies geschehen ist, läßt die Überholfeder 134 dieses Drehmoment ζ auf den Gabelarm 94 wirken, so daß der Gabelarm in die 0°-Stellung zurückgeführt wird.
Um die Beschreibung des überhoivorgangs zu vereinfachen, sei angenommen, daß der Bewegung des Klappspiegels 56 ein Widerstand entgegengesetzt wird, sobald dieser Spiegel einen Winkel von 37° zurückgelegt hat. Der Motor 66 zieht die Antriebsfeder 114 um den gleichen Betrag y weiter auf, wie es während des normalen Betriebs geschieht. Hierbei wird jedoch die Überholfeder 134 um einen zusätzlichen Betrag ζ gespannt. Dieses zusätzliche Drehmoment genügt, um den Gabelarm 94 in seine der Sucherstellung entsprechende Stellung zu bringen, sobald das Hindernis aus der Bewegungsbahn des Klappspiegels 56 entfernt worden ist. Sobald dies geschehen ist, läßt die Überholfeder 134 dieses Drehmoment ζ auf den Gabelarm 94 wirken, so daß der Gabelarm in die 0°-Stellung zurückgeführt wird.
Das gesamte Ausmaß (yund z), in dem die Federn 114
und 134 nachgespannt werden, soll möglichst klein gehalten werden, um eine Überlastung des Motors 66 zu
verhindern. Zu diesem Zweck werden die Federn 114 und 134 so ausgebildet, daß ihre Federkonstanten mögliehst
klein gehalten sind, d. h. beide Federn werden als Torsionsfedern mit einer größeren Zahl von Windungen
ausgebildet Da im Gehäuse der Kamera nur wenig Raum zur Verfügung steht, lassen sich solche Federn
mit zahlreichen Windungen nicht ohne weiteres unter-
bringen. Im Hinblick hierauf ist die Überholfeder 134 innerhalb
der Antriebsfeder 114 angeordnet
Die gleichachsige Anordnung der Federn 114 und 134
bietet einen weiteren Vorteil. Dadurch, daß die Antriebsfeder 114 von dem Klappspiegel weg versetzt ist,
besteht Gewähr dafür, daß nur eine minimale Verformung des Klappspiegels eintreten kann, denn es ist vermieden,
daß die Antriebsfeder unmittelbar mit dem Belichtungsspiegel 62 verbunden ist
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Spiegelreflexkamera mit einem Kippspiegel, der in eine seiner Betriebsstellungen durch eine
Feder vorgespannt ist und in die andere Betriebsstellung durch ein Koppelgestänge überführbar ist,
das über einen Totgang mit einer kraftgetriebenen Antriebswelle verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß die zwischen der Antriebswelle (100, 102; 122) und dem Koppelgestänge (94,
90,84) Hegende Totgangverbindung aus einer weiteren Feder (134) besteht, weiche die Antriebswelle
und das Koppelgestänge gegeneinander vorspannt
2.
Spiegelreflexkamera nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das Koppelgestänge (84,90,94)
mit der Antriebswelle (100) über eine frei drehbare Hülse (98) verbunden ist, die ifi ihs Büchse (122)
eingefugt ist, die starr mit der Welle (102) verbunden
ist, und daS die weitere als Schraubenfeder (134) augebüdete Oberholfeder die Hülse (98) mit der
Büchse (122) verbindet
3. Spiegelreflexkamera nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Büchse einen Ausschnitt
mit zwei Anschlagschultern (130, 132) aufweist, die die Grenzen der Drehbewegung der Hülse (98) definieren.
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