DE2162928C2 - Sagevorrichtung zum Zuschneiden von Baukorpern - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Sägevorrichtung zum Zuschneiden von Baukörpern, insbesondere von Gasbetonplatten,
bestehend aus einer Säge und einem Arbeitstisch, welche relativ zueinander geradlinig
verschiebbar sind, und im Arbeitstisch angeordneten.
heb- und senkbaren, angetriebenen Stützrädern zum Bewegen des Baukörpers auf dem Arbeitstisch.
Bei einer derartigen, bekannten Sägevorrichtung hat ein Teil der über den Arbeitstisch anhebbaren
Stützräder parallel angeordnete Achsen, während die Achsen der übrigen Stützräder dazu senkrecht ausgerichtet
ist. Diese Sägevon ichtung hat den Nachteil, daß die Werkstücke auf dem Arbeitstisch zwar längs
und quer bewegt, jedoch nicht gedreht werden können.
Es ist ferner eine Sägevorrichtung mit über den Arbeitstisch anhebbaren Kugelrollen bekannt, auf
welchen das Werkstück von Hand in Schneidposition bewegt werden kann. Diese ist jedoch für große Gasbetonplatten
nicht mehr verwendbar, da der zum Bewegen des Werkstückes notwendige Kraftaufwand zu
groß ist und die schnell verschleißenden Kugelrollen leicht blockieren, wodurch unerwünschte Schleifspuren
an den Gasbetonplatten verursacht werden, außerdem Druckspuren, durch das Eindrücken der
Kugeln in den Porenbeton.
Eine weitere bekannte, derartige Sägevorrichtung weist einen längs und quer verfahrbaren, um eine
lotrechte Achse drehbaren Arbeitstisch auf. Sie hat jedoch den Nachteil, daß auf dem Arbeitstisch eine
auswechselbare Unterlage aufgelegt werden muß, in die das unten aus dem Werkstück austretende Sägeblatt
einsägen kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, unter Beseitigung der vorerwähnten Nachteile ^.-nd mit verhältnismäßig
geringem konstruktivem Aufwand eine Sägevorrichtung der eingangs erwähnten Bauart zu
schaffen, mit der Baukörper beliebiger Zuschnittform, insbesondere solche mit schrägen Längskanten
schnell, bequem und zuverlässig in Schneidposition gebracht und zugeschnitten werden können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß eine als Arbeitstisch dienende Rollenbahn,
deren quer angeordnete, antreibbare Rollen in zwei Längsholmen gelagert und letztere durch zwei Querholme
zu einem Lagerrahmen verbunden sind und ein in Achsrichtung der Rollen verfahrbarer, unterhalb
der Rollenbahn angeordneter heb- und senkbarer Hubrahmen vorgesehen ist, der eine Vielzahl
von Stützrädern trägt, deren Achsen auf eine lotrechte Mittelachse gerichtet und die so angeordnet
sind, daß sie zwischen den Rollen der Rollenbahn durchtreten können, wobei bei angehobenem Hubrahmen
die Stützebene der Stützräder über der Stützebene der Rollen und bei abgesenktem Hubrahmen
darunter liegt.
Der dadurch erzielte Vorteil besteht insbesondere darin, daß auch schwere Werkstücke nicht nur längs
und quer bewegt, sondern bei angehobenem Hubrahmen mittels der auf eine gemeinsame Mittelachse
gerichteten Stützräder auch um eine lotrechte Achse schnell und bequem gedreht und somit für jeden beliebigen
Winkelschnitt in Schneidposition gebracht werden können.
Im folgenden sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung an Hand der Zeichnung näher erläutert.
Es zeigt
F i g. 1 eine Aufsicht auf ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Sägevorrichtung mit aufgelegtem
Werkstück in Schneidposition,
F i g. 2 eine weitere Aufsicht dieses Ausführungsbeispiels, in der das Werkstück in fünf verschiedenen
Positionen dargestellt ist,
F i g. 3 eine Schnittansicht eines vom ersten etwas abweichenden Ausführungsbeispiels in einem zur
Schneidrichtung senkrechten Schnitt,
Fig. 4 eine Teilansicht in Richtung X gemäß
Fig. 3.
In F i g. 1 ist mit 1 die als Arbeitstisch dienende Rollenbahn bezeichnet, die von quer angeordneten,
antreibbaren Rollen 2 gebildet wird, welche in den beiden Längsholmen 3 und 4 gelagert sind, die durch
ίο Querholme 5 und 6 zum Lagerrahmen 7 verbunden
sind. Unterhalb der Rollenbahn 1 ist in Achsrichtung der Rollen 2 verfahrbar ein heb- und senkbarer
Hubrahmen 8 angeordnet, der eine Vielzahl von Stützrädern 9 trägt, von de.ien einige angetrieben
sind, deren Achsen 10 auf eine gemeinsame Mittelachse 11 gerichtet ist, die etwa in der Mitte des Hubrahmens
8 und lotrecht auf diesem steht. Bei angehobenem Hubrahmen 8 liegt die Stützebene 9 a
der Stützräder 9 über der Stiitzebene 2 a der RoI-
ao len 2, bei abgesenktem Hubrahmen liegt sie darunter.
Es ist vorteilhaft, wenn parallel zu der als Arbeitstisch dienenden ersten Rollenbahn 1 eine
Excite Rollenbahn 12 angeordnet ist, deren antreibbare
Rollen 13 parallel bzw. koaxial zu den Rollen 2
»5 der ersten Rollenbahn 1 in zwei Längsholmen 14 und
15 gelagert sind, die durch zwei Querholme 16, 17 zu einem zweiten Lagerrahmen 18 verbunden sind,
der von dem ersten Lagerrahmen 7 durch einen Sägeschlitz 19 getrennt ist. Der dadurch erreichte
Vorteil besteht darin, daß auch der durch die Säge 21 abzutrennende Teil 2Oe des im folgenden mit
Werkstück bezeichneten Baukörpers 20 aufliegt, während des Schneidvorgangs nicht abbricht und danach
abtransportiert werden kann. Vorteilhaft sind
an dem zweiten Lagerrahmen 18 in Querrichtung verstellbare, um eine lotrechte Achse drehbare Anschlagrollen
22 gelagert, die bei angehobenem Hubrahmen 8 über die Stützebene 9a der Stützräder 9
hinausragen und unter die Stützebene la absenkbar
sind. Die Anschlagrollen 22 werden über Spindeln 23 verstellt, welche in den beiden Längsholmen 14
und 15 des zweiten Lagerrahmens 18 gelagert sind und durch Handräder 24 verdreht werden. Diese
Anschlagrollen 22 sind besonders für das Zuschnei-
den mehrerer Werkstücke gleicher Zuschnittform von Vorteil, da sich das Werkstück mit seiner vorderseitigen
Kante 20 b beim Verschieben des Hubrahmens 8 in Richtung der Rollen 2 durch Drehung um
die Mittelachse 11 selbsttätig an die Anschlagrollen 22 und in bezug auf den Winkel zwischen der vorderseitigen
Kante 20 b und dem Sägeschlitz 19 sehr genau anlegt. Die Anschlagrollen 22 sind unter die
Stützebene abschwenkbar, um auch relativ große Baukörper, die in Scbneidposition über die zweite
Rollenbahn 12 hinausragen, zuschneiden zu können. Es ist weiter vorteilhaft, wenn, wie in F i g. 3
dargestellt, unter den beiden dem Sägeschlitz 19 benachbarten Längsholmen 3, 14 beider Lagerrahmen
7, 18 ein mittlerer Längsträger 27 und unter den beiden äußeren Längsholmen 4,15 je ein äußerer Längsträger
25, 26 vorgesehen sind, die mit zwei Querträgern 28, 29 zu einem Tragrahmen 30 verbunden
sind, wobei auf den Querträgern 28, 29 in deren Richtung verfahrbar ein den Hubrahmen 8 tragcn-
der Wagen 32 angeordnet ist und — bei feststehender Säge 21 — unter dem mittleren Längsträger 27
und dem dem ersten Lagerrahmen 7 zugeordneten äußeren Längsträger 25 Laufrollen 33 zum Ver-
fahren des Tragrahmens 30 in Schneidrichtung ge- Stützräder 9 verhindert wird. Um einen zu der rücklagert
sind. Die Lagerung der Laufrollen 33 erfolgt wärtigen Kante 20 c des Werkstückes 20 parallelen
durch Lagerschenkel 37, welche an der Unterseite Schnitt schnell und einfach durchführen zu können,
der Längsträger 25, 27 angeordnet sind. Durch die ist es zweckmäßig, wenn in gleichem Abstand zur
Anordnung der gemäß F i g. 3 linken Laufrollen 33 5 Schneidebene 47 und in dem dieser gegenüberliean
dem Längsträger 27 lotrecht unter dem Säge- genden Teil la der Rollenbahn 1 unter die Stützschlitz
19 werden in vorteilhafter Weise die beim ebene der Rollen 2 verschwenkbare Anschläge 57 für
Sägen entstehenden Schnittkräfte direkt auf diese die rückseitige Kante 20 c des Werkstückes 20 vorLaufrollen
33 übertragen, was ein erschütterungs- gesehen sind. Die in diesem Ausführungsbeispiel
freies Sägen begünstigt. Auf im Grund verankerten io U-förmigen Anschläge 57 sind an auf dem Hubrah-Laufschienen
38, welche den Laufrollen 33 zu- men 8 befestigten Lagerarmen 58 schwenkbar gegeordnet
sind, wird der Tragrahmen in Schneidrich- lagert. Zur einfachen Durchführung eines in bezug
tung S und zurück verfahren. Der Antrieb erfolgt auf eine Seitenkante 2Od des Werkstückes 20 gehierbei
durch ein am Tragrahmen 30 gelagertes An- nau rechtwinkligen Schnittes sind vorteilhaft an den
triebsritzel 39, welches in eine ebenfalls am Boden 15 in Schneidrichtung 5 hinteren Enden der Rollenbahverankerte
Zahnstange 40 eingreift. Auf den Quer- nen 1, 12 über der Stützebene der Rollen 2, 13 und
trägem 28, 29 sind Schienen 31 vorgesehen, auf parallel zu diesen Rollen 2, 13 je eine Queranschlagdenen
der Wagen 32 mit seinen Rädern 34 geführt leiste 59, 60 vorgesehen. Die Rollen 2 werden dann
wird. Der Antrieb des Wagens 32 erfolgt über ein in der in F i g. 1 mit M bezeichneten Drehrichtung
Ritzel 35, das in eine einer Schiene 31 zugeordnete ao angetrieben, so daß das Werkstück 20 gemäß F i g. 1
(nicht dargestellte) Zahnstange eingreift. Durch nach links bewegt wird, bis es sich mit einer Kante
hydraulisch oder pneumatisch beaufschlagte Hub- an die Queranschlagleisten 59, 60 anlegt. Es ist ferkolben
36 kann der Hubrahmen 8 von dem Wagen ner vorteilhaft, wenn zum Spannen des Werkstückes
32 so weit abgehoben werden, daß die Stütz- 20 auf der als Arbeitstisch dienende Rollenbahn 1
ebene 9 a der Stützräder 9 über der Stützebene 2 a 25 über dem der Schneidebene 47 zugewandten Teil 16
der Rollen 2 liegt. Ein am äußeren Längsträger 25 der Rollenbahn 1 und in deren Richtung ein Spanngelagertes
Kettenantriebsritzel 41 treibt über eine balken 61 vorgesehen ist, in dem lotrecht verschieb-Kette
42 und Zahnräder 43 die Rollen 2 der ersten bare Spannstempel 62 angeordnet sind. Der Spann-Rollenbahn
1 an. In gleicher Weise werden über ein balken 61 ist (in der Zeichnung nicht dargestellt)
weiteres Kettenantriebsritzel 44, die Kette 45 und 30 starr mit dem Lagerrahmen 7 verbunden. Mittels der
die Kettenräder 46 die Rollen 13 der zweiten Rollen Spannstempel 62 wird das Werkstück 20 auf die als
bahn 12 angetrieben. Es ist zweckmäßig, wenn an Arbeitstisch dienende Rollenbahn 1 gepreßt und
dem der Schneidebene 47 gegenüberliegenden während des Schneidvorganges einwandfrei gehalten.
Längsholm 4 des ersten Lagerrahmens 7 zum Auf- Es ist ferner zweckmäßig, wenn bei einer als Kreislegen
des Werkstückes 20 auf dem Arbeitstisch um 35 säge ausgebildeten Säge 21 zusätzlich zu der oberen
eine zum Längsholm 7 parallele Achse 48 schwenk- Saugmuschel 63 eine untere Saugmuschel 64 vorbare,
mit Auflagestützen 49 versehene Kipparme 50 gesehen ist, die mit einem waagrechten Absaugkanal
so angeordnet sind, daß sie zwischen die Rollen 2 65 verbunden ist, der im Arbeitstisch in Schneidabgesenkt
werden können. Um die Auflagefläche richtung S verschiebbar auf Führungsrollen 66 gezwischen
Kipparmen 50 und Werkstück 20 zu ver- 40 lagert ist. Der dadurch erreichte Vorteil besteht dargrößern,
können die Kipparme 50 auf ihrer Oberseite in, daß durch diese zusätzliche untere Saugmuschel
mit schmalen Auflageplatten 51 versehen sein. Zum 64 der Schneidstaub einwandfrei abgesaugt wird und
Heben und Senken der Kipparme wird die mit diesen damit das Zuschneiden des Werkstücks 20 im Trokstarr
verbundene und am Tragrahmen 30 drehbar kenschnitt erfolgen kann. Die Führungsrollen 66 sind
gelagerte Schwenkwelle 52 über einen Hebelarm 53 45 m den Längsholmen 3, 14 der Lagerrahmen 7, 18
durch einen Schwenkkolben 54, der sich am Trag- drehbar gelagert. In F i g. 3 sind in weiterer Ausrahmen
30 abstützt, verschwenkt. Um das Vorzugs- gestaltung der trfindung an dem Hubrahmen 8 an
weise aus Gasbeton bestehende Werkstück 20 nach dessen dem Sägeschlitz 19 zugeordneter Seite 8 a
dem Anheben des Hubrahmens 8 beim Querbewegen waagrechte, Stützräder 9 tragende Stützarme 67 an-
und Drehen auf dessen Unterseite möglichst nicht 50 geordnet, die dann durch Ausnehmungen 68 hin
zu beschädigen, ist es vorteilhaft, wenn die Stütz- durchtreten können, die in den zwei dem Sägeschlitz
räder 9 an ihrem Umfang mit einer elastischen 19 benachbarten Längsholmen 3,14 vorgesehen sind,
Schicht versehen sind. Dabei ist es ferner zweck- wenn der Saugkanal 65 sich außerhalb des Sägemäßig, wenn die Mittelachse 11 aus einem auf dem Schlitzes 19 befindet. Dadurch wird erreicht, daß das
Hubrahmen 8 axial verschiebbar, drehbar und 55 Werkstück 20 beim Verfahren in Schneidposition
federnd gelagerten Zentrierbolzen 55 besteht, dessen mittels des Hubrahmens 8, auch nach der Anlage an
aus einem elastischem Material bestehende Auflage die Anschlagrollen 22 beiderseits des Sägeschlitzes
56 in unbelastetem Zustand über die Stützebene 9 a 19 von StützrMdern 9 getragen wird und nicht auf
vorsteht. Beim Abheben des Werkstückes 20 mit dem die zweite Rollenbahn 12 abkippen kann. Zwischen
Hubrahmen 8 und den Stützrädern 9 von den RoI- 6° den Ausnehmungen 68 wird der Sägeschlitz 19 durch
len 2 der ersten Rollenbahn 1 wird der Zentrierbol- Abdeckbleche 19 a, 196 begrenzt, welche an dei
zen 55 zur Oberseite des Hubrahmens 8 hin ver- Oberseite der Längsholme 3 und 14 angeordnet sind,
schoben und mit seiner elastischen Auflage 56 gegen In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist es zweckdie
Unterseite des Werkstückes 20 gepreßt. Dadurch mäßig, an dem in Schneidrichtung S vorderen Ende
wird erreicht, daß sich das Werkstück 20 beim 65 der ersten Rollenbahn 1 eine synchron zu dieser an-Drchcn
durch die Stützräder 9 oder beim Anlegen an treibbarc Förderbahn 69, vorteilhaft eine Rollenbahn
tlie Anschlagrollcn 22 genau um die Mittelachse 11 vorzusehen, um das zugeschnittene Werkstück 20
dreht und ein Gleiten längs der Achsen 10 der mühelos von der Sägevorrichtung wegzutransportte-
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ren. Weiterhin ist es zweckmäßig, auch an dem in Schneidrichtung S vorderen Ende der zweiten Rollenbahn 12 einen Abfallbehälter 70 vorzusehen, in
den durch Antreiben der Rollen 13 der Rollenbahn 12 in der der Drehrichtung M entgegengesetzten
Richtung das Abfallstück bequem und schnell abtransportiert werden kann. In Fig. 4 ist der Längsholm
4 des ersten Lagerrahmens 7 durch Lagerböcke 71 ersetzt, die zur Lagerung der Rollen 2 der ersten
Rollenbahn 1 auf der der Schneidebene abgewandten Seite la der Rollenbahn 1 dienen.
Die erfindungsgemäße Sägevorrichtung arbeitet folgendermaßen: Das Werkstück 20 wird am Kranseil
hängend auf die fast zur lotrechten hochgeklappten, mit Auflagestützen 49 versehenen Kipparme 50
aufgelegt, welche danach durch Betätigen des Schwenkkülbens 54 zwischen die Rollen 2 der eisten
Rollenbahn 1 abgesenkt werden. Das Werkstück 20 — in F i g. 2 eine rechteckige Platte — liegt nun auf
den Rollen2 gemäß Fig. 2 in Position I. Soll ein Schrägschnitt mit einem kleinen Winkel rx durchgeführt
werden, wird es durch Antrieb der Rollen 2 in Richtung L in die Position II bewegt. Der abgesenkte
Hubrahmen 8 wird nun unier die Platte gefahren, welche daraufhin mit den Stätzrädern 9 von den Rollen
2 abgehoben wird, wobei der Zentrierbolzen 55 mit seiner elastischen Auflage 56 durch Federkraft
gegen die Plattenunterseite gepreßt wird. Darauf wird die Platte quer in Richtung Q bis zur Position III
verfahren, in der ihre vorderseitige Kante 20 b an der linken Anschlagrolle 22 anliegt. Beim weitereu- ,V-fahren
in dieser Richtung schwenkt die Platte nun um den Zentrierbolzen auf den nicht angetriebenen
Stützrädern, bis die Kante 20 b in Position IV auch an der rechten Anschlagrolle 22 anliegt. Aus dieser
Lage wird sie nach Absenken der Stützräder durch Antrieb der Rollen 2 nach links bis zum Anschlag an
der Queranschlagleiste 59 in die Position V gebracht, die der genauen Schneidposition entspricht.
Es ist möglich, die Platte nur durch zwei Verschiebungen in genaue Schneidposition zu bringen,
wenn sie in der Position I mit den Stützrädern 9 abgehoben, dann in Richtung Q bis zur Anlage an die
linke und rechte Anschlagrolle 22 und nach dem Absenken in Richtung L bis zum Anschlag an der Queranschlagleiste
59 verfahren wird. Das setzt allerdings voraus, daß die linke Anschlagrolle 22 so weit nach
rechts gerückt wird, daß die Vorderkante 20 b beim Verfahren der Platte in Richtung R mit Sicherheit
auf diese linke Anschlagrolle trifft.
Soll ein Schrägschnitt mit einem größeren Winkel α,
Soll ein Schrägschnitt mit einem größeren Winkel α,
ίο beispielsweise von 45° oder darüber, ausgeführt werden,
wird die Platte nach dem Abheben von den Rollen 2 durch Antrieb der Stützräder 9 etwa um diesen
Winkel gedreht und dann mit nicht angetriebenen Stützrädern 9 in Richtung Q bis zur Anlage in die
is Anschlagrollen 22 verfahren und ähnlich wie vorbeschrieben
in genaue Schneidposition gebracht. Zur Durchführung eines zur Vorderkante 206 parallelen
Schnittes werden die Anschlagrollen 22 in gleichem Abstand zum Sägeschlitz 19 eingestellt. Soll parallel
so zur rückwärtigen Kante 20c geschnitten werden, wird
der abgesenkte Hubrahmen 8 mit über die Stützebene 2a hochgeklappten Anschlägen 57 in Richtung
Q verfahren, bis beide Anschläge an der Kante 20c anliegen, worauf die Platte von der Rollenbahn
»5 abgehoben und bis zur Anlage an einer etwa in der
Mitte der Rollenbahn 12 vorgesehene Anschlagrolle 22 verfahren und abgesenkt wird. Nach dem Festspannen
erfolgt nun der Trennschnitt. Durch Antrieb der Rollen 13 der zweiten Rollenbahn 12 wird der
%'on der Platte 20 abgetrennte Teil 20a in den Abfallbehälter
70 transportiert.
Durch Antrieb der Rollen 2 wird die zugeschnittene Platte auf eine synchron angetriebene Förderbahn
69, zweckmäßig eine Rollenbahn, transportiert.
Die Platte kann aber auch mit den Stützrädern 9 wieder abgehoben und über die Kipparme 50 gefahren
werden, welche sie dann vom Arbeitstisch abheben, so daß sie mit einem Kran wegtransportiert werden
kann.
Um die vorbeschriebenen Arbeitsabläufe durchführen zu können, ist es ausreichend, wenn von der
Vielzahl der Stützräder 9 nur einige antreibbar sind.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
J09 648/445
Claims (1)
- Patentansprüche:1. Sägevorrichtung zum Zuschneiden von Baukörpern, insbesondere von Gasbetonplatten, bestehend aus einer Säge und einem Arbeitstisch, welche relativ zueinander geradlinig verschiebbar sind, und im Arbeitstisch angeordneten, heb- und senkbaren, angetriebenen Stützrädern zum Bewegen des Baukörpers auf dem Arbeitstisch, g e kennzeichnet durch eine als Arbeitstisch dienende Rollenbahn (1), deren quer angeordnete, antreibbare Rollen (2) in zwei Längsholmen (3,4) gelagert und letztere durch zwei Querholme (5, 6) zu einem Lagerrahmen (7) verbunden sind, und einem in Achsrichtung der Rollen (2) verfahrbaren, unterhalb der Rollenbahn (i) angeordneten, heb- und senkbaren Hubrahmen (8), der eine Vielzahl von Stützrädern (9) trägt, deren Achsen (10) auf eine lotrechte Mittelachse (II) gerichtet und die so angeordnet sind, daß sie zwischen den Rollen (2) der Rollenbahn (1) durchtreten können, wobei bei angehobenem Hur-rahmen (8) die Stützebene (9a) der Stützräder (9) über der Stützebene (2 a) der Rollen (2) und bei abgesenktem Hubrahmen darunter liegt.2. Sägevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zu der als Arbeitstisch dienenden ersten Rollenbahn (1) eine zweite Rollenbahn (12) angeordnet ist, deren antreibbare Rollen (13) parallel bzw. koaxial zu den Rollen (2) der ersten Rollenbahn (1) in zwei Längsholmen (14, 15) gelagert sind, die durch zwei Querholme (16, 17) zu einem zweiten Lagerrahmen (18) verbunden sind, der von dem ersten Lagerrahmen (7) durch einen Sägeschlitz (19) getrennt ist.3. Sägevorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß &n dem zweiten Lagerrahmen (18) in Querrichtung verstellbare, um eine lotrechte Achse drehbare Anschlagrollen (22) gelagert sind, die bei angehobenem Hubrahmen (8) über die Stützebene (9 a) der Stützräder (9) hinausragen und unter die Stützebene (2 α) absenkbar sind.4. Sägevorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß unter den beiden dem Sägeschlitz (19) benachbarten Längsholmen (3, 14) beider Lagerrahmen (7, 18) ein mittlerer Längsträger (27) und unter den beiden äußeren Längsholmen (4. 15) je ein äußerer Längsträger (25, 26) vorgesehen sind, die mit zwei Querträgern (28, 29) zu einem Tragrahmen (30) verbunden sind, wobei auf den Querträgern (28, 29) in deren Richtung verfahrbar ein den Hubrahmen (8) tragender Wagen (32) angeordnet ist und — bei feststehender Säge (21) — unter dem mittleren Längsträger (27) und dem dem ersten Lagerrahmen (7) zugeordneten äußeren Längsträger (25) Laufrollen (33) zum Verfahren des Tragrahmens (30) in Schneidrichtung (S) gelagert sind.5. Sägevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an dem der Schneidebene (47) gegenüberliegenden Längsholm (4) des ersten Lugerrahrnens (7) zum Auflegen des Baukörpers 6S (20) auf den Arbeitstisch um eine zum Längsholm (4) parallele Achse (48) schwenkbare, mit AuflageMützen (49) versehene Kipparnie (50) so angeordnet sind, daß sie zwischen die Rollen (2) der ersten Rollenbahn (1) abgesenkt werden können.6. Sägevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützräder (9) an ihrem Umfang mit einer elastischen Schicht versehen sind.7. Sägevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittelachse (11) aus einem auf dem Hubrahmen (8) axial verschiebbar, drehbar und federnd gelagerten Zentrierbolzen (55) besteht, dessen aus einem elastischen Material bestehende Auflage (56) in unbelastetem Zustand über die Stützebene (9 a) vorsteht.8. Sägevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in gleichem Abstand zur Schneidebene (47) und in dem dieser gegenüberliegenden Teii (1 a) der Rollenbahn (1) unter die Stützebeno (2 a) der Rollen (2) verschwenkbare Anschläge (57) für die rückseitige Kante (20 c) des Werkstückes (20) vorgesehen sind.9. Sägevorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß an den in Schneidrichtung (5) hinteren Enden der Rollenbahnen (1, 12) über der Stützebene (2a) der Rollen (2) und parallel zu diesen Rollen (2) je eine Queranschlagleiste (59. 60) vorgesehen ist.10. Sägevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß über dem der Schneidebene (47) zugewandten Teil (16) der Rollenbahn (1) und in deren Richtung ein Spannbalken (61) vorgesehen ist, an dem lotrecht verschiebbare Spannstempel (62) angeordnet sind.11. Sägevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Säge (21) als Kreissäge ausgebildet ist, an der eine obere Saugmuschel (63) und eine untere, mit einem waagrechten Absaugkanal (65) verbundene Saugmuschel (64) vorgesehen ist, wobei dieser Absaugkanal im Arbeitstisch in Schneidrichtung (S) verschiebbar auf Führungsrollen (66) gelagert ist.12. Sägevorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Hubrahmen (8) an dessen dem Sägeschlitz (19) zugeordneter Seite (8a) waagrechte, Stützräder (9) tragende Stützarme (67) angeordnet sind, die durch Ausnehmungen (68) hindurchtreten können, die in den zwei dem Sägeschlitz (19) benachbarten Längsholmen (3,14) vorgesehen sind.13. Sägevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an dem in Schneidrichtung (S) vorderen Ende der ersten Rollenbahn (1) eine synchron zu dieser antreibbare Förderbahn (69) vorgesehen ist.14. Sägevorrichtung nach Anspruch ί und 2, dadurch gekennzeichnet, daß an dem in Schneidrichtung (S) vorderen Ende der zweiten Rollenbahn (12) ein Abfallbehälter (70) vorgesehen ist.15. Sägevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest einige der Stützräder (9) antreibbar sind.
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Family
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Family Applications (1)
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1971
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Also Published As
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| DE2162928B1 (de) | 1973-05-10 |
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