DE2162911A1 - Regelventil - Google Patents
RegelventilInfo
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Description
betreffend Regelventil
Die Erfindung bezieht sich auf Ventile zum Regeln des
Drucks eines ITudes, die ein Ventilschließorgan umfassen, das
mit abdichtender Wirkung mit einem ringförmigen Ventilsitz aus verformbarem Werkstoff zusammenarbeitet, sowie ein ringförmiges
Tragstück, welches das Ventilschließorgan umgibt und zusammen mit ihm einen Strömungsweg abgrenzt, längs dessen
ein I1IUd durch das Ventil strömen kann, wobei dieser StrÖ-mungswegbei
geschlossenem Ventil dadurch verschlossen ist, daß das Ventilschließorgan mit dem Ventilsitz zusammenarbeitet.
Bei solchen Ventilen besteht die Gefahr, daß der Werkstoff
des Ventilsitzes bei geschlossenem Ventil in den Strömungsweg hineingedrückt wird, da der Ventilsitz auf der dem
Fludstrom zugewandten Seite einem höheren Druck ausgesetzt
ist. Hierdurch wird eine unerwünschte Abnutzung verursacht, die zu einer Verkürzung der Lebensdauer des VentilsiisBS führt.
Gemäß der Erfindung soll diese Gefahr verringert bzv/. möglichst weitgehend, vermieden werden, und gemäß der Erfindung
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wird zu diesem Zweck vorgeschlagen, bei einem Ventil der genannten
Art ein Tragstück vorzusehen, das mehrere nach innen
ragende radiale Ansätze aufweist, die dazu dienen, eine axiale Verlagerung des Werkstoffs des Ventilsitzes in den Strömungskanal hinein zu verhindern.
Das Tragstück kann auf dem Ventilschließorgan angeordnet
sein und mit ihm mit einen engen Gleitsitz zusammenarbeiten, und hierbei bilden die Lücken zwischen den Ansätzen des {Pragstücks
Durchlässe für das durch das Ventil strömende Flud.
_ Bei einer Ausführungsform sind die Ansätze als regelmäßig an-
W geordnete, sich axial erstreckende Keilbahnen oder Eiffeiungen
ausgebildet.
Zwar ist diese Ausführungsform für normale Betriebsdrücke geeignet, doch kann bei sehr hohen Betriebsdrücken
der Werkstoff des Ventilsitzes in einem unerwünschten Ausmaß in den Strömungsweg zwischen dem Tragstück und dem Ventilschließorgan
hineingedrückt werden, was daauf zurückzuführen ist, daß der Ventilsitz bei geschlossenem Ventil in den
Bereichen zwischen den Riffelungen im wesentlichen nicht unterstützt
ist.
Bei einer anderen Ausführungsform haben daher die An- W sätze in der Uiüfangsrichtung eine erhebliche Breite, und benachbarte
Ansätze grenzen jeweils relativ enge Strömungskanäle oder Durchlässe ab. Bei dieser Ausführrnibsform stützt
das Tragstück den Ventilsitz längs seines Umfangs besser ab, und daher ist diese Ausführungsform für hohe Betriebsdrücke
besonders geeignet. Die Kanäle zwischen den Ansätzen des
Tragstücks sind vorzugsweise so ausgebildet, daß ihre radiale Tiefe bei zunehmender Entfernung von dem Ventilsitz zunimmt,
um das Hindurchströmen eines Eludes durch das Ventil zu unterstützen und die Herstellung des Tragstücks zu erleichtern.
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■ Der Ventilsitz kann eine allgemein kegelstumpfförmige
Fläche aufweisen, mit der ein im wesentlichen scharfkantiger Rand des Ventilschließorgans zusammenarbeitet.
Eine Anwendbarkeit der Erfindung ist insbesondere, jedoch nicht ausschließlich, bei hydraulischen Druckregelventilen
für Pahrzeugbremsanlagen, z. B. bei Bremsdruckminderventilen,
gegeben. .
Die Erfindung und vorteilhafte Einzelheiten der Erfindung
werden im folgenden anhand schematischer Zeichnungen an
Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Ausführungsform eines Ventils im Längsschnitt;
Fig. 2 ein Tragstück des Ventils nach Figl in einer Stirnansicht;
Fig. 3 das Tragstück in einem Schnitt längs der Linie
A-A in Fig. 2; .
Fig. 4 eine zweite Ausführungsform eines Ventils im Längsschnitt; und
Fig. 5 das Tragstück des Ventils nach Fig. 4 in einer
vergrößerten Stirnansicht.
Das in Fig. 1 gezeigte Bremsdruckminderventil umfaßt ein Gehäuse 10 mit einer abgestuften Bohrung. Mit einem
einen größeren Durchmesser aufweisenden Abschnitt dieser Bohrung steht ein Druckmitteleinlaß 11 in Verbindung, und
an einen engeren Abschnitt der Bohrung schließen sich zwei Druckmittelauslässe 12 an. In dem Gehäuse 10 ist ein Ventilschließorgan
1$ angeordnet, das einen Kopf 14 umfaßt und in der abgestuften Bohrung durch ein Tragstück 15 sowie am
äußeren Ende des weiteren Bohrungsabschnitts durch einen
2038 :-3
ßtützring 16 gleitend geführt ist. Gemäß I1Ig. 1 ist das Ventilschließorgan
1$ nach links durch eine Feder 17 vorgespannt, die sich zwischen einem in das rechte Ende des Gehäuses
eingeschraubten Gewindestopfen 18 und einer Scheibe
19 abstützt, die mit lockerem Sitz auf dem Ventilschließorgan
angeordnet ist. Ferner ist ein verformbarer Ventilsitz
20 in Gestalt einer ringförmigen Gummischeibe 20 vorgesehen,
die in Anlage an dem Tragstück 15 durch eine Feder 21 vorgespannt
ist, welche mit ihrem anderen Ende einen Dichtungsring 22 in Anlage an dem Stützring 16 hält. Der Dichtungsring
22 bewirkt eine Abdichtung zwischen dem Gehäuse 10 und dem Stützring 16 sowie zwischen dem Stützring und dem Ventilschließorgan
13.
Das mit weiteren Einzelheiten in Fig. 2 und 3 dargestellte
Tragstück 15 hat eine allgemein ringförmige Gestalt,
es besteht vorzugsweise aus einem gesinterten Werkstoff, und es ist auf seiner Innenseite mit mehreren radial nach innen
ragenden Ansätzen in Form axial verlaufender Riffelungszähne 23 versehen. Das Tragstück paßt mit engem Sitz in den engeren
Bohrungsabschnitt des Gehäuses 10, sein linkes Ende hat einen kleineren Durchmesser, und an seinem linken Ende sind radiale
Aussparungen 24· ausgebildet, damit das Flud ungehindert zwi-r
sehen den Auslassen 12 und durch den freien Raum zwischen dem
Tragstück und dem Kopf 14- des Ventilschließorgans 13 strömen kann.
Der Kopf 14 des Ventilschließorgans 13 ist in der zentralen öffnung des Tragstücks 15 gleitend geführt, so daß
die Riffelung 23 den Kopf abstützt und außerdem verhindert, daß der Ventilsitz 20 in dem Spalt zwischen dem Tragstück und
dem Ventilschließorgan eingeklemmt wird. Bei geöffnetem Ventil begrenzen die Riffelungszähne 23 Durchlässe für das hydraulische
Druckmittel.
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Während des Betriebs wird das hydraulische Druckmittel
dem Ventil über den Einlaß 11 zugeführt, und der Druck wird durch das Ventil zu den Auslässen 12 übertragen. Wenn ein
vorbe'stimmter Druck erreicht wird, der durch die Vorspannung
der Feder V? gegeben ist, wird das Ventilschließorgan 15 gemäß
Fig. 1 nach rechts bewegt, da auf die betreffende Fläche des Ventilschließorgans ein Druck wirkt, der höher ist als
der normalerweise dem Atmosphärendruck entsprechende Druck, welcher im Inneren des Gewindestopfens 18 herrscht, so daß
die dem Ventilsitz 20 benachbarte Ringfläche des Kopfes 14-zur Anlage an dem Ventilsitz gebracht wird, um das Ventil
zu schließen. Bei einer weiteren Erhöhung des Drucks wirkt der Druck im Sinne des Üffnens des Ventils auf eine Fläche,
die gleich der Querschnittsfläche des Kopfes 14 abzüglich der Querschnittsfläche ist, welche das Ventilschließorgan
13 dort aufweist, wo es durch den Dichtungsring 22 ragtj
hierbei bestimmt das Verhältnis zwischen dieser Querschnittsfläche und derjenigen des Kopfes 14· das Verhältnis zwischen
den Drücken, bei denen das Ventil geschlossen bzw» geöffnet
wird. Nimmt der Druck weiter zu, nachdem das Ventil geschlossen worden ist, wird das Ventil somit wieder geöffnet. Sobald
dies geschieht, wirkt der erhöhte Druck auf das linke Ende des Kopfes 14-, so daß das Ventil wieder geschlossen
wird. Üomit wird das Ventil abwechselnd geöffnet und geschlossen, so daß sich der Druck an den Auslassen 12 mit
einer Geschwindigkeit erhöhen kann, die niedriger ist aLs die Geschwindigkeit, mit welcher der Druck an dem iinlaß
zunimmt.
Fig. 4- und 5 zeigen eine weitere Ausführungsform eines
Brewsdruckmiridez'ventils, die bezüglich ihres Aufbaus und ihrer
Wirkungsweise der zuerst beschriebenen Ausführungsform
allgemein ähnelt; iü Hinblick hierauf sind entsprechende Teile der zweiten Ausführungsform Jeweils mit den gleichen Bezugszahlen
bezeichnet. Wegen der Ähnlichkeit der beiden Aus-
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führungsformen werden im folgenden nur die Merkmale beschrieben,
durch welche sich die zweite Ausführungsform wesentlich von der ersten Ausführungsform unterscheidet.
Bei der zweiten Ausführungsform ist der Ventilsitz. gegen das Tragstück 15 durch ein Bauteil 26 vorgespannt, das
an dem Ventilschließorgan 13 befestigt ist, und der Dichtungsring 22 wird in Anlage an dem Stützring 16 durch ein
Halteteil 27 gehalten, das sich an einer Schulter zwischen'
zwei Abschnitten einer abgestuften Bohrung in dem Gehäuse
»abstützt.
Das aus gesintertem Werkstoff hergestellte ringförmige
Tragstück 15 ist an seiner linken Stirnseite mit Strömungskanälen bzw. Durchlässen in Form radialer Aussparungen 24
versehen, die in.Verbindung mit axial verlaufenden Schlitzen
25 stehen. Die Schlitze 25 haben einen allgemein trapezförmigen Querschnitt, und ihre radiale Tiefe nimmt von ihren
dem Ventilsitz 20 benachbarten rechten Enden aus allmählich zu. Zwischen den Schlitzen 25 sind radial nach innen ragende
Einsätze 23 vorhanden, die in der Umx'angsrichtung eine erhebliche
Breite haben.
Bei geöffne bein Ventil stehen die Schlitze 25 in Strömungsverbindung
mit den Aussparungen 24, und bei geschlossenem Ventil, d. tu, wenn der Ventilsitz 20 einem erheblichen
Druckunterschied ausgesetzt ist, wird der Ventilsitz
durch die Ansätze 23 abgestützt, die somit der Gefahr entgegenwirken,
daß der Elastomerwerkstoff des Ventileίtzes in
den Strömungskanal auf der in die Strömungsrichtung weisenden
Seite des Ventils hineingedrückt oder extrudiert wird.
Der Ventilsitz 20 ist mit zwei sich nach innen verjüngenden, kegelstumpfförmigen Flächen versehen, und eine dieser
konischen Fläachen ist dem als Kolben wirkenden Kopf
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des beweglichen Veutilschließorgans 15 zugewandt. Der Kopf
14 weist auf seiner dem Ventilsitz 20 zugewandten Seite einen
im wesentlichen scharfkantigen Rand auf, der mit abdichtender
Wirkung mit dem Ventilsitz zusammenarbeitet.
Bei beiden beschriebenen Ausführungsformen ist die Druck regelfeder 17 außerhalb aer Ventilkammer angeordnet; dies bietet
den Vorteil, daß sich Regelfedern von großen Abmessungen unterbringen lassen., die im Inneren des Ventils keinen Raum
beanspruchen, und daß die Gefahr verringert ist, daß fletallteilchen
von der Feder abbrechen und in* das Ventil gelangen, wo sie die Funktion der beweglichen Teile des Ventils stören
könnten.
Ansprüche:
O fj u \\ -. q / η ·
Claims (6)
- .ANSPRÜCHERegelventil, ζ. B. in Form eines Druckminderventils, mit einem Ventilschließorgan, das mit abdichtender Wirkung mit einem ringförmigen Ventilsitz aus verformbarem Werkstoff zusammenarbeitet, sowie mit einem ringförmigen Tragstück, welches das Ventilschließorgan umgibt und zusammen mit ihm einen Strömungsweg für das durch das Ventil strömende Plud abgrenzt, der bei geschlossenem Ventil dadurch dicht verschlossen ist, daß das Ventilschließorgan mit dem Ventilsitz zusammenarbeitet, dadurch gekennzeichnet daß das ringförmige Tragstück (15) mehrere radial nach innen ragende Ansätze (23) aufweist, die dazu dienen, einer axialen Verlagerung des Werkstoffs des Ventilsitzes in den Strömungsweg hinein einen Widerstand entgegenzusetzen·
- 2. Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Tragstück (15) auf dem Ventilschließorgan (13) angeordnet ist und mit ihm mit einem engen Gleitsitz zusammenarbeitet, und daß die Räume zwischen benachbarten Ansätzen (23) getrennte Kanäle bzw. Durchlässe für das durch das Ventil strömende Plud bilden.
- 3« Ventil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet , daß die Ansätze (23) des Tragstücks (15) als regelmäßige, sich in axialer Richtung erstreckende Keil- ' bahnen oder Rii'felungen ausgebildet sind.
- 4. Ventil nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet , daß die Ansätze (23) des Tragstücks (15) in der Umfangsrichtung eine erhebliche Breite haben, und daß benachbarte Ansätze relativ schmale Plud-2 Ου Ii 29/O üb.?durchlässe (25) abgrenzen.
- 5. Ventil nach Anspruch 4-, dadurch gekennzeichnet, daß die radiale Tiefe der Durchlässe (25) zwischen den Ansätzen (23) des Tragstücks mit zunehmender Entfernung von dem Ventilsitz (20) zunimmt.
- 6. Ventil nach einem der Ansprüche 1 bis 5» dadurch gekennzeichnet, ' daß der Ventilsitz (20) eine allgemein kegelstumpfförmige !Fläche aufweist, mit der ein im wesentlichen scharfkantiger Rand des Ventilschließorgans (13) zusammenarbeitet. .20982Ü/0bb2
Applications Claiming Priority (2)
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2932142A1 (de) * | 1979-08-08 | 1981-02-26 | Teves Gmbh Alfred | Druckminderer |
| DE3342901A1 (de) * | 1983-11-26 | 1985-06-27 | Weber und Springmann GmbH, 3200 Hildesheim | Gegendruck-regelventil |
Families Citing this family (2)
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|---|---|---|---|---|
| GB1557051A (en) * | 1976-11-04 | 1979-12-05 | Automotive Prod Co Ltd | Fluid pressure limiting or reducing valves |
| DE2926062A1 (de) * | 1979-06-28 | 1981-02-19 | Teves Gmbh Alfred | Druckreduziervorrichtung |
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1971
- 1971-11-17 AU AU35820/71A patent/AU470260B2/en not_active Expired
- 1971-12-17 FR FR7145565A patent/FR2118175B1/fr not_active Expired
- 1971-12-17 DE DE19712162911 patent/DE2162911A1/de active Pending
- 1971-12-18 IT IT5484271A patent/IT945529B/it active
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2932142A1 (de) * | 1979-08-08 | 1981-02-26 | Teves Gmbh Alfred | Druckminderer |
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| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR2118175A1 (de) | 1972-07-28 |
| IT945529B (it) | 1973-05-10 |
| FR2118175B1 (de) | 1974-11-15 |
| AU3582071A (en) | 1973-05-24 |
| AU470260B2 (en) | 1976-03-11 |
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