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Zu einer Steuereinheit vereinigte Schaltglieder Die Erfindung betrifft
zu einer Steuereinheit vereinigte Schaltglieder mit jeweils einer Steuerkante zur
Steuerung hydraulischer Arbeitsmittelströme. In bekannter Weise ist diesen Schaltglied
dern ein gemeinsames Gehäuse zugeordnet oder jedes Schaltglied weist ein besonderes
Gehäuse auf, wobei in diesem Falle die Gehäuse zur Bildung der Steuereinheit auf
eine gemeinsame Grundplatte montiert sind. Mit dieser bekannten Technik ergeben
sich für die verschiedenen Steuereinheiten jeweils voneinander in ihrem Aufbau abweichende
gemeinsame Gehäuse oder Grundplatten.
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Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, die für die Steuereinheiten
bestimmten Schaltglieder derart auszubilden, daß eine rationelle Fertigung von Steuereinheiten
mit verschiedenen Schaltbildern zu gewährleisten ist.
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Nach der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß die Gehäuse der
Schaltglieder als Verkettungsplatten mit Pumpen-, Tank-, Arbeits- und/oder Steuerölverkettungskanälen
ausgebildet sind.
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Dadurch läßt sich in einfacher Weise jede gewünschte Steuereinheit
aufbauen.
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In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist das Anschlußbild der Schaltglieder
auf beiden Seiten des Gehäuses deckungsgleich und die
Anschlußkanäle
sind symmetrisch zu einer Bezugsebene angeordnet,-derart, daß beim Drehen des einen
Schaltgliedes gegenüber dem anderen um 1800 die Anschlußkanäle der einander zugeordnete
Schaltglieder deckungsgleich bleiben, die Steuerkanten der einander zugeordneten
Schaltglieder jedoch gegensinnig zueinander gerichtet sind. Dies hat den besonderen
Vorteil, daß mit nur einer Schaltgliedausführung praktisch alle vorkommenden Steuereinheiten
zu erstellen sind Ein weiterer Vorteil besteht hierbei darin, daß für beide Seiten
der Steuereinheit auch die gleiche Endplattenausführung und jede Trennplattenausführung
für bis zu vier verschiedene Durchflußbilder einzusetzen ist.
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Zur Erzielung einer besonders kompakten und betriebssicher arbeitenden
Steuereinheit ist in Weiterbildung der Erfindung zur Befestigung der Schaltglieder
untereinander jeweils einer Befestigungsbohrung des einen Schaltgliedes eine Gewindebohrung
des anderen Schaltgliedes zugeordnet, wobei die Befestigungs-und Gewindebohrungen
zwei S,ymmetrieachsen auf dem Schaltglied zugeordnet sind, und zumindest in der
einen Symmetrieachse jeweils einer Befestigungsbohrung eine Gewindebohrung gegenüberliegt.
Dies eröffnet die Möglichkeit, Schaltglied an Schaltglied mittels Befestigungsschrauben
zu befestigen und damit ein hohes MaB an Dichtheit zu gewährleisten, ohne dadurch
die Kombinationsmöglichkeit der Schaltglieder riteinander beeinträchtigen zu müssen.
Die Schaltgliedereinsätze sind vorteilhafterweise seitlich zur Bfestigungsflche
der Steuereinheit in die Schaltglieder
eingesetzt. Damit ergibt
sich außer der Möglichlceit der Vorteil, die Einsätze ohne besonderen Aufwand auszuwechseln
/die Hilfselemente, wie Hubbegrenzung und Stellungsanzeige nachträglich anbauen
zu können. Ferner ist es vorteilhaft, die Schaltglieder bezogen auf die fertige
Steuereinheit jeweils von der Mitte derselben ausgehend nach beiden Seiten hin miteinander
zu verbinden, so daß beim Auswechseln eines SchaltgLiedes maximal die Hälfte der
die Steuereinheit bildenden Schaltglieder voneinander gegleichzeitig löst werden
müssen. Die mehrere Schaltglieder/steuernden Hilfssteurventile werden zweckmäßigerweise
auf den beiden Endplatten der Steuereiiiheit befestigt.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt.
Es zeigen: Fig. 1 eine Ansicht einer aus vier Schaltgliedern aufgebauten Steuereinheit,
Fig. 2 eine Ansicht in Richtung A der Fig. 1, Fig. 3 eine Ansicht in Richtung B
der Fig. 1, Fig. 4 den schaltungstechnischen Aufbau der Steuereinheit nach den Fig.
1 bis 3, Fig. 5 einen Schnitt durch ein Schaltglied, Fig. 6 einen Schnitt durch
eine Endplatte, Fig. 7 eine Draufsicht in Richtung C der Fig. 6 und Fig. 8 die Draufsicht
auf eine Trennplatte.
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In denFiQ. 1 und 2 bezeichnen la, lb, lc und ld die Schaltglieder
der Steuereinheit St. An den Schaltgliedern la und ld schließen sich die Endplatten
2a und 2b an. Zwischen den Schaltgliedern la und lb ist die Zwischenplatte 3a, zwischen
den Schaltgliedern ib und lc ist die Zwischenplatte 3b und zwischen den Schaltgliedern
lc und 1d ist die Zwischenplatte 3c angeordnet.
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Jedes Schaltglied (Fig. 5) wiid von einem Gehäusekörper 5 gebildet,
der in einer Bohrung 6 einen hülsenförmigen-Sitz- unA Führungskörper 7,für einen~Verschlußkörper
8 aufnimmt. Der Sitz- und Führungskörper ist mit dem Ende 7a- in den Bohrungsabschnitt
6a eingepaßt und mittels des Dichtungsringes 9 abgedichtet. Dasis andere Ende 7b
des Sitz- und Führungskörpers ist/einem Bohrungsabschnitt .ioa einer Sackbohrung
lo des Verschlußdeckels 11 eingepaßt und mittels des Dichtungsringes 12 ebenfalls
abgedichtet.
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Der Verschlußdeckel 11 ist mit Hilfe von Schrauben 34 (Fig. 1) mit
dem Gehäusekörper 5 verbunden. Der Verschlußkörper 8 weist zwei Führungsflächen
8a und 8b auf, die einen Ringraum 13 begrenzen der über Radialbohrungen 14 in der
hülsenförmigen Verlångerung 8c des Verschlußkörpers mit dem Steuerraum 15 und über
eine Düse 16 im Sitz- und Führungskörper 7 mit dem Raum 17 zwischen Sitz-und Führungskörper
7 und der Bohrung 6 des Gehäusekörpers 5 in Verbindung steht. Der Verschlußkörper
8 wird mittels der Feder 18, die sich mit dem einen Ende im Grund lob der Sackbohrung
lo des Verschlußdeckels 11 und mit dem anderen Ende an der Fläche 8d des Verschlußkörpers
abstützt, mit seiner Sitzkante 8e auf der Sitzfläche 7c des Sitz- und Führungskörpers
7 gedrückt.
Der'Verschlußkörper 8 weist ferner eine Gewindebohrung
8f zur Aufnahme--einer Düse zum Verbinden des Raumes 19 mit dem auf, Steuerraum
15# für den Fall, daß das Arbeitsmittel aus diesem Raum 19 in Richtung des Raumes
17 strömen soll. Hierbei muß die Düse 16 durch eine-Verschlußschraube ersetzt werden.
Bei umgekehrter Durchströmrichtung muß die Gewindebohrung 8d im Verschlußkörper
durch eine Verschlußschraube Verschlossen werden Der Steuerraum 15 steht ferner
mit-einer Steuerbohrung im Verschlußdeckel 11 in Verbindung In dem Gehäusekörper
5 sind zwei arbeitsmittälführende durchgehende Verkettungskanäle 20 und 21, sowie
zwei steuermittelmittelführende durchgehende Verkettungskanäle 22 und 23 vorge-'
sehen-. Die Verkettungskanäle 20, 21 liegen zur Symmetrieachse 24 einander- symmetrisch
gegenüber und die Verkettungskanäle 22, 23 liegen zur Symmetrieachse 25 einander-symmetrisch
gegenüber. Durch diesesymmetrische Anordnung der Verkettungskanäle bleiben die Verkettungskanäle
benachbarter Schaltgliederdeckungsgleich,-egal ob das eine Schaltglied gegenüber
das andere um die Symmetrieachsen 24 oder 25 um 180° verdreht-wird-, oder um die
senkrechte Achse um 1800 Verschwenkt- wird.- Der Gehäusekörper 5 weist ferner noch
vier Befestigungslöcher 26a, 2'6b', 26c, 26d, sowie vier Gewindelöche 27a, 27b,
27c, 27d auf. In Bezug auf die Symmetrieachse 25 liegen jeweils einer Befestigungsbohrunq-
eine Gewindebohrung gegenüber und umgekehrt. Dadurch- wird die Möglichkeit geschaffen,
daß zwei bensachbarte-Schaltglieder
zusammengeschraubt werden können
unabhängig davon, ob die Schaltglieder um 180° gegeneinander verdreht sind oder
nicht-.-In den Figuren 1 und 2 in Verbindung mit Fig. 4 ist zu- erkennen,-daß bei
der gezeigten Steuereinheit St die Steuerglieder la, ld gegenüber den Steuergliedern
1b, lc-um 180° verdreht sind.
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Nach Fig. 4 ist über die Endplatte 2a der Verkettungskanal 20 mit
dem Tank und der Verkettungskanal 21 mit der Arbeitsleitung A verbunden und die
beiden der Steuerung dienenden Verkettungskanäle -22-und 23' über die bteuerleitungen
mit dem die Schaltstellungen a' und-b aufweisenden 4-Wegeventil 30.
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Die zwischen dem Schaltglied la und 1b angeordnete Trennplatte 3a
trennt die Verkettungskanäle 20 und 22 des Schaltgliedes la von den gegenüberliegenden
Verkettungskanälen 21,23 des Schaltgliedes 1b, während die Verbindung der Verkettungskanäle
21, 23 des Schaltgliedes damit den gegenüberliegenden Verkettungskanäi)en 20, 22
des Schaltgliedes 1b erhalten bleibt. Am Schaltglied 1b sind zwei Anschlüsse 31,
32 (Fig. 5) vorgesehen, die mit dem Ver- -kettungskanal 20 bzw. 21-in-Verbindung
stehen. Der Anschluß 31 ist mittels eines Stopfens verschlossen und der Anschluß
32 mit der Druckmittelquelle P verbunden. Damit Damit steht auch der-Verkettungskanal
21 des Schaltgliedes lb unter dem Druck der Druckmittelquelle. Zwischendem Schaltglied
1b und 'lc-trennt dieTrennplatte 3b die Verkettungskanäle 20, 22 und 23 voneinander,
so daß lediglich lb, 1c die Verkettungskanäle 21 der beiden Schaltglieder/unter-einander
verbunden
sind. Die Schaltglieder lc und ld sind ähnlich wie die Schaltglieder la und lb über
eine Trennplatte 3c miteinander verbunden durch die die Verkettungskanäle 21 und
23 des Schaltlc gliedes/von den Verkettungskanälen 20 und 22 des Schaltgliedes,
1d getrennt sind und die Verkettungskanäle 20 und 22 des Schaltgliedes lc mit den
Verkettungskanälen 21 und 23 des Schaltgliedes ld verbunden sind. Über die Endplatte
2b ist der Verkettungskanal 20 mit dem Tank und der Verkettungskanal 21 mit der
Arbeitsleitung B verbunden. Die beiden restlichen Verkettungskanäle 22 und 23 sind
mit den Steuerleitungen 43 und 44 verbunden, die zu dem 4-Wegeventil 33 mit den
Schaltstellungen-a, b, und c führen. Das Wegeventil 30, das die Schaltstellung der
Schaltglieder la, lb steuert, ist auf der Endplatte 2a und das Wegeventil 33, das
die Schaltstellung der Schaltglieder lc, 1d steuert, ist auf der Endplatte 2b angeordnet.
Die Endplatten 2a,2b weisen zur Weiterleitung der Steuerflüssigkeit entsprechende
Kanäle 35, 36 zu den Anschlüssen'der betreffenden Verkettungskanäle 22,23 auf. Die
Endplatten sind ferner mit arbeitsmittelführenden Anschlüssen 37, 38 versehen, die
mit den Verkettungskanälen 20, 21 der Schaltglieder deckungsgleich sind. Außerdem
ist jede Endplatte mit acht Befestigungslöchern 39a...39h ausgestattet. Diese acht
Befestigungslöcher sind erforderlich, damit unabhängig von der gezeigten Lage des
benachbarten Schaltgliedes jeweils die gleiche Endplatte zu verwenden ist. Schließlich
sind zu beiden Seiten der Endplatten Befestigungsaugen 40 angeschweißt.
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Wird jedes Schaltglied von einem eigenen Wegeventil angesteuert, erden
die Wegeventile unmittelbar auf die Verschlußdeckel 11 aufgesetzt. Die Verschlußdeckel
11 sind seitlichSzur Befestiggungsfläche 41 der Befestigungsaugen angeordnet.
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Bei der Befestigung der Schaltglieder untereinander werden zunächst'die
Schaltglieder lb, lc unter Zwischenfügung der Trennplatte 3b miteinander verschraubt.
Daran anschließend werden die beiden äußeren Schaltglieder la, ld an den benachbarten
Schaltgliedern lb, lc befestigt.
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Die in Fig. 8 gezeigte Trennplatte 3a, 3b weist acht Durchgangsbohrungen
42a...42h für die Befestigungsschrauben auf. Dadurch wird es möglich, die Trennplatte
für vier verschiedene Einbaulagen einzusetzen. Die TrennpLatte läßt sich um die
senkrecht auf der Symmetrieachse 25 stehende Achse Z um 180° verschwenken, so daß
die für die arbeitsmittelführenden Verkettungskanäle bestimmte Durchgangsbohrung
43 und die für die steuerflüssigkeitsführende Verkettungskanäle bestimmte Durchgangsbohrung
44 auf den gegenüberliegenden Seiten liegen; und sie kann um die Symmetrieachse
25 um 180° geschwenkt werden, so daß sich nochmals zwei Einbaulagen ergeben.
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In der gezeigten Schaltstellung der Wegeventile 30 und 33 steht der
Steuerraum 15 des Schaltgliedes la mit dem Tank T, der Steuerraum 15 des Schaltgliedes
lb, sowie die Steuerräüme der Schaltglieder lc, id stehen mit der Steuerölleitung
x in
Verbindung. Hierbei ist die Düse 16 im'Sitz- und Führungskörper
7 durch eine Verstellschraube ersetzt, so daß zwischen dem Raum 17, der mit dem
Verkettungskanal 21 in Verbindung steht und dem Steuerraum 15 keine Verbindung besteht.
Außerdem ist die Gewindebohrung 8f im Verschlußkörper verschlossen, so daß vom Steuerraum
15 auch keine Verbindung zum mit dem Verkettungskanal 20 in Verbindung stehenden
Raum besteht.
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Unter der Annahme, daß das Arbeitsmittel den Schaltgliedern über die
Verkettungskanäle 21 zuströmt und über die Verkettungskanäle 20 aus den Schaltgliedern
abströmt, greift infolge der Durchmesserdifferenz zwischen den.Führungsflächen 8a,
8b und der Sitzkante 8e eine in öffnungsrichtung des Verschlußkörpers wirkende Kraft
am Verschlußkörper ans die bei einer Verbindung des Steuerraumes 15 mit dem Tank
den Verschlußkörper durch überwinden der Schließkraft der Feder 18 in öffnungsrichtung
bewegt, so daß die Verbindung zwischen den Räumen 17 und 20 freigegeben ist. Wird
hingegen die Verbindung des Steuerraumes 15 mit dem Tank unterbrochen, baut sich
über die Steuerölleitung x im Steuerraum- 15 ein zumindest dem im'Raum 17 entsprechender
der Druck auf, der den Verschlußkörper 8 gemeinsam mit/Schließkraft der Feder 18
in Schließstellung bewegt, so daß die Verbindung zwischen den Räumen 17 und 19 getrennt
wird. Im geschlossenen Zustand des Verschlußkörpers wirkt neben der Feder kraft
noch zusätzlich der Druck des Steueröls im Steuerraum in Schließrichtung des Verschlußkörpers.
Der Steuerraum kann selbstverständlich auch vom Arbeitsmittel beaufschlagt,werden.
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In diesem Falle wird eine Düse 16 in der hierfür vorgesehenen ~Gewindebohrung
im Sitz- und Führungskörper 7 vorgesehen (Fig.5).
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Die Verbindung der steuermittelführenden Verkettungskanäle 22 bzw.
23 mit dem Steuerraum 15 erfolqt über die Verbindunqskanäle die 45, 46 im Gehäusekörper
5 und/Verbindungskanäle 47 im V6r--schlußdeckel 11. In der gezeigten Schaltstellung
der 4-Wegeventile 30, 33 stehen. die Steuerräume 15 aller vier Schaltglieder unter
Steueröldruck, so daß sich die Verschlußkörper 8 in ihrer Schließstellung befinden.
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Die Erfindung ist nicht an das gezeigte Ausführungsbeispiel gebunden.