DE2162171A1 - Verspannungssystem fuer kernelemente eines reaktorkernes - Google Patents
Verspannungssystem fuer kernelemente eines reaktorkernesInfo
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Description
GESELLSCHAFT FÜR Karlsruhe, den 8. Dezember 1971
KERNFORSCHUNG MBH . PLA 71/53 Sdt/sz 9 16 2171
Verspannungssystem für Kernelemente eines Reaktorkernes
Die Erfindung betrifft ein Verspannungssystem für prismatische Kernelemente
eines vertikalen, längszylindrischen Reaktorkerns, bestehend aus am Umfang des Kernes angeordneten Spannelementen, die
radiale Spannkräfte vom Kernmantel auf die Kernelemente ausüben.
Solche Kernverspannungen dienen dazu, die Dimensionsstabilität der
Reaktorkernstruktur in allen Betriebszuständen des Reaktors in soweit zu sichern, daß die Strukturkoeffizienten der Reaktivität jederzeit definiert und zulässig sind. Darüberhinaus soll erreicht
werden, daß trotz der Strahlenschädigung der Strukturmaterialien - d.h. bei einem Verspröden, einem differentiellen Schwellen oder
strahlungsinduziertem Kriechen derselben - die Reaktorverfügbarkeit
hoch ist. Erreichbar sind diese Ziele nur, wenn im Kern dauernd verbleibende Stützstrukturen vermieden werden, d.h. wenn die Verspannung
von außen in sogenannten Verspannungsebenen erfolgt, wenn die
Materialbeanspruchungen überall in zulässigen Grenzen gehalten werden und wenn für eine leichte Austauschbarkeit aller Kernelemente
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(z.B. Brennelementhandhabung, Regelstab- und Abschaltführungsrohre)
gesorgt wird. Die Lage dieser Verspannungsebenen, d.h. der Ebenen in welchen die Brennelemente aneinander stoßen, ergibt sich unter
Beachtung der theoretischen Biegelinie des Kernelementes, die sich unter den verschiedenen Beanspruchungen einstellt, aus den Anforderungen
hinsichtlich der Reaktivitätskoeffizienten und der Materialbeanspruchungen.
Besonders problematisch ist in diesen Verspannungsebenen bei natriumgekühlten
Kernreaktoren mit Kühlmitteltemperaturen von 5OO 6OO° C das Problem der überhöhten Reibungskoeffizienten. Durch diese,
teilweise auf dem Effekt der Selbstverschweißung beruhenden, erhöhten Reibungskoeffizienten wird in den Verspannungsebenen die
Krafteinleitung in das Kernelementbünde.I erheblich erschwert bzw.
unmöglich gemacht.
Die Erfindung hat nun zur Aufgabe, ein Verspannungssystem für solche
Kernelemente zu schaffen, bei welc'iem die Reibungskräfte in
den Verspannungsebenen zwischen den einzelnen Kernelementen auf ein Minimum verringert werden, so daß eine gleichmäßige Kernverspannung
unter allen Betriebszuständen des Reaktors sichergestellt ist. Darüberhinaus soll diese Kernverspannung einfach betätigbar
sein und ein leichtes Be- und Entladen der Kernelemente ermöglichen.
Die Lösung dieser Aufgabe besteht bei einem Verspannungssystem der
eingangs erwähnten Art erfindungsgemäß darin, daß die Kernelemente sich jeweils in einzelnen Verspannungsebenen berühren und an ihren
Berührungsstellen mittels Lagerelementen wie z.B. Kugeln, Rollen, Kugel- oder Nadellagern in Verbindung stehen, bei welchen zwischen
den an die Kernelemente anstoßenden Partien bei Bewegungen der Kernelemente mindestens an einer Berührungsstelle rollende Reibung
auftritt. Eine Alternativlösung der Aufgabenstellung besteht erfindungsgemäß darin, daß die Kernelemente sich jeweils in einzelnen
Verspannungsebenen berühren und an ihren Berührungsstellen mittels
elastisch verformbarer Glieder in Verbindung stehen. Auch bei der Lösung nach dem ersten Erfindungsgedanken besteht ein erheblicher
Vorteil darin, daß die Lagerelemente an Federn angebracht sind oder an unter den Verspannungskräften in den Verspannungsebenen elastisch
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- 3 verformbaren Teilen angreifen.
In vorteilhafter Weise ist in den Verspannungsebenen ein in die
Hüllwand der Kernelemente einsetzbarer rohrförmiger Kastenteil angeordnet,
an dessen Außenseite alle, die Verspannbewegungen und -kräfte aufnehmenden bzw. übertragenden Teile angebracht sind.
Konstruktiv sind die Lagerelemente günstigerweise in der Art ausgeführt, daß in den Verspannungsebenen an den Berührungsstellen
der Kernelemente in nischenartigen Vertiefungen der Außenseite des
Kastenteils je zwei Rollen mit zum Kernelement paralleler Mittelachse eingebaut sind, deren äußerer Durchmesser über die Außenseite
hinausragt und deren Wellenzapfen mit Axialspiel durch Nadellager im Kernelementkasten drehbar gelagert ist. Die eigentlichen
Berührungsstellen sind dabei so ausgebildet, daß die Rollen bezogen auf den jeweilig geraden Wandteil des Kastenteils aus der Mitte
versetzt sind, so daß bei sich paarweise gegenüberliegenden Wandteilen
jede Rolle au" den Wandteil des benachbarten Kastenteils zu liegen kommt, der seitlich neben der Vertiefung liegt, wobei dieser
Wandteil biegeelastisch senkrecht zur Verspannungskraft ausgebildet ist. Auf diese Art kommen die Rollen in vorteilhafter Weise
zur Anlage an der jeweils gegenüberliegenden Wand, verformen diese elastisch und bewirken dadurch den eigentlichen Verspannungsdruck
in der Verspannungsebene, der sich somit auf günstigste Weise durch
den ganzen Reaktorkern verteilen kann. In vorteilhafter Weise besteht der biegeelastische Wandteil aus einem Biegestab, der senkrecht
zur Wand in einer Ausnehmung des Kastenteils nach Art eines Biegebalkens zweipunktgelagert ist. Dabei kann die Kastenwand hinter
den Biegestab der Biegelinie so angepaßt sein, daß unter maximaler Verspannungskraft der Biegestab an die angepaßte Kastenwand
zur Anlage kommt. Hierdurch kann eine Verformungsbegrenzung erreicht werden.
Die Verspannung am Umfang eines z.B. natriumgekühlten Reaktorkernes
mit hexagonalen Kernelementen erfolgt günstigerweise dadurch,
daß die am Umfang des Reaktorkernes angeordneten Spannelemente ebenfalls hexagonalen Querschnitt aufweisen und über den Bereich
zwischen den Spannebenen längs geteilt sind, wobei in diesem Be-
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reich der den Kernelementen gegenüberliegende Spannelementkastenteil
beweglich ist und kolbenartig abgedichtet in den anderen Kastenteil hineinragt, daß der Innenraum zwischen den beiden Kastenteilen
etwa mit Natriumeintrittsdruck und der Außenraum zwischen Spannelementen und Kerneleraenten mit Natriumaustrittsdruck
in Verbindung steht und daß zwischen den beiden Kastenteilen eine Rückholfeder für den beweglichen Spannelementkastenteil in Form
eines Biegestabes vorgesehen ist. Auf diese Art kann in einfacher Weise die Verspannung des Reaktorkerns mit einem Niederdruck durchgeführt
werden, der in der Größenordnung des Natriumeintrittsdrukkes liegt und für dessen Erzeugung handelsübliche Natriumpumpen
verwendet werden können. Es kann jedoch auch der Natriumdruck der fc eigentlichen Kühlmittelpumpen verwendet werden.
Weitere Einzelheiten der Erfindung werden im folgenden in schematischen
Ausführungsbeispielen anhand der Figuren 1 bis 6 näher erläutert:
Die Figur 1 zeigt die theoretischen Biegelinien von Reaktorkernelementen
in verschiedenen Zuständen Die Figur 2 einen Querschnitt durch den Reaktorkern Die Figur 3 Einzelheiten der Kernelemente an ihren Berührungspunkten
in der jeweiligen Verspannungsebene
Die Figur 4 einen Schnitt entlang der Linie AB in der Figur 3
Die Figur 5 eines der am Umfang angeordneten Spannelemente im ^ Seitenschnitt
™ Die Figur 6 einen Schnitt entlang der Linie CD in der Figur 5
In der Figur 1 sind die theoretischen Biegelinien 1 der Reaktorkernelemente
bei verschiedenen Zuständen im Prinzip dargestellt. Die Reaktorstandzeit beträgt in den Fällen b - d 300 Tage. Zwischen
den Linien 2 und 3 befindet sich die Brennstoffzone des Reaktors.
Die Linien 4 und 5 bilden die Verspannungsebenen. Die Linie 6 die
Fußstutzebene.
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In Fall a) ist die Biegelinie eines Kernelementes bei rein thermischer Verbiegung im heifien Zustand dargestellt. Im Fall b) zeigt
die Biegelinie eines Elementes unter Schwell- und Kriechverforasung in kaltem Zustand, wobei keine Verspannung in der Verspannungsebene
5 stattgefunden hat. In Fall c) ist die Biegelinie des Falles b)
dargestellt nit de» Unterschied, daft das Kernelement hier in der Verspannungsebene 5 verspannt ist lind im Fall d) befindet sich das Element verspannt im heißen Zustand. Der Fall a) zeigt somit den reinen
thermischen Einfluß auf die Verbiegung der Kernelemente und die Fälle b) — d) den Einf IuH der durch die Reaktorstandzeit bewirkten
Strukturmaterialverformung durch Schwellen und Kriechen überlagert
mit den Temperatureffekten.
In der Figur 2 ist ein teilweiser Querschnitt durch den Reaktorkern
dargestellt. Die Kernelemente mit hexagonalem Querschnitt bestehen
aus den Brennelementen 7. den Brutelementen 8, den Trimmregelstaben
9 und den Abschaltstäben 1O. IM das zu einer hexagonalen Baueinheit
zusammengesetzte Kernelementbündel herum sind innerhalb des Kern—
mantels 11 die natriumhydraulischen Spreizelemente 12 angeordnet. Diese sind in dem zu den Figuren 5 und 6 gehörigen Beschreibungsteil naher beschrieben. Das Kühlmittel, in diesem Fall flüssiges
Natrium, durchströmt die Kernelemente innerhalb ihrer Hüllwand und
unterliegt bei der Durchströmung einem Druckabfall. In dem Raum 13
zwischen den Spreizelementen 12 und den Brutstaben 8 herrscht Natriumaustrittsdruck, d.h. derselbe Druck wie am Ausgang des Kernelement innenraums. Der Innenraum des Spreizelementes 12 wird jedoch
von Natriumeintrittsdruck, d.h. dem Druck vor Eintritt in den Kernelementinnenraum beaufschlagt, so dall eine Druckdifferenz zu dem
Raum 13 besteht.
Die Figuren 3 und 4 zeigen Einzelheiten des Reaktorkerns in den jeweiligen Verspannungsebenen 4, 5.
In die HOllwand 14 der Kernelemente 7, 8, 9, IO ist in den Verspannungsebenen 4« 5 ein rohrförmiger Kastenteil 15 eingesetzt und
■tit ihr verschweiet. Der rohrförmige Kastenteil 15 weist innen einen
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freien Querschnitt 16 auf, der den unbehinderten Durchtritt des
die Keraelennente axial durchströmenden Kühlmittels ermöglicht. Die
Druckdifferenz zwischen dem freien Querschnitt 16 und des Saum
entspricht den jeweiligen, der entsprechenden Kernhöhe zugeordneten Druckabfall, d.h. bei einem völlig unterhalb der Verspaanangsebene
gelegenen Reaktorkern etwa dem vollen Druckabfall desselben.
Der Kastenteil 15 weist .ebenso wie die Kernelemente hexagonalen
Querschnitt auf und ist an seinen Außenseiten mit nischenarfcigea
Vertiefungen 17 versehen, üi.& "bezogen auf jeden geraden Anteil
der hexaganaalen Außenfläche seitlich aus der Mitte versetzt sind.
In den nischemartigen Vertiefungen 17 ist jeweils eine Holle 19
mit zum Kermelememt paralleler Mittelachse eingebaut, die an ihrer
Ober— und Unterseite je einen Wellenzapfen 2O aufweist. Die Wellenzapfen
2O sind an ihren Enden 21 leicht ballig ausgeführt oac
durch Nadellager 22 in Lagerbüchsen 23 und. 24 gelagert. Diese üa—
gerbüchsem 23 und 24 sind in den Vertiefungen 17 befestigt. Die Rolle 19 ragt dabei mit ihrem äußeren Durchmesser über die iiexagonale
Außenfläche 18 des rohrföraiigen Kastenteils 15 hinaus tsndL
ermöglicht dmurda. ihre leichte Drehbarkeit gegenüber dem Kastenteil
15 und danait auch den Kernelementen eine gewisse Verschieb! fcfokeit
der Keraeleanente gegeneinander, trotz Aufbringen einer Verspannamgskraft
bzw. eines verspannungsdruckes in den Verspannungsebenen 4,
5. Um diesen verspannungsdriick sicherzustellen und zu begrenzen
sind die Rallen 19 wie schon erwähnt seitlich aus der Mitte der
hexagonalen Außenfläche 18 versetzt und greifen paarweise an jeder
der sich gegenüberliegenden hexagonalen Außenflächen 18 des jeweilig
anderen den Brennelementkasten an einer biegestabartigen Feder
25 an. Die Feder 25 ist nach Art eines Biegebalkens durch die Schrauben 26 rand 27 in einer Ausnehmung 29 zweipunktgelagert und
kann durch die besondere Ausbildung des hinter der Feder 25 gelegenen fiandteils 28 des Kastenteils 15 durchfedern. Der Wanetteü
28 ist dabei der Biegelinie der Feder 25 so angepaßt, daS outer
maximaler Verspannungskraft die Feder 25 zur Anlage an dem Wand—
teil 28 koennt. Die Durchbiegung der Feder 25 kann dabei in der
Größenordnung bis zu einem mm betragen. Unter Umständen können
die Rollen 19 auch durch Federelemente ersetzt werden, die Kräfte
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aus verschiedenen Richtungen aufzunehmen in der Lage sind. Auch
können die Rollen 19 in solchen Federelementen gelagert werden, was zu einer Minimalisierung der Reibungskräfte führt, jedoch einen etwas erhöhten Bauaufwand bedingt« Bei der bevorzugten Bauart
weisen die Rollen 19 und ihre Wellenzapfen.20 in den Lagerbüchsen
23 und 24 gewisses Axialspiel auf. Dadurch kann die Rolle 19 in bestimmte Grenzen axial wandern und kommt dann jeweils in den
balligen Enden 21 der Wellenzapfen 2O zur Anlage an den Innenflächen
der Lagerbüchsen 23 und 24. Dadurch kann eine Blockierung der
Rollen 19 durch Axialkräfte vermieden werden.
In den Figuren 5 und 6 sind die am Umfang des Reaktorkernes angeordneten
hydraulischen Spreizelemente 12 näher dargestellt. Die Spannelemente .12 weisen ebenfalls wie die Kernelemiente 7» 8, 9,
hexagonalen Querschnitt auf und sind etwa Über den Bereich der Verspannungsebenen 4 und 5 längsgeteilt. Das Spannelement 12 besteht
in diesem Bereich aus zwei Teilen 30 und 31, wobei der Teil 30 als innerer Teil anzusehen ist und dem Bereich der Kernelemente gegenüberliegt und der Teil 31 den äußeren Teil bildet, der
sich nach außenhin über Distanzstücke 32 am Kernmantel 11 abstützt (siehe Figur 6 und Figur 2). Ober- und unterhalb der Verspannungsebenen
4 und 5 ist der innere Teil 30 des Spannelement— kastens durch Querwände 33 und 34 axial zur Spannelementlängsachse
abgeschlossen. Die Querwände 33 und 34 sind durch eine Rückwand 45 verbunden, so daß im inneren Kastenteil ein geschlossener
Hohlraum 35 entsteht. Der innere Kastenteil 30 mit dem Hohlraum 35 ist nun senkrecht zur Spannelememfclängsachse beweglich und in
den Führungsflächen 36 und 37 mittels Dichtungen 38 abgejdjichtei:.-^; .'
Mittels Distanznoppen 39 und Begrenzungsstiften 4Otin Langlöchern^ r
41 wird der Weg des Kastenteils 3O begrenzt. Hinter dem Teil 30
befindet sich ein Hohlraum 43, der mit einem Kanal 42 in Verbindung steht und der gegenüber dem Raum 13 zwischen den Kernelementen
bzw. zwischen den Spannelementen und den Kernelementen abgedichtet
ist. Besteht nun eine Druckdifferenz zwischen dem Hohlraum 43 ,und
dem Raum 13, so bewegt sich der innere Kastenteil 30 senkrecht zur
Längsachse des Verspannelementes und kommt an die Kernelemente
durch die Rollen 44 zur Anlage. Die Anlagekraft bestimmt sich aus der wirksamen Fläche der Rückwand 45 und der darauf einwirkenden
— 8 —
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Druckdifferenz im Hohlraum 43. Zwischen den beiden Teilen 30 und
des Spannelementes ist eine Biegefeder 46 in Form eines Stabes angebracht,
die bei einem Wegfall der Druckdifferenz den inneren beweglichen Teil 30 wieder in seine Ausgangslage zurückzieht, so daß
einerseits die Verspannung aufgehoben ist und andererseits die Kernelemente nach oben aus dem Reaktorkern leicht herausgezogen
werden können.
Der Raum 13 zwischen den Kernelementen und den Spannelementen ist bei einem natriumgekühlten Kernreaktor mit Natriumaustrittsdruck
beaufschlagt, der Hohlraum 43 dagegen ungefähr mit Natriumeintrittsdruck.
Die sich daraus ergebende Druckdifferenz bewirkt nun die Verspannung
der Kernelemente. Es ist zweckmäßig, den Druck im Raum durch eine eigene Pumpe zu erzeugen, da im Halblastbetrieb des Reaktors
nur noch etwa 1/4 (des ursprünglichen Kühlmitteldruckes erforderlich
ist und die Verspannung damit lastabhängig wäre. Der die Verspannung bewirkende Na-Differenzdruck in Raum 43 sollte jedoch
im Betriebszustand des Reaktors konstant sein und in der Höhe des Druckabfalls im Core liegen, so daß aus Kostengründen zur Erzeugung
serienmäßige Pumpen verwendet werden können.
Mit der Erfindung wird in vorteilhafter Weise die Wirkung der hohen
Reibungskräfte zwischen den Kernelementen eines Kernreaktors, die vor allem in heißem Natrium durch partielle Verschweißeffekte sehr
hoch sein können, entscheidend herabgesetzt. Im Zusammenwirken mit den elastischen Gliedern kann somit erreicht werden, daß sich .die
Brennelemente beim Zusammenschieben in den Verspannungsebenen geo^
metrisch richtig in das Hexägonalgitter einordnen. Infolge der Reibungsverminderung
und durch allseitige Zusammendrückbarkeit der Brennelementquerschnitte in den Verspannungsebenen wird es ermöglicht,
daß sich in denselben unter der Wirkung der Umfangsverspanhung
ein quasihydrostatischer und damit berechenbarer Druckspannungszustand
einstellt. Dieser Druckspannungszustand bleibt auch dann beherrschbar, wenn die Brennelementkästen infolge von thermischen
strahlungsinduzierten Verformungen (Schwellungen und Kriechverformungen)
verbogen werden. Auf ein sequentielles Anspannen äußerer Spannbacken kann durch die vorteilhafte Reibungsverminderung ver-
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ziehtet werden, so daß es möglich wird» für die äußere Kernverspannung
!zusammen ansprechende hydraulische Verspannungselemente einzusetzen. Deren Vorteile liegen in einer wesentlich vereinfachten
Konstruktion, wodurch unter anderem auch eine verkürzte Spannzeit
ermöglicht wird und darin, daß sie sich wie die Corelernente mittels
der dafür vorgesehenen Manipulatoren und Wechseleinrichtungen aus dem Kernelementverband auswechseln lassen.
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Claims (8)
- GESELLSCHAFT FÜR Karlsruhe, den 8. Dezember 1971KERNFORSCHUNG MBH PLA 71/53 Sdt/szPatentansprüche;( l.JVerspannungssystem für prismatische Kernelemente eines vertikalen, längszylindrischen Reaktorkernes, bestehend aus am Umfang des Kernes angeordneten Spannelementen, die radiale Spannkräfte vom Kernmantel auf die Kernelemente ausüben, dadurch gekennzeichnet, daß die Kernelemente (7, 8, 9, 1O) sich jeweils in einzelnen Verspannungsebenen (4, 5} berühren und an ihren Berührungsstellen mittels Lagerelementen wie z.B. Kugeln, Rollen, Kugel- oder Nadellagern in Verbindung stehen, bei welchen zwischen den an die Kernelemente (7, 8, 9, 10) anstoßenden Partien bei Bewegungen der Kernelemente mindestens an einer Berührungrastelle rollende Reibung auftritt.
- 2. VerSpannungssystem für prismatische Kernelemente eines vertikalen, längszylindrischen Reaktorkernes, bestehend aus- am Umfang des Kernes angeordneten Spannelementen, die radiale Spannkräfte vom Kernmantel auf die Kernelemente ausüben, dadurch gekennzeichnet, daß die Kerneleraente (7, 8, 9, 1O) sich jeweils in einzelnen Verspannungsebenen (4, 5) berühren und an ihren Berührungsstellen mittels elastisch verformbarer Glieder in Verbindung stehen.
- 3. Verspannungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerelemente an Federn angebracht oder an unter den Verspannungskräften in den Verspannungsebenen elastisch verformbaren Teilen angreifen.
- 4. Verspannungssystem nach Anspruch 1, Anspruch 2 oder Anspruch 3* dadurch gekennzeichnet, daß in den Verspannungsebenen (4, 5) ein in die Hüllwand (14) der Kernelemente (7, 8, 9, 10) einsetzbarer, rohrförmiger Kastenteil (15) angeordnet ist, an dessen Außenseite (18) alle, die Verspannbewegungen und -kräfte aufnehmenden bzw. übertragenden Teile angebracht sind.-309625/0537- . Ii -
- 5. Verspannungssystem nach Anspruch 1, Anspruch 3 oder Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß an die Berührungsstellen der Kerne leinen te (7, 8, 9, 10) in nischenartigen Vertiefungen (17) der Außenseite (18) des Kastenteils (15) je zwei Rollen (19) mit zum Kernelement paralleler Mittelachse eingebaut sind, deren äußerer Durchmesser über die Außenseite (18) hinausragt und deren Wellenzapfen (2O) mit Axialspiel durch Nadellager (22) im Kastenteil (15) drehbar gelagert ist,
- 6. VerSpannungssystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollen (19) bezogen auf die jeweilig gerade, äußere Wandfläche (18) des Kastenteils (15) aus der Mitte versetzt sind, so daß bei sich paarweise gegenüberliegenden Teilen (18) jede Rolle (19) auf den Wandteil des benachbarten Kastenteils zu liegen kommt, der seitlich neben den Vertiefungen (17) liegt, wobei dieser Wandteil biegeelastisch senkrecht zur Verspannungskraft ausgebildet ist.
- 7. Verspannungssystem nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der biegeelastische Wandteil aus einem Biegestab (25) besteht, der parallel zur Wand in einer Ausnehmung (29) des Kastenteils (15) nach Art eines Biegebalkens zweipunktgelagert ist und daß die Kastenwand (28) hinter dem Biegestab (25) der Biegelinie so angepaßt ist, daß unter maximaler Verspannungskraft der Biegestab an die angepaßte Kastenwand (28) zur Anlage kommt.
- 8. Verspannungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 7 für einen natriumgekühlten Reaktorkern aus Kernelementen mit hexagonalem Querschnitt, dadurch gekennzeichnet, daß die am Umfang des Reaktorkernes angeordneten Spannelemente (12) ebenfalls hexagonalen Querschnitt aufweisen und über den Bereich zwischen den Spannebenen (4, 5) längsgeteilt sind, wobei in diesem Bereich der den Kernelementen gegenüberliegende Spannelemeritkastenteil (30) beweglich ist und kolbenartig abgedichtet in den anderen Kastenteil (31) hineinragt, daß der Innenraum (43) zwischen den bei-- 12 -309825/0567V i- ,". ':. ''■ U V Cden Kastenteilen (30, 31) mit Natriumeintrittsdruck und der
Außendruck (13) zwischen Spannelementen (12) und Kernelementen
(7, 8, 9, 10) mit Natriumaustrittsdruck in Verbindung steht und daß zwischen den beiden Kastenteilen (30, 31) eine Rückholfeder (46) für den beweglichen Spannelementkastenteil (30) in Form ei" nes Biegestabes vorgesehen ist.30982S/0S67Le erse r t
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