DE2162167A1 - Einrichtung zum keimen und darren von malz - Google Patents
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Description
03.1?.1971 Pat/Sv/Ls MIAG (EM )
Einrichtung zum Keimen und Darren von Malz
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Keimen
und Darren von Malz-, bestehend aus mehreren übereinander und um einen Mittelschacht herum liegenden, kreisförmigen,
drehbare Horden mit Gutwechselschneckenenthaltenden Arbeitskammern und neben diesen befindlichen Seitenschächten, in,
deren einem sich die Zu- und Abfuhrleitungen für das Gut befinden,
nach dem Hauptpatent (P 21 21 586.1).
Mit dem Hauptpatent Ist eine Gutwechselschnecke offenbart worfen,
die durch, Gewindespindeln vertikal bewegbar ist, wobei
sich die Spindeln außerhalb des kreisringförmigen Hordenraums befinden. Die beweglich auszubildenden Abdeckungen dieser
Spindeln gegen den Hordenraum bereiten erhebliche Schwierigkeiten, weil sie sich entlang der Hordenbeschichtung verschieben
können müssen.
Diese Nachteile werden gemäß der Erfindung dadurch vermieden, daß die Gewindespindeln mittels derer die Giatwechselsehnecko
zwischen in der Wand befindlichen Be- und Entladeöffnung©!!
auf- und abbewegbar ist, aufgehängt sind,» und zwar insbesondere
über Getriebe, die an der Decke des Horden-Oberraiiiss
befestigt sind. Die Gutwechselschnecke wird in an sich bekannter Weise (DT-OS 2 015 060) unter einem Träger angeordnet, der
die Verbindung zum Hordenraum herstellt und als Zentralstück
für die ganze Gutschneckeneinrichtung dient.
Die Erfindung wird anhand eines Ausführungsbeispieles, das in der Zeichnung dargestellt ist, im folgenden näher erläutert.
Es zeigen
Fig. 1 einen vertikalen Radialschnitt durch einen tos
mehreren übereinander angeordneten Hordenrätisen
309S2S/013?
O*. 12.1971 Pat/Sv
MIAG - 2 - (EM )
einer statischen Mälzerei gemäß Schnitt I-I der
Fig. 2,
Fig. 2 einen Horizontal-Querschnitt durch den Gegenstand
Fig. 2 einen Horizontal-Querschnitt durch den Gegenstand
nach Fig. 1 gemäß Schnitt II-II und
Fig. 3 einen Vertikalschnitt quer durch die Gutwechselschnecke
gemäß Schnitt III-IIX der Fig. 1.
Der in Fig. 1 dargestellte rechte Teil eines kreisringförmigen
Hordenraums ist begrenzt durch die innere Zylinderwand 1,
die den Zentralschacht 7 umschließt, durch die äußere ZjTlinderwand
2, sowie durch die Decke 3' des Horden-Oberraums 12
und durch den Boden 3" des Horden-Unterraums 11. Beide Hordenräume
werden getrennt durch die kreinringförmige Horde 13, die
wandloß ist und auf den Vorsprüngen 11 und 21 der Zylinderwände
durch ihre Räder 13' drehfahrbnr ist um die Achse des Zentralschachtes
7·
über der Kreisringhorde 13 ist die Gutwechsel schnecke 14- angeordnet,
die sich radial zwischen der inneren Z^linderwand 1
und der äußeren Zylinierwand 2 erstreckt und an diese heranreicht.
Die Gutwechselschnecke 1.4 wird durch zwei Lager 15
k frei drehbar in ihrer Lage gehalten, die :iber Lagererme 1V
an dem als Kastenbalken ausgebildeten Träger 16 befestigt
sind. Auf diesem sind auch die Gewindespindeln Λη befestigt,
die r.iber Getriebe 13 an der Decke V des Horden-Oberraums 12
hängen. Die Getriebe 18 enthalten in an sich bekannter Wieise
ein im Gehäuse drehbar geführtes und als Mutter für die Sewindespindeln
17 ausgebildetes Schneckenrad, das von Je einer auf der Welle 19 sitzenden Schnecke gedreht werden kann, wobei
der außerhalb des Hordenrauins angebrachte Motor 20 als
Antrieb dient. Die Gewindespindeln 17 bewegen sich beiro Anheben
der Gutwechselschnecke 14 in ien 'ibergeordneten Horden-Unterraum
11* hinein, sind aber gegen'unerwünschte Einflüsse
durch die Schutzhülsen 17' geschützt.
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O7.1°.1971 Pat/Sv/Ls
MIAG - 5 - (EM 1530)
An dem inneren Ende des Trägers 16 befindet sich der Antriebsmotor
21, der durch ein strich-punktiert dargestelltes Zugmittel irit der Welle der Gutwechselschnecke 14 verbunden ist. Am
anderen Ende des Trägers 16 ist eine Leitplatte 22 angebracht,
nie ausreichenden Abstand von der äußeren Zylinderwand 2 hat,
um des aus der Zulauföffnung 5 eintretende Gut nach unten abzulenken.
Der Trüger .16 weist außerdem an Jedem Ende ein Paar nach oben erstreckter Arme 2? auf, die durch eine Platte 24 miteinander
verbunden sind. In dieser sind vier Rnder 25 gelagert, von denen
je zwei über- und ,Ie zwei nebeneinander angeordnet sind.
Die Räder laufen zwischen Schienen 26, die auf Konsolen 27 der Zylinderwände 1, 2 und in den Decken ?' der Horden-Oberräume
befestigt sind.
Schließlich ist am Träger 16 noch ein im wesentlichen vertikalen
Pionierschild 28 befestigt, das al? Kasten ausgebildet
sein und in einer Blaßdüse 28' enden kann. Das kastenförmige Planierschild 28 besitzt oben eine öffnung' 28", an die ein
nicht dargestellter Lüfter angeschlossen werden kann.
Neben den übereinander angeordneten H.ordenrrnimen Ii1 12 befindet
Pich ein vertikaler Seitenschscht 6, der ein Fallrohr 8
f'ir dar einzuspeisende und sb-zuführende Gut enthält. Im Fallrohr
befindet sich ein mit einer Umstel!klappe 9' versehenes
Hosenrohr 9, dessen schräger Teil mit der Zulauföffnung 5 in der äußeren Z-'linderwand 2 verbunden ist. Etwas unterhalb der
Zulauföffnung 5 ist die Abräumöffnung 10 in der äußeren Zylinderwand
2 vorgesehen. Sie kann durch eine Klappe 4 verschlossen werden, die über eine gebogene Zahnstange 4' durch ein
Motorritzel 4" in die ntrich-punktierte Lage geschwenkt werden.
Di*» Klappe 4 schwenkt in einen Ablauf kanal 29 hinein, der mit PnI!rohr R verbunden ist.
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Oz.12.1971 Pflt/Sv/Ls
MIAG- - H - (EM )
Die AntriebsTiiotoren für die Welle Λ°ι können auch zwischen die
boiden Getriebe 18 gesetzt und an der Decke *' befestigt werden.
Das Fahrwerk 2?, 24 und 25 des Trägers 16 kann auch durch
eine Gleiteinrichtung ersetzt werden. Bei kleineren Ausführungen kann das Fahr- oder Gleitwerk 2? bis 25 überhaupt fortgelassen
werden, wenn die Spindeln 17 und ihre Führungen genügend stark ausgebildet sind. Die Wirkungsweise der dargestellten Anlage
wird hiernach beschrieben.
. Vor der Beladung der Horde wird die Gutwechselschnecke 14 bis
™ in eine voraußbestimtnte Höhenlage dadurch gebracht, daß der
Motor 20 eingeschaltet und die Welle 19 angetrieben wird, wodurch
die in den Getrieben 18 befindlichen Sehneckenradmuttern
gedreht und dadurch die Spindeln 17 und mit ihnen der Träger 16 und die Gutwechselschnecke 1^ gehoben werden. Dann wird die
Umsteilklappe 9' des Fallrohres 8 in die in Fig. 1 dargestellte
Lage gebracht und Gut zulaufen gelassen, das durch die öffnung
5 gegen die Leitplatte 22 des Trägers 16 läuft und nach unten abgelenkt wird. Das Gut bildet dann unter dem Außenende der
Gutwechse1schnecke 14 einen Haufen. Bevor dieser die Gutwechselschnecke
1'* erreicht, wird diese durch Einschaltung des Motors
21 in Drehung versetzt, wodurch das veiter zufließende Gut nach der Mitte zu abgefördert wird. Hat sich ein Gutwall gebildet,
der bis zur inneren Zv] inderwand 1 reicht, wird, gegebenenfalls
durch einen Druckrchalter, die Kreisringhorde 17 und gleichzeitig
auch die nicht dargestellten, nachlaufenden Wendeschnecken
in Umdrehung versetzt. Die Wendeschne^ken befinden sich, wenn,
man Fig. 2 betrachtet, links von der Gutwechselschnecke 14 und
die Kreisringhorde 1Z bewegt sich entgegen Pfeilrichtung *0.
Hat die Kreisringhorde 17 einen bestimmten Winkel zurückgelegt
oder ist der Druckschalter entlastet, wird die Horde angehalten
und die Wendeschnecken stillgesetzt, und der Beladungsvorgang
geht um eine Stufe weiter, wie vorbeschrieben. Dieser Vorgang wird stufenweise fortgesetzt bis zur vollständigen Beladung
der Kreipringhorde 12. Die nicht dargestellten Wendeschnecken
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-^- BAD
03.12.1971 Pat/SvAa
MIAG - - 5 - (EM 1530)
sorgen für eine Vergleichmäßigung und Auflockerung des Gutes,
welches durch das Planierschild 28 noch geebnet wird. Daraufhin
wird die Umstellklappe 9' in die senkrechte Lage gehrächt
und die vorgesehene Behandlung kann auf der Kreisringhorde 13
stattfinden, zum Beispiel Barren.
Soll die Kreisringhorde abgeräumt werden, so wird die Abraumöffnung
10 durch Schrägstellen der Klappe 4 in die strichpunktierte Lage freigegeben, die Gutwechselschnecke 14 wird
eingeschaltet und um einen bestimmten Betrag abgesenkt, die Kreiaringhorde 13 in Pfeilrichtung 30 in Bewegung gesetzt
(Fig. 3) und die nicht dargestellten Wendeschneeken eingeschaltet. Das Gut wird dann laufend durch den Ablaufkanal 29
in das Fallrohr hinein abgefördert. Der AbsenkungsVorgang
wird ein- oder zweimal wiederholt bis die Gutwechselschnecke 14 sich wenige Millimeter über der Kreisringhorde 13 befindet.
Im letzten Stadium des Abräumens wird Luft durch den hohlen Planierschild 28 eingeblasen und tritt aus der Düse 28' entgegen
der Hordenbewegung aus, wobei Restkörner der Gutwechselschnecke
14 zugeblasen, von dieser erfaßt und ebenfalls mit ausgeräumt werden. Hierdurch ist nicht nur eine vollkommen handarbeitsfreie Abräumung der Horde möglich, sondern
auch ihre Reinigung. Die Klappe 4 wird dann wieder geschlossen und die Horde steht zum nächsten Behandlungsvorgang bereit.
Man kann das Fallrohr 8 bei allzu starker Belastung in zwei Rohre aufteilen, von denen das eine nur der Beladung und das
andere nur der Entladung dient. Der Antrieb der Kreisringhorde ist aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht dargestellt. Er
kann aber zum Beispiel durch drei Getriebemotoren erfolgen,
die in den Seitenschacht 6 ragen oder von dort aus zugänglich sind und über Ritzel mit einer Triebstockverzahnung der Kreisringhorde
zusammenwirken. Natürlich können auch andere Antriebs
arten, zum Beispiel hydraulische, angewendet werden.
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BAD
Claims (6)
1. Einrichtung zum Keimen und Darren von Malz, bestehend aus"
mehreren übereinander und um einen Mittelschacht herum
liegenden, kreisringförmigen, drehbare Horden mit Gutwechaelschnecken
enthaltenden Arbeit3kammern und neben diesen
befindlichen Seitenschächten, in deren einea sich die Su- und Abfuhrleitungen f'ir do.s Gut befinden, nach dem Hnunt-
* patent (P 21 ?1 586.1), dadurch gekennzeichnet,
daß die Gewindespindeln (17)$ mittels derer die Gutwechselschnecke
(14-) zwischen in der Wand (2) befindlicher Be- und
Entladeöffnungen (5, 10) auf- und nbbewe^^r ist, aufgehängt
sind.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Gewindespindeln (17) iber Getriebe (18) an der Decke (V) des Horden-Oberrauras (12) aufgehängt sind.
5I. Einrichtung nach Anspruch 1 oder ?, dadurch gekennzeichnet,
daß die Gutwechrselschnecke (1^) an einem Träger , zum Beispiel
Kastenbalken (16), hängt, der an den Gewindespindeln (17) befestigt ist.
*■*-. Einrichtung nach Ansnruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
der Träger, zum Beispiel Kastenbalken (16), an seinem einen Ende den Antriebsmotor (21) für die Gutwechselschnecke
trägt.
5. Einrichtung nach Ansnruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
der Träger, zum Beispiel Knstenbalken (16), die Lagernrme
(1S1) 4er Gutwech^elschnecke (1^)*trägt.
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O7M?. 1971 NIAG - 7 - (EH 1530)
6. Einrichtung n^ch Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
der Tr:iger, zum Beispiel Kaetenbalken (16), ein Fahroder
Gleitwerk (2^-25) tr'igt, das mit Führungsmittelη,
zum Beispiel Schienen (26), ϊντ die Vertikalbewegung der
Gutwechnelschnecke (1^) zusammenwirkt.
Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
der Träger, zum Beispiel Kastenbalken (16), einen Planierschild
(28) trägt, der als Kitten aungebildet sein und in
einer Blasdüse (281) enden kann, die auf die Gutwechselrchnecke
(17O hin gerichtet int.
309825/0137
Leerseite
Priority Applications (7)
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