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DE2161967A1 - Reifendraht und verfahren zur herstellung dieses drahtes - Google Patents

Reifendraht und verfahren zur herstellung dieses drahtes

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DE2161967A1
DE2161967A1 DE2161967A DE2161967A DE2161967A1 DE 2161967 A1 DE2161967 A1 DE 2161967A1 DE 2161967 A DE2161967 A DE 2161967A DE 2161967 A DE2161967 A DE 2161967A DE 2161967 A1 DE2161967 A1 DE 2161967A1
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DE
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wire
polyester
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meq
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DE2161967A
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Guenther Dipl Phys Dr Vock
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Hoechst AG
Original Assignee
Hoechst AG
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Publication date
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Priority to LU66626A priority patent/LU66626A1/xx
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Application granted granted Critical
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01FCHEMICAL FEATURES IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED FOR THE MANUFACTURE OF CARBON FILAMENTS
    • D01F6/00Monocomponent artificial filaments or the like of synthetic polymers; Manufacture thereof
    • D01F6/58Monocomponent artificial filaments or the like of synthetic polymers; Manufacture thereof from homopolycondensation products
    • D01F6/62Monocomponent artificial filaments or the like of synthetic polymers; Manufacture thereof from homopolycondensation products from polyesters

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Yarns And Mechanical Finishing Of Yarns Or Ropes (AREA)
  • Artificial Filaments (AREA)
  • Tires In General (AREA)
  • Chemical Treatment Of Fibers During Manufacturing Processes (AREA)

Description

FARBVfERKE HOECHST AKTIENGESELLSCHAFT O 1 R 1 QR1
vormals Meister Lticius & Brüning ZlD IJJO/
Aktenseichen: - HOE 71/F 322
Datum: 13. Dezember 1971 - Dr.v.F./Ga
Reifendraht und Verfahren zur Herstellung dieses Drahtes SSt es £S sss zs S5 E=; es: ns S^ ts sn sss ss ks=sz is ^= tm ΰ ξπτ ns ^3 ™j :=: sr ss ss xzz sx ;s iss st nr; ;j ^; fs; ΐ=ΐ ss ^z ss !p; üizts^ssssscazsisassssissniss
Die Erfindung betrifft einen verbesserten^ schrumpfarmen Draht aus hochmolekularen linearen Polyestern, insbesondere aus P0I3---äthylenterephthalat, der als Reifencord eingesetzt werden kann und ein Verfahren zur Herstellung dieses Drahtes,
Im allgemeinen werden für die Herstellung verstärkender Gewebe in Fördex'bändern oder Autoreifen Garne aus endlosen Fäden mit vielen Einzelkapillaren verwendet, die z.B. unter anderem aus hochmolekularen Polyestern bestehen können t Derartige Polyestercorde haben sich bei der Herstellung von Reifenkarkassen gutbewährt. Für die Herstellung'des.Gürtels von Gürtelreifen, der besonders dimensionsstabil sein muß, ist ein Polyestercord jedoch zu biegsam und zu weich. An die Verstärkungseinlagen im Gürtel eines Gürtelreifens werden ganz außergewöhnlich hohe Anforderungen gestellt:
Die dazu .verwendeten Materialien müssen eine sehr hohe Festigkeit bei niedriger Dehnung besitzen und diese Eigenschaften auch bei erhöhter Temperatur (Betriebstemperatur des Reifens) behalten, außerdem müssen sie sich durch niedrige Schrumpfwerte und hohe Beständigkeit gegenüber den üblichen Gummichemikalien ai^aeichnen. Bei Beanspruchungen durch Biegung, Kompression und Schlag sind steifere Monofile besser geeignet als Multifile. Man strebt deshalb,an in. diesem Einsatzgebiet die vielfaserigen, weichen Corde durch stärkere Drähte zu ersetzen. Diese haben den Vorteil, daß die erforderliche Stabilität des Gürtels bereits mit einer wesentlich ge-* ringeren Anzahl von Gewebeeinlagen erreicht werden kann und sich dadurch die Eigenschaften des Gürtelreifens deutlich verbessern.
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Der Einsatz von Metallfaden im Gürtel ermöglicht ebenfalls solche Konstruktionen, bei denen schon mit wenigen Gewebeeinlagen ein stabiler Gürtel hergestellt werden kann. Sie werden industriell in großem Umfang produziert.
So beschreiben z.B. die britischen Patentschriften 894 7o6 und 989 498 die Herstellung von Gürtelx'eifen aus Stahlfasern und auch die Verwendung von Polyester-Monofilen für diesen Zweck. Es ist bekannt, daß aus Stalildrähteri Gürtelreifen hergestellt werden können, die außerordentlich dreidimensionsstabil sind und damit die wichtigste, für den Gürtel geforderte Eigenschaft in hohem Maße besitzen. Daß man trotzdem versucht, den Stahlcord durch andere Corde zu ersetzen, liegt an seiner Härte und Unnaehgiebigkeit, die ihm schlechten Fahrkomfort verleihen. Eine mögliche Verwendung von Polyester-Drähten wird in diesen Patentschriften zwar erwähnt, es wird aber weder ihre Herstellung beschrieben, noch die Eigenschaften, die solche Monofile für dieses Einsatzgebiet besitzen müssen.
.Dasselbe gilt für die britische Patentschrift 883 644, in der ein Verstärkungsgewebe für Reifen beschrieben wird, das aus Monofilen aus synthetischen Jlochpolymeren hergestellt wird, beispielsweise aus Nylon oder aus Polyester.
Auch das US-Patent 3 419 060, das sich mit der Herstellung von Reifencord aus Polyester-Fäden oder—Monofilen befaßt, sagt über deren Herstellung nur aus, daß sie zur Verbesserung der Festigkeit bei Temperaturen nahe dem Schmelzpunkt verstreckt werden sollen. .
Im US-Patent 3 429 354 wird ein Cord beansprucht, der aus einem Polyester-Draht besteht j und zur Erleichterung der Adhäsion au Gummi mit einem multifilen Garn umwickelt ist. Dieser Kerndraht aus Polyester soll ein käuflicher Draht sein, für den keine Herste llungsbedingungen angegeben werden.
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Alle genannten Patentschriften zeigen, daß es zwar bekannt ist,
BAD
Monofile aus Polyestern als Reifencorde zu verwenden, es werden jedoch keine Angaben darüber gemacht, wie solche Drähte gewonnen v/erden können und welche Eigenschaften sie besitzen sollen, damit sie die nötigen Voraussetzungen für dieses Einsatzgebiet mitbringen.
Hur für Corde aus vielkapillarigen Polyester-Garnen sind die Herstellungsbedingungen bekannt und in- der Patentliteratur. hinreichend besehrieben.
In der japanischen Anmeldung Sho 38-3118o (BeIc.Hr. Sho 42-21298) wird z.B. die Herstellung von Polyester-Fäden mit hoher Festigkeit beschrieben, die sich zur Verarbeitung zu Reifencord eignen und empfohlen, diese Fäden in zwei Stufen zu verstrecken,, zuerst bei 12o bis l8o°C und dann bei 15o bis 2oo°C, zum Schluß sollen sie bei 13o bis 2oo c fixiert werden, wobei ein Schrumpf von weniger als Io % zuzulassen ist.
Speziell mit einem Wäriaebehand lungspr oze ß zur Verbesserung der Eigenschaften von Polyester-Garnen für ßeifencörd befaßt sich auch die DOS 1 435 699. Zur· Thermofixierung werden hier multifile Endlosfäden aus Polyäthylenterephthalat oder aromatischen Polyamiden zur Senkung des Restschrumpfes in einem Fließbett nachbehandelt. Da es sich um multifile Garne mit feinem Einzeltiter handelt, sind sie leicht zu erwärmen und ihre Verweilzeit, während der thermischen Behandlung kann durch mehrfache Umlenkung erhöht worden. Durch diese äußerst intensive Wärmebehandlung,wie isic nur bei feintitrigen Einzelkapillaren erzielbar ist, können Garne mit besonders guten Textilwerten, vor allem mit hohen Festigkeiten, erzielt werden.
Die Überti'agung eines derartigen, für Fäden entwickelten, Verfahrens auf die Herstellung von dicken Monofilen ist unmöglich. Diese sind wesentlich steifer und aus diesem Grund ist die Gefahr sehr groß, daß sie bei allen Umlenkungen mechanische Schädigungen erleiden, durch die sie unbrauchbar werden, wie z.B. Stauchungen,
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BAD ORrQINAL
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Querfurchen und Längskratzer. Eine homogene Erwärmung der starken Monofile auf die erforderlichen hohen Temperaturen in der zur Verfügung stehenden kurzen Zeit ist in ihrer technischen Durchführung wesentlich problematischer als bei dünnen Fäden und verlangt andere Mittel und besondere Vorkehrungen, wenn sie den Draht in seiner ganzen Stärke gleichmäßig durchdringen soll. Auch hinsichtlich der Texti!werte liegen die Verhältnisse bei Drähten anders als bei Fäden. Die günstigen Werte, die für Fäden erzielbar sind, müssen für hochfeste Drähte selbst unter optimalen Bedingungen unerreichbar bleiben. Für die erwünschten hohen Festigkeiten bei niedrigen Dehnungen (Steiles Kraft-Dehnungs-Diagramm) ist nämlich eine hohe Homogenität der Struktur Voraussetzung, die sich bei groben Einzeltitern nicht verwirklichen läßt.
Die meisten Patente, deren Erfindungsgegenstand Verfahren zur Herstellung von stärkeren Monofilen, nämlich Drähten oder Borsten aus Polyester ist, beanspruchen nur einzelne, für die vorliegende Erfindung bedeutungslose Vei-fahrensschritte, wie das Umlenken des Drahtes im Spinnbad bei bestimmten Temperaturen oder mittels spezieller Vorrichtungen und andere.
Ein Patent, das die Herstellung von starken Monofilen aus PoIyäthylenterephthalat eingehender beschreibt, ist das US-Patent 2 615 784. Es werden hier jedoch Borsten angestrebt, die zwangsläufig andere technologische Eigenschaften besitzen müssen, als fc ein Reifendraht. Dementsprechend sind auch die Herstellungsbedingungen andere. Es wird zunächst zweistufig verstreckt bei Temperaturen von 55 bis 8o°C und 3o bis 13o°C, dann wird in Wasser von loo°C ein Schrumpf von 5 bis Io % zugelassen-und anschließend unter Streckung auf 15o bis 25o C erhitzt.
Ziel der vorliegenden Erfindung war es deshalb, ein Verstärkungsmaterial für Gürtelreifen zu entwickeln, das die geschilderten Nachteile des Stahlcordes, nämlich seinen geringen Fahrkomfort nicht besitzt, sich aber trotzdem durch di-e für den Gürtel erforderliche Dimensionsstabilität auszeichnet. Andererseits sollte
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~ 5~
versucht werden, den weichen, vielkapillarigen Cord durch ein steiferes Material zu ersetzen, bei dem bereits mit wenigen Gewebeschichten dem Gürtel die notwendige Qualität verliehen werden kann, ohne dabei die angenehmen Fahreigenschaften einzubüßen, die den bisher bekannten Cord aus hochfesten synthetischen Endlosgarnen oder Reyon auszeichneten. Es war also das Ziel dieser Erfindung, einen Polyester-Reifeudraht zu entwickeln und ein Verfahren zu seiner Herstellung zu finden, der die geschilderten guten Eigenschaften von Stahl und Multifil in sich vereint. Es wurde ein Polyester-Draht angestrebt, der eine gute Resistenz gegenüber Gummichemikalien besitzt, der steifer ist als der vielkapillarige Polyester-Cord und der sich außerdem durch Dehnungsarmut und einen niedrigen Thermoschrumpf auszeichnet.
Dieses Ziel konnte erfindungsgemäß erreicht werden, durch Verspinnen eines Polyester-Rohstoffes mit hoher Viskosität, nämlich einer Intrinsic Viscosität höher als o,67, vorzugsweise o, 74 bis o, 88 , und niedrigem Cax'bpxylendgruppengehalt von weniger als 25 mval/kg, vorzugsweise weniger als Io mval/kg, in ein Wasserbad, eine zweistufige Verstrebung" und anschließende Thermofixierung. Dabei wird der Draht zuerst in einem Wasserbad bei 7o bis loo C, vorzugsweise bei 85 bis 95°C, im Verhältnis 1:4,ο bis l;6,o, vorzugsweise 1;4,5 bis 1:5,5, vorverstreckt, dann unter Erhitzen auf eine Temperatur nahe dem Schmelzpunkt, die höchstens bis zu 15 C unter dem Schmelzpunkt des Polyesters, vorzugsweise bis zu Io C, darunter liegen kann, bis zu einem Gesamtverhältnis -von 1:6,ο bis 1;7,5, vorzugsweise 1:6,2 bis 1:7,o, nachverstreckt, und zum Schluß auf eine Temperatur nahe dem Schmelzpunkt oder höchstens bis zu 15 C darunter, vorzugsweise bis zu lo°C darunter, erhitzt, wobei . entweder gar kein Schrumpf, oder ein Schrumpf unter 5,ο %, vorzugsweise unter 3,ο %, zugelassen wird.
Der bei der Herstellung eines Drahtes nach diesem* Verfahren resultierende Polyester-Draht besitzt erfindungsgemäß eine Intrinsic-Viscosity höher als,o,64, vorzugsweise von ο,71 bis o,84, einen* ' Carboxylendgruppengehalt unter 3o mval/kg -, vorzugsweise unter >i!i 15 mval/kg, einen Durchmesser von o,2o bis o,55 mm, vorzugsweise
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von o,3o bis o,4o mm,,eine spezifische Festigkeit über 60 p/tex, vorzugsweise von 60 bis 80 p/tex, eine Reißdehnüng von 6,0 bis 15,o %, vorzugsweise von 8,0 bis 12 %,'eine Bezugsdehnung bei 27 p/tex, die unter 6,obliegt, vorzugsweise von 3,ο bis 4,5 %, und einen bei 16o°C gemessenen Thermoschrumpf unter 8,ο %, vorzugsweise unter 6,0 %.
Als Rohstoff für die Durchführung des beanspruchten Verfahrens eignen sich alle hochschmelzenden faden- und damit auch drahtbildenden Polyester, insbesondere solche, welche vorwiegend, das heißt zumindest zu 80 %, aus Äthylenterephthalateinheiten bestehen» Die restlichen Dicarbonsäure- und Diolkomponenten dieser (Co-) Poiy~ ester sind die bei der Herstellung verstreckter Polyestei'gebilde üblichen Co-Komponenten wie beispielsweise Isophthalsäure, p,pr-Diphenyldicarbonsäure, p,p'-Diphenylmethyldicarbonsäure, p,p'-Diphenylsulfo-Dicarbonsäure, alle möglichen Naphthalindicarbonsäuren, Rexahydroterephthalsäure, Adipinsäure, Sebacinsäure, etc. Ganz bevorzugter Polyester ist Polyäthylenterephthalat.
Die verwendeten Polyester-Rohstoffe sollen erfindungsgemäß eine hohe Viskosität, mindestens eine,Intrinsic Viscosity von ο,67, vorzugsweise mehr als o,74, besitzen. Die angestrebten hohen Viskositätswerte können mit Hilfe bekannter Verfahren erzielt werden, wie z.B. der Kondensation in der Schmelze, einer zusätzlichen Nachkondensation in der Schmelze ohne „oder mit Kondensation; beschleuniger oder der Nachkondensation in festem Zustand, wobei die erreichbare Viskosität in der angeführtea Reihenfolge zunimmt.
Darüber hinaus sollen die als Rohstoffe eingesetzten hochmolekularen Polyester sich durch einen niedrigen Gehalt an freien Cai'boxylendgruppen auszeichnen, der ihnen, wie für Polyester-Reifeneord bekannt , eine erhöhte Yfiderstandsfähigkeit gegenüber der Einwirkung von Feuchtigkeit, hohen Temperaturen, Hydrolyse und der Einwirkung von Gummi und den bei Einarbeitung in Gummi verwendeten Chemikalien verleiht. Bei den bevorzugten Viskositäten kann der niedrige Carboxylendgruppengehalt in bekannter Weise
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BAD ORIGINAL
durch Feststoffkondensation oder durch Endgruppenverschluß mit monofunktioneIlen Epoxiden, Isocyanaten, Diazomethan und anderen in der Schmelze oder im festen Zustand erzielt werden.
Der Spinnprozeß ist dabei so zu führen, daß die geschilderten und für eine erfolgreiche Durchführung des Herstellungprozesses erforderlichen Rohstoffeigenschaften soweit als möglich im fertigen Polyester-Draht erhalten bleiben.
Bei der Durchführung des beanspruchten Verfahrens wird der in ein Wasserbad gesponnene Draht in zwei Stufen verstreckt, um eine hohe Festigkeit zu erzielen. Die erste Verstreckung wird bei verhältnismäßig niedriger Temperatur in einem Wasserbad bei 7o bis loo°C durchgeführt, die zweite Verstreckung dagegen bei Temperaturen, die knapp unter dem Schmelzpunkt des Polyäthylenterephthalates oder des betreffenden Copolyesters liegen.
Geeignete Heizorgane zur Durchführung der zweiten Verstreckung sind deshalb Flüssigkeitsbäder mit hochsiedenden inerten Flüssigkeiten, soweit sie sich leicht wieder von der Drahtoberfläche entfernen lassen, Metallbäder, Kugelbetten, Heizluftkanäle, Infrarot-Kanäle und Hochfrequenzkanäle.
Bei der technischen Durchführung dieses Verfahrensschrittes kommt es darauf an, daß der Draht sich möglichst schnell und homogen auf die erforderliche hohe Temperatur erwärmt. Es bildet sich dann eine niedrige Verstreckspannung aus, die ein hohes Verstreckverhältnis und damit die Erzielung der angestrebten Textilwerte ermöglicht. In jedem Fall sind Anordnungen, die der Draht ohne Umlenkungen durchlaufen kann, vorzuziehen. Die bei dieser Verfahrensstufe notwenigen Temperaturen nahe dem Schmelzpunkt des Polyestern, haben zur Folge, daß die Oberfläche des Monofilen weich wird und damit äußerst empfindlich gegenüber mechanischen Beanspruchungen durch Biegungen, die Stauchungen und andere Beschädigungen verursachen.
Ein weiterer wichtiger Schritt zur Gewinnung eines qualitativ hochwertigen Polyester-Reifendrahtes ist die Fixierung des Drahtes, die so durchgeführt werden muß, daß die bei der Verstreckung er-
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zielten hohen Festigkeits- und Dehnungswei'te unter Herabsetzung des Restsehrumpfes erhalten bleiben. Um dies zu erreichen, wird der Fixierungsprozeß erfindungsgemäß bei Temperaturen knapp unter dem »Schmelzpunkt des Polyesters vorgenommen und mit möglixhst hoher Verweilzeit und imter hoher Spannung durchgeführt, das heißt, es wird kein oder nur ein kleiner Schrumpf zugelassen. Da sich eine hohe Verweilzeit bei einer betrieblichen Dux'chführung des Verfahrens aus Rentabilitätsgründen häufig nicht realisieren läßt, sollte die verwendete Heizvorrichtung ein möglichst guter Wärme-Überträger sein. Als Heizgeräte für die Durchführung des beanspruchten Fixierungsprozesses können deshalb dieselben Vorrichtungen, die für die Durchführung der zweiten Verstreckung bereits genannt wurden, eingesetzt werden.
Es hat sich gezeigt, daß für die Aufheizphase der Fixierung eines Monofils mit dem in Frage kommenden Durchmesser wegen der schlechten Wärmeleitfähigkeit ein großer Teil der vorgesehenen Verweilzeit verbraucht wird. Bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens schließt sich deshalb die Fixierung unmittelbar an die 2. Verstreckstufe an, so daß ein zwangsläufiges Abkühlen des Drahtes vermieden und der Wärmeverlust möglichst gering gehalten wird. Bei der praktischen Durchführung kann dies erreicht werden, indem man den Abstand zwischen dem Verstreckkanal und dem Fixier kanal verkürzt \.xnd außerdem abschirmt. Bei einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens wird die Abzugs vorrichtung,, die sich zwischen der 2. Verstreckung und der Fixierung befindet, beheizt und gegebenenfalls außerdem noch zur Vermeidung von Wärme-, Verlusten abgedeckt. Bei geeigneter Dimensionierung der Anlage kann eine 3. Form ausgeführt werden, bei der auf die getrennte Durchführung der beiden Verfahrensschritte verzichtet wird. In diesem speziellen Fall kann die 2. Verstreckung und die Fixierung ohne dazwischengeschaltenes Förderorgan in demselben Heizkanal vorgenommen werden.
Der beanspruchte Polyesterdraht eignet sich als Versteifungseinlage in Förderbändern, Kraftübortragungsriemen, vor aliem aber für die
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Herstellung der Gürtel von Gürtelreifen. Wegen der besonderen Beschaffenheit des verwendeten Rohstoffes ist er- stabil gegenüber hydrolytischen und thermischen Einflüssen, sowie gegen die schädigende Einwirkung von Gummi-Chemikalien. Er vereinigt außerdem in sich die guten Eigenschaften der bisher bekannten Stahl-Drähte, das ist vor allem,deren Dimensionsstabilität und Dehnungsarmut mit den angenehmen Fahreigenschaften, die bisher nur vielkapillarige Corde aus Reyon, Polyamiden oder Polyester geboten haben, ohne dabei auch deren Nachteile zu besitzen. Diese Nachteile waren bei den bisher bekannten Corden, die für den Einsatz in Gürteln zu geringe Dimensxonsstabxlxtät und beim Reifendraht aus Stahl seine unangenehm (große Abrollhärte) harten Fahreigenschaften. Gürtelreifen mit Stahlverstärkung können außerdem im Gegensatz zu solchen mit Polyester-Verstärkung, nicht aufbereitet werden, wenn sie ausgedient haben, sondern müssen z.B. verbrannt oder im Meex* versenkt werden . Sie bringen deshalb ein im Laufe der Zeit immer unangenehmer werdendes Abfallproblem mit sich. Der erfindungsgemäße Reifendraht aus Polyester bietet somit gegenüber den bisher bekannten Verstärkungsexnlagen ganz erhebliche technische Fortschritte.
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Beispiel 1:
Ein Polyäthylenterephthalat-Rohstoff mit der Intrinsic Viscosity von ο,81, gemessen bei 25°C in einem Gemisch aus Phcnol/Tetrachloräthan im Gewichtsverhältnis 3:2/ und mit einem Carboxylend« gruppengehalt von 5,ο mval/kg wird mit einer Schneckenpresse bei 28o°C in ein Y/asserbad gesponnen und. mit Io m/min abgezogen.
In einem 2. Y/asserbad wird der Draht bei 85 C im Verhältnis 1:4,9 verstreckt und dann in einem Infrarot-Kanal von 7,5 m Länge bei 26o°C, gemessen im" Luftraum, auf ein Gesamtverstreckverhältnis von 1:6,5 gebracht. Abschließend wird der Draht in einem 2. Infra-
o rot-Kanal von 7,5 m Länge ebenfalls bei 2Go C, gemessen im Luftraum,
unter Zulassung von 1,5 % Schrumpf'thermofixiert, wobei der Draht P den gewünschten Enddurchmesser von o,3o mm erhält.
Der resultierende Draht besitzt die folgenden Textilwerie:
Festigkeit:
Reißdehnung Bezugsdehnung bei
27 p/tex :
16o°C~Schrumpf :
Schrumpfkraft bei
12o°C :
Intrinsic Viscosity :
Carboxylendgruppen:
Beispie L 2:
Ein Höhstoff entsprechend Beispiel 1 wird, wie in Beispiel 1 beschrieben, verarbeitet. Die Abzugsgeschwindigkeit soll jedoch 15 m/min betragen, das GosamtverstrockverhäLtnis 1:6,45 und der beim Thermofixieren zugelassene Schrumpf 2,ο %. Dor entstandene; Draht basf.fci'.t die folgende Toxtilwerte:
72 p/tex o,77 mval/kg
lo, 8 % 8,7
3,3 %
5,1 %
3 oo P
3ü.je*B/09S3 BAD OR1GlNAl.
Durchreesser: o,3ο mm
Festigkeit: 71 p/tex
Reißdehnung": Ιο,3 %
Bezügsdehnung bei
27 p/tex : 3,4 %
16o°C-Schrumpf : 5,9 %
Schruiapffcraft bei
12o°C : 3oo ρ ν
Intrinsic Viscosity: o, 78
Carboxyibndgrlippen: 8,5 mval/kg.
Beispiel 3:
Ein Rohstoff entsprechend Beispiel 1 wird, wie in Beispiel 1 beschrieben, verarbeitet. Die Abzugsgeschwindigkeit soll jedoch 2o m/min betragen, das Gesamtverstreckverhältnis 1:6,4 lind der beim Thermofixieren zugelassene Schrumpf 2,7 %. Der entsprechende Draht besitzt die folgenden Textilwerte :
Durchmesser: . o,3o mm
Festigkeit: 71 p/tex
Reißdehnung: lo,4 %
Bezugsdehnung bei
27 p/tex : 3,4 %
16o°C-Sclirumpf: 6,7 %
Schrumpfkraft bei
12o°C : 3oo ρ
Intrinsic Viscosity: o,78
Carboxy!endgruppe^: 8,7 mval/kg.
Beispiel 4: _ _
Ein Polyäthylenterephthalat-Rohntoff mit" der Intrinsic Viscosity ο, «S3 und ej η era Carboxylendgruppengehalt von 7, ο mval/kg wird in einer Schneckenpresse bei 2Do°C in ein Wasserbad gesponnen und mit 7 m/min abgezogen. In einem weiteren Y/asserbad wird der Draht bei 85 C im Verhältnis 1:5,ο verstreckt und dann in einem Infrarot-Kanal von 7,5 m Länge bei 26o C auf ein Gosamtverstreckverhältnis von 3\:ß,6 iiebi'acht. /I5isclilioßeud wird der Draht in. einem zweiten Infrarot~Kan?.l"bei 2Goc'C unter Zulassung-von 1,7 % Schrumpf thermofixiert,
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BAPORJGiNAL
7ο p/tex ο, 78 7 mval/kg.
Ιο, ο % Ιο,
3,1 %
5,1 %
455 P
wobei er den gewünschten Enddurchmesser von o,4o nun erhält. Der resultierende Draht besitzt die folgenden Textilwerte: Festigkeit: Reißdehnung: Bezugsdehnung bei 27 p/tex: 16o°C Schrumpf: Schrumpfkraft bei 12o°C:
Intrinsic Viscosity CarboxylendgruppengehaIt:
Beispiel 5:
Ein Polyäthylenterephthalat-Rohstoff gemäß Beispiel 4, wird versponnen, .wie dort beschrieben. Er wird in einem Vfasserbad bei 85 C zuerst im Verhältnis 1:5,ο verstreckt und dann in einem Infrarot-Kanal von 7,5 m Länge bei 26o C bis zu einem Gesanrtverstreckverhältnis von 1:6,3 nachverstreckt. Die Termofixierung wird in einem zweiten Infrarot-Kanal von 7,5 m Länge bei 26o°C mit einer Schrumpfzulassung von 2,2 % durchgeführt, wobei der Draht den ange^ strebten Enddurchmesser von o,5o min erhält.
Der resultierende Draht besitzt die folgenden Textilwerte:
Festigkeit: 69 p/tex .
Reißdehnung: 11,4 %
Bezugsdehnung bei
27 p/tex: 3,3 %
16o°C Schrumpf 5,1 %
Schrumpfkraft bei
12o°C : 6oo ρ
Intrinsic Viscosity: ο, 77
Carboxylendgruppen
geha It : Io,5 mval/kg
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Claims (7)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Verfahren zur Herstellung von hochfestem Draht aus hochmolekularen aromatischen Polyestern, insbesondere aus Polyethylenterephthalat, dadurch gekennzeichnet, daß man einen Rohstoff mit einer Intrinsic Viscosity höher als o,67 , vorzugsweise o,74 bis 0,88 (gemessen bei 25 C in einem Gemisch aus Phenol/Tetrachloräthan im Gewichtsverhältnis 3:2)r mit einem Carboxylendgruppengehalt von weniger als 25 mval/kg, vorzugsweise von weniger als Io mval/kg, in bekannter Weise in ein Wasserbad verspinnt, den erhaltenen Draht in Wasser von 7o bis loo°C, vorzugsweise von 85 bis 95 C, im Verhältnis 1:4,ο bis 1:6,o, vorzugsweise 1:4,5 bis 1:5,5, verstreckt und eine zweite Verstreckung auf ein Gesaratverstreckverhältnis von 1:6,ο bis 1:7,5, vorzugsweise 1:6,2 bis l:7,o, bei Temperaturen durchführt, die höchstens bis zu 15°C unter dem Schmelzpunkt des Polyesters liegen, vorzugsweise bis zu lo°C unter dem Schmelzpunkt, und den Draht daraufhin bei einer Temperatur, die höchstens 15°C unter dem Schmelzpunkt des Polyesters liegt, vorzugsweise lo°C unter dem Schmelzpunkt, fixiert und dabei keinen Schrumpf zuläßt oder einen Schrumpf von weniger als 5,o %, vorzugsweise von weniger als 3,ο %. "■
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Verstreckung in einem Infrarot-Kanal durchgeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fixierung in einem Infrarot-Kanal durchgeführt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fixierung sich zur Einschränkung des Warmeverlustes unmittelbar an die zweite Verstreckstufe anschließt.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Draht nach dem Verlassen der zweiten Verstreckstufe von einem erhitzten Förderorgan der Fixierung zugeleitet wird.
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6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurchgekennzexchnet, daß die zweite Verstreckstufe und die Fixierung gleichzeitig in derselben Vorrichtung durchgeführt werden.
7. Draht aus hochmolekularen, linearen Polyestern, insbesondere aus Polyäthylenterephthalat, hergestellt gemäß Anspruch 1 bis 6, mit der Intrinsic Viscosity höher als o,64, vorzugsweise von o,71 bis o,84, einem Carboxylendgruppengehalt unter 3o mval/kg, vorzugsweise unter 15 mval/kg, einem Durchmesser von o,2o bis o, 55 mm, vorzugsweise von o,3o bis o,4o mm, einer spezifischen Festigkeit größer als 6o p/tex, vorzugsweise 6o bis 8o p/tex, einer Reißdehnung von 6,ο bis 15,ο %, vorzugsweise von 8,ο bis 12,ο %f einer Bezugsdehnung bei 27 p/tex kleiner als 6,ο %, vorzugsweise von 3,ο bis 4,5 %, und einem bei 16o°C gemessenen Thermoschrumpf unter 8,ο %, vorzugsweise unter 6,ο %.
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DE2161967A 1971-12-14 1971-12-14 Verfahren zur Herstellung eines Drahtes aus hochmolekularen, linearen Polyestern Expired DE2161967C3 (de)

Priority Applications (11)

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