DE2161884A1 - Diamantbohrvorrichtung mit Bohrlochabstützung - Google Patents
Diamantbohrvorrichtung mit BohrlochabstützungInfo
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Description
PATENTANWÄLTE
DR.-ING. VON KREISLER DR-ING. SCHÖNWALD 2 16 1884
DR.-ING. TH. MEYER DR. FUES D1PL-CKEM. ALEK VON KREISLER
DIPL.-CHEM. CAROLA KELLER DR.-ING. KLÖPSCH DIPL.-ING. SELTING
5 KÖLN 1, DEICHMANNHAUS
15. Dez. I97I
Sch-DB/ls
DIAMANT - BOART, S.A.
1K, Avenue du Pont-de-Luttre, 74 - II90 Brüssel (Belgien)
Diamantbohrvorrichtung mit Bohrlochabstützung
Die Erfindung betrifft die Ausbildung von Bohrlöchern,
insbesondere von geraden Bohrlöchern.
Ein seit langem ungelöstes Problem besteht beim Bohren darin, das Bohrloch gerade zu halten. Derartige diamantgebohrte
Löcher können kleine Durchmesser bis zu 2 inches und etwas darunter aufweisen und eine Stahlbohrstange
dieses Durchmessers biegt sich selbst bei kompakter Ausbildung leicht durch, da das Bohrloch weit über 300 m
tief sein kann. Eine geringfügige Ablenkung in 30 m Tiefe
vergrößert sich bei J500 m Tiefe erheblich und selbstverständlich kann jeder Vorschub um weitere ^O m zusätzliche Ablenkungen mit sich bringen. Der Richtungswechsel
kann pro 30 m zwischen 5° bis 10° ausmachen. Dies wird
bekanntermaßen auf ein Minimum reduziert, wenn die Bohrkrone normal, d.h. unter rechten Winkeln, in harte Gesteinsschichten
eindringt. Mit anderen Worten ausgedrückt
209827/0689 " 2 "
neigt eine Bohrkrone zu einem Richtungswechsel, wenn sie sich in harte Schichtflächen eingräbt, um schließlich
einen normalen Einschnitt, d.h. einen unter einem rechten
Winkel ausgerichteten Einschnitt zu erzielen. Die Gesteinsschichten verlaufen allerdings nicht notwendigerweise
waagerecht und ihr Richtungsverlauf ist unbekannt, so daß sich die Erstreckung des Bohrloches nicht ohne
weiteres vorhersagen laßt. Diese Abweichung ist insbesondere dann unangenehm, wenn die Bohrung harte und
weiche Schichtlagen durchstößt.
Theoretisch ergibt sich eine Lösung des Problems durch Abstützung der Bohrkrone auf einer kurzen Länge unmittelbar
hinter der Bohrkrone, wie es in der US-Patentschrift 1 172 I59 beschrieben ist. In der Praxis läßt sich dies
nicht verwirklichen, wie aus beliebigen Verkaufsprospekten ersichtlich ist. Der Durchmesser des Bohrstranges
ist immer etwa .070 ft kleiner als der Durchmesser der Diamantbohrkrone, so daß das Wasser durch den .035 inch
großen Ringraum zwischen dem Außendurchmesser des Bohrstranges und der Bohrlochwand zurückfließt. Der Grund
liegt darin, daß im Bereich der Bohrkrone befindliche spiralförmige Rückflußnuten unwirksam sind, da Gesteinspartikel und Wasser austreten und den Abstand zwischen
den Nuten rasch ausschleifen und auswaschen, so daß bereits nach einigen Vorschubmetern die Abstützung für
die Bohrkrone abhanden kommt.
Eine Lösung der erwähnten Probleme läßt sich teilweise durch sogenanntes kontrolliertes Bohren erzielen. Dies
ist eine Technik, die sich durch lange Erfahrung entwickelt und von dem Bohrführer fordert, daß er in jedem
Augenblick die zu durchbohrende Materialart erkennt und den Wechsel von einer Art zur anderen sofort wahrnimmt.
Dies wird durch Kontrolle des Wasserdruckes und Regulie-
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rung der Vorschubrate der Bohrkrone sowie des auf ihr
lastenden Druckes erreicht. Dies bedeutet, daß das Gewicht des Bohrstranges bei Zunahme der Bohrlochtiefe
nicht insgesamt auf der Bohrkrone lastet. Eine typische Vorschubkraft für durchschnittliche Gesteinsschichten
(weder Granitgestein noch weiche Schieferschichten) beträgt 84 kg/cm und bekannte Kontrolltechniken verringern
natürlich die Vorschubkraft beim Durchdringen der weichen Gesteinsschicht, obwohl die Vorschubrate im
allgemeinen erhöht wird. Diese Verfahren sind jedoch kostspielig, da. sie außerordentlich sachkundige Bedienungspersonen
erfordern und die Bohrtiefe pro Bohrkrone auf etwa 6 m begrenzt ist, weil sonst die Diamanten
blank werden und an Schneidfähigkeit einbüßen. Dies führt zu höheren Bohrkronenvorschubkraften und verschleiert
Informationen. Auch die teuersten Bohrlöcher lassen jedoch hinsichtlich ihrer Geradheit viel zu wünschen übrig.
Diese Probleme werden noch gravierender, wenn kleine Löcher für Bohrkernproben gebohrt werden. Selbstverständlich
sprechen wirtschaftliche Gründe bei der Probennahme für kleine Bohrlöcher, jedoch ist eine lange Stange mit
einem Durchmesser von etwa 2 inch viel biegsamer und gegen Ablenkungen anfällig als eine Stange mit einem
Durchmesser von beispielsweise 4 inch.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Bohrvorrichtung zu schaffen, die viel geradere Bohrlöcher als bisher
erzeugt. Außerdem wird eine neue und verbesserte Wasserspülung für eine derartige Bohrvorrichtung insbesondere
für kleinere Abmessungen vorgeschlagen.
Die Erfindung wird anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert.
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Pig. 1 zeigt eine bekannte, auf dem Markt befindliche Bohrvorrichtung in Ansicht, bei der zur Veranschaulichung
Teile weggeschnitten und die Flüssigkeitsströmungen durch Pfeile angedeutet sind.
Fig. 2 stellt eine entsprechende Ansicht einer die Nachteile der bekannten Vorrichtung überwindenden erfindungsgemäßen
Bohrvorrichtung mit angedeutetem Kühlflüssigkeitsverlauf
dar,
Fig. 3 ist in vergrößertem Maßstab ein Querschnitt, aus
dem der Zusammenbau eines profilierten Stützrohres mit dem Innen- und Außenkernrohr hervorgeht, damit der Verlauf
des Spülstromes zwischen dem Innen- und Außenkernrohr der Anordnung nach Fig. 2 klar wird.
Bei der bekannten Vorrichtung nach Fig. 1 fließt die
Kühlflüssigkeit an der Innenseite des Bohrstranges in dem inneren Ringraum zwischen dem Außenumfang 2 des
Kernhebers 4 mit einem Kernhebergehäuse und dem Innenumfang der Bohrstange 8 nach unten, spült das von der
Bohrkrone 10 gelöste Bohrklein weg und kehrt durch den Ringraum zwischen dem Außenumfang 12 der Bohrstange 8
und dem diese umgebenden Gestein 14 zum Bohrlochkopf zurück. Die radiale Breite dieses Ringraumes liegt im
allgemeinen wie erwähnt in der Größenordnung von .0^5 inches
während der Wasserstrom üblicherweise etwa Γ3,5 bis
22,5 ltr pro Minute beträgt. Der Druck zur Erzielung dieser Durchströmrate schwankt in Abhängigkeit von dem
zu bohrenden Material der Gesteinsschichten. Daraus ergibt sich eine nicht abgestützte Länge, die unter Berücksichtigung
der zusätzlichen Faktoren der Erwärmung, Vibration und Inhomogenität des zu bohrenden Materials
zu typischen Ablenkbedingungen der Bohrlöcher zwischen 5 bis 10 pro 30 m für abwechselnd harte und weiche Ge-
- 5 209827/0689
steinsschichten führt.
Demgegenüber zeigt Fig. 2, daß eine Abstützung an dem Bohrer erzielt wird und daß das Strömungsbild sich nun
geändert hat, weil die abwärts- und die aufwärtsgerichteten Ströme innerhalb des Außenkernrohres verlaufen.
Dieses Außenkernrohr 16 wird bei allen Vorhaben und Verwendungszwecken
von dem eben gerade durchbohrten Gestein abgestützt. Zwischen dem Außenumfang 18 dieses Außenkernrohres
16 und dem gebohrten Gestein 14 verbleibt lediglich ein Mikro-Ringraum. Dieser Mikro-Ringraum hat in
hartem Gestein eine radiale Dicke von größenordnungsmäßig .002 inches und ist in der Praxis mit einer steifen
pastösen Masse kleiner Partikel gefüllt, in die durch Kapillarwirkung Wasser eingedrungen ist. Auf diese Weise
wird die bisher verwendete bekannte hohle Bohrstange 8 durch ein Außenkernrohr 16 ersetzt, das gegen die Bohrlochwandung
und einen Stützkörper 20 anliegt.
Das Wasser zum Kühlen der Bohrkrone und zur Entfernung des Bohrkleins strömt durch vier in dem Stützkörper 20
ausgesparte Kanäle 22 nach unten. Diese Kanäle sind im Gegensatz zu dem bisher axial durch den inneren Ringraum
fließenden Strom mit Abstand um den Kernheber 4 verteilt, •/ιIe in Fig. 3 gut erkennbar ist. In Fig. 2 sind sie durch
den Abstand zwischen der gestrichelten Linie in dem Schnitt des Teiles 20 und dem Außenumfang 2 des Kernhebers
4 angedeutet.
Sobald das Wasser die Diamantbohrkrone 10 innen berührt
hat, strömt es um die Krone herum nach außen zu dem Nachschneidring
24. In diesem Nachschneidring 24 befinden
sich vier Längsnuten 26, die teilweise in Ansicht und durch eine gestrichelte Linie auch in dem Schnitt dargestellt
sind. Der Ring ist durch Silberlötung mit dem
- 6 209827/0689
BAÖ ORIGINAL
Stützkörper 20 verbunden.
Folgende Angaben sollen illustrieren, wie' klein der Abstand
ist: Bei einer Größenbemessung beträgt der Kerndurchmesser.,
der bei der Probengewinnung so groß wie möglich sein soll, l-1/ΐβ inches, während das Bohrloch 1-57/64
inches im Durchmesser mißt. Der Kernheber hat einen Außendurchmesser von 1-9/32, zu dem sich der Innendurchmesser 28 des Stützrofres in geringfügigem Abstand
von 1.312 bis I.3IO inches befindet.
Die Bohrkronenlehre selbst hat einen Durchmesser von I.870 bis I.800 inches, schneidet jedoch die Größe nicht
unbedingt genau, d.h. das Bohrloch ist in manchen Gesteinen größer als der Bohrer. Die Größe der Bohrkrone
wechselt außerdem und ist nicht genau maßhaltig. Der Nachschneidring schneidet andererseits insbesondere in
hartem Gestein sehr präzise, vorausgesetzt, daß er scharf gehalten wird, weil er nur eine sehr geringe Materialmenge
entfernt. Bevorzugt wird ein Nachschneidring verwendet, dessen Diamanten mit Übergröße abgesetzt und
auf genau 1.895 inches geläppt sind, um eine nahezu perfekte Konzentrizität zu erreichen. Die Endfläche
stellt einen Anschlag für den Gewindeteil der Bohrkrone 10 dar.
Der Rückstrom erfolgt durch die vier Längsnuten 26 des Nachschneidringes in eine Bohrschmandsammelrinne 30.
Diese Sammelrinne unterstützt auch die Einführung der rückströmenden Flüssigkeit in die vier Durchlässe 32
zwischen den in das Stützrohr 20 eingefrästen Außenkanälen 34 und dem Innenumfang 36 des Kernrohres l6. Diese Rückflußdurchlässe sind in den Fig. 2 und 3 erkennbar.
Die Länge des Kernrohies beträgt 5-1/4 inches ausschließ-
- 7 209827/0689
lieh der 1/4 inch langen Kronierungen 38, die mit den
Antriebsklauen 40 des Stützrohres 20 in Eingriff stehen. Bei der vorstehend angegebenen Größenabmessung gewährleisten
der Innendurchmesser 36 des Außenkernrohres
mit I.69I - .001 inches und der Außendurchmesser 42 des
Stützrohres 20 mit I.689 - .001 inches eine gute Abdichtung
und Abstützung des Kernrohres durch das darunterbefindliche Stützrohr. Zur Vermeidung von Ovalbohrungen
empfiehlt es sich, diese Teile einander überlappen zu lassen.
Nach Aufwärtsströmung in den Durchlässen J>2 verläßt der
Bohrschmand das Außenkernrohr durch öffnungen 44 und
gelangt in einen Ringraum 46. Dieser Ringraum ergibt sich durch eine Reduzierung des Kernrohrdurchmessers auf
I.835 inches (s. Beispiel), so daß ein Ringraum von
.030 inches Breite und ein Bohrlochdurchmesser von
I.895 inches vorliegen. Dies ist genau der Nachschneidringdurchmesser
- die wirkliche Breite des Ringraumes liegt etwa bei .035 inches.
Ein anderes Merkmal dieser Anordnung besteht darin, daß diese öffnungen zwischen den Durchlässen und dem Bohrlochringraum
als Schlüsselansatzflächen benutzt werden können. Es ist häufig schwierig, die Gewindeteile abzuschrauben,
um de Bohrkronen zu ersetzen, weil ein Rohrschlüssel sich auf dem Außenkernrohr l6 nicht ansetzen
läßt, ohne seine Punktion zu zerstören. So unterstüzten
die öffnungen 44 die Demontage, indem sie' Anlagemöglichkeiten
für einen nicht gezeichneten Spezialschlüssel darstellen, um das Angreifen von Rohrschlüsseln auf den
sorgfältig bearbeiteten Teilen zu vermeiden. Das Kernrohr selbst läßt sieh austauschen, indem die Rohrteile 16, 20
von dem Stabilisator 48 abgeschraubt werden und eine abgestufte oder abgeschrägte Nabe in die Bohrung des Stütz-
- 8 -209827/0689
rohres 20, das an seinem oberen Ende rund und ohne Kanäle
ausgebildet ist, eingeführt wird, woraufhin das Stützrohr mittels einer Spindel abgezogen wird, die
nach der Art einer Zahnradabziehvorrichtung auf Ansätze
38 zwischen den Klauen 40 wirkt.
Das Kernrohr 16 hat einen Außendurchmesser von 1.893 inches,
um mit der Bohrlochwand theoretisch einen Mikrο-Ringraum
von .001 inches einzuschließen. In der Praxis sollte der Außendurchmesser 1.880.1 inches in AISI 4l4O-Stahl
betragen und durch der Herabsetzung des Verschleißes dienende Hartverchromung bis auf eine Tiefe von .006
inches auf einen Durchmesser von I.892.3 inches gebracht
werden.
Der Stabilisator 48 versteift das Bohrstrangende über eine größere Länge als es dem Kernrohr 16 allein möglich
ist und er wird mittels viereckiger Gewindegänge mit dem Kernrohr verbunden, wobei die Gewindegänge so
enden, daß das Kernrohr l6 zwischen einem Ende des Stabilisators 48 und den Stegen der Klauen 40 auf dem Stützrohr
20 eingeschlossen ist.
Dieser Stabilisator vergrößert sich wie bei 52 erkennbar
von I.835 inches bis I.89O inches (oberhalb der
Hartverchromung) und besitzt spiralförmige Nuten 54, durch die der Bohrschmand bei seiner Aufwärtsströmung
an der Außenseite des Stabilisators vorbeiströmt. Ein geringfügiger Anteil des Bohrschlammes kann an der
Fläche vorbeitreten, jedoch verringert der kleine Abstand zwischen der Bohrlochwand und dem zylindrischen
Teil der Peripherie Vibrationen und ein Schlagen der
Bohrkrone. Der äußere Stabilisatordurchmesser verbleibt über eine Länge von 4 inches auf diesem Maß von"I.890
inches und wird dann wieder auf I.835 inches verringert,
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so daß der übliche Ringraum entsteht. Da dies für den
Fachmann durchaus verständlich ist, wurde es in der Zeichnung nicht dargestellt.
Unterhalb dieses verringerten Durchmessers weist der . Stabilisator ein viereckiges Innengewinde auf, so daß er
ein Außenrohr aufnehmen kann. Vorzugsweise wird als äußeres Adapterrohr ein Standardrohr 56 verwendet, das
jedoch 12 inches kürzer ist, so daß die erfindungsgemäße Adapter-, Stabilisator-, Stützrohr- und Kernrohranordnung
gegen Standardbohrkrone und äußeres Rohr ausgetauscht werden kann.
Es wurden in Bohrerablenkungen fördernden Gesteinsforma tionen mit nahezu senkrecht geneigten Schichtlagen ;
kontinuierlich harten und weichen Gesteins von Diorit, Diabas, Quarz und unreinem Quarzgestein Versuche durchgeführt.
Nachfolgende Aufstellung von SäurePrüfungen
zeigt einen Vergleich der Bohrlochablenkungen:
| Tiefe | ft | Winkel |
| 170 | ti | 57° |
| 250 | Il | 55° |
| 330 | ti | 53O |
| 400 | ti | |
| 500 | ti | |
| Kernrohr (600 | It | 50° 30 f |
| abgenutzt (700 | It | 41O |
| 8OO | It | 40° |
| 900 | ti | 28° |
| 1000 | It | 14° |
| 1200 | Il | + 5 |
| l400 | It | +10° |
| I5OO | +10° |
Neues Pührungste?nrohr in Benutzung genommen
neues Kernrohr eingesetzt Spezialstützrohr ausgebaut Standardstützrohr benutzt
Bohrung beendet
Aus der Aufstellung geht hervor, daß nur bei abgenutztem'Kernrohr
eine merkliche Abweichung von der vorgesehenen Richtung
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auftritt. Bei 800 ft Tiefe wurde das erfindungsgemäße Stützrohr ausgebaut und durch ein herkömmliches Standardrohr
ersetzt, weil die Ablenkung so klein war, daß anzunehmen war, daß andere Faktoren die Ergebnisse beeinflussen
könnten. Wenn ein Bohrführer bei der Arbeit mit
beiden Arten der Bohrvorrichtung die gleiche Sorgfalt aufwendet, wird charakteristischerweise die Ablenkung
von 5° bis 10° pr 100 ft bis innerhalb 1° oder 2° pro 100 ft der Bohrung herabgesetzt.
- 11 209827/0689
Claims (8)
1. Bohrstrang bestehend aus Innen- und Außenkerrirohr sowie einer Diamantbohrkrone, gekennzeichnet
durch ein Stützrohr (20) mit im wesentlichen ununterbrochenem äußerem Kreisumfang, dessen Außendurchmesser
etwas kleiner als das normalerweise von der Bohrkrone (10) geschnittene Bohrloch ist, so
daß der Rückstrom zwischen dem Bohrloch und der Außenfläche des Kernrohres unterbunden wird, wobei der
äußere Kreisumfang ebenfalls eine solche Länge zu dem Durchmesserverhältnis hat, daß er die Bohrkrone
bei der Beibehaltung der gewollten Richtung unterstützt, sowie durch Mittel, die mit dem Kernrohr (16)
und dem Kernheber (4) zur Schaffung von Durchlässen (22, 32) zur Zuführung des Fluids zur Bohrkrone und
zur Rückführung desselben von dieser derart zusammenwirken, daß beide Strömungen innerhalb des von dem
Kernrohr (16) gebildeten Rohrkörpers verlaufen.
2. Bohrstrang nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet
, daß der Kernheber (4) eine zylindrische Außenfläche (2) aufweist und das
Kernrohr (16) eine zylindrische Innenfläche (J>6) besitzt,
und daß die mit ihm zusammenwirkenden Mttel
- ein Profilrohr (2o) sind.
3. Bohrstrang nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet
, daß der Außendurchmesser des Kernrohres (16) kleiner als 2 inches ist.
4. Bohrstrang nach Anspruch 1, dadurch g e kennzeich'net
, daß das Kernrohr (16) oberhalb des kreisförmigen Außenumfanges einen Teil verringerten Durchmessers aufweist, der mit der Bohr-
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lochwand einen Ringraum (46) einschließt, daß der
durchmesserverringerte Teil des Kernrohres (16) öffnungen (44) aufweist, und daß die öffnungen (44) zu
den Rückflußdurchlässen (J2) so ausrichtbar sind, daß
der Rückstrom um die Außenfläche der oberen Partie des Außenrohres (16) herum nach oben fließen kann.
5· Bohrstrang nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die öffnungen (44)
Schlitze mit parallelen Axialseiten und abgerundeten Enden sind, in die zum Lösen der Schraubgewinde der
Anordnung ein Schlüssel eihsteckbar ist.
6. Bohrstrang nach Anspruch 1 oder 4, gekennzeichnet durch ein zylindrisches Kernrohr (16),
ein Stabilisatorrohr (48) von im wesentlichen zylindrischer Form mit spiralförmigen Nuten (54), wobei
der Außendurchmesser des Zylinders etwas kleiner als derjenige des Kernrohres ist, damit rückströmendes
Fluid durch die Nuten (54) über die Außenseite des Stabilisators fließen kann, jedoch das Kernrohr (16)
bei der Aufrechterhaltung der Richtung der Bohrkrone durch eine Abstützung zu der Bohrlochwand unterstützt
wird. .
7. Bohrstrang nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Kernrohr (16) an
seinem vorderen Ende Kronierungen (j58) aufweist und in der Nähe der Bohrkrone mit Klauen (40) versehen
ist, und daß die Seiten der Kronierungen (38) zur antriebsmäßigen Verbindung gegen die Klauen (4o) anliegen,
so daß der Bohrer mehr durch das Kernrohr (l6) als den profilierten Teil (20) antreibbar ist.
8. Bohrstrang nach Anspruch 7, dadurch g e -
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kennzeichnet, daß die Kronierungen (38)
sieh über die Rohrprofilierungen erstrecken, die die Rückflußdurchlässe (J2) darstellen.
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Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
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