DE2161580C3 - Vorrichtung zum Verstellen und Feststellen der Höhe von Zuggabeln an Anhängern - Google Patents
Vorrichtung zum Verstellen und Feststellen der Höhe von Zuggabeln an AnhängernInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Verstellen und Feststellen der Höhe von Zuggabeln an *o
Anhängern mit einem in der Länge verstellbaren Gestänge, welches zwischen dem Fahrgestell des
Anhängers und der Zuggabel eingeschaltet ist und zwcr ineinander geführte Verbindungselemente, wie Kolbenstange und Rohre od. dgl, aufweist, wobei auf einem der «
beiden Verbindungselemente Abstützflächen vorgesehen sind und zwischen diesen ein mechanisch wirkendes
elastisches Spannglied begrenzt verschiebbar gelagert ist und das Spannglied mit dem Verbindungselement
kraftschlOssig zusammenwirkt.
Eine derartige Vorrichtung ist aus der DE- PS 9 14 216
bekannt. Die Abstutzflächen für das Reibglied sind dort
jedoch symmetrisch zueinander ausgebildet, so daß unabhängig von der Bewegungsrichtung der beiden
ineinander geführten Verbindungselemente stets etwa die gleiche Reibung auftritt. Es ist eine Feder
vorgesehen, die über die Abstützfläche auf das Reibglied in allen Stellungen einwirkt. Diese Feder dient einerseits
dem Gewichtsausgleich und andererseits dem Aufbringen einer radialen Kraft zwecks Erzeugung der M
Reibung.
Auch aus der DE-AS 12 15 005 ist eine Höheneinstellvorrichtung für Zuggabeln von Anhängern bekannt, bei
der axial geteilte Klemmbacken Anwendung finden, die an Abstützflächen, die wiederum symmetrisch aiisgebildet sind, abgestützt werden. Auch hier wirkt eine Feder
dauernd auf die Klemmbacken ein. Es ist eine mechanische Löseeinrichtung vorgesehen, um die
Gegenstand des älteren Patentes 21 59 709 ist ebenfalls eine Höheneinstellvorrichtung, bei welcher
zwei geteilte Bremsglieder aus abriebfestem Kunststoff eingesetzt werden, die über zwei Wälzkörper gegenseitig aneinander abgestützt sind. Auf einem der
Bremsglieder lastet wiederum ständig die Kraft einer Feder. Infolge der Zwischenschaltung der Wälzkörper
wird in der einen Bewagungsrichtung eine Nafheilung des einen Bremsgliedes gegenüber dem anderen
Bremsglied erreicht, so daß die Anpreßkraft in der Reibfläche damit vermindert ist, wodurch je nach
Bewegungsrichtung eine verschieden große Reibung entsteht Die aufzubringende Reibung ist jedoch
begrenzt, da die Wälzkörper nur in einer Richtung radiale Anpreßkraft entwickeln, so daß die zur Reibung
herangezogene Fläche nur relativ klein ist und sich auf einen Teil des Umfanges erstreckt.
Die DD-PS 34 763 zeigt eine Höheneinstellvorrichtung ohne Verwendung eines Reibgliedes. Zwischen die
beiden Verbindungselemente ist lediglich eine Feder eingeschaltet Diese Feder bewirkt nur einen Gewichtsausgleich. Sie ist nicht geeignet, zur Feststellung einer
Höheneinstellvorrichtung beizutragen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Höheneinstellvorrichtung der eingangs beschriebenen
Art zu schaffen, di« sich einerseits leicht und ohne zusätzliche mechanische Klemmvorrichtungen verstellen läßt und bei der andererseits das Gewicht der
Zuggabel dazu ausgenutzt wird, um die Feststellung in der jeweiligen Lage zu erreichen.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß die
Abstützflächen in Verbindung mit dem elastischen Spannglied derart unterschiedlich gerichtet sind, daß
nur in der einen Verschieberichtung der Verbindungselemente die kraftschlüssige Verbindung zwischen
Spannglied und Verbindungselement hergestellt wird. Dies bedeutet daß beim Anheben der Zuggabel, bei dem
von vorneherein das Gewicht der Zuggabel oder mindestens ein Teil des Gewichtes der Zuggabel
überwunden werden muß, keine Reibung zwischen den Verbindungselementen stattfindet, während umgekehrt
beim Abwärtsverschwenken das Gewicht der Zuggabel über eine relativ große Reibung zur Feststellung in jeder
beliebigen Stellung führt.
Mit besonderem Vorteil ist der Abstand der die Abstützflächen tragenden Elemente einstellbar. Hierdurch läßt sich mit einfachen Mitteln die Vorrichtung an
verschiedene Zuggcbeln bzw. verschiedene Zuggabelgewichte anpassen. Die eine Abstützfläche ist von einer
zur Verschiebericlhtung senkrechten Fläche und die andere Abstützfläche von einem konischen Element
gebildet. Die senkrecht zur Verschieberichtung angeordnete AbstützDäche hat keine Kraftkomponente in
radialer Richtung, so daß durch die Anlage des Reibgliedes an diese Abstützfläche keine Reibung
hervorgerufen werden kann. Anders in der entgegengegesetzten Bewegungsrichtung; hier schiebt sich das
Reibglied auf die andere Abstutzfläche an dem konischen Element auf, weitet sich auf, und die radiale
Kraft fuhrt zu einer erheblichen Reibung zwischen dem
Reibglied und dem zusammenwirkenden Verbindungselement.
Zwecks Gewichtsausgleichs der Zuggabel ist zwischen die beiden Verbindungselemente und parallel
zu dem Spannglied eine Feder eingeschaltet. Diese Feder bewirkt nur einen Gewichtsausgleich und hat auf
die entstehende Reibung keinen Einfluß.
Eine bevorzugte Ausführungsforrn der erfindungsgemäßen
Vorrichtung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden weiter beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 eine schematisierte Skizze des Einbauzustandes der Vorrichtung,
Fig.2 einen Längsschnitt einer ersten Ausführungsform und
F i g. 3 einen Längsschnitt siner zweiten Ausführungsform der Vorrichtung.
In F i g. 1 sind einige für das Verständnis der to
Erfindung wesentliche Teile des Anhängers dargestellt Am Fahrgestell 1 ist die Zuggabel 2 schwenkbar
vorgesehen. Mit dem Fahrgestell 1 ist der Fahrzeugaufbau 3 verbunden. Die Vorrichtung nach der Erfindung
ist beispielsweise zwischen dem Fahrzeugaufbau 3 und is
der Zuggabel 2 eingeschaltet. In dem in F i g. 1 dargestellten Beispiel befindet sich die Vorrichtung
somit über der Zuggabel. Die Gewichtskomponente der Zuggabel übt damit eine Zugkraft auf die Vorrichtung
aus, die bestrebt ist, die beiden Verbindungselemente der YoiTichtung auseinanderzuziehen. Es ist aber auch
möglich, die erfindungsgemäße Vorrichtung .interhalb
der Zuggabel 2 anzuordnen. In einem solchen Falle belastet die Gewichtskomponente der Zuggabel 2 die
Vorrichtung auf Druck.
In Fig. 2 ist eine erste Ausführungsform der Vorrichtung dargestellt Diese ist für einen Einbauzustand
gedacht, wie er in F i g. 1 angegeben ist. Die Vorrichtung besitzt zwei ineinander geführte Verbindungselemente
4 bzw. S, die beispielsweise als Kolbenstange und Kolbenrohr ausgebildet sind. Jedes
Verbindungselement 4 bzw. 5 ist mit einem Lager 6 zum Anschluß an den Fahrzeugaufbau 3 bzw. die Zuggabel 2
versehen. Auf dem Verbindungselement 4 ist begrenzt verschiebbar ein mechanisch wirkendes elastisches
Spannglied 7 vorgesehen. Für die begrenzte Verschiebbarkeit des Spanngliedes 7 sind Elemente vorgesehen,
die Abstützflächen 8 bzw. 9 tragen. Die Abstützfläche 8 ist an einer Scheibe angeordnet und senkrecht zu der
Verschieberfchtung gerichtet; sie ist mit dem Verbindungselement
4 verschweißt Die Abstützfläche 9 ist von einem kegeligen Element gebildet, welches gegenüber
dem Verbindungselement 4 verschiebbar ist und sich an der Mutter 10 abstützt Die Mutter 10 kann gesichert
werden. Das elastische Spannglied 7 besitzt auf dem äußeren Lhnfang eine Oberfläche ti, die mit der als
Reibfläche 12 ausgebildeten inneren Umfangfläche des Verbindungselementes 5 zusammenarbeitet Die Formgebung
des elastischen Spanngliedes 7 sowie der gegenseitige Abstand def Abstützflächen 8 und 9 ist so so
gewählt, daß in der einen Verschieberichtung kein KraftschluE und in der cnderen Verschieberichtung
Kraftschluß zwischen der Oberfläche 11 und der Reibfläche 12 entsteht. Wird beispielsweise das
Verbindungselement 4 relativ in das Verbindungselement 5 eingefahren, was einem Anheben der Zuggabel 2
in F i g. 1 entspricht, so stützt sich das elastische Spannglied 7 allein auf der Abstützfläche 8 ab. Hierbei
entsteht kein Kraftschluß zwischen der Oberfläche 11
und der Reibfläche 12, so daß das Anheben der Zuggabel in keiner Weise behindert wird. Es ist
vielmehr eine Feder 13 vorgesehen, die in ctem gezeigten Ausführungsbeispiel als Druckfeder autgch,idet
ist und zwischen die beiden Verbindungselemente 4 und 5 eingeschaltet ist Diese Feder 13 ist in ihrer
Federkraft dem von der Gewichtskomponente der Zuggabel 2 herrührenden Moment entgegengerichtet,
so daß damit ein Gewichtsausgleich erfolgt
Wird dagegen die Zuggabel 2 in einer gewissen Höhenstellung losgelassen, so daß sich die Gewichtskomponente auswirken kann, so wird das elastische
Spannglied 7 von der Abstützfläche 8 mehr oder weniger freikommen und sich auf die Abstützfläche 9
aufschieben, wodurch eine Aufweitung an dem kegeligen Element des Spanngliedes und eine Vorspannung
desselben entsteht. Infolge dieser Vorspannung tritt Kraftschluß zwischen der Oberfläche 11 und der
Reibfläche 12 ein, so daß die Zuggabel 2 in der gewählten Stellung festgestellt bleibt Wie ersichtlich,
kann mit Hilfe der Mutier 10 der Eintritt bzw. die Höhe der Vorspannung des Spanngliedes 7 eingestellt werden.
Damit ist eine einfache Anpassungsmöglichkeit an die verschiedenen Gewichte der Zuggabeln 2 gegeben. Für
diese Verstellzwecke ist beispielsweise an dem Verbindungselement 5 eine Sechskantöffnung 14 vorgesehen.
Zur Verstellung des gegenseitigen Abstandes der Abstützflächen 8 und 9 wird ein Lager 6 der Vorrichtung
gelöst, die Verbindungselemente 4 und 5 werden gänzlich ineinandergeschoben, so daß die Mutter 10 in
die Sechskantöffnung 14 einrastet Eine Verdrehung der Verbindungselemente 4 und 5 gegeneinander bewirkt
damit eine Verdrehung der Mutter 10 auf dem Gewinde des Verbindungselementes 4 bzw. eine Veränderung der
Lage der Abstützflächen 8 und 9.
In Fig.3 ist eine Ausbüdungsmöglichkeit der
Vorrichtung dargestellt, die für den Einbau unterhalb der Zuggabel 2 gedacht ist Die Kraftverhältnisse sind
gegenüber dem in F i g. 2 dargestellten Beispiel gerade umgekehrt. Ansonsten aber werden sämtliche Funktionen
in genau gleicher Weise erreicht.
Bei den in F i g. 2 und 3 dargestellten Ausführungsbeispielen ist das elastische Spannglied 7 jeweils im Bereich
der innen liegenden Verbindungselemente 4 begrenzt verschiebbar gelagert, während der Kraftschluß jeweils
zu dem außen liegenden Verbindungselement 5 erreicht wird. Es versteht sich, daß auch Ausbildungsformen
möglich sind, bei denen die Verhältnisse umgekehrt sind. Dabei ist dann das elastische Spannglied an dem inneren
Umfang des äußeren Verbindungselementes begrenzt verschiebbar gelagert, während der Kraftschluß zwischen
dem Spannglied 7 und dem inneren Vorbindungselement 4 stattfindet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Vorrichtung zu.n Verstellen und Feststellen der
Höhe von Zuggabeln an Anhängern mit einem in der Länge verstellbaren Gestänge, welches zwischen
dem Fahrgestell des Anhängers und der Zuggabel eingeschaltet ist und zwei ineinander gerührte
Verbindungselemente, wie Kolbenstange und Rohre od. dgl., aufweist, wobei auf einem der beiden
Verbindungselemente Abstützflächen vorgesehen sind und zwischen diesen ein mechanisch wirkendes
elastisches Spannglied begrenzt verschiebbar gelagert ist und das Spannglied mit dem Verbindungselement kraftschlüssig zusammenwirkt, dadurch
gekennzeichnet, daß die Abstützflächen (8 bzw. 9) in Verbindung mit dem elastischen
Spannglied (7) derart unterschiedlich gerichtet sind, daß nur in der einen Verschieberichtung der
Verbindungselemente (4 bzw. S) die kraftschlüssige Verbindung zwischen Spannglied (7) und Verbin- M
dungselement (5) hergestellt wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der die Abstützflächen (8
bzw. 9) tragenden Elemente einstellbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Abstützfläche (8) von
einer zur Verschieberichtung senkrechten Fläche und die andere Abstützfläche (9) von einem
konischen Element gebildet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Gewichtsausgleich der
Zuggabel (2'; zwischen die beiden Verbindungselemente (4 bzw. 5) und parallel /u dem Spannglied (7)
eine Feder (13) eingeschaltet ist.
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Priority Applications (1)
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Country Status (1)
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1971
- 1971-12-11 DE DE19712161580 patent/DE2161580C3/de not_active Expired
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| DE2161580B2 (de) | 1978-06-01 |
| DE2161580A1 (de) | 1973-07-05 |
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