DE2161440A1 - Vorrichtung zum Fördern von losem Schüttgut - Google Patents
Vorrichtung zum Fördern von losem SchüttgutInfo
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Description
- Vorrichtung zum Födern von losem S ohttttgut Die Erfindung betri£St eine Vorrichtung zum Fördern von losem ScbUttgiit von einer Ebene in eine andere und insbesondere einen Förderer, der in relativ engen Räumen, von beispielsweise selbstlöschenden Sohiffen, eingesetzt werden kann.
- I)ie bei selbstlösohenden Schiffen gewöhnlich verwendeten Vorrichtungen zum Aufwärtsfördern von Lasten bestehen aus Becher- oder Bandförderern. Die Einrichtungskosten fur die erote Art sind hoch,und sie hat den achteil, daß am Abgabeende kein kontinuierlicher Materialstrom vorliegt, sondern ein stoßweiser Materialanfall. Die zweite Art hat einen großen Raumbedarf, da der Neigungswinkel bekannter Bandförderer auf höchstens 180 beschränkt ist. Ferner sind hierbei mehrere Uberleitatellen erforderlich, an denen das Material von einem Band auf ein anderes übergeleitet wird, was häufig mit einem hohen Materialverlust verbunden ist.
- Es ist deshalb Aufgabe der vorliegenden Erfindung einen Bandförderer zum Transportieren von Gut von einer Ebene in eine anderen der insbesondere zum Aufwärtsbewegen von losem Schüttgut geeignet ist, zahlreiche Überleitstationen entbehrlich macht und erheblich weniger Platz in Anspruch nimmt als es bei den bekannten Band- und Becherfördersystemen der Fall ist, zu schaffen.
- Dieses wird bei einer Vorrichtung zum Fördern von losem Schüttgut von einer Ebene in eine andere erfindungsgeinäß dadurch erreicht, daß sich zwei endlose Bandförderer Jeweils zwischen Umlenkrollenpaaren erstrecken, die in den jeweiligen Ebenen angeordnet sind, daß jeder Förderer einen Vorwärtstrum und einen Rückwärtstrum hat, daß Je eine selbsttätige Spanneinrichtung zum Spannen der Bänder der Förderer vorgesehen ist, daß der Vorwärtstrum des ersten Bandförderers einen im wesentlichen horizontalen, nach oben weisenden Aufgabeabschnitt, einen nach oben geneigten, nach unten weisenden Abgabeabschnitt und einen konkav gekrümmten mittleren Abschnitt aufweist, daß der Vorwärtstrum des zweiten Bandförderers einen nach unten weisenden Aufgabeabschnitt, der mit dem Aufgabeabschnitt des ersten Bandförderers einen Hohlraum zwischen den Bandiörderern bildet, einen nach oben geneigten, nach oben weisenden Abgabeabschnitt, der in der höheren Ebene endet, und einen konvex gekrümmten mittleren Abschnitt aufweist, daß der Aufgabeabsohnitt des ersten Bandförderers und der mittlere Äbsohnitt und der Abgabeabschnltt des zweiten Bandförderers durch eine Mulde bildende Einrichtungen unterstützt sind und daß die Umlenkrollen und die die Mulde bildenden Einrichtungen so angeordnet sind, daß sie die Vorwärtstrums der Bandförderer im mittleren Abschnitt und im Abgabeabschnitt an ihren Randbereichen mit ihren Oberflächen in abdichtendem Eingriff haltend Zwischen den beiden am Rand in abdichtendem ] Eingriff stehenden Förderbändern ist ein schlauchförmiger Hohlraum ausgebildet, in dem das Gut unter Klemmwirkung fixiert ist. Beide Bänder sind in den nach oben weisenden Abschnitten ihrer Vorwärtstrums muldenförmig ausgebildet und dienen in ihren nach unten weisenden Abschnitten der Vorwärtstrums als Halte- bzw. Andrückband, das mit dem muldenförmigen Tragabschnitt des anderen Bandes in Eingriff steht. Beide Bänder werden durch selbsttätige Spanneinrichtungen unter Spannung gehalten, um Banddehnungen auszugleichen.
- Durch die Klemm- bzw. gegenseitige Andrückwirkung der Bänder entfällt die Begrenzung der Steilheit der Neigung, die die bisher bekannten Bandförderer kennzeichnete. Bei dem erfindungsgemäßen Fördersystem wird das Material zunächst horizontal befördert, anschließend nach oben über einen gekrümmten Pfad in Rchtung auf eine senkrechte Position und über diese hinaus und schließlich in Richtung auf das Abgabeende in der höheren Ebene.
- In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wiedergegeben, das anhand der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert wird. Es zeigen: Fig. 1 eine Seitenansicht der Vorrichtung, Fig. 2 einen Schnitt gemäß Linie 2-2 in Fig. 1, Fig. 3 einen Schnitt gemäß Linie 3-3 in Fig. 1, Fig, 4 einen Schnitt gemäß Linie 4-4 in Fig. 1 und Figo 5 einen Schnitt gemäß Linie 5-5 in Fig. 1.
- Fig. 3 zeigt eine Vorrichtung zum Fördern von losem Schüttgut von einer Ebene 1 in eine höhere Ebene 2, wobei die Vorrichtung aus einem ersten und einem zweiten endlosen Bandförderer 3 und 4 besteht, die susammenarbeiten. Der erste Bandförderer 5 erstreckt sich z';schen Umlenkrollen 5 und 6* die in der niedrigeren bzwG höheren Ebene angeordnet sind und einen Vorwärtstrum 7 und einen Rückwärtstrum 8 begrenzen0 Das Band 3 läuft über eine Hauptleitrolle 9, eine Andrückrolle 10 und eine Hauptantriebsrolle 11 sovie tiber die Umlenkrollen 5 und 6.
- Der Vorwärts trum 7 des Bandförderers 3 umfaßt einen im wesentlichen horizontalen, nach oben weisenden Aufgabeabschnitt 12, auf den das Gut mittels eines Trichters 13 gegeben wird, einen nach oben geneigten, nach unten weisenden Abgabeabschnitt 14 und einen konkav gekrümmten mittleren Abschnitt 15. Der Aufgabeabschnitt 12,der nicht genau horizontal zu sein braucht, sondern sogar unter einem Winkel bis zu 180 geneigt sein kann, ist auf Rollen 16 abgestützt, die eine Mulde bilden.
- Um die Dehnung des Bandes zu kompensieren und das Förderband 3 stets unter Spannung zu halten, ist die Umlenkrolle 5 mit einer selbsttätigen Spanneinrichtung 50 versehen, die auf die Umlenkrolle eine konstante horizontale Kraft aufbringt.
- Der Bandförderer 4, der vorteilhafterweise 10 bis 20 cm breiter ist als der Förderer 3, ist zwischen den Umlenkrollen 17 und 18 vorgesehen, die in der unteren und oberen Ebene vorgesehen sind und einen Vorwärtstrum, der gegenüber dem Vorwärtstrum des ersten Bandförderers 3 diesem gegenüberliegend angeordnet ist, und einen Rückwärtstruin 19 begrenzen. Der Rückwärtstrum 19 läuft über eine Halterolle 20 und ist mit einer selbettätigen Spanneinrichtung 51 vorsehen, die eine konstante Spannkraft auf das Band 4 ausübt, um die Dehnung des Bandes aus zu gleichen und das band 4 stets unter Spannung zu halten.
- Der Vorwärtstrum des Förderers 4 weist einen Irur-zen, nach unten gerichteten Aufgabeabschnitt 21 auf, der mit dem Aufgabeabschnitt 12 des Bandförderers 3 einen Hohlraum abschließt, durch den das Gut zwischen den ländern festgehalten weitergeleitet wirdo Das Band 4 läuft über eine lose Andrückrolle 52, um die Abnützung des Bandes auf ein Minimum zu reduzieren. Der größere Teil des Vorwärtstrums wird durch eine Reihe von muldenförmig angeordneten Rollen 22 getragen, die auf einer konvexen Bahn angeordnet sind, deren nach oben geneigter Abgabeabschnitt 23 einen großen Radius und deren mittlerer Abschnitt 24. einen kleineren Radius aufweist. Die von dem Material beaufschlagte Oberfläche des Bandes 4 geht von der nach unten zeigenden Verformung im Aufgabeabschnitt 21 J eine muldenförmige, nach oben weisende Verformung im Abgabeabschnitt 23 über.
- Um eine optimale Abdichtung an den Rändern zwischen den Oberflächen der Bänder 3 und 4 sicherzustellen, ist der Abstand der Rollen 22 von Bedeutung, die zumindest den mittleren gekrümmten abschnitt 24 und den Abgabeabschnitt 23 unterstützen. Günstigste Ergebnisse werden erreicht, wenn der Abstand zwischen den Achsen benachbarter Rollen zwischen 20 und 35 cm, vorteilhafterweise um 30 cm, liegt.
- Darüberhinaus sollten die Rollen einen seitlichen Neigungswinkel für die Mulde zwischen 15 und 250 haben, wobei der Muldenwinkel der Winkel ist, der zwischen dem mittleren und dem Seitenabschnitt des muldenförmig serformten Bandes vorhanden ißt, was in ?IgO 4 durch den Winkel angedeutet ist. Weiterhin sollte der zweite Bandförderer 4 mindestens 10 cm jedoch nicht mehr als 20 cm breiter sein als das Band des ersten Förderers 30 Während des Betriebes wird das Schüttgut durch den Trichter 12 aufgegeben und durch den Aufgabeabschnitt 11 des Bandes 3 mitgenommen, das, wie aus Fig, 2 ersichtlich, abgestützt ist. Sobald das Schüttgut in den Hohlrawn eintritt, der durch den Aufgabeabschnitt 21 des Bandes 4 gebildet wird, legt sich dieses nach unten auf das Material; was aus Fig. 3 ersichtlich ist, In dem übrigen Teil des Vorwärtsstrums steht das Band 4 am Rande in abdichtendem Eingriff mit dem Band 3, wobei das Band 4 in einen muldenförmigen Bandförderer übergeht und das Band 3 als Halte- bzw. Andrückkband wirksam ist. Das Material wird auf dlese Weise über die gekrümmte Bahn au:c die höher gelegene Ebene 2 transportiert, von der aus es auf ein Förderband gegeben wird, das es zu einem gewunschten Punkt der höher gelegenen Ebene bringt.
- Die selbe Vorrichtung kann selbstverständlich auch dazu benutzt werden, um Material von einer höher gelegenen Ebene zu einer nniedriger gelegenen Ebene zu transportieren.
- Ansprüche:
Claims (1)
- P a t e n t a n s p r ü c h e : 1. Vorrichtung zum Fördern von losem Schüttgut von einer Ebene in eine andere, dadurch gekennzeichnet, daß sich zwei endlose Bandförderer (3,4) jeweils zwischen Umlenkrollenpaaren (5, 17 bzw. 6, 18) erstrecken, die in den jeweiligen Ebenen angeordnet sind, daß jeder Förderer einen Vorwärtstrum (7) und einen Rückwärtstrum (8, 19) hat, daß je eine selbsttätige Spanneinrichtung (50 51) zum Spannen der Bänder (3,4) der Förderer vorgesehen ist daß der Vorwärtstrum (7) des ersten Bandförderers (3) einen im wesentlichen horizontalen, nach oben weisenden Aufgabeabschnitt (12), einen nach oben geneigten, nach unten weisenden Abgabeabschnitt (14) und einen konkav gekrümmten mittleren Abschnitt (15) aufweist, daß der Vorwärtstrum des zweiten Bandförderers (4) einen nach unten weisenden Aufgabeabschnitt (21), der mit dem Aufgabeabschnitt (12) des ersten Bandförderers (3) einen liohlraun zwischen den Förderern bilde einen nach oben geneigten, nach oben weisenden Abgabeabschnitt (23), der in der höher gelegenen Ebene (2) endet, und einen konkav gekrümmten,mittleren Abschnitt (24) aufweist, daß der Aufgabeabsohnitt (12) des ersten Bandförderers (3) und der mittlere Abschnitt (24) und der Abgabeabschnitt (23) des zweiten Bandförderers (A) durch eine Mulde bildende Einrichtungen unterstützt sind und daß Umlenkrollen (52) und die die Mulde bildenden Einrichtungen so angeordnet sind, daß sie die Vorwärts trums (7) der Förderbänder (3, 4) im mittleren Abschnitt ( 24) und im Abgabeabschnitt (142 23) an ihren Randbereichen mit ihren Oberflächen in abdiohtendem Eingriff haltens 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Elastizitätsmodul des zweiten Bandförderers (4) zwischen 356,8 und 892,0 kg/cm liegt.3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Bandförderer (4) über eine lose Andrückrolle (52) läuft, die so angeordnet ist, daß sie den Beginn den konvex gekrümmten,mittleren Abschnittes (24) des zweiten Bandförderers (4) bestimmt.4. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die die Mulde bildenden Einrichtungen zur Unterstützung des mittleren und Aabgabeabschnitts des zweiten Bandförderers (4) eine Mulde bildende Rollen (22) aufweisen, die den mittleren Abschnitt (24) abstützen und unter einem Abstand von 20 bis 35 cm angeordnet sind.5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die die Mulde bildenden Rollen im mittleren Abschnitt (24) einen seitlichen Begrenzungswinkel für die Mulde zwischen 15 und 25° haben.6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, daurch gekennzeichnet, daß der zweite Bandförderer mindestens 10 jedoch höchstens 20 cm breiter ist als der erste Bandförderer (3).
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