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Verriegelung für Motorschutzhauben bzw.
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Kofferraumdeckel an Kraftfahrzeugen.
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Im Automobilbau ist man bestrebt, die Sicherheit der Insassen in Kraftfahrzeugen
dadurch zu erhöhen, daß beim Aufprall des Fahrzeuges auf ein Hindernis oder bei
einem Auffahrunfall Teile des Kraftfahrzeuges außerhalb der eigentlichten Fahrgastraumes
möglichst viel Aufprallenergie durch plastische Verformung unschädlich machen. Durch
eine solche plastische Verformung wird der vor dem Fahrgastraum liegende Tcil des
Fahrzeuges verkürzt uni es besteht die Gefahr, daß die Motorschutzhaube aufspringt,
nach hinten gedrückt wird und in den Fahrgastraum eindringt.
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Man hat versucht, dieser Gefahr dadurch zu begegnen, daß man die Motorschutzhaube
mit Bolzen} Haken od. dgl. versehen hat, die bei geschlossener Haube vor Ausschnitten
von Konsolen liegen, die mit der Karosserie fest verbunden sind (deutsches Gebrausmuster
6 948 938). Wird die Motorschutzhaube
in solchen Konstruktionen
bei einem Aufprall nach hinten gedrückt, so sollen die Bolzen oder Haken in die
vor ihnen liegenden Ausschnitte eingreifen und so ein Eindringen der Motorschutzhaube
in den Fahrgastraum verhindern.
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Es hat sich er gezeigt, daß bei Aufprallunfällen häufig diejenigen
Teile der Karosserie, die die Aufnahmen für die Sicherheitshaken der Haube tragen,
ebenfalls eine Längenänderung erfahren können, so daß die an der Haube befestigten
Haken nicht wie vorgesehen an den Aufnahmen angreifen können.
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Die Erfindung beseitigt diesen Nachteil, indem sie bei einer Verformung
des vorderen Fahrzeugteiles eine Relativbewegung der Verriegelungselemente gegeneinander
verhindert und die Motorschutzhaube auch im normalen Fahrbetrieb bei geschlossener
Stellung durch eine Anzahl von in Längsrichtung angeordneter Haken immer mit Teilen
der Karosserie, beispielsweise dem Radeinbau verriegelt hält. Dadurch kann bei einem
Unfall keinc Relativbewegung zwischen den Verriegelungselementen stattfinden und
die Motorschutzhaube kaiui nicht nach oben ausknicken.
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Bei zweckmäßiger Anordnung der Haken ergibt sich der weitere Vorteil,
daß bei einer plastischen Verformung des vorderen Wagenteiles die Haube an dieser
plastischen Verformung teilnimmt und dadurch auch ihrerseits einen Teil der
Aufprallenergie
vernichtet. Die Motorschutzhaube wirkt dabei gewissermaßen als Teil eines Kasten-
oder Profilträgers.
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Dies wird gemäß der vorliegenden Erfindung dadurch erreicht, daß in
Längsrichtung der Motorschutzhaube an einem festen Bauteil des Wagenkastens hakenförmige
Hebel angeordnet sind, die in Aussparungen einer mit der Motorschutzhaube fest verbundenen
Lciste od. dgl. eingreifen.
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Zweckmäßig sind die hakenförmigen Hebel fest mit einer gemeinsamen
Welle verbunden und diese ist in Lagern schwenkbar, die sich an einem festen Bauteil
des Wagenkastens befinden.
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Damit die Verriegelung beim Schließen der Motorschutzhaube selbsttätig
wirksam und beim Öffnen der Motorschutzhaube selbsttätig aufgehoben wird, weist
die schwenkbar gelagerte halle eine Abkröpfung auf, die mit einer Fläche an der
Unterseite der Motorschutzhaube zusammenwirkt. Diese Fläche kann von der an der
Unterseite der Motorschutzhaube befestigten Leiste gebildet sein oder von einer
der Abkröpfung gegenüberzliegenden Konsole. Beim Schließen der Motorschutzhaube
wird die Abkröpfung im Sinne eines Eingreifens der hakenförmigen Hebel in die vorgesehenen
Aussparungen geschwenkt. Anstelle einer an der Unterseite der Notorschutzhaube befestigten
Leiste können auch gegenüber den hakenförmigen Hebeln cinzelne Konsolen mit Aussparungen
zum Eingriff der hakenförmigen Hebel oder entsprechende Ösen angeordnet sein.
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Eine selbsttätige Lösung der hakenförmigen Hebel aus ihren Aussparungen
wird in einfacher Weise dadurch erzielt, daß an einem oder an beiden Enden der schwenkbaren,
die hakenförmigen Hebel tragenden Welle Fcdern angreifen, die die Welle zusammen
mit den Hebeln außer Eingriff mit den Aussparungen schwenken. Dic Federn können
jedoch auch entgegengesetzt wirken, so daß die Hebel nach dem ltinweggleiten über
eine Schrägfläche selbsttätig in die Ausnehmungen eingreifen. Das Lösen der Verriagelung
erfolgt dann mittel- oder unmittelbar von IIand beim Öffnen der Haube.
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f Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist im folgenden anhand der
Zeichnung im einzelnen beschrieben und dargestellt.
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In der Zeichnung ist: Fig. l eine schematische Ansicht der Motorschutzaube
und des Wagenvorderteiles eines Kraftfahrzeuges bei geschlossener Motorschutzaube
in Perspektive, bei der das Vorderteil der Motorschutzhaube weggeschnitten ist,
Fig. 2 eine Ansicht der hakenförmigen Hebel und der Verriegelungsmittel an der Motorhaube
im Schnitt, Fig. 3 dieselbe Ansicht bei verriegelter Stellung und
Fig.
4 und 5 stellen eine weitere Ausbildung der Erfindung dar.
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In Fig. 1 ist mit 10 die Windschutzscheibe eines Kraftfahrzeuges angedeutet.
Nach vorne erstrecken sich seitlich die Radverkleidungen 12, die mit einem mit 14
angedeuteten Wagenkastenbauteil verbunden sind und zusammen mit diesem den Motorraum
bilden. Dieser ist nach oben hin durch die Motorschutzhaube 16 abgeschlossen.
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An dem mit dem Wagenkasten fest verbundenen Bauteil i4 sind Lager
17 befestigt, in denen eine Welle 18 drehbar gelagert ist. Die Welle 18 hat an ihrem
vorderen Ende eine Abkröpfung 19, durch die die Welle 18 gedrcht werden kann.
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In regelmäßigen Abständen sind auf der Welle 18 Hebel 20 mit einer
hakenförmigen Abbiegung 23 befestigt. Im Ausführungsbeispiel sind drei Hebel 20
ersichtlich. An der Unterseite der Motorschutzhaube 16 ist eine Leiste 21 befestigt,
die in dem dargestellten Ausführungsbeispiel die Form eines gegen die Motorschutzhaube
16 hin offenen U-Profils mit Flanschen besitzt. Die Form der Verriegelungsmittel
an der Motorschutzhaube 16 kann natürlich beliebig sein.
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Die Leiste 21 weist. an Stellen, die den hakenförmigen Hebeln 20 der
Welle 18 gegenüberliegen, oeffnungen 22 auf, in die die hakenförmigen Teile 23 der
Hebel 20 eingreifen können.
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An der mit der Unterseite der Motorschutzhaube 16 verbundonen Leiste
21 ist eine Fläche 24 ausgebildet, die über
der Abkröpfung 19 der
Welle 18 liegt (Fig. 2 und 3).
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In der Nähe eines Endes der Welle 18 ist eine Feder 25 eo angebracht,
daß sie sich mit ihrem einen Ende gegen den festen Wagenkastenteil 14 abstützt und
mit ihrem anderen Ende an der Welle 18 angreift.
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Beim Schließen der Motorschutzhaube 16 drückt die Fläche 24 auf die
Abkröpfung 19, wodurch die Welle 18 in Fig. 2 im Uhrzeigersinn gedreht wird. Durch
diese Drehung der Wello 18 greifen die hakenförmigen Teile 23 der Hebel 20 in die
Öffnungen 22 der Leiste 21 ein. Gleichzeitig wird die Feder 25 gespannt.
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Dio Motorrchutzhaube 16 ist damit über die Länge der Welle 18 mit
dem festen Bauteil 14 des Wagenkastens fest verriegelt, und sie kann bei einem Aufprall
und einer Stauchung des vorderen Wagenteiles nicht nach hinten oder oben ausweichen.
Wird die Motorschutzhaube 16 entriegelt, so drückt die in der Schloßplatte der Motorschutzhaube
befindliche Feder (nicht dargestellt) die Motorschutzhaube um ein geringes Mass
auf (Fig. 3). Dabei entlastet die Fläche 24 die Abkröpfung 19 der Welle 18 und diese
wird durch die Feder 25 entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht. Diese Drehbewegung reicht
aus, um die hakenförmigen Teile 23 der Hebel 20 wieder außer Eingriff mit den Öffnungen
22 der Leiste 21 zu bringen. Die Motorschutzhaube kann dann ganz geöffnet werden.
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Die Schwenkachse der hakenförmigen Hebel kann auch quer zur Längsrichtung
der Motorhaube verlaufcn, wobei'dann die Aussparungen entsprechend vorgesehen sein
müssen und zweckmäßig Jeder Hebel einzeln betätigt wird. Es ist auch möglich, die
Hebel so durch Federkraft in einer Stellung zu halten, daß diese, z. B. über eirn
Schrägfläche selbsttätig in entsprechende Ausnehmungen einrasten.
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Dies zeigen die Fig. 4 und 5. Die Hebel 20 nehmen bei geöffneter Motorhaube
W die in Fig. 4 gezeigte Stellung ein, wobei sie von einer nicht dargestellten Feder,
die im Uhrzeigersinne auf die Hebel 20 bzw. die Welle 18 einwirkt, gegen einen schematisch
angedeuteten Anschlag 30 gedrückt werden. Wird die Motorschutzhaube 16 na¢h unten
gedrückt, dann werden die Hebel 20 durch die von der Leiste 21 gebildete Schrägfläche
32 entgegen Fcderwirung im Gegenuhrzeigersinne solange bewegt, bis sie in die Ausnehmungen
22 einschnappen können.
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Das Ausrasten der hebel 20 erfolgt dann z. 13. beim öffnen der Haube
selbsttätig durch die Betätigungsvorrichtung für das Haubenschloß. Schließlich können
die Hebel die Funktion des Sicherungs- oder Fanghakens des Schlosses besitzen und
z. B. von Hand aus den Ausnehmungen herausbewegt werden.
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Patentansprüche