DE2159378C3 - Verfahren zum Errichten einer Wasserbaustruktur und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zum Errichten einer Wasserbaustruktur und Vorrichtung zur Durchführung des VerfahrensInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren /um Errichten
einer Wasserbiiustruktur. insbesondere für die Erdölgewinnung,
bei dem vorfabrizierte Elemente der Struktur mittels eines Transportfahrzeugs von einer
ablandigen Stelle zu einem vorbestimmten Standort geschwommen, dort abgesenkt und gestapelt werden.
Gegenstand der Erfindung ist auch eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.
Solche Wasserbaustrukturen sind insbesondere für die Prospektion im Meer oder für das Bohren von
Öl interessant.
Segmente von Bohrinseln oder dergleichen wurden bisher mittels Schwimmkränen zum vorgesehenen
Standort transportiert und dort abgesenkt (siehe beispielsweise A. Kranendonk »Foundation Problems
for Marine Drilling Platforms«; Proceedings Fourth World Petroleum Congress-Section II/G, Preprint 2;
1955). Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, den Transport ohne eigenes
Schwimmfahrzeug durchzuführen und auch nicht die ganze Last beim Setzen der vorfabrizierten Elemente
einschließlich des Anhebens und Absenkens einem entsprechend groß ausgelegten Kran zu überlassen.
Diese Aufgabe läßt sich überraschend erfindungsgemäß dadurch lösen, daß bei einem Verfahren der eingangs
genannten Art die vorfabrizierten Elemente an der ablandigen Stelle mit einer schwimm- und tauchfähigen
Einrichtung verbunden, als schwimmfähige Einheit zusammen mit dieser Einrichtung von dem
Transportfahrzeug zu dem vorbestimmten Standort gezogen und dort unter Einsatz der schwimm- und
tauchfähigen Einrichtung aufeinander abgesetzt werden.
Vorzugsweise werden die vorfabrizierten Elemente im Tauchzustand und unter Absenken der schwimm-
und tauchfähigen Einrichtung in die Wassermasse an der ablandigen Stelle mit dieser verbunden.
Zweckmäßig wird das Absenken der Einrichtung in die Wassermasse durch Fluten mit einer Flüssigkeit
höherer Dichte als Wasser vorgenommen.
Durch die Maßnahme nach de- Erfindung lassen sich Wasserbaustrukturen wie Bohrinseln beispielsweise
in Form einer kegelstumpfförmigen Hohlsonde herstellen, die in Form vorfabrizierter Elemente an
ihren Ort gebracht wird. Die Säule ermöglicht nach ihrer Erstellung das Bohren einer Anzahl η von Löehern
am Umfang der Wasserbaustruktur, beispielsweise ein Vielfaches von drei Löchern, um ein 0Ί-feld,
bei dem sie aufgestellt ist, zur Produktion zu bringen.
Diese dichte und hohle Kolonne kann als Puffcrspeicher
bei der Produktion von Erdöl dienen. Sie kann in ihrem oberen Teil, der über die Wasseroberfläche
hinausragen kann, mit all den Organen ausgestattet sein, die zu Steuerung und Abtransport notwendig
sind, wie Energieerzeuger, Separatoren, Bohrlochköpfe und Förderanordnungen, Rückförderpumpen
oder Füllstationen für Tanker, Sammelleitungsstcuerungenctc,
und die Plattform kann auch beispielsweise mit vorragenden Installationen für das
Überwachungspcrsonal wie Unterkünfte, Büros etc.
ausgestattet sein.
Eine bevorzugte Aiisführungsform der Durchführung
des Verfahrens mit einer einem Transportfahrzeug zugeordneten Krancinrichtung /um Anheben
vorfabrizierter Elemente von Wasserhaustrukturci. sowie zum Absenken und Stapeln der Elemente an
einem vorbestimmten Standort im Wasser zeichnet sieh dadurch aus. dall /um Anheben. Absenken. Stanch:
und dem Transport der Haustrukturelemente im
Wasser zusätzlich zu dem Kran ein tauch- und schwimmfähiger Speicher vorgesehen ist, welcher
Einrichtungen zum Fluten und Lenzen des Speichers sowie Einrichtungen zum Ankoppeln des Speichers
an das Transportfahrzeug und an den Kran aufweist.
Aufhängevorrichtungen zwischen Speicher und dem jeweiligen Wasserbauelement können aus am
Baustrukturelemente gelenkigen Haken mit Gegengewicht bestehen.
Eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung wird nun in bezug auf die Zeichnungen näher
erläutert. Es zeigt
Fig. 1 links einen Schnitt, rechts eine Ansicht einer
im Meer völlig montierten Insel,
Fig. 2 die Draufsicht auf Fig. 1,
Fig. 3 einen Schnitt längs der Linie a-b durch den Basismantelschuß der im Meer befindlichen Insel der
Fig. 1,
Fig. 4 im Halbschnitt vier vorgefertigte oder montierte Elemente,
Fig. 5 einen Halbschnitt längs der Linie c-d in Fig. 4,
Fig. 6 einen gerade hergestellten und mit einem Speicher abgedeckten Mantelschuß innerhalb eines
leeren Trockendocks,
Fig. 7 die Wasserung der Anordnung,
Fig. 8 die vollständige Schwimmbarmachung der Anordnung,
Fig. 9 die Einheit, bestehend aus einem vorfabrizierten Element der Wasserbaustruktur und dem
Speicher beim Absetzen auf den Boden,
Fig. 10 das Entkoppeln der Einheit,
Fig. 11 zwei Ausführungsformen für die Abdichtung
zwischen zwei aufeinanderfolgenden vorfabrizierten Elementen der Wasserbaustruktur, und die
Fig. 12 und 13 eine Ausführungsform, bei der der obere Mantelschuß der Struktur, beim vorliegenden
Beispiel bereits in der Luft, gesetzt wird.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 handelt es sich um eine Hohlstruktur kegelstumpfförmiger Gestalt,
die für die Speicherung von Rohöl benutzt wird.
Nach dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel ist beispielsweise eine Wassertiefe H von 100 m,
eine Auftauchtiefe von 30 m und eine mittlere Dichte des Rohöls d = 0,8 angenommen. Diese Dimensionierung
ermöglicht es, über das gesamte Speicherinnenvolumen zu verfügen, wobei ein Leerraum von 5 m
am oberen Teil aufrechterhalten wird, um die Steuerungohne Störung beim Füllen zu ermöglichen. Diese
Füllungssteuerung des Speichers erfolgt dank der Öffnungen 1, die in dem Basismantelschuß 2 vorgesehen
sind und Hie das Einführen oder Abziehen von Wasser bezüglich des Speichervolumens ermöglichen. Ein
kompensierter Schwimmer 3 (positive Schwimmfähigkeit im Meerwasser und negative Schwimmfähigkeit
im Rohöl), der also fest mit dem Wasserniveau verbunden ist, zeigt kontinuierlich das Volumen des
gespeicherten Öls an.
Das Gleichgewicht der Außen- und Innendrücke wird theoretisch, (der Einfluß der Dimension der öff-,
nungen 1 ist vernaehliissigbar) durch die Beziehung gegeben:
H x I = h x I t- h. x (/
Für </ = 0,8 /i + /i, = 125m; // = 100 in, läßt sich
die Gleichung sehreiben zu: ,
100 X 1 = 125 X 0,8
hierin bedeuten: // d'e Wasserhöhe in der Struktur
und Ii, die Höhe des Rohöls in der Struktur; die Dichte des Meereswassers ist mit I angenommen.
Die die Struktur bildenden Mantelschüsse werden aufeinander nach einem weiter unten zu beschreibendem
Verfahren gesetzt; diese Herstellung der Dichtheit der Dichtungen wird ebenfalls erst am Schluß untersucht.
Der Basismantelschuß 2 ist außen mit einer Anzahl/ι (Vielfaches von 3) von Führungsrohren 4
ausgestattet, welche durch Klemmen oder Schellen 5 eingeschlossen und befestigt sind. Im betrachteten
Ausführungsbeispiel sei eine Anzahl /i = 9 von Führungsrohren 4 angenommen. Diese Rohre umfassen
eine geringe Ausweitung 6 an ihrem oberen Teil und sind mit zwei Führungskabeln 7 versehen, die an zwei
der Ausweitung 6 diametral gegenüberliegenden Stellen befestigt sind. Diese Kabel sind schleifenartig
vereinigt, und die Länge dieser Schleife reicht aus, um zum oberen Teil der Insel gegebenenfalls geführt
zu werden. Die Installationen für Regelung und Produktion sowie die Unterkünfte und Büros des Überwachungspersonals
sind durch eine Gestelikrone 8 im oberen Teil der Meeresinsel geschützt. Beim Mantelschuß
9 handelt es sich um den ersten aus der Meeresoberfläche auftauchenden.
Als Funktion der an der Stelle der Aufstellung der durch diese Stapelung konischer Mantelschüsse gebildeten
Meeresinsel herrschenden Unterwasserströmungen kann man gezwungen sein, nach Montage einer
gewissen Anzahl von Elementen, die so gebildete Anordnung gegen den Meeresboden zu verankern.
Die Fig. 4 und 5 zeigen die hierzu angewendete Technik.
Zunächst werden drei Führungsrohre 4 gewählt, die unter 120° zueinander angeordnet sind. Der vierte
Schuß 10, der die Verankerung aufnehmen soll, ist von der Konstruktion her in seinem oberen Bereich
mit drei wie in Fig. 5 dargestellt, offenen Laschenansätzen 11 sowie mit einem konischen, in Fig. 4 gezeigten
Sitz ausgestattet. Das Setzen dieses Mantelschusses 10 erfordert besondere Vorkehrungen, da die
Achsen der öffnungen der Ansätze auf den Erzeugenden der im Basismantelschuß bzw. vorfabrizierten
Element 2 gewählten Führungsrohre 4 sich befinden müssen. Um die zur Verankerung bestimmten Bohrungen
vorzunehmen, wird man zweckmäßig die Führungskabel 7 bis zur Oberfläche entweder mittels
Tauchern oder mittels eines ferngesteuerten, mit einem Greiferorgan versehenen Unterwasserfahrzeugs
anheben. Dank dieser Führungskabel kann eine provisorische Verrohrung 12 (strichpunktiert in Fig. 4 in
vertikaler Lage gezeigt) mit dem Führungsrohr 4 verbunden sein. Dieses Rohr wird dann geneigt und tritt
in das Lager des Ansatzes 11. Von der Oberfläche aus wird die Bohrung uann c]iier durch dieses provisotisciic
Äohr 12 durchgeführt. Ist die Bohrung bei der
gewünschten Tiefe beendet, so wird das provisorische Rohr durch die endgültige Verrohrung la (in Fig. 4
in ausgezogenen Linien dargestellt) ersetz!. Diese Verrohrung wird auf dem konischen Sitz des Ansatzes
12 aufgrund von dicken konischen Keilen 14 gesetzt; es erfolgt die Zementierung; diese geht nach oben bis
zum oberen Teil des Fülifüngsfölifes 4. AtI zwei diametral
dem Rohr 13 gegenüberliegenden Funkten befestigt sind zwei eine Schleife 15 bildende Führungen.
Die Länge der Schleife ist ausreichend, um /.um oheren
Teil der Meere rinscl geführt zu werden. Die Rihrungskabcl
15 dienen nämlich dazu, das Standardführungsrohr beim Absenken zu führen und ermöglichen
das Fortsetzen der streuenden oder strahlenden I'm-
duktionsbohrungen durch die Rohre 13 hindurch iiiul
sind fiirdie Zwiselienverankenmg des \ierten Mantelschusscs
IO liestiniMil.
Die Herstellung der Mantelsehiissc erfolgt Vorzugs
weise aus üblichem urinierten Beton; sie kann aber auch in besonderer Weise aufgezogen werden, um den
Seetransport und die »In situ«-Anbringung zu ermöglichen;
tlie Anordnung ist dann an einen Kran /um Heben von schweren Lasten aufgehiingt. da dieses
Set/verfahren das ein/ig anwendbare ist.
Um ein solches Vorgehen auf dem Meeresboden /u ermöglichen, arbeitet man erfindungsgcmüß in folgenden
Verfahrenssehritlcn: Das Betonelement wird mittels Leichtbenzin derart leichter gemacht, daß man
im Meereswasser eine positive Schwimmfähigkeit für die Anordnung erreicht, die deren Überführung im
Meer durch Schleppen ermöglicht; eine leichte negative Schwimmfähigkeit wird leicht an Ort und Stelle
erreich! ".m ''"c ^»-i'»..» Ι»·
tlMlt/tH lit M(II l£ä^
Lage am Haken des Kraus sicherzustellen. Um die Probleme in Tiefen von mehr als 200 m Wasser zu
lösen, kann festgestellt werden, daß nach einer vorherigen
Untersuchung der minimalen an ihren Ort zu bringenden Betonvolumina die zu transportierende
Anordnung nicht ausreichend leichter gemacht werden kann, um eine positive Schwimmfähigkeit im
Meereswasser zu erreichen. Zwei Fälle sind hier zu betrachten:
1. Fall
Die negative erhaltene Schwimmfähigkeit liegt zwischen 0 und 600 t; die letztgenannte Zahl entspricht
der Verwendung eines bereits großen Krans. Das Problem des Transportes wird dadurch gelöst,
daß an der Konstruktionsstelle eine zusätzliche Schwimmeinrichtungangeordnet wird und daß am Ort
des Absetzens der vorgesehene Kran verwendet werden kann.
2. Fall
Die negative erhaltene Schwimmfähigkeit liegt oberhalb 600 t. Eine Untersuchung hinsichtlich der
Erleichterung jedes Mantclschusses wird dann vorgenommen,
und man kann Hohlkonstruktionen vorsehen, wobei der komplementäre Betonanteil »in situ«
vorgesehen wird. Dieser Beton sorgt in diesem letztgenannten Fall für die Dichtheit der Dichtungen zwischen
jedem Mantelschuß. Ein nicht vernachlässigbarer Vorteil dieser Konzeption ist in der Tatsache zu
sehen, daß der Basismantelschuß 2 auf einen leicht unvollkommenen Boden aufgesetzt werden kann; der
von der Oberfläche aus eingeführte komplementäre Betonanteil sorgt für ein zusätzliches Setzen und eine
vollständig horizontale obere Dichtungsebene. Das Verfahren des Absetzens bleibt gleich.
Der für solche Fabrikationen gewählte Ort hat die Form eines Trockendocks oder vorzugsweise eines
Schwimmdocks.
Im folgenden sind die verschiedenen Operationen für den allgemeinen Fall einer positiven Schwimmfähigkeit
im Meereswasser für die Anordnung (Mantelschuß + Leitungseinrichtung) dargelegt.
Fabrikation
Es soll angenommen werden, daß diese Herstellung in einer Art Trockendock in der Nähe des Ortes vorgenommen
wird, wo die Meeresinsel gesetzt werden soll. Ein nicht-begrenzendes Beispiel für den Ablauf
dieser Operationen isl in den F-'ig (>. 7 und K dargelegt
In der durch I ig. (■> erläuterten Anfangsstufc ist di<
Trockctulockaushildung leer, das (Schwimm (tor Ki is
gegen das Meer 17 geschlossen. Der Ijasismantel
■ scliuß 2 wird, wenn er einmal fertig ist. mit Hilfe eine1
llelliiigkrans mit dem Speicher 18 von der Gestalt ei
lies »chinesischen Hutes« abgedeckt. Verwendet mai
wie bei diesem Ausfiihrungsbcispiel einen Speicher von dem wenigstens ein Teil der Kapazität in jeden
" vorgefertigten zu transportierenden Element unter
gebracht sein kann, so erhält man einen weiter vor minderten Platzbedarf der Anordnung. Diese: Spei
eher ruht auf dem Mantclschuß 2 und ist mit let teren über eine Reihe von kompensierten Hasen H ver
ι ■> blinden, die fest an den Mantclschuß 2 angehäng
sind, an welchem sie gelenkig gelagert sind. Jeder die scr Gelcnkhaken 19 umfaßt ein auf einem Klotz 21
ruhendes Gegengewicht 20, um zu verhindern, dal
-'Μ wo der Speicher 18 mit Leichtbenzin gefüllt wird
Diese Füllung erfolgt über eine flexible Leitung 2i und den Schieber 23, der sich in Fig. ft in Schließlagi
befindet. Das Benzin wird mittels der Pumpe 24 ge pumpt. Der Haken 25 ermöglicht es, die Anordnunj
.'■> zu halten; die Festmacherlasche 26 ermöglicht eil
Schleppen im Meer.
Fig. 7 zeigt die Wasserung der Anordnung durcl progress!1 es öffnen der Tore 16 mit folglichem Ein
dringen des Meeres 17. Der Schieber 23 ist offen, urr
in Luft abzupumpen und so das vollständige Füllen de
Speichers 18 mit Meereswasser zu ermöglichen. Dam führt man über die Pumpe 24 _nd die Leitung 2Ά
Leichtbenzin in den Speicher ein. Dieses Benzir nimmt progressiv den gestrichelten Raum 27 ein; mi
ΐί dem Pumpen hört man auf, wenn der Speicher sich
gehoben hat und die Haken 19 unter Spannung setzt deren Gegengewichte 20 immer auf den Klötzen 21
ruhen. Das im Speicher 18 enthaltene Wasser ent weicht über 28 in dem Maße, wie Benzin zugepumpi
4(1 wird. Der Schieber 23 wird geschlossen, und es erfolgt
eine allgemeine Überprüfung durch Taucher, haupt sächlich um sicherzustellen, daß die Haken 19 korreki
sitzen.
Nach Fig. 8 wird das Füllen des Speichers 18 mii
j-, Leichtbenzin über die Pumpe 24, die Leitung 22 unc
den offenen Schieber 23 fortgesetzt. Es soll angenommen werden, daß die in den schraffierten Raum 2i
gebrachte Menge an Leichtbenzin der Anordnung (Speicher 18 und Mantelschuß 2) eine positive
in Schwimmfähigkeit verleiht, wie bei Beendigung de·
Vorganges in Fig. 8 dargestellt. Der Schieber Io isl
geschlossen, die flexible Leitung 22 durch Abkuppelr des Anschlusses 13 getrennt, und ein an die Lasche
26 gekuppeltes Schleppfahrzeug kann die Einheit ar
den Ort, wo sie getaucht werden soll, bringen.
Transport im Wasser
Da die Einheit (Speicher 18 und Mantelschuß 2] eine positive Schwimmfähigkeit, wie in Fig. 8 dargestellt,
aufweist, kann der Transport auf dem Meei ohne zu viele Probleme vorgenommen werden, da die
Schwimmfähigkeit leicht modifiziert werden kann, indem man beispielsweise die Form des Speichers 18
(als Funktion der Dünung) auslegt, die gewöhnlich für ruhiges Wetter zu erwarten ist.
Es kann jedoch bei erheblichen Tiefen (in der Größenordnung von 200 m und mehr) passieren, daß dei
wichtigste Basismantelschuß 2 nicht ausreichend
leichtei gemacht werden kann. In diesem I all müssen
«.■in oder mehrere Schwimmet liin/iigelugi weiden, die
es ermöglichen, die negative Schwimmfähigkeit eier
Anordnung zu annullieren und so deren Transpoit
uberdas Meei sicherzustellen Die Anbringung dieser Seliwimmer kann zwischen der in I ιg. " dargestellten
Phase und der nach Fig. S erfolgen. Die durch diese Schwurmergegebene I.eiehtei ungsoll /wischen (I und
HKl t liegen, um das l.itigrcilcn eines Sehwimmkiaiis
mi Augenblick des Setzens zu ermöglichen. Um während des Transportes die Schw iiiguiigen aufgrund der
Dünung /u dämpfen, wird in jede Befestigung ein In
draulischei Dämpfer zvv ischengeschaltet.
Montage der I lementc
Das Absetzen auf dem Meeresboden wird als Ausliihrungsbeispiel
an Hand der I ig. 1J und III erläutert.
Fine sorgfältige Untersuchung des Meeresbodens muß vorher vorgenommen sein, um einen vollkommen
horizontalen Bereich /u wählen. Letzterer ist '
durch Ballast 31 gekennzeichnet. Die über das Meer herbeitransportierte Finheit (Mantelschuß 2 und
Speicher 18)- vorher beschrieben - wird an ilen Ilaken 32 des Transportfahrzeugs 33 gehängt, indem
man zwischen den Speicher 18 und den Haken 32 ei- ' neu hydraulischen Stoßdämpfer 34 schaltet. Diese
Anordnung ist mit dem Kran des Transportfahrzeugs 33 über einen Flaschenzug 35. die Flasehenz.ugseile
36. den festen Punkt 37 und das sieh auf die Winde 39 wickelnde Antriebstrum 38 verbunden. Fig. l) ν
zeigt das Ende des Vorgangs beim Absetzen auf den Boden. Um dies ausgehend vom Zustand des Hängens
der Anordnung am Haken 32 zu erreichen, sind die folgenden Operationen notwendig:
Man öffnet die Schieber 25 und 40. um einen Teil ; des Leichtbenzins über den Schlauch 22 gegen den
als Speicher im Transportfahrzeug 33 vorgesehenen Behälter zu evakuieren. Dieser Vorgang wird unterbrochen,
indem man den Schieber 40 schließt, wenn die negative Schwimmfähigkeit der abzusetzenden n
Einheit erhalten ist. Diese negative Schvvimmfähig-
Dieses Manöver lsi in den Hg. 1I und Id gemeinsam
dargestellt. Nach l liier le I ζ te η ('hei prüfung der I Ιοιι-/onlalilal
der Oberseite des MaiiteKeluisses 2 heschvveit
man t.\cn Speicher 18. indem man den Schieber
40 oflnel. Der Schieber 25 ist offen μ blieben Man laßt auch den Haken 32 vom anfänglichen Spiel
45 zwischen Speicher 18 und Mantclschiiß 2 nach linien
gehen. Die I laken I4J kommen dann frei und nehmen
die in I ig. IO angedeutete Lage ein. Man laßt das Fahrzeug 41 die Runde um den Mantelschuß 2
beschreiben, um sich zu vergewissern, daß sämtliche
Haken I4J sich gelöst haben. Dieser Beobachtung kann
man auf dem Bildschirm 44 in Folge der Projekloriind
Aufnahnieemrichtung 43 und des Kabels 42 folgen. Anschließend an diese Überprüfung wird der
Schieber 40 geschlossen und der Speicher 18 an die Oberfläche durch ilen Haken 32. den beweglichen
Flaschenzug 35. die Flaschenzugseile 36 und durch Aulwickeln des Antriebstrums 38 aiii die Ironimel
der VS'iiule 39 des Transportfahrzeugs 33 wieder gehoben. Wenn tier Speicher 18 durch das Meer an die
Basis gebracht werden soll, so erleichtert man ihn von neuem, indem man den Schieber 46 öffnet und
Leichtbenzin über die Pumpe 24 und den Schlauch 22 zu fördert. Nach dem Schließen des Schiebers 25
trennt man den Schlauch 22 von den Anschlußstückcn
30. und der Speicher 18 wird geschleppt, bis es zum Abdecken eines neuen Mantelschusses kommt Der
Speicher 18 kann auch rückgeführt werden, nachdem er völlig von seinem Leichtbenzin entleert wurde und
dann leer auf ein Wartungsschiff über das Transportfahrzeug
33 gehoben ist.
Das Anbringen der folgenden Mantelschüsse geht nach dem gleichen Verfahren vor sich: der Speicher
18 ist so ausgelegt, daß er seine Rolle bei der großen möglichen Anzahl von zu setzenden Mantelschüssen
beibehält.
Fig. Il zeigt im Ausführungsheispiel zwei mögliche
Dichtungslösungen für die Dichtung zwischen zwei Mantelschüssen. Die letztgenannte Dichtung kann
beispielsweise auf die beiden folgenden Weisen vor-
des Mecres7:ustandes und der für den hydraulischen Stoßdämpfer34 gewählten Kapazität: im allgemeinen
ist es zweckmäßig, sie nur ganz gering zu befestigen. >\
derart, daß mon bis zum Boden eine Manövrierelastizität
beibehält.
Vordem Ablassen der Einheit mit Hilfe des Krans des Transportfahrzeugs 33 kann ein Überwachungsgerät
zum Boden geschickt werden, beispielsweise das ·<
> Unterwasserfahrzeug 41. welches von der Oberfläche aus durch das Kabel 42 ferngesteuert ist und Projektoren
sowie Aufnahmeeinrichtungen 43 aufweist. Das Bild dessen, was es sieht, wird über das Kabel 42 auf
einen Bildschirm 44 an der Oberfläche übertragen. v> Diese kontinuierliche Beobachtung ermöglicht es. genau
die Anordnung (Speicher 18 und Mantelschuß 2) an der durch die Ballastkörper 31 vorher ausgehakten
Stelle abzusetzen. Der Stoßdämpfer 34 spielt dann seine Roile und folgt den Schwankungen der Dünung, m·
Die Last bleibt völlig stabil, geringfügig auf dem Meeresboden abgesetzt. Es erfolgt dann durch das Fahrzeug
41 schnell eine visuelle Messung der oberen Ebenen des Mantelschusses 2. Es ist immer noch möglich,
die Einheit anzuheben, sie zu drehen und sie abzuset- tr,
zen, um die obere Ebene des Mantelschusses 2 zu analysieren. Ist die Lage korrekt, so geht man zu den
Manövern der Freigabe des Mantelschusses 2 über.
- entweder durch Schnüre 47 aus synthetischem Kautschuk oder irgendeinem anderen plastischen
Produkt, welches beständig gegen Meeresvvasser und Rohöl ist. Diese Schnüre 47 sind am
oberen Teil des Mantelschusscs in den geneigten Ebenen einer trogförmigen in der Konstruktion
vorgesehenen Nut angeordnet. Im Augenblick des F.inlegens werden diese Schnüre 47 durch
eine im Querschnitt trogförmige Feder zerquetscht, die an der unteren Konstruktion des
oberen zu setzenden Mantelschusses vorgesehen ist. wobei ein Spiel 48 verbleibt,
- oder durch eine Schicht 49 aus Asphalt oder einem anderen äquivalenten plastischen Prcdukt.
welches beständig gegen Meerwasser und Rohöl ist und im oberen Teil des Mantelschusses in einer
Nut. die von der Konstruktion her bereits trogförmig ausgebildet ist. vorgesehen wird.
Nach dem Setzen des oberen Mantelschusses verbleibt das Spiel 50 mit dem für die Dichtheit
sorgenden Produkt gefüllt.
Am Basismantelschuß 2 ist eines der Führungsrohre 4 dareestellt: eine seiner Befestigungs- und
Verankerungsschellen 5 ist mit den beiden Führungsseilen 7 bereit, von der Oberfläche aus wieder aufgenommen
zu werden, um das Führen des Rohres zu
ermöglichen, this entweder l'iir die Vcrankerungsbohluugen
oder l'iir ilie streuend oder strahlenförmig angeordneten
Prodiiktionsbohrungen bestimmt ist. Die Position dieser außerhalb dieser Mantclschüssc angeordneten
Rohre ist gewählt, um das beschriebene Verfahren zu erläutern; diese Rohre können aber im
Inneren oder im Material der Mantcischiissc vorgesehen werden, ohne daß irgend etwas beim Set/verfahren
modifiziert werden müßte.
Das Setzen des in Höhe der Wasseroberfläche
einzutauchenden Mantelschusses 9 in !ig. I stellt ein
besonderes I eichteriingsproblem dar. Die Ng. 11
und I 2 erläutern eine mögliche Lösung fur theses Pmblem.
Der Mantelschuß 9 ist mit tier maximal zulässigen
Höhe ausgelegt und in der Trockendock- oder Schwimmdockform, dem Ort seiner Herstellung, von
einem luftgeüilllen Schwimmer umgeben, tier aus zwei
gleichen Üai'ikranzen 51 (tig. IJ und l.<) besteht.
Der Mantelschuß 9 ruht über angelenkte Verankerungen 51« an Malken 52. Diese Haiken sind am
Schwimmer an zwei '!"eilen 51 über Platten und Holzen 53 festgemacht. Die beiden I laibkränze 51 sind ebenfalls
über ein System von Winkeleisen 54 fest miteinander verbunden. Hei Ankunft am Ort ties Abselzens
wirtl der Mantelschuß durch ilen Kran aufgehängt,
und tier aus zwei Teilen bestehende Schwimmer wirtl. um in die Hängestellung zu kommen, schwer gemacht.
Anschließend werden die Schwimmer noch etwas schwerer gemacht, um die Haiken 52 freizugeben,
welche demontiert und zurückgewonnen werden. Dann werden die Schwimmer voneinander gelöst und
evakuiert. Dank tier in Hcreitsehaft befindlichen Hewehrungeii
55 (lig. 12 und 13) kann die Konstruktion
ties oberen Teils »in situ« beendet werden.
Nach I crtigstelluiig der Hetonarmierung ist es günstig,
die Anordnung mit einer Haube aus Stahlblech mit Schürze abzudecken, welche in großem Maße die
Dichtung (9 a - lig. I) abdeckt, !line solche Verkleidung
vermeidet · 'nc Hc.^chädigung dieser Dichtung
an tier Nähe der Oberfläche und ermöglicht ein leichteres Linsei/cu der (iestcllkrone 8 (Hg. 1).
die Verbindung tier Protluktionsbohilöcher und verstärkt
den oberen aultauchenden Teil tier Meeresinsel.
Die Konzeption tier Wasserbauslruktuicn. wie sie
vorbeschriehen wurde, ist nicht ausschließlich auf die
Lrdölausheutungsverfahrcn beschränkt; sie kann vielmehr auch eine brauchbare Lösung für lundamenie
in tiefem Wasser bilden, die dazu bestimmt sind, den Oberbau von Drücken zu tragen, die über
das Meer oiler über I Hisse gesehlagen werden.
Modifikationen können am erfindungsgemäßen Verfahren im Rahme.) tier Krfindung vorgenommen
weitlen. So kann beispielsweise die Regelung tier Schwimmfähigkeit der durch den Speicher ιιηιΐ das
vorlabriziei te Lleinent. z. D. zwei gebildeten Linhciten.
durch eine Variation der jeweiligen Wasservoiii
inina und einer im Speicher enthaltenen flüssigkeit größerer Dichte erhalten werden, wobei der Speicher
selbstverständlich bei l'ehlen von llüssigkeit eine positive
Schwimmfähigkeit aufweist.
Im übrigen kann die Anfangsstiife (in lig. d dargestellt),
wo man den Speicher 18 auf das vorfabrizierte Llcment 2 absetzt, genausogut im Tauchz.ustand dieses
Klementes durch Absenken des Speichers in die Wassermasse durchgeführt werden. Dieses Absenken
kann beispielsweise durch umführen einer Flüssigkeit,
die dichter als Wasser ist. in den Speicher 18 vorgenommen werden, sowie durch Hntfemen des gleichen
Wasservolumens oder Ansaugens einer llüssigkeit. die weniger dicht als Wasser ist. und im Speicher 18
enthalten ist. wobei diese dann durch Wasser ersetzt wirtl. Im ersten hall verwendet man einen Speieher,
tier natürlich, wenn er wassergefüllt ist. eine positive
Sehwimmfähigkeit aufweist, und im zweiten F-'alie einen
Speicher, tier natürlich, wenn er vvassergcfüllt ist.
eine negaiive Schwimmfähigkeit zeitigt.
Claims (7)
1. Verfahren zum Errichten einer Wasserbaustruktur, insbesondere für d\e Erdölgewinnung,
bei dem vorfabrizierte Elemente der Struktur mittels eines Transportfahrzeugs von einer ablandigen
Stelle zu einem vorbestimmten Standort geschwommen, dort abgesenkt und gestapelt werden,
dadurch gekennzeichnet, daß die vorfabrizierten Elemente an der ablandigen Stelle
mit einer schwimm- und tauchfähigen Einrichtung verbunden, als schwimmfähige Einheit zusammen
mit dieser Einrichtung von dem Transportfahrzeug zu dem vorbestimmten Standort gezogen und
dort unter Einsatzderschwimm- und tauchfähigen Einrichtung aufeinander abgesetzt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die vorfabrizierten Elemente
im Tauckiustand und unter Absenken der
schwimm- und tauchfähigen Einrichtung in die Wassermasse an der ablandigen Stelle mit dieser
verbunden werden.
3. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Absenken der Einrichtung
in die Wassermasse durch Fluten mit einer Flüssigkeit höherer Dichte als Wasser vorgenommen
wird.
4 Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Absenken der Einrichtung in die Wassermasse durch Lenzen einer in der Einrichtung
enthaltenen Flüssigkeit geringerer Dichte als Wasser und Fluten der Einrichtung mit Wasser
vorgenommen wird.
5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 4, mit einer einem
Transportfahrzeug zugeordneten Kraneinrichtung zum Anheben vorfabrizierter Elemente von Wasserbaustrukturen
sowie zum Absenken und Stapeln der Elemente an einem vorbestimmten Standort im Wasser, dadurch gekennzeichnet, daß
zum Anheben, Absenken, Stapeln und den Transport der Baustruktur-Elemente (2) im Wasser zusätzlich
zu dem Kran ein tauch- und schwimmfähiger Speicher (18) vorgesehen ist, welcher Einrichtungen zum Fluten und Lenzen des Speichers
(18) sowie Einrichtungen zum Ankoppeln des Speichers (18) an das Transportfahrzeug (33)
und an den Kran aufweist.
ft. Vorrichtung nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch Aufhängeeinrichtungen (19; 21) der
Haiistrukturelcmente (2) am Speicher (18), die sich bei einer Relativverschiebung des Speichers
(18) bezüglich des Elements (2) nach unten vom Speieher lösen.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß diese Aufhängeeinriehtungcn (19; 21) aus am Baustrukturclcment gelenkigen Haken (19) nut Gegengewicht (20) bestehen.
S. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Speicher (18)
wenigstens zum Teil innerhalb eines Elements (2) der Wasserbaustriiktur lagerbar ist.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| FR7042988A FR2115095A1 (en) | 1970-11-30 | 1970-11-30 | Offshore well head construction system - using prefabricated wall sections and submersible buoys |
Publications (3)
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|---|---|
| DE2159378A1 DE2159378A1 (de) | 1972-06-15 |
| DE2159378B2 DE2159378B2 (de) | 1980-02-21 |
| DE2159378C3 true DE2159378C3 (de) | 1980-10-09 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2159378A Expired DE2159378C3 (de) | 1970-11-30 | 1971-11-30 | Verfahren zum Errichten einer Wasserbaustruktur und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens |
Country Status (7)
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| DE (1) | DE2159378C3 (de) |
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| FR (1) | FR2115095A1 (de) |
| IT (1) | IT941849B (de) |
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| OA (1) | OA03924A (de) |
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