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DE2156923A1 - Verfahren zur Beseitigung von Kehricht und Schlamm und Anlage zur Durchfuhrung dieses Verfahrens - Google Patents

Verfahren zur Beseitigung von Kehricht und Schlamm und Anlage zur Durchfuhrung dieses Verfahrens

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Publication number
DE2156923A1
DE2156923A1 DE19712156923 DE2156923A DE2156923A1 DE 2156923 A1 DE2156923 A1 DE 2156923A1 DE 19712156923 DE19712156923 DE 19712156923 DE 2156923 A DE2156923 A DE 2156923A DE 2156923 A1 DE2156923 A1 DE 2156923A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sludge
mixture
conveyor
amount
plant according
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19712156923
Other languages
English (en)
Inventor
Der Anmelder Ist
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Publication of DE2156923A1 publication Critical patent/DE2156923A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23GCREMATION FURNACES; CONSUMING WASTE PRODUCTS BY COMBUSTION
    • F23G5/00Incineration of waste; Incinerator constructions; Details, accessories or control therefor
    • F23G5/44Details; Accessories
    • F23G5/442Waste feed arrangements

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Treatment Of Sludge (AREA)
  • Processing Of Solid Wastes (AREA)

Description

  • Verfahren zur Beseitigung von Kehricht und Schlamm und Anlage zur Durchftihrung dieses Verfahrens Es ist bekannt, Kehricht und Schlamm, insbesondere Klärschlamm zur gemeinsamen Verwertung zu vermischen, sei es zur Kompostierung oder zur Verbrennung. Die immer noch steigenden Heizwerte des Kehrichts, insbesondere des Stadtmülls erlauben eine entsprechend steigende prozentuale Beimischung von Schlamm zur direkten Verbrennung des Gemisches.
  • Die direkte Verbrennung eines Kehricht-Schlammgemisches bringt verschiedene Schwierigkeiten mit sich. Bei bestehenden Anlagen (dem Anmelder aus der Praxis bekannt) werden bestimmte Mengen von Kehricht und Schlamm laufend miteinander vermischt und dann das gesamte Gemisch fortlaufend direkt einem Ofen zugeführt, in welchem ständig die ganze anfallende Gemischmenge verbrannt werden muss. Alle Teile der Anlage wie Mischer, Förderanlage und Ofen müssen als Einheit aufeinander abgestimmt und für die voraussichtlich anfallende Menge bemessen sein, wenn sie nicht unwirtschaftlich in der Anschaffung und im Betrieb sein sollen. Der ständig zunehmende Anfall von Kehricht und Schlamm in praktisch allen Einzugsgebieten gestattet es jedoch nicht, eine Anlage auf einigermassen längere Dauer optimal zu dimensionieren, weil sie nach relativ kurzer Zeit nicht mehr in der Lage wäre, die anfallenden Mengen an Kehricht und Schlamm zu verarbeiten.
  • Eine intensive Durchmischung des Kehrichts und des Schlammes, wie sie bei bekannten Anlagen vorgesehen ist, genügt an sich noch nicht, um Feuchtigkeit des Schlammes in den Kehricht zu überführen, sondern vom Zeitpunkt der Gemischbildung bis zum Zeitpunkt der Verbrennung sollte das Gemisch genügend lange aufbewahrt werden. Zu diesem Zwecke sind bei den dem Anmelder bekannten Anlagen Bunker vorgesehen, in welche das Gemisch während einer gewissen Zeit eingelagert und dann aus diesen Bunkern wieder abgeführt wird, was jddoch eine umständliche und teure Anlage bedingt.
  • Es ist das Ziel vorliegender Erfindung, ein Verfahren zur Beseitigung von Kehricht und Schlamm sowie eine Anlage zur Durchführung dieses Verfahrens zu schaffen, wobei ein Ausbau der Anlage auf höhere Kapazität jederzeit möglich ist und wobei eine genügende Durchmischung beziehungsweise eine genügende Feuchtigkeitsaufnahme des Kehrichts zwischen der Schlammaufgabestelle und der Verbrennung ohne umständliche Zwischenlagerung des Gemisches stattfinden kann.
  • Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass Kehricht und Schlamm nacheinander an zwei Stellen auf eine Fördervorrichtung aufgegeben und in Form eines Gemisches an mindestens einer dritten Stelle in dosierter Menge entnommen undsder Verbrennung zugeführt werden. Durch diese dosierte Entnahme ist es möglich, jeweils gerade die zum Betrieb eines Ofens benötigte Menge zu entnehmen, unabhängig davon, wie gross die der Fördervorrichtung zugeführte Gemischmenge jeweils ist. Die Entnahme kann an mehreren Stellen erfolgen und die Verbrennung entsprechend in mehreren Oefen vorgenommen werden. Es ist also jederzeit möglich, die Anlage durch Anfügen einer weiteren Entnahmestelle und eines weiteren Ofens auszubauen, ohne an den übrigen Einrichtungsteilen etwas ändern zu müssen.
  • Dadurch, dass an bestimmten Entnahmestellen nur jeweils eine dosierte Menge von Gemisch entnommen wird, wird im allgemeinen ein Rest des Gemisches weitergefördert, kehrt an die Stellen zurück, wo Kehricht und Schlamm aufgegeben werden und verbleibt somit verhältnismässig lange in der Fördervorrichtung, was einen weitgehenden Uebergang der Feuchtigkeit aus dem Schlamm in den Kehricht gestattet.
  • Die erfindungsgemässe Anlage zur Durchführung des erwähnten Verfahrens ist gekennzeichnet durch eine ringartig geschlossene Förderbahn mit Fördermitteln für ein Kehricht-Schlamm-Gemisch, in Laufrichtung der Fördermittel hintereinanderliegende Aufgabevorrichtungen für Kehricht und Schlamm und mindestens eine Vorrichtung zur dosierten Ueberführung von Gemisch aus der Förderbahn in mindestens einen Ofen.
  • Wie bereits erwähnt, dient die geschlossene Förderbahn für das Gemisch dazu, nicht übernommenes und dem Ofen oder den Oefen zugeführtes Gemisch zurückzuführen, mit weiterem Kehricht und weiterem Schlamm-zu vermischen und dann wieder der Entnahmestelle oder den Entnahmestellen für den oder die Oefen zuzuführen. Ringförmig geschlossene Förderbahnen für Kohle oder dergleichen sind zwar an sich bekannt (US-PS 2 519 970), doch waren damit nicht die Verwendung solcher Förderbahnen als Mischer in einer Anlage zur Verbrennung von Kehricht und Schlamm und die damit verbundenen Vorteile nahegelegt.
  • Vorzugsweise liegt die Förderbahn in einer Vertikalebene, was infolge der Umlenkung von horizontaler in vertikale Förderrichtung und umgekehrt eine besonders gute Durchmischung ergibt.
  • Da die Gemischzufuhr zu dem Ofen oder den Oefen dosiert erfolgt, ist es ohne weiteres möglich, diese Dosierung in Funktion des Betriebszustandes des Ofens, beispielsweise der Ofentemperatur zu steuern.
  • Anderseits ist es möglich, die Aufgabe von Kehricht und Schlamm in Funktion der nicht verbrauchten zurückgeführten Gemischmenge zu steuern, indem beispielswei-se die Kehricht- und Schlammzufuhr unterbrochen bleiben, solange nicht alles Gemisch aus dem Kreislauf entnommen wird.
  • Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert.
  • Fig. 1 ist eine schematische Darstellung einer erfindungsgemässen Anlage, Fig. 2 ist ein Vertikalschnitt durch eine Entnahmestelle für das zu verbrennende Gemisch und Fig. 3 ist eine Seitenansicht teilweise im Schnitt einer Entnahmestelle für das zu verbrennende Gemisch und Fig. 4 und 5 zeigen schematische Ausführungsvarianten.
  • Die in Fig. 1 dargestellte Anlage weist eine ringförmig geschlossene Förderbahn mit einem ringförmigen Förderkanal (1) auf, der an gewissen Steten unterbrochen dargestellt ist, um die übrigen Teile der Anlage besser zur Darstellung zu bringen. Längs des Kanals (1) verläuft eine Förderkette, die in Fig. 1 schematisch als Band (2) mit querstehenden Förderplatten (3) dargestellt ist, tatsächlich aber seitliche Ketten und damit verbundeneFörderplatten (3) aufweist. In Fig. 1 sind schematisch zwei Oeffnungen (4) angegeben, an welchen Kehricht in den Förderkanal (1) zugeführt werden kann. Die Zufuhr wird durch eine nicht dargestellte Vorrichtung, beispielsweise einer Zerkleinerungsmaschine, dosiert, wobei normalerweise an jeder Beschickungsstelle eine Maschine vorgesehen ist, welche für die zuzuführende Höchstmenge ausgelegt ist, so dass immer ein Aggregat in Reserve steht. Bezogen auf die durch Pfeile angedeutete Laufrichtung der Förderkette (2), (3) liegen nach den Kehrichtbeschickungsstellen ebenfalls zwei Schlammbeschickungsstellen, die rein schematisch durch Pfeile (5) angedeutet sind und von welchen jede die höchstzulässige Schlammenge zuzuführen gestattet.
  • Von den Beschickungsstellen (4 und 5) steigt der Kanal (1) senkrecht auf. An der oberen horizontalen Strecke des Kanals sind Entnahmestellen für das gebildete Kehricht- und Schlammgemisch vorgesehen. An der Unterseite des Kanals (1) sind je Oeffnungen vorgesehen, durch welche das Gemisch aus dem Kanal in Trichter (6) fallen kann. Diese Trichter weisen am unteren Ende Oeffnungen auf, unter welchen Förderbänder (7) durchlaufen, eine bestimmte Gemischmenge aus den Trichter abstreifen und Je einem Ofen (8) zuführen. Auch die Anlageteile (6 - 8) können so bemessen sein, dass jede Einheit die gesamte durchschnittlich anfallende Kehricht- und Schlammenge zu verarbeiten gestattet, so dass je eine Einheit in Betrieb stehen kann, während die andere als Reserve dient. Sind dagegen mehr als zwei Einheiten vorgesehen, sowwird im allgemeinen nur eine als Reserve bereitstehen, während alle übrigen im Betrieb sind.
  • Im absteigenden Ast des Kanals (1) ist eine Lichtschranke vorgesehen, die zu ermitteln gestattet, ob im Kanal von den Entnahmestellen überschüssiges Gemisch an die Beschickungsstelle zurückgelangt.
  • Anstelle einer Lichtschranke kann eine solche mit -Strahlung vorhanden sein.
  • In Fig. 2 ist eine Entnahmestelle näher dargestellt. Das Kehricht-Schlamm-Gemisch wird von den zwischen zwei Ketten 2' befestigten Mitnehmerplatten (3) in Pfeilrichtung durch den Kanal (1) gefördert und fällt, soweit Raum vorhanden ist, durch die Oeffnung (9) des Kanals (1) in den Trichter (6). Dieser Trichter erweitert sich nach unten, um Verstopfungen zu vermeiden. Das Förderband (7), das auch als Plattenkette oder sonstiges geeignetes Fördermittel ausgebildet sein kann, ist mit Fördernocken (10) versehen, welche aus dem Trichter (6) Gemisch abstreifen und zum Eingang eines Ofens fördern.
  • Die Arbeitsweise der dargestellten Anlage ist im wesentlichen wie folgt Die Förderkette (2, 3) wird mit konstanter Geschwindigkeit ir Pfeilrichtung angetrieben. Im stationären Betriebszustand wird an UT-ner oder beiden Stellen (4) Kehricht zugeführt, während an einer oder beiden Stellen (5) Schlamm, bespielsweise Klärschlamm, zugeführt wq Je nach dem Heizwert der Gemischanterll können bis zu vier Gewichts' teilen Schlamm einem Gewichtsteil Kehricht zugegeben werden, Kehriclìt und Schlamm werden nun durch die Förderkette nach oben gefördert, wobei durch die Richtungsänderungen des Kreislaufes eine gewisse Durchmischung des Kehrichts und des Schlammes sowie ein Aufsaugen von Feuchtigkeit durch den Kehricht erfolgt. Die Laufzeit von der Aufgabe des Kehrichts bis zu den Entnahmestellen beträgt beispielsweise drei Minuten. Wie bereits erläutert, wird nun ein Teil des Gemisches in einen der Trichter (6) oder in beide Trichter austreten können, soweit dort Raum vorhanden ist, während das restliche Gemisch durch den Kanal (1) weiter zur Lichtschranke (11) gelangt.
  • Durch diese unmittelbar vor den Kehrichtbeschickungsstellen liegende Lichtschranke wird die Zufuhr von Kehricht und Schlamm gesteuert.
  • Befindet sich zwischen der Lichtschranke kein Gemisch, so wird Kehricht und Schlamm zugeführt, und zwar in Mengen, die normalerweise über der Menge liegen, die laufend verbrannt werden kann, beziehungsweise die von einem oder mehreren wirksamen Förderbändern (7) laufend abgeführt werden kann. Es wird daher im Kreislauf wieder ein gewisser Gemischüberschuss entstehen, so dass praktisch stets ein gewisser Gemischanteil nicht nur den Weg von den Beschickungsstellen zu den Entnahmestellen, sondern von der letzten Entnahmestelle den ganzen Kreislauf nochmals durchläuft, was für eine intensive Durchmischung von Kehricht und Schlamm und einen weitgehenden Uebergang der Feuchtigkeit aus dem Schlamm in den Kehricht und damit die Verbesserung der Brennbarkeit des Gemisches wesentlich ist. Natürlich ist beim vollständigen Ein- und Ausschalten der Kehricht- und Schlammzufuhr auf eine angemessene Verzögerung zu achten, das heisst, die Schlammzufuhr soll natürlich erst erfolgen, wenn unter den Schlammbeschickungsstellen auch bereits Kehricht durchläuft.
  • Es ist von besonderem Vorteil, nicht nur die Beschickungsmengen zu steuern, sondern auch die Entnahmemengen. Die Steuerung der Entnahmemengen kann vorzugsweise in Funktion des Betriebszustandes, insbesondere der Temperatur des zugeordneten Ofens, gesteuert werden. Die Steuerung kann auf verschiedene Weise erfolgen, insbesondere durch Veränderung der Geschwindigkeit der Förderbänder (7) oder durch Veränderung des Abstandes zwischen diesen Förderbändern und den Trichtern (6).
  • Aus Fig. 1 ist ersichtlich, dass mit den je zwei Beschickungsstellen im untern horizontalen Teil des Kanals (1) und den zwei Entnahmestellen am oberen horizontalen Teil des Kanals (1) der verfügbare Raum nicht vollständig ausgenützt ist. Es wäre somit ohne weiteres möglich, im unteren Teil beispielsweise je eine weitere Beschickungsstelle anzuordnen und vor allem weitere Entnahmestellen und Oefen anzubauen. Die Anlage kann also ohne besondere Schwierigkeiten bis auf einen bestimmten Vollausbau je nach Bedarf erweitert werden, wobei die Kapazität im wesentlichen nur durch die Förderkapazitat des Kanals (1) begrenzt ist.
  • Die dosierte Entnahme von Gemisch aus dem Kanal (1) kann in anderer reise erfolgen, als in Fig. 2 gezeigt. Unter den Trichtern (6) oder direkt unter Oeffnungen des Kanals (1) könnten beispielsweise Walzen mit Zellen rotieren, welche Zellen jeweils bestimmte Gemischmengen aufnehmen und durch die Drehung des Zellenrades direkt in den Eingang des Ofens fördern. Die Dosierung der Gemischentnahme könnte auch durch einen hin- und hergehenden pneumatisch oder durch Kurbelgetriebe angetriebenen Schieber vorgenommen werden, welcher periodisch eine Auslassöffnung des Kanals (1) verschliesst und freigibt.
  • Es ist schliesslich auch möglich, dem Gemisch noch unmittelbar vor seiner Einführung in den Ofen weiteren Schlamm zuzugeben, wobei diese Schlammzufuhr ebenfalls dosiert und gesteuert werden kann. Es kann beispielsweise weiterer Schlamm oder, bei Fehlen von Schlamm, Wasser zugesetzt werden, wenn die Ofentemperatur zu hoch steigt. Fig. 3 zeigt schematisch eine Ausführungsmöglichkeit einer solchen zusätzlichen Schlammbeschickung. Wie anhand der Fig. 2 erläutert, gelangt das Gemisch aus dem Kanal (1) durch den Trichter (6) auf das Förderband (7), welches das Gemisch zum Ofeneingang fördert. Das Förderband (7) ist in diesem Falle ansteigend angeordnet, wobei das untere Ende über welchem der Trichter (6) endet, in einem dichten Kasten (12) angeordnet ist. In diesem Kasten kann nun bis auf ein beliebiges Niveau Schlamm eingelassen werden, um dem vom Förderband (7) übernommenen Gemisch eine geeignete Menge Schlamm zuzugeben. Ein entsprechender Schlammzusatz zu dem dem Ofen zuzuführenden Gemisch kann auch bei den anderen oben erwähnten Entnahmevorrichtungen vorgenommen werden.
  • Bekannte Anlagen zur Verbrennung von Kehricht-Schlamm-Gemischen arbeiten mit Etagenöfen. Die beschriebene Anlage kann auch mit normalen Rostöfen arbeiten.
  • Anstelle von Schlamm aus Kläranlagen können auch ingendwelche nassen Industrieabfälle beigemischt werden.
  • Aehnlich wie beim dargestellten Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 aus Gründen der Betriebssicherheit mehrere Beschickungsstellen, Entnahmestellen und Oefen vorgesehen sind, können natürlich bei grossen Anlagen auch mehrere Kanäle (1) vorhanden sein, so dass die Verarbeitung der anfallenden Mengen an Kehricht und Schlamm unter allen Umständen sichergestellt ist.
  • Die Förderbahn kann anstelle eines ringartig geschlossenen, zusammenhängenden Kanals mit Förderkette gemäss Fig. 1 in mehrere Teile unterteilt sein. Fig. 4 zeigt schematisch eine solche Ausführung. Die Rückführung des an den schematisch angedeuteten Abnahmestellen 6 nicht entnommenen Gemisches erfolgt durch einen Fallschacht 13, an dessen unterem Ende die Lichtschranke oder Strahlungsschranke 11 angebracht ist. Parallel zum Fallschacht läuft die Förderkette 2 durch eine Antriebs- und Spannstation 14. Diese Ausführung hat unter anderem den Vorteil, dass sich einfach und eindeutig feststellen lässt, ob am unteren Ende des Fallschachtes noch Gemisch vorhanden ist oder nicht, um die Zufuhr von Kehricht und Schlamm entsprechend zu steuern.
  • Fig. 5 zeigt schematisch eine weitere Ausführungsvariante mit zwef getrennten Förderketten 15 und 16 und einem Fallschacht 13 gemäss Fig. 4. Die Verwendung getrennter Förderketten erlaubt ein einfaches Strecken derselben sowie eine Herabsetzung der Antriebsleistng für jede einzelne Kette. Bei sehr grossen Förderleistungen kann die Unterteilung für die praktische Ausführung wesentlich oder gar entscheidend seint

Claims (19)

  1. PATENTANSPRUCHE 1) Verfahren zur Beseitigung von Kehricht und Schlamm, wobei diese Güter vermischt und dann verbrannt werden, dadurch gekennzeichnet, dass Kehricht und Schlamm nacheinander an zwei Stellen auf eine Fördervorrichtung aufgegeben und in Form eines Gemisches an mindestens einer dritten Stelle in dosierter Menge entnommen und der Verbren -nung zugeführt werden.
  2. 2) Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet,'dass die zur Verbrennung entnommene Gemischmenge und die aufgegebenen Mengen an Kehricht und Schlamm unabhängig gesteuert werden.
  3. 3) Verfahren nach Anspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, dass die zur Verbrennung entnommenen Gemischmengen in Funktion der Ofentemperatur gesteuert werden.
  4. 4) Verfahren nach einem der Ansprüche 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zufuhr von Kehricht und Schlamm in Abhängigkeit der nach erfolgter Entnahme verbleibenden Gemischmenge gesteuert wird.
  5. 5) Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kehricht- und Schlammzufuhr entweder in vorbestimmten Mengen erfolgt, deren Summe höher ist als die entnommene Gemischmenge, oder vollständig unterbrochen wird.
  6. 6 Verfahren nach einem der Ansprüche 1 - 5, dadurch gekennzeichnet, ass ehricht und Schlamm ihren Brennwerten entsprechend gemischt werden
  7. 7) Verfahren nach einem der Ansprüche 1 - 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Kehricht in gemahlener Form aufgegeben wird.
  8. 8) Verfahren nach einem der Ansprüche 1 - 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlammbeigabe in Funktion der Ofentemperatur gesteuert wird.
  9. 9) Verfahren nach einem der Ansprüche 1 - 8, dadurch gekennzeichnet, dass dem der Fördervorrichtung entnommenen Gemisch nochmals Schlamm oder Wasser zugesetzt wird.
  10. 10) Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Zusatz von Schlamm oder Wasser in Funktion der Ofentemperatur gesteuert wird.
  11. 11) Anlage zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine ringartig geschlossene Förderbahn (1) mit Fördermitteln (2, 3) für ein Kehricht-Schlamm-Gemisch, in Laufrichtung der Fördermittel hintereinanderliegende Aufgabevorrichtungen für Kehricht und Schlamm (4 bzw. 5), und mindestens eine Vorrichtung (6) zur dosierten Ueberführung von Gemisch aus der Förderbahn (1) in mindestens einen Ofen (8).
  12. 12) Anlage nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Förderbahn (1) als rohrförmig geschlossener Kanal ausgebildet ist, durch welchen eine Förderkette (2, 3) bewegbar ist, wobei an mindestens einer unten liegenden Entnahmeöffnung (9) des Kanals (1) die Entnahmemenge an Gemisch bestimmende Fördermittel, z.B. eine Plattenkette (7, 10), Förderwalze oder ein hin- und herbewegbarer Schieber vorbeibewegtvwerden können.
  13. 13) Anlage nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass .unter der Entnahmeöffnung (9) ein Kanal oder Trichter anschliesst, an dessen Auslassäffnung die Fördermittel (7, 10) vorbeibewegt werden.
  14. 14) Anlage nach einem der Ansprüche 11 - 13, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Vorrichtung (6) zur Entnahme von Gemisch und den Mitteln (4, 5) zur Aufgabe von Kehricht und Schlamm Tastmittel, z.B.
    eine Lichtschranke (11) zur Anwesenheitskontrolle von Gemisch in der Förderbahn (1) vorgesehen sind, welche Tastmittel die Mittel (4, 5) zur Aufgabe von Kehricht und Schlamm derart steuern, dass die Zufuhr bei Anwesenheit von Gemisch gedrosselt oder unterbrochen wird.
  15. 15) Anlage nach einem der Ansprüche 11 - 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (7) zur UeberfUhrung des Gemisches teilweise in ein Bad (12) von Schlamm oder Wasser taucht oder dass Mittel zur dosierten Zugabe von Schlamm oder Wasser zu dem zum Ofen überführten Gemisch vorgesehen sind.
  16. 16) Anlage nach einem der Ansprüche 11 - 15, dadurch gekennzeichnet, dass ein absteigender Ast der Förderbahn (1) als Fallschacht (13) ausgebildet ist.
  17. 17) Anlage nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass am unteren Ende des Fallschachtes (13) Tastmittel (11), z.B. eine Lichtschranke, vorgesehen sind, um die Anwesenheit von Gemisch im Fallkanal zu überprüfen.
  18. 18) Anlage nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Förderkette (2, 3) der Förderbahn (1) parallel zum Fallschacht (13) eine Antriebs- und Spannstation (14) durchläuft.
  19. 19) Anlage nach einem der Ansprüche 3 - 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Förderbahn (1) in mehrere Förderstrecken aufteteilt ist, in welchen getrennte Fördermittel (15, 16) wirksam sind.
DE19712156923 1970-11-25 1971-11-16 Verfahren zur Beseitigung von Kehricht und Schlamm und Anlage zur Durchfuhrung dieses Verfahrens Pending DE2156923A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2674940A1 (fr) * 1991-05-31 1992-10-09 Gauthier Paul Procede et dispositif pour eliminer des eaux contenant des polluants degradables par la chaleur.

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2674940A1 (fr) * 1991-05-31 1992-10-09 Gauthier Paul Procede et dispositif pour eliminer des eaux contenant des polluants degradables par la chaleur.

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AT323065B (de) 1975-06-25
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