DE215636C - - Google Patents
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- DE215636C DE215636C DENDAT215636D DE215636DA DE215636C DE 215636 C DE215636 C DE 215636C DE NDAT215636 D DENDAT215636 D DE NDAT215636D DE 215636D A DE215636D A DE 215636DA DE 215636 C DE215636 C DE 215636C
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Classifications
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- C12—BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
- C12M—APPARATUS FOR ENZYMOLOGY OR MICROBIOLOGY; APPARATUS FOR CULTURING MICROORGANISMS FOR PRODUCING BIOMASS, FOR GROWING CELLS OR FOR OBTAINING FERMENTATION OR METABOLIC PRODUCTS, i.e. BIOREACTORS OR FERMENTERS
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- C12M23/08—Flask, bottle or test tube
-
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- Measuring Or Testing Involving Enzymes Or Micro-Organisms (AREA)
- Apparatus Associated With Microorganisms And Enzymes (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der Erfindungsgegenstand ist eine Vorrichtung,
mittels der man nach einem bestimmten Verfahren bakterienhaltige Stoffe auf ein und
derselben Kulturfläche nebeneinander auf Aeroben und Anaeroben untersuchen kann. Sie
besteht aus einem Kästchen, das aus zwei gleich hohen, deckellosen, eng ineinandergeschobenen
Schachteln zusammengesetzt und an einer seiner Stirnwände mit einem durch einen
ίο Wattebausch zu verschließenden Fülloch versehen
ist. Diese Vorrichtung bringt den bisher zu diesem Zweck benutzten Reagenzgläsern
gegenüber insofern einen wesentlichen Vorteil mit sich, als sie die Untersuchungen
wesentlich vereinfacht und auch den Kostenaufwand dafür verringert, da Reagenzgläser
■ bei der Untersuchung zertrümmert werden müssen, während die vorliegende Vorrichtung
zwecks Abimpfung und Untersuchung der Kolonien nur in seine beiden Teile zerlegt zu
werden braucht. ' .
Nun läßt sich das Zertrümmern der Gefäße allerdings dadurch' vermeiden, daß man
anstatt der an einem Ende geschlossenen Reagenzgläser gewöhnliche Glasröhren verwendet;
immerhin bleiben aber auch diese Gefäße dem Erfindungsgegenstande gegenüber minderwertig, da sie einerseits zu ihrer Handhabung
einen zweiten, unter besonderen Vorsichtsmaßregeln einzuführenden Verschluß haben
müssen, andererseits die Untersuchung immer noch nicht genügend vereinfachen, da bei
ihnen eine Durchmusterung der gewachsenen Kolonien vor der Untersuchung nicht angängig
ist, so daß durch die erforderlichen Probeentnahmen Arbeits-' und Zeitverluste entstehen,
während beim Erfindungsgegenstand die gewachsenen Kolonien vollkommen freigelegt
und zwecks Durchmusterung abgetragen werden können, so daß man die zur Untersuchung
geeignetsten schnell und mühelos herausfinden kann.
Auf der Zeichnung ist in Fig. 1 das Kästchen schaubildnerisch in Fig. 2 im Schnitt
dargestellt.
a, b sind die beiden zu einem Kästchen zusammengeschobenen Schachteln mit ihrem
in der einen Stirnwand vorgesehenen, durch einen Wattebausch c verschlossenen Fülloch d.
Der Wattebausch dient nicht nur als Ver-Schluß,
sondern auch als Sicherung für die beiden Schachteln in ihrer Schlußstellung.
Stellt man das Kästchen so auf, daß sich das Fülloch oben befindet, füllt es etwa bis
zu der Strichhöhe e der Fig. 2 mit flüssigem Agar f, bringt es dann so in Kippstellung,
daß sich die Oberfläche der Füllung nahezu diagonal einstellt (Fig. 1), läßt diese erstarren
und trennt dann die beiden Schachteln von einander, so kann man die schiefe Agarebene
mit dem zu untersuchenden Stoff beimpfen. Bringt man nun das Kästchen wieder in Schlußstellung, stellt es senkrecht mit dem
Fülloch nach oben auf und füllt zweckentsprechend gekühlten Agar bis zu einer gewissen
Höhe, z. B. bis zur Strichhöhe g der
Fig. ι nach, so bildet der von der Nachfüllung bedeckte Teil der Kulturfläche den
Nährböden für die Anaeroben, während sich auf dem freigebliebenen Teil die Aeroben ent-
-wickeln können.
Obwohl nun die durch die Uberdeckung mit Agar bewirkte Verdrängung und Abhaltung
der Luft keine ganz vollkommene ist, so dürften die in dem eingeimpften Stoff vorkommenden
Anaeroben gerade auf diese Weise Bedingungen finden, die den im Innern des
Körpers gegebenen Bedingungen entsprechen, da auch in diesem nicht von einem völligen
Mangel des Sauerstoffs die Rede sein kann.
Will man von den gewachsenen Kolonien zwecks weiterer Untersuchung abimpfen, so
braucht man nur den Wattebausch aus dem Fülloch zu entfernen, das Kästchen zerlegen
und mit einem ausgeglühten Messer die Decke der Agarschicht abzutragen, worauf man die
ganze abgeimpfte Agarfläche durchmustern und
von geeignet erscheinenden Kolonien abstechen kann.
Claims (1)
- Patent-Anspruch: 'Vorrichtung, mittels der man bakterienhaltige Stoffe auf ein und derselben Kulturfläche nebeneinander auf Aeroben und Anaeroben untersuchen kann, dadurch gekennzeichnet, daß ein Paar gleich hohe, deckellose Schachteln zu einem mit Füllloch versehenen, durch einen Wattebausch verschließbaren Kästchen eng ineinandergeschoben sind, in dem man die Oberfläche einer Teilfüllung von Agar durch Kippen schief erstarren lassen und nach deren Beimpfung und Aufrichten des Kästchens bis zu einer gewissen Höhe mit gekühltem Agar auffüllen kann, wodurch ein Teil der beimpften Fläche der Einwirkung der Luft entzogen wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE215636C true DE215636C (de) |
Family
ID=477116
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT215636D Active DE215636C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE215636C (de) |
-
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