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DE2152410A1 - Tonerdeschmelzzement mit hohem Kalk- und Siliziumoxydgehalt und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents

Tonerdeschmelzzement mit hohem Kalk- und Siliziumoxydgehalt und Verfahren zu seiner Herstellung

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Publication number
DE2152410A1
DE2152410A1 DE19712152410 DE2152410A DE2152410A1 DE 2152410 A1 DE2152410 A1 DE 2152410A1 DE 19712152410 DE19712152410 DE 19712152410 DE 2152410 A DE2152410 A DE 2152410A DE 2152410 A1 DE2152410 A1 DE 2152410A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cement
alumina cement
sio
alumina
cao
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19712152410
Other languages
English (en)
Inventor
Rene Alegre
Raymond Allegre
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
LafargeHolcim Ciments SA
Original Assignee
Lafarge Ciments SA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Lafarge Ciments SA filed Critical Lafarge Ciments SA
Publication of DE2152410A1 publication Critical patent/DE2152410A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B7/00Hydraulic cements
    • C04B7/32Aluminous cements

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Curing Cements, Concrete, And Artificial Stone (AREA)
  • Compositions Of Oxide Ceramics (AREA)
  • Silicates, Zeolites, And Molecular Sieves (AREA)

Description

"Tonerdeschmelzzement mit hohem KaIk- und Siliziumoxydgehalt und Verfahren zu seiner Herstellung"
Die Erfindung betrifft ein Tonerdeschmelzzement mit hohem Kalk- und Siliziumoxydgehalt sowie ein Verfahren zu seiner Herstellung.
Im folgenden werden die in der Zementindustrie üblichen Bezeichnungen verwendet:
C entspricht CaO,
A entspricht
S entspricht
Es ist eine Anzahl von Tonerdeschmelzzementen bekannt, die hinsichtlich, ihrer feuerfesten und mechanischen Eigenschaften den praktischen Anforderungen genügen (siehe Robsom "High Alumina Cement and Concrete - Ed. Wiley and Son, 1962). Es wird jedoch ständig versucht, diese Zemente zu verbessern, wobei die Versuche vor allen Dingen die Richtung gehen, die Zemente bei gleichbleibender oder wenigstens äquivalenter Qualität mit geringeren Kosten herzustellen. Dabei besteht eine Möglichkeit darin, Zusammensetzungen zu untersuchen, die keine hydraulisehen Eigenschaften haben, und zu versuchen, sie durch physikalische und chemische Behandlungen
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reaktiv zu halten. Beispielsweise ist versucht worden, den G-eblenit auf verschiedene Arten zu aktivieren. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, "bekannte Zusammensetzungen zu verwenden, die wegen ihrer zu grossen Eeaktivität unbrauchbar sind, in dem ihr Verhalten zur Beseitigung ihrer Schädlichkeit modifiziert wird. Dabei handelt es sich u.a. um Ο~Α und C12A7, deren Vorhandensein in !Eonerdeschmelzzementen oft als unerwünscht angesehen wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Tonerdeschmelzzement zu schaffen, bei dem durch die Verwendung relativ preiswerter Rohstoffe die Herstellungskosten gegenüber den bekannten Tonerdeschmelzzementen erheblich verringert sind, wobei die feuerfesten und mechanischen Eigenschaften der bekannten Tonerdeschmelzzemente erhalten bleiben.
Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe gelöst durch einen Tonerdeschmelzzement mit folgender Zusammensetzung:
8 bis 1o io
etwa 1 bis 2 <?o
26 bis 29 $> 3
14 bis 16 $ Fe2O
ο io IeO
45 bis 4ö °/o OaO,
wobei die Moduln
ο zwischen etwa o,18 und o,25»
·>*. CaO
00 etwa zwischen .0,55 und 0,65 und 00 Alp0
SiO2
etwa zwischen 2,6 und 5,6 liegen und die Mineralzusammen-
setztmg CA, C2S, C12A- und ferrite enthält.
Der Erfindung liegen Arbeiten zugrunde, welche die Modifikation des Verhaltens der eingangs genannten bekannten Zusammensetzungen zum Ziele hat. Eine erste Versuchsreihe bezog sieh auf die Präperation, mit oder ohne Zusätzen, eines Schmelzzementes mit hohem Kalkgehalt (CaO). Dabei konnte festgestellt werden, dass die' Widerstandsfähigkeit eines Mörtels, der auf der Ausgangsbasis eines Rohmaterials aus Bauxit mit mindestens 5 $> SiOp (45 #) und Kalkstein (55 $) hergestellt worden war, klar unterhalb derjenigen des normalen Schmelzzementes liegt, jedoch nur schwach gegenüber der Konservierungstemperatur empfindlich ist.
Daraufhin wurde zur Herstellung von Tonerdeschmelzzementen mit hohem Kalkgehalt die Verwendung eines Bauxits mit hohem SiOp-Gehalt versucht, der normalerweise als zur industriellen Herstellung von Schmelzzementen ungeeignet angesehen wird. Dabei wurde davon ausgegangen, dass diese Lösung, wenn sie sich als praktisch durchführbar herausstellen sollte, den Vorteil mit sich bringt, dass Bauxite geringerer Qualität (insbesondere bestimmte französische Bauxite) verwendet und hierdurch die Kosten der Zementherstellung um etwa 3o <fi gegenüber den normalen Tonerdeschmelzzementen herabgesetzt werden können.
Es wurde bereits vorgeschlagen, zur Herstellung eines sowohl für die Verwendung im Bauwesen als auch zur Agglomerierung von im Hochofen zu behandelnden Eisenpulvern geeigneten hydraulischen Mörtels Bauxite mit einem AlpO,/SiO2-Verh.ältnis von weniger als 1,5 zu verwenden, welche nicht zur Zementherstellung verwendet werden können, wobei der Silikatmodul (SiOg/AlgO, + Fe2O-) kleiner als 5 ist. Bei diesem bekannten1 Verfahren wird das angegebene Rohmaterial anschließend gebrochen und bei Temperaturen von weniger als 13oo° C im Drehofen gebrannt. Schliesslich werden 1 bis 5 <?o Kalziumkarbonat oder eines Reguliermittels für die Entnahmezeit hinzugegeben.
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Bei den der Erfindung zugrunde liegenden Arbeiten wurde gefunden, dass der so erhaltene Mörtel oder Binder mittlere mechanische Eigenschaften aufwies, wobei keine feuerfesten Eigenschaften vorhanden waren. Andererseits wurde überraschenderweise gefunden, dass es möglich ist, einen !Tonerdeschmelzzement zu erhalten, der gleichzeitig die charakteristischen feuerfesten Eigenschaften "besitzt, wie sie für die üblichen Tonerdeschmelzzemente üblich sind, indem in der erfindungsgemässen Weise ein Rohmaterial aus Bauxit geringer Qualität und Kalk verwendet wird. ·
Im Gegensatz zur Erfindung liegen die genannten Moduln bei den bekannten Zementen bei 0,6 bis 1,o, bei 0,9 bis 1,3o und bei 5 bis 1o.(ungefähr).
Die zur Herstellung des Zementes verwendeten Rohstoffe werden beispielsweise erhalten auf der Grundlage vons
- 3o bis 5o io eines Bauxits mit hohem SiC^-G-ehalt, der etwa die folgende Zusammensetzung laut Analyse hat (beispielsweise Bauxit aus Baux):
SiO2 A12°3 ye2°3 Ti02 Ca0 Wasser + FV 15,2o 43,oo 24,3o 2,35 o,9o 13,65
- 5o bis 7o $ Kalkstein (beispielsweise Kalkstein von Orgon)
Allgemein kann die Entnahme- oder Abbindzeit des erfindungsgemässen Tonerde schme.lzzementes nach Belieben verändert werden, indem der CaO-Gehalt variiert wird. Beispielsweise ist diese Veränderung möglich zwischen ο und 4 Stunden vom Beginn aufgerechnet. Wenn die Zeit sich von zwei Stunden 1o Minuten (Anfang) bis zu 2 Stunden 4o (Ende) erstreckt, beträgt die Biegefestigkeit (bei einem Mikrobeton, E/c = 0,40, Aufbewahrung bei 2o°) in bar, etwa:
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_ 5 —
23 bei 4 Stunden
39 bei 6 Stunden
71 bei 1 Tag
81 bei 7 Tagen,
wälirend die Druckfestigkeit (Mikrobeton mit E/C » o,4o, Aufbewahrung bei 2o°) in bar, etwa:
12o bei 4 Stunden
255 bei 6 Stunden
555 bei 1 Tag
765 bei 7 Tagen
beträgt.
Das erfindungsgemäss vorgeschlagene Verfahren zur Herstellung eines Tonerdeschmelzzementes ist dadurch gekennzeichnet, dass unter Zerkleinerung ein Bauxit mit hohem Siliziumoxydgehalt und ein Kalkstein zu einem Rohmaterial mit der nachfolgenden Zusammensetzung gemischt werden»
SiO2 von 6 bis 8 fo
von 1 bis 2 # 23VOn 18 bis 2o io
Pe0O,von 8 bis 11 $>
2 3 λ
CaO von 3o bis 34 #
MgO in Spuren
Verhältnis A/C von o,55 bis o,65;
daß anschliessend das Rohmaterial in einem Sehmezlofen unter oxydierender Atmosphäre (etwa 3 $ Op) bei einer Temperatur zwischen etwa 14oo°C und etwa 15oo° C geschmolzen wird; dass daraufhin der geschmolzene Klinker langsam auf eine Temperatur zwischen 2oo und etwa 8oo° 0 abgekühlt wird, wobei die Abkühlgeschwindigkeit zwischen 25o° C und
14oo C pro Stunde liegt; und dass der abgekühlte Klinker anschliessend bis auf eine Blaine-Feinheit von 25oo bis 35oo cm /g gemahlen wird, vorzugsweise etwa 3000 cm /g.
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Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Verfahrens im einzelnen beschrieben.
Es wird von einer Mischung mit folgender Zusammensetzung ausgegangen:
Die Mischung der Rohstoffe enthält 43 $> Bauxit und 57 <%> Kalkstein.
des Bauxits des Kalksteins des dosierten
Zusammensetzung 15,25 o,2o Rohmaterials
SiO2 2,8o O 6,65
TiO2 42,6o o,1o 1,2o
Al2O5 23,4o 0,05 18,4o
Pe2O3 o,15 55,5o 1o,15
OaO O O 31,7o
MgO 0,03 o,o2 0
K2O 0,03 o,o1 0,03
Na2O 15,85 43,8o o,o2
Brenne chwund 31,8o
Die beiden Bestandteile werden gleichzeitig so weit gebrochen, und gemahlen, dass nicht mehr als 5 $ Rückstand bei einem mit einer Maschenzahl von o,1 m/m bleibt.
Die Mischung wird dann zwischen 145o und 15oo C geschmolzen, anschliessend in 60 Minuten von 145o auf 800 0 und in 60 Minuten von 800 auf 2oo° C abgekühlt.
Daraufhin wird das so erhaltene Produkt bis auf eine spezifische Blaine-Feinheit von 3o4o cm /g gemahlen.
Es wurde festgestellt, dass bei der Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens die Abkühlgeschwindigkeit und die Art der oxydierenden Atmosphäre einen sehr deutlichen Effekt auf die Mineralzusammensetzung der Klinker und Zemente hat, wobei die Abkühlgeschwindigkeit deutlich die Konzentration der Phasen und infolgedessen die mechanische Widerstandsfähigkeit des Endproduktes beeinflusst.
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Die reduzierende Atmosphäre bewirkt unmittelbar das Auftreten einer hinreichend bedeutenden Menge eines fasrigen
!Bestandteiles. Für ein und dieselbe spezifische Blaine-Oberfläche wurden für einen l'onerdeschmelzzement die in der nachfolgenden Tabelle angegebenen Resultate erhalten, wobei die Abkühlgeschwindigkeit konstant gehalten wurde (von H5o C auf 8oo° C in einer Stunde):
(ft
φ
Cft
P-
CQ cf
σ- 4
φ H-
ts Φ
CQ H H- Φ
P*
·· XJl O
Φ
H
N
(S) Φ
Φ bJ
4 H-
CD Φ H-
O 5*
^ Ρ!
cf CQ
H ^
H- H-
O 4
U- (ft φ
H- P-Φ
P- 4 Φ
4 fs»
.. H
P H (ft
cf Φ Φ
H- CO
Φ O O
4 P1 Ρ'
P* Φ ^
P 4 H-
H P
cf ^ P-
φ Φ H-
P H- (ft
Φ CQ Ci
P Φ Φ H-
B ρ, cf
P D" C+
P Φ
H- H- ja
CQ ρ!
O S CQ P1 H-
([ |)f Pj
P 4 Φ
O 4
O Φ
φ 4
CQ O
cf σ1
H- Φ
0*3 P
Φ H-cf CQ
cf Φ
CQ
Φ 0
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H3 O H (ft Φ P P-Φ P
O ] j*· Ά M hr) >■
## VJl Q (D cf
O O »ft O σ
<T
O
ο O ,. H- CQ
cf hi
VJJ ο φ
CD O VjJ ro ro
VJl VjJ (Tl cn ρ ϋ
ΓΟ 00 VD P 4
—λ CT- ο -J JcO sft
VJJ 00 —ι 4 Φ
VjJ CJ. O CO
O O 1O cf
N) ro 4 H-
VJl CO ro co OCft
VjJ VD -o (D Φ
VJl OD oo -J P H-
Vj1J VD C-J. α Cf
ΟΛ (V) I g ro
VD I Q 03
λ ro
VJl (Τι 03
VjJ 00 00 Q
ΓΟ ro
ΓΟ 03
H)
£££
Φ cffD
ΓΟ POtJ 4
—Λ
O
VJl λ CQ Φ P
H-P P
VJl -J cf σ1 N
λ
ο
ρ: φ ρ!
(Τι cf ρ! CO
Ου m
(T. (ft φ
VJl VD VJi P
4^. O I CQ
CTi Φ
VjJ rö cf
Φ N
I HoPj
I HP
Φ 0*3
Kt
π
_1
VJj
—Λ VO VJl
VjI ro
I
(Ο-OO
JJ-ο»
ft.bkühl-
geschwin-
äigkeit
Atmosphäre °2 Druckfestigkeit
bei Mikroproben
id 73 Mineralzusammenaetzung
Röntgenbeugung - Reflexintensitat
OA C12A7 C2AS C6A4Sf JTerrit 2,69Ä O2SP a2sy -
(D 00 3,8 6h 192 54o 3o - 16 22 2,66Ä 42 - OC 22
Ό
B 0 4,o 55 458 622 59 - 8 - 68 65 - CO
C 0 4,o 142 5oo 682 67 - - 18 123 66 12
D 0 4,3 176 556 632 76 7 - - 125 76 5
E 0 17o 66o 784 134
Yer-
gleichs-
probe
aus ind-
Scnmelz-
zement
29o
— 9 —
Dabei wurden folgende Abkühlgeschwindigkeiten gewähll·:
Bezeichnung Beobachtete Temperatur 1o mn: 15 nm: nach einer Abkühlung von:
B 5 mn: 6oo°C 45o°0 2o mnj 25 mnj 3o mn:
C 115o°0 125o°G 11oo°C 3oo°0 25o°C 2oo°C
D 135o°G 13oo°G 12oo°C 9oo°G 75o°C 65o°C
HoO0O 1ooo°G 9oo°0 8oo°G
E 2 Stunden für den Schritt von 15oo auf
12oo°G und 1 Stunde für den Schritt von 12oo auf 8oo° G
Aus dem vorstehenden und aus der ersten Tabelle I, die nachfolgend angegeben ist, ist zu schliessen:
Der CA-Gehalt und der Aluminoferrit-G-ehalt steigen an, solange die Abkühlgeschwindigkeit abnimmt;
Bei der langsamsten Abkühlgeschwindigkeit sind die Festigkeitswerte bei 4 h und 6 h deutlich verbessert (etwa + 5o bis + 6o bar).
Der erfindungsgemässe Zement hat gute Aufbewahrungseigenschaften bei 2o C, geringer als bei den bekannten Tonerdeschmelzzementen. Weiterhin weist der erfindungsgemässe Zement gute Aufbewahrungs- und Konservierungseigenschaften bei zyklischer thermischer Belastung auf (die zyklische thermische Belastung wird bei einem Versuch geprüft, bei dem im Labor der Wärmezyklus reproduziert wird, der bei einer grossen Betonmasse auftritt). Diese Eigenschaften zeigen im Vergleich zum industriellen Tonerdeschmelzzement, wie er
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- 1o -
bereits bekannt ist, dass der Anfang der Temperaturerhöhung sehr ähnlich ist, dass die Erwärmung etwas langsamer vor sioh geht und dass die maximal erreichte Temperatur (59° C) deutlich geringer ist: 18° 0.
Wie die nachstehend noch abgebildete Tabelle II zeigt, zeigen die mechanischen Untersuchungen deutlich, dass im Gegensatz zu dem, was beim industriellen Schmelzzement beobachtet wird, die dem thermischen Zyklus folgende Temperaturerhöhung die Widerstandswerte des Tonerdeschmelzzementes mit hohem Ca/O- und SiOp- Gehalt wenig beeinflusst.
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I. Bei verschiedenen Abkühlarten unter Verringerung der Abkühlgeschwindigkeit erhaltene Ergebnisse
fiießsystem Mineralzusammensetzung
Röntgenbeugung - Reflexintensität
C12A7 C6A4Sf C2AS c2s P> c2stf Ferrit 2,69Ä Druckfestigkeit
Mikrobeton E/C = o,4o (bars)
6h I I3 555 «
CA 11 18 1o 8 - 2,66Ä 67 4h 560
36 15 2o 26 11 74 5o 7o 195 ro
54o £
ro
0
Abkühlung an
Luft in der
Gi essform
48 17 24 17 15 13 95 54 ,
60
185
in Tiegel
(0 = 1o cm,
Höhe = 25 cm),
wärmeisoliert
mit isolieren
den Feuerfest
beton
64 103 j
12o
255
in Tiegel
(0 = 1o cm,
Höhe = 25 cm),
wärmeisoliert
mit isolieren
den Feuerfest-
- beton, vorge
heizt auf etwa
8oo° C
- 12 II. Mechanische Versuche
ia Abnahme der Festigkeit 1 Tag 7 Tage 28 Tage
Tonerdeschmelzzement mit hohem 19 R a OaO- und SiO0- 1^ 4 Gehalt *
Industrieller
Tonerdeschmelz- 44 42 45 zement
Die Versuche zeigen, dass die Festigkeit nach dem thermischen Zyklus weiter rasch anwächst, wobei die Festigkeitswerte des erfindungsgemässen Tonerdeschmelzzementes im Vergleich zu den bei industriellen Schmelzzementen beobachteten Werten bei einem Tag etwas höher sind (+ 4o bar) und bei 7 und 28 Tagen deutlich erhöht sind (etwa + 2oo bar)»
Es wurden in gleicher Weise Aufbewahrungsversuche unter Wasser bei 5o° 0 durchgeführt, um die Stabilität der mechanischen Festigkeitswerte und die Kinetik der Entwicklung von hydratisierten Aluminaten zu prüfen. Die in Mikrobeton mit E/o = o,4o hergestellten Proben wurden zunächst 28 Tage bei 2o° C in feuchter Luft gelassen. Anschlieseend wurden die Proben in Wasser von 5o° C eingetaucht. Vom Beginn des Eintauchens an wurde in bestimmten Abständen die Änderung der Festigkeitswerte und die Kristallkonstitution geprüft.
Hinsichtlich der Kristallkonstitution wurde beobachtet, dass CAH10 progressiv verschwindet, während gleichzeitig der Ο,ΑΗξ-Grehalt ansteigt.
Bach 7 Tagen unter Wasser bei 5o° C wurde festgestellt, dass
10 vollständig verschwunden war, und dass es nicht mehr als C5AH6 gab.
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Diese Entwicklung ist vollständig ähnlich derjenigen, die gewöhnlich bei industriellem Schmelzzement beobachtet wird.
Es wurde auch die Aufbewahrung unter Wasser bei 7o 0 untersucht. Dieser Versuch wurde durchgeführt an Prismen au3 Mirkobeton aus E/C = o,4o mit den Massen 4 x 4 x 16 cm. Hierzu wurden die Proben 6 Stunden Dampf von 7o° C ausgesetzt und anschliessend bei 7o° C in Wasser eingetaucht. Diese besonders schweren Versuchsbedingungen geben in keiner Weise die wirklichen Verhältnisse wieder, ermöglichen jedoch die Bestimmung der minimalen Festigkeiten.
Im Vergleich zu industriellem Schmelzzement wurden bei dem erfindungsgemäss hergestellten Tonerdeschmelzzement die folgenden Werte erhalten:
Um 5o bar geringer im Abstand von 6 Stunden; identisch in Abständen von 1 Tag und 7 Tagen.
Die Prüfung der Änderung der Kristallkonstitution zeigt, dass nach 6 Stunden die Aluminate vollständig im Kubus hydratisiert sind, entsprechend der Beobachtung der geringeren Widerstandsfähigkeit. Der industrielle Tonerdeschmelzzement verhält sich unter denselben Versuchsbedingungen gleich.
Der erfindungsgemässe Zement wurde als reine Paste untersucht, um festzustellen, ob er sich zur Herstellung von Schnellbindern eignet. Die Versuche ergaben folgende Resultate:
Untersuchte Mischungen Tonerdeschmelz
zement mit hohem
CA/O - u. SiO2
Blaine-Peinhelt j
316ο cm2/g
I Abbindung als reine Paste I Anfang
1
Ende
*
CPA 4oo HTS
2o
3o
4o ι
! *
H2O
21 mn
14 mn
6 mn
^ 4o mn
35 mn
9 mn
8o
7o
6o
32
32
32 ι
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-H-
Dies zeigt, dass sich der Tonerdeschmelzzement mit hohem CaO- und SiO2- Gehalt zur Herstellung von Schnellbindern eignet.
Die feuerfesten Eigenschaften wurden ebenfalls untersucht, indem die pyroskopisehen Festigkeiten und die Torrsion (bei Erwärmen auf 1ooo C) gemessen wurden:
Bezeichnung des Zements
Schmelzpunkt in Grad C
Schmelzzement mit hohem CaO- und SiOp-Gehalt, geschmolzen im Januar 197o
127o
Industrieller Tonerdeschmelzzement vom 12-11-1969
128o
9-12-1969
1290
Der Schmelzpunkt des erfindungsgemässen Zementes liegt sehr nahe bei dem des industriellen Zementes (- 1o bis -2o C).
Torsionsfestigkeit während der Erwärmung auf I000 C
W Verwendeter Mörtel Zementbezeichnung Torsionsfestigkeit
bei I000 C
S chamo tt-Mörtel
SOGDAR 0-5 mm
dosiert auf
5oo kg/m?
Erfindungsgemässer Tonerdeschmelzzement mit hohem CaO- und SiO«-Gehalt
Dar
Industrieller Tonerdesehmezlzement
2C- ·,
Man erkennt hieran einen leichten Vorteil des Zementes mit hohem CaO- und SiO2- Gehalt.
Die differenzielle Schwächung unter 2 bar hat die folgenden Ergebnisse geliefert (Versuche an Schamottmörtel SOGDAR,
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dosiert auf 5oo
io Nachgeben ZementBezeichnung
ο 5
Tonerdeschmelzzement mit hohem CaO- und SiO2-Gehalt geschmolzen im Januar 197o
C 122o° G 127o°C 13oo°(
Industrieller Tonerdeschmelzzement
114oQ G 1195 C 127ouC 134ouC
Der untersuchte Mörtel ist praktisch hinsichtlich des Nachgebens unter Belastung dem industriellen Tonerdeschmelzzement gleichwertig.
Die durchgeführten Untersuchungen zeigen, dass der erfindungs gemässe Tonerdeschmelzzement mit hohem CaO- und SiOp-Gehalt Feuerfesteigenschaften derselben G-rössenordnung besitzt wie der industrielle Tonerdeschmelzzement.
Verschiedene bekannte Zusätze, insbesondere Lithiumkarbonat (von etwa o,o1 <?ο bis 1 $ Gewichtsanteilen des Zementes( und Kalziumborat (zwischen etwa 2 <fo und 1o $ Gewichtsanteilen des Zementes wirken sich günstig auf die !Festigkeitswerte des erfindungsgemässen Zementes aus. Beispielsweise erlaubt die Zugabe von 0,065 $ Lithiumkarbonat zum Anmachwasser die Verdoppelung (von 7o auf 145 bar) der Festigkeit bei 2o C im Abstand von 4 Stunden und eine Verbesserung um 3o bar
bei 6 Stunden.
Vom wirtschaftlichen Standpunkt her gesehen ist es wichtig, dass die erfindungsgemäss hergestellten Tonerdeschmelzzemente mit hohem CaO- und SiO2- Gehalt auf der Basis von Bauxiten hergestellt werden können, welche reich an SiO? sind und allgemein als für die Herstellung von Tonerdeschmelzzementen
209822/0848
ungeeignet betrachtet werden. Ausserdem ist der Prozentsatz der verwendeten Bauxite sehr gering, ^iese Herstellung sbedingungen ermöglichen eine Verringerung der Kosten um etwa 3o $ im Vergleich zur üblichen Herstellung von Tonerdeschmelzzementen.
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Claims (1)

  1. Patentansprüche
    Tonerdeschmelzzement mit hohem Kalk- und Siliziumoxydgehalt, gekennzeichnet durch die nachfolgend angegebene
    Zusammensetzung (in Gewichtsanteilen) von etwa:
    8 bis 1o $> SiO2
    etwa 1 bis 2 f
    26 bis 29 $
    14 bis 16 io Fe2O
    ο ia FeO 45 bos 48 $> CaO,
    wobei die Moduln
    zwischen etwa o,18 und 0,25,
    Al2O5
    CaO etwa zwischen o,55 und 0,65 und
    Al2O5 SiO2
    etwa zwischen 2,6 und 3,6 liegen und die Mineralzusammensetzung CA, C2S, 0-|2^7 1^ :Ferri'fce enthält.
    2β Verfahren zur Herstellung des Tonerdeschmelzzementes nach Anspruch. 1, dadurch gekennzeichnet dass unter Zerkleinerung ein Bauxit mit hohem Siliziumoxydgehalt und ein Kalkstein zu einem Rohmaterial mit der nachfolgenden Zusammensetzung gemischt werden:
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    SiO2 von 6 bis 8 von 1 bis 2 # 18 bis 2o # 25 8 bis 11 "fo
    GaO von 30 bis 34 $ MgO in Spuren Verhältnis A/C von o,55 bis 0,65;
    daß anschliessend das Rohmaterial in einem Schmelzofen unter oxydierender Atmosphäre (etwa 3 rf> O2) bei einer Temperatur zwischen etwa 14oo° C und etwa 15oo° G geschmolzen wird; daß daraufhin der geschmolzene Klinker langsam auf eine Temperatur zwischen 2oo und etwa 8000C abgekühlt wird, wobei die Abktihlgeschwindigkeit zwischen 25o G und 14oo° C pro Stunde liegt; und dass der abgekühlte Klinker anschliessend bis auf eine Blaine-Feinheit von 25oo bis
    2 2
    35oo om /g gemahlen wird, vorzugsweise etwa 3000 cm /g.
    209822/0848
DE19712152410 1970-11-09 1971-10-21 Tonerdeschmelzzement mit hohem Kalk- und Siliziumoxydgehalt und Verfahren zu seiner Herstellung Pending DE2152410A1 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
FR7040245A FR2112779A5 (de) 1970-11-09 1970-11-09

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE2152410A1 true DE2152410A1 (de) 1972-05-25

Family

ID=9063969

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19712152410 Pending DE2152410A1 (de) 1970-11-09 1971-10-21 Tonerdeschmelzzement mit hohem Kalk- und Siliziumoxydgehalt und Verfahren zu seiner Herstellung

Country Status (8)

Country Link
US (1) US3705815A (de)
JP (1) JPS5129179B1 (de)
CA (1) CA958040A (de)
DE (1) DE2152410A1 (de)
FR (1) FR2112779A5 (de)
GB (1) GB1362829A (de)
IT (1) IT939452B (de)
YU (1) YU34870B (de)

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