DE2150593A1 - Neues Antibiotikum WS-4545 und dessen Derivate - Google Patents
Neues Antibiotikum WS-4545 und dessen DerivateInfo
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- DE2150593A1 DE2150593A1 DE19712150593 DE2150593A DE2150593A1 DE 2150593 A1 DE2150593 A1 DE 2150593A1 DE 19712150593 DE19712150593 DE 19712150593 DE 2150593 A DE2150593 A DE 2150593A DE 2150593 A1 DE2150593 A1 DE 2150593A1
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Description
Neues Antibiotikum.WS-4545 und dessen Derivate
Die -vorliegende Erfindung betrifft ein neues und sehr wirksames
Antibiotikum und Derivate davon, die gegen eine Vielzahl von Mikroorganismen aktiv sind. Im einzelnen betrifft
die vorliegende Erfindung das neue und wirksame Antibiotikum W3-4545 und dessen Aoyl-Derivate, Weiterhin betrifft die vorliegende
Erfindung Verfahren zur Herstellung dieser Verbindungen
sowie pharmazeutische Zubereitungen, die diese Verbindungen als Wirkstoff enthalten.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist das neue Antibiobiku
WS-4545 und dessen Derivate der allgemeinen Formel IV
CH2 OR5
C C- CO
KH
co
>0 C ITH
HC-OR0 I 2
HO-C-CH5
" CHoOR1
wor.tn R1, R? und IU jeweils für Waaserstoff oder eine
Acylgruppe stehen.
208^16/1788
Weiterhin ist Gegenstand der vorliegenden Erfindung ein Verfahren
zur Herstellung des Antibiotkums WS-4545 und dessen
Derivaten, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man Streptorayce
sapporonensis ATGC 21532 oder nahe verv/andte Mutanten davon,
unter aeroben Bedingungen in einem Nährmediura züchtet, gegebenenfalls,
das.Antibiotikum aus dem Nährraediun gewinnt,
reinigt und/oder aeyliert.
Die vorliegende Erfindung betrifft weiterhin pharmazeutische
Zubereitungen, die als Wirkstoff das Antibiotikum WS-4545 und/
oder dessen Derivate der obigen Formel IY enthalten, gegebenen
falls zusammen mit einem pharmazeutischen Trägerstoff oder
Excipienz. Die pharmazeutischen Zubereitungen können z.B. in Form von 'Tabletten, Pillen, Kapseln, Suppositorien, Lösungen,
Emulsionen oder wässrigen Suspensionen zur parenteralen Verabreichung
vorliegen.
209816/1781
Das neue Antibiotikum WS-4545 und dessen Acy !-Derivate sind
wirksam gegen eine Vielzahl von Mikroorganismen, insbesondere gramnegative Mikroorganismen wie solche der Gattung
Escherichia und Salmonella.
Das neue Antibiotikum WS-4545 kann dure'h Fermentation von
StreptOmyces sapporonensis und dessen Mutanten in einem ITährmedium
hergestellt werden.
Durch Acylierung des Antibiotikums WS-4545 können Acyl-Derivat
•dieses Antibiotikums hergestellt werden.
Pharmazeutische Präparate und Zubereitungen können als wirksames antibakterielles Mittel das neue Antibiotikum Y/S-4545f
dessen Acyl-Derivate sowie Salse davon enthalten. Diese pharmazeutischen
Zubereitungen sind dazu geeignet, um Infektionskrankheiten,
die bei Mensch und Tier durch Bakterien verursacht sind, zu heilen.
Der Mikroorganismus
Der sur Herstellung des neuen Antibiotikums WS-4545 geeignete Mikroorganismus ist eine neu entdeckte Art der Gattung
Streptoiryces, der isoliert wurde aus einer Bodenprobe, die
in der Stadt Sapporo in Japan entnommen wurde. Eine Kultur des lebenden Organismus ist in der American Type Culture
Collection hinterlegt worden und erhielt die ITunmer ATCC 21552
Der Mikroorganismus wird nachfolgend als Streptomyces sapporonensis
bezeichnet.
Die Herstellung des neuen Antibiotikutas gemäß der Erfindung isi nicht auf die Verwendung dieses speziellen nachfolgend
im einseinen beschriebenen Organismus beschränkt oder auf
solche Organismen, die vollständig die gleichen Wachstums-Ei
geii s c hilft en und mikroskopischen Charakterietike aufweisen,
die nachfolgend beispielsweise angegeben sind. Das neue
2 Ö 9 ä 1 6TTT8T~~ " "~ ■"' " *"J '
Antibiotikum gemäß der Erfindung kann auch unter Verwendung
von Mutanten hergestellt v/erden, die aus dem beschriebenen Organismen nach konventionellen Verfahren, z.B. durch Bestrahlung
mit Röntgenstrahlen, Ultraviolettem Licht oder durch Behandlung mit Stickstoff-Senfgas, usw. erzeugt werden können.
Streptomyces sapporonensis ATCC 21532 seigt die nachfolgend
beschriebenen morphologischen, makroskopischen, mikroskopischen und biochemischen Eigenschaften.
Mikroskopische Morphologie:
Die Morphologie von Streptoroyces sapporonensis ATCC 21532 nach
einem Wachstum auf Sucrosenitrat-Agar und Stärkeamraonium-Agar
vätrend 10 bis 14 Tagen bsi 30 C ist nachfolgend angegeben
Die Luftmyce!fäden sind lang und gradlinig und haben eine
Windung. Das Konidium ist kettenähnlich.
Kultureigenschaften und physiologische Eigenschaften:
Die Kultureigenschaften und physiologischen Eigenschaften.des.
neuen Stammes Streptomyces sapporonensis ATCC 21532 in mehreren Medien sind nachfolgend angegeben. Die Peststellungen
wurden nach einer 10 bis 14 Tage andauernden Inkubation bei 30 0C getroffen. Die Inkubationsperiode und die Temperatur
sind die hier angegebenen, sofern nicht etwas anderes gesagt
ist. ·
Czapek"s-Agar: ·
Weiß, schwaches Wachstum, kein Luftraycel, kein lösliches
Pigment.
Stärkeammonium-Agar:
Schwach oranges Wachstum in kleinen Kolonien mit schwach . oranger Oberfläche, kein luftmycel, kein lösliches Pigment,
Die diastatische Wirkung ist schwach.
Crlucose-Asparagin-Agar:
Braunes Wachstum in kleinen Kolonien, dünnes und weiases
pulverförmiges Lu.ftmyoel, kein lösliches Pigment, _ r _
209816/1788
ORIGINAL
Caloium-malat-Agar:
Weisses Wachstum, dünnes und schwach bräunlich-weisses pulverförmiges
Luftmycel, kein lösliches Pigment.
Tyrosin-Agar:
Dunkelbraunes Wachstum in kleinen Kolonien, kein Luftmycal,
kein lösliches Pigment.
Bouillon-Agarι
Schwach gelbes Kolonie-ähnliches Wachstum» tfeisses pulverförmiges
Luftmycel, kein lösliches Pigment.
Bennett's Agar:
Braunes Kolonie-ähnliches Wachstum, mit flacher und schrumpliger
Oberfläche, dünnes und weisses pulverförmiges Luftmycel,
kein lösliches Pigment. Diese Kultur wächst gut bei 37 0G
und auch bei 30 0C.
Glucose-Bouillon:
Wachstum in weissen sedimentierten Klumpen, kein Luftmycel,
kein lösliches Pigment.
Glucose-Czapek1s Lösung:
Weieses Kolonie-ähnliches Wachstum, Sedimentation, kein Luftmycel,
kein lösliches Pigment.
Lackmusmilch:
Schwaches Wachstum, kein Luftraycel, kein lösliches Pigment.
Es tritt eine schwache Peptonisierung und eine negative Coagulation ein.
Gelatinestich:
(15 bis 20 0C, 20täg.ige Inkubation) Schwaches Wachstum, kein
luftmycel, kein lösliches Pigment, eine schwach.« positive
Verflüssigung wird beobachtet.
~ 20981 S/ 1 "~~ ~
--- 215Ό593
KartoffelTÖJopf: ·
Hellbraunes Kolonie-ähnliches Wachstum mit schrumpliger
Oberfläche, schwach braunes pulverförmiges Luftmycel, kein
lösliches Pigment. -. " -
Zellulose: . . ■ .
Kein Wachstum.
Optimale Bedingungen für das Wachstum:
Temperatur: 15 bis 37 0C, pH: 6 bis 8.
Ausnutzung, von Kohlenstoff σ üe Ilen:
Die Ausnutzung von Kohlenstoffquellen wurde nach der
Pridhara~Gottlieb Methode bestimmt. Die Feststellungen wurden
nach siebentägiger Inkubation bei 30 0C getroffen.
Kohlenstoffeuelle Wachstum -
Xylose -
Arabinose -
Mannose
!Fructose -
Glucose
RharaDse -
Sucrose
Lactose
Irehalose *
Bafflnose
Mannit -
Inosit ±
Salicin
Negative Kontrolle -
Anmerkung: Das Symbol "+" bedeutet Ausnutzung, "±" bedeutet
wahrscheinliche Ausnützung und "-" bedeutet keine Ausnutzung.
- 7 209816/1781
Da 3 AirtiM otikum
Das Antibiotikum WS-4545 gemäß der Erfindung wird erzeugt,
wenn Streptomyces sapporonensis, das oben beschrieben wurde, auf einem Nährmediura unter kontrollierten submersen aeroben
Bedingungen gezüchtet v/ird. Es kann eine grosse Zahl von Nähraedien in der Wachstumastufe des Fermentations-Prozesses
verwendet werden.
Es wurde gefunden, daß besonders gute Ergebnisse tJ3.it .einem
wässrigen IJährmediua erhalten werden, daß eine assimilierbare
Kohlenstoffquelle und eine assimilierbare Stickstoffquelle
oder ein proteinhaltigeα Material enthält.
Assimilierbare Quellen sind beispielsweise polyhydrische
Alkohole und-Mono-, Di- und Polysaocaride, wie Glucose,
Fructose, Maltose, lactose, S'jccose, Zucker, Stärke, Maisstärke,
Dextrin, Molasse, Glycerin usw.
Geeignete assimilierbare Stickstoffquellen und proteinhaltige
Materialien sind beispielsweise natürliche Stickstoffquellen
wie Maisquellwasser, Sojabohneniaehl, Sojabohnenöl, Baumwollsaroenmehl,
Glutirjmehl, Maismehl, getrocknete Hefe, Hefeextrakt,
Peptoii, tierische Peptonflässigkeiten, fleischextrakt,
Oaseinhydrolysai; usw* sowie anorganische und organische
Stickntoffquellen v/ie Ammoniumsalse (z.B. Ammoniumnitrat,
Ammonium sulfat, Amtconiuwphosphat usw.), Harnstoff usw.
Die Kohlenstoffquellen und Stickstoffquellen, die vorteilhafterweise
in Kombination verwendet werden, müssen nicht in reiner Form eingesetzt werden, da die weniger reinen Stoffe,
die Spuren, von Wachstumsfaktoren und beträchtliche Mengen
an Mineral-Mährstoffen enthalten, auch für die Verwendung
geeignet sind. Falls gewünscht,, können zu dem Medium MineralsalsG
gegeben werden wie Calciumcarbonate Natrium- oder
Kaliumpho&phat, Natrium- oder Kaliumchlorid, Kagnesiumsalze,
Ki;pierr.alzc usw. Falls gewünscht kann insbesondere dann, v/enn
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ein merkliches Schäumen im Kulturmedium eintritt, au dem
Permentationsraedium ein Entschäumungsmittel wie flüssiges
Paraffin, Fettöl, Pflanzenöl, Mineralöle Silicone usw. gegeben
v/erden.
Zur Erzeugung des neuen Antibiotikums sind submerse aerobe Bedingungen bevorzugt, wie sie-für die übliche Produktion von
anderen Antibiotika bevorzugt sind. Zur Erzeugung geringerer Mengen des Antibiotikums kann die submerse Kultur in kleinen
Kolben oder I1Iasehen durchgeführt werden, die mittels geeig-
neter mechanischer Vorrichtungen geschüttelt oder gerührt werden. Große Mengen des geimpften liährmediums können in
grossen Tanks oder Bütten fermentiert werden, wie sie üblicher weise in de:r. Permentationsindustrie e-ingesetzt werden. Zur Erzeugung
grosser Mengen des Antibiotikums ist es bevorzugt, die vegetative Forra des Mikroorganismus zum Impfen in die
Tarfs oder Bütten zu geben, um eine Wachstumsverzögerung im
Verfahren der Herstellung des Antibiotikums zu vermeiden. Es ist deshalb zweckmässig zunächst ein vegetatives Inoculat des
Mikroorganismus dadurch herzustellen, daß eine verhältnismäßig geringe Menge des Kulturmediums mit der Spuren- oder
Mycel-Porm des Mikroorganismus geimpft viird, und dass dann das
vegetative Inoculat aseptisch in die grossen Tanks oder Bütten überführt wird. D3s Medium, in dea das vegetative
Inoculat erzeugt wird, kann das gleiche oder ein anderes sein als das Medium, das zur Produktion des Antibiotikums verwendet
wird.
Das Rühren und Belüften des Kulturgemisches kann in verschiedener Weise erfolgen. Das Rühren kann mittels eines Propellers
oder einer ähnlichen mechanischen Rührvorrichtung durchgeführt werden, durch Drehen oder Schütteln des Fermentationsapparates,
durch verschiedene Pumpvorrichtungen oder durch die Durchleitung von steriler Luft durch das Medium. Pie Belüftung
kann dadurch erfolgen,'daß durch das Permentationagemisch
sterile Luft geleitet wird.
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Die Fermentation wird in der Regel bei einer !Eeraperatur
zwischen etwa 25 und 37 0C, vorzugsweise "bei etwa 30 0G für
eine Dauer von 30 bis 50 Stunden durchgeführt. Am Ende dieser
Periode ist eine wesentliche Menge des Antibiotikums gebildet
worden.
um das Antibiotikum WS-4545 zu isolieren, kann das Mycel von
•der Kulturflüssigkeit in ansich bekannter Weise getrennt werden,
beispielsweise durch Zentrifugieren oder nitrieren. Der grösste Teil de3 Antibiotikums wird im Filtrat gefunden.
Das Antibiotikum kann aus dein Piltrat nach konventionellen
Methoden gewonnen werden, beispielsweise mittels Extraktions- oder Adsorptions-Verfahren, wie sie üblicherweise zur Gewinnui?
anderer Antibiotika eingesetzt werden.
Die Extraktion kann dadurch erfolgen, daß das Piltrat mit einem organischen Lösungsmittel für das Antibiotikum behandelt
wird, z.B. Pyridin, einem Alkohol wie Methanol, Äthanol, Butanol usw., oder wässrigen Lösungen von mit Wasser mischbaren
organischen Lösungsmitteln, z.B. einem wässrigen Alkohol wie wässrigem Methanol, Äthanol und Butanol. Es kann auch
ein Gemisch von Alkoholen mit anderen organischen Lösungsmitteln wie einem Keton (z.B. Aceton), einem halogenierten
Kohlenwasserstoff (s.B. Chloroform), einem Alkylester einer Fettsäure (z.B. Äthylacetat),, Benzol, Pyridin usw. verwendet
werden.
In alternativer Weise kann das Antibioticum aus dem Piltrat
mittels einer Adsorbtionsmittels gewonnen werden wie Diatomeenerde, aktiviertes Aluminiumoxyd, Silicagel, Aktivkohle»
Kieselsäure usv/. Das, an einem solchen Adsorptionsmittel
adsorbierte Antibiotikum wird dann vom Adßorbtionsmittgl vollständig
eluiert unter Verwendung eines geeigneten organischen Lösungsmittel, in dem das Antibiotikum löslich ist. Beispiele
für solche Lösungsmittel sind Pyridin, Alkohole, wässrige Alkohole sowie Geioiache von Alkoholen mit anderen
lösungsmitteln. '
- 10 *
209616/17 88 *"" ~~" ""^
10 -
Ein geeignetes Verfahren zur Isolierung des Antibiotikums
aus' dem Extrakt oder Eluat besteht darin, daß das lösungsmittel
auf ein verhältninmässig geringes Volumen eingeengt und das Antibiotikum durch Zugabe eines geeigneten Lösungsmittels,
in dem das Antibiotikum unlöslich ist, ausgefällt wird.
Das Antibiotikum wird durch Utnkristallisation oder Chromatographie
gereinigt. Zum Umkristallisieren können als Lösungsmittel beispielsweise verwendet werden Aceton, wäsgriges
Aceton, Alkohole (z.B. Methanol, Äthanol), wässrige Alkohole*
Äthylaoetat usw. Adsorbtionsmittel,wie sie zur Gewinnung des
Antibiotikums eingesetzt werden, können in v/irksamer Weise auch zur Reinigung mittels Chromatographie verwendet werden.
Als Eluiermittel können die gleichen verwendet werden, die auch zur Gewinnung des Antibiotikums eingesetzt werden.
Nachfolgend werden die Eigenschaften des Antibiotikums WS-4545 angegeben, das in dieser Weise isoliert wurde. Das
Antibiotikum WS-4545 besitzt die folgenden physikalischen . und chemischen Eigenschaften.
WS-4545 kristallisiert in Form von weissen Kristallen. Es ist
löslich in Wasser, Methanol, Äthanol und Pyridin, wenig löslich in Aceton und Äthylacetat und unlöslich in Äther,
Chloroform, Benzol und n-Hexan.
Durch Massenspektrografie wurde das Molekulargewicht 302 ermittelt.
Die spezifische Drehung beträgt: CdG^ =63.5°(C=1.00 Prozent
(Gewicht/Volumen) in Methanol).
Die Elementaranalyse ergab die folgenden Wertes Kohlenstof
47.44 Prozent; Wasserstoff = 6.16 Prozent; Stickstoff * 9.36 Prozent; Sauerstoff (Restvert) - 37.04
2 09816/1788
Aufgrund der obigen Werte "wird -für die Verbindung Υ/Β*·454!5
die Sunraienforrael Ό^Η-.οί^Ογ errechnet.
Daa Antibiotikum WS-4545 ergibt die folgenden Farbreaktionen:
Positiv im Fehling- und Molisch-Teet; Entfärbung von Kaliumpermanganat-Lösung;
schwach positiv In .der Reaktion mit Ferrichlorid; negativ im Ninhydrin-, Tollen- und Ehrlich-Test.
Das Antibiotikum WS-4545 wurde der Dünnschichtchronjatographie
an Silicagel (unter Verv/endung von Kieselgel G der Firma
Merck, Warenzeichen) mit verschiedenen Entwicklungslösungsmittel-Systemen unterworfen. Als Färbemittel wurde eine einproaentige
Kaliuraperraanganat-Lösung enthaltend 2 $ Natriumcarbonat
angewendet. Es wurden die folgenden Rf-Werte ermittelt:
Rf-V/erte von WS-4545
Lösungsmittel-System -Rf
n-Butanol:Essigsäure:Wasser^
(4:1:5) °·41
n-Butaiiol:Pyridin:Wasser
(4 ι 1 : D °*55
Chloroform : Methanol
(5:1) °-W
Äthylacetat : Methanol
(1:1) °·63
Benzol :Kethanol.: Chloroform
(1:1:1) °·41
Bs wurde die obere Schicht alemex Mischung verwendet.
• - 12
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Je nach den angewandten Bedingungen bei der Kristallisation
kristallisiert das Antibiotikum V<rS-4545 in verschiedenen
Kristallformen, Durch mikroskopische Untersuchung wurde festgestellt,
daß die im Beispiel 1 erhaltenen Kristalle Im rhoiobi-.
sehen System und die im Beispiel 2 erhaltenen Kristalle in
monoclinen System kristallisieren. Die .Kristalle dieser-System
haben die folgenden Eigenschaften, die durch Röntgenbeugungs-Analyse
ermittelt wurden: " ~ .
Kristalle von Kristalle von
Kristallsystem: Rhombisch Monoclin
Gitterabstand: a=*11.7Ä a=10.1 S, /3=101°
Ί)=12.7 S b=1Q.9 S
c=3.8 1 c=6.6 Ä
Dichte 1.54 g/cm' 1.46 g/cm*
Die Kristalle des rhombischen Systems schmelzen bei 187 bis
189 0C (Zersetzung). Das tJitraviolettspektrura ist in der
Figur 1 der beiliegenden Zeichnung wiedergegeben; es zeigt keine spezifische Absorption. Das Infrarotspektrum suspendiert
itt»Nu;jolnull" ist in Pigur 2 wiedergegeben. Es enthält Spitzen
bei den folgenden Frequenzen (cm"" ):
3400, 3300, 3160, 2900, 2840, 1703, 1670, 1450,
1390, 1370, 1295» 1260, 1220, 1195, 1140, 1120,
1080, 1030, 970, 960, 935, 895, 870, 820,
785, 725, 680. .
Dis Kristalle des monoclinischen Systems·schmelzten bei 188
bis 191 0C (Zersetzung). Das Ultraviolettspektruns iet in
Figur '3 angegeben und sseigt keine fjpezifisclaen Absorptioaeii,
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Das Infrarotspektrum suspendiert in "Nujolnull11 ist in Pigur
4 wiedergegeben und zeigt Spitzen bei den folgenden Prequenzen
(cia"1):
3500, 3400, 3270, 2900, 2840, 1685, 1640, 1455,
1417, 1375,. 1330, 1300, 1260, 1245j 1210, 1160,
1155» 1125, 1105, 1085, 1050, 1010, 995, 980,
940, 920, 900, 685, 870, 840, 805, 795,
760, 725, 690, 675«
Die Kristalle dieser beiden verschiedenen Kristallisationssysteme sind leicht ineinander unwandelbar, in^dem ein kleines
Stück des einen Kristalls zu der Lösung des anderen Kristall3
unmittelbar vor Beginn des Kristallisationsprozesses gegeben
wird. Mit anderen V/orten: Wenn Kristalle des rhombischen Systems aus einem Lösungsmittel, z.B. warmem V/asser, heisaem
wässrigen Äthanol, heissem Aceton, heissem Methanol oder
beissem Äthanol umkristallisiert werden, führt die Zugabe
eines kleinen Stückchens eines Kristalls des monoclinischen Systems zur Lösung vor der Bildung des Niederschlags in der
Lösung zur Bildung der Kristalle des monoclinischen Systems. Menu auf der anderen Seite Kristalle des monoclinischen Systeme
aus einem Lösungsmittel, z.B. v/armem Wasser, heissem wässrigen Äthanol oder heissem Aceton umkristallisiert werden?
führt die Zugabe eines kleinen Stückes der Kristalle des rhombischen Systems zur Losung unmittelbar vor der Bildung
des Niederschlages zur Erzeugung, von Kristallen des rhombischen Systems. Daraus ist zu schließen, das zwischen den Xrisia
des rhombischen und des rjono-clinischen Systems die Beziehung
der Polymorphie besteht.
Das magnetische Kernresonanzspektrum de3 Antibiotikums
in ~do VS-4545 ergab die folgenden Sigiale (<fc(ppm) ;/DMSO/Lösung, TMS all
Internal Standard).
L..
. - 14 -2 0 9816/1788
| - 14 - | - 7.67 | - | t | ί 3H | 2-1-50593 | Dublett | : folgenden Strukturformel | CH0 OH · fl 2 I η , ,-» , ( |
CiI | ι, daß | das Antibiotikum | • | 1 ü-aia zaMcyo'iQt4 12 * | |
| 8 | ■6.87 | I | ί 2Η | Siiiglett | Multiplett t | Chemische Struktur: . | \j —·——— \j I^ 9C4 löKH 2I Ί 9C3 9CO |
entspricht. | * | |||||
| 7 | ■ 6.40 | ι 2Η | Multiplett | Singlett | H H |
IA | ; 1-(1,2,3-Trihydrory~2-raethyl)pT0pyl-5~ | |||||||
| 6 | 4 | : 2Η | Multiplett | Singlett | TT | TD8thylen-6-hydroxy-7»9-dioxo<~2~oza-8f | ||||||||
| 6 | ί 1Η | Multiplett | Singlett | κ) ■ ' ν ha HC-OH HO-C-CH, j J |
||||||||||
| 6, | 1 | ί 1Η | Dublett | ? Auswertung der | CH0OH | |||||||||
| 5« | : 1Η | Triplett . | physikalischen und chemischen Eigenschaften | Name | ||||||||||
| 4 | Multiplett | kann mit Vertrauen angenommen werden | ||||||||||||
| 4. | : 1 H Singlett | WS-4545 dei | ||||||||||||
| 4. | : 1Η | |||||||||||||
| 4. | ! 1Η | < | ||||||||||||
| 3. | ϊ 1Η | |||||||||||||
| 1. | 1Η | |||||||||||||
| , 1. | ί 1Η | |||||||||||||
| Aufgrund der Röntgenstrahlenbeugung und dei | Chemischer | |||||||||||||
| .81 | oben erwähnten | |||||||||||||
| .45 - | ||||||||||||||
| .30 - | ||||||||||||||
| .10 - | ||||||||||||||
| .09 | ||||||||||||||
| .58 | ||||||||||||||
| 95 | ||||||||||||||
| Sj | ||||||||||||||
| ,87 | ||||||||||||||
| 63 | ||||||||||||||
| ,27 | ||||||||||||||
| 38 | ||||||||||||||
| 05 |
209816/17 88
Das gemäß dem Verfahren der vorliegenden Erfindung erhaltene Antibiotikum WS-4545 "besitzt ein spezifisches antibiotisches ■
Spektrum und zeigt eine extrem starke Aktivität gegen gramnegative
Bakterien, einschliesslich solchen der Gattung Escherichia, Salmonella und Shigella. Wenn das Antibiotikum
durch Injektion verabreicht wird, wird es in das Serum mit einen verhältnisraässig hohen Spiegel überführt und durch den
Urin in hoher Konzentration ausgeschieden. Dementsprechend ist dieses Antibiotikum sehr nützlich zur Behandlung von
Infektionskrankheiten, die beim Mensch und Tier durch'derartige
Bakterien verursacht werden, wobei die Verabreichung vorzugsweise durch Injektion erfolgt. In den nachfolgenden
Tests ist der antibakterielle Serumspiegel und die Urin-Abscheidung beschrieben.
Minimale Inhibierungskonzentration (M.I.C.)
der M.I.C.-Test wurde nach der üblichen Agar-Serien-Verdünnungsmethode
durchgeführt, wobei Herzlnfusionsagar für
das Bakterium, ein Glucose-Bouillon-Medium für das Mycobacterium
und ein Malzextrakt-Medium für den HLz und die Hefe verwendet wurden, die 24 bis 72 Stunden bei 30 C inkubiert·
wurden. Der M.I*C.-Wert·ist angegeben als die geringste
Konzentration von WS-4545 (mcg/ral), die das Wachstum des
Mikroorganismus inhibiert. Die folgenden Ergebnisse wurden erhalten:
• - 16 -
200816/1788
.- 16 -
Test-Mikrο orflani smus
Escherichia coll Salmonella typhosa
Shigella flexneri Staphylococcus aureus Bacillus subtilis
Sai'cina lutea Proteus vulgaris
Mycobacteriuni phlei
Candida albicans Penicillium ehr y3οgenura
M.I.C. (inog/ial)
25 - 50 25-50 12.5 -25
>200 >200 >200 >200 >200
>200 >2G0
Schutzef.fekt bei experiraentellen Kausinfektionen:
Die in vivo Aktivität von WS-4545 gegen E.coli, die gegenüber
anderen Antibiotika resistent- sind, wurde unter Verwendung
von männlichen Mäusen voa ICR-Starao untersucht. Die Mäuse
wogen jeweils 27 bis 30 g. Jede Versuchsgruppe bestand aus 10 Tieren. Die infizierenden Mikroorganismen wurden über
Nacht bei 37 0C in einer BHI-Brühe gezüchtet. 0,5 ml der
Brühe wurden intraperitoneal inoculiert, und die Behandlung
erfolgte einmal durch subcutane Verabreichung eine Stunde nach der Erregung. Infizierte, nicht behandelte Kontrolltiere
starben unter diesen Umständen innerhalb 48 Stunden. Die Versuchstiere wurden 10 Tage lang auf das Überleben beobachtet
und die Ergebnisse wurden als mittlere wirksame Dosis berechnet. Die folgenden Ergebnisse wurden erhalten:
209316/1788
2150993
| Stamm | 312 | Antibioticum | ■ . ^5O (mg/Maus) |
| B.coli | WS-4545 | 3.05 | |
| 320 | Chloramphenicol | >28 | |
| E.coli | WS-4545 | 0.87 | |
| 323 | Streptomycin | 17.09 | |
| E.coli | WS-4545 | 4.05 | |
| 324 | Kanamycin | >28 | |
| E.coli | WS-4545 | 0.69 | |
| 335 | Tetracycline | >28 | |
| E.coli | WS-4545 | 0.88 | |
| Ha1idixinaäure | 0.54 | ||
Serumspiegel und Urinexcretion bei freiwilligen Versuchspersonen
nach intramuskulärer Verabreichung; Die Serum- und Urinspiegel wurden bei 5 freiwilligen Versuchspersonen bestimmt.
Fünf erwachsene männliche Personen mit einem Gewicht von 60.0 bis 75.0 kg erhielten Jeweils eine einzelne Dosis
von 1,000 mg und 500 mg der Verbindung WS-4545 intramuskulär verabreicht. Jeweils 0.5» 1» 2,-3 und 5 Stunden nach der Verabreichung
wurden Blutproben entnommen. Urinproben würden jeweils 0-1, 1-3, 3-6, 6-8, 8-10 und 10-24 Stunden
nach der Verabreichung gesammelt. Die Konzentrationen an WS-4545 im Serum und im Urin wurden nach der Cup-Methode ermittelt.
Die folgenden Ergebnisse wurden erhalten!
- 18 -
209816/1788
* a»
- 18 -
Urin ■(meg/ml)
mg mg
O-lhr l-3hr 3-6hr 6-8hr 8-10hr 10-24hr
620 1256 (18#) (38%
1501 . 2266
97 (4*)
593 (
726
54
15*:
73
94.0
94.8
er um , /o,
(mcg/ml) 1/2hr
mg a«
14.7 31.1
Ihr 2hr 3hr 5hr
13.7 15.6 ζ 15.0 <15t0
31.9 21.6 18.8 15.0
Eine andere äußerst wichtige Eigenschaft von WS-4545 besteht
darin, daß aie die nachfolgend angegebene extrem niedrige Toxizität besitzt.
Akute Toxizität (einmalige Yerabreichune;)
| Geschlecht | i.v. | ID50(IBi | 5Ag)* | p.OJ | |
|
>20O0
>2000 |
i.p. | S. C. |
>4000
>4000 |
||
| Gattung | weiblich |
>2000
>2000 |
>4000
>4000 |
>4000
>4000 |
>4000
>4000 |
|
männlich
weiblich |
>4000
>4000 |
>4000
>4000 |
|||
| Maus '*" | |||||
| Ratte | |||||
*: Die Tiere wurden nach der Yerabreichung sieben Tage
lang beobachtet.
- 19 -
2 0 98 16/ 17
-19- t1§§§§§
Ss wurde gefunden, daß das Antibiotikum WS-4545, das Hydroxy1-Gruppen
enthält, mit einem Acylierungsmittel leicht acyliert werden kann, wobei die entsprechenden Acylderivate erhalten
v/erden. Hit anderen Worten: Das Antibiotikum WS-4545 wird mit einer Carbonsäure oder einem reaktiven Derivat davon unter
Bildung eines Esters dieser Carbonsäure mit WS-4545 umgesetzt.
Dementsprechend können Acylderivate des Antibiotikums* WS-4545
durch Acylierung dieses Antibiotikums WS-4545 mit einem Acylierungsmittel hergestellt werden.
Acylierungsmittel« die im Sinne der/rorliegenden Erfindung
eingesetzt werden können, sind beispielsweise Garbonsäuren der folgenden Formel \jlQ : R-OH worin R für eine carboxylifiche
Ac3rlgruppe steht, sowie deren reaktive Derivate an der
Carboxy!-Gruppe. Beispiele hierfür sind aliphatische Carbonsäuren,
aromatische Carbonsäuren, heterozyclische Carbonsäuren und ihre reaktive Derivate an der Carboxy1-Gruppe.
Beispiele für aliphatische Carbonsäuren der obigen Formel \xf\ : R-OH sind solche, worin R für eine gesättigte oder
ungesättigte aliphatische Kohlenwasserstoff-Carbony!gruppe
steht wie Alkanoyl (z.B. Acetyl, Propionyl, Butyryl, Isobutyryl,
Yaleryl, Isovaleryl, Pivaloyl, 2-Äthylbutyryl, Caproyl,
Palmitoyl, Stearoyl, usw.) mit 2 bis 20 Kohlenstoffatomen,
und Alkenoyl (z.B. Acryloyl, meta-Acryloyl, Crotonoyl, Oleoyl,
Linoleoyl, Idiiolenoyl, usw.) mit 2 bis 20 Kohlenstoffatomen,
oder für eine gesättigte oder ungesättigte aliphatische Syclokohlenwasserstoff-Carbonylgruppe steht wie Cycloallcancarbonyl
(z.B. Cyolohexylcarbonyl) und Cycloalkenoarbonyl
(s.B. Cyclohexenylcarbonyl); oder für eine durch aliphatiBphta
Zyclokohlenwaaserstoff substituierte aliphatische Kohlenwasser
stoff-Carbony!gruppe steht wie Cycloalkanalkanoyl (z.B.
Cyelohexylacetyl, Cyclohexylpropropinoyl, uav;.) nsit 7 bis
Kohlenstoffatomen.
' - 20 -
209816/1788 ORiQfNAL
"2150533
Die aliphatischen Kohlenwasserstoffreste dieser aliphatischen Carbonsäuren können gradkettig oder verzweigt sein und durch
Heteroatome wie Sauerstoff oder Schwefel unterbrochen sein. ■ Beispiele hierfür sind Methoxyacetyl, Methylthioacetyl,
Butylthioacetyl, Methoxycarbonyl, Äthoxycarbonyl, Cyclohesylthioacetyl,
usw.
Beispiele für aromatische Carbonsäuren der obigen SOnuel
til] ί R-OH, sind solche, worin R für Aryloyl (z.B. Benzoyl»
Toluoyl, Xyloyi, Haphthoyl, usw.) steht, oder für durch
Aryl substituierte aliphatische Kohlenwasserstoff-Carbonylgruppen wie Aralkanoyl (z.B. Phenylaoetyl» Phenylpropionyl,
Hydratropoyl, usw.) und Aralkenoyl (z.B. Ginnamoyl, usw.).
Der aliphatische Kohlenwasserstoff-Teil (d.h. Alkan oder Alken) mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen einer solchen durch Aryl
substituierten aliphatischen Kohlenwasserstoff-Carbonylgruppe (d.h. Aralkanoyl und Aralkenoyl) kann durch Heteroatome wie
Sauerstoff und Schwefel unterbrochen sein. Beispiele hierfür sind Phenoxyacetyl, Phenylthioacetyl usw.
Beispiele für heterozyclische Carbonsäuren der obigen Formel
\Jj} : R-OH sind solche, worin R für eine Carbonylgruppe
mit einem faeterozyclischen Ring, oder einem mit^einem Benzolring
kondensierten heterozyclischen Ring steht, die ^/eils
mindestens ein Heteroatom, nämlich ; Stickstoff, Sauerstoff oder Schwefel enthalt. Beispiele hierfür sind
Nicotinoyl, Isonicotinoyl, 2-Puroyl, 2-Thenoyl, Benzofuroyl,
Benzothenoyl, usw. * z.B. monoheterozyclischen oder dihetero
zyclischen
Andere Beispiele sind aliphatische Kohlenwaeserstoff-Carbonyl-Gruppen
(s.B. Alkanoyl oder Alkenoyl), die durch die oben genannten heterozyclischen Ringe oder mit Benzolrinfcen kondensierten
heterozyclischen Ringe substituiert sind, wie 1R-(oder 2H-) Tetrazoly!acetyl, Thieny!acetyl, Purylaoetyl,
2-Benzothiazoly!acetyl, 2-0xo-3-benzothiazoly!acetyl,3-Indoly!acetyl,
Morpholinoacetyl, usw. Der genannte aliphati-
Kohlenwasserstoffteil (d.h. Alkan oder Alken) kann öurcb
wobei der heterozyclisohe Ring 5-6 Ringatoae und
-21- 21505^3
Heteroatome wie Sauerstoff oder Schwefel unterbrochen sein
und 1 "bis 6 Kohlenstoffatom enthalten. In den oben erwähnten aliphatischen Carbonsäuren, aromatischen
Carbonsäuren und heterozyclischen Carbonsäuren kann der aliphatische Kohlenwasserstoffteil (d.h. Alken, Alkan ,
Cycloalkan und C^rcloalken), der aromatische Ring (d.h. Aryl)
und der heterozyclinche Ring' substituiert sein durch ein
oder mehrere mögliche Substituenten wie Halogen (z.B. Chlor, Brom, Fluor, usw»), Alkoxy (z.B. Methoxy, Äthoxy, usw.)»
Amin.o, Acylamino (z.B. Acetylamino), AcyloÄy -(z.B. AQetoxy)
Nitro, Hydroxy, usw.-
Beispiele für derartige Verbindungen sindi Chloreasigsäure, Trichloressigsäure, Ürichlorpropionsäure,
Benzoly!glycin, Brouibenzosäure, Chlorbenzoesäure, Nitrobenzoesäure,
Methoxybenzoesäure, 3,4-Dimethoxybenzoesäure,
3,4-Dimethy!benzoesäure, 3»4,5-!Drimethoxybenzoesäure,
3,4-Dimethoxyzinitsäure, 4~Chlorzimtsäure, Chlorphenylpropion-·
säure, Chlorphenoxyessigsäure, 5-Kitrofuran-2-carbonsäure,
5-Chlorbenzofuran-2-carbonsäure, 5-Chlor-2-oxo~3-benzothiazolylessigsäure,
usw.
Beispiele für reaktive Derivate der Garbonsäuren der Formel Viii sind Halogenide (z.B. Säurechloride, Säurebromide usw.),
Säureanhydride {z^ffSSyleS^eielBkirB^ . . Alkylphosphorsäurea,
aliphatische oder aromatischen Carbonsäuren, usw.), Säureamide (z.B. Säureamide mit Imidazol, Säureamide
mit 4-substituiertem Imidazol, usw.), Säureester (z.B.
Methylester, Äthylester, Cyanomethylester, p-Nitrophenylester»
usw.). Wenn die Carbonsäure als solche oder in Form eines Salzes (z.B. liatriumsalz, Kaliurasalz uew.) verwendet wird,
kann es vorteilhaft nein bei der Reaktion ein Kondensation^· ·
mittel zu verwenden. Beispiele für solche Kondensationßißittel
sind ^,F'-DicyclohexyloarbodiiiDid, Polyphosphorsäur·»
Äthylpolyphosphat, Isopropy!phosphat, usw.
Die Reaktion wird in der Regel in einem inerten $b*sungaraittel
~ 22 -
209816/1788
* » ·β »ess a
—«.— ■ , ; a „η, . s t. if, „ι m
wie ¥a3ser, Aceton, Dioxarij Ace.tontril, Pyridin, Chloroform,
Äthylacetat, ^tetrahydrofuran, Äthylendlchlorid, DimetfayX-sulfoxid,
Dimethylformamid, Dimethylacetamid, usw. durchgeführt. Falls erforderlich, kann bei der Reaktion eine basische
Substanz (z.B. Alkalimetallcarbonat, Alkalimetallhydrogencarbonat,
!Trialkylamin, Fyridin, usw.) vorliegen. Die
Reaktionateinperatur ist nicht besonders beschränkt. In der
Regel wird die Reaktion jedoch unter Kühlung oder bei Ziimaerteiaperatur
durchgeführt. Die acylierte Verbindung kann naoh
üblichen Verfahren isoliert und gereingt werden.
Bei der Acylietungsreaktion gemäß der Erfindung können ein
Honoacy 1-De.rivat, Diacyl-Derivat oder Üriacyl-Derivat des
Antibiotikums WS-4545 oder Gemische davon je nach der Menge
des bei der Reaktion verwendeten Acylierungsmittels erhalten
werden.
Mo!äquivalent eine ι
Mit anderen V/orten: Wenn das. Antibiotikum 1'<;St4545 mit einem /
dieses Ausgangsproaukt
Acylierungsmittels be zogen aul j acyliert wird,
ι ,so wird hauptsächlich
das Monoacyl-Derivat erhalten. Die Acylierung von-WS-4545
ä.Q uiva Tent unter Verv/endung von etwa 2 Mol- / eines Acylierungsmittels
führt hauptsächlich zu dem Diacyl-Derivat. Wenn das WS-4545
äQuivalent
mit mehr als 3 Mol/eines Acylierungsraittels behandelt wird, wird hauptsächlich das Iriacy!-Derivat davon erhalten. Bei der Herstellung eines Gemisches von Mono-, Di- und Triacyl-Derivaten in dieser Reaktion, können die einzelnen Acyl-Derivate nach üblichen Verfahren aus dem Reaktionsgemisch isoliert werden, beispielsweise unter Anwendung der Chromatografie f oder durch Kristallisation. |
mit mehr als 3 Mol/eines Acylierungsraittels behandelt wird, wird hauptsächlich das Iriacy!-Derivat davon erhalten. Bei der Herstellung eines Gemisches von Mono-, Di- und Triacyl-Derivaten in dieser Reaktion, können die einzelnen Acyl-Derivate nach üblichen Verfahren aus dem Reaktionsgemisch isoliert werden, beispielsweise unter Anwendung der Chromatografie f oder durch Kristallisation. |
AusserdeiB kann ein |
äquivalent Monoacyl-Derivat mit mindestens einem Mol/eines Aeyüerimgs- |
mittels, das ein anderes Acylradikal als das Monoacyl-Derivat j
aufweist, acyliert werden, wobei Di~ oder iriacy!-Derivate J
Die Reaktion ist anhand der folgenden Strukturformeln
- 23 -
20Ι816/17ΒΦ öriqinal inspected
erläutert. Die Acylierungsreaktion kann durch die folgende Reaktiondbrmel dargestellt werden:
- CH OH
H 2J
00
R-OH Πι Κ
H-C-OH
HO-C-CH
HO-C-CH
-NH
L * CH^OK
3 ti]
[hi]
worin Rj eine Acylgruppe darstellt und R-j-j und
jeweils Wasserstoff oder eine Acylgruppe bedeuten.
jeweils Wasserstoff oder eine Acylgruppe bedeuten.
In den obigen Formeln sind Monoacyl-Derivate des Antibiotikuins
WS-4545 solche Verbindungen der Pormel CjliJ ,worin R1 eine
Acylgruppe darstellt und R13. und Rjjt ^^ ^asserstoffatorae
stehen. Diacyl-Derivate sind Verbindungen der 3?orinel(lllj f.
worin R,- und R-rj jeweils eine Acylgruppe darstellen und Rttt
eln Wasserstoffatom bedeutet. Triacyl-Derivate sind Terbindungen
der Formel ^HiI » worin R3., R^1 und Rjjj jeweile eine
Acylgruppe'darstellen.
Beispiele für Acyldorivate des Antibiotikums WS-4545 (d.h.
Carbonsäureester von WS-4545), die gemäß den nachfolgenden Beispielen hergestellt werden können, jsind in dei nachfolgenden
Tabelle unter Bezugnahme euf die chemische Struktur der Poriael ^IIlJ zusammengestellt.
209816/1788
■·* fit * a»
-■24
-■- ig ii - ,
99 T if *
• «
| Beispiel Hr. | Verbindung | der Eoriael [III] | RIII |
| 1 | RI | R11 | H |
| Acetyl | H | H | |
| ' 3 | Propionyl | H · | H |
| 4 | Balmitoyl | H | H |
| 5 | örotonoyl | H. | H |
| 6 | Cyclohexyl Carbonyl |
H | Acetyl |
| 7(A) | Acetyl | Acetyl | H |
| 7(B) | Bityryl | H | H |
| 8 | Butyryl | Butyryl | H |
| 9 | Benzoyl | H | H |
| 10 | p-Chior - benzoyl |
H | H |
| 11 | m-Brom. - benzoyl |
H | H |
| 12 | p-Brom> - benzoyl |
H | H |
| 13 | 3,4- Dimethyl- benzoyl |
H | H |
| U | p-Acetoxy- . benzoyl |
H | H |
| 15 | p-Ghior- phenoxy- acetyl |
H | H ' |
| 16 | G innamoyl | H | H |
| 17(A) | ß-Phenyl- propionyl |
H ' ' | Benzoyl |
| Benzoyl | Benzoyl |
209816/1788
ORiQINAL INSPECTEO
:*' ' * 21Ö05Ö3
| 17(B) | Benzoyl | B enzoyl | H |
| 18 | Nicotinoyl | H | H |
| 1.9 | 2~Thenoyl . | H | H |
| 20 | 5-Chlor -2- oxo-3-benzo- thiazolinyl- acetyl |
H | H |
| 21(A) | 2-Furoyl | . H | H |
| 21(B) | 2-51UrOyI | 2-Furoyl | H |
| ' 22 | p-Brom - benzoyl |
Acetyl | Acetyl |
| 23 | p-Brom· - benzoyl |
Benzoyl | Benzoyl |
| 24 | m-Brom. - benzoyl |
Acetyl | Acetyl · |
Die so hergestellten. Acyl-Derivate von WS-4545 werden bei
oraler Verabreichung im Körper in einer viel grösseren Konzentration
absorbiert als die Verbindung WS-4545, und sie
können in WS-4545 übergeführt werden, das gegen pathogene
Bakterien aktiv ist-. Dementsprechend sind die Acyl-Derivate als Antibiotika nützlich, die nach oraler Verabreichung bei
der Behandlung von Infektionskrankheiten beim Mensch und Tier wirksam sind. Dies ergibt sich aus den nachfolgend beschriebenen
pharmakologischen Versuchen.
Urin-Ausscheidung naoh oraler Verabreichung bei Ratten:
209816/1788
| Beispiel Nr. | Acylderivat | 0-3 | - ........ . | 3-6 | hr | % | 6 - | 24 hr | I C- CVi I |
Total | mg | % | |
| 8 | von WS-4545 | mcg/ml | hr | meß/ml | 13.1 | Bicg/ml | * | 15.31 | SO.5 | ||||
| 15 | Benzoyl | 7112 | 3569 | 23.7 | 718 | 12.7 | I3.IO | 72-8 | |||||
| 7(A) | Ginnamoyl | 7520 | 57.4 | 8350 | 20.3 | 796 | 14.6 | 15,04 | 94.0 ' | ||||
| 9 | Butyryl | 16660 | 34.5 | 9839 | 18.7 | 506 | 12.3 | 19.34 | 113.7 | ||||
| 12 | p- Chlor^enzoyl | 9273 | 61.4 | 6352 | 36.8 | 640 | 16.7 | 15.76 | 98.5 | ||||
| 3 | benzoyl | 3466 | 78.2 | 11947 | 43.0 | 962 | 19.0 | 16.72 | 104.5 | ||||
| I VO .. |
5 | Palmitoyl | 3331 | 42.8 | 15686 | 19.5 | 1400. | . 28.2 | 17.67 | IOO.3 βί | |||
| CM I |
Cyclohexyl- carbonyl |
16703 | 33.4 | 4358 | 5.8 | 411 | 9.3 | 4-72 | 24.1 | ||||
| KbntroILe US-4545) |
1057 | 71.6 | 1455 | 442 | 9.7 | ||||||||
| ' 8.5 | |||||||||||||
Anmerkungen;
Tier: SD-Ratte, 170-200g
Dosis : 100 mg/kg
Bestimmung: Die Konzentration von WS-4545 im Urin wurde nach der
CUP-Methode unter Verwendung von Escherichia coli bestimmt
fs»
cn CK
Soruospiegel und Urin-Ausscheidung nach oraler Verabreichung
aex Äeyl-Derivate von WS-4545 bei freiwilligen Versuchspersonen:
Die Serum- und Urin-Spiegel wurden bei drei freiwilligen
Personen bestimmt. Drei erwachsene märcLiche Personen mit einem
Gewicht von 60.O bis 75.0 kg erhielten orale Verabreichungen in einer einseinen Dosis von 1,000 mg und 500 mg. Blutproben
wurden 1, 2, 3, 5 und 8 Stunden nach der Verabreichung entnommen.
Urinproben wurden in den Zeiträumen 0-1, 1 - 3t 5-6, 6-9 und 9-24 Stunden nach der Verabreichung gesammelt.
Die Konzentrationen von WS-4545 in» Serum und im Urin
wurden nach der Cup-Methode bestimmt. Ss wurde der gleiche Urin-Ausscheidungs-Test wie beim Antibiotikum WS-4545 durchgeführt. Die Ergebnisse sind in der nachfolgenden Tabelle
zusammengestellt.
- 28 -
209318/1788
CVt
cn
ι
VO
SO
I?
rH -H
υ ω
■Η
•Η Ο
S3
•Η
Φ
Φ
!2;
VO
cn
H
H
HCO
H cm
H cm
CM CM
CM LTi
VO
CO ·
to, CQ
OO
ΟΛ ·
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CO VO
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VC O
H O
(D
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OC-C- · HC-
t— K-X
H · C-1-
CO
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CC' ·
in CO
ω ·
CVl ΓνΙ
PM
CJ
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ω -to cn
OO
C- ·
C- sj-
C- sj-
H'
O
O
in
c-
in
CMtO
CO ·
Ln
cn cm
mo
ι—S
CM H H CM
Vl
in · tnc-
vo to
H · CVl CM
H O
| 43V?, O |
cn * CM |
| 10-24 | cr>o |
| 8-10 | CMO |
| co I VD |
• in O · ΙΛΟ |
| VD | • H VO · inn |
| »d- - I CM |
LCVO |
| CM O |
• VD in · |
| η Kn | ί545 |
| Urir (mci |
^j co 3s |
209816/17IS
Acyl-
Ό«-ίο-«4ΛΊ derivat
Beispiel χ ^ 2 ^
• ΛΓ· Serum
.■ (mcg/ml)
| 8 | Benzoyl | 25 | .2 | 25 | .8 | 20 | .1 | 14 | .0 < | 14.0 |
| 7(A) | Butyryl | 16 | .9 | 20 | • I | 15 | .7 | <10 | .0- < | 10.0 |
| 3 | Paimi"fc oyi | 12 | .4 | 16 | .6 | 15 | .1 | 11 | •9 < | 10.0 |
2150393
Der Einfachheit halber und sur umfassenden Darstellung des
Antibiotikums WS-4545 und der Acyl-Derivate davon können
alle Verbindungen durch die folgende Formel
[IV]
worin R-, R2 und R3 jeweils für Wasserstoff oder eine
Äcylgruppe stehen,
dargestellt werden.
Die Verbindungen gemäß der Erfindung können für die Verabreichung in 3eder geeigneten Weise wie andere antibiotische
Substanzen formuliert werden.
Die Verbindungen gemäß der Erfindung können demgemäß in Form von pharmazeutischen Zubereitungen verwendet werden, beispieIs
weise in fester, halbfester oder flüssiger Form, die die
aktive WS-4545-Substanz und/oder ein Acyl-Derivat davon in
Mischung mit eineo pharmazeutischen organischen oder anorganischen
Träger oder einem Exclpienz geeignet für äußere oder
innere Anwendung enthalten. Der aktive Bestandteil kann beispielsweise
mit den üblichen Trägern für Tabletten, Pillen, Kapseln, Suppositorien, Lösungen, Emulsionen, wässrigen Suspensionen
oder anderen für die Anwendung geeigneten Formen
2 0-9· 18/1781
eompounöiert werden. Als Träger können "beispielsweise verwendet
v/erden Glucose» Lactose, Gum acacia, Gelatine, Mannit, Stärkepaste j Magnesiuratrisilicat, Talg, Maisstärke, Keratin,
colloidales Siliciurodioxyd, Kartoffelstärke, Harnstoff oder
andere auf diesem Gebiet übliche Träger in fester, halbfester
oder flüssiger Form. Zusätzlich können,Hilfsstoffe, Stabilisiermittel,
Verdickungsmittel, Farbstoffe und/oder Gescfaraacks-
und Geruchsstoffe verwendet werden. Die Zubereitungen gemäß
der !Erfindung können auch Konservierungsmittel oder bacteriostatische
Mittel enthalten, wodurch der aktive Bestandteil in der gewünschten Zubereitung aktiv erhalten wird. Die aktive
WS-4545-Substanz und/oder deren acylierte Derivate werden in
die Zubereitungen gemäß der Erfindung in einer solchen Menge eingearbeitet, als ausreicht, um den gewünschten therapeutisch
Effekt auf den bakteriell infizierten Prozeß oder Zustand zu erreichen. V/'enn auch die Dosis oder die therapeutisch
wirksame Menge der Verbindung in Abhängigkeit vom Alter und dem Zustand der jeweiligen Patienten, die behandelt werden
sollen, schwanken, so ist es doch bevorzugt eine tägliche Dosis von etwa 0.5 bis 5 g, vorzugsweise 1 - 2 g an aktivem
Bestandteil zur Behandlung von Krankheiten zu verabreichen, gegen die das Antibiotikum oder die Derivate nützlich sind.
Die Erfindung wird anhand der folgenden Beispiele erläutert.
Herstellung des Antibiotikums WS-4545
Beispiel 1
Beispiel 1
E3 wurden 6 Kolben mit einem Inhalt von 500 ml verwendet·
Jeder Kolben enthielt 100 ml des folgenden mit Leitungswasser
hergestellten vegetativen Mediums:
Stärke 2 # '
getrocknete Hefe 1 5^
Baumwollsamenmehl 1 $
Glutinraehl 1 #
Erdnußssehl 1 °ß>
KH2PO4 2.10 5^
Na?HPü4.12H2O " 1.43 ^ ' -32 -
209816/1788
-32- 2150S93
Dieses Medium wurde dadurch sterilisiert, daß es in. einem
Autoklaven etwa 50 Minuten lang auf 120 0C erhitzt wurde.
Dann wurde abgekühlt. Jeder Kolben wurde mit Sporen und
Myeel von Streptomyces aapporonensis ATCC 21532 geimpft, die
auf einer Agar-Schrägkultur gezüchtet worden waren. Die
Organismen wurden auf einem Schüttelapparat 48 Stunden lang bei etwa 30 0C wachsen gelassen.
Außerdem wurden in einen 30Liter-Tank aus rostfreiem Stahl
20 liter eines Fermentationsmediums gegeben,daß die gleichen Bestandteile wie oben angegeben erhielt. Das Medium wurde
dadurch sterilisiert, daß es 30 Minuten unter Druck auf etv/a 120 0C erhitzt wurde. Das abgekühlte Fermentationsmedium
wurde unter' aseptischen Bedingungen inifc der oben beschriebenen
vegetativen Impflmltmr in einer Menge von 3 Yolumprozent
bezogen auf das Medium geimpft. Dann wurde der Organismus
48 Stunden bei 30 0C gezüchtet. Während der Züchtungsperiode
wurde die Brühe mit einem Propeller gerührt, der 300 Umdrehungen pro Minute machte. Sterile Luft wurde durch die
Brühe in einer Menge von etwa 20 Liter Luft pro Minute durchgeleitet.
Nach Beendigung der fermentation wurde die Kulturflüssigkeit
filtriert, um das Mycel zu entfernen. Die Filtration wurde durch Zugabe von 1 i>
"Radiolite" (Warenzeichen für ein PiI-terhilfsstoff
der Firma Showa Chemical Company).erleichtert. Das Filtrat wurde auf pH 7.0 eingestellt, und es wurden 500 g
Aktivkohle zugesäbzt. Das Geraisch wurde 5 Minuten gerührt,
und dann wurde durch Filtration der Filterkuchen von Aktivkohle
abgetrennt. Zu diesem Filterkuchen wurden 10 Liter Wasser gegeben, und das Gemisch wurde gerührt. Der Filterkuchen
aus Aktivkohle wurde wiederum durch Filtration ge- . sammelt. Dann wurde der Filterkuchen aus Aktivkohle, der das
wirksame Antibiotikum enthielt, mit 5 Liter von 50^igera
wässrigen Aceton extrahiert, wobei 5 Minuten gerührt wurde. Diese Eztraktions-Operation wurde 2 χ durchgeführt. Die vereinigten
wässrigen Acetonschichten wurden konzentriert, wobei eine Sirup-ähnliche Substanz erhalten wurde. ,.,
209818/1781
Diese Substanz wurde durch eine Kolonne geleitet, die mit
Zellulose gefüllt war. Es wurde mit wässrigen? Butanol eluiert
Zur Untersuchung wurden die einseinen aufeinanderfolgenden
Fraktionen gesammelt. Die Fraktionen, die eine antimikrobiell
Aktivität besaßen, wurden vereinigt und konzentriert, wobei eine gelbe, ölige Substanz erhalten wurde. Diese,ölige Substanz
wurde durch eine Kolonne geleitet, die mit Kieselsäure gefüllt war. !Nachdem die Kolonne mit Chloroform gewaschen
worden war, wurde mit einem Geraisch aus Chloroform und Methanol
(5 : 1) eluiert.· Die aufeinanderfolgenden Fraktionen v/urden
jeweils gesammelt. Diejenigen Fraktionen, die eine "antimikrobielle
Aktivität besaßen, wurden vereinigt und konzentriert, Der Rückstand wurde der Gefriertrocknung unterworfen,
wobei 350 rag eines weissen Pulvers erhalten wurden. Das Pulver wurde in 20 ml heissera Aceton gelöst. Die Acetonlösung
wurde in einem Kühlschrank aufbewahrt., wobei 300 mg des Antibiotikums \IS-4545 in Form von Kristallen (rhombisches
System) erhalten wurden.
Zu einer gemäß Beispiel 1 erhaltenen Kulturbrühe wurden 1 i»
Radiolite gegeben, und es wurde filtriert. Zu 14 Liter des Filtrats, das auf pH 7.0 eingestellt war, wurden 400 g
Aktivkohle gegeben, und das Gemisch wurde 20 Minuten gerührt. Nach Filtrieren wurde der Filterkuchen aus Aktivkohle mit
5' Liter Wasser gewaschen und dann mit 3 Liter eines Gemisches
aus Äthylacetat und Methanol (5:1) extrahiert. Diese Extraktion wurde zweimal durchgeführt. Die Extrakte wurden
vereinigt und unter vermindertem. Druck konzentriert, wobei etwa 50 ml erhalten wurden. Zu diesem Konzentrat (einer
Sirup-ähnlichen Substanz) wurden 20 al Aceton gegeben, und die Acetonlösung wurde filtriert, um Verunreinigungen ztjfentfernen.
Das Filtrat wurde konzentriert. Der Rücketand wurde
getrocknet und dann durch eine Kolonne geleitet, die mit
Silicagel gefüllt war. Dann wurde mit Chloroform aufgefüllt,
und Chloroform wurde durch die Kolonne geleitet, um. Verun-
' - 34 -
209816/1781
reinigungen .zu entfernen. Das Eluieren vnirde mit Aceton §
durchgeführt. Die aufeinanderfolgenden Fraktionen wurden zur
Untersuchung gesammelt. Diejenigen Fraktionen, die eine antimikrobiell Aktivität zeigten, wurden vereinigt und
konzentriert, wobei 1.25 g weisse Kristalle erhalten wurden. Die Kristalle wurden durch Zugabe einer geringen Menge
Methanol pulverisiert, und dann wurde das Pulver aus Aceton umkristallisiert, wobei 1.0 g des Antibiotikums WS-4545 in
Form von weissen Nadeln (monoclinischeö System) erhalten wurden.
In 6 Kolben mit einem Fassungsvermögen von jeweils 500 ml
wurden jeweils 100 ml des nachfolgenden mit Leitungswasser
hergestellten vegetativen Mediums gegeben:
| Stärke. | 2 | .18 |
| Baumwollsamenmehl | 1 | .43 |
| Glutinmehl | 1 | |
| MgGl2·6H2O | 1 | |
| KH2PO4 | 2 | |
| Ha2HPO4-' 12H2O | 1 | |
Dieses Medium wurde in üblicher Weise sterilisiert,- und jeder
Kolben wurde mit Sporen und Mycel von Streptomyces
sapporonensis ATCO-21532 geimpft. Der Organismus wurde 48
Stunden lang auf einem Si
dieaem Medium gezüchtet.
dieaem Medium gezüchtet.
Stunden lang auf einem Schüttelapparat bei etwa 30 0G in
In einen 30Liter-Tank aus rostfreiem Stahl wurden 20 Liter
eines Fermentationsmediums gegeben, daß die gleichen Bestand« teile wie oben enthielt. Das Kulturmedium wurde dadurcfc ster
lisiert, daß es etwa 30 Minuten lang auf etwa 120 0C unter
Druck erhitzt wurde. Dann wurde abgekühlt. Das Medium wurde aseptisch mit der oben besohriebenen vegetativen Impfkultur
geimpft in einer Menge voi* 3 Volumprozent "besogen auf da β
Medi::3. Dazsi A'urde dar Ox^snicaus 42- Stunden bei 30 0C ge- -
209118/178
züchtet. Während der Wachstumsperiode wurde die Brühe mit
einem Propeller gerührt, der 300 Umdrehungen pro Minute nachte. Sterile Luft in einer Menge von 20 Liter steriler
Luft pro Minute wurde durch die Brühe geleitet.
Nach Beendigung der Fermentation wurde die Kulturflüssigkeit filtriert, um das Mycel zu entfernen. Die Filtration wurde
durch Zugabe von 1 £ "Radiolite" als Filterhilfsstoff erleichtert.
Zum Filtrat wurden etwa 200 g Aktivkohle gegeben, und das Gemisch wurde 10 Minuten gerührt. Handera das Gemisch
filtriert worden war, wurden zum Filterkuchen aus Aktivkohle 10 Liter Wasser gegeben, und dieses Gemisch wurde gerührt
und dann filtriert. Zu dem gesammelten Filterkuchen aus Aktivkohle wurde ein Gemisch aus 4 Liter Äthylacetat und 2
Liter Äthanol gegeben, und das Gemisch wurde 10 Minuten gerührt und dann filtriert, wobei ein Filtrat und der Filterkuchen
aus Aktivkohle erhalten wurden. Dieser Filterkuchen wurde wiederum mit einem Gemisch aus 2 Liter Äthylacetat und
1 Liter Methanol in gleicher Weise behandelt, wobei ein Filtrat erhalten wurde. Beide Filtrate wurden kombiniert und
konzentriert, wobei eine Sirup-ähnliche Substanz erhalten wurde. Zum Sirup wurden 100 g "Radiolite" gegeben, und das
Geraisch wurde unter vermindertem Druck bei 30 0C getrocknet.
Die getrockEte Substanz wurde mit einem Gemisch aus 300 ml Aceton und 100 ml Methanol extrahiert. Diese Extraktion wurde
zweimal durchgeführt. Die so erhaltenen Extrakte wurden vereinigt und konzentriert, wobei ein gelber, öliger Rückstand
erhalten wurde. Diese ölige Substanz wurde durch eine mit Kieselsäure gefüllte Kolonne geleitet. Anschlieseend wurde
Chloroform durch die Kolonne geleitet, um Verunreinigungen zu entfernen. Die Eluierung wurde mit einem Gemisch aus Chloroform
und Methanol (5:1) durchgeführt. Die Fraktiontn, die
eine antimikrobiell Aktivität besaßen, wurden gesammelt und
konzentriert. Das Konzentrat wurde stehengelassen, wobei 900 mg weisse Prismen-Kristalle erhalten wurden. Diese Kristalle
wurden aus einem Gemisch aus Methanol und Aceton umkristallisiert,
wobei 800 mg des Antibiotikums WS-4545 a la Kristalle
- 36 -
209816/1788
erhalten wurden die mit dem in Beispiel 1 erzeugten WS-4545
identifiziert wurden. .
Herstellung von Acyl-Derivaten des Antibiotikums WS-4545
Das Antibiotikum V/S-4545 wurde als Ausgangsmaterial zur Herstellung
von Acyl-Derivaten verwendet und nachfolgend hierfür als "WS~4545-Su'bstanzlt bezeichnet.
Zu einer Lösung von WS-4545-Substanz (100 mg) in Pyridin
(0.5 nl) wurde tropfenweise unter Kühlung auf -100G Essigsäureanhydrid
(0.5 ml) gegeben, und das Gemisch wurde 3 Stunden gerührt. Zum Reaktioiisgeroisch wurde Eiswaser gegeben,
und die Lösung wurde der Gefriertrocknung unterworfen. Die gefriergetrocknete Substanz wurde aus einem Gemisch aus Aceton
und Äther umkristallisiert, wobei Kristalle erhalten wurden, die aus Aceton umkristallisiert wurden. Dabei wurden 50 mg
des Essigsäureesters 4er WS-4545-Substanz in Fora von Prismen
erhalten, die bei 213 bis 215 C schmolzen.
| Analyse: | C14H20°8N2 | C | 83 | 5 | H | N | 14 |
| 48. | 91 | 5 | .86 | 8. | 08 | ||
| berechnet : | 48. | .81 | 8. | ||||
| gefunden : | |||||||
| Beispiel 2 | |||||||
(12.08 g in Pyridin (48 ml) ) Zu einer Lösung von WS-4545-Substanz/wurde tropfenweise
Propionsäureanhydrid (7.8 g) unter Rühren und Kühlen auf -5 bis -100G gegeben, was 1.5 Stunden in Anspruch nahm. Zu
diesem Reaktionsgemische da3 über Nacht stehen gelassen worden
war, wurde Wasser (100 ml) gegeben, und die Lösung wurde unter vermindertem Druck konzentriert. Der Rückstand wurde in
Wasser (100 al) gelost, und die Lösung wurde mit Äthylacetat ^_____ · - 37
209816/1788
gewaschen und dann unter vermindertem Druck konzentriert. Der Rückstand wurde aus Äthylacetat umkristallisiert, wobei
4.6 g Propionsäureester der WS-4545-Substanz als farblose
!Tadeln mit dem Schmelzpunkt 178 bis 179 0C erhalten wurden..
| Analyse: | C15H22IT2O8 | C | 27 | 6 | H | 7 | N | |
| 50. | 18 | 6 | .19 | 7 | .82 | |||
| berechnet: | 50. | .25 | .51 | |||||
| gefunden : | ||||||||
| Beispiel | 3 | |||||||
Zu einer Lösung von WS-4545-Substanz (6.04 g) in Pyridin
(350 ml) wurde tropfenweise Palmitoylchlorid (5.81 g) unter
Rühren und Kühlung in einem Eisbad gegeben. Dies dauerte eine Stunde. Das Gemisch wurde bei dor gleichen Temperatur eine
v/eitere Stund ο und dann bei Zimmertemperatur eine Stunde gerührt.
Zum Reaktionsgeraisch wurde kaltes Wasser (60 ml) gegeben,
und die Lösung wurde unter vermindertem Druck konzentriert. Der Rückstand wurde in Äthylacetat gelöst, und die
Lösung wurde mit Wasser, 2.5#iger Salzsäure, wässriger Natrium bicarbonat-Lcsung und Wasser nacheinander gewaschen und dann
über Magnesiumsulfat getrocknet. Das Lösungsmittel wurde abdestilliert, und der Rückstand wurde zweimal aus einem Gemisch
aus Acetonitril und Isopropyläther umkristallisiert.
Dabei wurden 5.0 g des Palmitinsäureesters von ViS-4545-S-ubstanz
als farblose Kristalle miljaem Schmelzpunkt 156 bis
157 0C erhalten.
Analyse
| C28H48N2°8 | C | .20 | H | 95 | 5 | N |
| berechnet: | 62 | .14 | 8. | 17 | 5 | .18 |
| gefunden : | 62 | 9. | .05 | |||
Im wesentlichen nach dem gleichen Verfahren, wie es in den
obigen Beispielen beschrieben, wurde, wurden die Acyl-Derivate
(d.h. Carbonsäureester?) von Wß-4545-Substanz erhalten, die
209816/1788
in den nachfolgenden Beispielen 4 und 5 erwähnt sind.
Beispiel 4
Ausgangsmaterial:
Substanz VS-4545 : 3.02 g
Crotcnsaureanhydrid : 3.02 g
Crotcnsaureanhydrid : 3.02 g
iiößungsiDittel für das Umkristallisieren:
G-eiaisch aus Acetonitril und Isopropyläther.
AIc Acylderivat wurde der Crotonsäureester.von WS-4545-Substanz
erhalten in Form von farblosen !!adeln. Ausbeute: 1.0 g,
| P. | • | 148 bis 150 | 0C. | C | 88 | 5 | H | 7 | II |
| Analyse : | C16H22N2O8 | 51. | 92 | 6 | .99 | 7 | .56 | ||
| 51. | .09 | .40 | |||||||
| berechnet : | |||||||||
| Bei | gefunden : · | ||||||||
| spiel 5 | |||||||||
Ausgangsstoffe :
Substanz WS-4545 : 3.0 g
Cyclohexancarbonylchlorid : 1.6 g
Cyclohexancarbonylchlorid : 1.6 g
lösungsmittel für die Umkristallisation:
Äthylacetat.
Als Acylderivat wurde der Cyclohexancarbonsäureester in Porin von farblosen Prismen erhalten. Ausbeute: 1.5 g. P. 183 "bis
185 0C (Zersetzung).
Analyse :
berechnet: gefunden :
| C | 33 | 6 | H „ | 6 | N |
| 55. | 07 | 6 | .84 | 6 | .79 |
| 55. | .86 | .60 | |||
- 59 -
209816/1788
Eine Lösung der WS-4545-3ubstanz (500 rag) in Pyridin (200 ml)
wurde tropfenweise mit Essigsäureanhydrid (2 ml) bei Zimmertemperatur
versetzt, und das Gemisch wurde 5 Stunden gerührt. Durch Eins teilen·des Reaktionsgemisches in Eiswasser wurden
Kristalls abgeschieden. Die Kristalle wurden durch Filtration ge ca an;-alt und mit Wasser gewaschen und dann mit Methanol umkristallisiert,
wobei 600 mg des Tri-Essigsäureesters der WG-4545-SubEtans erhalten wurden in Form von farblosen Priscien,
die bei 247 bis 250 C (Zersetzung) schmolzen.
Anal-yse : ci8II240
berechnet: gefunden :
| C | 46 | 5 | H | N |
| 50. | 42 | 5 | .65 | 6.54 |
| 50. | .55 | 6.73 | ||
(A) Zu einer Lösimg der WS-4545-Substanz (30.2 g) in Pyridin
(90 al) wurde tropfenweise n-Butteraäureanhydrid (17.4 g)
bei Zimmertemperatur unter Rühren gegeben. Dies dauerte eine Stunde. Das Gemisch wurde dann eine Stunde gerührt. Zum Reaktionsgemisch
wurde Wasser gegeben, und die Lösung wurde unter vermindertem Druck konzentriert. Der Rückstand wurde
in Äthylacetat gelöst, und die Lösung wurde mit wässriger 17atriuiabicarbonat-Lö3ung und dann mit Wasser gewaschen. Anschliessend
wurde über Magnesiumsulfat getrocknet. Das Lösungsmittel
wurde unter vermindertem Druck abdestilliert* und der Rückstand v/urde mit Isopropyläther gewaschen, wobei
rohe Kristalle erhalten wurden. Die Kristalle wurden aus einem Gemisch aus Äthylacetat und Benzol umkristallisieirt,
wobei Kristalle erhalten wurden, die dann mit Isopropyläther gewaschen und getrocknet wurden. Dabei wurden 24.3 g des
n-Buttersäureesters von WS-4545-Substsnz als farblose Kristall
mit dem Sobnielspualct 139 bis 140 0G erhalten.
■ - 40 -
209818/178t
Analyse : C16H24N2O3
| C | 60 | 6 | H | 7 | Ή | |
| berechnet: | 51. | 53 | 6 | .50 | 7 | .52 |
| gefunden : | 51. | .58 | .34 | |||
(B) Die bei der obigen Umkristallisation erhaltene Mutterlauge
wurde unter vermindertem Druck eingeengt. Der Rückstand wurde
unter 'Verwendung einer mit Silicagel gefüllten Kolonne der Chromatographie unterworfen. Da3 Eluieren wurde mit einem Gemisch
aus Chloroform und Methanol (15 : 1) durchgeführt. Das Eluat wurde unter vermindertem Druck konzentriert, und der
Rückstand vurde aus einem G-emisch aus Äthylacetat und Benzol
umkristsillisiert. Dabei wurden 2.0 g Di-n-buttersäureester
von WS-4545-Substanz als farblose Kristalle mit dem Schmelzpunkt
160.5 bis 162.5 0C erhalten.
| Analyse : | G2OH3ON2O9 | C | .29 | 6 | H | 6 | N |
| 54 | .10 | 6 | .83 | 6 | .33 | ||
| berechnet: | 54 | .84 | .16 | ||||
| gefunden : | |||||||
| Beispiel 8 | |||||||
Zu einer Lösung von WS-4545-Substanz (12.08 g) in Pyridin (36 ml) wurde tropfenweise Benzoylchlorid (6.7 g) bei Zimmertemperatur unter Rühren gegeben. Das dauerte eine Stunde. Das
Gemisch wurde eine weitere Stunde lang gerührt. Dann wurde Wasser zugefügt. Die Lösung wurde unter vermindertem Druck
konzentriert, und der Rückstand wurde in Äthylacetat gelöst. Die Lösung wurde mit Wasser, wässriger ITatriumbicarbonat-Lösung
und Wasser nacheinander gewaschen und über Magnesiumsulfat
getrocknet. Das Lösungsmittel wurde unter vermindertem Druck abdeatilliert, und der Rückstand wurde aus einem Gemisch
aus Äthylacetat und Äther umkristalliaiert, wobei 12.0 g des Benzoesäureester von WS-4545-Substanz erhalten wurden.
Die sind farblose Ilrictalle mit dea Schmelzpunkt 135 C
- 41 -
209816/1788
Analyse j C^gH22^2 °8
"berechnet: gefunden :
| O | 15 | 5 | H | N |
| 56. | 92 | 5 | .46 | 6.89 |
| 55. | .42 | 6.69 | ||
Zu einer Lösung der WS-4545-Substanz (2.0 g) in Pyridin (6 ml) wurde tropfenweise p-Chlorbenzoylchlorid (1.4 g) unter
Kühlung mit einem Eiebad gegeben. Dies dauerte etwa 30 Minuten Das Gemisch wurde bei der gleichen Temperatur eine Stunde
stehengelassen. Danach wurde das Eisbad weggenommen und die Reaktion wurde 3 Stunden lang fortschr-eiten gelassen. Dann
wurden 50 ml Eiswasser zum Reaktionsgemisch gegeben, und die Lösung/mix Äthylacetat extrahiert. Die Äthylacetatschicht
wurde mit Wasser, 2^iger wässriger Natriurabicarbonat-Iösung und Wasser nacheinander gewaschen und über Magnesiumsulfat
getrocknet. Das Äthylacetat wurde abdestilliert, und der Rückstand wurde aus Äthylacetat umkristallisiert. Diese UmkristaO
sation wurde zweimal durchgeführt. Dabei wurden 0.9 g p-Chlorbenzoesäureester von WS-4545-Substanz als farblose
Kristalle mit dem Schmelzpunkt 135 bis 137 0C erhalten.
| 51 | .84 | 4 | .79 | 6 | .34 | 8 | .03 |
| 51 | .67 | 4 | .75 | 6 | .23 | 8 | .30 |
Analyse : C1OH2128
C H F Gl
berechnet: gefunden :
In gleicher Weire wie in den Beispielen 8 und 9 wurden die
Acyl-Derivate (d.h. Carbonsäureester) von WS-4545-Substanz
erhalten, die in den nachfolgenden Beispielen 10 bis 16 "beschrieben
sind.
Ausgangsstoffe :
Subßtanz WS-4545 : 6.04 g
ϊη-Brümtenzoylehlorid : 4.8 fr.
- 4a -
209816/1788
lösungsmittel für das Umkristallisieren ι
Äthylaoetat
Als Acyl-Derivat wurde der m-Broiabenzoeeäureester von WS-4545-Substanz
als farblose Kristalle erhalten. Ausbeute: 6.0g. • I JO Kj ·
| Analyse : | O1QH21Ii2S10S | C | .02 | 4 | H | 5 | N |
| 47 | .96 | 4 | .36 | 6 | .77 | ||
| berechnet: | 46 | .35 | .04 | ||||
| gefunden : | |||||||
| Beispiel 11 | |||||||
Ausgangsstoffe :
Substanz V/S-4545 : 6.04 g ■
p-Bromöenzoylchlorid : 4.8 g
lösungsmittel für die Umkristallisation : Äthylacetat.
Als Acylderivat wurde der p-Brombenzoesäureester von V/S-4545-Substanz
in Form von farblosen Nadeln erhalten. Ausbeute: 6.8 g. F, 144 bis 145 0C.
N.M.R. Spectrum :*F(ppm) = 1.96 - 2.33 (Triplett)
Beispiel 12
Ausgangsstoffe :
Substanz V/S-4545 : 3-0 g 3,4-Dimethylbenzoylchlorid : 1.85 g.
lösungsmittel für das Umkristallisieren : Äthylacetat.
Als Acylderivat wurde der 3,4-Dimethy!benzoesäureester von
WS-4545~Substan2i in Form von farblosen Kristallen erhalten.
Ausbeute: 1.8 g, F. 128 bis 130 0C.
' - 43 -209816/1780
| C | .06 | 6 | H | 6 | H |
| 58 | .30 | 6 | .03 | 6 | .45 |
| 58 | .26 | .32 | |||
Analyse: C21Hp^lT2Og
berechnet: gefunden :
Ausgangsstoffe :
Substanz WS-4545 : 2.0 g
p-Acetoxybenzoylchlorid : 1.6 g.
p-Acetoxybenzoylchlorid : 1.6 g.
Lösungsmittel für das Umkristallisieren :
Gemisch aus Äthylacetat und Benzol.
Als AcyIderivat wurde der p-Acetoxybenzoesäureester von
WS-4545-Substanz in Form von farblosen Kristallen erhalten.
Ausbeute: 0.5 g. F. 130 bis 13?- 0C
N.M.R. Spectrum : *Γ(ρρΐο)
7.68 (Singlett 3H)
2.69 (Dublett 2H)
1.94 (Dublett 2H)
1.94 (Dublett 2H)
I.R. Spectrum : 1760 cm~
Ausgangsstoffe :
Substanz V/S-4545 : 2.4 g
p-Chlorphenoxyacetjrlchlorid : 2.6 g.
p-Chlorphenoxyacetjrlchlorid : 2.6 g.
Lösungsmittel für das Umkristallisieren :
Äthylacetat.
Als Acylderivat wurde der p-ChlorphenoXyessigsäureeeter von
WS-454i5"Substanz in Form von fablosen seidigen »adeln
erhalten. Ausbeute: 1.3 &'* F. 128 - 131 0C.
Analyse :
C H N Ol
berechnet: 51.02 4.92 5.95 7.53
gefunden : 50.78 4.88 5.97 7.60
2099 ^6/T 788
Ausgangsstoffe :
Substanz WS-4545 : 3.0 g
Cinnaiocylchlorid : 1.9 g.
Lösungsmittel für das UiDkristalliöieren : Gemisch au3 ChI roforra und Äther (1 : 1).
Als Aoylderivat wurde der Zimtsäureester von WS-4545-Substanz
in Form von farblosen Prismen erhalten. Ausbeute: 1.5 g. P. 150 0C (Zersetzung).
Analyse: C21H24N2°8
| • | ■ | berechnet: | C | 33 | UI | H | (Tv | N |
| Beispiel | gefunden : | 58. | 16 | 5 | .59 | 6 | .48 | |
| 16 | 58. | .•62 | .20 | |||||
Ausgangsstoffe :
Substanz WS-4545 : 3.0g P-Phenylpropionylchlorid : 1.7 g.
Lösungsmittel für das Umkristallisieren : Acetonitril.
Als Acylderivat wurde der #~Phenylpropionsäureester von
WS-4545-Substanz in Form von farblosen Nadeln erhalten. Ausbeute: 1.6 g. P. 153 0C (Zersetzung).
Analyse : Co-|H26N2°8
berechnet: gefunden :
(A) Zu einer Lösung von WS-4545-Substanz (6.04 g) in Pyridin
(18 ml) wurde tropfenweise Benzoylchlorid (7.0 g) untfcr Rühren
| C | 06 | 6 | H | 6 | N |
| 58. | 95 | 6 | .03 | 6 | .45 |
| 57. | .18 | .31 | |||
209816/178S
bei Zimmertemperatur gegeben. Dies dauerte eine Stunde. Das
Gemisch wurde eine v/eitere Stunde lang gerührt und dann über Nacht stehen gelassen. Zum Reaktionsgenlsch wurde Wasser gegeben,
und das lösungsmittel wurde unter vermindertem Druck destilliert. Der Rückstand wurde in Ithylacetat gelöst. Die
Lösung v/urde mit Wasser, wässriger Natriumbicarbonatlösung und Wasser nacheinander gewaschen und über Magnesiumsulfat
getrocknet. Das Lösungsmittel wurde unter vermindertem Druck abdestilliert, und der Rückstand wurde in einer Kolonne auf
Silicagel adsorbiert. Die gewünschte Verbindung, die in der
Kolonne am Silicagel adsorbiert war, wurde mit einem 'Gemisch
aus Chloroform und Äthylacetat (9:1) eluiert. Das Eluat wurde unter vermindertem Druck konzentriert, und der Rückstand wurde
aus Benzol umkristallisiert, wobei 1.C2 g Tribenzoesäureester
von WS-4545-Substanz als farblose Kristalle mit dem Schmelzpunkt
165 0C erhalten wurden.
Analyse : ß33
| C | .49 ■ | 4 | H | 4 | N |
| 64 | .19 | 4 | .92 | 4 | .56 |
| 64 | .88 | .36 | |||
berechnet: gefunden :
(3) Nachdem der Tribenzoesäureester von WS-4545 wie oben beschrieben
eluiert worden war, wurde die Silicagel-Kolonne mjt einem Gemisch aus Chloroform und Methanol (19 : 1) wiederum
eluiert. Das Eluat wurde konzentriert, und der Rückstand wurde aus Chloroform umkristallisiert, wobei 2.01 g des
Dibenzoesäureester WS-4545-Substanz als farblose Kristalle
erhalten wurden, die bei 209 0C schmolsen. Anal7/se : ^26^26^2^9
berechnet: gefunden :
| C | 17 | 5 | H · | N |
| 61. | 30 | 5 | .13 | 5.49 |
| 61. | .12 | 5/45 | ||
209816/1788
Zu einer Lösung von WS-4545-Substanz (2.0 g) in Pyridin
(12 ml) wurde unter Kühlung in einem Eiewasserbad Nikotinsäure anhydrid (0.8 g) gegeben, und da3 Gemisch v/urde 1.5 Stunde
lang gerührt. Danach wurde das Kühlbad weggenommen, und das
Reaktionsgemisch weitere 5 Stunden gerührt. Zum Reaktionsgemisch wurde Wasser gegeben, und die lösung wurde unter vermindertem
Druck konzentriert. Der Rückstand wurde mit Äthylacetat extrahiert^ und die Äthylacetatschicht wurde mit.
wäßriger Natriurabicarbonatlösung gewaschen und über Magnesiumsulfat
getrocknet. Das Äthylacetat wurde abdestilliert, und der Rückstand wurde aus Äthylacetat umkri3tallisiert, wobei
0.8 g Ilikotinsäureester von WS-4545-Substans als schwach
ge'lbe Kristalle mit dem Schmelzpunkt 143 0C erhalten wurden.
Anal3rse : C1QHo1OoN^
| C | 07 | 5 | H | N | 32 | |
| berechnet: | 53. | 79 | 5 | .20 | 10. | 09 |
| gefunden : | 52. | .33 | 10. | |||
In der gleichen V/eise, wie sie im Beispiel 18 beschrieben wurde, wurden die Acylderivate (d.h. Carbonsäureester) von
VS-4545-Sabstanz erhalten, die in den nachfolgenden Beispielen
19 und 20 beschrieben sind.
Ausgangsstoffe :
Substanz WS-4545 : 3.02 g 2-Thenoylchlorid : 1.57 g.
Lösungsmittel für die Umkristallisation :
Gemisch aus Äthylacetat und Benzol.
Ils Acylderivat wurde der 2-Thiopher.carbonsäureester in Form
von Kristallen erhalten. Ausbeute: 2.27 g. i1. 125 0C.
- 47 -
209816/1788
Ana Iy 3 e : C.. ^H2q^t
| C | H | II | |
| berechnet: | 49.51 | 4.89 | 6.79 |
| gefunden : | 49.45 | 4.70 | 6.57 |
| .Be.ic ρ:IeI 20 | • |
Ausgangsstoffe :
Substanz Y.'S--4545 : 1.0 g
5~Chlor-2-bensothiazolinon-3-acetylchlorid : 0.75 g.
5~Chlor-2-bensothiazolinon-3-acetylchlorid : 0.75 g.
Lösungsmittel für daa Umkristallisieren :
Gemisch aus Acetonitril und Äthylacetat.
Als Acyiderivat wurde der 5-Chlor-2~benzothiazolinon-3-e.°aigsäureester
von Y/S~4545-Substanz in Form von farblosen Plättchen erhalten. Ausbeute: 0.7 g. F. 159 bis 160 0C (Zer-
| setsung), | C21H22O9Ii | • | C | • | .77 | 4 | H | 7 | N | 6 | S | 6 | Cl |
| Analyse : | -SCl | 47 | .84 | 4 | .20 | 8 | .96 | 6 | .07 | 6 | .72 | ||
| berechnet | 47 | .34 | .04 | .33 | .79 | ||||||||
| gefunden | |||||||||||||
| 21 | |||||||||||||
| Beispiel | |||||||||||||
(A) Zu einer lösung von WS-4545-Substanz (3.02 g) in Pyridin (13 al) v/aräe tropfenv/eise 2-Puroylchlorid (1.43 g) unter
Kühlen auf -5 bis-3O0C und Rühren gegeben. Dies dauerte
30 Minuten. Das"Gemisch wurde bei der gleichen Temperatur
2 Stunden lang gerührt. Dann wurden 40 ml Wasser zugegeben. Das Lösungsmittel wurde unter vermindertem Druck abdestilliert,
und der Rückstand wurde in Wasser gelöst. Die Lösung wurde mit Äthylacetat gewaschen und dann mit natriumchlorid gesättigt.
Die Lösung wurde dann mit Äthylacetat extrahiert, und die Äthylacetatschicht wurde mit wässriger Natriumbicarbonatlöüung
rewaschen und über Magnesiumsulfat getrocknet. Das Lösungsmittel wurde unter vermindertem Druck abdestilliert,
- 43 -
209816/1703 ORIGINAL
und der Rückstand wurde aus einem Gemisch von Äthylacetat
und Benzol urakristallisiert, wobei 0.93 g 2-ITurancarbonsäureester
von V/S~4545-Substanz als farblose Kristalle mit dem
Schmelzpunkt 125 0C erhalten wurden.
Analyse : C^
| C | .51 | 5 | H | 7 | Ν |
| 51 | .32 | Ul | .09 | 7 | .07 |
| 51 | .03 | .11 | |||
berechnet: gefunden :
(B) Die bei der obigen !^kristallisation erhaltene Mutterlauge
wurde unter verminderten Druck konzentriert, und der Rückstand v/urde an Silicagel in einer Kolonne adsorbiert. Dann wurde
mit einem Geroisch aus Chloroform und Methanol (15 : 1)
eluiert. Daβ Eluat wurde unter vermindertem Druck konzentriert,
und der Rückstand wurde aus einem Gemisch aus Chloroform und Methanol unakristallisiert, wobei 0.6 g Di-2-furancarbonsäureester
von VS-4545-Substanz als farblose· liristalle mit
dem Schme
Analyse :
dem Schmelzpunkt 183 bis 184 C erhalten wurden.
| C | 88 | 4 | H | 5 | N |
| 53. | 66 | 4 | .52 | .71 | |
| 53. | .33 | .53 | |||
berechnet: gefunden :
Zu einer Lösung von p-Brombsnzoesäureester von VS-4545
(1»ö g), der gemäß Beispiel 11 erhalten worden war,
in Pyridin (3 ml) wurde tropfenweise Essigsäureanhydrid (3.0 ml unter Rühren bei Zimmertemperatur gegeben. Dies dauerte 20
Minuten* Das Gemisch wurde bei Zimmertemperatur weitere 4 Stunden lang gerührt. Dann wurde Wasser zugefügt. Die Lösung
wurde unter verminderten» Druck konzentriert, und der Rückstand
wurde in Wasser gelöst. Die Lösung wurde mit Wasser, wässriger
Natriumbicarbonatlösung und Wasser nacheinander gewaschen und
über Magnesiumsulfat getrocknet. Das Lösungsmittel wurde unter verminderte« Druck abdestilliert, und der Rückstand wurin
- 49 -
2 0 9 3 16/1788
BAD
1
einer Kolonne an Silicagel adsorbiert und mit einem Gemisch
aus Chloroform und i'ithylacetat (8 : 2) eluiert. Das Eluat
wurde unter vermindertem Druck konzentriert, wobei rohe
Kristalle erhalten wurden. Diese wurden aus einem Gemisch aus Äthylacetat und Benzol umkristallisiert, wobei 0.5
Di-acetyl - p-broabenzoyl-Derivat von WS-4545-Substanz als
.farblose Kristalle mit dem Schmelzpunkt 210 0C erhalten wurden.
| Analyse | : C23H25IT2BrO10 | 48. | 52 | 4 | .43 | 4 | .92 |
| berechnet: | 48. | 56 | 4 | .78 | 4 | .47 | |
| gefunden : | |||||||
| Beispiel | 23 | ||||||
Zu einer Lösung von p-Brombenzoesäureester von VS-4545-Substanz
(2.0 g) in Pyridin (6 ml) wurde tropfenweise Benzoylchlcrid (1.45 g) bei Zimmertemperatur unter Rühren gegeben.
Dies dauerte 30 Minuten. Das Gemisch wurde bei Zimmertemperatur weitere 5 Stunden gerührt und über Nacht stehengelassen.
Zum Reaktionogeraisch wurde Wasser gegeben, und es wurde unter
verhindertem Druck konzentriert. Der Rückstand wurde in
Äthylacetat gelöst und mit Wasser, wässriger Natriumbicarbonatlösung
und V/asser gewaschen. Nachdem die Lösung getrocknet wprden war, wurde das Lösungsmittel unter vermindertem Druck
abdestilliert. Der Rückstand wurde in einer Kolonne, an Silicagel adsorbiert, und e3 wurde mit Chloroform eluiert. Das
Eluat wurde unter vermindertem Druck konzentriert, wobei rohe Kristalle erhalten wurden. Diese wurden aus Äthylacetat
umkristallisiert, wobei 1.51 g Dibenzoyl-p-bronbenzoyl-Derivat
von W3-4545-Substanz als farblose Nadeln mit dem Schmelzpunkt
177 bis 178 0C erhalten wurden.
Zu einer Lösung von m-Brombenzoesäureester von WS--4545
(2.0 g), der gemäß Beispiel 10 erhalten worden war,
-
209816/1788 BAD ORiQtNAL
in Pyridin (6 ml) wurde tropfenweiae Essigsäureanhydrid
(40 ml) unter Kühlung und Rühren gegeben. Dies dauerte 30 Minuten. Bas Gemisch wurde weitere 3 Stunden gerührt und in
einem Kühlschrank über Nacht stehengelassen. Zum Reaktionsgelaisch
wurde V/asser gegeben, und die Lösung wurde unter vermindertem Druck konzentriert. Der Rückstand wurde mit Wasser
gewaschen und getrocknet, wobei rohe Kristalle (2.2 g) erhalten
wurden. Diese wurden aus Aceton umkristallisiert, wobei das Diacetyl-m-brorabenzoylderivat von WS-4545-Substanz als
Kristalle mit dem Schmelzpunkt 217 bis 218 0G erhalten wurde.
Pharmazeutische Zubereitung zur Injektion. Die benötigten Mengen des sterilen Antibiotikums V/S-4545 und steriler Harnstoff
wurden eingewogen. Diese wurden gleichmässig vermischt
und in Ampullen gegeben, so daß jede Ampulle 250 ng der aktiven Substanz enthielt. Die Ampullen wurden hermetisch verschlossen,
um Bakterien fernzuhalten. Wenn die Ampullen verwendet
werden, wird eine entsprechende Menge von sterilem pyrogenfreiern Wasser in die Ampulle gegeben, und der Inhalt
der Ampulle wird verabreicht.
Eine geeignete Zubereitung für eine Tablette besteht aus den
folgenden Bestandteilen;
(1) Benzoesäureester von 2 WS-4545
(2) Mannit 90
(3) Stärke 6
(4) Magnesiuiostearat 2
- 51 --
209816/1788
Eeicpiel 2?
Eine geeignete Zubereitung für ein Suppositorium besteht aus den folgenden Bestandteilen:
(1) Essigsäureester von 2,500 WS-4545
(2) Dihydrat dec Dinatriumcalzes 900
der Jvthylendiarcintetra-
eaeigsäure
(3) Witspsol H 12 124,000
(Suppocitoorienmarse der
Cheirischen Werke V/itten;
V/a renn eichen)
Patentansprüche :
?P9S1G/1789
Claims (28)
- Patentansprüche"CL/ Neues Antibiotikum WS-4545 und dessen Derivate der allgemeinen Formel IVCH0 ORx[IV]v/orin R1, R2 und R~ jeweils für Wasserstoff oder eine Äcylgruppe stehen.
- 2. Heues Antibiotikum WS-4545, . dadurchgekenn, ze.i c hne t, daß es die folgenden chemischen und physikalischen Eigenachaften hat:a) Es kristallisiert in "basis;heft.und weissen Kristallen; I)) Es ist löslich in Wasser, Methanol, Äthanol und Pyrldin, wenig löslich in Aceton und Äthylacetat und unlöslich in Äther, Chloroform, Benzol und n-Hexan;c) Das Molekulargewicht beträgt durch Bestimmung nach Massenspektrografie 302;d) Die spezifische Drehung ist CoG-p = 63.5° (c = 1.00 Prozent (Gewicht/Volumen) in Methanol);e) Die -Elementaranalyse ergibt die folgenden Vierte in Prüzent: Kohlenstoff = 47.44, Wasserstoff = 6.16, Stickstoff = 3.36 und Sauerstoff (Differenz) - 37.04;20 9 818/1788ORIÖINAI-— Oj — «f) Die Summenformel ist C12H1ONpO7;g) Die Farbreaktion ist positiv in Fehling's und Molisch13 Test, Entfärbung von Kaliumpermanganat-Lö'sung, schwach positive Reaktion mit Ferrichlorid und negativ in ITinhydrin, Tollen1s und Ehrlich1s Test;h) Die Rf-Werte sind 0.41 (n-Butanol: Essigsäure:Wasser = 4 : 1 : 5), 0.55 (n-Butanol: Pyridin: Wasser= 4:1: 1), 0.39 (Chloroform: Methanol = 5 : 1), 0.63 (Äthylacetat: Methanol =1 : 1) und 0.41 (Benzol: Methanol: Chloroform =1:1:1);i) Das magnetische Kernresonanzspektruu ergibt die folgenden "Werte : (t(ppm): DMS0-d6 Lösung, TMS,internal standard) : 8.81 (3H Singlett), 7.45-7.67 (2H Kulfciplett), 6.30-6.87 (2H Multiplett), 6.10-6.40 (211 Multiplett), 6.09 (1H Dublett), 5.53 (1H Triplett), 4.95 (1H Multiplett), 4.93 (1K Singlett), 4.87 (1H Dublett), 4.63 (1H Multiplett), 3.27 (1H Singlett), 1.38 (IH Singlett) und 1.05 (1H Singlett);
- 3) Bei Kristallisation im rhombischen System beträgt der Schmelzpunkt 187 bis 189 0C (Zersetzung); das Röntgsnbeugungsspektrum ergibt die folgenden Werte: Gitter: a = 11.7^f b β 12.7X und C = 8.8?, Dichte: 1.54 g/cin5; das ültraviolettspektrum entspricht Figur 1; das Infrarotspektrura entspricht Figur 2 und hat Spitzen bei den folgenden Frequenzen (cm"1); 3400, 3300, 3160, 2900, 2840, 1703, 1670, 1450, 1390, 1370, 1295, 1260, 1220, 1195, 1140, 1120, 1080, 1030, 970, 960, 935, 870, 820,-785, 725 und 680;bei Kristallisation im monoclinen System beträgt der Schmelzpunkt 188 bis 191 0C (Zersetzung); das RÖntgenbeuguiif;s£pektrum ergibt die folgenden Werte: Gitter: a. = 10.1A, β = 101°, b = 10.9^ und c = 6.6Ϊ, Dichte: 1.46 g/cra3;d3G Ultraviolettspectrum entspricht Figur 3; da» lufrarotspektruia entspricht Figur 4 und enthält fjpitzen bei den folgenden Frequenzen: (cnf ) : 3500,209816/1788 BAD3400, 3.270, 2900, 2840, 1685, 1640, 1455, 1417, 1375,1330, 1300, 1260, 1245, 1210, 1160, 1135, 1125, 1105,1085, 1050, 1010, 995, 930, 940, 920, 900, 885, 870, 840, 805, 795, 760, 725, 690 und 675.3. Neues Antibiotikun WS-4545 nach Ansprüchen I bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß es der Formel IV entspricht, worin IL, Rp und R-, Wasserstoff bedeuten.
- 4. Monoacy!derivate des Antibiotikums ¥3-4545.
- 5. Diacylderivate des Antibiotikums V/S—4545-
- 6. Triaoy!derivate des Antibiotikums V/S-4545.
- 7. Acylderivate nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Acylgruppe eine aliphatische, aromatische oder heterozyklische Carbonsäureacylgruppe ist.
- 8. Acylderivate nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Acylgruppe eine aliphatische Kohlenwasserstoffcarbonylgruppe, eine aliphatische Zyklokohlenwasserstoffcarbonylgruppe, eine Arylcarbonylgruppe, eine Carbony!gruppe enthaltend einen heterozyklischen Ring oder einen mit einem Benzolring kondensierten heterozyklischen Ring, oder eine aliphatische Kohlenwasserstoffcarbonylgruppe ist, die substituiert ist durch Zyklokohlenwasserstoff, Aryl, heterozyklischen Ring oder mit Benzolring kondensierten heterozyklischen Ring, wobei der aliphatische Kohlenwasserstoffteil der Aeylgxuppen gradkettig oder verzweigt ist und gegebenenfalls durch Heteroatome v/ie Sauerstoff oder Schwefel unterbrochen ist, und wobei die einzelnen Acylgruppen weitere Substituenten tragen können.209816/1780 BAO ORIGINAL
- 9. Monoacylderivate nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Acylgruppe eine Alkanoyl- oder Alkenoyl-Gruppe ist.
- 10. Monoacylderivate nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Acylgruppe eine Cycloalkancaraiiyl-Gruppe ist.
- 11» Monoacylderivate nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Acylgruppe eine gegebenenfalls substituierte Arylcarbonyl-Gruppe ist. ' .
- 12. Konoacylderivate nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Acylgruppe eine Aralkanoyl- oder Aralkenoyl-Gruppe ist, deren Aryl-'JCeil durch eine oder mehrere mögliche Substituenten substituiert und dessen aliphatischer Kohlenwasserstoi'fteil gegebenenfalls durch ein Heteroatom unterbrochen sein kann.
- 13. Monoacylderivate nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Acylgruppe eine Carbonylgruppe enthaltend einen zeterozyklischen Ring oder einen mit einem Benzolring kondensierten heterozyklischen Ring oder eine Alkanoyl-Gruppe ist, die durch einen solchen heterozyklischen Ring substituiert ist, wobei der heterozyklische Ring 5 bis 6 Ringatoae aufweist und mindestens ein Sauerstoff-Stickstoff- und/oder Schwefelatom, und wobei die beterozyklische Carbonylgruppe gegebenenfalls durch einen oder mehrere mögliche Substituenten substituiert sein kann.
- 14. Honoacylderivate nach Anspruch 4» dadurch gekennzeichnet, daß die Acylgruppe eine Acetyl-, Propionyl-, Butyryl-, Palmitoyl-, Crotoncyl-, Cyclohexy!carbonyl-, Benzoyl-, p-Chlorbenzoyl-, ra-Brombenzoyl-, p-Brombenzoyl-, 3»4~ Birae-tbylbenzoyl-, p-Acetoxybenzoyl-, /7-Phenylproplonyl-, p-Chlorphenoxyacetyl-, Cinnamoyl-, Nicotinoyl-, 2-i'henoyl-, 2-Puroyl-, oder 5-acetyl—Gruppe ist.209 015/1788-po-
- 15. Diacylderivate nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Acylgruppen Alkanoyl-, Arylcarbonyl- oder Carbonyl-GL'uppen mit einem 5 oder 6 Glieder enthaltenden hetero zyklischen Ring sind. ·
- 16. Diacylderivate nach Anspruch 5, da'dureh gekennzeichnet, daß die Acylgruppen Acetyl-, Butyryl-, Benzoyl- oder. . 2-I1UrOy 1-Gruppen sind,
- 17. TriacyIderivate nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Acylgruppen Alkanoyl-, Aryl/Carbonyl- oder sub- * stituierte Aryl/Carbonyl-G-ruppen s.ind.
- 18. !Eriacylderivate nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Acylgruppen Acetyl-, Benzoyl-, p-Brombensoyl- oder m-Brombenzoyl~Gruppen sind.
- 19. Verfahren zur Herstellung des Antibiotikums WS-4545 und dessen Derivaten, dadurch gekennzeichnet, daß man Streptomyces sapporonensis ATCC 21532 oder nahe verwandte Hutänten davon unter aeroben Bedingungen in einem Nährmediuiu züchtet, gegebenenfalls das Antibiotikum aus dem Nährroedium gewinnt, reinigt und/oder acyliert.
- 20. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß man die Fermentation in einem wässrigen nährmedium enthaltend assimilierbaren Kohlenstoff und Stickstoff oder proteinhaltiges Material durchführt.
- 21. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, daß man die Fermentation bei einer Temperatur von etwa 25 bis 37 0C, vorzugsweise etwa 30 0C, für eine Dauer von 30 bis 50 Stunden durchführt.
- 22. Verfahren nach einen der Ansprüche 19 bic 21, dadurch— 57 —20981S/17SSgekennzeichnet, daß man das Antibiotikum WS-4545 durch !Extraktion ait einem organischen Lösungsmittel für das Antibiotikum, wie Pyridin, einem Alkohol, einem wässrigen Alkohol oder einem Gemisch aus einem Alkohol und den anderen organischen Lösungsmitteln gewinnt.
- 23, Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß man das Antibioticum WS-4545 mit einem Mol-Äquivalent eines Acylierungsmittels unter Hertellung eine3 Monoacylderivates umsetzt.
- 24. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daB man das Antibiotikum WS-4545 mit etwa 2 Mol-Äquivalenten eines Acylierungsmittels oder das man ein Monoacylderivat mit roinäefje^^gjw^gjni Mol-Äquivalent eines Acylierungsmittels/umsetzt.
- 25. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 24, dadurch, gekennzeichnet, daß man das Antibiotikum WS-4545 mit mindestens drei Mol-Äquivalenten eines Acylierungsmittels oder daß man das Diaoylderlvat ™iSu?£SSiSe5i Mol-Äquivalent eines Acylierungsraitteis/umsetzt
- 26. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß man als Acylierungsmittel eine Verbindung der Formel R - OH,- worin R eine Garbonsäureacylgruppe z.B. von einer aliphatischen, aromatischen oder heterozyklischen Carbonsäure bedeutet, oder ein hinsichtlich dar Carboxylgruppe reaktives Derivat davon verwendet
- 27. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß raan als AeylierungBiaittel eine Verbindung der Formel R - OH oder ein an der Carboxylgruppe reaktives Derivat davon verwendet, worin R . eine aliphaticche Kohlenwasserstoffcarbonylgruppe, eine aliphatische Zyklokohlenwasserstoffcarbonylgruppe, eine Arylcarbonylgruppe, eine Carbonylgruppe enthaltend einen- 58 -209816/1788heterozyklischen Pang oder einen mit einem Benzolring kondensierten heterozyklischen Ring, oder eine aliphatisch Kohlenwasserstoffcarbonylgruppe ist, die substituiert 1st durch ZyklokohlenvmsserstDff, Aryl, heterozyklischen Ring. oder mit Benzolring kondensierten heterozyklischen Ring, wo"bei der aj.iphatische Kohlenwasserstoff teil der Acylgruppen. gradkettig oder'verzweigt ist und gegebenenfalls durch Heteroatome wie Sauerstoff oder Schwefel unterbrochen ist, und wobei die einzelnen Acylgruppen weitere Substituenfen tragen können.
- 28. Pharmazeutische Zubereitungen, dadurch gekennzeichnet9 daß sie als Wirkstoff das Antibiotikum YJS-4545 und/oder dessen Derivate nach Ansprüchen 1 bis 27 enthalten.Dr.E/hu209816/1788Leerseite
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