[go: up one dir, main page]

DE2149407C - Verfahren zum Einschmelzen von Metall schwamm durch Gasplasmen in einem gekühlten Metallüegel - Google Patents

Verfahren zum Einschmelzen von Metall schwamm durch Gasplasmen in einem gekühlten Metallüegel

Info

Publication number
DE2149407C
DE2149407C DE19712149407 DE2149407A DE2149407C DE 2149407 C DE2149407 C DE 2149407C DE 19712149407 DE19712149407 DE 19712149407 DE 2149407 A DE2149407 A DE 2149407A DE 2149407 C DE2149407 C DE 2149407C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
metal
slag
sponge
gas plasmas
melting
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19712149407
Other languages
English (en)
Other versions
DE2149407A1 (de
DE2149407B2 (de
Inventor
Klaus Herbert Dr Ing 4300 Essen Ulrich
Original Assignee
Fried Krupp GmbH, 4300 Essen
Filing date
Publication date
Priority to BE789375D priority Critical patent/BE789375A/xx
Application filed by Fried Krupp GmbH, 4300 Essen filed Critical Fried Krupp GmbH, 4300 Essen
Priority to DE19712149407 priority patent/DE2149407C/de
Priority to NL7212863A priority patent/NL7212863A/xx
Priority to US00293031A priority patent/US3843352A/en
Priority to FR7234606A priority patent/FR2156668B1/fr
Priority to LU66218A priority patent/LU66218A1/xx
Priority to ZA727038A priority patent/ZA727038B/xx
Priority to JP47099351A priority patent/JPS4844104A/ja
Priority to GB4557872A priority patent/GB1365618A/en
Publication of DE2149407A1 publication Critical patent/DE2149407A1/de
Publication of DE2149407B2 publication Critical patent/DE2149407B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2149407C publication Critical patent/DE2149407C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Einschmelzen von Metallschwamm durch Gasplasmen in einem gekühlten Metalltiegel mittels inerter elektrisch erzeugter Gasplasmen. In der metallurgisehen Schmelztechnik werden in zunehmendem Maße schwammartige metallische Rohstoffe als Einsatzmaterialien zum Einschmelzen von Blöcken oder ähnlichem Vormaterial verwendet. Dabei wird der Rohstoff — z. B. Eisenschwamm — im Elektrolichtbogenofen als Metallschwammgranulat eingesetzt, oder wenn es sich um reaktive Metalle wie Titan und Zirkon handelt, zu einer Elektrode verpreßt, die in einem Vakuumlichtbogenofen mit selbstverzehrender Elektrode abgeschmolzen wird.
Beim Einschmelzen von Eisenschwamm im Elektrolichtbogenofen setzt sich der Veredelungsprozeß aus den Verfahrensstufen Einschmelzen und Raffinieren des erschmolzenen Metalles durch Überführung der Verunreinigungen in eine Schlacke zusammen. Im Anschluß daran wird der so gewonnene Stahl in Pfannen abgestochen und in Kokillen vergossen.
Im Falle der Verarbeitung von reaktiven Metallschwämmen nach dem Vakuumlichtbogenverfahren kann auf eine Schlackenarbeit verzichtet werden, da die Verunreinigungen durch Verdampfen entfernt werden.
Für das schlackenlose Raffinieren reaktiver Metallschwämme ist bereits eine Vorrichtung bekanntgeworden, bei der zum Umschmelzen inerte Gasplasmen eingesetzt werden. Die dafür eingesetzten Plasmabrenner arbeiten mit übertragenem Lichtbogen und erzeugen dabei im Brennfleck der Schmelze so hohe Temperaturen, daß hier, wie beim Vakuumverfahren, ebenfalls die im Schwamm enthaltenen Verunreinigungen verdampft werden. In vielen Fällen können jedoch die Verunreinigungen nicht durch Verdampfen beseitigt, sondern sie müssen vielmehr in eine zu bildende Schlacke überführt werden.
Die Erfindung bezweckt, die Technik des Erschmelzens von Metallschwämmen mit Hilfe von Gasplasmen auch für diesen Fall anwendbar zu machen. Sie besteht darin, daß Metallschwamm, dessen Rohdichte geringer ist als die Dichte einer über dem flüssigen Metallsumpf befindlichen Schlacke, auf diese aufgegeben und durch die vom heißen Plasmastrahl zwischen Elektrode und Schlackenoberfläche aufgegebene Wärme derart aufgeschmolzen wird, daß das Metall in Form kleiner Tropfen durch die flüssige Schlackenschicht in einen Metallsumpf fällt, der mit fortschreitender Abkühlung im Tiegel zu einem Block erstarrt.
Vorzugsweise wird dieses Verfahren in einer gekühlten zylindrischen oder nach unten leicht konischen Kokille durchgeführt, in deren unterem Teil bei fortschreitendem Schmelzvorgang ein fester Block des aufgeschmolzenen Metalls entsteht.
Die Technik einer derartigen Schlackenführung ist an sich vom Verfahren des Elektro-Schlacke-Umschmelzens her bekannt. Das Verfahren nach der Erfindung hat demgegenüber jedoch den Vorteil, daß auf den Einsatz vorgeschmolzener Elektroden, wie sie beim Elektroschlackeumschmelzen verwendet werden müssen, verzichtet und ein billiges, noch stark verunreinigtes Metallschwammgranulat, wie z. B. Eisenschwamm, verwendet werden kann, das im Gegensatz zum konventionellen Elektrolichtbogenofen-Verfahren in einem Arbeitsgang kontinuierlich zu einem verarbeitungsfähigen Block veredelt wird.
Ein weiterer wesentlicher Vorteil der Erfindung ist, daß die Schlackentemperatur in dem durch sie gegebenen metallurgischen System unabhängig von der Schmelztemperatur des einzuschmelzenden Metallschwammes beeinflußt werden kann. Es ist sogar durch Verringerung der Metallschwammzugabe eine Erhöhung der Schlackentemperatur bis über den Schmelzpunkt von reinem Kalk (26000C) möglich. Beim Elektro-Schlacke-Umschmelzen kann dagegen die Schlackentemperatur nur wenig über den Schmelzpunkt der in die Schlacke eintauchenden, abschmelzenden Vormetall-Elektrode (bei Eisenlegierungen 1300 bis 15000C) ansteigen, so daß bei diesem Verfahren nur Schlacken mit sehr niedrigem Schmelzpunkt, die das relativ teure und wegen seiner Fluoremission problematische Kalziumfluorid enthalten, verwendet werden können. Nach der Erfindung kann auf derartige, temperaturerniedrigende Zusätze verzichtet werden. Durch mögliche Temperaturerhöhung der Schlacke können außerdem Voraussetzungen geschaffen werden, die eine Verbesserung der Raffinationswirkung der Schlacke ergeben. Vor allem kann die wesentliche Entschwefelung des Metalls verbessert werden.
Die Zeichnung zeigt als Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes das Aufschmelzen von Eisenschwammgranulat nach der Erfindung in einer vom Elektro-Schlacke-Umschmelzen bekannten Anordnung. Dabei befindet sich in einem gekühlten Metalltiegel 1 ein Metallblock 2 aus Stahl, der aus einem verunreinigten Eisenschwammgranulat 3 erschmolzen wurde. Das Eisenschwammgranulat 3 wird dem Metalltiegel 1 durch Förderrohre 4 zugegeben. Die zum Schmelzen erforderliche Wärmeenergie wird durch eine PlasmaflammeS gedeckt, die vom Plasmabrenner 6 erzeugt wird, der mit übertragenem Lichtbogen arbeitet. Durch die Plasmaflamme 5 wird der auf der Oberfläche der Schlacke 7 schwimmende, von Natur aus poröse Metallschwamm aufgeschmolzen und fällt als Tropfen, der auf Grund seiner Kompaktheit eine höhere Dichte als die Schlacke hat, durch die Schlacke 7 in den flüssigen Metallsumpf 8, der sich auf der Oberfläche des Blockes ausbildet.
Im Metallschwamm ursprünglich vorhandene Verunreinigungen, wie z. B. Schwefel und Phosphor,
werden beim Durchfallen der Schlacke, wie beim forderungen
Elektroschlacke-Umschmelzen von der Schlacke ein Zumischen von Kon enoj* t im _
aufgenommen. Mit 9 ist eine Stromquelle bezeichnet, darüber &ιηβ"^_ ^1,^f1Jen Von oxidierenden Ga-
die die elektrische Energie für den Plasmabrenner 6 J"~ °° "ml
liefert, in den das Plasmagas an dem Eintrittsstutzen 10 eintritt. Mit 11 ist der Kühlwasscrein tritt in die Kokille 1 und mit 12 der Kühlwasseraustritt aus der Kokille 1 bezeichnet. Das Unterteil 13 ist ebenfalls wassergekühlt, und zwar tritt das Kühlwasser in das Unterteil 13 beim Kühlwassereintntt 14 ein und beim Kühlwasseraustritt 15 wieder aus.
Nach der Erfindung wird der Plasmabrenner mit uinem Inertgas, z. B. Argon oder Stickstoff, als Plasniagas betrieben, dem bei Bedarf reduzierende oder ■xydierende Gase, wie z. B. Wasserstoff, Kohlenoxid, Methan oder auch Kohlendioxid ode«· Luft, in geringen Mengen zugemischt werden können. Reduzierende Gase sind dann angebracht, wenn z.B. im
-isenschwamm noch geringe Eisenoxidanteile ent- vorteilhatt ist es auuciuc..., "~'""~Tr ;,alten sind, die entfernt werden müssen, um den 20 bildung benötigte Gas dem 1 lasmaDren, „iuerstoffgehalt im Block in den von den Qualitäts- lauf zugeführt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zum Einschmelzen von Metallschwamm durch Gasplasmen in einem gekühlten Metalltiegel mittels inerter elektrisch erzeugter Gasplasmen, dadurch gekennzeichnet, daß Metallschwamm, dessen Rohdichte geringer ist als die Dichte einer über dem flüssigen Metallsumpf befindlichen Schlacke, auf diese aufgegeben und durch die vom heißen Plasmastrahl zwischen Elektrode und Schlackenoberfläche abgegebene Wärme derart aufgeschmolzen wird, daß das Metal! in Form kleiner Tropfen durch die flüssige Schlackenschicht in einen Metallsumpf fällt, der mit fortschreitender Abkühlung im Tiegel zu einem Block erstarrt.
DE19712149407 1971-10-04 1971-10-04 Verfahren zum Einschmelzen von Metall schwamm durch Gasplasmen in einem gekühlten Metallüegel Expired DE2149407C (de)

Priority Applications (9)

Application Number Priority Date Filing Date Title
BE789375D BE789375A (fr) 1971-10-04 Procede pour la refusion d'eponge metallique a l'aide de plasmas gazeuxdans un creuset metallique refroidi
DE19712149407 DE2149407C (de) 1971-10-04 Verfahren zum Einschmelzen von Metall schwamm durch Gasplasmen in einem gekühlten Metallüegel
NL7212863A NL7212863A (de) 1971-10-04 1972-09-22
US00293031A US3843352A (en) 1971-10-04 1972-09-28 Method for melting sponge metal using gas plasma in a cooled metal crucible
FR7234606A FR2156668B1 (de) 1971-10-04 1972-09-29
LU66218A LU66218A1 (de) 1971-10-04 1972-10-02
ZA727038A ZA727038B (en) 1971-10-04 1972-10-02 Process for the smelting of metal sponge by gas plasmas in a cooled metal crucible
JP47099351A JPS4844104A (de) 1971-10-04 1972-10-03
GB4557872A GB1365618A (en) 1971-10-04 1972-10-03 Process for the melting of metal sponge by gas plasmas in a cooled metal crucible

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19712149407 DE2149407C (de) 1971-10-04 Verfahren zum Einschmelzen von Metall schwamm durch Gasplasmen in einem gekühlten Metallüegel

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2149407A1 DE2149407A1 (de) 1972-11-09
DE2149407B2 DE2149407B2 (de) 1972-11-09
DE2149407C true DE2149407C (de) 1973-06-07

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69914777T2 (de) Direktschmelzverfahren und -vorrichtung
DE3042222C2 (de) Verfahren zur Reduktion von feinkörnigen, unter anderem Eisenoxide enthaltenden Metalloxiden unter Gewinnung von bei der Temperatur der Eisenschmelze flüchtigen Metallen
DE2723857A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur stahlherstellung
EP0118412A2 (de) Verfahren zur Durchführung von Schmelz-, schmelzmetallurgischen und/oder reduktionsmetallurgischen Prozessen in einem Plasmaschmelzofen sowie Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens
DE2821453C3 (de) Plasmaschmelzofen
DE3616868C2 (de) Verfahren zur Gewinnung von Nichteisenmetallen
DE2727618C2 (de)
SE1251067A1 (sv) Plasma-inducerad ångning
EP0053848B1 (de) Verfahren zum Einblasen von hochsauerstoffhaltigen Gasen in ein NE-Metall-Schmelzbad
US3843352A (en) Method for melting sponge metal using gas plasma in a cooled metal crucible
DE2255977C3 (de) Verfahren zum Raffinieren von metallischem Kupfer
DE2149407C (de) Verfahren zum Einschmelzen von Metall schwamm durch Gasplasmen in einem gekühlten Metallüegel
EP0508501B1 (de) Verfahren zur Reduktion von NE-Metalloxiden in Schlacken
DE2443130A1 (de) Verfahren und einrichtung zur herstellung ultrafeiner teilchen von siliziumoxid oder aluminiumoxid
DE69124350T2 (de) Verfahren zum Steuern der Metalloxyd-Rauchentwicklung während der sauerstoffinduzierten Aufteilung eines Körpers, der Metallbestandteile enthält
JPH0820829A (ja) 硫黄含有量の低い銅又は銅合金の溶製方法
US1894657A (en) Method and apparatus for refining metals
DE4310779C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Entsorgung von Filterstoffen
DE69400804T2 (de) Verfahren zur rückgewinnung von zink
DE2547204C2 (de) Carbothermisches Verfahren zur Gewinnung von Aluminium
DE2529391A1 (de) Verfahren zum einschmelzen von stueckigem, eisenhaltigen material
DE802944C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Entfaerben und Reinigen von Glasschmelzen
DE1758483B1 (de) Verfahren zum Schmelzen mit Strahlen
Worthington Autogenous Smelting of Copper Sulfide Concentrate
SU1694678A1 (ru) Сплав дл легировани стали