DE2148303C2 - Vorrichtung zum Verhüten des Durchdrehens der angetriebenen Räder eines Kraftfahrzeuges - Google Patents
Vorrichtung zum Verhüten des Durchdrehens der angetriebenen Räder eines KraftfahrzeugesInfo
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- B60—VEHICLES IN GENERAL
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Verhindern des Durchdrehens der angetriebenen Räder
eines Kraftfahrzeuges, bei der angetriebenen und nicht angetriebenen Rädern zum Erfassen des Schlupfes
Drehzahlmeßeinrichtungen zugeordnet sind, deren Drehzahldifferenz als Regelgröße auf ein das Antriebsmaschinendrehmoment
steuerndes Betätigungsglied übertragbar ist oder den Betätigungsgliedern für die
Radbremsen zum Einstellen einer Bremskraft zugeleitet wird, wobei wenigstens ein angetriebenes und ein nicht
angetriebenes Rad jeder Fahrzeugseite mit einer Drehzahlmeßeinrichtung ausgerüstet ist und wobei die
Drehzahldifferenzen zwischen den Rädern einer Fahrzeugseite als Regelgröße dienen, die beide über einen
als UND-Gatter ausgebildeten Verknüpfer an das Betätigungsglied zur Steuerung des Antriebsmaschinendrehmoments
und an je einen jeder Fahrzeugseite zugeordneten Verknüpfer mit Inhibitionsfunktion angelegt
sind, die bei alleinigem Vorliegen der ihrer Fahrzeugseite zugehörigen Regelgröße ein Betätigungsglied
der Radbremse des angetriebenen Rades dieser Fahrzeugseite steuern, nach Patent 18 06 671.
Im Hauptpatent wird von einem bestimmen Schlupf
— z. B. 15% — zwischen den angetriebenen und nicht angetriebenen Rädern des Fahrzeuges ausgegangen, bei
dessen Überschreiten die Vorrichtung auf die Bremsen der angetriebenen Räder bzw, auf den Fahrzeugantrieb
einwirkt.
Im Fahrbetrieb des Kraftfahrzeuges ist die Festle-
gung eines bestimmten Schlupfes durchführbar. Beim
Anfahren, wenn sich das angetriebene Rad bereits dreht,
das nicht angetriebene aber noch stellt, nimmt der Schlupf kurzzeitig hohe Werte an.
Bei einem festgelegten Schlupf von z. B. 15% würde ίο die Regelvorrichtung also bereits beim Anfahren
eingreifen, wodurch das Fahrzeug nur sehr langsam beschleunigen könnte.
Aus der DE-PS 21 31 536 wurde eine Vorrichtung zum Begrenzen des Schlupfes eines angetriebenen
Rades eines Kraftfahrzeuges vorgeschlagen, bei welcher wie beim Hauptpatent der Schlupf ermittelt und
mit einem bestimmten Wert verglichen wird, und deren Ausgangssignal auf die Zündanlage der Antriebsmaschine
einwirkt Diese Vorrichtung wird jedoch bei kleinen Drehzahlen des angetriebenen Rades abgeschaltet.
Dadurch werden zwar die oben genannten Schwierigkeiten umgangen, es wird aber auch auf eine Regelung
beim Anfahren des Fahrzeuges verzichtet
Es ist Aufgabe der Erfindung, ein normales Beschleunigen beim Anfahren des Kraftfahrzeuges zu ermöglichen, ein Durchdrehen der Räder dabei aber weiterhin nicht zuzulassen.
Es ist Aufgabe der Erfindung, ein normales Beschleunigen beim Anfahren des Kraftfahrzeuges zu ermöglichen, ein Durchdrehen der Räder dabei aber weiterhin nicht zuzulassen.
Es wird daher erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß den Generatoren der nicht angetriebenen Räder
Regelglieder nachgeschaltet sind, durch welche das Teilverhältnis der die Schlupfwelle bestimmenden
Spannungsteiler abhängig von der Fahrzeuggeschwindigkeit in Stufen oder kontinuierlich veränderbar ist und
den Generatoren der angetriebenen Räder Differenzierglieder nachgeschaltet sind, in welchen den entsprechenden
Radbeschleunigungen proportionale Spannungen erzeugt werden und bei Überschreiten eines
festgelegten Wertes Schaltsignp'e ausgelöst werden,
die, den Ausgangssignalen der Differenzverstärker gleichrangig, auf die Betätigungsgiieder einwirken.
Dadurch wird es möglich, beim Anfahren bis zu einer bestimmten Anfahrgeschwindigkeit einen großen
Schlupf zuzulassen und diesen bei weiterer Geschwindigkeitserhöhung in Stufen oder kontinuierlich auf einen
bestimmten Wert zu senken und durch eine Beschleunigungsmessung der angetriebenen Räder deren Durchdrehen
bei Stillstand des Kraftfahrzeuges zu verhindern. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer
erfindungsgemäßen Vorrichtung schematisch dargestellt. Sie entspricht im wesentlichen der Figur 3 des
Hauptpatentes. Die neu hinzukommenden Teile sind stärker hervorgehoben.
Die nicht angetriebenen Räder 1, 2 und die angetriebenen Räder 3, 4 sind jedes mit einem
Generator 5, 6, 7, 8 versehen, welcher eine der Raddrehzahl proportionale Spannung liefert. Die
Ausgänge der Generatoren 5, 6 sind direkt, die der Generatoren 7, 8 über Spannungsteiler 11, 12 mit
Differenzverstärkern 9,10 verbunden, deren Ausgänge
so über ODER-Glieder 105,106 auf ein UND-Glied 21 und
zwei NAND-Glieder 22 führen, welche einerseits mit einem das Motordrehmoment absenkenden Betätigungsglied
16, andererseits mit auf die Radbremsen 20 wirkenden Betätigiingsgliedern 17, 18 verbunden sind.
An die Generatoren 5, 6 der nicht angetriebenen Räder sind Regelglieder 101, 102 angeschlossen, deren
Ausgänge auf die Widerslände 14 der Spannungsteiler II, 12 führen. An die Generatoren 7, 8 der
angetriebenen Räder sind weiterhin Differenzierglieder
103, 104 mit einem Schwellwertschalter angeschlossen, welche zu den Eingängen der ODER-Glieder 105, 106
führen.
Die Generatoren 5 bis 8 geben den Raddrehzahlen proportionale Spannungen ab. Zur Ermittlung des
Schlupfes sind die Generatoren 5 und 7 bzw. 6 und 8 von je einem angetriebenen 3 bzw. 4 und einem nicht
angetriebenen Rad 1 bzw. 2 einer Fahrzeugseite an die Eingänge je eines Differenzverstärkers 9 und 10 gelegt
Die von den Generatoren 7 und 8 der angetriebenen Räder 3 und 4 erzeugten Spannungen werden über
Spannungsteiler 11 und 12 mit den Widerständen 13 und 14 an die Eingänge der Differenzverstärker 9 und 10
gelegt Die Spannungsteiler sind so ausgelegt, daß die
Differenzverstärker 9 und 10 erst bei Oberschreiten des zulässigen Schlupfes im Fahrbetrieb, z.B. 15%, ein
Signal abgeben.
Vom Stillstand bis zu einer bestimmten Anfangsgeschwindigkeit werden die Spannungsteiler von den
Regelgliedern 101 und 102 so versteht, daß die Differenzverstärker 9 und 10 erst bei einem großen
Schlupf ein Signal geben.
Um in diesem Betriebszustand aber das Durchdrehen der angetriebenen Räder 3 und 4 zu verhindern, werden
die den Drehzahlen dieser Räder proportionalen Spannungen in den Differenziergliedern 103 und 104
differenziert und liefern somit eine den Radbeschleunigungen proportionale Spannung, welche in einem
Schwellwertschalter mit einem einstellbaren Wert verglichen werden, bei dessen Überschreiten ein Signal
ausgelöst wird.
Nach Überschreiten der Anfangsgeschwindigkeit werden die Spannungsteiler 11, 12 stufenweise oder
kontinuierlich auf ihre ursprüngliche Stellung zurückgeregelt.
Im normalen Fahrbetrieb wirkt sich die Heranziehung
der Radbeschleunigung derart aus, daß bereits bei der Tendenz zum Durchdrehen die Vorrichtung
eingreift.
Beim Durchdrehen eines Rades -^irkt die Vorrichtung
auf die Bremsen 20 dieses Rades, beim gleichzeitigen Durchdrehen beider Räder auf den Fahrzeugantrieb
über das Betätigungsglied 16 ein.
Hierzu 1 Blatt Zeichr jngen
Claims (1)
- Patentanspruch;Vorrichtung zum Verhindern des Durchdrehens der angetriebenen Räder eines Kraftfahrzeuges, bei der angetriebenen und nicht angetriebenen Rädern zum Erfassen des Schlupfes Drehzahlmeßeinrichtungen zugeordnet sind, deren Drehzahldifferenz als Regelgröße auf ein das Antriebsmaschinendrehmoment steuerndes Betätigungsglied übertragbar ist oder den Betätigungsgliedern für die Radbremsen zum Einstellen einer Bremskraft zugeleitet wird, wobei wenigstens ein angetriebenes und ein nicht angetriebenes Rad jeder Fahrzeugseite mit einer Drehzahlmeßeinrichtung ausgerüstet ist und wobei die Drehzahldifferenzen zwischen den Rädern einer Fahrzeugseite als Regelgröße dienen, die beide über einen als UND-Gatter ausgebildeten Verknüpfer an das Betätigungsglied zur Steuerung des Antriebsmaschinendkshmoments und an je einen jeder Fahrzeugseite zugeordneten Verknüpfer mit Inhibitionsfunktion angelegt sind, die bei alleinigem Vorliegen der ihrer Fahrzeugseite zugehörigen Regelgröße ein Betätigungsglied der Radbremse des angetriebenen Rades dieser Fahrzeugseite steuern, nach Patent 1806671, dadurch gekennzeichnet, daß den Generatoren (5, 6) der nicht angetriebenen Räder (1, 2) Regelglieder (101, 102) nachgeschaltet sind, durch welche das Teilverhältnis der die Schlupfschwelle bestimmenden Spannungsteiler (11, 12) abhängig von der Fahrgeschwindigkeit in Stufen oder kontinuierlich veränderbar ist und den Generatoren (7, H) der angetriebenen Räder Differenzierglieder (t03,104) nachgeschaltet sind, in welchen den entsprechender! Radbeschleunigungen proportionale Spannungen erzeugt werden und bei Überschreiten eines festgelegten Wertes Schaltsignale ausgelöst werden, die, den Ausgangssignalen der Differenzverstärker (9, 10) gleichrangig, auf die Betätigungsglieder (16,20) einwirken.
Priority Applications (4)
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Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19681806671 DE1806671C3 (de) | 1968-11-02 | 1968-11-02 | Vorrichtung zum Verhindern des Durchdrehens der angetriebenen Rader eines Kraftfahrzeuges |
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Publications (2)
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Family Applications (1)
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| GB (1) | GB1344427A (de) |
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Also Published As
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| GB1344427A (en) | 1974-01-23 |
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