DE2142080C3 - Druckluftbremseinrichtung für Schienenfahrzeuge, mit einer durch Einsteuern von Vakuum in die Hauptluftleitung betätigbaren Auslösevorrichtung - Google Patents
Druckluftbremseinrichtung für Schienenfahrzeuge, mit einer durch Einsteuern von Vakuum in die Hauptluftleitung betätigbaren AuslösevorrichtungInfo
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- DE2142080C3 DE2142080C3 DE19712142080 DE2142080A DE2142080C3 DE 2142080 C3 DE2142080 C3 DE 2142080C3 DE 19712142080 DE19712142080 DE 19712142080 DE 2142080 A DE2142080 A DE 2142080A DE 2142080 C3 DE2142080 C3 DE 2142080C3
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Description
Die Erfindung betrifft eine Druckluftbremseinrichlung für Schienenfahrzeuge mit einem vom Druck in
einer Hauptluftleitung entgegen dem Druck in einem Steuerbehälter gesteuerten Dreidrucksteuerventil zum
Überwachen der Druckbeaufschlagung eines Bremszylinders
aus einem Hilfsluftbehälter, mit einem während Lösevorgängen bei Unterschreiten eines bestimmten
Bremszylinderdruckes geöffneten tlberwachventil in einer von der Hauptluftleitung zum Steuerbehälter führenden
Verbindung und mit einer durch Einsteuern von Vakuum in die Hauptluftlcitung betätigbaren Auslöse- <>5
vorrichtung, de einen vom Druck in der Hauptluftieitung und von der Kraft einer Feder in Schlie3richtung
eines Absperrventils entgegen dem Druck in einer über eine Drosselstelle mit der Atmosphäre verbundenen
Kammer beaufschlagten Kolben aufweist, v, bei aas vom Kolben .betätigte Absperrventil in eine von dem
Steuerbehälter zu der Kammer führende Verbindung eingeordnet ist.
Bei bereits bekannten Dnickluftbremseinrichtungen der vorstehend genannten Art ist es zum sicheren Auslösen
mittels der Auslösevorrichtung erforderlich, daß diese, nachdem sie durch Einsteuern von Vakuum in die
Hauptluftleitung betätigt wird, eine vollständige Entleerung des Steuerbehälters gewährleistet. Dies kann
bisher nur dadurch erreicht werden, daß als Absperrventil ein vom Kolben betätigtes Schieberventil vorgesehen
und die eingangs erwähnte Federbelastung des Kolbens weggelassen wird (US-PS 17 64 152). Bei
einem kurzzeitigen Einsteuern von Vakuum in die Hauptluftleitung stellt dabei der Kolben das Schieberventil
in seine den Steuerbehälter mit der Kammer bzw. der Atmosphäre verbindende Stellung um und
nach Abklingen des Vakuums in der Hauptluftleitung verbleibt die Auslösevorrichtung in dieser Schaltstellung.
Der Steuerbehälter kann sich somit vollständig in die Atmosphäre entleeren. Erst bei Wiederinbetriebnahme
der Druckluftbremseinrichtut.g, wenn die Hauptlufueitung wieder mit Druckluft gefüllt wird, beaufschlagt
der in die Hauptluftleitung eingesteuerte Überdruck den Kolben und bewirkt über diesen ein
Rückstellen des bis dahin geöffneten und durch nunmehr unerwünschte Entlüftung den Druckaufbau verzögernden
Schieberventils, so daß dieses den Steuerbehälter von der Atmosphäre abtrennt. Da die Schieberventile
jedoch ein verhältnismäßig großes Bauvolumen erfordern, ist es schwierig, diese mit Schieberventilen
versehene Auslösevorrichtung günstig an einer Druckluftbremseinrichtung
anzuordnen.
Es sind bereits Auslösevorrichtungen mit den eingangs erwähnten Merkmalen bekannt (DT-OS
20 50 326), bei welchen der Kolben in Öffnungsrichtung der als Ventil ausgebildeten Absperreinrichtung vom
Staudruck in einer Kammer beaufschlagt ist, die ihrerseits über das vom Kolben betätig Ventil aus dem zu
entleerenden Steuerbehälter füllbar und über eine Drosselstelle mit der Atmosphäre veibunden ist. Bei
diesen Auslösevorrichtungen muß das Ventil in seiner Schließrichtung von einer Feder belastet sein, da es andernfalls
unter bestimmten Betriebsumständen zu schleichenden Entlüftungen des Steuerbehälters kommen
könnte.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Druckluftbremseinrichtung der eingangs genannten
Art so auszugestalten, daß bei geringem Bauaufwand sichergestellt ist, daß durch Einsteuern eines
kurzzeitigen Vakuums in die Hauptluftleitung ein vollständiges Entleeren des Steuerbehälters und damit ein
vollständiges Lösen der Druckluftbremse erfolgt.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß die Kraft der den Kolben in Schließrichtung
des Absperrventils belastenden Feder schwächer ist als die vom Kolben bei einer Druckbeaufschlagung der
Kammer mit einer bestimmten Druckhöhe ausgeübte Kraft, wobei die bestimmte Druckhöhe derjenigen
Druckhöhe in der Steuerkammer gleich ist, die bei Atmosphärendruck in der Hauptluftleitung über das Dreidrucksteuerventil
eine Druckbeaufschlagung des Bremszylinders mit höchstens dem bestimmten Bremszylinderdruck
bewirkt.
Durch diese Bemessung der das Absperrventil in Schließrichtung belastenden Feder wird erzielt, daß,
obwohl die Auslösevorrichtung als von einem Staudruck entgegen einer Federkraft zu öffnenden Staudruckvorrichtung
ausgebildet ist, doch ein vollständiges Entleeren des Steuerbehälters erzielt wird. Kurz bevor
während Auslösevorgängen der in der Kammer herrsehende Staudruck nicht mehr ausreicht, das Absperrventil
entgegen der den Kolben belastenden Feder offen zu halten, öffnet sich nämlich das Überwachventil
und gibt die vom Steuerbehälter zur Hauptluftleitung führende Verbindung frei, wodurch sich während der
letzten Auslösephase der Steuerbehälter durch das Oberwachventil in die mit der Atmosphäre verbundene
Hauptluftleitung vollständig zu entleeren vermag.
Gemäß einem weiteren Merkmal nach der Erfindung kann es bei einer Druckluftbremse, bei welcher an das
Gehäuse des Dreidrucksteuerventils ein als Baueinheit mit eigenem Gehäuseteil ausgebildetes Füllventil angeflanscht
ist, welches ein in Abhängigkeit vom Druck in der Hauptluftleitung, dem Steuerbehälterdruck und gegebenenfalls
dem Bremszylinderdruck gesteuertes, in eine Verbindung von der Hauptluftleitung zum Hilfsluftbehälter
eingeordnetes Abstellventil aufweist, infolge der Verwendung des Absperrventils klein ausbildbaren
Auslösevorrichtung zweckmäßig sein, wenn der Kolben und das Absperrventil im Gehäuseteil des Füllventils
und hier zweckmäßig in einem Deckelabschnitt des Gehäuseteils angeordnet sind. Diese Anordnung ist
zweckmäßig, da die für die Auslösevorrichtung erforderlichen Verbindungen bereits am Füllventil vorhanden
sind und infolge der erfindungsgemäßen Ausgestaltung der Auslösevorrichtung diese das für das Füllventil
erforderliche Bauvolumen nur unwesentlich vergrößert und somit die Einbauverhältnisse für die Druckluftbremseinrichtung
nicht erschwert.
Die Erfindung ist an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es
zeigt
F i g. 1 eine schematische Darstellung der Druckluftbremse,
F i g. 2 den konstruktiven Aufbau eines Füllventils mit Auslösevorrichtung,
F i g. 3 eine Ansicht in Pfeilrichtung X nach F i g. 2 und
F i g. 4 eine gegenüber der Darstellung in F i g. 2 geänderte konstruktive Ausgestaltung der Auslösevorrichtung.
Von einer Hauptluftleitung 1 führt eine Zweigleitung 2 zu einem Füllventil 3 und in eine Leitungskammer 4
eines Dreidruckventils 5. Die Leitungskammer 4 ist durch einen Kolben 6 von einer Steuerkammer 7 abgetrennt,
die über eine Leitung 8 mit dem Füllventil 3 in Verbindung steht. Über eine Stange 9 ist der Kolben 6
mit einem Ventilrohr 10 mechanisch verbunden. Das Ventilrohr 10 endet auf der dem Kolben 6 abgewandten
Seite offen vor einer federbelasteten Ooppelventilplatte 11, welche zusammen mit einem gehäusefesten
Ventilsitz 12 ein die Verbindung eines Raumes 13 mit einem Raum 14 überwachendes Ventil 1!, 12 bildet. Der
Raum 13 steht mit einem HilfsluftbehiMter 15 und der Raum 14 über eine Leitung 16 mit: einem Bremszylinder
17 in Verbindung. Das Ventilrohr 10 trägt eine:n federbelasteten,
den Raum 14 von einem über eine öffnung
18 ständig mit der Atmosphäre verbundenen Raum 19 trennenden Kolben 20. Im Raum 19 ist das Ventilrohr
10 mit einer Durchbrechung 21 versehen. In einem mit
der Leitungskammer 4 verbundenen Raum i!2 endet das Ventilrohr 10 mit einem es verschließenden Dicht-M.
der zusammen mit einer Ventilhülse 24 und einem gehäusefesten Ventilsitz 25 ein Doppelventil 23,
24, 25 bildet, welches die Verbindung eines Raumes 26.
mit der Atmosphäre bzw. dem Raum 22 überwacht. Im Raum 26 befindet sich eine die Ventilhülse 24 in Richtung
eines Schließens des Doppelventilteils 23,24 belastende
Feder 27. Vom Raum 26 führt eine Leitung 28 in den Beaufschlagungsraum 29 eines Düsenschalters 30,
der durch einen federbelasteten Kolben 31 von einem über eine Leitung 32 mit der Hauptluftleitung 1 verbundenen
Raum 33 abgetrennt ist. Der Kolben 31 trägt eine Düsennadel 34, welche bei überwiegender Belastung
des Kolbens 31 durch den Beaufschlagungsraum 29 in eine Düse 35 eintritt und deren Querschnitt verengt,
Die Düse 35 ist zwischen den Raum 33 und einen über eine Leitung 36 mit einem Raum 37 eines Überwachventils
38 verbundenen Raum 39 eingeordnet. Das Überwachventil 38 enthält ein von einem Kolben 40
betätigbares Ventil 41, welches zwischen eine mit der Steuerkammer 7 verbundene Leitung 42 und den Raum
37 eingeordnet ist. In Schließrichtung des Ventils 41 ist der Kolben 40 entgegen der Kraft einer Feder 43 und
dem Atmosphärendruck vom Druck in einem an die Leitung 16 angeschlossenen Zylinderraum 44 belastet.
Insoweit ist die Druckluftbremse ausführlich in der am 14. März 1955 ausgegebenen deutschen Patentschrift
9 25 117 in ihrem Aufbau und ihrer Funktion beschrieben.
Das Füllventil 3 weist eine von einem Membrankolben 45 sich durch vier Räume 46 bis 49 zu einem zweiten
Membrankolben 50 erstreckende Kolbenstange 51 auf. Auf der der Kolbenstange 51 abgewandten Seite ist
der Membrankolben 45 vom Druck in einem über eine Rohrleitung 52 mit dem Raum 14 des Dreidruckventils
5 verbundenen Raum 53 entgegen dem Atmosphärendruck führenden Raum 46 beaufschlagt. Im mit der
Zweigleitung 2 verbundenen Raum 47 trägt die Kolbenstange 51 einen Ventilteller 54, der zusammen mit
einem gehäusefesten Ventilsitz 55 ein die Verbindung der Räume 47 und 48 überwachendes Abstellventil 54,
55 bildet. Das Abstellventil 54, 55 ist von einer Düse 56 überbrückt. Im Raum 48 trägt die Kolbenstange 51
einen Ventilkegel 57, der zusammen mit einer durchbrochenen Membrane 58 ein Membranrückschlagventil
57, 58 vom Raum 48 zum Raum 49 bildet. Im Raum 49 befindet sich eine die Membrane 58 gegen den Ventilkegel
57 andrückende Feder 59 und im Raum 47 eine das Ventil 54, 55 in Schließrichtung belastende Feder
60. Eine Leitung 61 führt vom Raum 49 zum Hilfsluftb<>hälter
15. Auf der dem Raum 49 abgewandten Seite ist die Membrane 50 vom Druck in einen Raum 62 belastet,
der über einen im Gehäuseteil 63 des Füllventils 3 verlaufenden Luftführungskanal 64 und die Leitung 8
mit der Steuerkammer 7 verbunden ist. An den Raum 53 schließt sich ein von einem Kolben 65 begrenzter
Raum 66 an, der über einen Luftführungskanal 67 ständig mit dem Raum 47 und damit der Zweigleitung 2
sowie der Hauptluftleitung 1 in Verbindung steht. Auf der dem Raum 66 abgewandten Seite trägt der Kolben
65 eine Dichtplatte 68, welche mit einem gehäusefesten Ventilsitz 69 ein Absperrventil 68, 69 bildet. Der Luftführungskanal
64 führt in einen vom Ventilsitz 69 umgebenen, durch die Dichtplatte 68 abgeschlossenen
Raum 70. Das Absperrventil 68, 69 überwacht die Ver: bindung des Raumes 70 mit einem Raum 71, welcher
vom Kolben 65 begrenzt und über eine Drosselstclle 72 ständig mit der Atmosphäre verbunden ist. Im Raum 66
befindet sich eine den Kolben 65 in Schließrichtung des Ventils 68,69 belastende Feder 73.
Bei gelöster, betriebsbereiter Druckluftbremseinrichtung nehmen deren Teile die aus F i g. 1 ersichtlichen
Lagen ein. Die Hauptluftleitung 1 und über die Zweigleitung 2 die Leitungskammer 4 sowie das Membranrückschlagventil
57,58 der Hilfsluftbehälter 15 mit dem Raum 13 sowie über die Leitung 32 und das geöffnete
Ventil 41 die Steuerkammer 7 sowie die Räume 62 und 70 sind mit Druckluft von Regeldruckhöhe aufgeladen.
Das Ventil 11, 12 ist geschlossen und das Ventil 11, 10 geöffnet, so daß der Bremszylinder 17 und der Zylinderraum
44 über die Durchbrechung 21, den Raum 19 und die öffnung 18 mit der Atmosphäre in Verbindung
stehen. Der Beaufschlagungsraum 29 ist über die Leitung 28 und das geöffnete Doppelventilteil 24,25 ebenfalls
mit der Atmosphäre verbunden. Das Doppelventilteil 23, 24 ist geschlossen. Die im Raum 33 herrschende
Regeldruckhöhe hält über den Kolben 31 entgegen dessen Federbelastung die Düsennadel 34 aus der Düse
35 herausgezogen. Am Füllventil 3 herrscht zu beiden Seiten des Membrankolbens 45 Atmosphärendruck und
zu beiden Seiten des Membrankolbens 50 Regeldruckhöhe. Über die Federn 59 und 60 sind das Abstellventil
54, 55 und das Membranrückschlagventil 57, 58 geschlossen. Im Raum 66, der zusammen mit der Feder
73, den Kolben 65, dem Absperrventil 68,69 sowie der Drosselstelle 72 eine Auslösevorrichtung 74 bildet,
herrscht Regeldruckhöhe, welche über den Kolben 65 das Absperrventil 68,69 geschlossen hält.
Zum Bremsen wird der in der Hauptluftleitung 1 und damit in der Leitungskammer 4 herrschende Druck abgesenkt.
Über das geschlossene Membranrückschlagventil 57,58 wird dabei der im Hilfsluftbehälter 15 herrschende
Druck zurückgehalten. Über die Düse 35 vermag der in der Steuerkammer 7 herrschende Druck
nicht entsprechend der Drucksenkung in der Hauptluftleitung mit abzusinken und der Kolben 6 wird daher
gegen die Leitungskammer 4 verschoben. Über die Stange 9 wird dabei das Ventilrohr 10 mitgenommen,
wobei sich unter der Kraft der Feder 27 die Veniilhülse 24 anhebt und das Doppelventilteil 24, 25 schließt. Anschließend
hebt sich der Dichtkegel 23 von der Ventilhülse 24 ab und Druckluft aus der Hauptluftleitung 1
strömt über die Leitungskammer 4 und den Raum 22 in den Raum 26 ein, wodurch eine örtliche Druckluftabzapfung
aus der Hauptluflleitung 1 bewirkt wird. Aus dem Raum 26 gelangt die Druckluft durch die Leitung
28 in den Beaufschlagungsraum 29 und drückt den Kolben 31, unterstützt von dessen Federbelastung, gegen
den Raum 33, wobei die Düsennadel 34 in die Düse 35 eintritt und deren Querschnitt verengt. Anschließend
legt sich das Ventilrohr 10 gegen die Doppelventilplatte 11, wodurch es verschlossen wird, und hebt die Doppelventilplatte 11 sodann vom Ventilsitz 12 ab. Aus
dem Hilfsluftbehälter 15 strömt dann Druckluft durch den Raum 13 und das geöffnete Ventiheil 11,12 sowie
den Raum 14 und die Leitung 16 in den Bremszylinder 17 ein. Zugleich wird der Zylinderraum 44 beaufschlagt
und der Kolben 40 verschließt, sobald diese Beaufschlagung die Kraft der Feder 43 übersteigt das Ventil 41.
Die Steuerkammer 7 ist dann vollständig von der Hauptluftleitung 1 abgetrennt Sobald im Raum 14 eine
der Druckabsenkung in der Hauptluftleitung 4 entsprechende Druckhöhe erreicht ist drückt der Kolben 20
das Ventilrohr 10 bis zum Schließen des Ventilteils 11,
12 zurück. Ober die Leitung 52 beaufschlagt der im Raum 14 herrschende Bremszylinderdruck den Membrankolben 45 und hält hierdurch trotz infolge Luftverbrauchs aus dem Hilfsluftbehälter 15 zur Druckluftbe
aufschlagung des Bremszyliiiders 17 im Raum 49 eintretender
Druckabsenkung das Abstellventil 54, 55 geschlossen. Damit ist eine Bremsabschlußstellung erreicht.
Wird in die Hauptluftleitung 1 Atmosphärendruck eingesteuert, so steuert das Dreidruckventil 5 in
den Bremszylinder 17 einen Maximaldruck ein. Die Feder 73 hält dabei das Abstellventil 68, 69 geschlossen,
so daß aus der Steuerkammer 7 keine Druckluft zu entweichen vermag.
ίο Zum Lösen der Bremse wird in die Hauptlufnk itung
1 wieder Regeldruckhöhe eingespeist. In der Leitungskammer 4 tritt eine Druck steigerung ein, welche im
Verein mit der Belastung des Kolbens 20 durch den im Raum 14 anstehenden Bremszylinderdruck das Ventilrohr
10 entgegen der in der Steuerkammer 7 herrschenden Regeldruckhöhe von der Doppel ventil platte
U abzusenken vermag. Aus dem Bremszylinder 17 und dem Zylinderraum 44 strömt dann Druckluft durch die
Leitung 16 und das Ventilteil 11,10, durch den Raum 19
jo und die öffnung 18 zur Atmosphäre ab. Gleichzeitig zu
diesen Vorgängen vermag Druckluft aus dem Raum 47 durch die Düse 56 gedrosselt in den Raum 48 und, falls
hier der Druck den im Hilfsluftbehälter 15 anstehenden Druck übersteigt, über das sich öffnende Membranrückschlagventil
57,58 in den Raum 49 und von diesem durch die Leitung 61 zum Hilfsluftbehälter 15 zu strömen.
Die Düse 56 verhindert dabei eine zu starke Druckluflentnahme aus der Hauptluftleitung 1 zum Füllen
des Hilfsluftbehälters I1S1 so daß die Drucksteigerung
in der Hauptluftleitung 1 nur höchstens unwesentlich gemindert wird. Sobald nach einer beachtlichen
Drucksteigerung in der Hauptluftleitung 1 der im Raum
14 anstehende Druck entsprechend gemindert ist., über die Düse 56 jedoch der im Hilfsluftbehälter 15 anstehende
Druck nicht entsprechend dem Hauptluftleitungsdruck gesteigert wurde, drückt die im Raum 62
anstehende Regeldruckhöhe der Steuerkammer 7 den Membrankolben 50 entgegen der Druckbelastung der
Räume 49 und 53 gemäß der Zeichnung nach rechts, wobei das Abstellventil 54, 55 geöffnet wird und nunmehr
weitgehend ungedrosselt Druckluft aus der Hauptluftleitung 1 über das Membranrückschlatfventil
57, 58 zur raschen Füllung in den Hilfsluftbehä ter 15 einzuströmen vermag. Das Füllventil 3 stellt somit sieher,
daß der Hilfsluftbehälter 15 entsprechend der Entlüftung des Bremszylinders 17 mit Druckluft aufgeladen
wird und die Bremse somit unerschöpflich ist. Kurz vor Erreichen einer völligen Entlüftung des
Brernszylinders 17 wird bei einem bestimmten, niedri-5» gen Bremszylinderdruck das Ventil 41 durch die Kraft
der Feder 43 entgegen der geringen Druckluf tbeauf schlagung des Kolbens 40 geöffnet Die Stetserkammei
7 wird somit über die Leitung 42, das geöffnete Venti 41. die Leitung 36, die durch die Düsennadel 34 vereng
te Düse 35 und die Leitung 32 mit der Hauptluftleitunf
1 verbunden, wodurch ein allmählicher Druckausgleicl zwischen Steuerkammer 7 und Hauptluftleitung 1 ein
tritt Infolge dieses Druckausgleichs Ikehrt der Kolben i
m seine gemäß F i g. 1 tiefste Lage zurück, wobei siel
ίο der Dichtkegel 23 auf die Ventilhülse 24 auflegt um diese vom Ventilsitz 25 abhebt Aus dem Beaufschla
gungsraum 29 und dem Raum 26 entweicht die Druck luft sodann durch das geöffnete Ventil 24,25 zur Atmo
Sphäre und die verbleibende Beaufschlagung des KoI öS bens 31 durch den Raum 33 verschiebt ersteren entge
gen dessen Federbelastung gegen den Beaufschla gungsraum 29, wobei die Düsennadel 34 aus d«r Düs
35 herausgezogen wird. Durch die in ihrem Querschnil
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(Et
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veränderliche Düse 35 wird im vollen Lösezustand der
Druckluftbremseinrichtung eine geringere Ansprechempfindlichkeit gegen Druckabsenkungen in der
Hauptluftleitung 1 für das Dreidruckventil 3 erzielt als während der letzten Phasen von Lösevorgängen, wo- s
durch die Funktionssicherheit der Druckluftbremseinrichtung gesteigert wird.
Falls das mit der Druckluftbremse ausgerüstete
Schienenfahrzeug in einen Zug eingestellt ist, welcher beispielsweise in einem Rangierbahnhof zerlegt werden
soll, so wird nach wie vorstehend beschriebener völliger Einbremsung durch Absenken des in der
Hauptluftleitung 1 herrschenden Druckes auf Atmosphärendruck die Druckluftbremse anschließend ausgelöst.
Hierzu wird von einer geeigneten Stelle aus, beispielsweise von der Lokomotive, durch eine besondere
Bedienungseinriehtung in die Hauptluftleitung 1 zumindest kür/zeitig Vakuum eingesteuert. Da sich das Dreidruckventil
5 bereits in seiner vollen Bremsstellung befindet, hat die Vakuumbeaufschlagung der L.eitungskammer
4 keine weiteren Folgern. Über die 2-weigleitung
2 und den Raum 47 sowie den Luftführungskanal 67 gelangt das Vakuum jedoch auch in den Raum 66,
wo es den Kolben 65 entgegen der Kraft der Feder 73 in den Raum 66 zieht. Das Absperventii 68, 69 wird 2s
dabei geöffnet und aus der Steuerkammer 7 strömt Druckluft durch die Leitung 8 und den Luftführungskanal
64 sowie den Raum 70 in den Raum 71 ein. Da der Auslaß ?us dem Raum 71 zur Atmosphäre durch die
Drosselstelle 72 gedrosselt ist, bildet sich im Raum 71 ein Staudruck aus, der über den Kolben 65 auch nach
Abklingen des Vakuums in der Hauptluftleitung 1 und damit im Raum 66 das Absperrventil 68. 69 geöffnet
hält. Aus der Steuerkammer 7 entweicht somit Druckluft über die Drosselstelle 72 zur Atmosphäre, der
Druck in der Steuerkammer 7 senkt sich ab, der im Raum 14 anstehende Druck vermag den Kolben 20 gemäß
der Zeichnung abwärts zu drücken, das Doppeiventilteil
11, 10 öffnet sich und aius dem Bremszylinder
17 sowie dem Zylinderraum 44 strömt Druckluft durch die öffnung 18 zur Atmosphäre ab. Bei Erreichen des
bestimmten, niedrigen BremszyÜnderdruckes, bei welchem die Feder 43 das Ventil 41 entgegen der Druckbeaufschlagung
des Kolbens 40 zu öffnen vermag, herrscht in der Steuerkammer 7 und damit im Raum 71 4S
noch eine bestimmte, das Absperrventil 68,69 entgegen der Kraft der Feder 73 gerade noch offenhaltende
Druckhöhe. Alsbald, bei geringer weiterer Druckabsenkung in der Steuerkammer 7 und dem Raum 71, nachdem
infolge entsprechender weiterer Absenkung des s° Bremszylinderdruckes sich das Ventil 41 geöffnet hat,
vermag die Feder 73 das Absperrventil 68,69 zu schließen Nunmehr entlüftet sich die Steuerkammer 7 nicht
mehr über die Drosselstelle 72, sondern durch die Lei tung 42, das geöffnete Ventil 41 und die Düse 35 zur
Hauptluftleitung 1, welche Atmosphärendruck führt. Sobald zumindest nahezu Druckgleichheit zwischen
der Leitungskammer 4 und der Steuerkarnmer 7 erreich ist, wird auch das Doppelventil 23. 24, 25 in die
dargestellte Schalttage umgesteuert, wodurch der Beaufschlagungsraiim 29 und der Raum 26 entleert werden. Die Düsennadel 34 verbleibt jedoch unter der
Federbelastung des Kolbens 31 in der Düse 35, da der Kolben 31 beidseitig zumindest nahezu von Atmosphärendruck beaufschlagt ist. Mit vollständiger Entlüftung
der Steuerkammer 7 wird auch der Bremszylinder 71 vollständig in die Atmosphäre entlüftet und bleibt mit
dieser üb».. das geöffnete Vemilteil 11,10 bis auf weiteres verbunden.
Bei nachfolgender Wiederinbetriebnahme der Druckluftbremse wird die Hauptluftleitung 1 mit
Druckluft beaufschlagt. Dabei wird, sobald im Raum 33 eine entsprechende Druckhöhe herrscht, der Kolben 31
entgegen seiner Federbelastung gegen den Beaufschlagungsraum 39 gedruckt und die Düsennadel 34 aus der
Düse 35 herausgezogen. Nunmehr vermag Druckluft über den vergrößerten Querschnitt der Düse 35 in die
Sleucrkammer 7 einzuströmen. Das geschlossene Absperrventil 68, 69 verhindert dabei ein Abströmen der
Druckluft aus der Steuerkammer 7 durch den Raum 71 zur Atmosphäre, so daß kein Druckluftverlust auftritt.
Über das Füllventil 3 wird dabei der Hilfsluftbehälter 15, der je nach Abstellzeit und Undichtigkeiten der
Druckluftbremse eine bestimmte Druckhöhe zwischen Atmosphärendruck und Regeldruckhöhe aufweisen
kann, bis auf Regeldruckhöhe wieder aufgeladen. Sobald in allen mit der Hauptluftleitung 1 verbundenen
Räumen Regeldruckhöhe herrscht, ist ist die Bremse wieder betriebsbereit.
Infolge der Abstimmung der Kraft der Feder 73 mit dem Schaltdruck des Ventils 41 ergibt sich somit eine
nur mit Ventilen arbeitende Auslösevorrichtung, welche durch nur einen Vakuumimpuls in der Hauptluftleitung
betätigbar ist und bei ihrer Betätigung eine vollständige Entlüftung und anhaltende Verbindung der
Steuerkammer 7 mit der Atmosphäre bewirkt. Ein ungewolltes Wiedereinbremsen beispielsweise infolge
Temperaturänderungen und damit Druckänderungen in von der Atmosphäre abgeschlossenen Räumen ist somit
ausgeschlossen. Trotzdem gewährleistet die Auslösevorrichtung, daß bei Wiederinbetriebnahme der
Druckluftbremse keine Druckluft unbenutzt in die Atmosphäre entweicht.
In F i g. 2 ist eine konstruktiv vorteilhafte Ausgestaltung
der Auslösevorrichtung 74 dargestellt, wobei weitgehend zu F i g. 1 gleiche Bezugszeichen für gleiche
Teile gewählt wurden. Das Füllventil 3 befindet sich hierbei zumindest teilweise in einem an das Gehäuse
des nicht näher dargestellten Dreidruckventils 5 angeflanschten Gehäuseteil 63. Über einen Luftführungskanal
75 im Dreidruckventil 5 ist der Raum 62 mit der in F i g. 2 nicht dargestellten Steuerkammer des Dreidruckventils
5 verbunden. Nicht dargestellte Luftführungskanäle im Dreidruckventil 5 und im Gehäuseteil
63 verbinden den Raum 76 mit einem den Bremsdruck führenden Raum des Dreidruckventils 5 und den Raum
77 mit der Leitungskammer 4 des Dreidruckventils 5. Vom Raum 76 führt ein Kanal 78 zum vom Membrankolben 45 begrenzten Raum 53 und vom Raum 77 führt
ein Kanal 79 zum Raum 47. Wie in F i g. 1 sind die beiden Membrankolben mit den Bezugszeichen 45 und 50
und das Membranrückschlagventil mit den Bezugszeichen 57, 58 versehen. Vom Raum 49 führt ein Kanal 80
in nicht näher dargestellter Weise zu einem mit derr Hilfsluftbehälter 15 verbundenen Raum im Dreidruck
ventil 5. An das Gehäuseteil 63 ist ein Deckelabschnit 81 angeflanscht, in welchem sich die Räume 66,70 um
71 sowie der Kolben 65 mit der Dichtplatte 68 und de; Ventilsitz 69 befinden. Im Raum 66 ist die den Kolbei
65 belastende Feder 73 angeordnet. Aus F i g. 2 un< F i g. 3 ist ersichtlich, daß die im Deckelabschnitt 81 un
tergebrachte Auslösevorrichtung in einfacher Weisi durch die Luftführungskanäle 64 und 67 an am Füllven
til 3 bereits vorhandene Räume anschließbar ist Infolg der Ausbildung des Absperrventils 68. 69 erhält dab«
der Deckelabschnitt 81 eine derart geringe Tiefe, da
A09639A*
r, ohne die Einbauverhältnisse für das Dreidruckventil lit angeflanschtem Füllventil nennenswert zu verchlechtern,
am Gehäuseteil 63 anflanschbar ist.
Bei der Ausführung nach F i g. 4 wurde der Raum 71 ngrenzend an den Raum 53 des Füllventils angeordet. Der Raum 66 befindet sich dabei auf der dem Füll-
Bei der Ausführung nach F i g. 4 wurde der Raum 71 ngrenzend an den Raum 53 des Füllventils angeordet. Der Raum 66 befindet sich dabei auf der dem Füll-
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ventil 3 abgewandten Seite des Kolbens 65. Im übrigen entspricht der Aufbau nach F i g. 4 demjenigen nach
F i g. 2. Vom Räum 71 führt sowohl nach F i g. 2 wie nach F i g. 4 eine als Drosselstelle 72 dienende Drosselbohrung
über einen Siebeinsatz 82, wie aus F i g. 3 ersichtlich, zur Atmosphäre.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Druckluftbremseinrichtung für Schienenfahrieuge, mit einem vom Druck in einer Hauptluftleilung
entgegen dem Druck in einem Steuerbehälter gesteuerten Dreidrucksteuerventil zum Überwachen
der Druckbeaufschlagung eines Bremszylinders aus einem Hilfsluftbehälter, mit einem während
Lösevorgängen bei Unterschreiten eineö bestimmten Bremszylinderdruckes geöffneten Überwachventil
in einer von der Hauptluftleitung zum Steuerbehälter führenden Verbindung und mit einer durch
Einsteuern von Vakuum in die Hauptluftleitnng betätigbaren Auslösevorrichtung, die einen vom
Druck in der Hauptluftleitung und von der Kraft einer Feder in Schließrichtung eines Absperrventils
entgegen dem Druck in einer über eine Drosselstelle mit der Atmosphäre verbundenen Kammer beaufschlagten
Kolben aufweist, wobei das vom KoI-ben betätigte Absperrventil in eine von dem Steuerbehälter
zu der Kammer führende Verbindung eingeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Kraft der den Kolben (65) in Schließrichtung
des Absperrventils (68, 69) belastenden Feder (73) schwächer ist als die vom Kolben (65) bei einer
Druckbeaufschlagung der Kammer (71) mit einer bestimmten Druckhöhe ausgeübte Kraft, wobei die
bestimmte Druckhöhe derjenigen Druckhöhe in der Steuerkammer (7) gleich ist. die bei Atmosphärendruck
in der Hauptluftleitung (1) über das Dreidrucksteuerventil (5) eine Druckbeaufschlagung des
Bremszylinders (17) mit höchstens dem bestimmten Bremszylinderdruck bewirkt.
2. Druckluftbremse nach Anspruch 1, wobei an das Gehäuse des Dreidrucksteuerventil ein als
Baueinheit mit eigenem Gehäuseteil ausgebildetes Füllventil angeflanscht ist, welches ein in Abhängigkeit
vom Druck in der Hauptluftieitung, dem Steuerbehälterdruck und gegebenenfalls dem
Bremszylinderdruck gesteuertes, in eine Verbindung von der Hauptluftleitung zum Hilfsluftbehälter
eingeordnetes Abstellventil aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (65) und das Absperrventil
(68, 69) im Gehäuseteil (63) des Füllventils (3) angeordnet sind.
3. Druckluftbremse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (65) und das Absperrventil
(68.69) in einem Deckelabschnitt (81) des Gehäuseteils (63) für das Füllventil (3) angeordnet sind.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712142080 DE2142080C3 (de) | 1971-08-21 | Druckluftbremseinrichtung für Schienenfahrzeuge, mit einer durch Einsteuern von Vakuum in die Hauptluftleitung betätigbaren Auslösevorrichtung | |
| FR7229573A FR2150362B1 (de) | 1971-08-21 | 1972-08-18 | |
| DD16513872A DD99136A5 (de) | 1971-08-21 | 1972-08-18 |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712142080 DE2142080C3 (de) | 1971-08-21 | Druckluftbremseinrichtung für Schienenfahrzeuge, mit einer durch Einsteuern von Vakuum in die Hauptluftleitung betätigbaren Auslösevorrichtung |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2142080A1 DE2142080A1 (de) | 1973-02-22 |
| DE2142080B2 DE2142080B2 (de) | 1976-02-05 |
| DE2142080C3 true DE2142080C3 (de) | 1976-09-23 |
Family
ID=
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