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DE2141003A1 - Gekörnter Viehfutterzusatz und dessen Herstellungsverfahren - Google Patents

Gekörnter Viehfutterzusatz und dessen Herstellungsverfahren

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DE2141003A1
DE2141003A1 DE19712141003 DE2141003A DE2141003A1 DE 2141003 A1 DE2141003 A1 DE 2141003A1 DE 19712141003 DE19712141003 DE 19712141003 DE 2141003 A DE2141003 A DE 2141003A DE 2141003 A1 DE2141003 A1 DE 2141003A1
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sulfate
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DE19712141003
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DE2141003C3 (de
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Louis Paris; Grosset-Perrotin Michel Theix; Lenain Michel Toulouse; Dumont Pierre Cleon; Soubies (Frankreich). P A23j 1-18
Original Assignee
Azote Et Produits Chimiques S.A., Toulouse (Frankreich)
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Description

Patentanwälte Djpl.-Ing. R. BEET2 sen. Dlpl-Ing. K. LAMPRECHT
Dr.-Ing. R. E3 £ E T Z Jr1 8Münchan22, Sieinsdorfstr. 10
500-17.410P 16. 8. 1971
AZOTE et PRODUITS CHIMIQUES S. A., Toulouse
(Frankreich)
Gekörnter Viehfutterzusatz und dessen Herstellungsverfahren
Die Erfindung betrifft einen Ergänzungszusatz für die Ernährung von Wiederkäuern in granulierter bzw. gekörnter Form, der dem Futter zugesetzt wird, um dessen Mangel an mineralischen Stoffen zu begegnen sowie als Quelle für Stickstoff in nicht-proteischer Form, der durch die Wiederkäuer in Protein umgewandelt werden kann. Der Mineral- und Stickstoffzusatz gemäß der Erfindung wird dem Futter,
5OO-(i88)-Nö-r
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wie etwa "als ganze Pflanze" im Silo eingelagertem oder getrocknetem Mais, Heu, Getreistroh, ausgepreßtem Zuckerrohr, groben tropischen Gräsern usw. zugesetzt.
Wie bekannt ist, müssen dem Viehfutter allgemein diverse mineralische Stoffe zugesetzt werden, die einen entsprechenden Mangel in der Ernährung der Tiere kompensieren sollen. So werden z. B. üblicherweise Phosphate zum Viehfutter hinzugefügt, deren Phosphor durch die Tiere assimilierbar ist, wodurch der entsprechende Mangel der pflanzlichen Nahrung kompensiert werden kann. Außer derartigen phosphathaltigen Produkten werden allgemein Salze von Magnesium und Calcium, andere Qligo-Elemente und Natriumchlorid zum Futter hinzugegeben.
Außerdem ist bekannt, daß Wiederkäuer, wie Rinder und Schafe, einen komplexen Verdauungsapparat haben mit einem mehrere Abteilungen umfassenden Hagen. Die erste dieser Abteilungen wird durch den Pansen gebildet. Bakterien und andere Mikroorganismen des Pansen sind nun in der Lage, nicht-proteischen Stickstoff in Ammoniak umzuwandeln, und dieser Ammoniak wird wiederum von Pansenbakterien für die Bildung von Aminosäuren und mikrobiellem Eiweiß ausgenutzt, das vom Tier iia Verlauf der Verdauung verdaut werden kann.
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Die Proteinration der Wiederkäuer kann mithin durch Einführung von nicht-proteischem Stickstoff in die Nahrung ergänzt werden.
Der ordnungsgemäße Zusatz dieser diversen Produkte zu der von den Wiederkäuern aufgenommenen Grobnahrung bereitet nun Schwierigkeiten: Zum einen muß die Mischung homogen sein und bleiben, denn die Tiere können nur eine bestimmte Menge an nicht-proteischem Stickstoff pro Zeiteinheit umwandeln; eine etwa von einer heterogenen bzw. ungleichmäßigen Mischung herrührende ssu rasche Aufnahme eines nichtproteischen Stickstoff enthaltenden Futterzusatzes könnte der Gesundheit der Tiere schaden, ihre Leistungen vermindern und sogar zum Tod führen« Unter diesen Bedingungen ist es erforderlich, zunächst eins Mischung aus den verschiedenen Produkten herzustellen, die dann gleichmäßig unter das Futter gemischt wirdt um eine einheitliche Verteilung der Bestandteile der Mischung zu erreichen»
Die Herstellung von Produkten aus der Gesamtheit der ergänzenden Mineralien und nicht-proteischem Stickstoff, die insbesondere sowohl Phosphate als auch Natriumchlorid, Magnesiumsalze und Harnstoff enthalten, bereitet nun ernsthafte Schwierigkeiten, da die Mischungen dieser Bestand-
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teile allgemein hygroskopisch sind und an freier Luft in fester Form nicht gut gelagert und aufbewahrt werden können.
Ziel der Erfindung ist daher ein mineralischer Viehfutterzusatz, der gleichzeitig nicht-proteischen Stickstoff, insbesondere Harnstoff, sowie Phosphate, Natriumchlorid, Schwefel, Magnesium und andere Oligo-Elemente enthält und unter befriedigenden Bedingungen gelagert werden kann.
Der stickstoffhaltige mineralische Zusatz gemäß der Erfindung hat darüber hinaus den Vorteil, in Korn- bzw. Granulatform vorzuliegen, was jedes Risiko einer Entmischung der verschiedenen Bestandteile während der Lagerung und nachfolgenden Handhabungen ausschaltet. Ferner bieten gekörnte Produkte Erleichterungen für den Verbraucher, da sie leichter zu handhaben und insbesondere einfach in gleichmäßigen Schüben durch eine einfache Maschine zuge-
teilt werden können, was ihre gleichmäßige Verteilung im Grobfutter ermöglicht.
Der erfindungsgemäße gekörnte Wiederkäuerfutterzusatz ist gekennzeichnet durch folgende Zusammensetzung:
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~5~
nicht-proteischer Stickstoff, Phosphor, P
Natriumchlorid, NaCl Natriumsulfat
(berechnet als wasserfreies
natürliches Doppelcarbonat von Calcium und Magnesium
Oligo-Elemente
(Cu, Fe, Zn, Mn, Co, Jod) Schwefel
18 bis 28
4,5 bis 8
0 bis 15
1 bis 5 6 bis 10
1,5 bis 2
0 bis 2
Die Zusammensetzung enthält vorzugsweise 2 bis 15 $ Natriumchlorid, während die chloridfreien oder wenig Chlorid enthaltenden Mischungen besonderen Fällen vorbehalten bleiben, wo die Tiere das notwendige Salz von einer anderen Quelle beziehen.
Es wurde gefunden, daß der Zusatz von wasserfreiem Natriumsulfat vor allem bei Anwesenheit von Natriumchlorid die Hygroskopizität der Mischung sehr deutlich vermindert. Ebenfalls gefunden wurde, daß die Zugabe von Magnesium in Form des natürlichen Doppelcarbonats von Calcium und Magnesium eine deutliche Verminderung der Hygroskopizität der Mischung; ergibt. Man kann annehmen, daß die Bildung von Magnesiumsulfat über das anwesende Natriumsulfat in Anbetracht der geringen Reaktivität des natürlichen Car-
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bonats von Calcium und Magnesium vermieden wird. Die Anwesenheit oder Bildung von Magnesiumsulfat innerhalb von Mischungen gibt nämlich üblicherweise Anlaß zu einer sehr deutlichen Erhöhung der Hygroskopizität.
Der im Futterzusatz enthaltene nicht-proteische Stickstoff rührt insbesondere von Harnstoff her, der jedoch vorzugsweise partiell durch andere Verbindungen, wie beispielsweise Anunoniumphosphate, ersetzt sein kann. Der Phosphor wird vorzugsweise in Form von Dicalciumphosphat zugefügt, er kann jedoch partiell durch andere assimilierbare Phosphate, wie Alkaliphosphate, ersetzt sein. So soll beispielsweise, wenn ein Teil des nicht-proteischen Stickstoffs durch Anunoniumphosphat gebildet wird, der darin enthaltene Phosphor bei der Einstellung des Phosphorgehaltes im Futterzusatz mitgerechnet werden.
Die zugefügten Oligo-Elentente werden durch Schwefel, Jod, Kupfer, Eisen, Zink, Mangan und Kobalt gebildet und können in irgendeiner von den Tieren assimilierbaren Form eingeführt werden. Das Jod wird allerdings vorzugsweise in Form von Alkalijodid zugegeben und die anderen Oligo-Elemente in Form der Oxide oder Sulfate. Ein· zweckmäßige Verteilung der Oligo-Elemente kann beispielsweise innerhalb
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folgender Grenzen liegen (in Gew.-^; bezogen auf die Mischung) :
Eisenoxid (Fe2O3) 0,4 bis 0,6 # Zinksulfat (ZnSO^, 4H2O) 0,6 bis 0,8 $ Kupfersulfat (CuSO^, 5H2O) 0,29 bis 0,40 <f> Mangansulfat (MnSO^, HgO) 0,15 bis 0,25 # Kobaltsulfat (CoSO^, 7H2O) 0,005 # Kaliumjodid 0,005 #
Gegebenenfalls können der Mischung Vitamine und Antibiotika zugesetzt werden.
Die Zusammensetzung des Futterzusatzes wird innerhalb der obigen Grenzen liegend abhängig von der Zusammensetzung des zu behandelnden Futters ausgewählt. Als Beispiel wird nachfolgend ein Zusammensetzungstyp angegeben, der im Falle von Mais "in ganzen Pflanzen" zweckmäßig ist:
Harnstoff mit 46 # Stickstoff 50 # Dicalciumphosphat 30 $
wasserfreies Natriumsulfat k Ία
Natriumchlorid 8 #
natürliches Doppelcarbonat von
Calcium und Magnesium 6,2 ^ Oligo-Elemente 1,8 #
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Zur Herstellung der granulierten Zusätze gemäß der Erfindung mischt man die verschiedenen Bestandteile in
einem Mischer irgendeines Typs mit einer ausreichenden
Wassermenge zur Erzielung einer fließfähigen Masse oder Paste zusammen.
Das Zusammenmischen erfolgt bei einer Temperatur von 55 bis 70 0C. In diesem Temperaturbereich geben die hydratisierten Produkte nämlich ihr Kristallwasser ab, so daß man mit einer minimalen Wassermenge zu einer fließfähigen Masse gelangen kann. Vorzugsweise mischt man zunächst den Harnstoff und das Dicalciumphosphat in Gegenwart einer sehr geringen Menge Wasser zusammen, die beispielsweise unter 3 Ί° der eingesetzten Feststoffe liegt. Man gibt dann die übrigen Bestandteile hinzu, die mit Ausnahme von Jod in irgendeiner Reihenfolge eingebracht werden können. Zur Vermeidung von Jodverlusten ist es zweckmäßig, das Kaliumjodid gesondert kurz vor der Granulierung zuzugeben. Xn diesem Zeitpunkt ist der pH-Wert der Gesamtheit der übrigen zusammengemischten Produkte, die eine in ihrem Gleichgewicht befindliche Paste bilden, hoch genug (über 6), daß die Oxydation von Kaliumjodid praktisch Null ist.
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Der Harnstoff wird in Pulverform oder vorzugsweise durch "Prilling" granuliert verwendet. In letzterem Fall lösen sich die Harnstoffkörner nicht völlig in der Masse auf und erleichtern das Granulieren.
Die erhaltene fließfähige Massd oder Paste wird dann in irgendeiner bekannten Vorrichtung granuliert. Dabei arbeitet man beispielsweise in einem Granulator mit Schaufeln und vorzugsweise unter Rückführung des Feinguts und der zu groben Körner nach dem Zerkleinern in die Masse. Das Rückführungsverhältnis liegt allgemein zwischen 1 und 10, vorzugsweise bei 2 bis 5· Bevorzugt wird eine Granulation der Masse in den versohiedenen Vorrichtungen, in denen die fließfähige Masse auf ein Bett von Kerne bildendem rückgeführten Feingut aufgesprüht wird.
Im letzteren Fall ist die Granulierung erleichtert, wenn das herzustellende Produkt j d. h. der gekörnte Wiederkäuerfutterzusatz mehr als 2 $ Natriumchlorid enthält. Bei Anwesenheit von weniger als 2 $ Natriumchlorid muß man nämlich mindestens 15 Gew.-$ Wasser zusetzen, um eine verstäubbare Masse zu erhalten*und darüber hinaus ist es notwendig, die Masse auf Temperaturen über 70 0C aufzuheizen. So muß man ,beispielsweise bei Abwesenheit von Natrium-
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chlorid sowohl 15 $ Wasser in die Masse einbringen als auch auf 90 °C aufheizen, um eine zerstäubbare Paste zu erlangen.
Bei Anwesenheit von zumindest 2 $ Natriumchlorid reicht die Zugabe von 10 $ Wasser zur Erzielung einer zerstäubbaren Masse bei einer Temperatur von 55 bis 70 C aus,
Das zu besprühende Bett rückgeführter Teilchen kann ein Fließ- oder Wirbelbett oder ein z. B. durch Rotation einer Trommel erzeugtes bewegtes Kornbett sein. Bevorzugt wird allerdings ein Strahl- oder Sprudelbett (spouted bed) angewandt.
' Dabei wird die zu granulierende Masse in zerstäubter Form zusammen mit einem aufsteigenden Gasstrom an der Basis eines zylindrokonischen Behälters eingeführt, in dem das rückgeführte Feingut in Form eines Sprudelbetts in Suspension und Zirkulation gehalten wird. Diese feinen Teilchen vergröbern sich fortlaufend durch Umhüllung, wobei die Tröpfchen der zerstäubten Masse dünne Schichten auf den Teilchen bilden, die eintrocknen. Die schließlich gebildeten Körner werden kontinuierlich durch Überlauf abgezogen. Vorzugsweise wird ein Heißgasstrom angewandt.
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Das soeben beschriebene Granulierungsverfahren im Sprudelbett sowie eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens sind in der auf die Anmelderin zurückgehenden FR-PS 1 275 h63 vom 28. Sept. i960 beschrieben.
Die erhaltenen Körner bzw. Granulate werden beispielsweise in einer Drehtrommel getrocknet. Dieses Trocknen wird in der Weise geregelt, daß die Temperatur des abgehenden Produktes nicht über etwa 60 C hinausgeht, damit vermieden wird, daß die Körner infolge eines beginnenden Schmelzens des Produktes weich und klebrig werden. Im übrigen läuft man bei einem Produkt auf der Basis von Harnstoff bei Erhöhung der Temperatur Gefahr, eine übermäßige Biuretbildung hervorzurufen, die einem Verlust an Harnstoff-Stickstoff mit sich bringt. Infolge der sehr geringen Wassergehalte der zu granulierenden Masse kann man eine Kühltrocknung vorsehen. Dazu ist es ausreichend, wenn man die warme Masse der feuchten Körner mit Hilfe eines Stromes kalter Luft in einem Fließ- oder Wirbelbettzustand hält. Nach Wunsch kann man die Körner bzw. Granalien in bekannter Weise mit Hilfe von beispielsweise Harz, Talg, einem Stearat usw. umhüllen.
Man erhält Körner mit 1,5 bis 3 mm Größe, die keinen
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Staub enthalten und in befriedigender Weise gelagert werden können.
Der erfindungsgemäße gekörnte Futterzusatz ist insbesondere als Grobfutterzugabe geeignet, man kann ihn jedoch bevorzugt mit anderen Arten von Nahrungen anwenden. So ist er beispielsweise als Zusatz zu Viehfutter auf Getreidebasis völlig geeignet, da Korngröße und Dichte der Granalien bzw. Körner sehr nahe an diejenigen von grob gemahlenen Getreidekörnern herankommen und die Mischung homogen bleibt. Man kann ihn auch zu Zuckerrohr- oder Zuckerrübenmelassen usw. zusetzen.
Das nachfolgend zur Erläuterung angegebene, nicht einschränkende Beispiel gilt dem besseren Verständnis der Erfindung:
Beispiel
Bei einem ersten Versuch werden die Bestandteile einer Zusatznahrung für Wiederkäuer in einem Behälter bei einer Temperatur von 70 0C in folgenden Mengenverhältnissen gelöst bzw. gemischt:
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Harnstoff 50 Teile
Dicalciumphosphat 3O Teile
Dolomit 9 Teile
Natriumchlorid 5 Teile
Wasser . 10 Teile
Nach 20 Minuten langem Mischen gibt man 4,4 Teile Natriumsulfat hinzu und mischt 2 Minuten lang durch. Die so erhaltene Masse wird mit 204 kg/h am unteren Ende eines zylxndrokonxschen Granulationsbehälters mit einem Durchmesser von 0,35 πι im zylindrischen Teil und einer Gesamthöhe von 3,50 m eingesprüht, der ein Sprudelbett von rückgeführtem Feingut enthält, das mit Hilfe eines Warmluftstroms (182 °C) von 360 m /h in Suspension und Zirkulation gehalten wird. Das Kornbett hat eine Temperatur von 72 0C. Durch Überlauf werden I86 kg/h Granulat abgezogen, von dem 68 $ eine Korngröße zwischen 1,6 und 3» 5 nun haben.
Das Feingut und das vorangehend zerkleinerte Grobgut werden rückgeführt. Das Rückführungaverhältnis beträgt 0,97 pro 1 zu granulierendes Produkt.
Bei einem zweiten Versuch wird unter den gleichen Bedingungen wie vorstehend bearbeitet, aber unter Herstellung
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einer Masse ohne Natriumchloridgehalt. Für eine Granulation ist man dann gezwungen, das Kornbett auf eine Temperatur von 95 C aufzuheizen, was zu einer raschen Verkrustung führt, die den Betrieb der Vorrichtung stört und sogar zu einer endgültigen Blockierung führen kann.
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Claims (1)

  1. 2U1003
    Patentansprüche
    1 ο Gekörnter Wiederkäuerfutterzusatz, gekennzeichnet durch folgende Zusammensetzung:
    nicht-proteischer Stickstoff, N2 18 bis 28
    Phosphor, P 4,5 bis 8
    Natriumchlorid, NaCl 0 bis 15
    Natriumsulfat
    (berechnet als wasserfreies Na2SCK) 1 bis 5
    natürliches Doppelcarbonat von
    Calcium und Magnesium 6 bis 10
    Oligo-Elemente 195 Ms 2 (Cu, Fe, Zn, Mn, Co, Jod)
    Schwefel 0 bis 2
    2. Zusatz nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Natriumchloridgehalt von 2 bis 15 Ί°·
    3. Zusatz nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch folgende Verteilung der Oligo-Elemente:
    Eisenoxid (Fe2O„) 0,4 bis 0,6
    Zinksulfat (ZnSO^, ^HgO) 0,6 bis 0,8
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    Kupfersulfat (CuSO^, 5H2O) 0,29 bis 0,40.%
    Mangansulfat (MnSO21, H3O) 0,15 bis 0,25
    Kobaltsulfat (CoSO^, 7H2O) 0,005$
    Kaliumiodid 0,005 #
    h. Zusatz nach den Ansprüchen 1 bis k, gekennzeichnet durch einen zusätzlichen Gehalt an Vitaminen und Antibiotika.
    5. Verfahren zur Herstellung eines gekörnten Wiederkäuerfutterzusatzes nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß man Harnstoff, Dicalciumphosphat, Natriumchlorid, Natriumsulfat, natürliches Doppelcarbonat von Calcium und Magnesium und die Oligo-Elemente zusammen mit einer ausreichenden Menge Wasser zur Erzielung einer fließfähigen Masse bei einer Temperatur von 55 bis 70 C in einem Mischer zusammenmischt und die erhaltene fließfähige Masse in einer bekannten Granuliervorrichtung granuliert.
    6. Verfahren nach Anspruch 5» dadurch gekennzeichnet, daß man durch "Prilling" granulierten Harnstoff verwendet.
    7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekenn-
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    zeichnet, daß man die fließfähige Masse für die Granulierung in zerstäubter Form zusammen mit einem aufsteigenden Gasstrom an der Basis eines zylindrokonischen Behälters einführt, in dem in einer vorangehenden Stufe erhaltene Körner oder Kerne enthalten sind, die durch den aufsteigenden Gasstrom in einem Sprudelbettzustand gehalten werden.
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DE2141003A 1970-08-17 1971-08-16 Gekörntes Wiederkäuer-Beifutter und Verfahren zur Herstellung desselben Expired DE2141003C3 (de)

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DE2141003A1 true DE2141003A1 (de) 1972-02-24
DE2141003B2 DE2141003B2 (de) 1974-04-18
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ES (1) ES394258A1 (de)
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BE771419A (fr) 1972-02-17
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