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DE2140779A1 - Verfahren und vorrichtung zum bestimmen der grenzbelastungen von auslegerkranen - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zum bestimmen der grenzbelastungen von auslegerkranen

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Publication number
DE2140779A1
DE2140779A1 DE19712140779 DE2140779A DE2140779A1 DE 2140779 A1 DE2140779 A1 DE 2140779A1 DE 19712140779 DE19712140779 DE 19712140779 DE 2140779 A DE2140779 A DE 2140779A DE 2140779 A1 DE2140779 A1 DE 2140779A1
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DE
Germany
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load
boom
crane
limit
test
Prior art date
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Application number
DE19712140779
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English (en)
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DE2140779C3 (de
DE2140779B2 (de
Inventor
Peter Fuchs
Ludwig Dr Ing Pietzsch
Karl-Heinz Ruehle
Helmut Thate
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Individual
Original Assignee
Individual
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Publication date
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Priority to DE19712140779 priority Critical patent/DE2140779C3/de
Publication of DE2140779A1 publication Critical patent/DE2140779A1/de
Publication of DE2140779B2 publication Critical patent/DE2140779B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2140779C3 publication Critical patent/DE2140779C3/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B66HOISTING; LIFTING; HAULING
    • B66CCRANES; LOAD-ENGAGING ELEMENTS OR DEVICES FOR CRANES, CAPSTANS, WINCHES, OR TACKLES
    • B66C23/00Cranes comprising essentially a beam, boom, or triangular structure acting as a cantilever and mounted for translatory of swinging movements in vertical or horizontal planes or a combination of such movements, e.g. jib-cranes, derricks, tower cranes
    • B66C23/88Safety gear
    • B66C23/90Devices for indicating or limiting lifting moment

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Jib Cranes (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Bestimmen der Grenzbelastungen von Auslegerkranen Dr.-Ing.Ludwig Pietzsch, 75 Karlsruhe, Jahnstr. 11-15 Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Bestimmen der Grenzbelastung von Auslegerkranen, bei der der Ausleger nacheinander in vorbestimmte, nach Winkel und/oder Länge unterschiedene Stellungen gebracht wird und in den einzelnen Stellungen des Auslegers mit unterschiedlichen Prüflasten belastet wird.
  • Es ist aus verschiedenen Gründen wichtig, die Grenzbelastung eines fertiggestellten Krans zu kennen. Die Bestimmung der tatsächlichen Grenzbelastung ist insbesondere für die Eichung bzw. Vorprogrammierung von Überlastsicherung für Auslegerkrane wichtig, die mit vorprogrammierten "Abschaltkurven" arbeiten und abschalten, wenn der Ausleger durch eine die für die betreffende Ausladung zulässige Belastung überschreitende Belastung beansprucht wird.
  • Es ist schwierig, die genaue Grenzbelastung eines Krans aufgrund der vom Hersteller angegebenen Traglastkurvenund aufgrund von rein theoretischen Berechnungen anzugeben, da sich der Ausleger in Abhängigkeit von der Ausladung und der Größe der an ihm hängenden Last durchbiegt (der sog. "Peitscheneffekt"). Aufgrund dieser Durchbiegung wird bei einem fest eingestellten Winkel und/oder bei einer fest eingestellten Lange des Auslegers die Ausladung aufgrund der Verformung des Auslegers größer als bei unverformtem Ausleger und die zugehörige Grenzbelastbarkeit des Krans entsprechend kleiner.
  • Zum Feststellen der Grenzbelastungen von Auslegerkranen ist bereits vorgeschlagen worden, nach einigen ausgewählten Ausladungen abgestufte Gewichte bei den entsprechenden Aus ladungen an den Kranhaken zu hängen und die Abweichungen von der vom Kranhersteller vorgegebenen Traglastkurve zu ermitteln, die sich aufgrund des "Peitscheneffektes einstellen. Nach diesem bekannten Vorschlag kennen nur einige wenige Punkte der Grenzlastkurve eines Teleskopkrans überprüft werden. Es muß ferner eine abgestufte Reihe von geeichten, vergleichsweise großen-Gewichten vorliegen. Bas Arbeiten mit der bekannten Vorrichtung ist aufwendig und umständlich, weil die Gewichte bei jeder der ausgewählten Ausladungen einzeln an den Kranhaken an- und wieder davon abgeschlagen werden müssen. Schließlich lassen sich die wenigen ausgewählten Meßpunkte nach dem genannten Vorschlag praktisch nicht an die Bedürfnisse der Programmierung der beschriebenen Überlastsicherung anpassen, bei der die Abschaltwerte über einer Anzahl von ausgewählten Ausladungen vorgegeben werden. Eine Deekung der ausgewählten Ausladungen nach dem bekannten Vorschlag mit den ausgewählten Aus ladungen für die Programmierung der Überlastsicherung ist nicht erzielbar.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung der eingangs genannten Art so auszugestalten, daß für eine beliebige Anzahl von Ausladungszwischenwerten die Bestimmung der tatsächlichen Grenzbelastbarkeit der Auslegerkrane möglich ist.
  • Zur Lösung dieser Aufgabe'ist bei einem Verfahren der eingangs genannten Art vorgesehen, daß eine in der Größe veränderbare Prüflast an den Ausleger gehängt und in einer horizontalen Ebene der Bewegung des Auslegerspitze nachgeführt wird und daß diese Prüflast bei jeder gewählten Auslegerstellung in der Größe auf einen vorgegebenen Grenzlastwert eingestellt wird, der zu der sich unter Last einstellenden Ausladung gehört.
  • Eine Vorrichtung der eingangs genannten art ist nach der Srfindung dadurch gekennzeichnet, daß zur Belastung des Auslegers eine einzige, in der Größe veränderbare Prüflast in einer horizontalen Ebene gehalten und derart beweglich geführt ist, daß der Wranhakwen und der zur Auslegerspitze führende Lastseilstrang einer Bewegung der Auslegerspitze folgend sich stets in der Senkrechten einstellen. Dabei sind zweckmäßigerweise Einrichtungen zum Messen der kontinuierlich veränderbaren Prüflast und zum ständigen Vergleich des Meßwertes mit der der jeweiligen Ausladung zugeordneten Grenzlast vorgesehen.
  • Die in der Größe veränderbare Last kann von einem mit Flüssigkeit (Wasser) oder einem Schüttgut (Sand) füllbaren und wieder entleerbaren Behälter gebildet sein. Vorzugsweise wird die veränderbare Last jedoch dadurch aufgebracht, daß der Kränhaken mit beliebig veränderbarem Zug an einem in der horizontalen Ebene in der genannten Weise beweglich geführten Gewicht angreift, das schwerer als die zulässige Höchstlaet der zu vermessenden Auslegerkrane ist.
  • Bei einer Ausführung dieser zuletzt beschriebenen Ausgestaltung der Erfindung ist das Gewicht vorteilhafterweise auf einem Wagen angeordnet, der auf Schienen parallel zur vertikalen Auslegerschwenkebene bewegbar angeordnet ist. Wegen der Größe des Gewichtes und wegen der Notwendigkeit, die Anfahrreibung der Räder des Wagens und bei Bewegung die rollende Reibung zu überwinden, die wegen der Größe des Gewichtes beträchtlich ist, folgt der Wagen nicht ohne weiteres einer Veränderung der Ausladung. Die waagerechte Komponente des sich dann aufgrund des schräg stehenden Lastseilstrangs einstellenden Schrägzuges reicht zur Uberwindung der Reibung nicht aus. Es ist deshalb nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, daß die der Auslegerspitze folgende Bewegung mittels einer Regelvorrichtung erzeugt wird, die einen in den genannten Lastseilstrang eingeschalteten Winkelgeber zum Messen einer von der Vertikalen abweichenden Schräglage des Lastseilstrangs und einen durch das Ausgangssignal des Winkelgebers in Richtung auf eine Rückstellung des Lastseilstrangs in die Vertikale betätigbaren Stellantrieb umfaßt, der auf die Last je nach der Richtung der Regelabweichung eine horizontal gerichtete Krait in der einen oder anderen Bsegungsrichtung der Last ausübt.
  • Dabei kann-der Stellantrieb ein endloses, zweimal um 1800 umgelerStes, durch eine Seilwinde in Abhängigkeit vom Ausgangssignal des Winkelgebers antreibbares Seil umfassen, in dessen einen Strang die Last eingeschaltet ist. Der Stellantrieb kann alternativ aber auch von an der Last oder deren Auflage angeordneten Anstreben gebildet sein.
  • Das die zulässige Höchetlast des zu vermessenden Auslegerkrans überragende Gewicht kann aber auch in einem Wassergraben oder dgl. schwimmend angeordnet sein. In diesem Fall ist die zu überwindende Reibung bei einer Ausladungsänderung des Auslegers nicht so groß, so daß die durch den Schrägzug auf das Gewicht ausgeübte waagerechte Komponente zur uberwindung dieser Reibung ausreicht und das Gewicht ohne Verwendung von zusätzlichen Einrichtungen derart nachgeführt wird, daß es sich senkrecht unter die Auslegerspitze stellt.
  • Die Prüflast kann auf verschiedene Weisen auf den Auslegerkran aufgebracht werden. Vorzugsweise wird die veränderbare Prüflast bei verriegeltem Hubwerk mittels eines hydraulischen Zylinders aufgebracht, der zwischen Kranhaken und Gewicht oder in dem genannten Lastseilstrang eingeschaltet ist. Eine andere Möglichkeit, die Prüflast auf den Auslegerkran aufzubringen, besteht darin, daß die veränderbare Prüflast mittels des Hubwerks des Krans aufgebracht wird. Schließlich ist auch noch eine Lösung denkbar, bei der die veränderbare Prüflast bei verriegeltem Hubwerk und angezogenem Lastseil durch Betätigen der Schwenkvorrichtung des Krans aufgebracht wird. Diese zuletzt genannte Lösung dürfte jedoch nur bei Auslegerkranen mit sehr feinfühlig arbeitender Schwenkvorrichtung zufriedenstellende Ergebnisse liefern.
  • Auch das Verfahren nach der Erfindung ist in verschiedener Hinsicht weitergebildet. Außer den bereite genannten Verfahrensmerkmalen wird zweckmäßigerweise die Prüflast kontinuierlich verändert unddabei gemessen, und die kontinuierlich gemessenen Werte werden ständig mit der zu der jeweils sich einstellenden Ausladung gehörenden maximalen Traglast verglichen.
  • Für eine zweckmäßige Meßwerterfassung ist vorgesehen, daß die tatsächliche Ausladung des Auslegers die Abszissenbewegung und die veränderbare Last die Ordinatenbewegung eines X-Y-Schreibers steuern, dessen Schreibunterlage die vom Kranhersteller vorgegebene Grenzkurve enthält. Im Ergebnis interessieren in erster Linie die den Grenzlasten entsprechenden Prüflasten. Diese sollen in möglichst einfacher Weise festgehalten werden. Zu diesem Zweck ist nach einer Weiterbildung des Verfahrens vorgesehen, daß bei Ubereinstimmung der Prüflast mit der zu der jeweils sich einstellenden Ausladung gehörigen Grenzlast die Meßwerte für die Prüflast und für die Ausladung registriert werden.
  • Das Verfahren nach der Erfindung wird bevorzugt zum Zwecke der Einstellung, Eichung oder Programmierung von Überlastsicherungen verwendet, die an den zu vermessenden Kranen angeordnet sind.
  • Soll ein Auslegerkran vermessen werden, der mit einer tiberlastsicherung mit einem Kraftgeber zum Erfassen der Belastung des Krans und mindestens einem Geber zum Erfassen der Ausladung ausgerüstet ist, so ist nach einer weiteren Ausgestaltung der Brfindung vorgesehen, daß mindestens bei obereinstimmung der Prüflast mit der zu der jeweils sich einstellenden Ausladung gehörigen Grenzlast zusätzlich die vom Kraftgeber gelieferten Meßwerte für die Belastung des Krans registriert werden, daß die zu den vom Kranhersteller vorgegebenen Traglastkurven gehörenden gemessenen Grenzwerte registriert werden und zur Programmierung der Abschaltkurven für die tberlastsicherung verwendet werden.
  • Mit dem Verfahren und der Vorrichtung nach der Erfindung sind insbesondere die folgenden Vorteile erzielbar: a) es wird nicht mehr eine Vielzahl von geeichten Prufgewichten benötigt;diese sind durch eine einzige variable Last ersetzt; b) es ist nur noch ein einmaliges An und Abschlagen der Last zur Durchführung der Messung erforderlich; c) die Messung kann in ca. 1/5 der bei dem beannten Meßverfahren erforderlichen Gleit durchgeführt werden; d) es kann bei beliebigen Ausladungen gemessen werden; e) die Ausladungen, bei denen gemasen wird, können exakt auf diejenigen Ausladungen abgestimmt werden9 bei denen zur Pro grammierung der Xranüberlastsicherung Meßwerte erwünscht sind; f) da die variable Last ständig am Boden geführt wird, tritt eine Kippgefährdung des Krans wie sie durch Anhaben der Prüflasten bei dem bekannten Verfahren gegeben ist, nicht auf oder läßt sich sofort durch Verringern der Last ausschalten. Zur Ausschaltung einer solchen Kippgefährdung muß bei dem bekannten Verfahren die Last zunächst wieder abgesenkt werden, was bei dem Verfahren nach der Erfindung nicht erforderlich ist.
  • Die Erfindung ist mit vorteilhaften Einzelheiten im folgenden anhand schematischer Zeichnungen an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer Vorrichtung zum Bestimmen der Grenzlasten von Auslegerkranen mit einem mobilen Teleskopkran in Meßstellung; Fig. 2 eine schematische Seitenansicht der Vorrichtung nach Fig. 1 mit einigen Abwandlungen und Ergänzungen; Fig. 3 ein Diagramm zur Verdeutlichung des Arbeitens der Vorrichtung nach Fig. 1 und 2; Fig. 4 ein luswertgerät zum Auswerten der mit der Vorrichtung gewonnenen Meßwerte.
  • Die Vorrichtung nach Fig. 1 umfaßt zwei parallele Schienenstränge 1 und 2 mit je zwei Schienen. Auf den Schienensträngen 1 und 2 rollen zwei durch einen Brückenträger 3 zu einem gemeinsamen Wagen 4 verbundene Tieflader 5 und 6. Jeder Tieflader trägt ein sehr großes, die höchstzulässigen Grenzlasten der zu vermessenden Auslegerkrane bei weitem übersteigendes Gewicht in Porm von zwei Blöcken 7.
  • Der von den beiden Tiefladern 5 und 6 und dem Brückenträger 3 gebildete Wagen 4 ist mittels eines Stellantriebes 8 veriahrbar, der, wie am deutlichsten die Fig, 2 zeigt, ein endloses, um zwei Umlenkrollen 9 und 10 umgelenktes Seil 11 umfaßt, ches der Wagen 4 eingeschaltet iet. Anstelle des Seiles 11 und der Umlenkrollen 9 und 10 können auch eine Kette und Kettenräder vorgesehen sein.
  • Der Stellantrieb umfaßt ferner einen Antriebsmotor, der eine der beiden Umlenkrollen 9 oder 10 antreibt und seine Stellsignale von einem Regler erhält, deriRoch zu beschreibender Weise arbeitet.
  • Zwischen den Schienensträngen 1 und 2 ist eine Auffahrrampe 12 für die zu vermessenden Auslegerkrane vorgesehen. In den Figuren ist auf der Auffahrrampe 12 ein mobiler Teleskopkran 15 in'Meßstellung gezeigt. Auf der Auffahrrampe 12 können Jedoch auch beliebige andere Auslegerkrane, z.B. auf Schienen verfahrbare Auslegerkrane zur Vermessung aufgebaut werden.
  • Der Teleskopkran 13 trägt auf seinem drehbaren Oberwagen 14 einen mittels eines Wippzylinders 15 schwenkbaren Deleskopausleger 16, der in den Fig. 1 und 2 mit voll ausgefahrenen Teleskopen dargestellt ist. Das von der Auslegerspitze 17 herabhängende Lastseil 18 ist mit seinem Haken 19 über eine KraftmeBdose 20, einen Winkelgeber 21 zum Messen des Neigungswinkels ß des Lastseiletranges 18 gegenüber der Vertikalen sowie einen hydrauliachen Rkylinder 22 angesohlagen.
  • Der Druck im hydraulischen Eub2ylinder 22 ist in bekannter Weise stufenlos veränderbar und mittels einer bei 23 angedeuteten, bekannten Druckwaage kontinuierlicqh meßbar.
  • Der nicht dargestellte Regler hat dieAufgabe, den Laetseil strang 18 unabhängig von der Ausladung a stets senkrecht zu halten, also ein Schrägstellen des Lastseils unter dem Winkel, gegenüber der Vertikalen auszugleichen. Die Regelabweichung wird von dem Winkelgeber 21 erfaßt und dem Regler gemeldet.
  • Dieser gibt dann ein Betätigungssignal an den Stellantrieb 8 im Sinne einer Betätigung des Antriebsmotors zur Zurückführung des Winkels ß auf den Wert Null. Der Antriebsmotor ist also so lange eingeschaltet, bis mittels des Seiles 11 der Wagen in eine Stellung gezogen ist, in der der Lastseilstrang 18 wieder senkrecht steht.
  • WUrde ein solcher Regler und ein davon betätigter Stellantrieb nicht vorhanden sein, so könnte sich-ein Winkels aufgrund eines Verschwenkens des Auslegers aus der gezeigten Winkelstellung, in welcher der Ausleger mit der Horizontalen den Winkel > einschließt, oder allein aufgrund einer kontinuierXi chen Erhöhung des Druckes im hydraulischen Hubzylinder 22 einstellen , bei der der Ausleger in die weit übertrieben dargestellte gestrichelte Stellung 16' gebogen wird, d.h. den sog.
  • "Peitscheneffekt" erfährt (Fig. 2).
  • Sowohl bei Auftreten dieses Seitscheneffektes als auch bei einer durch Winkel- oder Längenveränderung erzeugten Lageveränderung der Auslegerspitze 17 wird also mittels des Reglers der Wagen 3 stets in eine Stellung nachgeführt, in welcher der Lastseilstrang 18 senkrecht ausgerichtet ist.
  • Die Vorrichtung umfaßt eine Meßkabine 24, die auf dem Tieflader 6 angeordnet ist. Diese Meßkabine steht über eine Leitung 25 mit dem Kranftihrerstand 26 des mobilen Teleskopkrans 13 in Verbindung. In der Meßkabine 24 sind beispielsweise die Druckwaage 23, ein Registriergerät zum Erfassen der tatsächlichen Grenzlast und zum Vergleichen dieser Grenziast mit der vom Kranhersteller vorgegebenen Grenzlast, Inzeigegeräte für alle bei der Messung veränderten Größen und schließlich ein Steuergerät zum Verändern des Druckes im hydraulischen Zylinder 22 untergebracht.
  • Der besseren Übersichtlichkeit halber sind die Meßkabine 24 und der Krsnftihrerstand 26 in Fig. 2 nicht dargestellt.
  • An dem in Fig. 3 dargestellten Diagramm soll nun beschrieben werden wie die Vorrichtung arbeitet.
  • In dem Diagramm ist über der Ausladung a die Last L aufgetragen, mit welcher der Ausleger des Auslegerkrans belastet wird. Die Kurve g stellt die vom Kranhersteller vorgegebene Grenziastkurve dar, welche im Betrieb nicht überschritten werden darf.
  • Der Ausleger 16 ist durch eine vom Nullpunkt des Diagramms bis zur Spitze 17 reichende Strecke/symbolisiert. Unter Last biegt der Länge 1 sich der Ausleger zu dem auch hier übertrieben gekrümmt gezeichneten Bogen 16 ' durch.
  • (ir die Messung wird der Ausleger durch Schwenken nnd/eder Atisfahren der Teleskope in eine Stellung mit der Ausladung a1 gebracht. Darauf wird der haken 19 über die Kraftmeßdose 2O, den Winkelgeber 21 und den hydraulischen Zylinder 22 an den Wagen 4 so angeschlagen, daß der Lastseilstrang 18 senkrecht steht.
  • In dieser Stellung ist der Ausleger 16 noch unverformt (8.
  • auch Fig. 2). Durch Erhöhung des drucks im hydrauliachen Hubzylinder 22 in einem Sinne, in welchem der Kolben in den Zylinder einfährt, wird nun der Ausleger 16 belastet. Aufgrund dieser Belastung biegt er sich durch, was zu einer Vergrößerung der Ausladung a führt. In Fig. 3 wandert also der Betflebspunkt ausgehend von einem Punkt mit den Koordinaten al und L = 0 in Richtung zu größeren Lasten und lusladungen auf einer gekrürmten Kurve b bei zunehmender Belastung in Pfeilrichtung.
  • Bei weiterer Erhöhung der Belastung schneidet die Betriebskurve b die vorgegebene Grenslastkurve g in einem Punkt mit den Koordinaten a2 und L2. Die Grenzlast L2 ist kleiner als die Grenzlast 1;1, die nach der vorgegebenen Grenzlastkurve g ohne Berücksichtigung der Durchbiegung des Auslegers 16, d.h. des sog.
  • "Peitscheneffektes", bei dem eingestellten Winkel α und der eingestellten LängeLdes Auslegers eigentlich vom Kran noch gehoben werden können müßte.
  • Bei der Neßauswertung werden mindestens die Koordinaten des Schnittpunktes der Kurve b mit der Kurve g registriert. Eine Möglichkeit für die Meßauswertung und Steuerung-der Messung zeigt die Fig. 4. Hierin ist schematisch ein X-Y-Schreiber dargestellt, bei dem bekanntlich eine in Ordinatenrichtung verlaufende Schiene 30 in I-Riehtung und auf dieser Schiene ein Halter 31 für einen Schreibstift 32 in !-Richtung verfahrbar ist. Als Schreibunterlage dient ein mit der vorgegebenen Traglastkurve g bezichnetes oder bedrucktes Blatt 33.
  • Durch richtige Orta- und Maßstabseinstellung wird der I-Y-Schreiber auf die Kurve g abgestimmt. Der Kranfahrer bringt nun auf ein Signal des Meßingenieurs den Ausleger in eine Auladung a1. Darauf erhöht der Meßingenieur von der Meßkabine 24 aua den Druck im hydraulischen Hubzylinder 22 und verfolgt auf dem Blatt 33 die vom Schreibstift 92 bei Erhöhung des Druckes im Hubzylinder 22 aufgezeichnete Kurve b. Wenn die Kurve b die Kurve g achneidet, ist die Messung für die Ausladung a1 beendet und der Kranfahrer stellt eine neue Ausladung ein, bei der der Meßvorgang wiederholt wird.
  • Es is auch eine Meßauswertung denkbar, bei der außer der Aualadung a1 und den zugehörigen Werten für den Auslegerwinkel und die Auslegerlänge -nur die Koordinaten des Schnittpunktes der Kurven b und g registriert werden. Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn die Belastung des Kranhakens 19 nicht durch Verändern des Druckes im hydraulischen Zylinder 22, sondern durch das Hubwerk des Kranes aufgebracht wird. Dabei wird das Hubseil nur zum den Betrag seiner Dehnung und der Durchbiegung der Auslegerspitze angezogen. Die Laständerung erfolgt also sehr schnell. Hiebei ist eine automatische Messung und Registrierung in dem Augenblick, in dem die Betriebskurve b die Grenzlastkurve g schneidet, von besonderem Vorteil.
  • Wenn sich bei der Belastung des Auslegers der Auslegerneigungswinkel gegenüber der Horizontalen verändern sollte, wird zunächst, wie oben beschrieben, verfahren. Durch Betätigung des Wippzylinders wird anschließend der Winkels wieder auf den ursprünglichen Wert eingestellt. Der Betriebspunkt liegt dann unterhalb der Kurve g. Durch nochmaliges Erhöhen der Belastung wird dann der endgültige Schnittpunkt der Betriebskurve b mit der Grenzlastkurve g gefunden.
  • Die beschriebene Messung dient in erster Linie dem Zweck, die Überlastsicherung des Auslegerkrans zu eichen und/oder zu programmieren. Eine solche Überlastsicherung umfaßt gewöhnlich einen Ausladungsgeber und einen Kraftgeber zum Erfassen der Belastung beispielsweise in Porm des Gesamtmomentes, welches der Ausleger erfährt, ferner einen Rechners in dessen Speicher für ausgewählte Ausladungen Grenzlastgrößen vorprogrammiert sind. Durch Vergleich der gemessenen Istwerte mit den vorprogrammierten Grenzlastgrößen stellt die Überlasteicherung selbsttätig fest, in welchem Betriebsbereich sich der Kran befindet und schaltet bei Übereinstimmung aer Ist- Lastgröße mit der vorgegebenen Grenzlastgröße selbsttätig den Kran ab. Die durch die oben beschriebene Messung gewonnenen Grenzlastgrößen können nun bei der Programmierung zur Korrektur der vom Kranhersteller voror' gegebenen Grenzlastgrößen dienen. Außer den genannten, gennnntew esondere den Koordinaten des Schnittpunktes der Betrebskurve b mit der Grenzlastkurve g wird also bei Erreichen dieses Schnittpunktes zweckmäßigerweise auch noch der von dem Kraftgeber der oberlastsicherung gemessene Wert registriert, 8o daß die Überlastsicherung auf ein Abschalten des Krans bei eben diesem Meßwert eingestellt werden kann.
  • Bei der Durchführung der Messung wird zweckmäßigerweise und zunächst bei der kleinsten Ausladung a begonnen, d.h. also, der Ausleger bei eingefahrenen Teleskopen so steil wie möglich gestellt. Nach Erfassen des ersten Meßpunktes wird das Hubwerk entriegelt, die Ausladung in der gewünschten Schrittweite auf den nächsten Wert a vergrößert, das Hubwerk wieder verriegelt und wie oben beschrieben der Ausleger belastet.
  • Ansprüche:

Claims (17)

  1. Ansprüche 1. Vorrichtung zum Bestimmen der Grenæbelastungen von Auslegerkranen, bei der der Ausleger nacheinander in vorbestimmte, nach Winkel und/oder Länge unterschiedene stellungen gebracht wird und in den einzelnen Stellungen des Auslegers mit unterschiedlichen Prüflasten belastet wird, d a -d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß zur Belastung des Auslegers (16) eine einzige, in der Größe veränderbare Prüflast in einer horizontalen Ebene gehalten und derart beweglich geführt ist, daß der Eranhakven (19) unter zur Auslegerspitze (17) führende Lastseilstrang (18) einer Bewegung der Auslegerspitze folgend sich stets in der Senkrechten einstellen.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n nz e i c h n e t, daß Einrichtungen zum Messen der kontinuierlich veränderbaren Prüflast und zum ständigen Vergleichen des Meßwertes mit der der jeweiligen Ausladung zugeordneten maximalen Tragmast vorgesehen jod.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, d a d u r c h g ek e n n z e i c h n e t, daß die veränderbare Prüflast von einem mit einer Flüssigkeit (Wasser) oder einem Schüttgut (Sand) füllbaren und entleerbaren Behälter gebildet ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, d a d u r c h g ek e n n z e i c h n e t, daß der Kranhaken (19) mit beliebig veränderbarem Zug an einem in der horizontalen Ebene in der genannten Weise beweglich geführten Gewicht (7) angreift, das schwerer als die zulässige Höchstlast der zu vermessenden Auslegerkrane (13) ist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, da d u r c h g e k e n nz e i c h ne t, daß das Gewicht (7) auf einem Wagen (4) angeordnet ist, der auf Schienen (1,2) parallel zur vertikalen Auslegerschwenkebene bewegbar angeordnet ist0
  6. 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, d a d u r c h g e k e n n z e 1 c h n e t, daß die der Auslegerspitze (17) folgende Bewegung mittels einer Regelvorrichtung erzeugt wird, die einen in den genannten Lastseilstrang (18) eingeschalteten Winkelgeber (21) zum Messen einer von der Vertikalen abweichenden Schräglage (Winkel @ ) des Lastseilstrangs und einen durch das Ausgangssignal des Winkelgebers in Richtung auf eine Rückstellung des Lastseilstrangs in die Vertikale betätigbaren Stellantrieb (8) umfaßt, der auf die Last (7) je nach der Richtung der Regelabweichung eine horizontal gerichtete Kraft in der einen oder anderen Bewegungsrichtung der Last ausübt.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, d a d u r c h g e k e n nz e i c h n e t, daß der Stellantrieb (8) ein endloses, zweimal um 1800 umgelenktes, durch eine seilwinde in Abhänigigkeit von dem Ausgangssignal des Winkelge'ber (21) antreibbares Seil (11) umfaßt, in dessen einen Strang die Last (7) eingeschaltet ist.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 6, d a d u r zu c h g e k e n nz e i c h n e t, daß der Stellantrieb von an der Last oder deren Auflage angeordneten Antrieben gebildet ist.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 4, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t; daß das Gewicht in einem Was-sergraben oder dergleichen schwimmend angeordnet ist.
  10. 10.Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 9, d a d u r eh g e k e n n s e i a h n e t, daß die veränderbare Prüflast bei verr iegeltem Hubwerk mittels eines hydraulischen Zybinders (22) aufgebracht wird, der zwischen Kranhaken (19) und Gewicht (7) oder in den genannten Lastseilstrang (18) eingeschaltet ist,
  11. 11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 9, d a d u r ch g e k e n n z e i c h n e t, daß die veränderbare Prüflast mittels des Hubwerks des Krans (13) aufgebracht wird.
  12. 12. Verfahren zum Bestimmen der Grenzbelastungen von Auslegerkranen, bei dem der Ausleger nacheinander in vorbestimmte, nach Winkel und/oder Länge unterschiedene Stellungen gebracht wird, und in den einzelnen Stellungen unterschiedlich belastet wird, d a d u r c h g e k e n n z e i c hn e t, daß eine in der Größe veränderbare Prüflast an den Ausleger (16) gehängt und in einer horizontalen Ebene der Bewegung der Auslegerspitze nachgeführt wird und daß diese Last bei jeder gewählten Auslegerstellung (oL ,1) in der Größe auf einen vorgegebenen Grenzlastwert eingestellt wird, der zu der sich unter Last einstellenden Ausladung (a) gehört.
  13. 13. Verfahren nach Anspruch 12, d a d u r o h g e.k e n n -z e i c h n e t, daß die Prüflast kontinuierlich verändert und dabei gemessen wird, und daß die kontinuierlich gemessenen Werte ständig mit der zu der jeweils sich einstellenden Ausladung (a) gshörenden maximalen Traglast verglichen werden.
  14. 14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, d a d u r c h g ek e n n z e i c h n e t, daß die tatsächliche Ausladung des Auslegers die Abszissenbewegung und die veränderbare Last die Ordinatenbewegung eines i-Y-Schreibers steuern, dessen Schreibunterlage (33) die vom Kranhersteller vorgegebene Grenzkurve (g) enthält.
  15. 15. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 15, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß bei Übereinstimmung der Prüflast mit der zu der jeweils sich einstellenden Ausladung gehörigen Grenzlast die Meßwerte für die Prüflast und für die Ausladung registriert werden.
  16. 16. Verfahren nach Anspruch 15, bei dem der Quslegerkran mit einer ftberlastsicherung mit einem Kraftgeber der Belastung des Krans, einem Geber zum Erfassen der Ausladung, einem Rechner, in dessen Speicher Abschaltktirven vorprogrammiert sind, sowie einem Vergleicher ausgerüstet ist, der die tatsächliche Belastung des Krans mit der durch die Abschaltkurven vorgegebenen höchstzulässigen Belastung vergleicht und den Kran bei Gleichheit dieser beiden Größen abschaltet, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß mindestens bei Übereinstimmung der Prüflast mit der zu der jeweils sich einstellenden Ausladung (a3 gehörigen Grenzlast zusätzlich die vom Kraftgeber (34) gelieferten Meßwerte für die Belastung des Krans registriert werden, daß die zu den vom Kranhersteller vorgegebenen ilraglastkurven (g) gehörigen gemessenen Grenzwerte registriert werden und zur Programmierung der Abschaltkurven für die tberlastsicherung verwendet werden.
  17. 17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, d a d u r ch g e k e n n z e i c h n e t, daß die den Auslegerkran tragende Unterlage relativ zur Verschiebungsrichtung der Prüflast drehbar angeordnet ist.
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